LEGO 76395 Harry Potter Hogwarts: Erste Flugstunde im Review

Mit dem Set LEGO 76395 Harry Potter Hogwarts: Erste Flugstunde möchte ich euch heute das zweite Set aus der neuen Hogwarts-Reihe vorstellen. Ohne große Vorworte steigen wir direkt ein.

Erste Flugstunde

Wir befinden uns im ersten Schuljahr auf Hogwarts (Harry Potter und der Stein der Weisen). Eine der ersten Unterrichtsstunden, die die Schüler*innen haben, ist die Flugstunde bei Madam Hooch. Jeder bekommt einen doch schon recht abgenutzten Schulbesen vorgelegt und soll nun die Magie des Fliegens erlernen. Natürlich klappt dies bei dem einen besser, bei anderen schlechter. Das fängt schon beim Befehl „Auf (Up!)“ an.

Doch während die emsigen Schüler*innen nun ihr Glück versuchen, passiert bei Neville Longbottom mehr, als er will – er fängt an zu fliegen und in seiner Ungeschicktheit bleibt er am Speer einer Statue hängen, fällt relativ schnell wieder zu Boden und bricht sich das Handgelenk. Dabei verliert er sein Erinnermich, welches von Draco Malfoy aufgesammelt und zur Schau gestellt wird. Während Madam Hooch den kränklichen Neville zur Erstversorgung bringt, beginnt eine wilde Verfolgungsjagd in der Luft mit Draco und Harry.

Doch in diesem Set gibt es noch mehr Szenen aus dem Film, lasst euch überraschen.

Fakten zum LEGO 76395 Set

  • Set-Nummer: 76395
  • Thema: LEGO Harry Potter
  • Bezeichnung: Hogwarts: Erste Flugstunde
  • Designer: Marcos Bessa
  • Teilezahl: 264
  • Minifiguren: 3 + goldene 20 Jahre Jubiläumsfigur: Prof. Quirinus Quirrell
  • Aufkleber: 5
  • Erscheinungsjahr: 2021
  • Empfohlenes Alter: 7+
  • UVP: 29,99 Euro
  • Preis pro Teil: 11,6 Cent

Die Verpackung

Das Grunddesign der 35 x 19 x 6 cm großen LEGO 73695 Box fügt sich zweifelsfrei nahtlos in die bestehende Reihe ein. In der linken Ecke prangt zusätzlich das 20 Jahre LEGO Harry Potter Logo, denn wie wir seit meinem letzten Review zum Set LEGO 76386 Misslungener Vielsafttrank wissen, feiern die Dänen dieses Jubiläum mit einer exklusiven Sonderfigur in gold. Was mir bei dem Set mal wirklich gut gefällt, ist der Photoshop-Hintergrund, der perfekt zum kleinen Modell passt.

Auf der Rückseite des LEGO 76395 Sets werden die Spielfunktionen und die neue Modularität des Modells dargestellt. Außerdem gibt es den dezenten Hinweis auf zwei Überraschungs-Sammelkarten, doch dazu gleich mehr.

An der Seite finden wir die Setbezeichnung in verschiedenen Sprachen und nochmals den Hinweis auf die exklusive Minifigur.

Der Inhalt & die Bauanleitung

Nach dem Eindrücken der zwei Laschen von der LEGO 76395 Box kommen zwei nummerierte Tüten zum Vorschein. Diese sind ganz ordentlich mit den über 260 Bauteilen gefüllt.

Die klebegebundene Bauanleitung liegt lose bei – ebenso ein kleiner Stickerbogen mit insgesamt fünf Aufklebern, wovon vier die Wappen der einzelnen Häuser sind.

Wen überrascht es, die Bauanleitung ist wie gewohnt einfach gehalten. In 89 Bauschritten auf 87 Seiten wird der Zusammenbau wirklich sehr kleinlich präsentiert. Auf den letzten Seiten ist nochmals eine Übersicht der Sammelkarten und der modularen Bauweise gegeben. Dieses LEGO 76395 Set fügt sich allerdings aktuell aber nur bedingt in die anderen Sets ein.

Die Minifiguren

Beginnen wir mit der Exklusivität in diesem Set – die goldene Minifigur. Hierbei handelt es sich um Professor Quirinus Quirrell, der im ersten Schuljahr das Fach Verteidigung gegen die Dunklen Künste unterrichtet. Sein eigenes dunkles Geheimnis ist, dass Lord Voldemort Besitz von seinem Körper genommen hat und durch seinem Hinterkopf in Erscheinung treten kann. Um dies zu verbergen trägt Quirrell einen Turban. Das Gold der Figur ist auch hier nur das matte pearl-gold. Die Drucke sind dabei leicht glänzend. Meine zwei zufälligen Schokofrosch-Karten sind diesmal Serephina Picquery (aus Fantastic Beasts) und leider erneut Gilderoy Lockhart – wie schon im ersten Review des Sets LEGO 76386 Misslungener Vielsafttrank, wo sich auch noch eine kleine Erklärung zu den Karten findet.

Damit hatte ich also bei nur vier Sammelkarten schon die erste doppelt. Aber nach der kurzen Enttäuschung ging es mit der wunderbaren Madam Hooch weiter – welche ich mal wieder sehr gelungen finde. Neben einem Umhang, hat sie noch einen Besen als Zubehör dabei. Schade ist, dass die Beine gänzlich unbedruckt blieben. Neville Longbottom und Draco Malfoy haben ebenfalls einen Besen spendiert bekommen, sowie das Erinnermich – ein schön bedrucktes Kopfteil.

Dieses Erinnermich ist ein Geschenk von Nevilles Oma Augusta gewesen. Es ist mit weißem Rauch gefüllt. Vergisst man etwas, färbt sich dieser rot.

Die Wendegesichter sind passend zum Film gestaltet. Der benommene Neville gefällt mir dabei sehr gut.

Der Aufbau

Packen wir nun die gut gestalteten Figuren des LEGO 76395 Sets mal beiseite und bauen ein paar Steine zu kleinen modularen Gebäuden auf. Dabei werden anfangs zwei fast identische Räume auf einer 8×8 Platte zusammengesteckt. Sie unterscheiden sich dabei eigentlich nur in dem Inventar.

Der erste Raum erhält eine große Kiste voll mit Quidditch-Utensilien (goldener Schnatz, dem roten Quaffel, Klatscher und Schlagstock). In dem braunen Fass können später die Besen gelagert werden.

Von außen hängen zwei Banner mit den jeweiligen Häusern – beim ersten Gebäude sind es Slytherin und Gryffindor. Leider sind dies Sticker. Eine Bedruckung der alten Nexo-Knights-Schilde wäre hier wirklich eine Aufwertung gewesen.

Der zweite Raum erhält das Pokalzimmer. Hier sind verschiedene Pokale und Trophäen untergebracht. Unter anderem auch ein Schild, auf dem der Name Harry’s Vater -James Potter- als Sucher abgebildet ist.

An der Außenseite sind diesmal die zwei anderen Häuser von Hufflepuff und Ravenclaw angebracht.

Damit wären diese zwei kleinen modularen Räume fertig. Auch sie erhalten die Fliesen auf den Wänden, mit vereinzelten Noppen.

Um das Gebäude des LEGO 76395 Sets abzurunden, wird zum Schluss noch ein Mittelteil mit Eingangstür gebaut. Integriert ist hier eine transparente Stange, auf der die Figur später zum „Fliegen“ gebracht werden kann. Auf der Innenseite lässt sich über die braunen Steine die Höhe manuell einstellen.

Als Abschluss gibt es noch zwei Flache Dachkonstruktionen mit angedeuteten Zinnen. Zusätzlich sind noch zwei individuell anbringbare transparente Stangen dabei, welche ebenfalls mit den Flugschülern ausgestattet werden können. Als letztes wird noch eine „Minifigur“ gebaut – eine Statue mit zwei gekreuzten Schwertern.

Diese Statue mag anfangs etwas wahllos sein, aber der geneigte Harry Potter Fan weiß, dass diese in einer Szene zu sehen ist, in welcher Harrys allgemeine Begabung für Quidditch deutlich wird. Im Film schlägt Harry beim Training mit Oliver Wood einen Klatscher direkt durch die zwei Schwerter der Statue. So zeigt sich, dass der jüngste Quidditch-Sucher des Jahrhunderts auch ein klasse Treiber (weitere Quidditch-Position) wäre.

Damit wären alle modularen Elemente des LEGO 76395 Sets auch schon fertig gestellt. Auch hier kann nun nach Belieben die Szenerie zusammengestellt werden.

Das fertige Set

Ich habe mich beim Zusammenstellen nach dem Muster der Bauanleitung gerichtet. Hier also nochmal das Set in all seiner Pracht.

Nun können auch die Flugschüler und die Lehrerin ihren Platz einnehmen. Durch die unbeweglichen kleinen Beine sieht das Fliegen auf dem Besen zwar etwas seltsam aus, aber ich denke, der Wille war da.

Wie immer zum Schluss der letzte Rest …

Mein Fazit

Dieses kleine Set LEGO 76395 Erste Flugstunde scheint anfangs recht unspektakulär – doch beim Bauen stellt man schnell fest, dass hier mehr Spielspaß dahinter steckt. So sind hier mehr oder weniger drei verschiedene Szenarien in einem Set vereint. Die erste Flugstunde, der Quidditch-Beginn von Harry und das kleine Pokalzimmer, was im Buch eigentlich ein eigener Raum ist, welchen Ron als Strafarbeit putzen soll, im Film aber eigentlich auch nur eine Vitrine im Gang ist.

Die exklusive goldene Minifigur um Professor Quirrell passt eigentlich nicht wirklich zu dem Sinn des Sets – aber da es zum ersten Band (Harry Potter und der Stein der Weisen) passt, haben die Macher aus Billund hier sicherlich die Möglichkeit gesucht, ihn noch unterzubringen, da in keinem anderen Set mehr Platz war. Und für den ersten Teil ist die Figur natürlich elementar.

Meine Highlights des Sets sind hierbei klar Madam Hooch und die schön bedruckte Erinnermich-Kugel. Solche Drucke hätte ich mir für die Wappen allerdings auch gewünscht.

9 Kommentare zu „LEGO 76395 Harry Potter Hogwarts: Erste Flugstunde im Review“

  1. Ich werde die neuen Sets mit den alten Sets verbinden. Es ergeben sich hier viele neue Möglichkeiten. Erneut ein tolles Review. Weiter so Danke.

  2. Danke für das Review,

    ich finde das Set mit der grauen Statue und den Schwertern auch aus anderer Sicht sehr interessant. Aus drei/vier Sets lässt sich damit schon eine kleine (modulare) Burg im sandfarbenen Look bauen, dazu die Statuen , Schwerter und Wappen….
    Wenn das Set dann noch mit etwas Rabatt zu haben ist, hole ich mir 4 Stück davon 😉

  3. Hallo Herr Haedicke,

    nun also das zweite Set. Man könnte fast meinen, Sie wollten bis zum Release der Sets alle vorgestellt haben, was ich für eine vortreffliche Idee halte.
    Dieses Set ist wieder mal auf kleinstem Raum sehr schön gestaltet, am besten gefallen mir hierbei die Figuren und die Accessoires der selbigen.
    Wie immer sehr schön geschrieben und aufbereitet, so muss ein Review sein.
    Es grüßt ein aufmerksamer Leser.

  4. bausteinchen

    Als Zwischending zwischen dem Vielsafttrank und Fluffy (review erwarte ich stündlich ;)) wirkt das Set auf den ersten Blick „unspektakulär“.

    Aber auf den zweiten Blick – finde ich – hat das Set DOCH seine Stärken.

    Ein HP-Set OHNE HP himself (und kein weiteres Mitglied des Trios) – dafür Draco und Neville. Und als Höhepunkt Madame HOOCH – oft hat es sie noch nicht gegeben… Die Statue zähle ich als 4. Figur.

    Die Mauerstücke (Turm wage ich nicht zu sagen) und die Türe sind zwar für HP Sets wenig spektakulär und kommen in Standard Tan und Nougat (?) – aber genau deshalb sind sie für einen Hogwarts MOCCER/MODDER (wie mich) sehr willkommen.

    Befremdlich sind die Gitter (4 Stück???) – Zum Glück gibt es derzeit 8×8-Platten in Tan in der Brick Wall im Lego Store in Wien… Ich hab nichts gegen diese Teile – sie passen halt nicht als Fußböden und Decken in einer Burg –

    Das Set ist auch größer als es „wirkt“ – immerhin 26 Noppen Breite (da fehlt nicht viel auf eine Baseplate)

    trotzdem würde ich das Set „nur“ mit 7/10 bewerten (Abzüge für Preis (-2) – deutlich Über 10ct/Teil und die verwendeten Teile (-1) – (Boden)Gitter und Panele

    Apropos Sticker – Schilder mit den Hauswappen würde ich auch gerne gedruckt haben – Beim Trophäenraum wäre ich aber geneigt mich mit dem Sticker abzufinden, ist halt wirklich einmalig…

    Die Goodies zähle ich bei der Bewertung nicht wirklich – sind mir eigentlich egal – Den Turban könnte ich aber für einen „indischen“ Fürsten brauchen 😉

  5. Das Set gefällt mir soweit ganz gut. Werde ich sicherlich kaufen. Mir ist jedoch unbegreiflich weshalb diese unpassenden Gitter anstatt Platten verwendet werden.

    1. Daniel Haedicke

      Man weiß es nicht – vielleicht billiger in der Produktion weil weniger Granulat pro Plattr eingesetzt werden muss?! Oder damit später beim Stapeln der Module mehr „Licht“ in die einzelnen Räume strahlt?! Ich hab leider keinen Plan 🙂

  6. Danke für die Erläuterung mit der Statue, die Harry quasi als Tor gedient hat. Da Harry allerdings (zum Glück) in diesem Set fehlt, wäre die Statue mit Lanze sinnvoller, da Neville daran hängen blieb.
    Gitterboden ist seltsam und auch das es andere Torbögen sind als in den anderen Sets stört mich.

  7. Finrods-Hand

    Zum Artikel, stilistisch (kurze Polemik und ein Verbesserungsvorschlag):

    Wenn man schon gendert („Schüler*innen“), dann müsste man das Sternchen doch auch bei allen Figuren nutzen, bei denen nicht völlig klar ist, ob sie binär sind („Flugschüler und die Lehrerin“). Außer man will sich anmaßen, über ihre Selbstdefinition aufgrund ihres Aussehens zu muutmaßen (wozu man zwangsläufig auf „Klischees“ zurückgreifen muss).
    Ich schätze nicht, dass die Bücher das bei allen Figuren klarstellen.

    Findet man es dagegen unnötig, dies zu bedenken, da es sich ja um erfunden Figuren handelt, brächte man auch „die Schüler“ nicht zu gendern.

    Also so würde ich zumindest denken, wenn ich die Sache sehr ernst nehmen würde. Aber vielleicht wird das ja nur für die Leute gemacht, die es nur so halb ernst meinen?

    Nichts für ungut. Ich schreibe das primär, weil sich diese eingebettete politische Botschaft nicht unstolpernd überlesen lässt. Und ich finde es schade, wenn man immer mehr Texte immer schlechter lesen kann (oder sie abbricht), weil dem Autor politische Botschaft über Lesbarkeit geht.

    Und ich mag die Artikel hier sehr gerne. : )

    Also mach ich mich mal stellvertretend unbeliebt für alle, die es genauso sehen. ^^“

    Falls man wirklich Sorge hat, jemanden zu verletzen, wenn man nicht gendert (ob das jetzt sinnvoll ist oder nicht – es ist ja bestimmt nett gedacht!), finde ich Disclaimer am Anfang oder Ende des Textes okay. Die kann man überspringen oder sich über sie freuen – jeder, wie er mag. : D

    P.S.: Die Filmquellenbilder sind super! : )

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