LEGO 76389 Harry Potter: Kammer des Schreckens im Review

Mit knapp 1.200 Teilen ist es das größte aller neuen modularen Hogwarts-Sets und kostet 139,99 Euro (UVP).

LEGO 76389 Harry Potter: Kammer des Schreckens im Review (Daniel Haedicke) - 1
LEGO Harry Potter 76389 Kammer des Schreckens (Foto: PROMOBRICKS)

Mit der LEGO 76389 Harry Potter Hogwarts: Kammer des Schreckens möchte ich euch heute das letzte und größte Set der neuen modularen Hogwarts-Welt vorstellen.

Seit dem 01. Juni 2021 sind die neuen LEGO Harry Potter Sets im LEGO Online-Shop verfügbar. So auch die Sets, die ich euch bereits in weiteren Reviews ausführlich vorgestellt habe und welche die perfekte Ergänzung zur Kammer des Schreckens bilden.

Wie die Sets zusammen wirken und was sich in den zwei Jahrzehnten zur Erstauflage (4730) getan hat, schauen wir uns am Ende des Reviews ebenfalls noch an – Viel Spaß.

Die Kammer des Schreckens

Im zweiten Band Die Kammer des Schreckens der Harry Potter Reihe dreht sich alles um das Finden eben dieser Kammer. Errichtet von Salazar Slytherin wurde sie mit einem Basilisken versehen und nur dem wahren Erbe Slytherins sollte es gelingen, diese Kammer wieder zu öffnen, um den Basilisken auf die Muggelstämmigen in Hogwarts loszulassen, damit die Schule eines Tages rein vom „Schlammblut“ sei.

Lange galt diese Kammer als Legende, da niemand sie fand – bis Tom Riddle an die Schule kam. Als letzter Nachfahre Slytherins beherrschte er auch die Sprache der Schlangen (Parsel). Er fand die Kammer und öffnete sie. Jeder, der nun dem Basilisken direkt in die Augen sah, musste sterben. Später entschloss sich Riddle sein 16-jähriges Ich in einem Tagebuch festzuhalten. Mit Hilfe des Buches sollte ein Schüler der nächsten Generationen die Kammer wieder öffnen können, um den Traum von Salazar Slytherin endlich wahr werden zu lassen. Diese Schülerin war Ginny Weasley, die Schwester von Ron. Und so nahm das Abenteuer seinen Lauf …

Fakten zum LEGO 76389 Set

  • Set-Nummer: 76389
  • Thema: LEGO Harry Potter
  • Bezeichnung: Hogwarts: Kammer des Schreckens
  • Designer: Nicolaas Vas
  • Teilezahl: 1176
  • Minifiguren: 10 + goldene 20 Jahre Jubiläumsfigur: Lord Voldemort
  • Aufkleber: 16
  • Erscheinungsjahr: 2021
  • Empfohlenes Alter: 9+
  • UVP: 139,99 Euro
  • Preis pro Teil: 11,9 Cent

Die Verpackung

Doch bevor unser Aufbau-Abenteuer losgeht, werfen wir nochmal einen Blick auf die äußere Hülle des LEGO 76389 Sets. Wir sehen wieder das 20 Jahre LEGO Harry Potter Jubiläums-Logo, sowie die enthaltenen elf Minifiguren. Der Hintergrund ist einer mondklaren Nacht in Hogwarts angepasst. Sicherlich treibt auch Professor Lupin schon irgendwo heulend sein Unwesen.

Die Rückseite des LEGO 76389 Kartons ist wie üblich mit den Details und Spielfunktionen versehen. Ein kleines Highlight des Sets geht dabei fast unter – aber darauf habe ich mich schon sehr gefreut. Der „Fast kopflose Nick“ als Glow in the dark-Minifigure. Leichte Erinnerungen an die alten Geister der klassischen Rittersets werden hierbei wach.

Während bei den anderen Hogwarts-Sets nur jeweils zwei Schokofrosch-Sammelkarten enthalten waren, sind bei der LEGO 76389 Kammer des Schreckens sechs zufällige Karten enthalten. Und zufällig trifft es bei mir in diesem Fall tatsächlich, aber dazu später mehr. Als goldene Jubiläumsfigur ist passender Weise Lord Voldemort enthalten.

Der Inhalt & die Bauanleitung

Der LEGO 76389 Karton ist mit zwei Klebestreifen auf jeder Seite verschlossen. Nachdem diese durchtrennt sind, kommt – irgendwie passend – eine Leere des Schreckens zum Vorschein. Hier ist wirklich sehr viel Luft in der Box. Am Ende, in der Tiefe der Dunkelheit erkennt man die ersten Tütchen.

Insgesamt zehn dieser Tütchen sind davon enthalten, wobei die vierte Baugruppe in zwei Beutel aufgeteilt ist.

Eine klebegebundene Aufbauanleitung liegt zusammen mit dem Stickerbogen extra verpackt (und damit geschützt, ebenfalls dabei, sowie zwei einzelne 8×16 Platten. Der Stickerbogen enthält insgesamt 16 Aufkleber.

Der Aufbau der LEGO 76389 Kammer des Schreckens erstreckt sich auf fast 300 Bauschritte auf über 160 Seiten. Auch hier wird auf den letzten Seiten nochmal mit den anderen Sets geworben, und alle Sammelkarten präsentiert, wobei auch hier Garrick Ollivander zweimal vertreten ist.

Die Minifiguren

Bei vielen LEGO Harry Potter Sets zählen die Minifiguren zu den Highlights. So gibt es auch hier wieder einige tolle Figuren. So darf natürlich Harry Potter nicht fehlen, sein Utensil ist dabei das Gryffindor-Schwert. Als nächstes haben wir Luna Lovegood enthalten, die in diesem Set irgendwie so gar keinen Sinn macht, da sie erstmalig im fünften Teil auftaucht. Ginny Weasley darf natürlich nicht fehlen, da sie durch Tom Riddles Tagebuch handelt. Der Junge mit der Schlange aus dem Hause Hufflepuff ist Justin Finch-Fletchley. Er spielt im Buch eine größere Rolle – im Film vorrangig als Draco Malfoy im Duellierclub eine Schlange zaubert und diese es scheinbar auf Justin abgesehen hat und später als eines der versteinerten Opfer des Basilisken. Der letzte in der Reihe ist der lustige kleine Knabe mit dem fröhlichen Lächeln – Colin Creevey. Er ist ein großer Fan von Harry und fotografiert ihn, wo es nur geht. Er wird später ebenfalls vom Basilisken versteinert.

Die Wendegesichter zeigen allesamt den fast identischen Ausdruck – außer Harry, der etwas mehr die Zähne zeigt. Interessant finde ich jedoch, dass bei genauerer Betrachtung die Rückseiten der Kapuzen fast alle verschiedenen sind.

Neben den kleinen Schüler*innen sind auch noch weitere erwachsene Protagonisten im LEGO 76389 Set enthalten. Dabei ist der Haus-Geist des Hauses Gryffindor der „Fast Kopflose Nick“ (oder auch Sir Nicholas), der seine Späße in Hogwarts treibt. Diese Figur kann tatsächlich im Dunkeln leuchten – aber nicht jedes Teil leuchtet. Daneben ist der gefeierte Schriftsteller Gilderoy Lockhart, der im 2. Schuljahr das Unterrichtsfach Verteidigung gegen die dunklen Künste übernimmt. Er wird später zusammen mit Harry und Ron die Kammer des Schreckens finden. Eine ganz wunderbare neue Figur ist Aurora Sinistra, Lehrerin für Astronomie. Daneben gesellt sich Tom Riddle, aus dem später Lord Voldemort wird – und den alten Herren ganz rechts dürften auch alle erkennen: Professor Albus Dumbledore. Die Figuren sind zum Großteil wirklich toll bedruckt. Kleine Kritik geht hierbei an die nackten Beine von Lockhart, und dass die Beine bei Riddle nur von vorn, aber nicht seitlich bedruckt wurden.

Die Rückseiten mit den Wendegesichtern sind dabei wieder ausreichend gestaltet.

Ich konnte es mir natürlich nicht nehmen lassen und habe mir einmal Sir Nicholas de Mimsy-Porpington geschnappt und ihn gegen den alten, klassischen Geist von 1992 antreten lassen. Was mir sofort auffiel, dass die neue Minifigur nur wenige Sekunden im LED-Licht braucht, bis sie tatsächlich leuchtet. Mein alter Geist gab da im wahrsten Sinne des Wortes seinen Geist auf. Hier musste noch eine handelsübliche Glühlampe herhalten, damit der gespenstige Kollege noch etwas Leuchtkraft spendet. Aber seine Tage sind wohl gezählt, das Alter scheint seine Spuren im Material zu hinterlassen.

Wer auch seine Spuren in Hogwarts hinterlässt, ist der große Lord Voldemort. Also goldene Minifigur thront er in diesem Set über allem. Das weitere Highlight dieses Sets sollen die sechs zufälligen Schokofrosch-Sammelkarten sein – und wie schon anfangs angedeutet, trifft es der Zufall hier wirklich. Zwei Karten sind doppelt. So habe ich neben Rowena Ravenclaw und Severus Snape die Figuren Madame Maxime und Nicolas Flamel in zweifacher Ausführung. Bei Madame Maxim um so ärgerlicher, da ich sie auch bereits in einem anderen Set hatte. Hier bleibt schlussendlich nur das Tauschen.

Die Rückseite von Lord Voldemort hat, wie alle anderen goldenen Minifiguren auch, den 20 YEARS LEGO Harry Potter Druck. Mit im Set enthalten sind auch zwei Bücher (mit Stickern), zum einen natürlich Tom Riddle’s Tagebuch, zum anderen ein Buch, welches ich von Lockhart vermute, aber nicht wirklich zuordnen kann – aber da weiß jemand von den Lesern sicherlich mehr.

Neben den Minifiguren sind auch zwei Wichtel enthalten. Diese treiben in einer Unterrichtsstunde von Lockhart ihr Unwesen und hängen Neville Longbottom an einen der Kronleuchter. Die Neville Minifigur stammt hierbei aus dem LEGO 76395 Set.

Der Aufbau

Der Basilisk

Der Aufbau der LEGO 76389 Kammer des Schreckens startet mit dem Basilisken. Die riesige Schlange wird aus mehreren Teilen zusammengebaut und ist in olivgrün gehalten. Sie setzt sich damit farblich von den sandgrünen Dächern von Hogwarts ab. Der Kopf ist bedruckt und der Mund lässt sich auf und zu klappen.

Der Astronomieturm

Eine Spitze im Turm bildet die Abteilung der Astronomie. Hier gibt es zwei Dachelemente. Beide werden wieder auf den 8×8 Gitterfliesen errichtet. Während das eine Dach mit einem Besen, einem transparenten Stab zum Fliegen und einem Schokofrosch versehen ist, bietet das spitze Dachteil ein paar mehr Utensilien. So finden wir hier Hedwig (oder eine andere Schneeeule), ein Teleskop, eine Sternenbildkarte und eine kleine Kugel, die ebenfalls im Dunkeln leuchtet.

Das Teleskop ist seltsamer Weise (laut Anleitung) direkt in das große Dachelement gerichtet – ich dachte immer, man müsse direkt in den Himmel schauen, aber vielleicht ist das ja ein Zauber-Teleskop. Doch während ich mich damit noch beschäftigt hatte, fiel mir ein anderes kleines Detail auf. Hier hat sich wohl ein Star Wars Fan auf der Sternenkarte verewigt, denn nicht nur der große Wagen ist zu sehen, sondern auch ein anderer dunkler Lord, aus einer fernen Galaxie eine kleine Hommage an Bionicle (Tahu).

Lockhart’s Klassenzimmer

Das erste richtige Zimmer im LEGO 76389 Set wird das neue Klassenzimmer von Gilderoy Lockhart. Hier zeigt er den Schüler*innen sein Können – oder das, was er versucht zu sein. Nette Details sind hier der große Bilderrahmen und der sehr gelungene dreiarmige Kerzenleuchter. Den rosafarbenen Frosch kann ich aber nicht wirklich zuordnen – vielleicht ist es Dolores Umbridge, welche optisch ja einer Kröte ähneln soll und gern rosa trägt – man weiß es nicht. Aber auch hier darf die Kommentarfunktion gern genutzt werden.

Lockhart’s Büro

Neben seinem Klassenzimmer hat Lockhart natürlich auch ein eigenes Büro, in dem er seine Vorbereitungen für den Unterricht treffen kann, oder einfach ein paar Autogrammkarten für seine Fans signiert (oder von Harry signieren lässt). Tolle neue halbrunde Fensterelemente schmücken die Außenfassade. Auch in diesem Raum versteckt sich wieder ein kleiner Schokofrosch. Als Spoiler sei schon mal verraten, dass sich insgesamt sechs dieser braunen Tierchen im ganzen LEGO 76389 Set verstecken – passend zu der Anzahl der Sammelkarten. Wer alle findet, erhält einen weißen Schokofrosch gratis.

Das kleine Büro ist dann wieder vollgepackt mit verschiedenen Bildern vom Star selbst und seinen Autogrammkarten auf dem Tisch. Ein weiteres, perfektes Haarteil darf auch nicht fehlen.

Die große Halle

Was in Hogwarts nicht fehlen darf, ist selbstverständlich die große Halle. Auch bei der LEGO 76389 Kammer des Schreckens wird dieser Raum angedeutet. Auf 8×24 Noppen entsteht die Halle, wie man sie eigentlich schon kennt, allerdings wurde nun endlich ein tolles Detail hinzugefügt.

Das Rednerpult von Albus Dumbledore – welches durch eine große goldene Eule dargestellt wird. Es fehlen nun zwar noch die Kerzen, aber wir wollen es auch nicht übertreiben.

Die Außenfassade ist trotz der Kompaktheit recht detailliert geworden und gefällt mir wirklich gut.

Im Inneren sind einige der fliegenden Kerzen angedeutet, sowie der Kamin und die Bänke. Ein Teil der Bank hat einen kleinen Mechanismus, so dass hier eine Szene aus dem Duellierclub nachgespielt werden könnte.

Als nächstes entsteht das Dachgeschoss. Eine kleine Kammer beherbergt hinter dem großen Hogwarts Banner (Sticker) den sprechenden Hut, der die Schüler am Anfang des ersten Schuljahres den jeweiligen Häusern zuteilt. Die anderen zwei Dächer haben ein paar Zauberfläschchen, sowie ein kleines Schachbrett inne.

Die fertige Halle finde ich in dem Maßstab wirklich gelungen. Sowohl von außen …

… als auch von innen. Natürlich ist alles auf das Minimum reduziert, dennoch erkennt man viele Details.

Und wer ganz genau hinschaut, erkennt auch einen der Hausgeister, die hier immer wieder ihr Unwesen treiben.

Die Kammer des Schreckens

Nach so vielen „Nebengebäuden“ kommen wir nun endlich zum Namensträger dieses LEGO 76389 Sets: Die Kammer des Schreckens. Beginnend mit der Landung in den unteren Höhlengängen, die Harry, Ron und Gilderoy Lockhart erreichen, nachdem sie durch die Waschbecken in der Mädchentoilette den Eingang gefunden haben. Mit den Knochen wurde hier doch etwas gespart, da hätten ruhig noch mehr platziert werden können.

Der Haupteingang zur eigentlichen Kammer wird mit einer großen runden Tür verschlossen. Diese kann nur durch denjenigen geöffnet werden, der auch Parsel – also die Sprache der Schlangen -spricht.

Wer das wohl ist?! Jedenfalls nicht der Schokofrosch.

Nun bekommt der Eingang schlussendlich noch einen Turm aufgesetzt, was nicht wirklich Sinn ergibt. Aber dafür ist die neue Eule sehr schön – wenn auch der Schnabeldruck bei meinem Exemplar doch etwas abgerutscht ist.

Weiter geht es mit der unterirdischen Kammer und dem markanten Kopf am Ende des Raumes.

Dieser Kopf soll die Züge von Salazar Slytherin beinhalten, der die Kammer einst errichten ließ. Die Augen sind Aufkleber – die farblich leider mal wieder nicht zum Rest passen.

Zwei tolle Schlangenköpfe sollen den langen Gang bis zum Kopf andeuten. Irgendwie hätte ich mir hier mehr von dem Gang gewünscht, der geht in diesem Set leider komplett verloren, auch wenn die Ninjago-Köpfe wirklich sehr toll sind. Das wurde vor fast 20 Jahren tatsächlich besser gelöst.

Über der Kammer wird ein weiterer Teil der großen Halle gebaut. Ein paar Pins bleiben auch zum Schluss übrig, so dass nun alle Module des LEGO 76389 Sets verbunden werden können. Aber ein kleines Spieldetail gibt es hier noch zu entdecken.

Der mittlere Felsen auf der Rückseite kann herausgezogen werden – darin verborgen ein Zahn des Basilisken. Mit dem sticht Harry am Ende auf das Tagebuch von Tom Riddle ein und zerstört damit auch (unwissentlich) einen Horkrux von Lord Voldemort. Den Basilisken schlussendlich tötet Harry mit dem Schwert Godric Gryffindors, welches als Utensil für die Figur dem LEGO 76389 Set beigelegt wurde.

Das fertige Set

Nachdem die fast 1.200 Elemente zusammengesteckt wurden, stehen sechs Module vor dem Harry Potter Fan. Davon sind nochmals fünf Dach-Module einzeln verwendbar.

Laut der Anleitung stellt sich LEGO die Kammer des Schreckens wie folgt von außen und innen vor:

Die gedachten Räumlichkeiten sind teilweise doch nicht ganz korrekt – aber es gibt ja bereits die drei weiteren (oben genannten) Sets mit den modularen Räumen. Diese können nun endlich mit in das LEGO 76389 Set eingefügt werden. Dies ergibt eine riesige Fassade von über 98 Noppen in der Breite. Dabei bleibt die Tiefe von nur acht Noppen fast überall erhalten – außer bei der großen Halle, wo nochmal zwei Noppen dazu kommen.

Nach den gegebenen Möglichkeiten der verschiedenen Sets, habe ich nun die Räume etwas angepasst. Allerdings kann es nun jeder selbst gestalten wie er möchte. Insgesamt 22 einzelne Module inklusive der Dachelemente können nun hin und her variiert werden.

Vergleich mit Harry Potter 4730 von 2002

Wenn wir nun das aktuelle LEGO 76389 Set mit dem Erstauflage aus dem Jahr 2002 vergleichen, werden wir feststellen, dass es Gemeinsamkeiten gibt – aber doch auch große Unterschiede, welche vor allem die eigentliche Kammer betreffen.

Besonders interessant ist die Rückseite des alten Sets. Vor allem, wenn man einen genaueren Blick auf die Mitte wirft.

Hier wird ebenfalls eine modulare Bauweise von Hogwarts angedeutet. Das gleiche Prinzip, wie es in dieser Neuauflage von 2021 versucht wird. Verschiedene Sets können untereinander verbunden werden und somit ein großes Hogwarts Schloss ergeben.

Der Unterschied ist dabei – das alte Set legt dabei den Schwerpunkt auf den Namen: Die Kammer des Schreckens. Bei fast identischer Größe, werden aber nur halb so viele Teile verwendet. Die Ausmaße erinnern aber etwas an die Dimensionen der letzten Sets der 2018er Welle mit den grauen Dächern.

Wie gesagt, sind hier viele Elemente ebenfalls modular einsetzbar. Die kleinen Türme können variabel angeordnet werden und auch der Gang kann zum Spielen zusammengestellt, oder getrennt werden – wichtig aber: Es gibt genau diesen ominösen Gang!

Die Seitenwände der Gänge sind mit Schlangenaufdrucken versehen, darüber hängen dunkelgraue Kopfteile von Drachen (bzw. Krokodilen). Auch die Schilde und das Tagebuch sind bedruckt. Im gesamten Set gab es keine Sticker.

Die Wandelemente mit den Schlangenaufdrucken sind bespielbar und teilweise drehbar, oder nur leicht befestigt, so dass sie herausgebrochen werden können. Hinter einer Wand ist das Schwert von Gryffindor – wie damals üblich in glänzendem Chrom.

Die Dachelemente sind nichts besonders – aber der große Turm enthält ein Waschbecken der angedeuteten Mädchentoilette mit einer Falltür bzw. dem Zugang zur Kammer des Schreckens

Minifiguren im Wandel der Zeit. Auch hier gibt es Unterschiede, wobei ich bei einer Figur sagen muss, dass mir die erste Version tatsächlich besser gefällt – Gilderoy Lockhart. Die Frisur, der Umhang und auch der Druck gefallen mir auch nach fast 20 Jahren immer noch sehr gut. Tom Riddle dagegen ist eine klare Verbesserung.

Bei den Basilisken scheiden sich zumindest bei mir wieder die Geister. Die alte Schlange ist toll bedruckt, die Zähne (eigentlich kleine Messer) sind herausnehmbar und leuchten im Dunkeln, aber der Mund lässt nicht nicht bewegen und das arme Tier hat immer eine Maulsperre. Bei der neuen Version gefällt mir die Form des Kopfes wirklich gut und ist an den Film angelegt. Aber irgendwie wirkt sie nackt – ein paar mehr Drucke auf den Körperelementen hätten dem Tier hier sicherlich gut getan.

Mein Fazit

Das Resumee des LEGO 76389 Kammer des Schreckens Set fällt etwas ernüchternd und zwiespältig aus. Was ich einerseits sagen muss, dass mir die modulare Bauweise und das Zusammenstellen der Räumlichkeiten nach eigenem Empfinden sehr gut gefällt. Auch, dass es durch die kompakte Bauweise weniger Platz weg nimmt, als die letzte Serie – was natürlich zur Folge hat, dass Details wegfallen. Dafür waren einige tolle Details in den Drucken auf den Minifiguren und nicht zu vergessen – glow in the dark!

Mir ist aber auch zu wenig Kammer des Schreckens in dem Set Kammer des Schreckens. Hier hätte ich mir zumindest noch den langen Gang gewünscht, vom Eingang bis hin zu Slytherins Kopf, wie es im alten Modell umgesetzt wurde. Aber das ist wohl alles in allem der Kastenbauweise zum Opfer gefallen. Auch das Dach auf dem Eingang zur Kammer finde ich etwas seltsam gewählt.

Räumlichkeiten wie die große Halle hätten auch in ein extra Set gepackt werden können – mit einem goldenem Dumbledore als Jubiläums-Figur, aber ich denke, es sollte eines der Sets als „Großset“ hervorstechen. Ich bin aber gespannt, welche passenden Sets uns in den nächsten Monaten / Jahren noch als Ergänzungen präsentiert werden.

Nun sagt uns doch aber mal eure Meinung zu der LEGO 76389 Kammer des Schreckens bzw. zu der „neuen“ modularen Bauweise. Schreibt es gern in die Kommentare.