Wie zukunftssicher ist LEGO Powered Up?

Ein aktuelles Beispiel für Software, die nicht weiter gepflegt wird und aus dem Store entfernt wurde, ist die LEGO Boost App für Windows 10.

LEGO Powered Up
LEGO Powered Up (Fotos: technicmaster0)

Einer der großen Kritikpunkte an dem LEGO Powered Up System, das Control+ und Boost umfasst, ist die Langlebigkeit. Der Argumentation folgend ist es nicht sicher, ob man seine Powered Up Geräte noch in zehn Jahren nutzen kann, da man auf eine App angewiesen ist. Für diese gibt es bis auf die Aussage in einem der Interviews, dass das System mindestens bis 2027 laufen soll, keinen offiziellen „Gewährleistungszeitraum“ für Updates und keine „Versprechen“. Außerdem bekommt man die App auf offiziellem Wege nur über die App-Stores der großen Firmen. Einzelne ausführbare Dateien wie eine APK für Android oder gar der Quellcode stehen nicht öffentlich zur Verfügung.

Ein alarmierendes Beispiel für Software, die nicht weiter gepflegt wird und aus dem Store entfernt wurde, ist die LEGO Boost App für Windows 10. Obwohl das Produkt weiterhin verkauft wird und die Apps für Android und iOS weiterhin gepflegt werden, wurde die Entwicklung der Windows-Version Anfang des Jahres eingestellt. Die Möglichkeit die App aus dem Store herunterzuladen wurde entfernt und die Anschlussbelegung am Hub ist unter der aktuellen Hub-Firmware nicht mehr korrekt. Es gibt also Probleme, wenn man die App ohne Updates heute noch nutzen möchte.

Verstärkt wird die Kritik dadurch, dass es zwar eine Fernbedienung gibt, diese aber bei weitem nicht in jedem Set enthalten ist und auch nicht ermöglicht, die Motoren so wie benötigt einzustellen. Zum Beispiel geht die Steuerung der Technic-Motoren als Servo, so wie es für viele Modelle der Control+- Reihe notwendig ist, nicht direkt über die Fernbedienung.

An dieser Stelle muss ich allerdings noch klarstellen, dass ich kein Hellseher bin. Ich versuche aufgrund der Lage in der Vergangenheit und der Gegenwart mögliche Schlüsse für die Zukunft zu ziehen. Dabei handelt es sich letztenendes jedoch weiterhin nur um begründete Vermutungen.

Ein Blick in die Vergangenheit

LEGO Powered Up ist nicht das erste LEGO-Produkt, für das eine Software elementar ist. Diesen „Softwarezwang“ gibt es seit Beginn der Mindstorms-Reihe, die mit einem über einen Infrarot-Tower angesteuerten RCX ihr Debüt feierte. Nach kleineren Ablegern folgte der NXT, der USB und Bluetooth unterstützt. Wie sieht es bei beiden Computern aus, wenn man sie heute noch nutzen möchte?

Infrarot hat sich nicht durchgesetzt

Die Achillessehne des RCX‘ sind nicht die unterschiedlichen Programmierumgebungen, von denen es für die Meisten wenn nicht sogar für alle Patches gibt, sodass sie zumindest im Kompatibilitätsmodus von Windows ausführbar sein sollten. Das richtige Problem ist der Infrarottower für den Computer, der zum Herunterladen der Programme genutzt wird.

Es gibt davon zwei Ausführungen. Die Erste, die einen heute nicht mehr üblichen seriellen Anschluss nutzt, lässt sich mit einem USB-Adapter weiterhin relativ problemlos nutzen. Anders sieht es mit der zweiten Variante, dem USB-Tower, aus. Dabei könnte man in Anbetracht dessen, dass er den nach wie vor genutzten USB-Anschluss nutzt, etwas anderes denken.

Der Windows-Treiber von LEGO ist auf 16-Bit Basis geschrieben und aktuelle 64-Bit Betriebssysteme von Microsoft sind damit nicht mehr kompatibel. Hier muss man entweder zu dem Linux- Betriebssystem greifen, für das es einen funktionierenden Treiber gibt, oder eingeschränkte Workarounds für neuere Windows-Betriebssysteme nutzen. So gibt es zum Beispiel ein Projekt, um den USB-Tower durch einen Arduino Yun zu ersetzen. Außerdem gibt es speziell für die Software Robolab einen Treiber, der mit 64-Bit Systemen funktioniert.

Standards haben Vorteile

Für einen richtig weitreichenden Blick für den NXT ist das System nicht alt genug. 64-Bit Windowsversionen sind mit den 32-Bit Treibern und der Software des NXTs kompatibel.

Bluetooth Dongle

Links: ein Bluetooth-Dongle, wie er von LEGO selbst für den NXT verkauft wurde. Rechts: ein mit LEGO Powered Up kompatibler BLE-fähiger Dongle.

Dadurch, dass der NXT kein eigenes Infrarot Protokoll mehr nutzt, sondern den Industriestandard Bluetooth, ist man nicht an einen proprietären Adapter von LEGO gebunden. Man kann jeden normalen Bluetooth USB-Dongle nutzen. Zusätzlich gibt es in dem Google Playstore mehrere Apps, um den NXT fernzusteuern. Dies wird dadurch ermöglicht, dass fast alle Smartphones den Bluetooth- Standard nutzen und dadurch, dass es eine offizielle Dokumentation zu dem vom NXT genutzten Protokoll gibt.

Was daraus folgt

Bisher war es immer hilfreich, wenn LEGO auf populäre oder offene Standards gesetzt hat. Dadurch, dass die Befehle zumindest teilweise dokumentiert wurden, ist es noch heute möglich mit aktuellen Smartphones den LEGO Mindstorms NXT zu steuern. Für den RCX sind einige umständliche Umwege nötig, aber unmöglich ist es auch nicht.

Gibt es eine Community für LEGO Powered Up?

Das “Wireless Protocol“ vom Powered Up System hat LEGO bereits vor zwei Jahren veröffentlicht und nutzt eine normale Bluetooth Low Energy-Verbindung, wie die meisten aktuellen Smartphones sie unterstützen. Dem folgend sind viele Projekte aus der Community entstanden. Es gibt neben Bibliotheken für Programmiersprachen auch einige Lösungen für die Endnutzer.

Brick Automation Project
Brick Automation Project (Screenshot)

Das Brick Automation Project ist für die Steuerung von Zügen und Eisenbahnlayouts zugeschnitten und unterstützt mit einem BLE-Dongle, der das schafft, gleichzeitig über 10 LEGO Hubs. Neben der direkten Ansteuerung der Züge bietet die App Automatisierungsoptionen. Ein Wehrmutstropfen ist hier, dass die Weiterentwicklung eingestellt wurde. Außerdem läuft die Anwendung nur mit dem Betriebssystem Windows 10.

Brick Controller 2 (Screenshot)
Brick Controller 2 (Screenshot)

Einer klassischen Steuerung mit einer Fernbedienung kommt wohl die Brick Controller 2 App für Android und iOS am Nächsten. Sie ermöglicht es, Profile für Videospiel-Gamepads, die mit dem Handy verbunden sind, zu erstellen. Durch diese Profile lässt sich u.a. die Powered Up Hardware ansteuern. Kurz gefasst kann man also über das Handy seine LEGO Powered Up Sets mit einem Gamepad für Videospiele steuern. Unterstützt werden neben Gamepads, die auf Smartphones zugeschnitten sind, auch gewöhnliche Controller wie zum Beispiel solche für die Playstation 4 und die Xbox One S/X.

Sogar Hersteller von mit LEGO kompatibler Hardware wie Buwizz oder SBrick arbeiten daran, die Powered Up-Hardware mit den eigenen Apps ansteuern zu können.

Pybricks (Screenshot)
Pybricks (Screenshot)

Einen etwas anderen Ansatz nutzt Pybricks. Es handelt sich um einen Ersatz der Firmware des Bluetooth Hubs, auf der dauerhaft ein Programm gespeichert werden kann. Wenn man damit heute ein Programm auf dem Hub speichert, wird das dort vermutlich auch noch in zehn Jahren sein.

Zurück zur ursprünglichen Frage

Es wird noch in vielen Jahren die Möglichkeit geben, LEGO Powered Up zu verwenden. Das ist allein durch die unglaubliche Anzahl von Geräten gegeben, die schon heute die App unterstützen. Die verschwinden ja nicht. Die größere Frage ist, in welcher Form diese Ansteuerung dann ablaufen wird.

Der Punkt, unter dem ich die meisten Bedenken habe, ist eine auf die entsprechenden Sets zugeschnittene Lösung. Bisher benötigen die meisten Alternativen zur offiziellen App eine gewisse Konfiguration und bieten keine auf fertige Sets zugeschnittenen Profile. Darauf, dass es die offizielle App mit allen Fernsteuerungsprofilen und Programmieroptionen für alle Sets noch in der Zukunft geben wird, würde ich nicht vollständig vertrauen.

  1. Genau diese Gedanken hatte ich auch bei dem Liebherr im Gegensatz zu dem Volvo Radlader. Den Radlader hole ich nach zwanzig Jahren aus dem Keller und kann ihn (zumindestest mit minimalen Säuberungen) wieder in Betrieb nehmen. Beim Liebherr habe ich meine Bedenken. Die Software ist eine Sache, aber auch die Hardware: gibt es überhaupt noch Bluetooth bzw. etwas Abwärtskompatibles?
    Das ist aber ein generlles Problem, die Hersteller achten, ich unterstelle ihnen sogar absicht, nicht mehr auf Nachhaltigkeit. IoT-Geräte: der Hersteller ist Pleite, Cloud-Server wird abgeschaltet und das Gerät ist nur noch Schrott.
    Vernetze-Autos: gibt es den Gebrauchtwagenmarkt noch wie heute, oder hat der Hersteller über die verbaute Hard/Software Einfluss auf den Verkauf (Stichwort: Abos). Sicherheitsupdates sind noch eine ganz offenne Frage.
    Für die Eingestzte Software habe ich folgende Forderung: nach EOL (nicht des Gesamtproduktes, nur die Komponente welche die Software benötigt) und Insolvenz müss die Software frei verfügbar sein.
    Schönes WE!

    1. Wie geschrieben gibt es halt schon eine große Menge an Bluetooth-fähigen Geräten und da sich Bluetooth seit 2006 oder so im Markt hält (der NXT, der Bluetooth nutzt, kam 2006 auf den Markt) denke ich nicht, dass es bald abgelöst wird.
      Das ist ja auch ein geschlossener Kreis. Dadurch, dass viele Geräte Bluetooth haben, haben neue Geräte auch Bluetooth. Außerdem war Bluetooth soweit ich weiß bisher immer abwärtskompatibel. Man kann den NXT noch mit Dongles verwenden, die man im Jahr 2020 kauft.
      Vielleicht zum Vergleich: man bekommt immer noch Diskettenlaufwerke bei Amazon und die wurden vor mindestens 15 Jahren durch CDs usw abgelöst.

    2. @Satriani
      Das ist aber auch nur so, wenn man annimmt, dass die Hardware nicht kaputt geht. Egal ob IR-zeugs von Lego oder 2,4 GHz Steuerungen von anderen Herstellern: Geht das Zeug nach Jahren kaputt, stehst Du da. Kompatiblen Ersatz finden? Viel Erfolg dabei 😉

      Da sehe ich die Chancen auf kompatible Hardware bei BT deutlich höher. Abgesehen davon, kann man auch sein altes Smartdevice ohne SIM dazulegen.

      @Artikel
      Es gibt schlicht bei nichts eine Garantie, dass irgendwas in vielen Jahren noch funktionieren wird bzw. man für irgendwas Ersatz findet. Das einzige, was man machen kann, ist die Chance auf Erhaltung zu erhöhen und auf verbreitete und standardisierte Technik zu setzen.
      Und ich würde fast soweit gehen und sagen, dass Lego mit PU das erste mal diesen Ansatz verfolgt. Der ganze IR Kram wurde ja fast schon mit Release durch Drittanbieter obsolet.
      Zu PU gibt es jetzt schon kompatible Software, Adapter und demnächst auch Stecker-kompatible Sbrick und Buwizz, so dass man das erste mal wirklich alles an Sbrick, Buwizz, PF und PU zusammen schmeißen und gleichzeitig benutzen kann.

      Die Optionen für Elektrifizierung und Chance auf langjährige Funktionalität standen eigentlich nie besser als jetzt.

      Das zur reinen Funktionalität. Bzgl. der Verfügbarkeit(!) spezifischer Software wie C+ mit passenden Profilen würde ich zustimmen: Äußerst unwahrscheinlich.

  2. Ich schaue mittlerweile bei Legos Konkurrenten und die haben Motoren mit dem alten stapelbaren „Stecker“, teilweise gibt es noch Batterieboxen mit den alten Anschlüssen, aber neuerer Funktechnik. Für mich besteht also kein Bedarf für Control+

    1. Genau aus diesem Grund habe ich mich auch alternativen Herstellern zugewandt. Zu 90% kaufe ich immer noch Lego. Aber motorisierte Sets oder elektrische Komponenten für MOCs nur bei Herstellern, die noch Power Functions kompatible Sachen anbieten.

      1. Ich hatte kurz vorm einstellen von PF ordentlich zugelangt bei Motoren, bei Batterie und Fernsteuerung steige ich aber bei kompatiblen alternativen Hersteller um, da es dort auch Akkus gibt, die deutlich kleiner als diese groben Batterieboxen sind.

        Es würde mich nicht wundern, wenn PF noch länger als PU existieren wird von Afols verwendet sein wird!

  3. Letztendlich muss man sich doch klar machen, dass nichts unendlich mit den neuesten Geräten nutzbar ist. Das ist ganz normal. Ich kann auch nicht das gute alte Ultima VII ohne Probleme auf einem aktuellen PC spielen. Das scheitert schon wenn ich die Diskette einlegen will 😉 Wenn man alte Technik nutzen möchte, benötigt man alte Hardware. Das wird irgendwann bei Powered Up auch so sein. Dann benötigt man halt ein altes Handy mit der entsprechenden Software.

    1. Das ist genau der Kritikpunkt. Die alte Infrarottechnik kann man nämlich sehr wohl auch nach Jahrzehnten noch nutzen, weil es ein in sich geschlossenes System ohne zusätzliche externe Hard- und Software darstellt.

      1. ist schon klar, aber man kann sich ja auch nicht jeder Form von neuer Technologie verschließen, nur weil man eine ewige zukünftige Kompatibilität garantieren soll. Wer die alten Sachen unbedingt weiter benutzen möchte, kann das ja machen, aber das auch für alle zukünftigen Produkte einzufordern ist in meinen Augen ein bisschen realitätsfern.

        1. Verschließen braucht man sich nicht, aber man könnte zusätzlich noch Alternativen anbieten. SIKU macht das ja auch und sind sehr erfolgreich damit. Zu jedem neuen Siku Control32 Traktor kann man auch noch separat die Bluetooth-Fernbedienung kaufen, die dann auch noch funktioniert, wenn die Control-APP nicht mehr unterstützt wird! … So wird ein Schuh drauß.

          Was bringt mir die neue Technologie, wenn sie in Zukunft nicht mehr verwendet werden kann?!?! Bei Spielzeug erwarte ich das. Dass man bei Unterhaltungselektronik wie BlueRay, TV und Co. nicht erwarten kann, dass das Zeug in 20 Jahren noch verwendbar ist, ist auch klar.

          Spielzeug bz.w Lego war, ist und sollte immer noch zeitlos sein und bleiben, aber das ist nur meine Meinung! 🙂

          Gut, dass ich vom Liebherr und dem anderen Power-Up/Control-Gedöhns die Finger gelassen hab‘!.

          1. In dem Moment wo du mehr oder weniger aktuelle Technik verbaust, ist es aber schon ein anderes Spielzeug als bei ein paar Holzklötzen oder einer Kugelbahn. Technik unterliegt nunmal einer gewissen Entwicklung / Fortschritt. Damit muss man leben und das muss man einplanen. Eine aktuelle digitale Modelleisenbahn ist mit einem alten Trafo auch nicht mehr benutzbar. Auch wenn in so einem Fall die Entwicklung langsamer ist, hat sich in dem Sektor z.B. auch sehr viel verändert. Will man alte Bahnen benutzen braucht man alte Trafos, will man alte Lego Technic ansprechen, dann braucht man die alte Hardware.

    2. Also ich kann eigentlich alle meine PC Spiele immer noch auf Windows 10 spielen (bspw. Lego Insel 2 oder auch Need for Speed 3: Hot Pursuit). Dafür gibt es Kompatibilitätseinstellungen und Fanpatches – es ist halt teilweise mehr Aufwand als CD rein, installieren und los. Wirklich schwierig wird das erst, falls 32 Bit Unterstützung eingestellt werden würde.

      1. Man kann mit einem DOS-Emulator auch die alten DOS-Spiele auf einem aktuellen PC spielen. Das wollte ich ja damit sagen. Irgendwie ist das alles möglich (im Fall von Lego Powered up ein veraltetes Handy mit der entsprechenden App als Ersatzfernbedienung), aber wenn man erwartet, dass veraltete Technik der Standard bleiben soll, dann ist das etwas arg rückwärts gerichtet.

  4. Das einzige Problem ist ob die App dann auch bei den neuen Smartphones läuft.
    Wobei man dann ja ein altes fürs powered up einfach behalten kann.
    Die apk ist ja bei den gängigen Seiten verfügbar.

  5. Es wird keine Zukunftssicherheit geben, seht z.B. UKW Radio , oder Handynetze der 1,2 und 3 Generation – alles wird entfernt bzw Abgeschalten.
    Was aber sicher ist – es wird immer ( hoffe ich ) alternativen geben – bei Lego eine neue Steuereinheit z.B. Aber Lego für diese Problem die Schuld zu geben ist schon recht kurzsichtig

    1. Den Vergleich finde ich schwierig denn da geht es ja um Frequenzen und Sendeeinheiten, die den Netzbetreibern gehören. Bei BLE besitzt du ja sowohl Sender, als auch Empfänger. Man könnte natürlich befürchten, dass das 2.4GHz Band, das Bluetooth nutzt, in Zukunft von anderen Sendern gestört werden könnte.

    2. Naja gerade UKW existiert bereits seit einigen Jahrzehnten, selbst der SATA-Standard zum Anschluss von Festplatten gibt es seit 20 Jahren.

      Demnach sollte es schon möglich sein, etwas zu entwickeln, was länger hält als das, was Lego aller Jubeljahre neu auf den Markt bringt und dann auch noch inkompatibel zu den Vorgängern ist.

  6. Ich gebe dem PU System auch nicht mehr als 6-7 Jahre Lebensdauer. Wäre gut wenn LEGO zumindest die APK vor dem Support-Stopp zur Verfügung stellt damit man die Apps wenigstens manuell noch auf ein älteres Handy installieren kann. Oder sie bringen doch eine Smart-Fernbedienung heraus die eine Verbindung und Steuerung „offline“ ermöglicht. Ansonsten findet sich bestimmt ein Drittanbieter der die Wünsche der AFOL’s erfüllen wird.

      1. Natürlich, aber wir reden in dem Fall doch von einem Artikel der längst vom Markt verschwunden ist. Wenn der dann nicht mehr funktioniert brauchst du spezialisierte Drittanbieter, die du natürlich bezahlen musst. Wenn du hingegen Erstbesitzer bist, behältst du einfach ein altes Handy aus der Zeit mit der entsprechenden App und es gibt kein Problem. Jedenfalls seh ich da kein größeres.

  7. Es hätte doch gereicht einen neuen Empfänger mit Bluetooth zu entwickeln, nein, LEGO bringt ein neues, inkompatibles System. Zu allem Überfluss wird der Kunde dann noch mit zig verschiedenen Namen und Apps verwirrt.

    1. Der Grund für das neue System ist, dass die angeschlossenen Geräte Feedback geben können, also der Hub kann erkennen was angeschlossen ist und Messwerte usw. zurück bekommen.

  8. Als Konsument würde ich mir folgendes Wünschen:
    Eine Universal „LEGO“ Fernsteuer-Einheit (egal ob von LEGO oder eines Drittherstellers) welche (LEGO)Infrarot genauso beherrscht wie Bluetooth. Und zwar ohne zwischen Gerät. Programmierbar direkt an dieser Fernsteuerung , damit man Betriebssystem unabgängig ist, zusätzlich als Goodie/Option über IR / BT / oder USB-(C)) auf den derzeit aktuellsten Betriebssystemen und Geräten.
    Toll wäre eine Version als „RC Pistole“ für Fahrzeuge, und eine Version für Züge ähnlich der bestehenden Designs. Und: Statt der leidigen Akku Obsoleszenz weil nie Standards eingehalten werden: Versorgung via AA Zellen, ruhig mit mehreren damit größer – siehe dazu RC-Pistolen die verwenden jede Menge davon – und da ist man auch noch nach jahrzehnten fähig solche Batterien zu verwenden….

    1. Ja denn da fängt es doch schon an: Meine Kids lassen hier Züge fahren und brauchen jetzt schon zwei Bedienungen dafür, obwohl die IR eigentlich mal für bis zu vier verschiedene Empfänger ausgelegt war. Einfaches hin und her bauen ist auch nicht mehr möglich weil alle Anschlüsse geändert wurden. Sonst hätte ich halt einfach nen IR-Empfänger eingebaut, geht ja aber nicht, weil es nicht kompatibel ist. Und ich ein paar Jahren dann wieder dasselbe.

    2. Schöne Idee. So eine Fernbedienung würde bei Lego dann 100 Euro+ kosten. Das ist eher nicht massentauglich und alles was nicht massentauglich ist, können sich die ganzen Special Interest Anbieter überlegen. Für Lego macht sowas keinen Sinn. Ich würde mal tippen, dass für mindestens 70-80% der Technic Käufer / Nutzer das aktuelle App System völlig ausreicht, weil das Modell eh die meiste Zeit im Regal steht und nicht durch die Gegend gefahren wird. Wer eher einen Faible fürs Rumfahren hat, der ist wahrscheinlich eher im RC-Bereich unterwegs als bei Lego.

  9. Mein Hauptproblem mit dem Powered Up ist aktuell, dass es für Züge unbrauchbar ist. Wenn man eine längere Zugstrecke baut und der Zug aus der Reichweite des Empfängers fährt (z.B. bei einer Strecke durch die Wohnung und eher stabilen mitteleuropäischen stabilen Wänden) dann bleibt der Zug einfach stehen.
    Ich habe dazu sogar den Lego Support kontaktiert, der aber meinte leider nur, dass das so gewollt sei damit es nicht außer Kontrolle die Stiegen runterfahre. Hier geht es aber eigentlich um Züge, auf Schienen. Wenn es wenigstens eine permanente „override“ Funktion dafür gäbe wäre schon geholfen.

    Das Problem sollte eigentlich sogar auch Kinder betreffen: Man denke nur daran dass Kinder eine Zugstrecke von einem Kinderzimmer ins Andere bauen. Das kann also nicht mal ein reines Afol Problem sein. Aber vermutlich sind Züge einfach doof.

    Bluetooth an sich find ich absolut in Ordnung, da es doch deutlich besser ist als Infrarot. Es sollte nur deutlich mehr auf die Bluetooth Fernbedienungen gesetzt werden. Die Smartphone App ist schrott.

    1. Bluetooth müsste eigentlich um die 20m Reichweite haben, hängt aber natürlich auch von der Umgebung ab. Durch eine Wand sollte es trotzdem gehen – nur dann keine 20m mehr.
      Ansonsten lassen sich dazu bestimmt Lösungen finden 😉 mit Pybricks könnte man den Motor einfach einschalten und der würde sich drehen. Falls man auch mal stoppen möchte könnte man das über Farbplatten im Gleis regeln. Gerade Kinder haben doch besonders viel Spaß dabei dem Zug hinterherzulaufen, also würde der Sender auch hinterherlaufen und die Verbindung würde nicht abbrechen. Ansonsten könnte man noch einen Waggon bauen, in dem Fernbedienung oder Handy mitfahren kann.

      1. Nach 5m Sichtkontakt in einen Raum reingehen und nach ca 2m ist’s vorbei mit dem Empfang, zumindest hier bei mir.

        Pybricks ist ein Projekt, das ich definitiv im Auge behalte und mal ausprobieren muss. Wenn sich eine Lösung mit custom firmware fände, die man nach Möglichkeit nur einmal raufspielen muss wäre das natürlich eine tolle Lösung.

        > Gerade Kinder haben doch besonders viel Spaß dabei dem Zug hinterherzulaufen[..]

        Vor vielen, vielen Jahren gab es Lego Loco. Der große Spaß dabei war, dass man den Zug in einen Tunnel am Rand des Bildschirms fahren lassen konnte mit Post/Nachrichten und entweder kam er bei einem anderen Computer (mit anderem Spieler) wieder heraus, oder er kam nach einiger Zeit auch so wieder zurück. Das war spannend und lustig. Ich denke es ist auch heute noch für Kinder faszinierend wenn der Zug raus fährt und dann auch wieder von alleine zurück kommt.

        > Ansonsten könnte man noch einen Waggon bauen, in dem Fernbedienung oder Handy mitfahren kann.

        Das ist ein Workaround, ja. Dass man das machen kann zeigt in meinen Augen aber auch einfach, dass die Begrüdnung von Lego (Zug fährt die Stiege hinunter!!!) eine schlecht überlegte Ausrede für eine künstliche Limitierung eines Systems ist, das nicht so schlecht sein müsste. Jedes Kind kommt auf die Idee dann einfach den Sender (z.B. das teure Smartphone) auf den Zug zu bauen. Anstatt, dass dann der Zug alleine die Stiegen hinunterfährt (was wohlgemerkt bei Kindern öfter absichtlich als unabsichtlich passieren wird), fährt das Smartphone gleich mit hinunter. Ich habe eine gewisse Vermutung welches der beiden Geräte das besser überstehen wird.

        Das schlimme daran ist vorallem, dass das mit der Infrarotfernbedienung kein Problem dargestellt hat – weder aus „sicherheitstechnischer“ Sicht noch aus Funktionaler. Züge die mit der Infrarotfernbedienung beschleunigt wurden sind einfach weitergefahren. Ein zweites Kind konnte mit einer zweiten Infrarotfernbedienung dann den Zug einfach stoppen sobald der im Sichtkontakt war.

        Vielleicht ist das auch einfach der Grund warum Lego nicht nur Packungen mit Geraden verkauft: Wenn man keine langen geraden Strecken bauen kann, dann kann auch der Empfang nicht abbrechen 🙂

        1. Mit Pybricks muss man die Programme nur einmal draufspielen und die bleiben dann auf dem Hub gespeichert. Übrigens soll nächstes Jahr auch etwas derartiges von Lego direkt kommen aber mal schauen.

          1. Das klingt spannend, danke für die Info! Ich hab bei der pybricks roadmap auch gelesen dass sie den Controller in Zukunft unterstützen wollen.

  10. Ich kaufe nix bei Lego bei dem ich auf eine App brauche, dazu sind sie einfach nicht langlebig genug!
    Bei den Preisen so schlechten Support zu bieten ist schon unglaublich!

  11. Ich sah ähnliche Probleme bereits von Anfang an bei den Mario-Sets. Ich nehme an, dass neu erscheinende Sets über Software-Updates nachgepatcht werden.
    Wenn man sich aber in ein paar Jahren eine Sammlung zusammensuchen möchte, oder Sammler ihre originalverpackten Sets veräußern wollen, wird es die Apps wohl nicht mehr geben…

  12. Hat damit am Rande zu tun: Die Movie-Maker-App, die zu dem Set 70820 (Lego Movie 2) gehört, wird im März 2021 eingestellt. Um sich das auf der Zunge zergehen zu lassen: Das Set ist von 2019 und total darauf ausgerichtet, mit der App benutzt zu werden.

  13. Also ich würde mir einen Adapterstecker für die neuen Motoren von Power Up wünschen. Ich habe daheim die Batterieboxen von Lego, einen sBrick und die CADA Function Pro Serie. So könnte ich auch die neuen Lego Motoren nutzen wenn ich mal welche benötige.

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