Die LEGO Smart Play Neuheiten kommen in den nächsten Tagen in Deutschland in den Handel und viele Fans sind gespannt, ob der dänische Hersteller halten kann, was er bisher in den Werbebotschaften versprochen hat. Auch wir werden zum Release einige LEGO Smart Play Sets kaufen und die neuen Features ausgiebig testen. Kürzlich haben wir hier im Blog auf die entsprechende App hingewiesen, die nötig ist, um beispielsweise Firmware-Updates auf den Smart Brick zu spielen, wenn beispielsweise neue Sets erscheinen. Das Spielen mit den LEGO Smart Play Bausätzen selbst setzt keine App oder Smartphone voraus.
In den App-Stores von Apple und Google ist mit LEGO Smart Assist nun pünktlich zum Verkaufsstart nun eine so genannte Begleit-App zu den neuen Smart Play Bausätzen verfügbar. Sie hilft Eltern, das „Potenzial der LEGO Smart Bricks zu verwalten und zu maximieren“, heißt es in der App-Beschreibung. Und weiter: „Smart Brick Einstellung steuern, neue Spielfunktionen aktualisieren und bei Bedarf schnellen Support erhalten“.
Was mich ein wenig irritiert: In der App-Beschreibung ist auch von einer Registrierung der Smart Bricks die Rede. Ob das Voraussetzung für das Spielen mit der neuen Technik ist, wird hier nicht verraten – aber es scheint, dass ein LEGO Nutzerkonto (für Erwachsene) benötigt wird, um Updates zu erhalten und Einstellung beim Smart Brick vornehmen zu können.


Funktionen der LEGO Smart Assist App
Neben einem „mühelosen“ Onboarding können Nutzer über die App den Smart Brick Status überprüfen wie den jeweiligen Akku-Stand und verfügbare Updates. Zudem können Nutzer über LEGO Smart Assist App Namen für ihre Smart Bricks vergeben, die Lautstärke anpassen und sich via Push-Nachricht informieren lassen, wenn neue Updates bereit stehen.
Wichtiger Hinweis: LEGO Smart Bricks lassen sich nur mit der App verbinden, wenn diese sich auf dem Ladegerät befinden. Mehrfach wird in der App-Beschreibung darauf hingewiesen, dass sich diese nur an Erwachsene richtet, damit Kinder das LEGO Smart Play Erlebnis optimal nutzen und ihre Kinder einfach weiterspielen können.
Erfassung von Brick-Telemetrie-Daten
Spannend ist auch der letzte Punkt in der App-Beschreibung. Neben der Einwilligung zur Datenerfassung gibt es auch eine Freigabe für App-Analysen (heutzutage üblich) und Telemetrie-Daten für die LEGO Smart Bricks.
Damit möchte der Hersteller – so interpretiere ich das jedenfalls – unter anderem analysieren, wie das Nutzungsverhalten der App-Nutzer und Smart Play Käufer ist, wie der Smart Brick beim Spielen eingesetzt wird, wie lange das Spielen damit dauert und vielleicht auch wie viele Smart Bricks (für was) verwendet werden. Diese Informationen sind für den Spielwarenhersteller sicherlich super spannend und auch wichtig bei der Weiterentwicklung des LEGO Smart Play Angebotes.
Ich persönlich finde die Thematik auch in vielerlei Hinsicht spannend und werde dazu sicherlich noch einmal einen Beitrag nachlegen. Wenn jemand dazu Näheres findet, gerne Bescheid geben. Ob der Hersteller bereits in andern Steuerungs-Apps, beispielsweise für die LEGO Technic Modelle oder via Mindstorms/WeDo/Boost, Daten über das Nutzungsverhalten darüber hinaus „sammelt“, ist mir im Moment nicht bekannt. Jedenfalls ist es mir bisher nicht aufgefallen.
Kleiner Lese-Hinweis zum Schluss: Die Kollegen von Wired haben einige spannende Insights zum LEGO Smart Brick bekommen.







5 Kommentare
Es mag spannend sein, wie ein SmartBrick genutzt wird.
Ich finde die Pflicht-Einwilligung in die Datenübertragung dennoch übergriffig! Wenn LEGO die Daten haben will, sollen sie doch darum bitten und die Funktion als Option anbieten.
Aber SO ist das einfach nur frech!
Warten wir bis zum Release ab, um die offenen Fragen zu klären. Ob es sich um eine Pflicht-Einwilligung handelt, weiß ich nicht, habe ich auch nicht geschrieben. Ebenso die Registrierung des Bricks. In paar Tagen wissen mir mehr und können das Thema besser einordnen auch.
Ich freue mich auf eure Reviews (sofern geplant) :-) Bin noch recht skeptisch dem System gegenüber, will es aber nicht jetzt schon als Schrott abtun, ohne verschiedene In-Depth Reviews und Meinungen zu hören bzw. zu lesen. Ich finde es nur schade, dass LEGO den Release mit Star Wars vornimmt, aber für CITY (was mMn eher passen würde) noch nichts angekündigt wurde, obwohl die (wie ich finde, coolen) Betatest-Sets sich auch dafür prima geeignet hätten.
könnte man dann ggf. auch eigene Geräusche auf so einen SmartBrick aufspielen? Habe mir mal das billige Set gekauft, aber StarWars brauche ich nicht. Könnte mir andere Geräusche besser vorstellen. Habe schon eine tolle Idee für Ausstellungen :-)
Leider nicht. Ich denk aber (fast), dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis Tüftler das hinbekommen werden.