LEGOLAND Deutschland: Signal Iduna Park ersetzt Allianz Arena

LEGOLAND Signal Iduna Park

Seit fast einem Jahrzehnt nun hat Borussia Dortmund gegen den FC Bayern in der Bundesliga das Nachsehen im Meisterschaftsrennen. Umso mehr dürfte es Fans des BVB da erfreuen, dass zumindest im LEGOLAND die Dortmunder dem Rekordmeister endlich den Rang ablaufen. Denn wie der Freizeitpark kurz vor der morgigen Eröffnung verlautbaren ließ, wurde das berühmte Modell der Allianz Arena, Heimspielstätte des FC Bayern München, abgebaut und durch eine Nachbildung des Dortmunder Signal Iduna Parks ersetzt.

Das Stadion selbst wurde dabei während der vergangenen Schließzeiten des LEGOLANDs zusammengebaut und ist pünktlich zum Saisonbeginn fertig geworden. Besucher können die beeindruckende Arena also schon morgen im Miniland bestaunen. Fotos des Modells dürfen wir noch nicht veröffentlichen, da es sich um eine Überraschung handeln soll, aber wir hatten die Gelegenheit, mit Miniland-Chefdesigner Lars Kreutz über die neuste Attraktion zu sprechen.

Eine Wette machte den Anfang

„Die Entscheidung fiel schon vor zwei Jahren“, erklärt Kreutz . Nach intensiver Planungsarbeit und Klärung der Lizenz mit Borussia Dortmund, erfolgte nach Betriebsschluss im November 2021 dann der Startschuss für den Bau. Wie es heißt, brauchten die Designer nur vier Monate, um das gigantische Modell zusammenzubauen – womit sie die Bauzeit für die Allianz Arena um einen Monat unterboten. „Es war so ein bisschen auch ein interner Wettbewerb“, erzählt Kreutz weiter. „Hier im Team arbeiten viele BVB-Fans, die heiß darauf waren, den Signal Iduna Park unbedingt einen Monat früher fertig zu kriegen.“

Der Grund für den Stadionwechsel ist eher ein kurioser: Eine Wette. Als Miniland-Chefdesigner Lars Kreutz und Parkmanager Martin Kring nach der siebten Meisterschaft der Bayern nämlich in einer Teambesprechung zusammentrafen, meinte Letzterer: „Wenn die nochmal Meister werden, baust du mir den Signal Iduna Park.“ Zwar hatte Kring eher eine kleine Mikroversion für sein Büro im Sinn, doch Kreutz sponn die Idee schnell weiter.

„Der FC Bayern dominiert seit Jahren die Liga. Eigentlich hat der Verein alles, was es braucht: Erfolg, Ruhm, Geld. Da dachten wir im LEGOLAND: Fußball-Deutschland ist doch eigentlich weit mehr als der FC Bayern. Warum da nicht einen ganz eigenen, kleinen Beitrag leisten, wieder etwas mehr Abwechslung in den Liga-Alltag zu bringen?“ So wurden die Pläne für einen Nachbau des Signal Iduna Parks immer konkreter und als die Lizenzverträge mit der Borussia in trockenen Tüchern waren, war die Vorfreude riesig. „Binnen Stunden hatten wir schon erste Baupläne.“

Kreutz nennt aber auch ganz pragmatische Gründe, die für den Signal Iduna Park sprachen. So ist das Dortmunder Stadion mit 81.365 Zuschauerplätzen die größte Arena Deutschlands und belegt im europäischen Vergleich der größten Stadien Rang vier. Seit Jahren hält der BVB zudem den Rekord für die höchsten Zuschauerzahlen in Europa, in Vor-Pandemie-Zeiten lockten die Spiele der Dortmunder teilweise bis zu 1,9 Millionen Fans pro Saison. Und nicht zuletzt scheint sich auch die deutsche Fußballnationalmannschaft in der vormals Westfalenstadion genannten Arena pudelwohl zu fühlen: Nach der Fertigstellung 1974 bis zum Jahr 2006 blieb die DFB-Elf bei Heimspielen in Dortmund 32 Jahre lang unbesiegt. „Für uns beim Designteam in Günzburg schlagkräftige Gründe, diesem legendären Fußballtempel ein Denkmal zu setzen“, so Kreutz.

Detailreicher Nachbau des Signal Iduna Parks

Beim Baukonzept orientierten sich die Designer ganz an dem Vorgängermodell: Das Dortmunder Stadion ist an der Osttribüne offen, um den Besuchern einen Blick ins Innere der Arena zu bieten. Dort bejubeln ganze 40.000 Minifiguren ihren Verein – auch darin übertrumpft der Signal Iduna Park die Münchner Arena, in der vorher ganze 10.000 Zuschauer weniger Platz fanden. Anders als in der Allianz Arena tragen die Minifiguren diesmal auch alle lizenzierte Torso-Teile in den Vereinsfarben.

„Die ganzen Torso-Teile zu ersetzen war eindeutig die anstrengendste Aufgabe, aber am Ende das ganze Stadion in schwarz-gelb zu sehen, war die Mühe wert“, sagt Lars Kreutz. Das gilt besonders für die berüchtigte Südtribüne, Europas größte Stehplatztribüne und zweifelsfrei Herzkammer des Stadions. Hier stehen extra dicht nebeneinander gesteckt 5.000 enthusiastische BVB-Fans, die mit Flaggen und Bannern ihren Club anfeuern.

Von den markanten gelben Polyonen an der Außenfassade bis hin zum Borusseum, dem Dortmunder Vereinsmuseum, sind dabei nahezu alle Details des berühmten Stadions in beeindruckender Weise nachgebaut. „Man wird sich an den Details nicht satt sehen können“, verspricht auch Miniland-Chefdesigner Lars Kreutz. „Wer zum Beispiel durch die Glasfassade des Museums genau hinschaut, wird vielleicht ja die ein oder andere Replik einer Bundesliga-Meisterschale finden.“

Um für besonderen Stadionflair zu sorgen, entschieden sich die Designer auch dazu, die Audio- und Schaltanlagen an der Arena grundlegend zu überarbeiten. Waren vorher auf Knopfdruck nur generische Fangesänge zu hören, ertönen jetzt jedes Mal im Wechsel die BVB-Hymnen „Heja BVB“, „Olé, jetzt kommt der BVB“ und der Kulthit „Rubbel die Katz am Borsigplatz“. Ein bisschen kann sich Miniland-Chefdesigner Kreutz da ein schelmisches Schmunzeln nicht verkneifen. „Einer aus dem Security-Personal, der aufpasst, dass niemand die Modelle beschädigt, ist bekennender Schalke-Fan. Wenn die Kinder demnächst stundenlang auf die Knöpfe hauen, wird der wohl bald nur mit Ohrstöpseln zur Arbeit kommen.“

Neue Verwendung für transparente Allianz-Arena-Steine

Die Bekanntgabe des Freizeitparks dürfte auch erklären, was es mit den teils kryptischen Twitter-Nachrichten auf sich hatte, die der BVB und der FC Bayern in den vergangenen Tagen auf ihren Kanälen posteten. „Ein großer Coup erwartet euch im April“, verkündeten so beispielsweise die Dortmunder, woraufhin wilde Spekulationen begannen, dass Starspieler Erling Haaland vielleicht doch noch eine Saison bleiben könnte. Und auch der FC Bayern schrieb zuletzt: „Eine Legende verabschiedet sich.“ Schwacher Trost für die Bayern-Fans: Es ist zumindest nicht Torjäger Robert Lewandowski, der hier „Servus“ sagt.

Bleibt zuletzt noch die Frage, was eigentlich mit all den transparenten LEGO-Steinen passiert, die 2005 extra für die Miniland-Allianz-Arena produziert wurden, um das Stadion wie das Original beleuchten zu können? Kreutz: „Einen Teil davon haben wir für die Solarpaneele im Signal Iduna Park verbaut, die von oben gesehen bekanntlich das BVB-Logo ergeben. Beim Rest werden die Namen berühmter Dortmund-Spieler eingraviert und beim nächsten Heimspiel unter den Fans verkauft werden.“

So ganz spurlos verschwunden ist der FC Bayern dann aber doch nicht aus dem LEGOLAND. Laut Kreutz haben die Designer eine Minifigur im Bayern-Dress in den Katakomben des Stadions verbaut. „Aber ganz ehrlich: Um die zu finden, muss man schon ein sehr gutes Auge haben.“

(Titelfoto: Pixabay/Efraimstochter, Bearbeitung PROMOBRICKS)

18 Kommentare zu „LEGOLAND Deutschland: Signal Iduna Park ersetzt Allianz Arena“

  1. Würde ich feiern, wenn die Nachricht gestern oder morgen gekommen wär…

    So bleibt nur der Fakt, dass das Allianz Stadion jetzt im Wiener Lego Shop aufgebaut wird.

  2. Immer dieser erste April, aber wir werden morgen direkt vor Ort im Legoland der Sache einmal auf den Grund gehen :-))). Die Winterschuhe, Pelzmantel und Schneeschaufel sind auch schon eingepackt. Das Wetter ist leider momentan eher ein Aprilscherz 🙁

  3. gibt es jetzt endlich ein lösungsmittel um die verklebten steine wieder zu verwenden? guter versuch aber leider mit blick aufs datum etwas zuviel elan in diesen beitrag gesteckt

  4. So sehr wie ich es mir wünschen würde ……. aber wird leider nicht passieren.

    Und in Dortmund heißt es immer noch Westfalenstadion.
    Wenn man hier nach dem Signal Iduna Park fragt, bekommt man von den Dortmundern eher die Antwort : Kenne ich nicht 😉

  5. Hatte den 1. April gar nicht im Hinterkopf und habe es interessiert gelesen sowie geglaubt. Immerhin ist die Allianzarena auch schon in die Jahre gekommen und das Plastik nicht mehr so ansehnlich.

  6. Immerhin gibt es den Signal Iduna Park im Legoland Discovery Center in Oberhausen. Kein Fake! Wenn ich wüsste, ob man hier Fotos hochladen kann, könnte ich auch ein paar Beweisfotos abliefern. Der Clou an dem Stadion-Nachbau in Oberhausen ist, dass die Spielfläche von zwei ‚Spielern‘ von außen bewegt werden kann und so ein Ball auf dem Feld in die Tore gespielt werden kann. Wird ein Tor erzielt, leuchtet dazu noch ein kleine Box mit dem Schriftzug „Tooor“ auf.
    Ein Bild hab‘ ich auch im Netz gefunden: http://playfoursquare.s3.amazonaws.com/pix/243115_KkGei282kqaMw_Ndpx3GKnpReIWbO5pXnliisrAqNJE.jpg

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