LEGO Harry Potter 75978 Winkelgasse im Review

Hier ist unser ausführliches Review zum neuen Mega-Set aus der LEGO Harry Potter Reihe.

LEGO Harry Potter 75978 Winkelgasse im  Review (Daniel Haedicke) - 1

„Drei nach oben … zwei zur Seite … „, murmelte er.
„Gut, einen Schritt zurück, Harry. Mit der Spitze des Schirms klopfte er dreimal gegen die Mauer. Der Stein, auf den er geklopft hatte, erzitterte, wackelte und in der Mitte erschien ein kleiner Spalt. – Der wurde immer breiter und eine Sekunde später standen sie vor einem Torbogen, der selbst für Hagrid groß genug war. Er führte hinaus auf eine gepflasterte Gasse, die sich in einer engen Biegung verlor.

„Willkommen in der Winkelgasse“, sagte Hagrid.

(Zitat: Harry Potter und der Stein der Weisen, Joanne K. Rowling)

Die Winkelgasse (im Original: Diagon Alley) ist die zentrale Einkaufsstraße für Hexen und Zauberer. Sie liegt mitten in London und man erreicht sie durch den Hinterhof des Pubs „Zum Tropfenden Kessel“, durch Apparieren, oder mit Hilfe von Flohpulver.

Zu welchen Geschäften und Details sich der dänische Spielwarenhersteller bei seinem über 5.500 Teile starkem LEGO Harry Potter Set hat inspirieren lassen, das möchte ich euch in diesem ausführlichen Review etwas genauer zeigen. Bevor es mit den ersten Bildern zum Set losgeht, noch einmal die Daten im Detail.

Für alle Fans von Harry Potter ist das Set seit 01.09.2020 in allen LEGO Brand Stores, oder im LEGO Online-Shop zu einem Preis von aktuell 389,91 Euro (bis 31.12.2020) erhältlich.

Die Fakten zu LEGO Harry Potter 75978 Set

  • Set-Nummer: 75978
  • Thema: Harry Potter
  • Bezeichnung: Diagon Alley (Winkelgasse)
  • Anzahl der Teile: 5.544
  • Anzahl der Minifiguren: 14
  • Anzahl der Sticker: 109
  • Erhältlich seit: 01.09.2020
  • Empfohlenes Alter: 16+
  • UVP: 399,99 Euro
  • Preis pro Teil: 7,2 Cent

Die Verpackung

Die Box ist groß – genauer gesagt 57,5 x 48 x 16,5 cm. Damit hat sie die gleiche Größe wie die vom LEGO Harry Potter Hogwarts Castle (71043). Das Gesamtgewicht beträgt stolze 6,7 kg. Das Front- und Rückseitendesign lässt dabei keine Fragen offen. Es ist im klassischen Harry Potter Stil, wie wir es in den letzten Jahren gewohnt waren, gehalten. Natürlich wird schon mit der enormen Breite von über einem Meter geworben – logisch, bei vier Grundplatten nebeneinander. Die Rückseite offenbart die einzelnen Gebäude und deren Bezeichnungen.

Seitlich gibt es noch einmal das Bild der Vorderansicht, sowie die Bezeichnung der Winkelgasse in den verschiedenen Sprachen. Auch die enthaltenen Minifiguren werden noch einmal gesondert aufgelistet. Zwei spezielle und exklusive Torsos sind dort allerdings nicht abgebildet – dazu später mehr.

Der Inhalt und die Bauanleitung

Geöffnet wird über drei Klebestreifen, die den Karton auf jeder Seite zusammenhalten. Wie bei den Großkartons üblich, bildet eine zweite, weiße Box einen Schutz vor dem Aufblähen der großen Kiste durch die zahlreichen Tüten. Schade, dass die weiße Box bei diesem Set nicht auch ein extra Design erhalten hat, wie es bereits in einigen preisintensiveren Sets der Fall war. Dafür überrascht eine andere Kleinigkeit – eine mysteriöse Box mit der 21 und dem Zauberspruch „Silencio!“ – Was es mit dieser Box auf sich hat, erfahrt ihr am Ende vom Review.

Neben den 20 nummerierten Baugruppentüten (insgesamt sind 41 bedruckte Tüten enthalten) gibt es auch vier separate Anleitungen – und passenderweise auch vier Stickerbögen. Zu jedem Geschäft ein passender Bogen – am Ende darf der motivierte LEGO Bauer insgesamt 109 Sticker anbringen. Das ist schon eine Hausnummer.

Die Minifiguren

Für das Auspacken habe ich mir eine passende Außen-Location gesucht, die ich am Ende des Reviews noch einmal für das fertige Set aufgesucht habe. Für den Aufbau bin ich aber doch wieder in das heimische, kleine Studio gegangen.

Wie bereits angesprochen, sind dem Set 14 Minifiguren beigelegt. Darunter zahlreiche neue Elemente und bisher exklusive Figuren, damit die Winkelgasse am Ende auch ordentlich belebt werden kann. Man sollte allerdings wissen, dass dieses Set ein Mix aus verschiedenen Teilen aus der Harry Potter Reihe ist.

So starten wir mit den drei Protagonisten: Harry Potter, Ron Weasley und Hermine Granger. Die Figuren sind an den 2. Teil (… und die Kammer des Schreckens) angelehnt. Das rußige Gesicht mit dem kaputten Brillenglas entstand bei Harry, als er im Haus der Weasleys mit Flohpulver durch den Kamin zur Winkelgasse kommen sollte, durch seine undeutliche Aussprache aber in der Nokturn-Gasse (im Englischen: Knockturn Alley) landete. Die neuen Torsos sind bei allen Figuren identisch, die kurzen Kinderbeine leider nicht bedruckt.

Weiter geht es mit den Weasley Zwillingen George (grüne Weste) und Fred (orange Weste). Diese Figuren stammen aus dem 6. Teil (… und der Halbblutprinz), in dem sie ihren Zauberladen eröffnen. Besonders gefällt mir hierbei das lachende Wendegesicht von George. Auch hier sind die Beine leider nicht weiter bedruckt.

Wir bleiben in der Weasley-Familie: Ginny und Molly sind ebenfalls enthalten. Auch diese Figuren erhielten neue Torsos, die schön bedruckt sind. Das Beinkleid bleibt leider auch hier blanko. Ebenfalls leer kommt das Buch und sein Inhalt daher, wenn man nicht den Sticker auf das Cover kleben würde.

Was wäre Harry Potter ohne einen Malfoy – und hier gibt es Vater Lucius und Sohn Draco gleich im Doppelpack. Die Prints der Torsos sind auch hier sehr gut gelungen und Lucius erhält als einziger in diesem Set sogar bedruckte Beine. Als Accessoire bekommt er seinen Gehstock, welcher früher noch als Zauberstab in der LEGO Harry Potter Welt genutzt wurde.

Alle, die damals das GWP (Gift With Purchase) der kleinen Winkelgasse (40289) verpasst haben, wird es freuen, dass nun ein Ollivander mit im Set ist. Für den Sammler sei aber gesagt, diese Figur wirkt auf den ersten Blick vielleicht identisch mit der exklusiven Figur aus dem GWP, aber das Oberteil ist braun, anstatt wie in diesem Set rot und auch der Gesichtsausdruck ist etwas anders. Dafür bekommt der neue Ollivander ein brandneues LEGO Element in die Hand gedrückt – einen kleinen Kasten für die Zauberstäbe. Diese sind im gesamten Set mehrmals enthalten. Außerdem enthalten ist der Fotograf vom Tagespropheten (im Original: The Daily Prophet). Er erscheint nur kurz im zweiten Teil zur Buchpräsentation von Gilderoy Lockhart. Die Kamera als Zubehör ist ein sehr gelungenes Detail.

Ebenfalls einen eher kurzen Auftritt (in den Filmen) hat Florean Fortescue, der Eisverkäufer. Mehr Bedeutung hat er allerdings in den Büchern, als Harry zum Beispiel bei ihm Hausaufgaben machen darf und alle halbe Stunde einen neuen Eisbecher spendiert bekommt. Apropos neuer Eisbecher – dieses Element ist auch brandneu in der LEGO Welt und wird sicherlich bei vielen Sets in Zukunft eine Anwendung finden. Der Schönling Gilderoy Lockhart, der bisher viele tolle Bestseller verkauft hat, in denen er von all seinen Heldentaten berichtet, bekommt sogar extra einen zweifarbigen Umhang spendiert. Ein Buch zum Signieren rundet seine Figur ab. Zwar sind auch seine Beine unbedruckt, das Interessante ist aber eher, dass es diese Farbe für Beine so noch nicht gab. Die Monochrom-Minifiguren Sammler werden sich freuen.

Den Abschluss der Figuren bilden Harry Potter und Rubeus Hagrid. Nochmal ein Harry? Richtig. Diese beiden Figuren sind in der geheimnisvollen Box „Silencio!“ 21 enthalten. Hagrid tanzt hierbei aus der Reihe, denn sein Outfit gab es schon öfters. Das Oberteil von Harry dagegen ist wieder exklusiv und zeigt sein Aussehen beim ersten Teil (… und der Stein der Weisen), wie die beiden in die Winkelgasse gelangen. Seltsam ist dagegen, das erneute verrußte Gesicht von Harry – was so gar nicht zu dem Outfit passt. Da hat es sich LEGO doch einfach gemacht, und den Kopf zweimal in die Verpackung gelegt.

Bitte nicht wundern, der Erbauer des Sets ist Lockhart’s Vergessenszauber zum Opfer gefallen und hat beim Zusammenstecken die Beine von Harry und Hagrid vertauscht.

Der Aufbau

Jedes der vier Gebäude wird auf einer dunkelgrauen 16×32 Platte errichtet. Es werden also vier halbe Modular-Häuser errichtet – oder zwei komplette, wie auch immer man es bezeichnen mag. Ich habe mich in diesem Review dazu entschiedenen, jedes Gebäude komplett einzeln mit jeweiliger Bauanleitung, Stickerbogen und Aufbau zu beleuchten. Aufgrund der vier einzelnen Anleitungen, kann der Aufbau wunderbar aufgeteilt werden, wenn man die 5.544 Steine nicht allein zusammenstecken möchte. Eine sehr schöne Variante, wie ich finde. Natürlich können die Anleitungen auch hier als digitale Version heruntergeladen werden.

1. Ollivanders Zauberstabladen + Scribbulus Schreibwaren

Ich werde euch die einzelnen Gebäude natürlich in der ordnungsgemäßen von LEGO vorgesehenen Reihenfolge vorstellen. Die Anleitung zu Ollivanders und Scribbulus umfasst 152 Seiten und insgesamt 261 Bauabschnitte. Auf den ersten Seiten wird kurz etwas zu den Geschäften geschrieben. Danach geht der Aufbau auch schon los.

Der passende Stickerbogen ist mit dem Buchstaben A gekennzeichnet.

Jeder, der schon einmal ein LEGO Modular-Gebäude gebaut hat, wird den Aufbau kennen. Zuerst werden die Gehwege gepflastert, und anschließend die Gebäudewände nach und nach hochgezogen. Dieses Prinzip wird sich durch alle vier Gebäude ziehen. Jedes der Gebäude ist aber natürlich anders aufgebaut, sodass nie Langeweile aufkommt.

Die ersten Details im Scribbulus-Schreibwaren-Geschäft entstehen. Kleine Tintenfässchen und Schreibfedern werden in das Regal gehängt. Jeder klassische LEGO Ritter-Fan wird hier feuchte Augen bekommen. Für den Zauberstabladen von Ollivander wird ein Regal für viele Kästen von Zauberstäben gebaut. In einem extra frei gehaltenen Loch wird später einer der neuen Zauberstabkästen hineingelegt, sodass dieser beim Spielen auch aus dem Regal gezogen werden kann.

Da das Gebäude nicht nur ein Erdgeschoss hat, sondern es auch im Stock darüber jede Menge Zauberstäbe unterzubringen gilt, wird eine kleine, schwenkbare Treppe gebaut. In der Kammer unter der Treppe haust aber nicht etwa Harry, sondern dort sind weitere Kästen untergebracht. Auch der Tresen mit einer Kasse ist bereits gebaut …

… hier bekommt Harry seinen ersten Zauberstab ausgehändigt – auch wenn es einige Versuche von Ollivander gebraucht hat, den passenden Stab zu finden – denn der Zauberstab sucht sich seinen Zauberer aus, nicht umgekehrt!

Die Treppe kann später eingeklappt werden, das spart Platz beim Verstauen.

Für den Aufbau von Rundungen bei Fensterfronten hatte der dänische Spielwarenhersteller schon so manche Idee. Diese hier ist eigentlich mithilfe von Jumper-Plates recht simpel gelöst. Eher nicht so simpel ist die Sache mit den Stickern hier gelöst. Grundsätzlich gilt, es sollte immer auch auf das Bild in der Anleitung, oder seiner eigenen Logik, geachtet werden. Wer sich nur auf die nackte Bezeichnung verlässt, kann sich hier schnell ärgern. Bezeichnung von Buch und Stickerbogen sind in diesem Fall nämlich nicht ganz konform. Des Weiteren besteht nun die Schwierigkeit darin, eigentlich ein Wort, über zwei Steine zu kleben – ohne dass die Lücke dazwischen zu groß, oder beide Sticker in verschiedenen Höhen angebracht werden. Diese Problematik wird später bei Weasleys Zauberladen noch extremer.

Ist diese Hürde aber bei Ollivanders und Scribbulus geschafft, kann der Innenausbau weitergehen. Dazu wird noch ein kleiner extra Raum mit einer abgerockten Couch und einem coolen weißen Schädel-Kopf gebaut.

An der angedeuteten gemauerten Fassade kommen noch diverse Schilder dazu, damit der kaufwillige Zauberer auch genau weiß, was es dort zu erstehen gibt. Im Inneren dagegen ist auch schon die zweite Etage von Ollivanders fertiggestellt. Ein weiteres Regal mit bunten Kisten voller Zauberstäbe und der passenden Leiter.

Als letztes werden noch die Schornsteine drapiert und drei verschiedene Eulen auf das Gebäude gesetzt bzw. fliegt eine der Drei. Dies werden auch die einzigen Eulen in dem gesamten Set bleiben.

Im Vergleich muss man schon sagen, dass die Gebäude mit den Filmkulissen mithalten können, auch wenn die Backsteine bei Ollivander eher dunkelgrau anstatt dark-tan sind. Aber durch die gelben Scheibenelemente wurde auch die Stimmung aus dem Laden gut umgesetzt.

Das Gebäude noch einmal im kurzen Überblick. In der Seitenansicht wird auch schon erkennbar, wie schmal die Gebäude schlussendlich doch werden, dennoch schafften es die Designer, viele Details unterzubringen.

2. Qualität für Quidditch

Nachdem man also seinen ersten Zauberstab und etwas zum Schreiben organisiert hat, wäre ein Besen zum Reiten durch die Lüfte nicht schlecht. Dafür gibt es den Laden „Qualität für Quidditch“. Die passende Bauanleitung hat 144 Seiten und 203 Bauschritte.

Kurios ist, dass die zweite Bauanleitung am Ende bereits die Auflistung der Einzelteile hat – welche übrigens allein neun Seiten einnimmt!

Passend zum zweiten Heft der Stickerbogen mit dem Buchstaben B. Natürlich erkennt man auch anhand der Aufdrucke, um welches Gebäude es sich handelt, aber sicher ist sicher.

Auch hier wird mit zahlreichen Fliesen und dem gepflasterten Weg begonnen, bevor die Grundmauern des Geschäfts in die Höhe schießen. Aber bevor ich es vergesse, ein kleiner Seiteneingang bleibt dem Daily Prophet (zu Deutsch: Tagesprophet) vorbehalten – der größten und bedeutendsten Tageszeitung in Großbritannien. Ich vermisse hierbei aber immer noch Rita Kimmkorn, die nervige Journalistin, die es noch nicht als passende Minifigur gab.

Was wäre ein Quidditch-Laden ohne Besen?! Und deshalb steht auch im Schaufenster das Top-Modell, der Nimbus 2000, mit dem Harry später das ein oder andere Quidditch-Spiel gewinnen wird, bis er leider irgendwann bei einem Dementoren-Angriff bzw. durch die peitschende Weide zerstört wird. Aber nicht nur Besen werden in dem Geschäft verkauft, sondern auch Schläger und die passenden Outfits. Hierbei kommen weitere exklusive Torsos zum Einsatz – in diesem Fall aus dem Hause Hufflepuff.

Für die Fassade des Ladens wird eine komplette Einheit gebaut, denn es soll schlussendlich eine leichte Schräge erreicht werden. Eine weitere Besonderheit sind die bedruckten (!) Fensterelemente, von denen hier sechs Stück verbaut sind. Der fertige Bau mutet am Ende doch etwas nach Ninjago an.

Befestigt wird das gesamte Element schlussendlich an zwei 1×1 Technic-Bricks.

Gut erkennbar ist am Ende die entstandene leichte Schräge.

Im Vergleich dazu ein Vorbild einer Filmkulisse bzw. eines Fan-Shops.

Auch wenn der Quidditch-Laden sehr dominant ist, fällt der kleine Nebeneingang zum Tagespropheten auf. Die Tür ist sehr gut nachgestellt, auch wenn im Original wohl die Öffnung zur anderen Seite erfolgt.

Rechts, oder Links? Aber es ist zumindest eine perfekte optische Ähnlichkeit nicht abzustreiten.

Doch genug von der Klatschpresse, im ersten Stock geht es weiter mit noch mehr Besen, noch mehr Schlägern und noch mehr Kleidung. So findet sich auch hier ein exklusives neues Torso-Element wieder – aus dem Hause Ravenclaw.

Das Gebäude ist nun fast fertig. Eine letzte kleine Dachetage fehlt noch.

Eine kleine Abstellkammer mit zugeklebten Fensterscheiben (Drucke!) und ein Schornstein bilden den finalen Abschluss des zweiten Gebäudes.

Große Banner dürfen natürlich auch hier nicht fehlen.

In der kleinen Abstellkammer ist noch eine Ratte (Wurmschwanz?) und Kisten untergebracht. Auch wenn in dem Set viele Kleinteile verwendet werden, werden für das Hochziehen der seitlichen Mauern oft große Wandpaneele benutzt, wie man in den Seitenansichten gut erkennen kann.

Jetzt, wo die Hälfte geschafft ist, kann mit den zwei vorhandenen Gebäuden der Winkelgasse schon ein wenig gespielt werden. Ich finde die Option klasse, die Häuser nicht nur nebeneinander aufstellen zu können, sondern sie auch gegenüber stehenzulassen. Die Wege sind dafür perfekt angepasst und so entsteht viel mehr der Look der engen Winkelgasse. Ganz zum Schluss habe ich das natürlich noch mit allen Gebäuden gemacht.

3. Florean Fortescues Eissalon + Flourish & Blotts

Das Kaufen von Zauberstäben und Testen von Besen macht doch schon etwas hungrig – da wäre doch eine Belohnung nicht schlecht. Wie gut, dass es den passenden Eisladen von Florean Fortescues gibt. Natürlich kann sich auch mit dem Lesen eines Buches in Flourish & Blotts entspannt werden, aber ob es da so ruhig bleibt!? Zuerst brauchen wir die Anleitung, diese umfasst für diesen Abschnitt 172 Seiten und 337 Bauschritte.

Diesen klebrigen Freund kennen wir bereits – und wie sollte es anders sein, trägt er den Buchstaben C für das 3. Haus.

Der Freund der Fliesen hat auch hier wieder seinen Spaß, bevor es zu einem weiteren interessanten Element kommt – noch ein bedrucktes Fenster. Diesmal aber in Grün und auf einem 5x6x1 Element. Ein erstes Buch von Lockhart (Die Autobiografie „Magical Me“) liegt auch schon im Schaufenster.

Bevor es zum Füllen der Bücherregale kommt, wird noch ein kleines Regal mit Eisbechern gebaut. Hierbei kommt noch einmal das neue Element zum Einsatz. Es gibt den Becher leider nur zwei Mal in diesem Set. Dafür sind zahlreiche Bücher enthalten und jeder, der noch Inspirationen für die Erweiterung seines LEGO Modular Buildings Buchladen (10270) braucht, wird hier sicherlich fündig werden.

Nicht nur die Regale machen optisch einen tollen Eindruck, auch der Buchstapel davor ist ein Hingucker. Das oberste Buch scheint sogar zu schweben – dank eines kleinen Elements, was mit der LEGO DC Super Heroes Sammelserie (71026) eingeführt wurde.

Die Eisdiele wird übrigens der einzige Laden in diesem Set sein, der auch einen gefliesten Boden im Inneren bekommt. Auch hier können sich selbstverständlich wieder die Puristen daran ergötzen, warum es nicht überall gemacht wurde. Ich persönlich habe es bisher nirgends vermisst.

Eine interessante und recht kleinteilige Bautechnik ist das Anbringen der Leistungen des Buchladens (Book Seller, Book Binders, Reading Room) – natürlich keine bedruckten 2×2 Fliesen, sondern auch hier ist das gekonnte Schwingen der Pinzette erforderlich. Vor dem Laden sind ebenfalls noch zwei Bücherregale angebracht.

Am Eisladen geht es weiter mit der Markise. Dieses recht markante Merkmal ist nur kurz in einer Szene des ersten Harry Potter Teils zu sehen (… und der Stein der Weisen). Die Stützen für die Markise sind schwarze Lippenstifte. Dort liegt die Konstruktion aus 1×3 Platten einfach nur auf.

Auch im Obergeschoss von Flourish & Blotts finden sich ein weiteres Bücherregal und diverse Bücher. Die Fassade wird noch ein wenig mit angedeuteten Drachen verschönert, und auch das große Ladenschild wird angebracht.

In den Filmen erkennt man gut, wie der Laden mit allerhand Büchern voll gestellt ist. Hier hat LEGO den kleinen Raum doch ganz gut ausgenutzt, auch wenn mehr natürlich immer geht. In der ersten Filmszene mit Lockhart, wird auch das schmutzige Gesicht von Harry deutlich.

Die Dachkonstruktionen sind dagegen recht einfach gehalten und nur mit normalen Dachsteinen gebaut – diese erinnern mich irgendwie immer an meine Kindheit. Heute werden ja gerade bei den asiatischen Gebäuden in der LEGO-Welt die wildesten Dachtechniken angewandt. Über dem Eisladen ist noch ein kleiner Raum zum Entspannen. Mein Highlight hier: das schwarze Würstchen in der Lampenkonstruktion.

Zwar fehlt dem Eisladen die markante große Eistüte, dafür wurden auf dem Dach noch die zwei Stühle und der kleine Tisch montiert.

Kleine Details sind auch die Stühle vor dem Eissalon und der einzelne Tisch, an dem Lockhart seine Bücher für die Fans signieren möchte.

Das fertige Gebäude noch einmal in der Übersicht von hinten und den Seiten.

Ähnlich wie bei Ollivanders, hat auch der Buchladen eine Treppe zum Obergeschoss erhalten, allerdings kann diese etwas anders eingeklappt werden.

4. Weasleys Zauberhafte Zauberscherze

Last, but not least, der eigene Zauberladen der Weasley Zwillinge George und Fred mit angeschlossenem Zugang zur Nokturngasse. Die dazugehörige Anleitung ist auch die dickste von allen mit 228 Seiten. Insgesamt werden 397 Bauschritte benötigt. In dieser Anleitung ist am Ende auch der Bauabschnitt für die mysteriöse Box 21 enthalten.

Außerdem stellen sich auch die Designer vor und ein paar Lifestyle-Bilder schmücken die Seiten. Mein persönliches Schmunzel-Highlight ist hier ganz klar, wie der Designer Djordje Djordjevic voller Freude am Ende den fetten Sticker per Hand ganz gekonnt anbringt – wer von uns macht das nicht auch so – so viel Spaß hätten wir mit Prints nicht! Ach ja, ein bisschen Werbung für die aktuellen LEGO Harry Potter Sets der 2020er-Welle darf auch nicht fehlen.

Die dickste Anleitung erhält auch den größten Stickerbogen. Ich nehme es vorne weg, hier hat meine Freude am Kleben wirklich aufgehört.

Während das anfängliche Fliesen noch Spaß macht, dürfen dann die ersten zwei größeren Paneele von jeweils allen vier Seiten beklebt werden – die späteren Beine der großen Figur. Nebenan entsteht auch der Zugang zur Nokturngasse.

Die Regale voller Zauber- und Scherzmaterial sind dagegen wieder ein toller Bauspaß. Hier wird wohl für jeden Zauberspaß was zu finden sein.

Insgesamt muss man sagen, dass viele Details in dem Laden umgesetzt wurden, so auch die Treppenstufen – richtig, alles Aufkleber. Man sollte hierbei darauf achten, dass man den Sticker höchstmöglich an den jeweiligen 1×4 Stein anbringt, da er sonst später verdeckt werden könnte, durch die 1×4 Plate, die noch davor gesetzt wird.

Das Erdgeschoss ist quasi fertig, es fehlen noch die Fensterfronten. Hierbei werden viele – sehr viele – orange Fenstereinheiten verbaut.

Ich habe mich gewagt, die großen seitlichen Sticker schon während des Bauens anzubringen – nicht bis zum Schluss zu warten. So schön dann auch das Detail mit dem Windspiel ist, so unschön wird es dann wieder mit der Beschriftung über mehrere Steine. Und diesmal sogar über vier Steine! Ich wusste am Ende nicht wirklich, welche Lösung dabei die Optimale ist, aber wirklich zufrieden bin ich am Ende nicht.

Weiter geht die Orgie bei der großen Weasley-Zauberfigur – alles wird mit schönen dünnen Stickern beklebt – wie gesagt, der Spaß war da schon so langsam am Ende, aber ich habe mein Bestes gegeben, dass alles schön gleichmäßig aussieht.

Der Körper verschwindet schlussendlich, wie die Beine auch, hinter einer Glasfront – so ist es im Original-Vorbild auch. Die zweite Etage ist mittlerweile bereit zum Einrichten.

Prall gefüllt mit weiteren Zauberscherzen wird anschließend die Treppe mit ihrem bunten, markanten Geländer eingebaut.

Damit sich später der Hut auf und ab bewegen soll und kann, wurde noch ein kleiner einfacher Mechanismus eingebaut, der durch leichtes Drücken den Hut in Wallung bringt.

Die simple Dachkonstruktion (große Platte, ein paar Fliesen darauf, fertig) bildet den Abschluss von Weasleys Zauberhafte Zauberscherze. Aber ein ganz kleines, aber feines Detail wird am Ende doch noch zusammengesteckt – die Liebestränke. Mit diesem Zauber kann ein starkes Verlangen nach einer bestimmten Person hervorgerufen werden. Nicht ungefährlich!

Der Vergleich zeigt noch einmal das fertige LEGO Modell mit der Kulisse aus den Filmstudios.

Auch die Symbole und Schriften auf den Stickern finden ihre Bedeutung wieder im Original.

5. Silencio – die geheimnisvolle Box 21

Als Abschluss kommen wir nun zur ominösen Box mit der Nummer 21 und dem Spruch „Silencio!“. Die 21 symbolisiert natürlich nur den 21. Bauabschnitt. Die Anleitung dafür findet sich im 4. Heft auf den letzten Seiten.

Zwei kleine Tüten sind in der Box enthalten.

Der fertige Präsentationsständer mit seiner bedruckten (!) 6×6 Fliese.

Die Symbolik dahinter ist klar – und hiermit schließt sich mein Kreis von dem Zitat aus dem Buch „Harry Potter und der Stein der Weisen“ vom Beginn meines Reviews. Eine tolle, kleine Überraschung am Ende.

Der letzte Rest

Was bleibt übrig? Sehr, sehr viele Kleinteile ..

Das fertige Set

Wie angekündigt, bin ich mit dem fertigen Modell noch einmal zu meinem persönlichen Ausgangspunkt dieses Reviews zurückgegangen und habe ein paar abschließende Eindrücke von dem Set festgehalten. Hierbei sieht man auch die verschiedenen Arten, wie die Gebäude angeordnet werden könnten. Das kann am Ende aber jeder für sich entscheiden.

Die Gesamtbreite des Sets beläuft sich auf 102 cm, die maximale Höhe auf 29 cm und die Tiefe auf 13 cm (bei eingeklappten Treppen). Hier nun noch die weiteren Detailbilder mit den Minifiguren.

Es wird eng in der Winkelgasse, wenn die Gebäude gegenüber gestellt werden. Aber erst so entsteht der richtige Charme dieser Gasse.

Im Vergleich noch die bereits angesprochene kleine Winkelgasse aus dem Set 40289. Die Ähnlichkeiten sind verblüffend – doch was fehlt, wird hier besonders deutlich …

Mein Fazit

Ich denke, dieses 400 Euro Set wird erst der Anfang sein. Gerade das Fehlen der Gringotts Bank lässt den ein oder anderen (auch mich) sauer aufstoßen. Doch warum sollte LEGO diese absichtlich weglassen? Aufgrund der modularen Bauweise und des Umstandes, dass überall über Pins weitere Gebäude befestigt werden könnten, kann ich mir durchaus vorstellen, dass weitere Geschäfte aus der Winkelgasse folgen werden – so auch die Bank. Warum alles auf einmal auf den Markt werfen, wenn man die Fan-Gemeinde nach und nach mit kleinen (teuren) Häppchen versorgen kann?!

Aber zu dem jetzigen Set kann ich nur sagen, dass ich begeistert bin – und das bezieht sich auf die vielen tollen Details, die größtenteils wirklich gut gelungen sind, auf die vielen neuen Minifiguren-Teile, auf den Bauspaß, der nie langweilig wurde – aber eher nicht auf die Flut von Stickern. Ich finde, hier wurde etwas übertrieben, was die Masse der Klebebildchen betrifft. Gerade das Anbringen von Schriftzügen über mehrere Steine ist dabei eine Qual und sieht am Ende einfach nicht wirklich zufriedenstellend aus.

Ob dem LEGO oder Harry Potter Fan am Ende das Set wirklich 400 Euro wert ist, muss jeder für sich selbst entscheiden – man erhält quasi zwei vollwertige Modular-Häuser, die allerdings umgerechnet 200 Euro kosten würden. Dazu viele tolle Figuren und eine Menge Stunden zu Bauen. Ich bereue den Kauf auf jeden Fall nicht und hoffe nun auf Erweiterungen – Stichwort: Eine riesige Gringotts Bank mit Verliesen und dem weißen Drachen!

Dieses Set wurde uns freundlicherweise zur Verfügung gestellt von brickmerge.de, der Preisvergleichsseite für LEGO® Sets. Den aktuellen brickmerge Bestpreis für dieses Set findet ihr hier: 75978. Dort könnt ihr euch auch einen Preis-Alarm für das Set einrichten, dann werdet ihr sofort informiert, wenn das Set zu eurem Wunschpreis angeboten wird.

Stamm-Autor
  1. 109 Aufkleber! Wow das is ne Menge. Das sorgt sicher für einiges an Frustration wenn nicht alle perfekt aufgeklebt werden. Aber mit Drucken hätte das set bestimmt noch mal 100€ mehr gekostet. Ich hoffe nur das es noch lange im Shop bleibt und vielleicht auch mal nen Rabatt bekommt, auch wenn ich das leider für unwahrscheinlich halte. Und wie sieht es denn mit dem zusatz Set aus? Ist das immer mit drin oder limitiert?

  2. Vielen Dank, Daniel Haedicke, für diesen tollen Beitrag. Die Winkelgasse war bei uns ein Kauf am ersten Tag, geliefert wird sie vom Weihnachtsmann. Daher möchte ich mir auch die Überraschungen ein wenig bewahren und habe nicht alles detailliert gelesen. Wunderbar finde ich die Vergleichsfotos zu den „Originalen“. Auch die gegenübergestellten Häuser zeigen, dass es ein wirklich schöne Gasse ist. Ich freue mich auf Erweiterungen, viele haben sich ja gewünscht, dass einzelne Häuser zu kaufen sind und ich denke, da wird Lego im nächsten Jahr noch Einiges bringen.
    Danke für die Mühe und allen einen zauberhaften Sonntag

  3. Tatsächlich war ich am VÖ Tag im Store um mir dieses Set zu kaufen, ich habe es nicht getan aufgrund der 109 Aufkleber. Weder ich, noch meine Tochter, schaffen diese akkurat aufzukleben. Bei diesem Preis erwarte ich wirklich das die Steine bedruckt sind, eine Lösung wäre auch das Lego als Zusatzgeschäft ein Set mit bedruckten den Steinen anbietet für 50-100€ (Keine Ahnung was das in der Produktion kostet)

  4. cooles Review! Dankeschön
    Ich habe das Set kaufen können und bin sehr Happy damit. Sticker sind halt dabei, dies ist für mich aber keine Aufregung wert. Da gibt’s schlimmeres. Klar wäre bedruckt schöner, aber keine Winkelgasse, weil noch teurer, wäre auch doof.

  5. Ich find die Winkelgasse toll, wollte aber nicht 400 Euro ausgeben… hab dann die Figuren verkauft (weiß eh nie was ich mit denen soll außer in den Häusern zu verstecken) und komme nun nach Abzug aller Rabatte, VIP Punkten, GWP etc. auf gerade mal 150 Euro für die vier Häuser. 🙂

      1. Die Figuren brachten 170 Euro bei Ebay Kleinanzeigen (alles zusammen verkauft), das Brickhead 30 Euro. Rest war Cashback und VIP Punkte (zudem gabs noch einige nachträglich da der Karton verbeult angekommen ist).

  6. Ich bin hin und her gerissen. Da ist erst einmal die wahnsinnige Anzahl von 109 Aufklebern, teilweise über mehrere Steine. Dann das unpassende Rosa und Lavendel bei zwei der Gebäude. Das passt einfach nicht zur Winkelgasse. Dann die großen Paneele, und zum Schluß der doch nicht gerade günstige Preis. Schwierig, schwierig, vielleicht mir gutem Rabatt.

  7. Hab das Set zusammen mit einer Freundin aufgebaut, die großer Harry Potter Fan ist. Sieht wirklich toll aus und hat auch Spaß gemacht zum Zusammenbauen. Aufkleber sind schon ordentlich viel dabei, aber mit der richtigen Technik machen die keine Probleme. Die Bank als zusätzliches Set wäre natürlich geil 🙂

      1. Ich schneide die Aufkleber erst aus und schneide dann ein bisschen von der Trägerfolie weg, so dass 2-3mm Klebefläche frei liegen. Die Aufkleber lassen sich so super positionieren und die Klebefläche kommt nicht in Kontakt mit Hautfett. Wenn er perfekt gerade sitzt, drück ich den Rand fest an und entferne die restliche Trägerfolie. Bei großen Aufklebern nehme ich eine Karte um sie blasenfrei aufzuziehen.

        Damit ich die Teile gut halten kann, klemme ich sie immer auf eine größere Platte. So bin ich mir nicht selbst im Weg. Ist zwar alles bisschen zeitaufwendiger mit dem Ausschneiden, aber dafür sitzen alle meine Aufkleber hier wirklich perfekt und lösen sich auch nicht ab.

  8. Werde mir die Winkelgasse auf jedenfall demnächst holen. Ok 109 Aufkleber sind schon eine Ansage aber mächtig stören tut es mich nicht. Auf jedenfall wieder ein klasse Review

  9. Sticker gehen auch sehr gut zu positionieren mit dem Steinetrenner. Kleinere Steine setzte ich vorher auf andere, damit ich mir nicht selber im Weg bin. Eckig ist damit völlig problemlos setzbar. Schräge Varianten bereiten mir allerdings auch immer noch Schwierigkeiten. Loks, Flugzeug und Motorrad zB finde ich schrecklich zu bekleben.

  10. Mein lieber Daniel,
    wieder mal ein ganz hervorragendes Review. Das Set ist großartig, sind zwar viele Aufkleber, das ginge theoretisch auch anders, aber insgesamt macht das einen super Eindruck.
    Bin zwar kein LEGO HP Sammler, sonst würde ich womöglich KAAAUUUFFEEEEN.
    Noch ein Wort zum Abschluss: Was ich so insgesamt (nicht nur hier) lese, sind deine Reviews mit Abstand die geielsten und ausführlichsten Reviews mit der größten Liebe zum Detail. Du steckst da echt so viel Mühe und Liebe rein, das ist echt großartig.
    In diesem Sinne,
    Ein (zumeist) aufmerksamer Leser 😉

  11. Anhand der gezeigten „Echtbilder“ sieht man sehr deutlich dass keins der Häuser farblich passt. Vor allem das Rosa und Lavendel ist einfach deplatziert. Die Stimmung aus dem Film kommt für mich überhaupt nicht rüber.

    Die Thematik Aufkleber hat hier einen neuen Höhepunkt erreicht. Ernsthaft, mittlerweile über mehrer Steine? Ich habe mir letztens ca. 40kg gebrauchtes Lego für die Hälfte diese Sets gekauft, dass sehr viele beklebte Steine aufwies. Die Steine waren zwischen 2-7 Jahre alt und die Aufkleber schon in einer sehr schlechte Zustand, sodass ich fast alle entfernen musste. Mit ziemlicher Sicherheit wird das hier über kurz oder lang auch passieren und wie dann das verbleibende aussehen wird kann sich sicherlich jeder vorstellen.
    Von der Menge der Steine werde ich mich mal an den Nachbau wagen, das Set aber definitiv nicht kaufen.

  12. Habe mir das Set an Tag 1 bestellt. Es ist wunderbar und hat mich ca. 1,5 Wochen ‚beschäftigt‘. War interessant zu bauen, wenngleich direkt die erste Hauskombination Ollivander’s und Scribbulus) am cleversten war was die Bautechniken angeht und ich bei den Weasley’s den Bau zuweilen als etwas … hakelig empfand.

    Meine beiden Kritikpunkte: Figuren hätten es tatsächlich noch mehr sein dürfen; das fertige Set sieht sehr leer aus. Ich weiß, es ist vermessen, aber 20 wäre eine gute Zahl gewesen (gerne auch mal generische Hexen und Zauberer). Ich habe mit jeder Menge anderer Figuren aufgefüllt und es fühlt sich immer noch nicht so wuselig an wie in den Büchern und Filmen.

    Der zweite: Ich finde die Winkelgasse nicht sonderlich winkelig. Ja, Lego ‚denkt‘ aufgrund seiner Systemik (ist das ein Wort?) von Natur aus in rechten Winkeln … dennoch hätte ich mir mehr Techniken wie beim Quidditch-Laden oder der Nokturngasse gewünscht.

    Davon abgesehen ein wundervolles Set – das nun auf Erweiterungen (oder entsprechende MOCs) wartet. 😉

  13. Tolles Review. Schön sind auch die beigefügten Fotos mit dem Zitat am Anfang und zum Vergleich. Obwohl ich die Filme nicht alle gesehen habe. Die vielen Kleber trüben natürlich den Bauspaß und dennoch wird kein Weg daran vorbei führen. Vielleicht kaufe ich mir das Set auch 2x. Dann bekommen die Häuser mehr Tiefe und die Gasse kann breiter gestaltet werden.

    Kurze Verständnisfrage: Im Fazit schreibst du, dass du den Kauf nicht bereust. Im Text steht allerdings auch, dass das Set zur Verfügung gestellt wurde. Hast du dann das Set 2x? Wenn ja, dann kannst du vielleicht sagen, ob sich der Zusammenbau der beiden Sets lohnen würde?

  14. Lieber Daniel,

    da mir die große Ehre zu teil wurde, das Set gemeinsam mit dir zu erwerben, möchte ich, wenn auch etwas spät, hier auch nochmal meine Bewunderung deiner Arbeit zum Ausdruck bringen. So viel Liebe zum Detail und Vergleiche und Anekdoten zum Film…. einfach herrlich. Danke! Und vielleicht begleitest du mich ja dann auch, wenn ich dann völlig bekloppt werde und das Set noch im Store kaufen möchte. Liebe Grüße Roman alias STEINreich.

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