LEGO vs BlueBrixx: LEGO Minifigur bleibt weiterhin Marke

Seit einigen Jahren versucht der deutsche Klemmbausteinhändler BlueBrixx verschiedene Spielfiguren zu importieren, die mit den Minifiguren von LEGO Ähnlichkeiten haben. Nun hat er im Streit LEGO vs BlueBrixx eine Niederlage erlitten. Worum ging es in dem Streit?

Vorab ein kleiner Hinweis: Ich bin kein Jurist. Dementsprechend kann ich nur mein Verständnis der rechtlichen Zusammenhänge nach bestem Wissen wiedergeben. Eine rechtliche Auskunft o.ä. ist dieser Beitrag nicht. Im Zweifelsfall solltet ihr euch zusätzlich bei weiteren Quellen informieren. Die Entscheidung, um die es in diesem Beitrag geht, könnt ihr hier beim Amt der Europäischen Union für geistiges Eigentum finden und als PDF downloaden.

Was sind Marken?

Es gibt in Deutschland unterschiedliche Möglichkeiten, Ideen zu schützen. Neben Patenten gibt es Geschmacksmuster und Marken. Im Gegensatz zu den beiden anderen Schutzarten werden Marken dazu genutzt, wiedererkennbare Elemente bzw. Ideen eines Unternehmens zu schützen. Dadurch können Konkurrenten beispielsweise nicht einfach das Logo einer Firma kopieren. Außerdem sollen keine Produktkopien verkauft werden können, die mit dem Original verwechselt werden können. Um diesen Schutz zu gewährleisten, sind Marken im Gegensatz zu Patenten oder Geschmacksmustern unbegrenzt verlängerbar.

Einen 3D-Markenschutz besitzt LEGO auf die Form der Minifigur. Marken gelten nur für bestimmte Gruppen bzw. Waren. Im Fall der Minifigur sind Schutzrechte in den folgenden Warenklassen eingetragen:

  • Klasse 9: Dekorative Magnete; Computerspiele; Herunterladbare Computerspiele; bespielte Daten- und Informationsträger
  • Klasse 25: Bekleidungsstücke, Schuhwaren, Kopfbedeckungen
  • Klasse 28: Spiele, Spielzeug

LEGO vs BlueBrixx: Der Streitgrund

Im Rahmen eines größeren Rechtsstreites, bei dem 2020 Waren von BlueBrixx beschlagnahmt wurden, hat BlueBrixx einen Antrag zur Löschung der Marke für die Minifigur von LEGO in allen Warenklassen eingereicht. Der Markenschutz ist einer der effektivsten Methoden, mit denen LEGO sich gegen die Importeure anderer Klemmbausteinfiguren wehrt. Für Löschungsanträge ist das EUIPO, das Amt der Europäischen Union für geistiges Eigentum, zuständig. Da Marken bei der Anmeldung geprüft werden, oblag es BlueBrixx, die Nichtigkeit der Marke zu begründen.

Sind Minifiguren technische Lösungen?

Marken sind nicht gültig, wenn die eingetragenen Elemente rein technischer Natur sind. In solch einem Fall kann man ein Patent beantragen, dessen begrenzte Länge nicht über eine Markenanmeldung umgangen werden soll. Es ist jedoch rechtens, dass eine Marke auch technische Lösungen umfasst.

Es liegt in der Natur der Sache, dass eine LEGO Figur mit dem System kompatibel ist, das LEGO nutzt. Nur weil eine Figur mit dem Klemmbausteinsystem genutzt werden kann, dessen Patentschutz abgelaufen ist, ist sie nicht unschützbar. „nicht alle Produkte […] sind deshalb Gemeingut“ (Zitat aus der Entscheidung).

Hat LEGO ein Monopol auf Minifiguren?

Das Argument einer Monopolstellung wird im alternativen Klemmbausteinmarkt gegenüber LEGO häufig gebracht. Dabei ist es wichtig, wie man den Markt definiert. Ein Monopol auf Klemmbausteine, die ein LEGO-Symbol haben, wird LEGO bestimmt haben. Ein Monopol auf Spielzeug im Allgemeinen hat LEGO hingegen nicht.

LEGO habe aber eine Monopolstellung in der Warengattung „Klemmbausteinfiguren“, argumentierte Bluebrixx. Diese Klassifizierung ist gemäß der Entscheidung jedoch nicht zulässig: Unabhängig von der Kompatibilität mit dem Bausteinsystem von LEGO, kann man LEGO Minifiguren als gewöhnliche Spielzeugfiguren nutzen. Sie sehen durch Elemente wie Beine, Arme und einen Kopf menschlich aus. Deshalb ist es legitim, die Minifigur als Spielzeugfigur der Klasse 28 zu beurteilen.

Die LEGO Minifigur ist jedoch keine generische Spielzeugfigur, die nicht geschützt werden könnte. Wenn eine Spielzeugfigur nicht schützenswert wäre, nur weil sie die typischen Elemente einer menschlichen Gestalt hat, dann wäre keine Form schützenswert. Die LEGO Figur hat stilistische Mittel wie die runden Ausbuchtungen an den Füßen und einen kurzen Hals, die für eine menschliche Gestalt nicht typisch sind.

Für die Eigenschaft der Minifigur als Spielzeugfigur ist es nicht relevant, dass sie auseinandergebaut werden kann. Deshalb ist es nicht relevant, dass einzelne Elemente der Figur für andere Bauten genutzt werden können. Die Figur ist in der Gesamtheit zu betrachten, da nicht die einzelnen Elemente als Marke eingetragen sind.

Das Ergebnis

Die Argumente, die BlueBrixx vorgebracht hat, beziehen sich größtenteils oder ausschließlich auf die Klasse 28. Da gegen die anderen Klassen gar nicht sachlich argumentiert wurde, bleibt der Schutz dort bis auf Weiteres bestehen. Auch der Schutz in Klasse 28 bleibt aufgrund der genannten Argumente bestehen. BlueBrixx hat den Prozess gegen LEGO auf voller Linie verloren und muss alle Kosten des Verfahrens tragen.

In der Entscheidung wurde allerdings noch einmal betont, dass LEGO kein Monopol auf Spielzeugfiguren hat, die mit dem System kompatibel sind. Wenn eine Figur sich weit genug von der Marke von LEGO unterscheidet, darf sie vertrieben werden.

Kommentar

Diese Entscheidung ist nur ein kleiner Abschnitt von einer Reihe rechtlicher Auseinandersetzungen in dem Streit LEGO vs BlueBrixx, der sich vermutlich noch einige Jahre ziehen wird. Es wurde nur entschieden, dass die Marke der LEGO Minifigur rechtens ist. Damit ist aber noch nicht geklärt, wie sehr sich eine Figur von einer Minifigur unterscheiden muss, um rechtmäßig zu sein. Für BlueBrixx wäre eine grundlegende Entscheidung bestimmt einfacher und günstiger gewesen.

Diese Entscheidung unterstreicht aber auch, dass es andere Figuren, die mit dem System kompatibel sind, geben darf. Wie diese aussehen können, zeigt uns der Hersteller Mega Construx. Sie dürfen nur nicht die stilistischen Mittel der LEGO Minifigur übernehmen. Der gleiche Hersteller hat unter dem Namen Mega Bloks trotz des Markenschutzes in Klasse 9 sogar schon ein Videospiel mit entsprechenden Figuren herausgebracht: Mega Bloks: Diego’s Build and Rescue gab es 2010 für den Nintendo DS.

130 Kommentare zu „LEGO vs BlueBrixx: LEGO Minifigur bleibt weiterhin Marke“

  1. Dabei sind die von BlueBrixx so viel schöner 😀 😀
    Ne im ernst! Alles richtig so… Die ganzen „Alternativen“ versuchen krampfhaft etwas von dem LEGO-Kuchen abzubekommen! Und der steigende Erfolg gibt LEGO nur recht 😉

    1. Na ja ob das so richtig ist mit seiner Marktmacht alles und jeden nieder zu klagen ist ja fraglich aber wenn man auf übertrieben teure Spielsachen steht ist man bei Lego gewiss richtig

    2. Auch wenn ich es für richtig halte, dass Lego an seinen Minifiguren festhalten kann – wo ist denn bitte der steigende Erfolg Legos allgemein zu sehen? Die Qualität der Steine und meisten Sets schwindet zunehmend, während die Konkurrenz berechtigterweise an Land gewinnt.
      Ich würde gerne eine tolle, sympathische, hochwertige Marke Lego verfolgen und kaufen, wie ich sie aus der Kindheit in Erinnerung habe, aber es wird einem von Tag zu Tag schwerer gemacht.

      1. Moin,
        den steigenden Erfolg kann man in den Jahresberichten ablesen. und die Sache mit der Qualität… die meisten alten Sets die wir als die absoluten Highlights betrachten (Classic Burgen sind da gerne genommen) würden wir Lego heute gewaltig um die Ohren hauen. Wir lieben die alten Sets weil sie damals Top waren, nicht weil sie auch nur im Ansatz konkurrenzfähig mit den heutigen Produkten sind.

  2. Finde ich gut. Ich mag die Minifigur und ich mag auch andere Figuren. Ich sehe kein Problem darin, dass sich die Figuren optisch unterscheiden, so hat man mehr Diversität am Markt und für jeden Geschmack findet sich was.

    Dass Lego sich gerne die Marke schützen möchte ist aus meiner Sicht nachvollziehbar, weil ich beim Anblick einer Minifigur eben direkt an die Marke Lego denken muss. Dass andere Hersteller das ärgert ist aber auch nachvollziehbar. Schade, dass hier keine Klarheit geschaffen wurde, wie weit sich die Figur unterscheiden muss.

    1. Ich habe auch kein Problem mit den alternativen Figuren aber ich finde es von Lego echt mies wenn sie dann gegen andere Figuren vorgehen (und teilweise warum auch immer noch Recht bekommen) die mM eindeutig anders aussehen und daher ja keine Rechte verletzen.

        1. Ahm… wenn man sich mal so ein wenig umsieht: Lego ging (laut aussagen der Importeure) sowohl gegen die Peanuts-Minifiguren von Linoos als auch gegen die MineCity-Minifigur von Qman vor.
          Und laut Aussage der Bausteinecke hatten sie sich nur dagegen entschieden weiterhin rechtlich gegen Linoos vorzugehen, weil gerade „gewichtigere Probleme“ vorherschten. (Ich paraphrasiere da gerade aus einem Interview. Ich glaube der Youtube-Kanal müsste „Die Klemme“ gewesen sein, auf dem man das einsehen kann.)
          Wer sich mal ein wenig umgesehen hat weiß, dass die Peanuts wirklich nichts mehr mit der 3D-Marke von Lego gemein haben.

          Bei den Qman MineCity-Minifiguren muss man dann aber schon die Frage stellen: Ist die Möglichkeit eine Minifigur sitzend aufzunoppen wirklich markenrechtlich Schützenswert? Denn diese Funktionsweise schränkt als Ziel auch schon wieder die Gestaltung in einem gar nicht mal so kleinen Bereich ein. (Form follows funktion, um eine alte Bauhaus-Weisheit zu zitieren.)

          Effektiv giebt es mWn auf dem deutschen Markt nur 4 Minifiguren, die derzeit nicht bekritelt werden.
          Zwei davon sind von Lego abgesegnet: Die von Sluban und die von Cobi. (Bei der von Sluban sieht man übrigens auch, dass die Sitzbare Aufnoppfunktion nur wenige Optionen lässt.)
          Die Beiden nicht abgenickten sind die Masters-Minifiguren von Mega Brands/Mattel, die halt eben die alten MotU-Actionfiguren in einer verkleinerten Form nachahmen (und etwas größer als die Lego-Minifiguren sind) und die Playtive-Minifiguren von Lidl. (Bei denen dürften vermutlich eher die Anwälte der Schwarz-Gruppe das Problem für Lego sein.)
          Und gerade die Lidl-Minifiguren sind in ihrer Funktions- und Gestaltungsweise den Qman-Minifiguren gar nicht mal so unähnlich. Der einzige Unterschied ist am Ende nur, dass Qman zwei separat bewegliche Beine produziert.

          Von daher ist das Ganze hier mal wieder ein verdammt schlechtes Rechtsurteil zu gunsten Legos, weil man auf Lange sicht wirklich mal ein paar vernünftige Aussagen bräuchte, an denen sich sowohl die alternativen Hersteller orientieren können, als auch Lego dann endlich mal zu halten hat.

          1. Zu dem Fall mit Linoos kann ich nichts sagen.
            Mir fallen direkt drei Möglichkeiten ein, wie man sitzende Figuren umsetzen könnte. Ob die Veränderungen ausreichen würden, hängt natürlich vom Gesamtaussehen ab und kann ich nicht beurteilen.
            -Eckige Aussparungen anstelle von Runden
            -2 anstelle von 4 Noppen (so kann man die Figuren auf eine 1×2 Plate und eine 1×2 Tile setzen)
            -ein anderes Klemmsystem für die Beine. Vielleicht Tubes oder sowas
            Das wäre aber trotzdem der falsche Ansatz. Es geht ja gar nicht darum, die Figur so weit zu verändern, dass sie nicht mehr gegen die Marke verstößt. Es sollte darum gehen, dass man sich eine Figur selbst ausdenkt. Und da kommt man vielleicht noch auf ganz andere Ideen. Wenn die Ideen alle wie die LEGO Figur aussehen kann das daran liegen, dass sie eine starke Marke ist.
            „die Anwälte der Schwarz-Gruppe das Problem“ – das ist meiner Meinung nach wertloses Stammtischgelaber (sorry für die starke Ausdrucksweise). Dafür gibt es doch keinerlei Belege. Wer sagt denn, dass LIDL keine Einigung mit LEGO getroffen hat, so wie Cobi?

            1. Eckige Ausbuchtungen wurden von mehreren verwendet, das reichte aber nicht…

              So sehr wir Legos mögen hat TLG kein Interesse daran, klar zu sagen, was gemacht werden darf oder nicht. Für die ist es besser, alle möchtegern Konkurrenten zappeln zu lassen und erst nach anfänglichen Markterfolg mit der rechtlichen Keule anzugreifen, um den größtmöglichen Schaden zu machen. TLG ist halt in erster Linie ein Unternehmen.

                1. Natürlich haben sie das recht ihr geistiges Eigentum zu schützen! So ist das Gang und Gebe auf der Welt! Und sie haben recht bekommmen… Alles richtig so!!

            2. Wollen oder können sie nicht begreifen, dass es nicht um die Form der Stecksysteme geht, sondern im Falle der Beine darum, das diese Stecksysteme die Möglichkeiten der Gestaltung der Beine extrem limitieren?
              Es ist ziemlich egal ob jetzt Löcher oder Tubes das Stecksystem darstellen, wenn dieses Stecksystem dazu genutzt werden muss, um auf einen entsprechenden Legobrick aufgenoppt zu werden, hat man kaum noch Möglichkeiten irgendwie großartig die Beine „anders“ aussehen zu lassen. Und im nächsten Schritt definiert dann diese Form der Beine die Form, die der Oberkörper annehmen muss, um die Figur noch irgendwie wie einen Menschen aussehen zu lassen. (Der menschliche Wiedererkennungswert ist nämlich auch so eine Funktion, die am Ende die Form bestimmt.)

              Und genau das fällt nämlich sehr stark auf: Die Tatsache, dass die Funktion des aufnoppt Sitzen könnens von der 3D-Marke von Lego blockiert wird.

              Aber hey: Warum sollte man sich mit dem Problem an sich beschäftigen, wenn man einfach nur Stammtischparolengetreu auf die pitterpösem alternativen Hersteller herabschauen kann?

              1. Sie gehen doch gar nicht richtig auf meine Vorschläge ein. zwei viereckige Aufnahmen anstelle von 4 runden wäre schon ein anderes Aussehen, das für die Beine ausreichen könnte. Dazu vielleicht noch eine besser definierte Form mit mehr Rundungen. Die Proportionen müssen ja auch nicht mit denen von LEGO übereinstimmen. Der Oberkörper könnte länger sein, der Spalt zwischen den Beinen größer oder kleiner usw. Wieso müssen die Beine 2×2 Studs groß sein? Man könnte sie doch auch 2×3 oder 3×3 Studs groß machen.
                Aber wie gesagt, so da ran zu gehen ist der falsche Ansatz. Man sollte sich eher eine Spielzeugfigur ausdenken und die so anpassen, dass sie zu dem System passt.

          2. Es würde ja von einigen Importeuren von alternativen Klemmbausteinen vermutet dass es um die City-Serien geht. Die sind für LEGO eine finanzielle Goldmine. Immer mehr Alternativen tauchen auf und machen LEGO die Marktanteile streitig und das mit Erfolg. Fehlen allerdings die Figuren dann kehren die Eltern zu den damlichen Dänen und deren überteuerten und ideenlosen City-Serien zurück. Kann man eigenen Kindern denn Wünsche abschlagen??

      1. Was findest du denn mies! Ich verstehe nicht das eine breite Masse wirklich so verblended ist!!! Lego schützt nur geistiges Eigentum und andere Hersteller dürfen doch Steine und Figuren herstellen! Die Figuren sollen nur denen von Lego nicht ähneln! Mega Construxx bekommt es doch auch hin!!!!
        Alles richtig was Lego macht, mies ist es von den Herstellern die Piraterie betreiben!!!!!
        Hört nicht immer auf irgendwelche Youtuber!!

    2. Dass Lego diese Marke schützen kann, ist völlig in Ordnung. Diesen Schutz aber zu missbrauchen, um gegen jede andere Minifigur ins Feld zu ziehen, auch wenn man diese deutlich unterscheiden kann, steht da auf einem ganz anderen Blatt.

    1. Ich mich auch.
      Endlich wurde klar entschieden, dass es Figuren geben darf, die sich von den LEGO Figuren unterscheiden – ein Punkt, den LEGO bis jetzt immer negiert hat. In Zukunft wird es also unter Berufung auf dieses Urteil für LEGO schwerer werden, Figuren anderer Hersteller vom Markt fern zu halten.

      Und dann wird eben das Gericht klären müssen, ob sich eine Figur weit genug von der LEGO Figur unterscheidet.

  3. Die entscheidende Frage bleibt, was bedeutet: sich deutlich genug unterscheidet? Wie wird das definiert? So bleibt es doch wieder der etwas willkürlichen Entscheidung des Marktführers überlassen, welche Figuren er anmahnt und welche eben nicht. Diese Unklarheit bringt eben keine Beruhigung.

    1. The Storytelling Brick

      Schließe mich dem an. Das Urteil bestätigt ja nur, dass die LEGO Minifigur weiterhin als Marke bleibt/geschützt ist. Nicht inwieweit sich andere Minifiguren/ zum Noppensteinesystem kompatible Figuren unterscheiden müssen. Andererseits schreibt ihr auch:

      „Für die Eigenschaft der Minifigur als Spielzeugfigur ist es nicht relevant, dass sie auseinandergebaut werden kann. Deshalb ist es nicht relevant, dass einzelne Elemente der Figur für andere Bauten genutzt werden können. Die Figur ist in der Gesamtheit zu betrachten, da nicht die einzelnen Elemente als Marke eingetragen sind.“

      Hier wäre endlich mal Klarheit zu schaffen, weil LEGO weiterhin die Tür offen steht jeden und alles zu verklagen je nach Lust und Laune.

      1. Das kann aber auch anders herum für Lego ausgehen – es kann nämlich auch so ausgelegt werden, dass, wenn die Teile einzeln geliefert werden, es keinen Grund von Lego zur Beanstandung gibt – was daraus gebaut werden kann ist ja eine ganz andere Sache.

        1. Das ist eine wirklich gute Beobachtung! Einfach die verschiedenen Teile einer Minifigur in verschiedene Tüten packen und irgendwo in der Bauanleitung werden die dann einfach irgendwo im Bausatz „hingelegt, draufgesteckt, oder so“ 😉
          Was die Kinder oder Erwachsenen mit diesen Teilen machen und ob sie nicht aus dem Model herausnehmen und vielleicht daraus eine Figur bauen….kann ja niemand ahnen 😀

        2. Lego hat die einzelnen Elemente der Minifiguren separat geschützt. (Also Körper, Kopf, Beine)
          Deswegen reicht es auch nicht einfach einen dicken Kopf auf eine Lego Figur zu setzen. Man muss sich schon die Mühe machen eine komplett eigene Figur zu entwickeln.

        3. Verstehe ich auch so, wenn ich das geschriebene in dem Artikel lese. Es darf halt kein Bild davon auf der Verpackung und in der Bauanleitung oder sonst irgendwo genutzt werden. Einfach ne Tüte mit bedruckten Elementen und der Kunde kann selbst entscheiden was er dann daraus baut.

      2. „Hier wäre endlich mal Klarheit zu schaffen, weil LEGO weiterhin die Tür offen steht jeden und alles zu verklagen je nach Lust und Laune.“

        Guck dich mal in der Firmengeschichte von Bluebrixx (bzw. Modelcarworld) um. Da wurde reihenweise alles mögliche verklagt. Gut möglich, dass LEGO das wusste und von Anfang an genauso gehandelt hat, bevor LEGO selbst verklagt wurde. Die ganze Klagewelle, auch gegen Youtuber, geht erst, seitdem Bluebrixx am Markt mitmischt. Mir ist kein Fall einer Rechtsklage von Lego an irgendwen bekannt vor 2016 bekannt. Außer gegen Lepin, die ja alles kopiert haben.

    2. Dazu gibt es ja schon Rechtsstreits und ich denke, dass wir dazu irgendwann Urteile bekommen werden.
      Man muss aber dazu sagen, dass LEGO ja nicht alle Anbieter anmahnt. Cobi und Mega Construx verkaufen Sets mit Figuren.

      1. Dann muss man sich auch mal die Figuren anschauen: Die meisten Figuren, die Lego nicht angeht, sind nicht aufnoppbar und daher von der Spielbarkeit her deutlich geringer…

        1. Mega Construx, Cobi und Mc Farlane sind alle passend für Klemmbausteinsets.
          Sie haben nur komplett andere Proportionen als Legofiguren.
          Die Chinasets hingegen sehen den Lego Figuren verdammt ähnlich. Meine Mutter würde wenn sie sowas sieht gleich denken, „das ist ne Lego Figur“. Das ich als AFOL das unterscheiden kann ist ja was anderes.

          1. Die Aussage Deiner Mutter wiederum würde eher in die Richtung deuten, dass das Wort „Lego“ im Gemeingebrauch als Gattungsbegriff verwendet wird. Und die Anerkennung dessen wäre für Lego das größere Schreckgespenst.

            Mir persönlich ist es ein Rätsel, wie das Gericht alles, was trotz deutlicher Unterscheidungsmerkmale nur ansatzweise aussieht wie eine Figut von Lego als nicht zulässig beschreiben kann und gleichzeitig die Aussage treffen kann, Lego habe kein Monopol. Aber egal, Anwälte und Logik gehören wohl irgendwie nicht zusammen.

            1. Notwendig für die Aberkennung wäre nicht nur die Identifikation als Allgemeinbegriff, sondern auch das Ausbleiben von Bemühungen den Begriff zu schützen. Deshalb muss Lego gegen die Verwendung als Gattungsbegriff vorgehen.

              Darüber hinaus folgt die Justiz sehr wohl einer Logik, nur kennen Sie (und übrigens auch ich) die zugrundeliegenden Mechaniken nicht zu genüge.

      2. Cobi wurde auch schon abgemahnt und Mega Construx auch, dass aber schon vor Jahren. Man hat sich in einer geheimen Außergerichtlichen Absprache geeinigt. Das Problem ist, dass Lego aber alle anderen Figuren, egal wie sie aussehen erst einmal als Markenverletzung sieht. Nur durch die Außergerichtlichen Einigungen können dann einige Hersteller ihre Figuren verkaufen.
        Das Problem an diesen Einigungen ist nur, dass sie geheim bleiben und somit nie eine Entscheidung für den gesamten Markt getroffen wird und andere Hersteller sich nicht auf bestimmte Kriterien einstellen können.
        Ich hoffe, dass eine der zukünftigen Gerichtsverhandlungen endlich mal für Klarheit sorgen. Es ist nie gut, wenn es sozusagen eine Monopolstellung gibt und der große Player alle anderen mit ewigen Klagen überschwemmt.

        1. Hast du dazu, dass Mega Construx wegen der Figuren abgemahnt wurde, ein Aktenzeichen o.ä.? Wenn ich mich recht entsinne, wurde der Schutz auf den Stein 2009 oder 2010 gekippt und wie im Beitrag genannt wurde 2010 schon ein Spiel mit den Figuren von Mega Bloks veröffentlicht. Das wäre ein ziemlich enger zeitlicher Rahmen.

  4. Danke für den Artikel!
    Was der Artikel vergisst zu erwähnen (oder der Autor nicht weiß), die 3D-Marke auf die Minifiguren gibt es nur in Europa und den USA (vereinfacht). D.h. in einem großen Teil der Welt sind diese illegalen Figuren legal im Verkauf. Das betrifft natürlich keine Kopien von Lego Figuren, die es sicherlich auch gibt.

    1. Darüber hinaus, und das ist ebenso wichtig, gilt dieses, soweit ich weiß, nur für die Figur als ganzes. Die Frage was passiert, wenn die Hersteller die Figuren in Einzelteilen liefern, wird ebenso nicht beantwortet.

      1. Das stimmt und wird ja mit dem Bild oben (der Kürbis) angedeutet.
        Soweit ich weiß sollte es auch dazu demnächst ein Urteil geben, wann demnächst ist… kA

      2. Wenn du etwas in Teilen zum selbst Zusammenbauen kaufst, bleibt es immer noch das gleiche. Also eine Minifig in Teilen bleibt eine Minifig.

        Was gemeint ist, ist, dass Teile der Minifig , die auch für etwas anderes verwendet werden können nicht geschützt sind. Also der Kopf, der als Kürbis genutzt wird darf nicht beanstandet werden (Bedruckung!)

        1. Das ändert aber nichts daran, dass der Schutz nur bei der Figur als ganzes gilt. Und natürlich können sie die Teile auch schützen lassen – solange nicht die Funktion im Vordergrund steht.

    2. Ich bin mir dessen bewusst, dass es die 3D-Marke nicht in jedem Land gibt. Aber ich finde das völlig unerheblich für diese Sache. Es geht in einem deutschsprachigen Blog um eine deutsche Entscheidung für einen Streit zwischen einem deutschen und einem dänischen Unternehmen. BlueBrixx muss sich an deutsches Recht halten, was in China gilt ist da nicht relevant.

      1. Nein, es ist die deutschsprachige Entscheidung der Fünften Beschwerdekammer des Amtes der Europäischen Union für Geistiges Eigentum. Sitz des Amtes ist übrigens Alicante in Spanien. Damit ist es vor allem kein Gerichtsurteil und gilt mindestens EU-weit.

        1. Dass es ein Gerichtsurteil sei, habe ich doch gar nicht behauptet. Da achte ich drauf. Und wenn die Entscheidung EU-weit gilt, dann gilt sie auch in Deutschland bzw. für das deutsche Markenrecht.

        2. Ich denke, dass ich mich da doch noch mal entschuldigen muss. In dem Beitrag habe ich tatsächlich von einem Gerichtsurteil geschrieben, da habe ich wohl noch nicht so stark darauf geachtet. Die entsprechenden Passagen sind korrigiert.

          1. Das verwirrt mich jetzt komplett. Ich hab doch gestern vor meiner Entschuldigung mit der Browser-Suchfunktion den Beitrag nach „Urteil“ durchsucht und Dir dann durch meine Bitte um Verzeihung Recht gegeben, dass Du nirgends von Urteil gesprochen hast. Hab ich mich so oft verlesen?!

            Jedenfalls sag ich von meiner Seite aus alles in Ordnung! Schwamm drüber, vergessen, irren ist menschlich.

            Schönen restlichen Ostermontag noch!

  5. Die Minifigur darf gerne geschützt bleiben, darum sollte es auch nicht gehen. Es muss aber definiert werden was erlaubt ist als Alternative.

    1. Wo steht das? Die Entscheidung hat sich nur damit befasst, ob sie zu ähnlich sind. Warum sollte es Lego obliegen, der Konkurrenz eine mögliche Alternative zu designen? Das sollen die mal schön selber machen. Mega und Cobi konnten es ja auch.

  6. Wie so oft in einem Rechtsstreit wurde hier seitens Bluebrixx zu viel gewollt. Anstatt zu versuchen, mit einer ausreichend differenzierten Figur einen Sieg einzufahren, hat man die Löschung der Legomarke gefordert. Mit niedriger Erfolgswahrscheinlichkeit. Nun steht man ohne irgendwas da und kann versuchen, in einem zweiten Verfahren die Differenzierung nochmals anzugehen. Verlorene Zeit.

  7. Nun ja, es haben beide Seiten eine auf die Nase gekriegt und insofern ist ja die Hoffnung noch nicht gestorben. Insbesondere der Vermerk, dass die Gestaltung nicht monopolisiert werden darf, sollte LEGO zumindest mal zu Denken geben, ob man immer gleich die große Keule rausholen muss. Umgekehrt haben alle Nachahmer nochmal recht eindeutig gesagt bekommen, was anders sein muss. Im Großen und Ganzen also ausgegangen, wie erwartet, und sogar mal ein produktives Ergebnis.

  8. Ich baue grundsätzlich nur Lego (mit Ausnahme Cobi ;))

    Grundsätzlich hab ich aber nicht wirklich was dagegen, dass auch andere Hersteller am Klemmerkuchen mitnaschen.

    Was mich allerdings stört sind:

    1. Plagiate und Kopien – Wenn also eine „darf nicht genannt werden“ Firma Bauanleitungen kopiert und dann diese Sets verkauft, so finde ich es sch… – und diejenigen die das dann kaufen sind so einzuordnen wie die Leute die am Strand gefälschte Handtaschen kaufen… –
    2. Sets, die so aussehen als ob, – Da gibt es eine Ritterburg, die dasselbe Farbschema nutzt, wie ein 3-1 Set – vom Bau her wahrlich kein Plagiat, sondern wirklich ein eigenständiges Produkt, aber warum muss man dann das gleiche Farbschema nutzen – mag ich nicht…
    3. Geklaute Designs – tja für den 08-15 Kunden sehr schwer festzustellen, ob das jetzt das geklaute MOC von wem anderen ist oder nicht. Hier sollten die Importeure besser darauf achten nur das zu importieren was legit ist
    4. Unterlaufen von Rechten – wenn man ein Set z.B. Heldenvan nennt, obwohl ganz klar ist aus welcher (uralt) Serie der kommt, lässt dass schon schließen, dass der Verkäufer ein Bewusstsein dafür hat, dass da was nicht rechtens zugeht.

    Tja die Figuren – jetzt wurde mal recht gesprochen, obs ge-recht ist, weiss ich nicht zu 100% gerade bei Figuren ist es nicht immer so ersichtlich, obs nicht doch ein unterschiedliches Design ist. Ich meine die COBI Figuren, oder die M-Construx Abominations 😉 scheinen ja legit zu sein – wollen mal hoffen, dass das Urteil daran nichts ändert.

    Irgendwie freut mich der Lego Erfolg gegen diese spezielle Firma (obwohl ich ihre Eigen-Produkte nicht generell ablehnen möchte).

    Was ich noch zur Diskussion stellen wollte: „Super 18k“ hat ja einige Modulars im Angebot, die „zombifizierte“ Versionen darstellen. Was ist da eure Meinung dazu – ist das (noch) Plagiat – oder (schon) Kreative Eigenleistung?

    Und zum Figurenthema passt es auch – denn die sind ja bei europäischen Händlern „entnommen“ (das tut mir z.B. irgendwie leid).

    Ich gestehe, dass ich hier in teuflischer Versuchung bin…´

    Und als Schlusswort: Obwohl (oder etwa weil) ich mich als Legorianer fühle, sehe ich bei Lego auch (großes)Potential zur Verbesserung… – Genau so wie ich bei vielen/den meisten „Alternativen“ auch Gutes sehe…

    1. In Bezug auf die zombifizierten Versionen:
      LEGO hat auf die originalen Modelle vermutlich ein Urheberrecht. Vielleicht könnte man das mit einem Video vergleichen. Ein Video darf man nicht einfach bearbeitet wieder selbst hochladen, solange es sich nicht um ein Zitat o.ä. handelt. Von daher würde ich davon ausgehen, dass solche Versionen nicht rechtens sind. Man könnte natürlich eigene Versionen der LEGO Modelle bauen, die nur ähnlich aussehen, und die dann zombifizieren. Oder Umbaukits anbieten. Da könnte es wieder anders aussehen. Ich bin aber auch kein Anwalt, das ist nur meine persönliche Einschätzung.

      1. Vermutlich irrelevant, weil die Schöpfungshöhe der Zombie-Modifikationen im Zweifelsfall ausreichend ist, um als künstlerische Interpretation zu gelten. Zudem sind vieler dieser Ruinen-Modelle selbst originär erstmal MOCs, die von den Schöpfern an die Firmen verkauft wurden oder von den Firmen anhand frei zugänglicher Anleitungen gerippt wurden. Man könnte sich sicher an den geklauten Bautechniken abarbeiten, aber wenn das jetzt so klagefest wäre, hätte man davon schon mal was gehört. Da das nicht der Fall ist, gehe ich davon aus, dass es LEGO anhand der komplizierten Lage von sekundären und tertiären Rechten schlicht egal ist oder sich der Aufwand, abseits einer generischen Unterlassungserklärung und eventueller Zollbeschlagnahme, nicht lohnt.

        1. Es gibt soweit ich weiß keine „künstlerische Interpretation“ im Recht. Entweder ist es eine „Bearbeitung“ oder „Umgestaltung“, die die Zustimmung des originalen Künstlers erfordert (§23 UrhG), oder eine freie Nutzung wie eine Karikatur oder Parodie. Da sich bei einer Zombifizierung nicht mit dem Inhalt bzw. den Hintergedanken des Sets auseinandergesetzt wird, würde ich es eher als eine Umgestaltung bezeichnen. Auch neue künstlerische Aspekte enthält eine Zombifizierung eher weniger schätze ich, da die Veränderungen keine tiefe Message enthalten. Das originale Werk ist ja sogar im Nachbau noch in Teilen enthalten.
          Ist aber wie immer nur meine persönliche Einschätzung. Es kann beispielsweise sein, dass Klemmbausteinbauten gar keinen urheberrechtlichen Schutz genießen.

          1. Genau das wäre ja nicht zutreffend, weil es sich nach dem gleichen Paragraphen und Absatz eben um keine Bearbeitung und Umgestaltung handelt, und auch kein Sonderfall nach Abs. 2 besteht. Und „Kunst“ muss keine tiefe Message oder irgendwelche ausschweifenden Auseinandersetzungen mit dem Sinn des Lebens beinhalten. Außerdem liegt der Wert für eine Reinterpretation und Rekonextualisierung eines bestehenden Werkes relativ niedrig, sonst wäre ja jedes Meme eine Urheberrechtsverletzung. 20 bis 30 Prozent Eigenleistung reichen da völlig aus. Und nochmal: Man müsste erstmal die ganze Kette abklären, also welcher MOCer die Modelle erstmals umgebaut und zombifiziert hat, wann er zu welchen Bedingungen dieses MOC lizenziert/ verkauft hat, ob die Kompensation ausreichend und angemessen war und das ganze Blahblahblah drumrum. Das kannste aufdröseln wie einen Strickpullover und dann kommt nur ein endlos langer Faden raus. Lohnt sich nicht, es sei denn dein Geschäftsmodell ist Abmahnanwalt und du hast keine anderen Klienten. *g*

            1. Ein Meme ist eine Urheberrechtsverletzung (gewesen) und einige Bilder können nicht mehr als Memes genutzt werden, weil die originalen Ersteller dann Geld haben wollen. Jetzt gab es ja eine EU-weite Richtlinie, nach der Memes, die ein paar KB groß sind, legal sind.

  9. Mega Construx und Cobi zeigen doch, das Konkurrenz auch richtig geht.
    Die haben komplett eigene Designs für ihre Figuren entwickelt, die andere Proportionen und Aussehen haben.
    Die haben eigene Farbpaletten entworfen die zu ihren Modellen.
    Die haben eigene Steine entworfen mit denen sie auch andere kreative Möglichkeiten haben.

    Das Unterscheidet die „seriöse Konkurrenz“ von Chinakram. Die Chinaprodukte kopieren alles 1:1. Sobald sie rechtliche Probleme bekommen, wird gerade soviel geändert, das es rechtlich nicht mehr anfechtbar ist.
    Anfangs wurden komplette Lego Sets kopiert (wie Enlighten/QMan früher und Lepin). Als das rechtlich nicht mehr funktionierte kopierte man zumindest noch sämtliche Teile, sämtliche Farben, sämtliche Minifigurenformen, Tierformen, etc.

    Konkurrenz ist gut, das belebt das Geschäft. Copycats hingegen zerstören einen Markt.

    1. Sorry, aber das ist, mit Verlaub, Blödsinn. Kennst Du alle chinesischen Hersteller? Es gibt auch da genügend, die eigene Designs haben. Und ich finde z.B. die neuen Figuren von Xingbao sehr weit von denen von Lego entfernt, gleiches gilt in meinen Augen für Qman. Es kann für mich z.B. nicht sein, dass Lego der einzige Hersteller ist, der aufnoppbare Figuren bauen darf…

      1. Hast du meinen Text überhaupt gelesen?
        Ich bin ja für Konkurrenz. Cobi und Mega zeigen wie man es seriös macht.
        QMan hat Jahre lang selbst (noch unter dem Namen Enlighten) Sets von Lego 1:1 kopiert.
        Als sie rechtlich Ärger bekamen haben sie eigene Sets entwurfen aber weiterhin die Minifiguren kopiert.
        Als diese vom europäischen Zoll immer öfter abgefangen wurden, haben Sie dann eigene Figuren entwickelt.
        NUR WEIL Lego damals 2020 die Kopien abgefangen hat, haben QMan jetz andere Figuren.
        Der Rechtsstreit geht auch auf 2020 zurück, nicht auf die heutigen Sets.
        Hätten sie gleich eigene Figuren entworfen die nicht nur Kopien mit minimalen Änderungen sind, hätten Sie sich den Ärger gespart. Aber das kostet ja Geld und das wollen sie nicht augeben. Genauso wie eine eigene Farbpalette oder eine eigene Steinepalette entwerfen.

        1. „QMan hat Jahre lang selbst (noch unter dem Namen Enlighten) Sets von Lego 1:1 kopiert.“
          Was hat das mit der aktuellen Situation zu tun? Gar nichts.
          Und nein, die „Bubbleheads“ gab es schon früher. Die neuen Figuren sind eine Mischung aus denen und den Figuren für die Mädchen-Sets.

          Minimale Änderungen? Die Köpfe sind größer, der Rumpf etwas anders, zudem hatten die Figuren Hände (links und rechts). Wenn das nicht zählt sind wir genau da, was eben in der Entscheidung verneint wurde – das Monopol.
          Und was hat die Farbpallete damit zu tun? Sollen jetzt krampfhaft Gründe gesucht werden? Die Kunden wollen die gleichen Farben, damit alle Steine der Hersteller auch farblich zu einander kompatibel sind – und da orientiert man sich eben am Marktführer. Ist in anderen Branchen auch so.

          1. „QMan hat Jahre lang selbst (noch unter dem Namen Enlighten) Sets von Lego 1:1 kopiert.“
            Das zeigt einfach nur, das QMan genauso wie viele chinesische Copycats vorgeht.
            Das sieht man nicht nur im Spielwarenbereich sondern bei allen Produktkategorien. Egal ob du einen Staubsauger, Haarföhn, Rasierapparat oder was auch immer kaufen willst, springen dir bei Amazon als erstes 100 Chinakopien entgegen.
            Die Vorgehensweise ist immer die Gleiche: Es wird soviel wie möglich kopiert und dann mit den billigstmöglichen Materialien nachgebaut. So spart man nicht nur Produktionskosten sondern vor allem die hohen Entwicklungskosten.
            Sobald es rechtliche Probleme gibt, ändert man gerade so viel, wie es nötig ist um weiter am Markt bleiben zu können.
            Bei Klemmbausteinen sehen wir diesen Trend genauso wie in jeder anderen Branche. Der einzige Unterschied ist, dass es in der Klemmbausteinwelt einen großen Influencer gibt, der kontinuierlich Werbung für die chinesischen Produkte macht, weil er damit seine Brötchen verdient. (Über die Werbepartnerschaft mit BlueBrixx)
            Das hat die chinesischen copycats nicht nur Salongfähig gemacht sondern Ihnen eine eigene Lobby in Deutschland verschafft die lauthals überall gutheißt, was da passiert.
            Wirklich schade ist dabei nur, dass man echte seriöse Konkurrenz wie Cobi, Mega oder McFarlane dann mit den Copycats in einen Hut wirft.
            Das eine ist echte Konkurrenz die selbst investieren, das andere sind Nachmacher die nur nach gerichtlichen Problemen geringfügig Eigenleistung zeigen.

            1. The Storytelling Brick

              „Der einzige Unterschied ist, dass es in der Klemmbausteinwelt einen großen Influencer gibt, der kontinuierlich Werbung für die chinesischen Produkte macht, weil er damit seine Brötchen verdient. (Über die Werbepartnerschaft mit BlueBrixx)“

              Ja, ne ist klar. Beweise für die Werbepartnerschaft oder bloßes Nachgeplapper von aufgeschnappten Stammtischkommentaren unter Youtube-Videos oder irgendwelcher Fanforen? Mal davon ab. Auch für LEGO fällt bei besagtem Influencer genug Werbung sowohl positiver wie auch negativer Art. Ergo verdient dieser seine Brötchen durch alle Hersteller 😉 Kannst ihm höchstens vorwerfen, dass Reviews zu Legoprodukten das meiste Geld reinspülen. Und wenn jetzt kommt, er macht nur Negatives, der schaut sich besagten Influencer eh nicht (mehr) an, sondern kaut immerwährend auf die alten „Muster“ von vor ein bis zwei Jahren rum (sei versichert, so schlimm in der Wortwahl ist besagter Influencer lange nicht mehr wie ‚damals‘). Aber klar, LEGO und Legoprodukte (wohlgemerkt PlastikSPIELZEUG!) scheinen Sakrilegstatus zu genießen, so dass jedwede Kritik schon fast an Blasphemie grenzt… <.<"
              Und was Copycating angeht: die Patente für viele Steine sind schon lange abgelaufen (bei kopierten Sets sind wir allerdings einer Meinung). Das Rad muss nicht ständig neu erfunden werden, nur weil irgendein Konzern gerne sein Monopol aufrecht erhalten möchte, um weiterhin alleine den Milliardengewinn für sich zu beanspruchen… Somit ist nicht alles (chinesische) "illegal", wie gerne hier und da behauptet wird. Auf welche Steine noch irgendwelche Patente oder Schutzrechte liegen, kann übrigens jeder selber in den entsprechenden Registern nachschauen und recherchieren. Es wird sich zu oft alles einfach gemacht ständig zu behaupten, China kann nur kopieren. Mal davon ab, dass auch LEGO als Copycat Light angefangen hat; zumindest was den Stein als solches betrifft. Manchmal wäre es schön, wenn nicht ständig auf die alten (und teilweise zu Tode durchgekauten) Vorurteilen gesetzt wird. Die Welt dreht sich schließlich weiter. Sonst würden wir noch in der Steinzeit feststecken 😉

              1. Der Influencer hat mal bei BlueBrixx Produkte vorgestellt und im BlueBrixx Lagerverkauf wurden seine LEGO Produkte verkauft. Verbindungen gibt es da auf jeden Fall – auch wenn es natürlich spannend wäre, wenn die Beteiligten zwecks Transparenz den Deal mal etwas genauer beleuchten würden (und wenn es nur Gefallen ohne konkreten Deal sind).
                Negativ oder nicht: die Videos enthalten auf jeden Fall gelegentlich dem Narrativ dienende Ungenauigkeiten. Beispielsweise Behauptungen wie dass man die Control+ Motoren nicht frei nutzen könne (sagt er in quasi jedem Control+ Video, auch in dem neusten zum Buggy), dass man die Sachen nicht direkt mit einer Fernsteuerung steuern könnte (geht seit nem 3/4 Jahr mit Pybricks) oder dass der CADA Ferrari das erste Set mit automatischer Gangschaltung sei (der Technic Control+ Volvo hatte auch schon eine). Aber dass der Volvo eine Gangschaltung hat, wurde in seinem Review kaum thematisiert. Vielleicht war es ihm auch einfach nicht bewusst.

                1. The Storytelling Brick

                  Mir ist durchaus bewusst, was mal zwischen BlueBrixx und ihm gewesen sein könnte oder war (aufgrund des von dir erwähnten und mir noch gut ersichtlichen Beispiels bzw. Sachverhaltes). Aber gilt das Standpunkt Jetzt immer noch? Oder bleibt man bei diesem einen Narrativ von ‚damals‘ stehen und beharrt weiterhin auf diesem Fakt? Wäre denn eine investigative Nachfrage/Recherche denn nicht besser als nur ständig auf Vergangenes zu stürzen und dadurch weiterhin schlechte Stimmung mit sich zu tragen? (Mal davon abgesehen, dass er in den letzten Videos öfters mal erwähnt hatte, dass er BlueBrixx-Sets selber kauft; und diese Aussage muss dann selber jeder für sich einordnen)

                  Was die Ungenauigkeiten mit den C+-Motoren betrifft: ich seh das aus folgendem Standpunkt: der normale Kunde kauft sich ein fertig entwickeltes und sehr gut durchdachtes (davon geh ich als Käufer ja auch aus) Produkt für viel Geld (und auch aufgrund Nostalgie oder Markenruf) und möchte ohne langes und mühseliges Nachdenken, mit dem aufgebauten Set anschließend möglichst viel anstellen. Wenn dann die App oder was auch immer Grenzen setzt (weil minimal programmiert oder mit rudimentären Konfigurationsmöglichkeiten ausgestattet wird oder oder oder), dann ist das bei einer Vorstellung erwähnenswert. Klar, es gibt sie, diese findigen Menschen in der Community, die dann ein System erweitern. Dein Beispiel mit Py-Bricks setzt allerdings voraus, dass sich auch die normalen bzw. Gelegenheits -Käufer sich über diese vorhandenen Möglichkeiten informieren (was leider oft eher Wunsch denn Wirklichkeit ist). Mir zum Beispiel wäre diese Anpassbarkeit nicht bekannt, wenn ich nicht auf einschlägigen Blogs und/oder Foren mitlesen würde (weil auch etwas mehr Nerd *hüstel* als ein „Achja-gefällt-mir-Einmalkäufer“). Was den besagten Influencer angeht, vermute ich, dass er sich eben genau nicht um weitere Informationen bemüht (aus verschiedenen Gründen, über die man wohl nur spekulieren oder mutmaßen kann). Dadurch kommen eben diese Ungenauigkeiten zustande, die Kennern der Materie dann sofort auffallen. Selbstverständlich kann über die vermeintliche und eigengelobte Expertise desjenigen dann auch gerne diskutiert werden. Ist ja nicht schlimm.

                  1. Wegen der Unklarheiten wäre die Beleuchtung der Beteiligten in Bezug auf Transparenz ja spannend. Ich befürchte, dass sich da investigativ nicht viel herausfinden lässt. Die Videos sind ja alle als Werbung markiert und damit hat er einen relativ weiten Spielraum in die Richtung.
                    Ich schaue ihn seit Anfang des Jahres nur noch sporadisch zu Themen, die mich betreffen (Powered Up Sachen). Schon hab ich nur noch sporadisch schlechte Stimmung 🙂

                    Die Powered Up App, die auch von LEGO stammt, erlaubt eben die freie Nutzung der Motoren. Meiner Meinung nach ist es die Aufgabe eines Reviewers, auf sowas hinzuweisen – wenn er davon weiß. Das ist Teil des Services von LEGO zu dem Produkt. Ich sage ja nicht, dass man die Appgebundenheit nicht kritisieren darf. Aber ich finde eben auch, dass man die Möglichkeiten, die es gibt, nicht absichtlich verschweigen sollte. Und die gab es schon, als der Influencer noch im Laden Sets verkauft hat und mit seinen Kunden reden konnte, die ihn doch laut eigenen Angaben über Tricks und sowas informiert haben.

                    1. The Storytelling Brick

                      Lieben Dank für die Darstellung deiner Sicht auf die Dinge. Kann dich da voll und ganz verstehen. Und sollte ja schon so sein (also bezogen auf deine letzten beiden Schlussätze), da er seine Expertise in den höchsten Tönen lobt.
                      Übrigens, auch ich schaue mir nicht alle Videos an bzw. spule dann oftmals vor, zum Teil wenn dann langatmig ausgeholt wird, und/oder auch aus anderen Gründen als die hier zitierte schlechte Stimmung. Auch habe ich oft genug eine andere Meinung als die seine und verstehe nicht, was da gerade moniert oder auch gelobt wird. Allerdings gilt das bei mir ebenfalls für jeden anderen Klemmbaustein- bzw. Lego-Reviewer auf YouTube. Inzwischen bevorzuge ich eher Stadtupdates oder sonstige MOC-Kanäle. Allerdings (bezogen auf den vorigen Sachverhalt) finde ich es allgemein sehr schwierig zu pauschalisieren. Und zugegeben, auch ich bin nicht davor gefeit, mal verbal daneben zu treten (manchmal ist man dann zu arg emotional aufgeladen und das rationale Denken schaltet sich aus und die Finger oder der Mund bilden dann unliebsame Worte und Sätze)^^“

              2. Die Affiliate Werbepartnerschaft vom HdS mit Blue Brixx ist doch öffentlich und kein Geheimnis.
                Er hat doch in jedem Video Affiliate Links zu Blue Brixx drin. Dafür muss man sich beim Werbepartnerprogramm bei Blue Brixx anmelden. Sonst kann man die nicht generieren.
                Genaugenommen war er der erste Influencer der Affiliate Links zu Blue Brixx hat.
                Aber damit verdient er nunmal sein Geld. Mit Bashing Videos die hohe Klickzahlen und gute Werbeeinnahmen bringen und mit anschließenden Werbevideos für Produkte aus dem Blue Brixx Shop.

                Ich mein, Bibis Beauty Palace empfiehlt genauso die Kosmetik ihrer Werbepartner. Irgendwo von müssen die Influencer ja leben.

                Ich frage mich manchmal was manche Leute für Vorstellungen von Influencern haben…

                1. The Storytelling Brick

                  Das gilt genauso für jeden Blog, jedes Forum, jedes Medium, das Affiliate-Links nutzt. Sagt allerdings recht wenig über die „geschäftliche Beziehung“ aus (die man diesem besagten Influencer immer wieder als sehr besonders vorwirft).

                  1. Ja natürlich gilt das auch für jeden Blog!
                    Was meinst du wie Online Magazine Geld verdienen?
                    Was meinst du warum es so viele „Kaufberatung“-Artikel (z.B. bei Heise, Golem, etc.) gibt?
                    Damit die Leute auf die Affiliate Links klicken und darüber Artikel kaufen.
                    Deswegen wird keines der Produkte als schlecht dargestellt. Da gibt es nur gute und sehr gute Produkte.
                    Der einzige Unterschied zwischen den Blue Brixx und den Amazon Affiliate Links ist, dass Amazon Links auf einem vollautomatischem System beruhen. Da kann jeder sich anmelden und sofort die Links generieren. Bei Blue Brixx ist das ein manuelles System. Hier muss man sich über ein Kontaktformular bewerben und Blue Brixx selbst entscheidet dann wen sie nehmen und teilt dann die Konditionen mit.

                    1. The Storytelling Brick

                      Ja, verstehe schon. Gibt es denn allerdings nur diese beiden (ich nenne sie mal) Modelle bei der Affiliate-Teilnahme/-Teilhabe oder noch etwas dazwischen, um sich irgendwie zu finanzieren bzw. in Wechselwirkung zu treten? Ist Amazon der einzige Anbieter, der Modell 1 anbietet, oder BlueBrixx die einzigen mit Modell 2? Was sagt das jeweilige Modell aus? Aus dem ursprünglichen Post liest sich ja heraus, dass BlueBrixx ja ganz böse ist und besagter Influencer mit ihnen unter einer Decke steckt und gemeinsame Sache macht. Mag ja gut und gerne anfangs so gewesen sein, dass da eine enge Zusammenarbeit bestanden hat. Die aktuelle Tendenz sehe ich jedoch nicht mehr; zumindest ist die Anschuldigung aus meiner Sicht nicht mehr haltbar. Würde man sich dann weiter umschauen (ja ja, what about blabla), dann gelangt man fast schon zwangsweise an Influencer, die Rezensionsexemplare bekommen. Dann stellt sich mir die Frage, inwieweit ist die Affiliate-Partnerschaft – insbesondere mit obig benanntes Modell 2 – schlimm und/oder verwerflich – sowie auch in Bezug auf den Erhalt von Rezensionsexemplaren?

                    2. Ich finde, dass bei beidem Transparenz auf jeden Fall ein wichtiger Aspekt ist. Wenn es Rezensionsexemplare gibt und das so von dem Influencer kommuniziert wird, dann weiß man als Kunde immerhin darüber bescheid und kann das für sich selbst bewerten. Wenn niemand dir sagt, wie eine Kooperation aussieht oder aussah, kann man nicht beurteilen, wie stark der Influencer beeinflusst ist.

                    3. Mal eine Sache dazu: Ich arbeite für solch ein IT-Portal, und ich finde es immer wieder erschreckend, um nicht zu sagen irgendwo auch unverschämt, wenn solche Anschuldigungen gemacht werden. Hast Du irgendwelche Belege dafür?

                      Natürlich werden bei Kaufberatungen, wenn es zum Beispiel, wie so oft in der c’t (Heise) um den optimalen PC geht, nur die Komponenten verwendet, von denen der Autor überzeugt ist – das liegt in der Sache an sich. Wenn Du aber meinst, dass alle Tests „Gefälligkeiten“ sind, dann hast Du eine sehr selektive Wahrnehmung. Bei uns wird gutes gelobt und schlechtes kritisiert. Ich habe kein Problem damit, in meinen Tests ein Produkt abzuwerten, wenn ich mich verar…. fühle. Dafür habe ich schon zu oft vor schlechten Produkten gewarnt. Auch verfolge ich die c’t seit 25 Jahren und habe auch dort genügend Tests gelesen, bei denen Produkte negativ bewertet werden.

                      Ich bin schon lange genug im journalistischen Bereich unterwegs, um genügend Portale kommen und gehen gesehen zu haben. In dem Moment, wenn dort Gefälligkeittests gemacht werden, ist das der Anfang vom Ende – das bekommen Leser sehr schnell mit. Und wenn der Ruf einmal anhaftet, dann macht man den Laden ab besten direkt zu, den Makel wird man nicht mehr los. Da ist es einfacher unter neuem Namen komplett von vorne anzufangen.

                      Ach ja, Dein Argument ist irgendwie auch ein Schuß ins Knie: So ist in den letzten Monaten eine deutliche Zunahme von Lego-Test auf Golem.de zu beobachten – die viele Kritikpunkte nicht nennen (die dann meist in den Kommentaren geschrieben werden) und im allgemeinen viel zu positiv wegkommen. Ist der Lego-Test jetzt auch „gekauft“?

                      Ansonsten noch einmal die Frage nach den Belegen. Oder spiegeln die Tests einfach nur nicht Deine Meinung wieder und es kann nicht sein was nicht sein darf?

          2. Ich glaube hier geht es eher darum wie diese chinesischen Firmen ticken. Die verstehen so Sachen wie geistiges Eigentum und soziale Verantwortung nicht und wollen mit möglichst wenig Einsatz maximalen Profit machen(ich weiß das will jede Firma). QMan hat aber jahrelang 1:1 Lego Sets kopiert, sie haben nur etwas geändert weil es rechtlich eng wurde und nicht weil sie erkannt haben dass das nicht richtig ist. Nun kopieren sie die Themenwelten inklusive Farbschema von Lego und viele der Sets sind einfach Knockoffs von Lego Sets an der Grenze der Legalität. Aja ich hab noch vergessen dass sie auch noch so tolle Sets wie 1726 Gepanzertes Fahrzeug (aus der Combat Zones Fire – Reihe) für Kinder ab 6 Jahren am Start haben, wo man mit Raketenwerfern den Dschihadisten im Panzer abschießen soll. Ich denke mehr muss man zu der Firma nicht sagen.

            1. The Storytelling Brick

              Dir ist aber schon klar, dass chinesische Hersteller vorrangig für den eigenen Markt produzieren und den Westlichen weithin als eher unwichtig sehen? Erst durch den ein oder anderen Importeur bzw. „Marktschreier“ wurde verstärkt darauf aufmerksam gemacht, dass es sich möglicherweise auch hier lohnt.

              Was dein Panzerbeispiel betrifft: andere Länder, andere Sitten. Jedes Land hat eigene kulturelle wie auch gesellschaftliche Einflüsse. Klar, man selbst hat einen anderen moralischen Kompass (oder meint, ihn zu haben) und man muss ja auch nicht alles gutheißen – und sei es nur Spielzeug betreffend. Etwas von vornherein zu verteufeln, nur weil es nicht unseren (gesellschaftlichen) Werten entspricht, ist jedoch, mit Verlaub gesagt, ziemlich arrogant.
              Allerdings, wenn wir schon von bösen Firmen sprechen wollen, dann müsste man sich auch hiesige Firmen anschauen, denn: sind wir denn moralisch so viel besser durch den vierten Platz bei Rüstungsexporten, bei denen (wohlgemerkt echte und nicht nur spielzeughafte) Produkte oft genug an nicht ganz so demokratischen Staaten verkauft werden? Ich finde es schwierig, nur auf andere mit dem Finger zu zeigen, während drei Finger der Hand auf einen selbst gerichtet sind.

              1. „Etwas von vornherein zu verteufeln, nur weil es nicht unseren (gesellschaftlichen) Werten entspricht, ist jedoch, mit Verlaub gesagt, ziemlich arrogant“
                Nein es ist nicht arrogant, denn genau darum geht es doch bei den eigenen Werten, wenn ich eine Firma gut finde dann unterstütze ich sie und kaufe ihre Produkte und wenn ich sie moralisch verwerflich finde dann halt nicht. Der Rest von deinem Post ist ist ziemlicher Whataboutism, was haben Rüstungsfirmen denn damit zu tun, dass ich Kindern niemals Klemmbausteine mit fragwürdigen Themen wie Kriegseinsätze in Krisengebieten zum spielen geben würde? Was soll immer dieses, man soll doch mal vor seiner eigenen Haustür kehren? Ich kann zwar nicht beeinflussen dass Rüstungsexporten an undemokratische Staaten verkauft werden, ich kann aber sehr wohl mit meinem Kaufverhalten so einen Schrott wie Qman einfach nicht unterstützen.

                1. „Nein es ist nicht arrogant, denn genau darum geht es doch bei den eigenen Werten, wenn ich eine Firma gut finde dann unterstütze ich sie und kaufe ihre Produkte und wenn ich sie moralisch verwerflich finde dann halt nicht. …“

                  Doch, genau das ist es. Du siehst Deinen eigenen Kompass hier als allgemeingültig an. Was Du kaufst oder nicht, interessiert dabei nicht. Du verurteilst ein Unternehmen, was Dich als Kunden nicht mal im Auge hat.

                2. GartenFreundDeutschland

                  Ich hoffe, dass du ähnlich wie du gegen Qman im Kinderzimmer auch gegen Matchbox oder Majorette bist. Ja, diese wunderbaren kleinen Modellautos. Aber schon Mal die Flugzeuge angeschaut? War gerade auf der Suche nach welchen für meinen Lüdden. Und was finde ich als erstes von Matchbox? Einen B2 Spirit Tarnkappenbomber… Das ist ein Kriegsgerät. Also muss man Matchbox komplett verurteilen.
                  Aber gut, Matchbox ist ja nicht deutsch. Zum Glück haben wir gute Deutschwerte Spielzeugfirmen wie zum Beispiel Siku. Die werden doch so was nicht herstellen. Halt. Was verkaufen die? Einen Panzer?
                  Die Liste könnte ewig so weiter gehen.
                  Eine Firma auf Grund von Kriegsspielzeug zu verurteilen ist mühselig und bringt nichts. Kauft es nicht. Mache ich auch nicht, obwohl ich bei einer der größten gesamteuropäischen (also nicht nur nationale Beteiligungen) Rüstungsfirmen angestellt bin.

                  Und bezüglich der Vergangenheit von Firmen, was auch immer, rate ich doch jedem Mal die Vergangenheit von Wolfsburg vor Mai 1945 anzuschauen. Des Deutschen liebstes Auto und seine kriegerische Vergangenheit…. Aber bei Spielsachen sieht das zum Glück anders aus

                  1. ich hab auch gar nichts anderes geschrieben, als dass ich mit meinem Geldbeutel abstimme was ich gut finde und was nicht. Ich führe keinen persönlichen Kriegszug gegen Qman oder andere Hersteller von Kriegsspielzeug. Es ist aber schon ein großer Unterschied zwischen einem Militärvehikel, das von den oben genannten Herstellern als Displaymodell gedacht ist oder von Spielesets wo schon auf der Verpackung zum Nachspielen von Gewaltszenen animiert wird (kauf ich aber beides nicht). Es ist auch ein gewaltiger Unterschied zwischen dem was Firmen vor 5 Jahren gemacht und was sie während dem zweiten Weltkrieg getan haben (nicht falsch verstehen, das ist absolut keine Verteidigung der schlimmen kriegerische Vergangenheit).

                  2. Carolina+Cremasta

                    Bei Cobi geht das mit dem „Kriegsspielzeug“ schon noch etwas weiter! Ein ganzes Klemmbaustein-Kriegsuniversum hat man da kreiert, fein säuberlich geordnet nach den verschiedenen Anlässen. Inklusive Führerlimousine, Waffen-SS im Wintertarn und Stahlhelmen mit Reichsadler aber die heißen natürlich nicht so. Genau das richtige für verkappte Kryptofaschisten, die sich das hinstellen und dann sagen: „Wieso? Das sind doch nur Klemmbausteine, jetzt hab dich mal nicht so…Rommel war ja auch voll gegen Hitler und so.“
                    Und die Vietkong-Figuren aus dem Themenzirkel „Vietnamkrieg“ schrappen haarscharf am Rassismus vorbei.
                    PS: Nein, ich habe sie mir noch einmal angesehen. Mit diesen clownhaft grinsenden Fratzen-Figuren steht Cobi breitbeinig und erschreckend selbstbewusst mitten _im_ Rassismus – insbesondere, wenn man die muskelbepackten und schlau lächelnden GI-Figuren danebenhält.

              2. „Dir ist aber schon klar, dass chinesische Hersteller vorrangig für den eigenen Markt produzieren und den Westlichen weithin als eher unwichtig sehen?“
                Bitte mal eine Quellangabe posten oder um es mit deinen Worten zusagen: Beweise für die Umsatzverteilung?

                1. Da muss man sich nicht mal irgendwelche Zahlen anschauen – das gebietet einfach die Logik. Dort gibt es einen Markt mit 1,4 Milliarden Menschen – der Import von Klemmbausteinsets aus aus China ist im Grunde nur in Deutschland eine größere Sache, in anderen europäischen Ländern sieht das ganz anders aus. Alleine das Europa nur rund die Hälfte an Einwohne hat, zeigt, dass es hier nicht der Zielmarkt ist – wenn man Russland und Indien dazu zählt, wird der europäische Anteil noch kleiner.

                  Da muss man nur mal bei den Importeuren fragen, die würden einem das beantworten – was Du aber sicherlich nie machen würdest.

            2. „…Ich glaube hier geht es eher darum wie diese chinesischen Firmen ticken. Die verstehen so Sachen wie geistiges Eigentum und soziale Verantwortung nicht …“

              Sorry, aber ich glaube Du warst noch nie in China. Natürlich gibt es auch ein Urheberrecht in China, sogar ein recht strenges. Und was interessiert, was Qman vor 10 Jahren gemacht haben? Die machen es jetzt anders und gut ist. Ich hoffe Du bist dabei genauso konsequent, und hältst deutschen Firmen vor, was sie in der Vergangenheit getan haben.

              Und nein, die Gründe für Qman liegen auch wo anders. Wüsste man aber, wenn man sich mit der Sache beschäftigt. Und wo kopieren sie bitte „Farbschemen“? Eine Feuerwehr ist nun mal rot. So einfach.

              Du unterliegst der typisch deutschen Arroganz, die eigenen Moral- und Wertevorstellungen auf andere Länder zu projezieren. In China hat das Militär einen ganz anderen Stellenwert und wird ganz anders wahr genommen. Aber hauptsache Zoli aus Germany erzählt der Welt, wie sie sich zu verhalten hat.

              Nein, ich schenke meinem Sohn so etwas auch nicht, aber ich erwarte nicht, dass andere es auch so sehen.

              1. Warst du schon mal in China? Die Einstellung dort gegenüber Urheberrecht und geistigem Eigentum kann ich absolut nicht gutheißen. Die Ideologie dass kostengünstige Klone dem Wohstand aller dienen und dass Innovation das Erbe der Nation sein muss, ist mit meinen Wertevorstellungen nicht kompatibel. Schön dass es auf internationalen Druck hin ein strenges Urheberrecht gibt, das allerdings nur umgesetzt wird wenn eine große Firma viel Geld in die Hand nimmt etwas einklagt (siehe Lego). Und ich muss dich leider enttäuschen, bin weder Deutscher noch wohne ich in Deutschland und schreibe der Welt auch nicht vor wie sie sich zu verhalten hat 😉 Wenn du ein totalitäres System unter dem Motto „andere Länder andere Sitten“ befürwortest ist das deine Sache.

            3. Auch hier: Qman hat keine Sets kopiert, sondern das „Vorgängerunternehmen“. Und selbst wenn es so war – wenn es zum damaligen Zeitpunkt mit geltenden Recht in China vereinbar war, dann ist da erst mal rechtlich nichts verwerfliches drann. Das ist immer der Fehler der Deutschen, das sie meinen, ihre Moral- und Rechtevorstellungen müssten in der ganzen Welt gelten.

              „…viele der Sets sind einfach Knockoffs von Lego Sets an der Grenze der Legalität“ – und Du bist Jurist, um das beurteilen zu können? Und wenn: Wie viele sind es denn? Kennst Du alle Sets aller hier angebotenen Hersteller? Oder ist es nur mal wieder das ominöse Bauchgefühl?

              „Aja ich hab noch vergessen dass sie auch noch so tolle Sets wie 1726 Gepanzertes Fahrzeug (aus der Combat Zones Fire – Reihe) für Kinder ab 6 Jahren am Start haben, wo man mit Raketenwerfern den Dschihadisten im Panzer abschießen soll. Ich denke mehr muss man zu der Firma nicht sagen.“

              Genau das meinte ich oben. Schon mal daran gedacht, dass das Milität dort einen ganz anderen Stellenwert besitzt als bei uns? Gleiches ist das, was man Cobi immer vorwirft. Dabei haben die Leute meist keine Ahnung, wie die Polen mit der militärischen Vergangenheit umgehen. Aber klar, wir Deutsche sind der Mittelpunkt des Universums.

              1. Soweit ich das überblicke, ist Qman nur eine andere Marke des gleichen Mutterkonzerns. Es ist also noch die gleiche Firma, nur ein anderer Name. Ich bin da jetzt aber auch nicht so genau in den Details drin.
                Beispiele für problematische Sets gibt es u.a. in den Dokumenten, die von Johnnys World veröffentlicht wurden. Insbesondere von dem Fall, den Johnny nach meiner Erinnerung als Schmutzkampagne von LEGO betitelt hat.

  10. Ich mag Minifiguren aller Art ob es Lego, Cobi, Xingbao oder Mega Constux usw.
    Von Megabloks Halo Minifiguren sind etwas detaillierter aus als Lego Minifiguren.
    Der ganze Rechtsstreit wegen Minifiguren kann ich nicht nachvollziehen.

  11. Wenn man den wollte, könnte man sich bestimmt auch darauf einigen, dass LEGO die anderen Hersteller mit Figuren versorgt. Oder, dass diese die Figuren in Lizenz herstellen dürften.

    1. Der Kampf um die Figuren ist ohnehin lächerlich, wenn Bluebrixx einfach nur bei ihrer Fahrzeugproduktion bleiben würde, Züge, LkW und co kann sich jeder einfach die LEGO Figuren hinzunehmen und zuhause kombiniert nutzt und fertig wär der Lack, aber Bluebrixx will hier den Totalen Krieg und den Totalen Sieg.

      Bluebrixx könnte sich auch überlegen komplett selbstständig zu werden und selbst zum Produzenten von Steinen zu werden, statt sich weiter abhängig von China zu machen, wo die Figur legal ist und somit ohnehin nur der Import das Problem ist.

      Wie gesagt, es wäre so einfach eine charmante und gute Firma zu sein, wenn man einfach sein eigenes Ding tut – produziert was man produzieren kann und darf und den Rest – das kombinieren mit Lego Figuren zu den Fahrzeugen und Gebäuden die man anbietet – den Käufern und Fans überläßt aber Bluebrixx will nicht charmant sein, sie wollen den KRIEG mit Lego, einer der komplett unnötig ist, wie Cobi und Mego Construx beweist, oder auch die eine oder andere kleine japanische Firma, oder die US Firma Brickmania bzw. eine niederländische Firma die Modelle aus Legosteinen designen und verkaufen ….Brickmania sogar FIGUREN …ja die kaufen sie wohl von Lego und moccen sie – DAS was du bereits in deinem Beitrag vorgeschlagen hast.

      1. The Storytelling Brick

        „Totalen Krieg“, „Totalen Sieg“

        Uff! Bei solchen Worten würde ich aufpassen (auch aufgrund der aktuellen Brisanz in europäischen und naheuropäischen Gefilden)… Den Rest lasse ich mal unkommentiert stehen.

        1. Im Kern stimmt es aber, Bluebrixx will Lego in die Knie zwingen und selbst zum Nummer 1 Player in Deutschland werden und das mit jedem Mittel. Gab ja bei der Klage mit Lego damals genug Propaganda auf ihrem Kanal, wo der Herr Kiunke vermeindliche Emails armer Renter vorlas, die ihr Erspartes Bluebricks schenken, damit dieser kleine unschuldige Laden sich die Anwaltskosten gegenüber dem bösen bösen Lego leisten kann – das hinter Kiunke aber mehr steckt als dieser finanzielle David …..das ließ es gänzlich außen vor.

          1. Echt jetzt? Lego in die Knie zwingen? BlueBrixx? Auch wenn die jetzt einen Geldgeber hinter sich haben – das dürfte klar sein, dass das niemals zu schaffen wäre.

  12. Richtig so. Werden die vereinigten Lego-Basher wieder aufheulen. Aber ich werd eh nie verstehen, wie man in einem so markenbewussten Land wie Deutschland gegenüber offensichtlichem Ideen- und Patentklau wie im Klemmbaustein-Markt so nonchalant sein kann.

    1. The Storytelling Brick

      Laut Statista liegt hierzulande das Markenbewusstsein in der Produktkategorie ‚Spielzeug und Babyutensilien‘ bei nur 9% (für 2021). Dafür legen wir sehr gerne viel Wert auf die Smartphone-, Bekleidungs- und Schuhmarke^^

  13. Wirklich? Das soll immer noch Artikel wert sein? Mit tendenziöser Schreibe gegen tendenziös operierende Alternative vorgehen und spätestens in den Kommentarspalten gegen deren tendenziöse Influencer? Erwarte ich von einem Blog, dessen Chef offen damit wirbt, Wirtschaftsinteressen zu vertreten, Neutralität? Nein – und ich bin okay damit 🙂
    Was haltet ihr davon, sofern denn geschehen, Bluebrixx und Herrn Panke von lang geplanter Hand ‚moralisch fragwürdige‘ Absprachen nachzuweisen? Wer weiß, vielleicht war Herr Pankes Absicht, sein 3 D-Modell des Klemmbausteins als Marke eintragen zu lassen schon der erste einer langen Reihe von abgesprochenen Streichen gegen die LEGO A/S. Abgelesen und nachgespielt aus der Insider-Broschüre ‚Das kleine ABC echter Game Changer‘ mit dem Kapitel-Thema: ‚Wie ich nachhaltig Kaufbereitschaft umlenke.‘ Sollte dem in der Tat so gewesen sein, wäre ich übrigens auch damit okay. Aber wäre das nicht ein ‚Skandal‘, der dann ‚Schlagzeilen für Gemüter‘ wert wäre?
    Frohen Ostermontag noch 🙂

      1. „BlueBrixx hat den Prozess gegen LEGO —> auf voller Linie bestimmt einfacher und günstiger <— gewesen."

        Aus dem Kontext genommen, mag sich Beides harmlos lesen, im Gesamtzusammenhang jedoch nicht.

        1. Das mit dem einfacher und günstiger stimmt doch. Wenn die Marke gekippt worden wäre, würde BlueBrixx keine rechtlichen Auseinandersetzungen über die Details der individuellen Figuren mehr führen müssen. Dann wäre das Thema Minifigur jetzt schon ziemlich gegessen.
          Bei de Formulierung „auf voller Linie“ hast du wohl Recht. „in allen Punkten“ wäre sachlicher gewesen.

  14. Bei Lego hat man früher mit der Kavallerie Indianer gejagt. Und vergessen sollte man auch nicht den Millitärhubschrauber, den Lego auf den Markt bringen wollte.

    Ich finde diese ganzen Streitigkeiten nonsense. Schlussendlich dienen sie nur dazu andere Firmen vom Markt zu halten, da die Einstiegshürden durch Prüfungen zu hoch werden. Und am Ende freuen sich dann Patenttrolle.

    Ich bin nur gespannt, ob man Figurenteile jetzt einzeln verkaufen kann. Es wird bestimmt bald jemand probieren.

  15. Schöne Nachricht. Glückwunsch an LEGO! So soll es laufen. (Ich selber kann mit den anderen Marken nichts anfangen)
    Ich bin selber Jurist und verfolge den Streit schon länger.
    Sicher lief bei beiden Seiten nie alles fair, aber dieser Beschluss war wichtig und richtig!

  16. Wer Langeweile hat, kann sich gerne einmal ins Urteil reinlesen.

    Spannend finde ich:

    47: Die grafische Darstellung der Hände der fraglichen Spielzeugfigur, die Noppe auf
    ihrem Kopf und die Löcher unter ihren Füßen und in den Rückseiten ihrer Beine
    können weder im Hinblick auf den von der angefochtenen Unionsmarke
    hervorgerufenen Gesamteindruck noch als Ergebnis der Analyse ihrer
    Bestandteile als die wichtigsten Bestandteile dieses Zeichens angesehen werden.
    Sie stellen kein wesentliches Merkmal der fraglichen Form dar (16/06/2015,
    T-396/14, Spielzeugfigur I, EU:T:2015:379, § 32).

    53: Eine Spielzeugfigur gehört daher zu einer Warenart, für die grundsätzlich ein
    weiter Gestaltungsspielraum besteht; die Figur kann dabei verfremdet und in
    verschiedenster Weise kreativ gestaltet werden. So kann eine Spielzeugfigur bzw.
    eine Minifigur in jeder beliebigen – vom gegenständlichen Zeichen
    unterschiedlichen – Form ausgestaltet werden. Zum Beispiel könnten die Beine
    nicht zwangsläufig in der eingetragenen, rechteckigen sondern in sonstiger
    abgerundeten Form ausgestaltet werden; der Rumpf könnte statt der konkret
    eingetragenen trapezförmigen Form eine sonstige andere, rechteckige oder
    abgerundete Form (je nach dem Geschmack des Entwerfers) aufweisen.
    &
    54: Die verfahrensgegenständlichen Waren der Klasse 28 (Spielzeugfiguren) können
    in jeder beliebigen Form hergestellt werden. Zwar muss eine Spielzeugfigur bzw.
    eine Minifigur in menschlicher Gestalt einen Kopf, einen Körper, zwei Arme und
    zwei Beine besitzen, die der Figur das menschliche Aussehen verleihen. Diese
    wesentlichen Merkmale können aber in jeder beliebigen Form – und nicht
    zwangsläufig in der spezifischen Form, die das fragliche Zeichen aufweist –
    konkret ausgestaltet werden.

    Lego mag juristisch gesiegt haben, wie viel das Wert ist, wird sich aber noch zeigen. Da steht nichts davon, dass Figuren riesige Köpfe haben müssen oder Beine ohne Noppen.

    Fun Fact:
    Die Anmeldung wurde am 29. Mai 2000 veröffentlicht und die Marke aufgrund
    erworbener Unterscheidungskraft – d.h. wegen intensiver Benutzung bzw.
    Verkehrsdurchsetzung – am 18. April 2000 eingetragen.

    Kunststück, wenn man zu dieser Zeit noch erbittert rechtlich gegen jeden Wettbewerber vorgegangen ist. Schlau waren die Anwälte damals.

    1. In der Entscheidung ging es nicht darum, wie weit sich andere Figuren unterscheiden müssen. Es ging darum, ob die Marke auf die Minifigur rechtens ist oder nicht. Ich denke da sollte man nicht zu viel reininterpretieren, das wird an anderer Stelle entschieden.

      1. Ich habe die Urteilsbegründung zitiert. Ich nehme schon an, dass diese zur Entscheidung gehört.

        Im Detail wird sich das juristisch vermutlich nie final entscheiden. Gegen große Player wird Lego (jetzt erst recht) nicht vorgehen und kleinen fehlt das Geld. Es ist für mich verständlich was Lego tut (würde jeder andere Konzern wohl auch tun) und der Schutz der Marke ist wichtig, allerdings wird hierdurch ein Quasi-Monopolist geschützt.

        1. Geschützt in weit – das Legos Minifigur ihr Markenrecht ist und nicht zu kopieren ist ?
          Lego schützt sich hier EINEM Aspekt, von mir aus zu vergleichen mit dem Mercedes Stern , Dem Gummibärchen oder was auch immer – das Männchen ist das letzte verbliebene Symbol dieser Marke ……alles andere, die Bausteine ansich hat Lego schon lange verloren und somit auch das Monopol auf den Klemmbaustein.

          Jeder darf Klemmbausteine produzieren und tut es kräftig – da ist Lego schon lange kein Monopolist mehr und das klammern an der Lego-Figur das letzte Stück Identität der Marke an dem sie sich festklammern und festklammern müssen, das hat schon lange nichts mehr mit Monopolstellung zu tun, sondern um Identitätswahrung.
          Würde Lego die Figur verlieren ……..wäre es eine Katastrophe, denn dann wäre nichts mehr da woran man LEGO festmachen kann, sagen kann „DAS ist Lego“

          1. 1.) Der Mercedes Stern ist geschützt. Ein Dreieck wäre es nicht. Das lässt sich klar trennen. Lego hat die 3 D Marke für ein kleines Männchen und niemand weiß, wie ein Männchen aussehen muss, dass erlaubt wäre. Wenn man den Kommentaren glauben kann, dann haben sich einige Hersteller ihr Design bei Lego absegnen lassen. Das ist absurd.
            2.) Lego besitzt noch viel mehr geschützte Objekte, unter anderem diverse Fliesen. Das ist zwar keine 3D Marke, spielt aber für den Endverbraucher keine Rolle. Genau so ist jedes Set als Design geschützt. Man könnte natürlich tolle Sets produzieren, auf die der Endverbraucher richtig geil ist und die es nur bei Lego gibt, aber das ist ein anderes Thema.
            3.) Ich habe nichts dagegen, dass Legos Männchen geschützt ist. Was mich stört ist, dass bis dato alleine Lego entscheidet, ob eine andere Figur problematisch ist, oder nicht. Somit werden Hersteller gezwungen Figuren zu bauen, die absurd aussehen oder zu Lego Sets nicht kompatibel sind. Das hat mit einer 3D Marke rein gar nichts mehr zu tun. Dieser Punkt wird indirekt sogar in der Urteilsbegründung angegriffen (Die mögliche Kompatibilität einer Spielzeugfigur mit irgendwelchem Bausteinsystem darf sowieso im Sinne des Markenrechts nicht monopolisiert werden).
            4.) Gut, dann nicht „quasi Monopolist“, sondern mit marktbeherrschender Stellung im Klemmbausteinsegment.
            5.) „DAS ist Lego“ – so etwas erkennt man am Aufdruck – okay, bei Lego ein schlechtes Beispiel. Aber es wäre möglich. Um beim Bildnis von weiter oben zu bleiben: Nehmen Sie den Mercedes Stern ab, und der Normalsterbliche wird nicht anhand des Designs sofort sagen können „DAS ist Mercedes“. Dafür gibt es Logos. Ich habe hier im Übrigen Modelle von diversen Herstellern zu stehen. Für meine Gäste ist das alles Lego. 😉

            1. Zu 1.: Du kannst auch ein Dreieck als Marke eintragen lassen. Z.B. hat Ravensburger ein blaues Dreieck mit dem Firmennamen drinnen. Die Deutsche Bank hat ein blaues Quadrat mit Schrägstrich, Audi vier überlappende Kreise.

              Zu 3.: Lego entscheidet nicht alleine, ob eine Figur zulässig ist oder nicht. Wenn es mit Cobi und Sluban Verständigungen, also außergerichtliche Einigungen gibt, ist das entweder ein nettes Entgegenkommen oder es ist so klar, dass Lego keine Chance hat, gegen diese Figuren vorzugehen. Ich tippe stark auf letzteres.
              Es steht aber weiterhin jedem Unternehmen frei, neue Minifiguren auf den Markt zu bringen, von denen sie meinen, dass sie keine Schutzrechte verletzen. Dann wird Lego im Rahmen der Möglichkeiten, die ihnen unser Rechtssystem bietet, dagegen vorgehen. Unter anderem ist ja das Rechtssystem dafür da, um Streite zu entscheiden. Solche Klagen zwischen Unternehmen sind ganz normal. Die Sparkasse und Santander haben sich übrigens mal darüber gestritten, wer welchen Rot-Ton verwenden darf und Apple und Samsung über Rechtecke mit runden Ecken…
              Dass das eine ganze Weile bis zu einer höchstrichterlichen Entscheidung dauert und das viel Geld kosten kann, ist natürlich ein großer Nachteil und kann insbesondere kleine Unternehmen abschrecken. Zudem bevorteilen Instrumente wie die Beschlagnahmung von Container durch den Zoll natürlich große Unternehmen. Diese lobbyieren ja immerzu für neue und erweiterte Schutzrechte, z.B. das Leistungsschutzrecht für Presseverleger. Insofern befürchte ich bei Reformen des Marken-, Patent- oder Urheberrecht immer, dass diese die Großen noch mehr bevorteilen, weil die eben mehr Lobbymacht haben…

              1. Zu 1.) Ein Dreieck ist eine geometrisch definierte Figur. Vermutlich wurde dies sogar als gleichschenklig
                oder Ähnliches definiert. Ebenso ein Quadrat Auch eine Anzahl überlappender Kreise ist leicht zu definieren. Was allerdings einer Lego Figur Nahe kommt, ist völlig unklar. Ich habe oben die Urteilsbegründung zitiert.
                zu 3.) Lego kann gegen alles und jeden vorgehen. Dann werden die die Güter der Firma vom Zoll beschlagnahmt. Lego trägt seinerseits lediglich das Prozessrisiko. Und da liegt der Knackpunkt. Ein Streit durch alle Instanzen kostet keine 10.000 Euro und keine 100.000 Euro. Und das in jedem einzelnen Fall. Für jeden Hersteller. Für jeden Generalimporteur. Selbst wenn man nach Jahren gewinnt, ist man bis dahin pleite. Das schreckt nicht nur kleinere Firmen ab. Das schreckt auch Mittelständler ab. Also muss man bereits groß sein, um sich Lego zu stellen (siehe LIDL & Mattel). Und damit machen solchen Entscheidungen den Markt kaputt.

                Und nochmals: Ich habe kein Problem mit Lego an dieser Stelle. Das ist halt ein Konzern der Mrd. verdienen will. Mich wundert nur ein wenig, dass dies so gefeiert wird, obwohl klar in der Urteilsbegründung steht (siehe meine Verweise oben), dass weder Funktionen, noch einzelne Designelemente Schutz genießen, so dass wohl einige Figuren, die Lego vom Markt blasen lies, legal gewesen sein könnten. Sie konnten sich den Prozess halt nicht leisten.

                1. Ich verstehe nicht warum die Hersteller nicht einfach das Bisschen Geld in die Hand nehmen eigene Figuren zu erstellen. Ich hab jetzt schon diverse Figuren von chinesischen Herstellern gesehen und auf den ersten Blick sehen die meisten aus wie Minifiguren von Lego. Nur wenn man ganz genau hinschaut ist hier vielleicht eine Ecke abgerundet oder so.
                  Dabei ist es doch so einfach:
                  Einfach nur eine Figur erstellen die nicht die gleichen Proportionen wie eine Minifigur von Lego hat. Das ist doch auch gar nicht schwer, da die Proportionen der Minifiguren ja so gar keine Ähnlichkeit mit echten Menschen haben.
                  Mega, Cobi, Mc Farlane und andere westliche Marken haben es doch vorgemacht. Deren Figuren sehen alle komplett anders aus.
                  Aber die östliche Welt nimmt Minifiguren. Und jetzt als Alternative neuerdings: da kopiert man halt Minidolls.

                  1. Exakt!

                    Oder halt Sets ohne Figuren vertreiben. Macht die Sets nochmal günstiger. Und der geneigte AFOL/AFOB hat ja eh schon genügend Figuren zu Hause um die Szenerie zu befüllen. Oder halt so was wie den majestätischen Tiger von Lego Creator, der braucht auch keine Minifiguren.

                    Der Markt ist mitnichten kaputt, es drängen immer mehr Akteure darauf. Bin gespannt wie es bei LIDL mit Playtive weitergeht. Mattel mit Mega Bloks/Construx seh ich fürs erste als gescheitert in Europa an. Lego hat sich jetzt die Minions-Lizenz geschnappt und ausgerechnet BlueBrixx die Star Trek-Lizenz. (Mega Construx hat dafür schon vorher Lego die Nickelodeon-Lizenz mit SpongeBob und TMNT weggeschnappt.) Und die Sets waren auch in einen ähnlichen Preisbereich wie Lego.
                    Die 1€-Shops, bzw. jetzt 1,10-€ Shops haben auch schon Bausteine im Angebot. 20 Stück für 1,10 €. Woolworth versucht auch mit diversen Sets sein Glück. Aber wenn in einer Box mit 250 Bausteinen für 6,99 € 133 Stück rote 1×1 Steine sind, dann ist das halt irgendwie nicht so clever, dann verleitet das mich halt nicht zum Kauf, im Gegenteil. Aber von einem kaputten Markt kann nicht die Rede sein.

                    1. Früher hatte LEGO einige Nickelodeon Lizenzen. Spongebob, Avatar, Ben 10. Woolworth hatte übrigens 2010 schon Mega Bloks Sets. Damals fand ich die qualitativ aber nicht überzeugend.

                    2. Das Mega in Europa nicht durchstartet ist so richtig schade. Ich liebe die Game of Thrones Sets.
                      Pokemon und Halo sind auch zwei richtig gute Marken, auch wenn sie mich persönlich nicht so reizen.

                  2. Es ist für mich beschämend, wie wenig Interesse an der allgemeinen Rechtssprechung besteht. Hier liest sich niemand das Urteil durch.

                    „Dabei ist es doch so einfach:
                    Einfach nur eine Figur erstellen die nicht die gleichen Proportionen wie eine Minifigur von Lego hat.“

                    Die Proportionen waren und sind nicht geschützt.

  17. Wenn man hier durch die Kommentarsektion durchscrollt ist es schon erstaunlich, was ein einzelner Influencer für einen Einfluss auf die Meinungsbildung der deutschen Klemmbausteinfanbase hat.

    In anderen Ländern gibt es diese Thematik gar nicht. Auch wenn es da natürlich andere Hersteller gibt (z.B. ist Mega in den USA ja viel größer als hier).

    1. Was der sogenannte Influencer aus Frankfurt so von sich gibt, juckt mich schon lange nicht mehr, für mich ist das ein Dampfplauderer. Auf der anderen Seite schaue ich nahezu jedes Bluebrixx-Video, weil es mich einfach interessiert, was die so treiben.

    2. Hm…. ja! äh Nein!
      Mal ehrlich, warum könnte das so sein? Da ist nur ein HdS Schuld dran? Oder evtl. auch, dass der deutsche Markt viel Stärker für Nicht Lego ist? Nur mal so als Idee? Ich kenne andere Länder nicht so gut, aber gibt es dort eine relevanten Markt außerhalb Legos? In den US Mega, OK fair.
      Aber wie sieht es mit Frankreich, UK, Italien oder Dänemark aus?
      Ich glaube auch das hat einen Anteil daran, dass es hier so ein Thema ist

      1. The Storytelling Brick

        Ich vermute mal, dass allgemein der deutsche Markt der stärkste Markt für Lego (und demnach auch für Klemmbausteine im Ganzen) in Europa ist. Wenn ich an meine Heimat (auch europäische Gefilde) denke, dann spielen Lego und Klemmbausteine keine sooo große Rolle im Kindes-/Jugendalter – und bis auf sporadische Ausnahmen gar keine im Erwachsenenalter (Lego = Spielzeug und mit Spielzeug spielen nur Kinder, heißt es da).

  18. „Und der geneigte AFOL/AFOB hat ja eh schon genügend Figuren zu Hause um die Szenerie zu befüllen“

    Um diese Personen geht es überhaupt nicht. Wer Lego, Apple, Tesla, LV liebt, vergöttert diese Firmen sowieso. Dagegen hat niemand etwas. Der kauft auch nichts anderes. Markenrecht hin oder her. Diese Person weiß, was von seiner MARKE ist, egal wie es aussieht.

    1. The Storytelling Brick

      Bei dem von dir angeführten Zitat sehe ich ein schwerwiegenderes Problem als nur die Markenvergötterung. Kinder brauchen Figuren für das Rollenspiel! Sei es den Alltag nachspielen, sei es eine Verfolgungsjagd inklusive Verhaftungen veranstalten oder sei es sonstwas. Da ist es nicht mit dem im ursprünglichen Post erwähnten figurenlosen 3in1-Tiger getan, worauf sich die „Nichtlego“-Firmen stürzen sollten… Außerdem kann nicht davon ausgegangen werden, dass jederfrau/-mann ein AFoL/AFoB ist und somit zig Figuren auf Halde hat.

  19. Genau, denn in der Urteilsbegründung bei 54 steht es ja so eindeutig drin:

    „Zwar muss eine Spielzeugfigur bzw.
    eine Minifigur in menschlicher Gestalt einen Kopf, einen Körper, zwei Arme und
    zwei Beine besitzen, die der Figur das menschliche Aussehen verleihen. Diese
    wesentlichen Merkmale können aber in jeder beliebigen Form – und nicht
    zwangsläufig in der spezifischen Form, die das fragliche Zeichen aufweist –
    konkret ausgestaltet werden.“

    Kurz:
    Jeder darf Plastik Spielzeugfiguren herstellen und es stört niemanden wenn die 2 Arme, 2 Beine und einen Kopf haben. Sie dürfen nur nicht die gleiche Form wie die Minifigur haben.

    Einfach andere Proportionen wählen, wie es Mega, Cobi und McFarlane machen und schon gibt es kein Problem.

    1. The Storytelling Brick

      Bringt dann halt auch wenig, wenn die Figuren nicht, kaum oder über komplizierte Umwege mit dem Noppensteinsystem kompatibel sind. Irgendwelche technischen Mindestanforderungen müssen/sollten sie aufweisen. Eine miniaturisierte Actionfigur wie bei COBI und Mega sollte schließlich nicht Sinn des Ganzen sein. Deshalb: wie weit von der LEGO Minifigur entfremdet müssen die Figuren mindestens sein, dass LEGO da nicht ständig die möglicherweise ernstzunehmenden Konkurrenten ausbremst oder verklagt und damit die Gerichte jahrelang beschäftigt. Und das gilt eben auch in einem anderen Verfahren zu klären. Bei den beanstandeten Figuren (losgelöst von dem obigen Verfahren) gab es schließlich welche dabei, die nicht ersichtlich mit LEGOs 3D-Marke (die ja auf die Figur als Ganzes gilt und nicht auf einzelne Komponenten) kollidieren.

  20. Es gibt unendliche Möglichkeiten Figuren zu entwerfen die mit Noppensteinen kompatibel sind.
    Es gibt genug Hersteller die das vormachen und keine rechtlichen Probleme mit Lego haben.
    Nur gewisse Hersteller versuchen halt die Minifiguren in ihren (ungewöhnlichen) Proportionen zu kopieren. Gegen die geht Lego rechtlich vor.

    Du kannst dir auch gerne für eine Automarke ein sternförmiges Logo einfallen lassen. Da gibt es unzählige Möglichkeiten. Aber wenn es am Ende auf den ersten Blick aussieht wie ein Mercedesstern, wird Mercedes rechtlich gegen dich vorgehen. Und da kommt keiner und gibt dir eine exakte Definition „mindestens 20% müssen die Zacken länger als bei unserem Stern sein, dann ist es okay.“

    1. The Storytelling Brick

      Na, so unendlich scheinen die Möglichkeiten dann doch nicht zu sein, wenn LEGO allenthalben klagt 😉 Wie erwähnt, es gab auch Figuren, die nur LEGOs Wunschdenken nach die 3D-Marke verletzt haben. Andere waren offensichtlich kopiert – da auch zu Recht. Das obige Urteil sagt zum Glück nur aus, dass die Minifigur so wie sie ausschaut weiterhin als 3D-Marke Bestand hat. Nicht mehr, nicht weniger.

      1. Kurz gesagt: Es gibt in diesem Kontext kein Recht, nicht verklagt zu werden. Das gehört zum Geschäftsrisiko dazu.

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