LEGO Star Wars 75278 D-O im Review

Macht der kleine Droide auch als LEGO Set Spass ?

LEGO Star Wars 75278 D-O im Review (Christian Giudici) - 1
Foto: PROMOBRICKS

Neben den drei LEGO Star Wars Helmen kam Mitte April noch ein weiteres Set aus dem George Lucas Universum auf den Markt. Zwei der Helme habe ich euch hier und hier schon vorgestellt, nun möchte ich euch zur Abwechslung mal was anderes zeigen. Der Droide D-O hat in der Episode IX der Star Wars Saga dem bisherigen Companion BB-8 ein wenig Konkurrenz gemacht. Es war also klar, dass LEGO nach BB-8 auch diesen Droiden als Set herausbringen wird. Seit dem 19. April ist er als 75278 D-O im Store und auch im Handel erhältlich. Und genau um dieses Set wird es hier gehen.

Vorab noch eine kleiner Hinweis: Ich habe das Set im Rahmen der Building Bricks for Happiness Aktion am 25. April während eines Streams von Henry alias klemmbausteinlyrik aufgebaut. In diesem Stream wurden auch alle drei Helme der Star Wars Helmet Collection gebaut. Wer sich also den Bauprozess genauer ansehen will, dem sei dieses Video empfohlen. Ich habe es euch hier mit eingebunden. Da ich während des Streams keine Bilder der Tüten und der einzelnen Schritte gemacht habe, kann ich euch leider nur Bilder von einigen Zwischenstadien zeigen, seht es mir nach.

Zahlen und Fakten

  • Set-Nummer: 75278
  • Thema: Star Wars
  • Bezeichnung: D-O
  • Teilezahl: 519
  • Minifiguren: 1 Mini D-O
  • Erhältlich seit: 19.04.2020
  • Empfohlenes Alter: 10+
  • UVP: 69,99 Euro
  • Preis pro Teil: 13,5 Cent

Verpackung

Die Verpackung ist recht groß für die 519 Teile und zeigt den Droiden in verschiedenen Posen von beiden Seiten. Auf der Rückseite ist die Höhe dargestellt (27 cm Höhe über Antenne) und ihr seht, was ihr an dem Kerlchen bewegen könnt. In echt ist er übrigens etwas kleiner, als auf der Packung abgebildet. Er misst ohne die Antennen etwa 24,5 cm.

Die Anleitung ziert das gleiche Bild wie die Box-Vorderseite und ist 72 Seiten stark. In insgesamt 157 Bauschritten wird euch gezeigt, wie ihr den Roboter zusammensetzt.

Aufbau

Die Teile kommen in vier nummerierten Tüten, der Aufbau ist entsprechend in vier Gruppen aufgeteilt. Zuerst wird das „Rad“ gebaut und verkleidet. Damit fangen wir auch hier an. Durch geschicktes Kombinieren von Brackets, Slopes und Plates hat der Designer es geschafft, die runde Form bestmöglich zu erreichen. Das ist wichtig, denn dieses Konstrukt dient gleich als Aufnahme für die Laufkette, die sich ja kreisförmig um den Körper legen soll. Eins vorweg: Die Kette läuft später natürlich nicht wirklich um das Rad, sie ist fest montiert.

Die „Kette“ besteht aus 26 double-curved slopes 4×1 in weiss, die wir auch schon im Stormtrooper Helmet verbaut haben. Jeder dieser Slopes sitzt auf einem 1×2 Technic Brick with 2 Holes und ist auf zwei Pneumatik Gummischläuche aufgefädelt. Ihr dürft nun also diese 52 Steine paarweise zusammenstecken und auf die Schläuche aufziehen. An den beiden Enden wird jeweils eine Konstruktion aus Liftarmen gesetzt, die später das ganze Modell hält. Damit wird der Look aus dem Film schon ganz gut erreicht.

Die Enden der Schläuche werden mit 1×1 Rundfliesen mit Pin verschlossen, damit sie nicht durch die Löcher der Technic Liftarme rutschen. Etwas fummelig, aber machbar.

Die fertige Laufkette wird nun um den Kern herumgelegt und unten mit zwei 2er Achsen in einem Technik-Brick (der gelbe Stein) arretiert. Dadurch liegt sie wirklich komplett kreisförmig an, das ist für LEGO Verhältnisse wirklich gut gelöst.

Die einzelnen „Kettenglieder“ müsst ihr nun noch so verschieben, dass es auch gut aussieht und jedes Teil in etwa den gleichen Abstand hat. Damit ist die erste Tüte fertig und die zweite beginnt mit dem Bau der Sockelverzierung.

Um das bunte Innenleben verschwinden zu lassen, werden zwei Blenden benötigt. Die Rundung entsteht wieder aus Slopes, die in SNOT Technik um eine Platte herum gebaut werden. Auffällig ist bei einer der Platten der 2×4 Brick in Magenta mit drei Achslöchern. Sein Daseinszweck wird sich uns bald erschliessen. Die Grills in verschiedenen Farben deuten die Verwitterung des Droiden an, der schliesslich jahrelang in Ochi von Bestoons Schiff auf Pasaana auf seine Reaktivierung gewartet hat.

Die beiden runden Blenden werden auf den Kern mit der Laufkette aufgesteckt. Und damit sind wir dann auch schon bei Tüte 3. Diese enthält einiges an Technic Bricks. Und hier offenbart sich nun auch der Sinn des Magenta Steins mit Löchern aus dem Schritt zuvor. Er dient als Befestigung für den 7er Liftarm in dunkelgrau, der wiederum als Basis für den Halter fungiert, der später die Konstruktion mit dem Kopf des Droiden trägt.

Als nächstes setzt ihr die obere Plattform zusammen, auf die der Kopf aufgesteckt wird. Sie besteht aus zwei Teilen, der festen Basis und dem drehbaren Träger für den Kopf. Beide sind über zwei Zahnräder verbunden, sodass ihr den Kopf später mit einem Knopf drehen könnt. Die Pneumatik-Schläuche stellen die Kabel dar, die den Rumpf mit dem Kopf verbinden. Ich weiss nicht, ob es euch auch so geht, aber die Konstruktion erinnert mich stark an ein Mini-Panzer MOC.

Die Plattform wird nun an den Halter angesteckt und zusätzlich noch eine Achse hinzugefügt. Mit der unteren hellgrauen 2×2 round plate könnt ihr nun den Kopf vor und zurück neigen. Mit der oberen weissen round plate dreht ihr ihn um 360 Grad. Die Schläuche haben nun auch ihren Platz gefunden.

Nun geht es an die vierte und letzte Tüte. Mit ihr entsteht endlich der Kopf des Droiden, der liebevoll auch „Fön auf Rädern“ genannt wird. Hauptbestandteil sind zwei 8x4x6 Half-Cones in Weiss, die zu einem Kegelstumpf zusammengesetzt werden. Eine der Hälften ist bedruckt und exklusiv in diesem Set, hier sind die drei markanten schwarzen Striche aufgebracht. Diese Cones kamen in Weiss und Transparent auch schon in der aktuellen City-Space Serie zum Einsatz, nämlich in der 60228 „Weltraumrakete mit Kontrollzentrum“. Der „Mund“ wird aus zwei 4x2x3 Half-Cones in Grün gebildet, die von einer ebenfalls grünen Rundfliese mit Bedruckung abgeschlossen werden. Auch diese Teile sind bisher exklusiv in diesem Set enthalten. Die markanten drei Antennen am Hinterkopf markieren den Abschluß.

Als letztes baut ihr noch den Halter für die Plakette und den Mini D-O. Der Aufkleber hat die üblichen Dimensionen wie bei den bekannten UCS-Modellen. Wieso LEGO hier allerdings 30 cm als Höhe angegeben hat, weiss ich nicht. Im Film war der kleine Droide jedenfalls etwa 46 cm gross. Den kleinen D-O findet ihr außer hier übrigens auch noch im 75257 Millennium Falcon und im 75249 Y-Wing.

Damit ist der Bau zu Ende und ihr dürft euch euer Werk von jeder Seite betrachten. Den Kopf könnt ihr übrigens endlos drehen, es gibt keinen Anschlag.

Fazit

Ich bin recht zufrieden damit, wie die LEGO Designer den kleinen Droiden in einem Set umgesetzt haben. Alle wichtigen Details wurden gut dargestellt und der Erkennungseffekt ist direkt da. Besonders freue ich mich über die Gestaltung des Kopfes, der mit den neuen Teilen komplett ohne Aufkleber auskommt und von den Proportionen so weit es mit LEGO geht an das Original rankommt. Das Rad mit der Laufkette sieht Klasse aus, wenn auch der Aufbau etwas anstrengend ist.

Leider sind die Möglichkeiten, den kleinen in Pose zu setzen, recht beschränkt. So wäre es toll gewesen, auch die Aufhängung nach vorne neigen zu können, um so einen Anschein von Bewegung zu erzeugen. Vom Preis her schlagen hier wohl die großen Formteile zu Buche, denn mit knapp 13,5 Cent pro Teil ist er deutlich teurer als zum Beispiel BB-8 mit etwa 9 Cent Teilepreis. Der Preis ist für mich aber auch der einzige große Kritikpunkt – den könnt ihr mit einem Kauf zum Aktionspreis sicher noch deutlich drücken.

Verglichen mit BB-8 ist er natürlich zu groß, aber die Verfügbarkeit von Steinen setzt hier ein Limit für den Maßstab. Für Liebhaber von Displaymodellen wie dem BB-8 oder Meister Yoda ist der D-O aber ein Muss und bereichert eure Sammlung sicherlich.

Stamm-Autor
    1. Droiden waren schon immer in Star Wars ein wichtiger Bestandteil, ob R2 und C3 Po, oder K2-SO , ob L3 , Chopper, Bucket , BB-8 und nun D-O …wobei die Rolle von D-O doch recht unbedeutend war, im Gegensatz zu allen anderen Droiden und er allein dadurch etwas witzlos und überflüssig daherkommt, aber grundlegend sind Droiden in Star Wars so wichtig wie Pferde in einem Western – ohne würde etwas wichtiges fehlen.

    2. Also ich finde den vom Design ganz nett, verglichen mit anderen Droiden. Sein Auftritt im Film ist natürlich total belanglos und diente nur dazu, Merchandise produzieren zu können. Genauso wie viele andere belanglose Elemente der Sequel Trilogy, angefangen bei der gehypten Captain Phasma bis hin zu Zori Bliss.

      1. Nicht zu vergessen die Porgs, die Knights of Ren und der Auftritt von Max von Sydow, der als großer Name angekündigt wurde und dann in den ersten fünf Minuten den Löffel abgegeben hat. Die Sequels sind voll von belanglosen Dingen, die nur dazu gedient haben, mit geschürten Erwartungen zu hypen.

        1. Cap. Phasma und Ren ohne Maske waren für mich die ersten großen Enttäuschungen der Disney-Filme, dann ging es steil bergab. Den letzten habe ich schon gar nicht mehr gesehen, nach lesen der Inhalts auch kein Interesse daran.
          Absoluter Murks und Fledderei des Franchises.

          1. Eigentlich wollte ich mal wieder widersprechen, aber irgendwie habt ihr ja Recht… Und zum Glück habt das 🙂 Star Wars wäre nach den bekannten 6 Episoden vorbei gewesen: kein 7-9, kein Mandalorian, keine neuen Trilogien, kein High Republic, keine neuen Lego Sets und und und…… Der Merchandise Markt run um SW wäre tot. Zum Glück hat Disney das weitergeführt und erlaubt es uns (die paar wenigen, die es mögen 😉 ) weiterhin neue Sets kaufen zu dürfen.
            Regt ihr euch weiter auf. Ich arrangiere mich mit der neuen Zeit und freue mich eher darüber, dass meine Droiden R2 und BB8 einen neuen Kumpel an der Seite haben 😀

    3. Das war auch mein erster Gedanke, als ich den Film gesehen habe. Wie hart die wohl daran gearbeitet haben, einen Droiden mit einem höheren Niedlichkeitsfaktor als BB-8 erschaffen zu wollen. Bleibt dank seiner Belanglosigkeit halt genauso wenig im Gedächtnis wie die Porgs oder die „Kühe.“

      Wenn man dat Dingen motorisieren könnte, das hätte ggf. noch einen Reiz.

    4. Ist ja klar, das es einen D-0 geben musste, da er im Film eine wichtige Rolle spielt. Auch das Aussehen ist ja gut getroffen. Ob man mehr Funktionen einbauen kann bei dem Modell welches ja recht klein ist weiß ich nicht. Größer hätte er aber natürlich auch nicht sein dürfen.
      Allerdings der Preis ist wahnwitzig. Höchstens 50 EUR hätte die UVP sein dürfen, alles andere ist einfach nicht gerechtfertigt.

  1. Schöner D O , super umgesetzt , ist schnell und einfach zusammen gebaut , bei Roffu gibt es ihn für 50€ was angemessen ist

    1. Schade das LEGO auf dem Weg zum Luxusartikel ist.

      Ja 50€ UVP(!) wäre angemessen, und darauf denn ggf Rabatte. Aber mit den Preisen von TLG komme ich langsam nicht mehr klar. Sicher ist es ein teures Hobby, und Nein ich werde auch nicht auf andere Hersteller zurückgreifen, aber ich wiege inzwischen schon sehr deutlich ab was noch gekauft und was nicht. Und das ist viel weniger als noch vor ein paar Jahren. Da beschränke ich mich inzwischen lieber auf das Material was vorhanden ist zum Moc’en.

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