Das letzte LEGO Model Team Set, welches ich euch aus dem Jahre 1986 zeigen möchte, ist der Highway Rig (5580). Das Hauptmodell habe ich in einem früheren Classic-Review schon einmal vorgestellt. Aus diesem Grund werde ich auf die Set-Verpackung und die Bauanleitung nicht mehr groß eingehen. Zum Set allgemein noch ein paar Worte: 667 Teile und erstmals 1986 erschienen. Die Set-Verpackung gab es 1990 im neuen Design, zusammen mit dem neuen LEGO Model Team Logo.

Bei diesem Classic-Review habe ich das Augenmerk auf die weiteren Varianten gelegt. Wie bei allen Bausätzen der Model Team Reihe (mit einer Ausnahme) können auch hier weitere Fahrzeuge mit den Teilen gebaut werden. Für ein B-Modell ist die Anleitung hier auch dabei.

Der Zusammenbau des Jeep mit Anhänger wird in nur 15 Schritten erklärt. In heutiger Zeit ist eine solche grobe Anleitung undenkbar. Begonnen wird mit dem Fahrgestell, welches aus einigen Technic Teilen besteht.

Wie ihr sehen könnt, ist der Wagen mit einer Lenkung ausgestattet.

Hier könnt ihr den Haken für den Anhänger gut erkennen. Was die zwei runden „Fässer“ im Kofferraum darstellen sollen, ist mir nicht so ganz klar. Überhaupt ist das Gespann schwer zu beschreiben. Ich denke aber, es ist ein Jeep mit Aggregat-Anhänger.

Der Jeep ist übrigens genau so lang wie der gelbe Jeep aus meinem ersten Model Team Classic-Review. Weiter geht es mit dem Anhänger.

Der ist relativ einfach gebaut. Auf dem Bild oben seht ihr den grauen 1x8er Brick mit dem aufgeklebten Nummernschild vom A-Modell.

Am Anhänger ist ein Motor angebaut und eine Art Fass. Witzig finde ich die Zwillingsreifen, da kommt das Gerät schön bullig daher.

Das fertige Gespann ist fast 34 cm lang, was ordentlich Eindruck macht.

Die Heckklappe kann geöffnet werden, wobei sich mir der Sinn darin nicht erschließt. Schließlich ist es ein offener Jeep.

Nach dem Bau dieser Variante bleiben jede Menge Teile übrig. Wie ihr vielleicht bemerkt habt, gefällt mir dieses B-Modell nicht besonders. Für den Jeep mit Anhänger würde ich das A-Modell nicht auseinander nehmen.

Auf der Rückseite des Kartons ist noch ein US-Truck abgebildet.

Dafür ist allerdings von LEGO offiziell keine Bauanleitung erschienen. Leider! Damals dachten die Verantwortlichen in Dänemark wohl, dass das Modell nach diesem Bild nachgebaut werden kann. Bei Bricklink kann aber für 7,50 Euro eine digitale Bauanleitung erworben werden. Und auch hier wird mit dem Fahrgestell begonnen.

Der Aufbau ist dem Hauber LKW sehr ähnlich. Allerdings wird die Lenkstange andersherum eingebaut, es ist ja schließlich ein sogenannter Frontlenker. Auch der Radstand ist viel kürzer als beim Highway Rig.

Der Motor ist nicht so detailgetreu wie der vom A-Modell. Das ist aber schon das Einzige, was ich an dieser Zugmaschine bemängeln möchte. Das Fahrerhaus ist hingegen sehr detailgetreu gebaut.

An der Rückwand könnt ihr sehr schön einen Teil des Mechanismus zur Betätigung der Lenkung sehen.

Die Kabine ist komplett fertig gebaut, bevor sie am Fahrgestell befestigt wird. Mir gefällt auch hier die Farbgebung sehr. Der fertige Truck ist für mich als Retro-Fan eine Augenweide.

Hier im direkten Vergleich zum A-Modell.

Welcher Truck gefällt euch besser? Ich kann mich nicht entscheiden.

Das Fahrerhaus kann natürlich umgeklappt werden. Dann ist die Sicht frei zum Motor und der Vorderachse. Mit umgeklapptem Fahrerhaus ist allerdings fast ein Übergewicht nach vorne vorhanden.

Gelenkt wird wieder mit dem Ersatzrad.

Natürlich ist der LKW nicht im Minifiguren-Maßstab, ich habe mich nur einmal zum Größenvergleich dazu gestellt.

Hier bleiben auch nicht so viele Teile übrig wie beim Jeep.

Wenn ihr ein B-Modell bauen möchtet, solltet ihr darauf achten, dass nicht nur die Teile vorhanden sind, die zum Bau des Hauptmodells benötigt werden. Ich habe alle Teile nach Liste auf Bricklink herausgesucht und dann aber festgestellt, dass zum Bau des Jeeps zum Beispiel eine graue 2x6er Platte gefehlt hat. Leider hatten die Bauanleitungen damals noch keine Inventar-Liste am Ende, um die Vollständigkeit besser kontrollieren zu können. Es fehlen aber nur sehr wenige Teile, die im gut sortierten LEGO Haushalt sicher vorhanden sind.

Das nächste LEGO Classic-Review wird übrigens Hubschrauber-Transporter aus dem Jahr 1990.

3 KOMMENTARE

  1. Haha, Zwillingsreifen! Wieso konnte man das damals und heute nicht mehr? ( Arocs mal außen vor ) Aber die Modelle waren sehr schön, ich hatte den schwarzen Truck mit Auflieger und Helikopter. Damals hat man das auch noch mit Steinen gelöst, heute sind es fast nur noch Paneele. Beides hat seine Vor- und Nachteile, aber mit Steinen hatte es mehr den spielerischen, kreativen Charakter. Dafür macht die Optik heute noch mehr her, speziell im Technic Bereich. Aber es lässt einen schon manchmal vergessen, dass es sich eigentlich um Spielzeug handelt/handeln sollte.

  2. ich finde die Model Team-Fahrzeuge absolut Klasse. habe den schwarzen Heli-Transport gleich Zweimal gekauft, um noch ein B-Modell bauen zu können.

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