LEGO 75327 Helm von Luke Skywalker im Review

Die LEGO Star Wars Helmet Collection hat am 1. März mit dem LEGO 75327 Helm von Luke Skywalker, dem 75328 Mandalorianer Helm und dem 75343 Dark Trooper Helm weiteren Zuwachs erhalten. Ersterer ist dabei der erste offene Helm in der Star Wars Riege, bei den Superhelden gab es das ja schon früher. Als ich die ersten Bilder des Helms gesehen habe, war ich gleich begeistert, weil mich die Farbgebung angesprochen hat. Ob sich die Erwartungen auch erfüllt haben, schauen wir uns gleich genauer an.

Zahlen und Fakten

Die Teilezahl ist trotz der offenen Bauweise und vielen großen Teilen mit 675 in etwa vergleichbar mit dem 75276 Stromtrooper Helm. Damit bleibt auch der durchschnittliche Teilepreis im gewohnten Rahmen.

  • Set-Nummer: 75327
  • Thema: Star Wars
  • Bezeichnung: Helm von Luke Skywalker (Rot Fünf)
  • Teilezahl: 675
  • Minifiguren: –
  • Erhältlich seit: 01.03.2022
  • Verfügbarkeit: LEGO
  • Empfohlenes Alter: 18+
  • UVP: 59,99 Euro
  • Preis pro Teil: 8,9 Cent

Verpackung

Die Box ist uns inzwischen bekannt, das Design wird über alle Produkte der Helmet Collection beibehalten. Auf der Rückseite findet ihr neben den Abmessungen (der Helm ist 19cm hoch) zwei Frames aus Episode IV, die Luke im Cockpit seines T-65B X-Wing Starfighters zeigen. Aus den beiden Perspektiven kann man gut die verschiedenen Aspekte und Designs erkennen, die Lego bei dem Modell umgesetzt hat.

Die Teile des LEGO 75327 Helm von Luke Skywalker sind in vier Tüten verteilt, was auf ebensoviele Bauabschnitte in der Anleitung schliessen lässt. Bei den ersten Star Wars Helmen waren immer mindestens fünf, beim TIE-Fighter Pilot sogar sechs Tüten im Spiel. Die beiden gelben Röhren liegen lose im Karton.

Die Anleitung bietet auch keine großen Überraschungen. Zu Beginn kommt wieder Jens Kronvold Frederiksen zu Wort, der den Helm kurz in das Star Wars Geschehen einordnet. Die wohl ikonischste Szene überhaupt aus der Original Trilogie dürfte den meisten Fans wohlbekannt sein.

Wie erwartet werden wir den Helm in vier Abschnitten aufbauen. Die offene Bauweise und viele große Teile sorgen für einen recht schnellen Baufortschritt in insgesamt 235 Schritten auf 124 Seiten. Ebenfalls in der Tüte mit der Anleitung ist der unvermeidliche Aufkleberbogen. Mit neun Stickern fällt er kleiner als befürchtet aus, trotzdem kann ich einige der Entscheidungen, Sticker anstelle von Prints zu verwenden, nicht ganz nachvollziehen. Wie wir gleich sehen, sind nämlich durchaus viele Prints enthalten.

Aufbau

Mit der ersten Tüte bauen wir den Fuß und den ersten Teil des Helm-Sockels. Für Stabilität sorgt ein 15L Technic Liftarm, der den Fuß des Sockels mit der Basis verbindet. Umbaut wird alles mit schwarzen 1x2x5 Bricks. Auf der Vorderseite, wo ihr unten schon das Scharnier für die Plakette seht, ragen zwei Kugelgelenke aus der Konstruktion. Hier wird später das Visier befestigt. Die Rückseite zieht die Steine ein wenig weiter nach unten, da hier der hintere Teil des Helmes befestigt wird, der bis in diese Höhe geschlossen ist.

Die zweite Tüte liefert uns die Steine für einen Ausbau des Sockels und der Rückseite des Helms. Hier begegnen uns auch die ersten bedruckten Teile. Von den bedruckten roten vierer Slopes liegen ingesamt zwölf Stück im Karton, die Hälfte verbauen wir hier an der Rückseite des Helms. Die Steine sind mit diesem Druck übrigens neu, genau wie alle anderen Prints in diesem Set auch. Um die Rundung zu realisieren, wird die Konstruktion an dem Clip befestigt, den ihr auf den ersten Bild sehen könnt.

Als ich die bedruckten Teile zusammengebaut habe, ist mir etwas aufgefallen, was wir leider schon einmal gesehen haben, und zwar beim 10265 Creator Ford Mustang. Hier fällt es nicht so stark auf wie bei dem Auto, aber trotzdem ist es mir direkt ins Auge gestochen: Die weißen Drucke auf den roten Slopes sind nicht immer mittig. Manche sind rechtsbündig und lassen links einen roten Streifen des Steins unbedruckt, andere sind eher zentriert, wodurch zwei schmale rote Streifen links und rechts entstehen.

Je nachdem, wo diese Steine dann verbaut werden, kann sich ein etwas unruhiges Bild ergeben, da der Weiß-Rot-Weiß Streifen dann nicht mehr schön gerade ist. Ausserdem war einer der Steine mit schwarzer Farbe verschmiert, vielleicht wollte LEGO damit den Look des Helmes im Film nachstellen? Spaß beiseite, sowas kann natürlich mal passieren und der Kundenservice ist da üblicherweise sehr hilfsbereit. Trotzdem erstmal ärgerlich. Ich habe den Stein ganz unten verbaut, so dass er auf den ersten Blick nicht zu sehen ist.

Der dritte Bauabschnitt schließt den Helm am Hinterkopf ab und fügt die beiden markanten Trans-Orange Visierscheiben hinzu, denen der Helm seinen besonderen Look verdankt. Damit die Steine auch im richtigen Winkel montiert werden können, klicken wir sie auf die Kugelköpfe, die bereits im ersten Abschnitt montiert wurden.

Die Scheiben bestehen aus verschiedenen LEGO Steinen in Trans-Orange, die zu der passenden Form zusammengesetzt werden. In der Mitte (an der Stelle, wo das Visier auf der Nase aufsetzt) sind sie mit einem Scharnier verbunden.

Nun kommt ein Bauschritt, der mich einiges an Nerven gekostet hat. Wie ihr seht, werden nun die beiden gelben Röhren verbaut, die in einer Kurve über den ganzen Helm laufen, bis sie hinten im Nacken eingeclipt werden. Da die Röhren eine gewisse Eigenspannung haben, wollen sie sich zuerst nicht so richtig an die Rundung des Helmes anpassen, sondern versuchen immer wieder, in ihre ursprüngliche Form zurückzukehren. Schließlich waren sie lange gerade im Karton, warum dann jetzt einen Buckel machen?

In Kombination mit der nicht so ganz klemmstarken Befestigung der Konstruktion über dem Visier ergibt sich durchaus ein wenig Frustpotential. Mein Tipp: Biegt die Rohre etwas vor und baut die Steine aus Schritt 160 zusammen, bevor ihr in Schritt 158 und 159 die Röhren einbaut. Dann könnt ihr mit diesen Steinen direkt die Halterung verriegeln und nichts fliegt mehr weg.

Ich bin erst genau nach der Anleitung vorgegangen und musste deshalb auf die Suche nach einigen Steinen gehen, die sich im Zimmer verteilt hatten, nachdem die Röhren ihre Eignung als Katapult bewiesen haben.
Die drei Fliesen mit der gelb-weissen Schraffur wären für mich eindeutig Kandidaten für einen Druck gewesen. Leider müsst ihr hier drei Sticker verkleben.

Zum Abschluss und mit der vierten Tüte folgen die beiden Seiten des Helms mit den Ohrmuscheln, das Kinnband und das Mikrofon. Dabei werden beide Seiten spiegelverkehrt gebaut und seitlich angesteckt. Jeweils eine Hälfte des Kinnbands reicht dann bis zur Mitte.

An der Aussenseite kommen nun die nächsten bedruckten Teile, aber auch die nächsten Sticker zum Einsatz. Während die großen sechser Dishes bedruckt sind, müsst ihr bei der 2×2 round Tile kleben. Und da ist Präzision gefragt, also zuerst die Plate auf den Dish stecken und dann den Sticker so kleben, dass die Linien parallel sind. Ich empfehle da gerne einen Steinetrenner als Hilfe, ihr könnt natürlich auch eine Pinzette oder ähnliches nutzen. Bei den 5x5x1 Rundsteinen ist es ähnlich. Am besten zuerst montieren und dann bekleben, damit ihr die Ausrichtung sauber hinbekommt.

Jetzt fehlt nur noch das Mikrofon und der Kinnverschluß sowie die beiden bedruckten 4er-Dishes mit dem Alliance Starbird, dem Symbol der Allianz zur Wiederherstellung der Republik. Sie werden auf die dunkelgrauen Kugelstangen gesteckt. Leider ist der Druck durch die Noppe in der Mitte unterbrochen. Ich verstehe aber, dass das bei dem Teil nicht anders machbar ist.

Jetzt noch die gedruckte Plakette anbringen und wir sind fertig! Schaut euch den Helm nun aus allen Richtungen an, bevor wir zum Fazit kommen.

Fazit

Mir hat der Helm direkt gefallen, als ich ihn erstmals gesehen habe. Das kann ich auch nach dem Bau unterschreiben. Der Helm fängt den Look von Lukes Pilotenhelm meiner Meinung nach gut ein. Ein paar Kritikpunkte habe ich aber und leider ist wieder das leidige Thema Sticker einer davon: Das Erscheinungsbild dieses Helmes hängt stark von dem farbenfrohen Design und damit von den Stickern und den Drucken ab. Und bei beiden gibt es Mängel.

Die ungenauen Drucke habe ich beim Aufbau bereits beschrieben, bei den Stickern hängt es von euch ab, wie sauber ihr arbeitet. Die vielen Rundungen verzeihen kaum einen Fehler beim Kleben und trüben schnell den Gesamteindruck, wenn mal was schief wird. Wenn ihr die Sticker aber sorgfältig aufbringt, werdet ihr mit einem tollen Stück für eure Star Wars Helmet Collection belohnt. Mein Review möchte ich mit einem Bild der beiden in meinen Augen schönsten Helme der Sammlung abschließen. Viel Spaß beim Bauen!

Was sagt ihr zum LEGO 75327 Helm von Luke Skywalker? Habt ihr das Set selbst schon gebaut oder habt ihr noch vor, damit eure Sammlung zu erweitern? Teilt mir eure Meinung zum Set gerne in den Kommentaren mit!

11 Kommentare zu „LEGO 75327 Helm von Luke Skywalker im Review“

  1. Ich weiss es ist lästig es zu erwähnen. Aber warum die SeitenTeile mit Aufkleber. Bissel schief und es sieht zum kotzen aus…

    1. Dann mach sie doch gerade drauf 😀 etwas warmes Wasser mit nem Tropfen Spüli, hinrutschen wie du sie brauchst, mit nem Tuch andrücken und fertig… Klappt meist schon ohne Trocknungszeit.
      Und wie immer: die eigene innere Einstellung entscheiset über den perfekten Sitz 😉

  2. Mich hat der Helm bei den ersten Bildern so positiv überrascht, dass ich ihn direkt vorbestellt habe. Ist aktuell mein sechster Helm und fügt sich sehr gut ein. Der Aufbau war deutlich fummeliger als bei den anderen. Die bedruckten Steine konnte ich so anordnen, dass sich eine schöne Linie ergab.

    Irgendwann sollte ich auch mal ein Tutorial-Video zum Thema Aufkleber machen. Das ganze Rumgetue mit Steinetrenner oder Pinzette ist nichts, das geht viel einfacher und besser. Zumindest habe ich seitdem keinerlei Problem mehr, Aufkleber (egal welcher Größe) perfekt gerade und blasenfrei anzubringen.

    1. Ich wäre Interessiert an deinen Ausführungen bezüglich der Sticker. Mache es immer mit dem Teiletrenner. Leider mehr schlecht als recht. Daher bitte bitte mehr Infos!

  3. Was für ein Zufall, habe ihn gerade fertig gebaut und sehe euer Review. Mir hat Bau sehr viel Spaß gemacht und mit dem Ergebnis bin ich mehr als zufrieden Schauen wir mal ob sich diese Begeisterung auch bei den anderen Helmen einstellt.

    1. Hallo. Uns haben die gelben Rohre auch Nerven gekostet. Am besten 99% vorbiegen.. sie sind gefühlt 100 mal abgefallen. Zusätzlich sind die Seitenteile immer wieder abgefallen, sowie Teile der Brille. Das Ding bringt extremen Frust. Das könnte besser gelöst werden. Vor allem zum lego Vollpreis. Und ich habe das Gefühl das die Helme immer kleiner werden..

  4. Kann ich meinem Vorredner nur anschließen, schön ist für mich anders. Wobei ich den ganzen HelmchenHype auch wenig nachvollziehen kann. Gerade bei so vielen Rundungen wirkt die Ausführung in Lego schnell deformiert. Aber über Geschmack lässt sich bekanntlich nicht streiten. Und es ist endlich mal ne Lego SW Produktlinie die keinen „Haben wollen Reflex“ bei mir auslöst, so dass ich nicht direkt wieder mehr Platz brauch. Einen habe ich allerdings tatsächlich aus praktischen Gründen angeschafft: Meine „Spielecke“ benötigte noch nen Kopfhörerhalter. Dafür ist der Stormtrooper Helm ganz praktisch 🙂

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