Viele von euch kennen vielleicht die Seite rebrickable. Hier laden talentierte AFOL ihre eigenen Kreationen digital hoch. Dort könnt ihr dann eine detaillierte Bauanleitung nebst Teileliste und wenn nötig, eine Vorlage zum Druck des Stickerbogens herunterladen. Selbstverständlich möchten die Ideengeber etwas Geld für diesen Service. Die LEGO Teile dazu dürft ihr euch dann selber besorgen oder die aus dem eigenen Bestand verwenden. Klingt mühsam, ist es auch. Aber es macht wahnsinnig viel Spaß, einfach einmal ausprobieren! Jetzt sind mir in letzter Zeit einige chinesische Hersteller aufgefallen, die genau diese Modelle im Programm haben. Alle Teile in einer Box, Bauanleitung dabei und gegebenenfalls Stickerbogen. Eine feine Sache dachte ich und vielleicht auch ihr. Stutzig bin ich erst geworden als vor kurzer Zeit folgende Bekanntmachung auf einer Facebook Seite stand:

OFFIZIELLE ANKÜNDIGUNG Dank euch haben wir die Information erhalten, dass eine chinesische Steinefirma zwei unserer Module kopiert und veröffentlicht hat, nämlich Viktor’s Lab und Old Town Pub. In diesem Fall fühlen wir uns verpflichtet, euch zu versichern, dass wir bei keinem Projekt mit diesem Unternehmen zusammengearbeitet haben und ihnen KEINE Lizenz zur Veröffentlichung eines unserer Module erteilt haben. Situationen wie diese sind immer sehr frustrierend, vor allem, weil wir nur zeigen können, dass es sich bei diesen Projekten um unsere handelt. Ihr könnt uns dabei unterstützen, indem ihr überall dort, wo ihr Diskussionen über diese neuen chinesischen Modulars seht, Informationen über Brickative und Links zu unserem Shop oder unserer Facebook-Fanpage gibt. Solange ihr uns unterstützt, indem ihr unsere Anleitungen kauft, uns Nachrichten, Fotos und Videos sendet, uns auf AFOL Ausstellungen präsentiert oder in Medien jeglicher Art über uns sprecht, solange wir glauben, dass das, was wir tun, notwendig und wichtig ist. Agata und Łukasz“

Brickative Old Town Pub
Brickative Victors Lab

Die Übersetzung ist mit Google etwas holprig, ihr könnt es aber auch auf deren Facebook Seite im Original nachlesen. Hier geht es um zwei Modular-Häuser, die Agata und Lukas entworfen haben und deren Anleitungen auch auf ihrer Seite käuflich zu erwerben sind. Die Modular-Haus-Kreationen sind in der AFOL-Szene sehr beliebt, da sie richtig schön sind. Brickative hat weder eine Zusammenarbeit mit dem chinesischen Hersteller, noch haben sie in irgendeiner Form die Erlaubnis gegeben, ihre Kreation so zu vermarkten. Daraus ergibt sich natürlich auch keinerlei Entlohnung für sie. Den ganzen Profit, der natürlich höher ist, als wenn sich der Hersteller selber Gedanken machen muss, steckt der Nachahmer ein.

Ich habe da mal nachgefragt …

Aufgrund dieser Stellungnahme haben wir in der Szene einmal gezielt nachgefragt. Hier möchte ich mich schon einmal bei allen bedanken, die ich angeschrieben habe. Alle haben sofort geantwortet und bereitwillig über ihre Erfahrungen Auskunft gegeben. Bis jetzt haben es die Geschädigten vermieden, damit an die Öffentlichkeit zu gehen.

Nachdem ich Nathan Thom von der Seite Rebrickable angeschrieben hatte, kam folgende Nachricht von ihm, die Antwort wurde auch von Google übersetzt, der originale Wortlaut liegt mir vor.

„Hallo Wolfgang, wie du sagst, gibt es viele MOCs, die auf chinesischen/russischen Webseiten verkauft werden. Ich glaube, die meisten davon sind ohne Erlaubnis der MOC-Designer, aber einige sind es. Vielleicht haben mich 2 oder 3 Seiten um Erlaubnis gebeten, aber ich sage ihnen immer, sie sollen sich an die MOC-Designer wenden, da es sich um ihre Kreationen handelt. Es gibt auch Webseiten, die ich ausdrücklich angewiesen habe, die kopierten Inhalte zu entfernen, aber sie ignorieren mich einfach. Da kann ich nicht viel machen.

Rebrickable wird mit diesen Seiten niemals ein Geschäft abschließen, die MOCs auf Rebrickable gehören den Designern, nicht mir. Einige Designer haben Geschäfte mit diesen Websites gemacht, aber ich kann mich an keine bestimmte Personen erinnern. Ich habe allerdings mehr Geschichten gehört, in denen die Designer nicht um Erlaubnis gefragt wurden.“

Diese Antwort ist doch sehr ernüchternd. Mir scheint in Fernost schert sich niemand um Urheberechte. Mir war bekannt, dass Luca Rusconi aka RoscoPC mit einer chinesischen Firma einen Deal damals über zwei Formel 1 Wagen abgeschlossen hatte.

Ich habe bei ihm angefragt, wie es zu diesem Deal kam.

„Ich habe Klon-Bausteine ​​nie persönlich überprüft oder getestet, aber mir wurde gesagt, dass die Qualität akzeptabel ist (und ich habe viele gemischte Rückmeldungen dazu gesammelt). Meine ursprüngliche Absicht war es, eine billigere Option für diejenigen anzubieten, die eines meiner Modelle bauen möchten, sich aber die Kosten für LEGO-Teile auf dem Sekundärmarkt nicht leisten können (du weißt, was ich meine).“

Auf die Frage, ob dann alles sauber gelaufen ist, kam nach einigem zögern folgende ernüchternde Antwort:

Wir haben nur 50% Vorauszahlung erhalten und trotz eines schriftlichen und unterschriebenen Vertrags (bei dem ich viele Änderungen angefordert und erhalten habe, um die Haftung beider Parteien besser zu definieren) haben sie die endgültige Zahlung monatelang ohne Begründung verzögert und sind dann ohne weitere Antwort auf unsere E-Mails verschwunden .“

Das klang alles nicht besonders nett. Er hat mich noch an Firas Abu-Jaber verwiesen. Er hätte noch viel schlechtere Erfahrungen mit den Fernost Klon-Produkten gemacht. Auf meine Nachfrage bei Abu kam nur eine kurze und sehr deutliche Antwort:

„Hallo wolfgang. Danke für deine Nachricht. Um ehrlich zu sein, möchte ich nicht über meine schlechten Erfahrungen mit Xingbao sprechen. Ich habe mich einfach entschlossen, es zu vergessen und nicht mehr darüber zu sprechen. Es tut uns leid. Aber du kannst in deinem Artikel bestätigen, dass sie meine Entwürfe gestohlen haben. Ich habe kein Problem damit. Freundliche Grüße, Firas“

Auf nochmalige Nachfrage nach mehr Details, blieb er auch noch recht einsilbig. Mir schien, die Zusammenarbeit mit dem Unternehmen hat ihn viele Nerven gekostet und er will es einfach vergessen:

„Bitte. Eigentlich ja, das stimmt. Luca und ich hatten genau die gleichen schlechten Erfahrungen mit denen, und wir stellten später fest, dass Xingbao dasselbe Unternehmen ist wie Lepin mit einem anderen Namen, das erklärt eigentlich alles.“

Seit dieser schlechten Erfahrung hat er eine eigene Seite eröffnet, auf der er die Anleitungen seiner tollen Automodelle verkauft:Bricksgarage. Peter aus dem Doctor Brick Forum hat einige Modelle schon nachgebaut und ist begeistert:

Alles einfach nur geklaut?

Nach den schlechten Erfahrungsberichten muss ich leider davon ausgehen, dass eine ganze Menge dieser „China-Modelle“ quasi ohne Lizenz oder Erlaubnis produziert wurden. Bitte nicht falsch verstehen, natürlich wird es Ausnahmen geben, wo alles korrekt abgelaufen ist. Auch eigene Ideen setzen die Hersteller aus Fernost zunehmend um. Aber als Kunde, der nicht ständig in allen Foren und auf einschlägigen Seiten unterwegs ist, ist es schlicht unmöglich zu erkennen, welches Modell korrekt oder nicht korrekt lizenziert ist.

Was ist nun mit Sets, die aus „Klonbausteinen“ gebaut wurden und hier in Deutschland verkauft werden? Diese Firmen haben eigene Designer, die hoffentlich sauber für ihre Arbeit entlohnt werden. Auch bei diesen Modellen habe ich Bauchschmerzen! Auf dem Youtube Kanal von Johnny´s World, der ja nun wirklich nicht bekannt dafür, ist reiner LEGO Fan oder gar Fan-Boy zu sein, bin ich auf folgendes interessante Video gestoßen:

Ein wirklich guter Beitrag, sehr sehenswert! Aber hier wird richtig deutlich, das kein normaler Kunde erkennen kann, ob nun ein Set „legal“ ist, oder mit von LEGO geschützten Patentsteinen gebaut wurde. Natürlich versuchen alle Anbieter von solchen zweifelhaften Modellen irgendwie ihre Sets reinzuwaschen, im Falle von BlueBrixx dürfte es noch ein langes gerichtliches Nachspiel haben.

Genau hinsehen ist wichtig

Warum eigentlich ein so langer Artikel über dieses leidige Thema? Nun, ich für meinen Teil finde es einfach nicht gut, wenn Sachen geklaut werden und nichts anderes wird hier betrieben. Es ist nun einmal einfacher, ein fertiges Produkt zu kopieren, als sich etwas Neues auszudenken. Unterhaltet euch einmal auf Ausstellungen mit den AFOL die Ihre MOCs ausstellen, was für eine Arbeit und wie viel Zeit hinter einem schönen LEGO Modell steht. Da ist es mehr als fair, wenn sie dann ein paar Euro für die Bauanleitung oder ihre Idee bekommen. Außerdem wird das Teilen von Anleitungen immer seltener, weil kein MOCer möchte, dass seine Idee dann von Dritten vermarktet wird, ohne das der Ersteller nur einen müden Euro dafür bekommt.

Bei aller berechtigten Kritik an LEGO, zu hohe Preise, schlechte Modelle usw…, auch der dänische Hersteller meiner heiß-geliebten Steine hat mehr Kosten, um ein neues Set zu entwerfen als ein billiger Kopierer. Über das 1:1 Kopieren von alten LEGO Sets der Firma King, vormals Lepin, brauchen wir nicht reden. Die wurden dafür von einem Gericht verurteilt und zwar meiner Meinung nach zurecht.

Vielleicht denkt ihr das nächste Mal darüber nach, wenn ihr wieder ein chinesisches „Schnäppchen“ in den Händen haltet: irgendwer zahlt immer die Zeche dafür. Das es auch anders geht, zeigen Hersteller wie Cobi und Mega Bloks. Hier kommen eigene Steine und Designs zum Einsatz, auch bedienen sie Lizenzthemen, die es beispielsweise bei LEGO nicht gibt. Wenn ihr hier aber die Preise vergleicht, ist die Differenz zu LEGO auch nicht mehr so groß. Qualität und Design haben überall ihren Preis.
Nun habe ich mich etwas in Rage geschrieben, ich bitte das zu verzeihen. Der Artikel spiegelt meine Meinung wieder. Ihr müsst euch da eure eigene Meinung bilden. Bitte bleibt in den Kommentaren sachlich und denkt an die Netiquette. Vielen Dank!
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151 Kommentare

  1. Hallo Wolfgang, danke für den tollen Artikel und die Recherche dazu. Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass oft Anleitungen auf „interessanten“ Wegen auf unterschiedlichen Plattformen landen und dort ohne mein Wissen versilbert werden. Meine bisher frechste Erfahrung was ein Youtube-Video, dass Schritt für Schritt eine PDF-BA von mir zeigt. Das sind aber keine Plattformen aus dem fernen Osten… Die Probleme sind auch hier existent, Leute, die einfach mal sich die Dateien ziehen und dann irgendwo einstellen. Ich für mich bin zu der Entscheidung zu kommen, nur solche Sachen zu veröffentlichen, bei denen es mir im Prinzip egal ist, bzw. der Nachbau auch ohne Datei möglich wäre. Schade, aber so ist es nun mal…

    • Wenn die BA ordnungsgemäß bezahlt war, kann der Nutzer damit machen, was er will. Nutzungs-/ Leistungsschutzrechte sind irgendwann mal erschöpft/ abgegolten und können nicht endlos beansprucht werden. Das ist wieder die gleiche Sache wie mit diesen sinnlosen Formulierungen, die dem Nutzer den Weiterverkauf untersagen wollen. Im Zweifelsfall ist es im gegebnen Beispiel eben einfach nur „Kunst“ oder ein ASMR-Video. Wie willst du dann dagegen argumentieren? Es gibt immer Mittel und Wege, sich um sowas rumzutricksen…

      • Ich bin sprachlos. Ganz sicher erwirbt man mit dem Erwerb einer BA ganz sicher nicht das Recht, diese Kommerziell weiter zu nutzen. Insbesondere dann nicht, wenn es der Urheber explizit untersagt hat (wie es bspw. auf JEDER Brickative-BA deutlich zu lesen ist). Mylenium, Du solltest Deine „Moral/Rechtsaufassung“ ganz dringend mal auf den Prüfstand stellen. 🙁

        • Moral ist das eine, Recht das andere.

          Eine Bauanleitung zu erwerben verbietet dir zumindest nicht die BA exakt zu kopieren und dann als deine eigene zu verkaufen, solange die Bauanleitung nicht geschützt ist. Ob der Verkäufer das untersagt heißt ja nicht automatisch, dass er das rechtlich auch kann!

          • Eigentlich ist mir mein Sonntag zu schade, um mich hier zu streiten, aber das Thema ist mir einfach zu wichtig.

            @Nerdi: Du bist doch ein vernünftiger Mensch! Nur weil man nicht dafür ins Gefängnis kommt, muss man es doch nicht gleich auch gutheißen und unterstützen, oder? „Fremdgehen“ ist auch nicht gesetzlich verboten, aber Du kannst ja mal Deine Freundin/Frau/Freund/w/m/x fragen, ob es deshalb okay ist. Oder wirst Du selbst etwa gern beklaut oder betrogen? Ich denke, wir beiden kennen die Antwort.

            Ich bin einfach der Auffassung, dass solche Machenschaften nicht unterstützt werden sollten…schon gar nicht von Leuten, die sich „AFOL“ nennen. Und ich bin der Meinung, dass wir uns als Community dagegen stärker auflehnen und entsprechend Farbe bekennen sollten. Ein gestohlenes Design, bleibt ein gestohlenes Design. Ob aus Billund oder aus dem Hobbykeller eines Designers geklaut: wo ist der Unterschied?

            Bitte unterstützt so etwas nicht!!! Und bitte macht solchen Leuten, die dass hier klein oder gar schön reden, nicht auch noch die Tür auf!

            • Hab ich ja auch gar nicht gesagt, dass man das unterstützen soll. Ich finde es nur grundsätzlich besser, wenn man sich über Fakten unterhält und nicht über Emotionen. Letztendlich muss jeder für sich selbst entscheiden, wie man sich verhält, was man unterstützt oder eben nicht.
              Aber ich mag es ehrlich gesagt weniger, wenn andere meinen bestimmen zu können was richtig und was falsch ist nur weil sie selbst es so empfinden. Dafür gibt es in meinen Augen Gesetze und alles übrige bleibt jedem selbst überlassen. Jedenfalls ist das meine Auffassung von richtig und falsch!

          • das ist natürlich Unsinn: bei Werken, die die Schöpfungshöhe erreichen (bei einem komplizierteren MOC zweifelsfrei der Fall) hat der Ersteller des MOCs und zugehörigen Bauanleitungen ein unveräußerliches Copyright darauf. Er hat dann (bis 60 Jahre nach seinem Tod) das alleinige Recht über sein Werk zu bestimmen. Das Werk *ist* dadurch geschützt, du brauchst kein (r) und kein TM und keine Kennzeichnung (das kommt aus den USA, bei uns ist das oft einfach eine selbst verliehene Adelung oder Abschreckung).
            es geht hier auch nicht um technische Patente – ein MOC ist ein kreatives Werk im Sinne eines Kunstwerks, Musikstücks, …

            zum Beispiel kann er an einen Auftraggeber der das Werk bestellt hat (Werkvertrag, Arbeitgeber) ein exklusives Nutzungsrecht verkaufen. Dann kann dieser damit mehr oder weniger machen was er will, im Sinne von nutzen, auswerten, das Recht weiterverkaufen, verminderte Rechte weiterverkaufen, …
            Oder der Copyright-Inhaber verkauft nicht-exklusive Nutzungsrechte mit Nutzungseinschränkungen – z.b. ein Fotograf der Stockphotos erstellt, auf Plattformen anbietet zur Nutzung in Grafikprojekten, aber nicht zum Weiterverkauf von weiteren Rechten. Oder eben eine Bauanleitung die zur privaten Nutzung berechtigt, und dieses erworbene recht darf selbstverständlich auch 1x weiterverkauft werden – aber natürlich hat man damit nicht das recht erworben, selbst beliebig viele Nutzungslizenzen weiter zu verkaufen, oder die Serien-Produktion des Modells, … Was erlaubt ist und was nicht, steht im Kaufvertrag / in der Nutzungslizenz.

            Das hat mit Moral nichts zu tun, wenn ich dir eine Bauanleitung zum nachbau verkaufe, und du verkaufst die dann in Massen an weitere Leute und steckst den Gewinn in die tasche, kann ich dich klagen und mit Garantie gewinnen. Das Problem mit China ist hier nur die Frage in welchem Rechtssystem man sich bewegt (international ist kompliziert), wen und wie ich da klage (das braucht Know-how), und wie ich mein Recht notfalls auch durchsetze (also wie ich den chinesischen Gerichtsvollzieher dazu bewegen sich zu bewegen). als MOC-Ersteller habe ich da defacto keinerlei Chance auf irgendwas.

          • Ähm doch. Genau so etwas verbietet fast überall auf der Welt das Urheberrecht. Und zumindest in Deutschland muss man als Urheber eine Nutzung in den meisten Fällen noch nicht einmal explizit untersagen. Wenn keine Lizenz erkennbar ist, die eine Nutzung erlaubt, darf man nicht.

  2. Ich finde es sehr schade das bekannte Personen einfach Dinge Wie Lizenzrechte einfach ignorieren. Der Held der Steine stellt Dinge von Xingbao vor die Sets von Designern klauen(teilweise). Das ist aber Nichts im Verglich zu Bluebrixx die offensichtlich gefälschte Ferrari Rennwagen anbieten bei dem Vorne ein Pferd ist das nach rechts statt nach links aufsteigt. Dies wird dann FRR Enzuo gennant und einfach verkauft, das ist eine Frechheit, sowohl für die Kunden als ich für Ferrari

    • Was hat BlueBrixx damit zu tun? Meinst Du, Amazon oder große stationäre Läden kontrollieren wirklich, ob alle Hersteller für ihre Produkte die nötigen Rechte besitzen?

      Sorry, aber die Diskussion hier nimmt teilweise wirklich groteske Züge an…

      • @Michael Schäfer: BlueBrixx hat auf seiner FB Seite vor einigen Tagen ein Video gepostet, in welchem Klaus auf einer Messe in China die – im Artikel von Wolfgang angesprochenen – Modul-Häuser gezeigt hat. Ich selbst habe unter dem Video viel kommentiert und die Information geteilt, dass zumindest zwei der dort gezeigten Sets auf gestohlenen Designs (von Brickative) basieren. Der Hinweis ist also leider kein bisschen abwegig, Michael.
        Aber ich kann verstehen, dass dies auf den ersten Blick basiert erscheint. Bitte überzeuge Dich selbst vom Gegenteil auf der BB Facebook Seite.

        • Und? Was bedeutet das? Woher will Klaus wissen, ob der Hersteller und der Designer nicht einen Vertrag geschlossen haben? Nur weil das gleiche Set gezeigt wird, bedeutet das im Grunde noch gar nichts.

          Wenn ich etwas kaufe, gehe ich erst mal davon aus, dass der Hersteller alle möglichen Rechte besitzt.

          • Im Ernst jetzt? Darf ich mal fragen, was Du beruflich machst?

            Bluebrixx sind – so weit ich weiß – keine „Endverbraucher“, sondern eine GmbH mit Eintrag im Handelsregister: als solche dürfen sie sich aus meiner Sicht ruhig informieren und – nach vielen Hinweisen unter dem Video, dass es sich um gestohlene Designs handelt – ein Video auch guten Gewissens erstmal offline stellen, bis der Sachverhalt geklärt ist. Findest du nicht? Dies ist seit einer Woche nicht geschehen…ein Schelm wer böses denkt… 😉

            • Lies dir Michaels Kolumme bei Computerbase durch und du merkst auf welchem Niveau er sich bewegt.Das ist journalistisch ganz groß. (hidden side,etc)

              Hui ui ui. Bluebrixx ist sich Ihrer Verantwortung bewusst und in manchen Videos der China folgen entsprechende Kommentare. „oh.hier werden wir wieder die minifiguren rausnehmen müssen“ während Arocs, Architecture Louvre und der Helicarrier als 1:1 kopie vor ihm stehen.

              Produktpiraterie kann man nicht gut heißen. Dadurch ist man noch lange kein Lego Fanboy, sondern hat evtl noch ein Rückgrat und eine wertebehaftete Erziehung genossen.

              In meinem zweiten Hobby, Radsport gibt es die gleiche Thematik.Nur,dass hier Raubkopien zur Sicherheitsfalle werden können. „Der Rahmen kostet nur 375$. Von Marke XXX kostet er 4400€. Das ist der gleiche..
              Nur mit Aufklebern.Wer Das kauft,ist dumm“… Kein Kommentar.

              Schönen Sonntag und danke für den Artikel

            • Ähnlich sehe ich es mit dem großen Gejammer als die Leute vor der Tür standen, die Klaus den dicken Katallog auf den Tisch knallten mit Dingen die nicht in Ordnung sind und er dann sein Kampf-Video gegen Lego machte und Leute indirekt gegen Lego aufstachelte obwohl er als Geschäftsführer genau wissen musste, das er in sehr sehr drüben und grauen Gewässer fischt mit dem Risiko nass zu werden aber dann total überrascht tut…….spätestens da hatte er es als aufrichtiger ehrlicher Geschäftsmann bei mir verschissen.

              Das ist alles sehr dubios was die dort fabrizieren.

    • Ich gucke mir die Videos vom Held der Steine an, weil ich sie unterhaltsam finde. Er hat eine sympatische Art und ich möchte ihn mal einen Menschenfänger nennen. Er hätte auch Versicherungen verkaufen können mit der Art … Davon sollte man sich aber nicht blenden lassen und seinen Verstand benutzen. Er ist ein Händler und Youtuber und er möchte vor allem 2 Sachen, Klemmbausteinsets verkaufen und Klicks auf die Videos. Ich denke bei den Sets von Alternativherstellern sind zur Zeit einfach bessere Margen drin und Lego hat den Händler mit seinen Bedingungen ganzschön zugesetzt, deshalb geht er jetzt den Weg. Dabei kommen dann auch mal so zwielichtige Sachen raus wie das mit dem Rennauto.
      Wie jeder andere kann er auch nicht alles bis ins Kleinste prüfen, logisch. Deshalb hat Lego ja Anwälte die das rechtlich prüfen lassen. Eigentlich was gutes, so bekommt man Sicherheit. Nur leider gibt es dann immer die Shitstorms von Leuten, die meinen sie wissen das alles besser.

  3. Großartiger Artikel! Wahrscheinlich haben wir alle zumindest vermutet, dass die Fernostklonfirmen bei Ihren „eigene“ Modellen bisher scham- und anstandslos die Designer übergangen und sie um Ihre Rechte betrogen haben.
    Solche Aufklärung gehört viel mehr in das Bewusstsein der Konsumenten. Wenn neben all der berechtigten Kritik an Lego die als Alternativen gepriesenen Klonprodukte ohne die gleichen, selbstverständlichen Maßstäbe betrachtet werden, entsteht genau das aktuelle Zerrbild, welches der Frankfurter Steinemessias und seine Jünger zeichnen. Wie viele Modelle hat der janusköpfige Held schon auf seinem Kanal beworben, deren Rechte fragwürdig sind. Die Mühe von Wolfgang hat er sich augenscheinlich wohl nie gemacht. Ihm kann es ja egal sein, denn er lebt schon länger primär von seinen youtube-Einnahmen als Lego Stimmungsmacher.

  4. Der Artikel ist für eine realistische Bewertung der Lage leider nicht wirklich brauchbar. Bauchgefühl hat nichts mit den jeweiligen Rechtsgrundlagen zu tun und letzten Endes ist es auch keine Aussage, sich da hinzustellen und zu behaupten „Die klauen einfach alles.“. Es fängt ja schon damit an, das sich auch mancher MOCer gerade bei Autos fragen lassen müsste, ob er eine Lizenz-/ Nutzungserlaubnis für Markenbezeichnungen und -symbole vom jeweiligen Hersteller hat.

    Außerdem sollte sich jeder, der irgendwas im Internet veröffentlicht, von vornherein klar sein, dass die Inhalte jederzeit vervielfältigt, verändert und weitergegeben werden und der Gesetzgeber im Zweifelsfall erstmal fragt :“Was tust du denn, um deine Inhalte zu schützen und deine Rechtsansprüche durchzusetzen?“. Ich glaube kaum, dass das Veröffentlichen ungeschützter PDFs auf Plattformen wie Rebrickable da eine starke Argumentationsbasis bietet. Da muss man noch nichtmal diskutieren, dass es keine deutsche Seite ist…

    Klingt natürlich alles sehr zynisch, aber ich will sagen, das Problem ist wesentlich komplexer als hier dargestellt.

    • ist nicht so.
      du denkst an Patente und Marken (Patent und Markenrecht, muss aktiv betreut werden).
      es geht hier aber um kreative Werke die dem Copyright unterliegen. da muss ich gar nichts aktiv schützen, mein kreatives Werk ist (sofern die Schöpfungshöhe erreicht ist) automatisch geschützt (wird aber schwierig wenn China im Spiel ist das durchzusetzen).
      Details siehe meine andere Antwort weiter oben.

    • Wenn er dir so unsympathisch ist, dann solltest du ihn rechtsfest bei den Strafverfolgungsbehörden anschwärzen. Alles andere ist sinnfrei. Nur weil dir irgendwas oder irgendjemand nicht vertrauenswürdig vorkommt, heißt das noch lange nicht, dass nach gültigem Recht auch irgendwas schiefläuft… Wie gerade gesagt: Die Gesetzbücher kennen keine Bauchgefühl-Paragraphen.

      • Ist bei diesen Themen hier doch immer so. Die einen kommen mit der Moralkeule ohne rechtliches Grundwissen und die anderen reden mit Argumenten gegen eine Wand…

        • Ich sehe das eher so. Beide Seiten verstehen die rechtliche Komponente ganz gut. Für die einen ist dann alles ok, was rechtlich erlaubt ist und lassen sich nicht durch moralische Argumente überzeugen, weil sie nur an sich und den persönlichen Vorteil denken.

          • Na ja, Moral hat bei einer rechtlichen Bewertung nun mal keine Bedeutung…Eine rechtliche Bewertung ist ja gerade dazu gedacht emotionale und moralisch motivierte Sichtweisen auszuklammern.

            • Da möchte ich wiedersprechen. Moral und Ethik sind mit dem Gesetz eng verknüpfte Begriffe. Schließlich dienen sie der Beurteilung der Qualität/Wirkkraft von Gesetzen und sorgen für deren Änderungen oder Neuschaffungen. In einigen Rechtssystemen wird mit Hilfe von Geschworenen gerade diese gesellschaftsmoralische Seite direkt in die Rechtssprechung einbezogen.
              Moralische Überlegungen sind also die Grundlage für unsere Gesetze. Das sollten wir nicht vergessen.

      • Anschwärzen ist nicht so meins, aber es kümmert sich ja schon die Rechtsabteilung von Lego um den Fall und ich denke die machen ihre Sache gut.

    • Vorab: Ich bin kein Freund von Bluebrixx. Die Jungs sind mir unsympathisch, verstehen aber Ihr Handwerk in Sachen Markteting. „Auch schlechte Werbung ist Werbung“ trifft da voll ins schwarze.

      „Ich hoffe der unsympathische Bluebrixx Laden wird deswegen auch dicht gemacht.“ Ist allerdings eine Aussage die sehr sehr tief auf die moderne Denkweise blicken lässt. „Passt mir nicht, ich hoffe das verschwindet“ ist eine Einstellung die ich einfach nicht nachvollziehen kann. Die Jungs bewegen sich in einer schwammigen rechtlichen Grauzone. Zu klären ob das jetzt legal ist oder nicht ist sache der Judikativen, und nicht des einzelnen. Jemandem pauschal den Entzug der Lebensgrundlage zu wünschen ist erstmal falsch. Moralisch wie rechtlich. Die Produkte die die verkaufen sind moralisch für mich nicht vertretbar. Deshalb kaufe ich da nicht. Genauso wie ich bei Primark aus eigener Überzeugung nicht kaufe. Aber ich wünsche diesen Unternehmen sicher nicht den Tot weil ich sie nicht mag. Da stehen nämlich jeden Morgen Menschen auf, die froh sind, dass sie Arbeit haben.

  5. Hallo Wolfgang, supernetten Dank für deine ausführliche Recherche! Ich hab‘ dazu noch eine nette Erfahrung gemacht: Auf den vielen kleineren regionalen LEGO-Austellungen und -teffen (auch hier von Promobricks unermüdlich angekündigt) sind die sortenreinen LEGO-Enthusiasten unter sich. Mit Klonprodukten braucht man sich da eher nicht blicken lassen. Das ist doch gerade das Schöne, mit den Möglichkeiten, die LEGO-Steine selber bieten, soweit zu kommen wie man will und sich in seinen Kreationen auszudrücken.

    Die Sache mit dem Nicht-LEGO-hype ist meiner Erfahrung nach ein Onlinephänomen. Wenn man sich persönlich gegenübersteht, dann gehört pures LEGO schon zum ganz grundsätzlich guten Ton.

  6. Cobi mag heute sauber arbeiten, aber SIE waren es ja die damals dafür sorgten das Lego die lang verteidigten Alleinrechte auf die Bausteine und somit Patentrechte verlor und somit für den heutigen Zustand Tür und Tor öffnete, da gerichtlich entschieden wurde das jeder Klemmbausteine produzieren darf.

    Man kännte hier sagen „Vom Saulus zum Paulus“ und so steht es auch um Johnny, den ich schätzen gelernt habe, da er , seit er seinen Laden hat davon absieht illegales Gedöns zu zeigen und gute Arbeit mit seiner Recherchen macht und sich somit an mehr Objektivität versucht also so manch anderer.

    Aber ich denke auch, das es für Händler wie auch Käufer zuweilen sehr schwer, bis unmöglich sein kann zu erkennen, ob die Zusammenarbeit zwischen Mocer und Xingbao ( die auf der ersten Seite der Anleitung immer groß präsentiert wird) wirklich so ehrhaft ist wie einem sugeriert wird.

    Anders ist es mit klaren rechtlichen Brüche, wie das verbreiten von Mini Figuren oder Themen wie Ninjago oder das kopieren von Sets – alles schon hier in einem Geschäft stehen gesehen und jedwede Debatte verlief im Sand, das das was sie verkaufen illegal sei. Da bekommt man gesagt, das Lego ja kein Patent mehr habe und alle produzieren dürften und das ja nicht „Ninjago“ drauf stünde, sondern „Ninja“ obwohl einem auf der Packung eins A Garmadon angrinst und selbst wenn man ihnen erklärt das die Mini Figur als 3D Markenzeichen gesichert sei und auch auch direkt über das Handy auf der Legoseite zeigt, das Ninjago als Themenwelt rechtlich gesichert ist….guckte ich in ein Eselgesicht der Geschäftsführung des Ladens und jetzt verkaufen sie asiatische Kopien vom Schiff in der Flasche -.-

    Das Problem dabei ist aber leider, das vielen scheissegal ist ob sie „Hehlerware“ kaufen, sie es schon wissen aber im Netz, ob nun Kommentarbereiche wie hier, YT oder sonst wo das total runterspielen und ganz gezielt lieber die BILLIGE Diebesware kaufen, statt das Orginall weil Lego ja so kacke sei und es verdient habe und da greife ich mir an den Kopf, denn ich frag mich da immer „Wie würdet ihr reagieren wenn man EUCH Dinge stiehlt, eure Identität übernimmt, sich als euch ausgibt, euer Lohn und Brot einkassiert, sich in euer Haus setzt, eure Kinder anfasst, mit eurer Frau schläft und die Nachbaren alle sagen >Wieso regst du dich denn auf, er sieht aus wie du, gibt sich wie du und er mäht sogar unseren Rassen…er ist viel besser als du dem Orginall – zieh doch einfach weg, hm ?< " aber leider bringt es nichts mit solchen Leuten zu reden, die es gut und richtig finden solche Illegale Machenschaften zu unterstützen.

    Im Gegenteil, durch die Kampfansagen von bestimmten YTubern und Bluebrixx und dem vermeindlichen "David gegen Goliath" wird die rechtlich korrekt agierende Firma als Buh-mann der Nation hingestellt und die "Faker" als Heilsbringer und revolutionären GUTEN interpretiert. Es geht nicht mehr um faktische Rechtslagen, sondern dem RechtsGEFÜHL und das ist leicht zu manipulieren und am Ende ist es für jene die wirklich im Recht sind …..ein Kampf gegen Windmühlen.

    • Ich find’s komisch, dass du dich gegen das „gefühlte Im-Recht-sein“ verwehrst, aber dann selber damit argumentierst. Stell dir doch einfach mal die Frage, ob selbst ein offensichtlich abgekupfertes Set nach originär chinesischer Rechtslage möglicherweise völlig legal wäre und das Auftauchen der Produkte in Europa durch irgendwelche Importeure eventuell erst der eigentliche Rechtsbruch ist. Das sind alles komplett verschiedene Dinge. und nein, nur weil LEGO ein großer Quasi-Monopolist ist heißt das noch lange nicht, dass sie auch in diesen Fällen immer im Recht sind. So läuft das einfach nicht…

      • Es ist korrekt, das die Sets nach asiatischer Rechtslage legal sind und erst die Importeure sie in ein Rechtsraum einführen, wo sie illegal sind und da liegt doch der Hase im Pfeffer und wo Bluebrixx z.b. sich nicht als Opfer einer bösen Lego-Verschwörung hinstellen kann mit einem Mob an geistlosen Zombie-anhänger die rufen „Buuh Lego“ – wenn ja die Rechtslage eigentlich recht klar ist aber die Importeure ganz offen und bewußt mit Grauzonen und dem womöglichen Feuer spielen – den Käufern ist dabei diese Grauzone ziemlich egal , sie bekommen ihre Waren und fertig ist der Lack und wenn sie es nicht mehr bekommen, weil Lego mit Rechtsmitteln dagegen vorgeht, legalen Rechtsmitteln, dann ist das Geschrei groß obwohl jeder weiß das in der Grauzone Minen liegen und wenn man pech hat …..tritt man drauf und es macht „Boom“, dann ist aber nicht immer automatisch Lego dran Schuld – so einfach ist es dann halt auch nicht.

        • Tja, aber du sagst es eben selbst – Grauzone. Eine Schachtel mit Steinen ist formal gesehen erstmal nur eine Schachtel mit Steinen, die selbst nach deutschen Warenwirtschaftsgesetzen unter Umständen erstmal legal importiert werden darf. Alles andere liegt in anderen Rechtsbereichen, weshalb ich es auch befremdlich finde, da irgendwelche Verschwörungstheorien zu beschwören oder diese Hin- und Herschieberei von Opfer-Täter-Beziehungen. Das ist Schulhofniveau und Peter ist doof! 🙂

        • Hier vermischst du aber Äpfel mit Birnen, denn der Rechtsstreit bei BlueBrix betrifft ja vorrangig die Minifiguren, und da ist die Rechtslage, anders als behauptet, nämlich ganz und gar nicht klar, wie weit die Figuren abgeändert werden müssen, um keine geschützten Markenrechte zu verletzen. In diesem Beitrag jedoch geht es um den Klau von Bauideen. Also bitte diese Themen differenziert behandeln.

        • @Ohmbricks

          Dir ist aber schon klar, das der Einstieg in das Noppenstein-Geschäft von Lego, durch das „klauen“ kopieren einer Idee anderer begann. Klar war das Patent nur örtlich gültig und zwar nur in England und somit durfte Lego die Kiddicraft Kopie überall nur nicht in England verkaufen. Nur wie ist das Moralisch zu erklären? Sind da Parallelen zum heutigen China zu sehen? Als Lego wenige Jahre später, das kopierte Produkt verändert hat, war es ja was komplett neues und eine Eigenkreation oder? Wieso kaufte Lego in den frühen 80´er Jahren doch noch das Kiddicraft Patent auf?
          Ganz ehrlich, ohne die Idee von Hilary Fisher Page, die Lego kopierte und später veränderte, würde wir hier jetzt nicht Diskutieren.
          Somit gebt den neuen Firmen im Geschäft, eine Chance sich zu verbessern, verändern. Den auch Lego fing mit dem kopieren einer fremden Idee an

        • Wurde ja auch schon ausgiebig diskutiert, dass nach meinem Verständnis und dem Verständnis anderer eine Schachtel mit Steinen ohne Logo, Bauanleitung usw. nicht als „Plagiat“ bezeichnet werden kann, auch nach deutscher Rechtssprechung. Wie oft gesagt, moralisch mag das verwerflich sein, aber in der Rechtssprechung ist sowas maximal ne Grauzone und Grauzonen sind per se erstmal nicht illegal!

    • „Cobi mag heute sauber arbeiten, aber SIE waren es ja die damals dafür sorgten das Lego die lang verteidigten Alleinrechte auf die Bausteine und somit Patentrechte verlor und somit für den heutigen Zustand Tür und Tor öffnete, da gerichtlich entschieden wurde das jeder Klemmbausteine produzieren darf.“

      Nö. Lego hat 1981 einen Rechtsstreit mit Tyco verloren (obwohl man vorher noch eilig die Rechte an Kiddicraft kaufte, von denen man selber das Design der Steine kopiert hatte), weil die Patente nach 20 Jahren standardgemäß ausgelaufen waren und entschieden wurde, dass das Design der Steine funktionsbedingt sind und keine weiteren Urheberrechte geltend gemacht werden können. Das war der Anfang. Cobi kam viel viel viel viel viel später.
      Sollte man übrigens vll. auch nicht vergessen, dass Lego selbst seinen Erfolg einer dreisten Patentverletzung verdankt.

      • Ich dachte gehört zu haben das Cobi …..war das nicht sogar in einem Video von Johnny ? …..ach weiß nciht mehr :/

        Aber ja, selbst Lego kopierte von Kiddicraft aber das waren alles Patentproblematiken, die mit den heutigen Probleme nicht viel gemein haben, wie das kopieren der Minifigur die als Markenzeichen eingetragen sind oder 1 zu 1 übernehmen von fertigen Set Designs oder wie in diesem Artikel auch angesprochen das nicht einhalten von Verträgen und Bezahlung der Mocer mit denen Xingbao zusammengearbeitet hat.

        Schlussendlich basiert auch unser „Made in Germany“ als Qualitätssiegel einst auf eine Brandmarkung der Großbritaniens als Warnung vor deutschen Waren, als WIR in der Industrialisierung alles englische kopierten – aber wie gesagt, heute geht es nicht mehr um Patentprobleme oder sagen wir, nihct mehr allein und das vor Regel und Rechtslagen und Rechtsmöglichkeiten die Seinerzeit noch nicht sooo~ leicht durchzusetzen sind wie heute.

        • Das stimmt nicht ganz. Kiddicraft hat den Noppenstein erfunden. Lego den Klemmbaustein – eine Weiterentwicklung den Noppensteins durch hinzufügen der 3 Tubes im 2×4 Stein.

          Somit ist es keine Kopie sondern eine Weiterentwicklung. Genau das mach Cobi heute auch. Sie entwickeln den Stein durch eigene Formen weiter. Das ist auch ok.

          • ja es ist eine Weiterentwicklung, aber von was?
            Von einem neuen Produkt? Nein, es wurde der Kiddicraft-Stein verändert, es wurden dem Kiddicraft Stein Röhrchen im Inneren zugefügt. Was ohne den Kiddicraft Stein nicht möglich gewesen wäre. Scheinbar reicht es ja auch nicht aus, wenn man die Lego Minifigur etwas abändert, verbessert, mit einem zusätzlichem Kugelgelenk im Arm, für mehr Beweglichkeit. Das ist doch eine Eigenentwicklung von Xingbao oder? usw.
            Wir drehen uns hier im Kreis, was Lego erlaubt war, ist jetzt bei anderen sehr böse?

            • Das sind verschiedene Dinge:
              – Die Röhren im Stein waren ein Patent (technische (Weiter-)Entwicklung) und das ist inzwischen abgelaufen und Lego kann sich auch nicht mehr darauf ausruhen.
              – Die Figuren sind ein Markenzeichen, so ähnlich wie der Mercedes-Stern. Und deshalb müssen die Figuren anderer Hersteller sich deutlich genug unterscheiden, was auch immer das im Einzelfall heißen mag.

        • Lego wollte einen weiteren Schutz für die Steine geltend machen und dagegen ist Cobi vorgegangen. Danach haben die Gerichte geurteilt, dass Lego schon lange genug geschützt wurde und sie sich jetzt endlich dem Markt stellen sollen…

    • Sorry wenn ich das so deutlich sage, aber ich bekommen bei solchen Kommentaren eher das Gefühl, dasses hier ein harcore-Fan ist, der keine anderen „Götter“ neben seinem duldet. Das dieses Vorgehen auch Vorteile für euch haben kann, das wird nicht gesehen. Monopole sind eben nie gut.

  7. @Mylenium, sehr gute Zusammenfassung, das ist eben das Problem, man kann nicht unterscheiden welche Sets geklaut und welche eben nicht geklaut. Ich persönlich finde es auch schon fraglich das beispielsweise Xingbao genau die gleichen Mauersteine anbietet die genauso aussehen wir von Lego, auf einer Seite gestreift und auf der anderen gemustert, das ist offensichtlich eine Fälschung da einfach das exakt gleiche Mould genommen wird(was evtl Rechtlcih okay ist, moralisch aber äußerst fragwürdig, auch wenn großen Firmen das egal ist)Für mich selbst habe ich entschieden das Sembo, Xingbao und Firmen die Fälschungen von Marken für mich tabu sind, ebenso diese Marken dir exakt die gleichen Moulds wie Lego haben. Cobi hat dagegen eigene Moulds und Farben, weshalb ich diese auch bedenkenlos kaufen würde.

    • Wo soll bei einzelnen Steinen das Problem liegen? Ein guter Teil der LEGO-Patente, -Geschmacksmuster und Marken ist ohnehin schon lange nicht mehr geschützt. Das kann jeder auf den Seiten der jeweiligen Patent- & Markenämter nachvollziehen. Alles andere halte ich für eine sinnfreie Argumentation. Im technischen Bereich kann man bestimmte Problem nun man nur mit einer begrenzten Anzahl von Lösungsansätzen bewältigen, gerade wenn man zu anderen Systemen und Normen kompatibel sein muss/ will. Es ist unvermeidlich, dass man dabei manchmal zu stark ähnlichen/ gleichen Lösungen kommt. Gibt’s ja auch in der Natur als „konvergente Evolution“. Selbst wenn der von dir angesprochene Stein irgendwelche besonderen Merkmale hätte und „einzigartig“ wäre, schließt das nicht aus, dass eine andere Firma zu einem ähnlichen ergebnis kommen würde – vielleicht mit weniger tiefen Rillen und etwas runderen Ecken, aber im Großen und Ganzen fast identisch…

        • Ich kenne das Video, es ist aber für das hier diskutierte Beispiel nicht relevant. Sorry wenn das jetzt nicht ganz klar ist. Mal davon abgesehen bleibt der Sachverhalt der gleiche – mit minimalen Änderungen sind „ähnliche“ Steine ohne Probleme möglich.

    • Wo ist das bitte ein „Fälschung“? Soweit ich weiß ist eine Fälschung nur dann gegeben, wenn es eine Nachahmuing eines Originals ist, welche auch als das Original verkauft wird. Das ist bei Xingbao und bei allen anderen Herstellern nicht gegeben. Würden sie „Lego“ auf die Noppen schreiben, dann wäre es eine Fälschung.

      Es täte der Diskussion sicherlich gut, wenn die emotionale Ebene verlassen wird und rein auf die Fakten geschaut wird. Die Steine sind nicht geschützt, also können sie nachgenacht werden. Genauso könnte Lego Steine von Cobi nachmachen, sofern diese nicht geschützt sind – ich würde mir z.B. die Steine für die Umkehr der Baurichtung auch von Lego wünschen. Das würde völlig neue Möglichkeiten mit sich bringen. Und ich wette, wenn Lego das machen würde, wäre es für viele, die das bei anderen Herstellern verurteilen, völlig ok – frei nach dem Motto, die anderen machen es ja auch.

  8. Zum Thema klauen und Rechte verletzen habe ich auch ganz schlecht Erfahrungen mit „Bricklink Studio Line“ machen müssen. Alle meine Sets wurden einzeln versendet. Mit falschen Preisangaben auf dem Etikett was beim Zoll doch einiges an Fragen an mich aufgeworfen hat. Die ersten Sets wurden sogar ausgepackt weil der Verdacht war, dass es sich um „Chinalego“ handelt. Einige Sets sind gar nicht bis zum Büro des Zollverwalters gekommen und wurden an Bricklink zurückgesendet. Sets im Wert von ca. 920$! Trotz mails von mir und auch Reklamationen, hat Bricklink nun in einer Dreistigkeit meine Bestellungen als „completet“ geschaltet was ich als eine Verletzung meiner Persönlichkeitsrechte verstehe. Auch wird Bricklink – gemäss ihren Mails – mir das Geld nicht zurücküberweisen! Auf mein Angebot das ich das Porto bezahle – Funkstille. Ich bin massiv enttäuscht über die Abwicklung der Studio Linie von Bricklink und LEGO® und über die Verletzung meiner Privatsphäre auf meinem Profil. LEGO® musss sich gut überlegen ob sie mit einer Plattform wie Bricklink wircklich zusammenarbeiten sollten!

    • LEGO hat da bestenfalls nur einen Lieferantenvertrag für die Teile und eine begrenzte Erlaubnis gegeben, den Namen für die Werbung zu nutzen. Alles andere ist zwischen dir und BL, aber ich sag mal so: Der Laden operiert nach irgendeinem Mischmasch aus Hongkonger Firmenrecht, amerikanischem Leistungsrecht und ebenso gestrickten Datenschutzregeln, also hast du da real gar keine Chance, irgendwas Sinnvolles zu bewegen.

    • Echt? Eins meiner Sets ist auch im Zoll hängen geblieben und wurde trotz Nachverzollungsantrag zurückgeschickt. BrickLink hat mich dann informiert und mir dann angeboten, den Kaufpreis zurückzuerstatten oder es noch mal per FedEx zu versenden.

  9. Guten Morgen,

    Lego zu „bestehlen“ ist das eine. Die sind groß und können sich wehren. Von Einzelpersonen Ideen zu nehmen, Sie gar nicht, oder entgegnen Absprachen / Verträgen zu entlohnen geht nicht. In China ist es eine Ehre kopiert zu werden, das ist dann deren Kultur. Mag sein, für mich ist das eine billige Ausrede. Aber es gibt auch deutsche die Vergewaltigungen als nicht schlimm anerkennen, wenn das in entsprechenden Kulturkreisen „normal“ ist. Ich schweife ab. Ich finde beides nicht richtig. Im Endeffekt muss jeder selbst entscheiden was er tut und kauft. Wahrscheinlich reicht eine Google Recherche um ein Gefühl dafür zu kriegen ob sich dort etwas selbst überlegt wurde, oder jemand bestohlen wurde. Der Setname wird meistens ja plump mit übernommen. Schönen Sonntag.

  10. Hallo, ich hatte vor ein paar Jahren guten Kontakt zu den ARVO Brothers aus Spanien. Sie haben mir auch gesagt, dass sie eine Anfrage eines Unternehmens aus China hatten. Aber es war mehr nach dem Motto: Entweder ihr sagt ja und bekommt etwas Geld oder wir machen es ohne eure Zustimmung. Sie hätten auch etwas bekommen aber nicht so wie vereinbart. Sicher auch wie bei dem anderem Designer mit den 50%.
    Ich selber halte von den Clons auch nicht viel, auch wenn sie mit eigenen Setideen kommen. LEGO entwickelt neue Steineformen, bringt diese in neuen Sets und kurze Zeit später werden diese Formen schon kopiert. Es ist mir klar das die Formen nicht immer geschützt sind aber es ist für mich u.a. ein Grund die Clone aus China nicht zu kaufen.

  11. Danke für die Sammlung an Erfahrungsberichten – das ist ja direkt Journalismus!

    Ich denke die Leute, die betroffen sind und das nur public machen anstatt viel Energie oder gar Geld in die „Verfolgung“ zu investieren, machen es genau richtig.
    Wenn man nicht reich (oder arm) ist, ist es ja schon innerhalb von Deutschland schwer einen Rechtsstreit zu schultern, wenn der Ausgang ungewiss ist. Ein Rechtsstreit im Ausland kann kam voll vergessen (noch dazu, weil Mylenium korrekt anführt, dass was hier Unrecht ist, noch lange nicht dort Unrecht sein muss).

    Auf jeden Fall ein guter Artikel! : )

    Wobei ich die moralische Mitschuld des Konsumenten (wie so oft bei einigen ähnlichen Themen) überbewertet finde. Soetwas zu regeln, genau dafür ist der Gesetzgeber da und wenn es im großen Rahmen (ich weiß nicht, ob das hier schon der Fall ist) zu Ungerechtigkeiten kommt, dann spart dieser entweder an vernünftigen Regelungen oder Personal.

  12. Das große Teile der Wirtschaft des Asiaten durch Plagiate ,Ideeenklau und der billigen Produktion- da geringe Lohnkosten und Qualtativ geringere Rohmatefialien- bestehen ist schon seit Jahrzehnten kein Geheimnis. Es betrifft die Großen und die Kleinen. Da es für solch hergestellte Produkte gerade in den Europäischen/Westlichen Ländern riesige Abnehmergruppen findet wird diese Praxis munter weiterbestehen. Ironischerweise unterstützt hier der ,,Bestohlte“ den Dieb indem er seine Ware käuft.

    • @Jens Lübcke
      genau für das selbe waren wir deutschen in der Vergangenheit bekannt, schaue mal nach dem Ursrpung von „made in germany“, was die Engländer damit wohl bezwecken wollten 😉

  13. Ich persönlich verstehe halt nicht wie es sein kann das genau der der gleiche Stein so vorkommt. Wenn ich mir einen Mauerstein vorstellen würde ist es eher unwahrscheinlich das ich die exakt gleichen Maße und Aufteilungen nehmen würde, deswegen gehe ich davon aus das sie den Stein in einem Lego Set gesehen haben und einfach nachgegossen haben

  14. Nur weil ich das immer wieder lese:
    1) China hat ähnlich strenge Gesetze, was die Verbreitung und Herstellung von Raubkopien bzw. den Diebstahl von geistigen Eigentum angeht, wie die EU.
    China ist bisher eher passiv was die Durchsetzung dieser Gesetze geht aber das ist kein rechtsfreier Raum.

    2) Dieser BS das in China man durch kopieren besser wird und den Meister (Urheber) ehrt ist einfach nur eine Aussrede. Keiner glaubt das wirklich wird aber jeder naiven Langnase erzählt.

    • Wer andere eine Langnase nennt, sollte aber auch den den geschichtlichen Hintergrund berücksichtigen. China ist/war kommunistisch. Das heißt, die hatten lange Zeit Gemeineigentum. Und wenn das Eigentum nicht geschützt ist, kommt halt sowas bei raus.

  15. Ich würde mich freuen, wenn mal jemand die Gesetzeslage genau darlegen könnte. Vielleicht jemand vom Fach, der sich auch auskennt und nicht nur mal „was gehört“ hat und wild spekuliert.

  16. Also ich finde es etwas schwierig das BlueBrixx als bösen hinzustellen. Die sind primär Händler die Ware verkaufen. Und wenn xingbao oder ein anderer Hersteller ihnen erzählt das die sie einen Vertrag mit dem Designer haben ist die Nummer für den Händler erstmal gegessen. Wenn diese sich nicht an den Vertrag halten muss der Designer tätig werden und sich am besten einen Anwalt nehmen. Wenn der nur ein par Emails schreibt und dann sagt ich will davon nichts mehr wissen wollen haben sie in einem gewissen Rahmen selber schuld. Und auch wenn ich es gut finde das hier mal auf dieses Problem hingewiesen wird aber ich hätte es toll gefunden wenn man mehr als 3 Leute gefragt hätte und auch mal bei neueren Modellen von Xingbao recherchiert hätte. Ob sich da was getan hat nachdem lepin verurteilt wurde. Als Basis ein guter Artikel aber meiner Meinung nicht mehr als ein Anfang.

  17. Wer sich bei diesem Thema auf das Terrain von Rechtsgrundlagen begibt, sollte schon
    über ein Maß an Sachkunde darüber verfügen.

    Der Artikel von Wolfgang unterscheidet z.B. nicht zwischen den Rechtsfragen die

    1. an den einzelnen Baustein anhängig sind
    und
    2. dem Modell, das aus der Gesamtheit dieser rechtsbefangenen Elemente besteht
    und unter Vermengung eine eigene Schöpfung und damit einen eigenen Gegenstand
    darstellt.

    Kurzum: Es fehlt die Einordnung allein schon nach sachenrechtlicher Maßgabe.

    Ein Beispiel: Ein essbares Produkt wird aus getoastet Brot, gegrilltem Fleisch, Senf, Ketchup, Gurke und Zwiebeln zusammengestellt.

    An jedem für sich sind Rechte verbunden (und Pflcihten), z.B. des Eigentums von Hersteller oder Lieferanten.

    Nur die obige Beschreibung lässt einen völlig neuen Gegenstand entstehen: Ein Hamburger.

    Diese Namensbezeichnung ist eins der signifikanten Maßstäbe für die Beurteilung, inwieweit sich ein anderer Gegenstand gebiltet hat und damit wiederum Rechte anknüpfen.

    Und das nur, um überhaupt mal einen Einstieg zu finden in die wahre rechtliche Materie.
    (Wie sind einzelne Rechte entstanden, inwieweit sind sie übertragen worden oder untergangen usw.)

    Ein anderer Aspekt ist der negative Einschlag auf die Kreativen, denen bisher schlichtweg
    nur ein einziger echter Anreiz geboten wird: Nix mehr preisgeben.

    Es ist die einfachste, schnellste, kostengünstigste, nervenschonendste usw. Alternative insbesondere dann, wenn ein umfassender Schutzwall um die eigenen Schöpfungen erst
    errichtet werden muss – ohne Gewähr, daß er hält.

  18. Ich find den Wettbewerb aus Fernost (und Polen und USA) erstmal gut. Wettbewerb belebt das Geschäft und sorgt für Innovationen, die auch von anderen als Lego kommen.

    Steine für 2-3 statt 4-12 Eurocent finde ich angemessener, Lego darf ruhig von seiner Marge abgeben. Gerade, wenn sie durch ihre Hochpreispolitik mit nachfolgenden Rabatten faktisch Preisdiskriminierung entlang der Zahlungsbereitschaftskurve der Kunden betreiben (was die Wettbewerbshüter interessieren müsste, wenn die Preisreduktion nicht an die WalMart, Amazon und Kaufhof dieser Welt ausgelagert wäre).

    Für die Afol/b und MOC – Welt kommt die Innovation momentan vorrangig aus Fernost. Dort wird der ’long tail’ der Lego/Klemmbausteinfans erschlossen, den Lego zulange ignoriert hat.

    Wie und womit dieser Wettbewerb stattfindet (legale Ähnlichkeit, dreiste Kopie oder Innovation) ist die Frage, die man diskutieren muss.

    Dann muss man aber ggf. auch die Frage nach den Lizenzen für die Modelle der MOCer stellen, wenn sie ihre Modelle bzw. Anleitungen kommerziell anbieten.

  19. Leute die klauen, nennt man Diebe. Und Leute, die Designs von Fans oder gar kommerziellen Anbietern illegal verwenden, um damit billige Sets auf den Markt zu werfen (und damit GELD VERDIENEN!!!), fallen für mich in die gleiche miese Kategorie!!! Ich verstehe nicht, wie hier teilweise ernsthaft Partei für diese Typen ergriffen werden kann. Schämt Euch: Ihr zerstört das Hobby!

    • Wie wäre es damit, die Beiträge mal völlig emotionslos zu lesen und nur die Fakten zu nehmen? Dann würdest auch Du erkennen, dass KEINER hier das Nehmen anderer Ideen so gut findet – die Kritik hier dreht sich eher um das Pauschalisieren – was Du eben auch machst.

      • @Michael: Mir würde es sehr gut gefallen, wenn Du dich dann jetzt hier auch einmal sehr klar und deutlich GEGEN die Verletzung von Urheberrechten im europäischen Sinne des Rechts- und Moralverständnisses bekennen würdest! Deine Posts hier lassen leider nicht eindeutig erkennen, auf welcher Seite Du stehst.
        Und ja: ich pauschalisiere, wenn ich sage, dass ALLE Leute, die sich Designs aus dem Internet nehmen und GEGEN den Willen der eigentlichen Urheber EIGENE kommerzielle Interessen vertreten Diebstahl begehen. So etwas darf nicht gut geheissen werden und da kann es aus meiner Sicht auch leider keine zweite Meinung zu geben.

        Und nur um Missverständnisse auszuschließen: ich finde den Artikel großartig und danke Wolfgang dafür, dass er dieses Thema hier aufgreift. Denn ganz offenbar scheint es hier ja doch einige zu geben, denen man noch etwas beibringen muss. 🙁

        • @CassDK

          Ich wäre da vorsichtig. Die Rechtslage ist (auch durch Politikversagen) Im Urheberrecht teilweise so wirr, dass diese einafchen moralischen Kategorien oft unangebracht sind.

          Was ist z.B. mit deinem Avatar? Hast Du da wirklich bei allen, die rechtlich damit zu tun haben könnten (Lego durch die Minifiguren, der Fotograf usw.) nachgefragt, ob die Verwendung von Dir gewünscht ist?

          Und jetzt nehmen wir mal an (nur rein theoretisch), jemand davon fällt ein, dass er das nicht gut findet und tituliert Dich als Dieb. Fändest Du das angemessen oder würdest Du das nicht doch etwas differenzierter erläutert haben wollen, bevor man derartig den Stab über Dir bricht?

          • @Hand: Deinem Einwand stelle ich mich gern: tatsächlich bin ich kein Anwalt und kenne mich im einzelnen mit der Rechtslage hier nicht aus. Dies dürfte wohl für die meisten hier gelten. Aber ich habe einen Wertekompass, der leider sehr deutlich ausschlägt, wenn ich das Gefühl habe, dass „etwas nicht stimmt“.
            In diesem Falle kann ich aus erster Hand berichten, dass die Designer der Modul-Häuser (Brickative) keine Freigabe erteilt haben. Du kannst gern auf ihrer FB-Seite nachschlagen: sie haben dort eine Stellungnahme veröffentlicht, in welcher sie eindeutig klarstellen, dass „die Chinesen“ ihre Designs ungefragt – und ohne jegliche finanzielle Kompensation – nutzen. Soll man diese Fakten ignorieren und es gutheißen, was hier passiert? Tut mir leid, aber dass kann und möchte ich nicht.

            Bezüglich meines Avatar-Bildes gebe ich Dir sogar recht: ich habe keine Ahnung, ob der Fotograf oder TLC einverstanden sind, ob ich das Bild als Avatar nutze. Ich hatte allerdings auch nicht vor damit Geld zu verdienen. Der Unterschied zwischen „privater Nutzung“ im Gegensatz zu „gewerblicher Nutzung“ ist hoffentlich bekannt.
            Würde ich das Bild als „meins“ ausgeben und es verkaufen wollen, dürfte man sehr wohl „den Stab über mir brechen“, denn dann hätte ich – sowohl nach moralischen- als auch höchstwahrscheinlich nach rechtlichen Standards Unfug getrieben.
            Hey: ich sage doch gar nicht, dass ICH alles richtig mache. Aber damit vom eigentlichen Thema abzulenken, ist natürlich auch eine Möglichkeit, das eigentliche Problem zu ignorieren. 😉

            • @CassDK
              Danke für die Antwort.

              Ihr Beispiel mit dem „gewerblich vs. privat“ ist ein gutes. Es ist nämlich eine verständliche Trennlinie. Mir ging es aber genau darum, dass in diesem Rechtsbereich verständliche und nachvollziehbare Trennlinien teilweise Seltenheitscharakter haben und ich deswegen finde, sie sollten nicht zu sehr mit „Moral“ daherkommen.

              Oder um es anders auszudrücken: Für gewisse Leute, die noch „moralischer“ drauf sind, sind sie auch schon bei der privaten Nutzung geistigem Eigentumes anderer ein ganz böser Raubkopierer.

              Es geht nicht darum ihren moralischen Kompass zu verneinen, sondern eher um eine Feinjustierung selbigem, damit er nicht so weit geht bei einem Thema ein „wer nicht für uns ist, der ist wieder uns“ zu produzieren, bei dem wir eigentlich alle garnicht so weit auseinanderliegen.

              Ich sehe z.B. die selben Probleme und finde die Schuld eher bei der Politik, als beim Konsumenten. Was aber nicht heißt, dass ich es gut fände, wenn die Firmen die Ideenhaber nicht beteiligen – ganz im Gegenteil.

            • Nur mal kurz zum Offtopic dem Avatar. Wenn das ding in irgend einer Art geschützt ist, interessiert es nicht ob du damit Geld verdienen willst oder nicht. Du darfst es stumpf nicht nutzen denn selbst auf der privaten Nutzung kann eine Lizenz nötig sein, einfach mal sowas wie creativemarket.com anschauen.

        • Warum sollt eich mich jetzt noch mal „GEGEN die Verletzung von Urheberrechten im europäischen Sinne des Rechts- und Moralverständnisses bekennen“ ? Nur weil Du das so willst? Ich habe oben bereits beschrieben, dass ich so etwas nicht in Ordnung finde. Wenn Dir das nicht reicht kann ich Dir auch nicht helfen.

          Und nein, ich finde den Artikel deutlich zu einseitig. Mehr werde ich dazu nicht schreiben, weil ich einem Kollegen nicht in den Rücken falle.

          • Nein, nicht weil ich es so will. Ich dachte, wir diskutieren hier auf Augenhöhe und da wüsste ich einfach gern, wo Du stehst. Meine Position ist ja inzwischen hinlänglich bekannt. 😉
            Falls ich Deine vorherige klare Position überlesen haben sollte, so entschuldige ich mich gern bei Dir…der Treat ist inzwischen ja etwas unübersichtlich geworden. Sehe es mir bitte nach.

            Darf ich dann nochmal Fragen, wo Dein Kollege Wolfgang etwas zu einseitig geschildert hat? Ich würde es einfach gern besser verstehen.
            Für meine Begriffe hat er – um den Punkt zu machen, dass solche Dinge passieren – ausreichend gut recherchiert. Soweit ich weiß, arbeitet Wolfgang nicht bei Amnesty oder eine Tageszeitung: für einen kostenfreien Fan-Block sollte es in Ordnung sein, wenn man als Konsument keine 100%ige journalistische Leistungen präsentiert bekommt. Das würde wohl etwas zu weit führen.

            Also gern nochmal: an welchen Stellen fehlt Dir eine Gegendarstellung?

            • Sorry, aber Du diskutierst hier eben nicht auf Augenhöhe. Du versucht mit Deinen Kommentaren anderen Deinen „moralischen Kompass“ aufzudrücken, dass es hier durchaus differenziertere Meinungen gibt interessiert Dich anscheinend nicht, für Dich zählt nur Deine Meinung – und jeder, der diese nicht teilt, hat entweder keien Ahnung oder sollte sich neu eichen lassen.

        • @CassDK :

          Dein letzter Beitrag zeigt sehr schön das Problem: wieso muss man sich für eine Seite entscheiden? Wieso muss man sich zu irgendwas bekennen?

          Schäfer argumentiert sachlich und schlüssig, fernab einer immer subjektiv geprägten Gefühlsebene. Das stünde einigen hier gut zu Gesicht.

          • @Pabstat: Dein Feedback nehme ich gern zur Kenntnis. Ich argumentiere tatsächlich nicht ganz frei von Emotionen, ganz im Gegenteil: die Tatsache, dass Ideen geklaut und zu Geld gemacht werden, lässt mein Blut ganz schön kochen. Deine sachlich, objektive Haltung zu diesem Thema würde mich interessieren, aber rette Dich bitte nicht allein mit dem Begriff „Rechtslage“: wie oben schon erwähnt, werden sich die wenigsten damit auskennen. Aber vielleicht tust Du es ja!?

            Und selbst wenn an dieser Stelle Gesetze fehlen sollten: es geht über meinen moralischen Horizont und ich möchte nicht so richtig verstehen, warum ich wissentlich gestohlenes geistiges Eigentum kaufen sollte oder warum dies jemand anderes tut?

            Komplett richtig: ich argumentiere Emotional…weil es mir wichtig ist.

            • @CassDK:

              Ich bin dir noch eine Antwort schuldig.

              Grundsätzlich schließe ich mich der Argumentation von Schäfer an, das deckt sich mit meiner Sichtweise. Ergibt also keinen Sinn, hier jetzt nochmal einen anders formulierten Roman gleichen Inhaltes zu schreiben.

              Hinzuzufügen wäre, dass ich den Standpunkt vertrete, dass nicht der Konsument über Recht und Unrecht entscheiden soll (und auch mangels Informationen nicht kann), sondern der Gesetzgeber und seine Exekutivorgane.

              Alles andere läuft auf Mistgabeln und Fackeln hinaus und noch dazu müsste ich mich umfassend informieren, um nicht dem Falschen hinterherzulaufen, was bei dem ganzen Kram heutzutage, den irgendjemand nicht ok findet, schlichtweg nicht möglich ist.

              Ich bin ebenso der Ansicht, dass man nicht zu 100% „gut“ sein kann, daher sehe ich davon ab, moralische Maßstäbe beim Kauf von Konsumgütern anzuwenden. Persönliche Handlungen sind jedoch etwas anderes.

              Als Kaufmann bin ich der Meinung, dass Konkurrenz das Geschäft belebt und solange das Ganze juristisch in Ordnung ist…ja mei. Es tut mir zwar leid, wenn Hobbydesigner jetzt ihre MOCs als fertige Sets von der Industrie sehen müssen…aber gut, mit netten Worten und Gefühlsduselei funktioniert das Geschäftsleben halt nicht.

              Es wäre interessant zu wissen, ob einer der „Geschädigten“ im Falle der Designübernahme schon probiert hat, auf die Hersteller zuzugehen. Mitunter könnte man vielleicht etwas aushandeln.

              Abschließend zu diesem Thema: springt der moralische Kompass auch an, wenn man im Discounter zu den Eigenmarken bei Papiertaschentüchern oder Pausenschnitten mit Milchcremefüllung greift?

      • „Ihr zerstört das Hobby!“ Zitat von CassDK.

        Genau das ist es nämlich! Ich weiß sehr wohl, was Sie damit meinen, dass man die Beiträge emotionslos lesen und nicht pauschalisieren soll. Aber genau das ist ja der Punkt: Wir pflegen hier ein Hobby mit großer Leidenschaft (teilweise Kindheitserinnerungen) in welches sehr viel Herzblut fließt…

        Das hat zwar wenig mit Patenten und geltendem Recht zu tun, aber dieser ganze Zirkus mit den Klonherstellern macht eben etwas mit der Community. Und das ist derzeit wirklich nichts Gutes! Ganz und gar nicht!

        • @Konsument

          aber durch Konkurenz wird das Hobby oder die Kindheitserinnerung nicht zerstört, auch nicht mit dem aktuellen Wissen, das Lego selber die Idee der Noppensteine kopiert (geklaut) hat. Das war einem als Kind unbekannt. Das hier und dort einige über die Stränge reißen, passiert, aber man kann nicht gleich alle in den selben Topf werfen. Halte ich Apple vor, ihren Versuch, wegen runden Ecken am Handy, andere Hersteller zu verklagen usw.? Warten wir erstmal ab, vieles sind gerüchte ohne echten Beweis.

        • Auch das stimmt nicht. Ein Monopol ist niemals gut. Schauen wir doch einfach mal auf Intel: In den letzten Jahren hatten die im Grunde keine Konkurrenz, konnten horrende Preise für kaum wirkliche Weiterentwicklungen verlangen. Jetzt ist AMD aber wieder da und Intel muss aus seiner Komfortzone raus – was man vor allen an den Preisen merkt. Und genau das passiert auch: Lego wird die rechtliche Drohkulisse zumindest in Deutschland und Europa nicht lange aufrecht erhalten…die werden sich mit der Konkurrenz wieder am Markt messen müssen. Und das hat für den Konsumenten nur Vorteile in Form von besseren Modellen und günstigeren Preise…

          Vor allem würde ich gerne wissen, wo andere Hersteller das Hobby kaputt machen? Mal davon abgesehen, dass sich Lego für „Fans“ wie uns schon lange nicht mehr wirklich interessiert.

  20. Danke für den sehr informativen Artikel. Der Kleine ist dabei leider der Dumme, die MOC Entwickler werden leider nicht viel machen können. Einige Wenige können versuchen soweit zu wachsen, dass sie sich später dagegen wehren können. Lego hat vor mehr als 60 Jahren den Klemmbaustein von Kiddicraft abgekupfert und weiterentwickelt. Patentrechte wurden damals deutlich weniger angemeldet und durchgesetzt. Ob das Vorgehen von Lego damals legal war, lass ich dahingestellt sein. Empfinde es als Ironie des Schicksals dass es jetzt Lego selbst in Form von Cobi, Xingbao etc trifft. Aufgrund des Geschäftsgebarens von Lego hält sich mein Mitleid mit den Dänen in Grenzen.

  21. Ist zwar moralisch sicher verwerflich was die Chinafirmen da machen, aber rechtlich wird man dagegen kaum etwas machen können. Nur weil man ein paar Klötze zusammensteckt ist das noch lange nicht urheberrechtlich geschützt und damit einklagbar, selbst wenn die Firma nicht in China wäre. Ist ja nicht so, dass der „Urheber“ auf sein Modell ein Patent hätte.
    U.a. deswegen konzentriert Lego sich auch stark auf Lizenzmodelle, weil z.B. Star Wars Modelle mit Lizenz von Disney viel besser zu schützen sind als irgendwelche Eigenkreationen.

    Du kannst dein Logo schützen, deine Marke, deine Verpackung und vielleicht auch noch bestimmte Steine, aber wie man sie zusammenbaut kann man nicht schützen. Ein Architekt kann das von ihm entworfene Haus auch nicht schützen und andere Architekten verklagen, weil sie das gleiche Haus gebaut haben!

    • Zumindest was Häuser angeht, liegst du komplett falsch. Ein Bauwerk und die Pläne dazu unterliegen sehr wohl dem Urheberrecht.

    • ein Architektenhaus erreicht die Schöpfungshöhe meist locker, ist somit ein kreatives Werk und somit urheberrechtlich geschützt (auch ohne Patent, Markenschutz oder sichtbare Kennzeichnung). das darf niemand einfach nachbauen oder nachträglich verändern (nicht mal der bauherr, wenn er nicht das recht vorab erworben hat oder die erlaubnis erhält). dazu gibt es genug Urteile um das außer Zweifel zu stellen.

      Grade bei komplexen MOCs ist das in Sachen Schöpfungshöhe genauso. Ob das ein (deutsches) Gericht auch so sieht müsste man vermutlich rausfinden in einem deutsch-deutschen Fall. international ist sowas immer viel komplizierter.

  22. Könnt ihr mal nachforschen was mit dem 1989er Brickvault Batmobil passiert ist? Das tauchte vor ein paar Wochen bei fast jedem Chinesen auf. Vielleicht um noch etwas Gewinn zu generieren bevor Lego eigenes Batmobil auf dem Markt erscheint?

  23. Es ist einfach lächerlich über nicht vorhandene Lizenzen/Urheberrechte bei anderen Herstellern zu meckern, aber im Gegenzug MOCer zu feiern, die Anleitungen zu Lizenthemen verkaufen (zum Beispiel große Raumschiffe aus einem bestimmten Lizenzthema) ohne aber selbst die Lizenzrechte zu besitzen. Lächerliche Doppelmoral! Übrigends, jeder Rebrick eines dänischen Sets ist auch immer nur eine Kopie, da man ja höchstwahrscheinlich nicht das Originalprodukt, so wie es im Laden verkauft wurde, besitzt und bezahlt hat. Damit hat komischerweise auch niemand ein Problem. Warum sollte dann also ein Rebrick mit z.B. chinesischen Steinen nicht in Ordnung sein.

    • Weil der Rebrick mit chinesischen Steinen kommerziell motiviert ist und nicht – wie bei einem Rebrick im Keller eines Lego-Fans – dem Frönen eines privaten Hobbies dient!?

    • Und offensichtlich wären lizenzrechtlich bedenkliche MOCs, deren Anleitungen von wem auch immer verkauft werden, ebenso ‚illegal‘. Ich glaube auch nicht, dass das von irgendwem gutgeheißen wird.

      • Das ist ja totaler Blödsinn! Der Rebrick aus chinesischen oder anderen Klemmbausteinen eines Klemmbausteinfans ist ja genauso ein privates Hobby woran jemand Spaß hat. Der Rebrick mit dänischen Klemmbausteinen ist ebenfalls kommerziell motiviert, da man sich ja die Klemmbausteine ggf. erst von jemanden kaufen muss bzw. generell Klemmbausteine kaufen muss, wenn man diesem Hobby nachgehen möchte. Anscheinend haben Sie sich auch noch nicht wirklich mit dem Thema beschäftigt. Es werden z.B. Anleitungen von MOCern zu Raumschiffen und Ähnlichem aus einer bekannten Film Weltraum Saga, die definitiv Lizenzrechten unterliegt, verkauft. Fans weltweit kaufen und vorallem feiern diese Anleitungen und MOCer, obwohl die MOCer keine Lizenzrechte besitzen. Gleichzeitig wird aber über die bösen Hersteller gesprochen, die Sets zu Lizenzthemen rausbringen ohne Lizenzrechte zu besitzen. Das ist eine lächerliche Doppelmoral.

  24. Mich beunruhigt diese elend lange Debatte hier. Jeder, der ohne Bedenken ein Set eines chinesischen Herstellers kauft, bei dem auch nur der Verdacht besteht, dass die Idee gestohlen ist, Designer nicht angemessen entlohnt werden, Steine oder Figuren geschützt sind, sollte dringend seinen moralischen Kompass überprüfen. Die Rechtslage ist dabei für mich völlig unerheblich.

    • 10 Daumen hoch!!!
      Ich finde es auch unfassbar, was hier abgeht. Die Fairness (oder nenn es „Moral“) bleibt komplett auf der Strecke. 🙁

    • Wird der „moralische Kompass“ auch bei allen anderen Dingen so hart gefahren, die in China hergestellt werden? Das dürfte nämlich inzwischen ziemlich viel sein.

      Respekt, wenn das der Fall ist. Aber ich glaube es erstmal nicht.

    • Was hat das eine bitte mit dem anderen zu tun? Wenn ich bei jedem Gerücht aufkommt meinen „moralischen Kompass“ befragen würde, dürfte ich bald gar nichts mehr kaufen. Wenn so etwas gesichert ist, dann ist das die eine Sache, hier in der Diskussion wird aber so getan, als wenn fast alles aus Chine nur kopiert werden würde. Dabei kommt der Anschein auf, dass die meisten gar nicht wissen, was alles aus Chinge kommt. Zudem hab ich weder Zeit noch Lust bei jedem Set Rebrickable zu durchsuchen und zu schauen, ob es das Set dort gibt und dann auch noch den Designer anzuschreiben. Und selbst wenn es das Set dort gibt bedeutet das erst einmal gar nichts. Das wird hier aber gerne vergessen. Vielleicht sollten sich manche erst einmal den Schaum abwischen, bevor sie schreiben…

      • im zweifel (der nach Lesen des Artikels ja da sein könnte) also besser Augen zu und trotzdem kaufen … ist einfach bequemer
        und man ist das auch schon längst gewohnt vom Kleiderkauf, wo man auch ahnt dass beim 5-euro-t-shirt vielleicht wer ausgebeutet werden könnte, aber man kaufts dann halt trotzdem, aus Gründen und mühsam.

    • Ist es nicht auch etwas anmaßend zu denken, dass der eigene „moralische Kompass“ der einzig richtige und allgemein gültige ist / sein muss?!

    • Lego hat den Noppenstein von Kiddicraft abgekuppelt – in Deinem Sinne besteht da der leise Verdacht dass das, unabhängig von der Rechtslage, geklaut war…… also kein Lego mehr kaufen? Ach halt, Du weist ja extra darauf hin dass das nur dann nicht unterstützt werden darf, wenns ein Chinesischer Hersteller ist, Dänen dürfen wir in dem Fall weiter kaufen…..

      • Eigentlich bin ich es leid, über dieses Thema zu diskutieren. Aber scheinbar sind immer noch nicht alle Leute aufgeklärt.

        Punkt 1: LEGO hat in keinster Weise gegen geltendes Recht verstoßen, sondern ganz legal ein Patent erworben. Ein Idee wurde aufgegriffen und weiterentwickelt (die Steine von besagter britischer Firma hatten keine Röhren und das war die große Innovation). Das mit den Machenschaften chinesischer Firmen zu vergleichen, die einfach nur kopieren, ist schlichtweg ein trauriger Versuch, das eigene moralisch bedenkliche Handeln zu legitimieren. LEGO macht übrigens gar kein Geheimnis daraus, dass der LEGO-Stein von Kiddicraft inspiriert wurde. Einen Bezug dazu gibt es bspw. im LEGO-Film, der auch im LEGO-Haus in Billund gezeigt wird.

        Punkt 2: Kiddicraft hat den Baustein genauso wenig erfunden. Davor gab es Anker, Bild-O-Brik, Minibrix, … Johnny hat dazu ein sehr gutes Video gemacht. Klemmen konnte davon keiner!

    • Hm, wo genau ist den jetzt ein moralischer Kompass anzusetzen? Wenn ich ein Modell bei Rebrickable sehe und es mir gefällt, dann kauf ich es. Oder kaufe mir die BA. Ist das jetzt moralisch gegenüber LEGO verwerfich? Ehrlich, im Grunde gibt es den Verkäufer und einen Käufer. Ich steh auf Originale. Also, wenn ein MOC mir gut gefällt, dann bin ich auch bereit für die Idee einen Obulus zu bezahlen. Jeder sollte mittlerweile wissen, dass China kopiert. Da frag ich mich bei einem betreffendem Angebot immer als Erstes, wo gibt es das Original. Auch das Argument, das wer von China kopiert wird, ein Kompliment erhält, hingt genauso. Dahinter versteckt sich tiefe traditionelle Geschichte. Hat aber mit 1:1 Kopien nichts zu tun. Der Chinese glaubt halt, ich formuliere es so, damit ich es tun kann. Nichts mehr. Einfach mal in die Geschichte Chinas eintauchen.

      Ein bißchen geht diese Diskussion mittlerweile immer in die selbe Richtung. Die gleichen Argumente und die gleichen Reaktionen. Solange ein Verkäufer einen Käufer findet, wird es diese Dinge geben. Raubkopien, so schlecht sie auch immer gemacht sind, finden ihren Abnehmer und daran sollte man eher denken. Für die MOCers tuts mir natürlich leid. Trotzdem kaufe ich lieber euer Original oder baue selbst. Da ist mir der moralische Kompass völlig schnurts…

  25. Ich verstehe die ganze Aufregung nicht! Lego erbeitet doch teilweise selber so. Das nennen die dann Lego Ideas! Da muss man bei Einstellung seines Projektes direkt seine Rechte abtreten! Das für mich beste Beispiel für dieses Vorgehen von Lego ist das Ghostbusters HQ. Anfang 2014 von Sergio 512 bei Lego Ideas eingestellt und im August 2014 die Marke der 10.000 Supporter erreicht, im Februar 2015 wurde das Set durch Lego „NOT APPROVED“ (ohne wirkliche Angabe von Gründen). 2016 hat Lego das GB HQ dann selber auf den Markt gebracht! Also, wer ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein.

    • Der Unterschied ist doch aber wohl klar: als Designer ist Dir komplett Transparent, dass dies die Spielregeln sind, wenn Du einen Eintrag bei IDEAS machst. Es gibt genügend Leute, dies genau aus diesem Grund ihre Ideen nicht bei IDEAS platzieren.
      Ich kann nicht erkennen, wie man LEGO hier vorwerfen kann, die Designer zu beklauen, wie es die unseriösen Clone-Brands tun (COBI z.B. mal ausgenommen).

      Und bei dem angeführten Beispiel GBHQ kann man vielleicht auch einfach mal auf „blöd gelaufen/schlechtes Timing“ tippen, als gleich die Verschwörungstheorien auszupacken.

      • Dann ist das wohl auch beim Hulkbuster (UCS), der Flying Dutchmen, der Jurassic Park: T. Rex‘ Verwüstung, dem Avengers Helicarrier, etc. auch nur „blöd gelaufen/ schlechtes Timing“. Kann man sich alles mal auf den Lego Ideas Seiten anschauen, wenn man will.

  26. Bevor hier viele mit Termini wie „ist nicht in Ordnung“, „moralisch verwerflich“, „Diebstahl“ um sich werfen, haltet mal bitte den Ball flach, so lange Ihr keine Cracks im internationalen Markenrecht seid.
    Keiner von euch kennt die Voraussetzungen für Markenschutz bzw. Urheberschutz. Hat/braucht Lego eine Lizenz von Gustave Eiffel bzw. dessen Rechtsnachfolger für den Eiffeltum? Hat/braucht Cobi eine Lizenz vom Naval Sea Systems Command (Rechtsnachnachfolger des Bureau of Construction and Repair) für die USS Missouri? Hat/braucht OneCase eine Lizenz von Disney für die Monarch? Gebauso ist es mit den Chinesen. Wer’s weiß, hebe den Finger und werfe nicht den ersten Stein.

    • Ich kann dir zumindest soviel sagen: Historische Gebäude / Fahrzeuge / Schiffe können nicht lizenzrechtlich oder urheberrechtlich geschützt werden.

    • Und… etwas nicht in Ordnung zu finden, bildet eine Meinung aus dem Kontext und der eigenen Erfahrung. Da dann auf Spatzen zu schießen und zu behaupten, man muss Crack im Markenrecht sein, um es etwas „verwerflich“ zu finden ist echt etwas sehr weit hergeholt…

  27. Danke für den Kommentar, ich wusste das nicht und dachte, dass zumindest die „großen“ Fremdanbieter halbwegs legal/fair arbeiten. Würde mir hier aber auch eine etwas differenziertere Bewertung bzw. Mehr Fakten und konkret Ross und Reiter wünschen! Wer sind jetzt die bösen Buben? Anscheinend Xingbao? Cobi auch? Was macht Bluebrixx falsch? Die eigenen Sets oder der Vertrieb anderer Sets? Ich habe mir bisher nur einmal ein Megablocks Star Trek Set gekauft, das war m.E. alles legal und auch fair. Grundsätzlich finde ich Frendanbieter schon alleine deswegen gut, weil sie hoffentlich Lego was die Ideen und den Verkaufspreis angeht mal einen Spiegel vorhalten. Aber es sollte natürlich alles legal und fair sein!

  28. Ehrlich, nur weil ein MOCer eine Anleitung hochlädt und sie für ein paar Euro anbietet hat er noch lange keinen Rechtsanspruch an „seinem“ Modell. Was wäre wenn als nächstes Ferrari wegen der Lizenzgebühren beim MOCer anklopft?

    Und was die Steine selber angeht finde ich es höchst bedenklich das Lego auf bestimmte Elemente immer noch Markenrechte hält. Sie konnten über Jahrzehnte als Monopolist bestens von einer Idee leben die noch nicht mal von ihnen selbst kam und haben dank Hochpreispolitik und künstlicher Verknappung die Konkurrenz doch erst immer größer werden lassen. Viele Kunden wollen halt BAUEN, auch große Projekte, dafür aber nicht Legosteine im Wert eines neuen PKW anschaffen müssen.

    Und wenn ich mir als Kunde einen neuen Emerald oder einen Monorail oder eine Brickbounty wünsche und mir Lego eine lange Nase zeigt braucht mir keiner mit der Moralkeule zu kommen wenn man sich anderweitig umsieht.

    • Ich frage mich gerade, warum genau Du Deine Freizeit eigentlich hier auf einem „LEGO-NEWS-Block“ verbringst, wenn dies ernsthaft Deine Auffassung ist!?
      Wenn dir Deine Freundin/Dein Freund fremd geht, ist dies auch nicht verboten, aber zumindest irgendwie blöd, oder? Ich finde schon, dass man etwas dagegen haben kann und das auch vertreten sollte, wenn hier in unserem Hobby solche „moralisch bedenklichen“ Dinge abgehen.

      Es ist ausserdem komplett okay, wenn man bestimmte Sets nicht hat, obwohl man sie gerne hätte. Schon mal daran gedacht, den Emerald selbst nachzubauen? Oder kommt es Dir auf den schönen OVP Karton an? Es bleiben Klemmbausteine, die man völlig selbstständig kombinieren und zusammensetzen kann. Kleiner pro-Tipp von mir. 😉

      • Wow, wenn ich mir ein China-Set hole gehe ich also Lego fremd?
        Du solltest mal deine Fanboy-Einstellung überdenken.
        Ich mag das Produkt, die Firma dahinter ist mir im Grunde egal und im Falle Legos zunehmend unsympathischer.
        Und der Nachbau bestimmter Sets scheitert oft genug an der Verknappung vieler Elemente – vom Fall einfach das Originalset besitzen zu wollen mal abgesehen. Ich persönlich hätte auch weder Lust noch Zeit das Netz nach einzelnen Steinen zu durchforsten, kann allerdings nachvollziehen das diese Art des Jagens und Sammelns für manche auch einen gewissen Reiz ausmachen kann.

        • Außerdem ist fremdgehen nicht für jeden moralisch verwerflich. 😉 Wollen wir jetzt noch über Ethik und Moral bei Abtreibungen diskutieren?! Könnte lustig werden….

        • @DangerMouse: Zumindest musst du zugeben, dass du eigentlich immer auf LEGO einschlägst, wo du nur kannst. Das Argument, dass LEGO geklaut hat ist auch immer wieder nervig. Damals gab es wieviele Steine? Wieviele verschiedene? Und heute? Alles geklaut oder darf man sich als LEGO-Freund auch mal über die heutige Vielfalt freuen? Oder sich mal über den fernöstlichen Kopie-Wahnsinn echouffieren? Warum man dann immer als Fan-Boy „beschimpft“ wird, wirkt hier schon als tragischer Hinkelstein, weil man sich einfach nicht besser ausdrücken kann.

          Dennoch gebe ich dir natürlich in der „Moral“-Angelegenheit recht. Moralisch ist es LEGO auch völlig egal, wer sich die Sets leisten kann und wer nicht. Daher gibt es auch in diesem Thema wenig mit Moral zu argumentieren…

      • @CassDK,
        aber die diversen Moc´er dürfen ohne Lizenz an Produkten zb. Fahrzeugmarken, beim Verkauf von Anleitungen Geld verdienen, ohne den Rechteinhaber zu beteiligen?

      • Kleienr Tipp von mir: Nicht zum Moralapostel aufspielen. Fällt mir bei vielen Deinen Kommentaren auf, dass nur Deine Sichtweise existiert. Anscheinend darf man keine Götter außer Lego neben sich haben.

        • Okay Leute, jetzt kommen wir alle mal wieder runter.
          @DangerMouse; paul; Michael Schäfer: ich kenne niemanden von Euch persönlich und wenn Ihr Euch persönlich angegriffen gefühlt habt, entschuldige ich mich dafür.

          JA, ich bin bekennender LEGO-Fan – und wenn dies ein Schimpfwort ist, dann bezeichnet mich auch gern als „Fanboy“, ich habe damit kein Problem: ich bin mit der Marke groß geworden und für mich ist diese Marke nach wie vor positiv besetzt. Ist für Euch hoffentlich okay.

          Ich habe überhaupt nichts dagegen, wenn Ihr in Eure Sammlung Alternativen aufnehmt und diese für genauso gut haltet, wie das „Original“ (bitte wertfrei interpretieren). Ich selbst bleibe bei einem bevorzugten Hersteller und lasse Euch Eure Wahl selbst treffen. Ganz ohne Einmischung.

          Ich bin allerdings zeitgleich auch „Fanboy“ von BRICKATIVE: einem kleinen polnischen Designteam, bestehend aus Agata und Lukasz – zwei AFOLs und talentierte MOCern – die einen Gewerbeschein haben, um sich mit ihren Designs ein kleines Zubrot dazuzuverdienen. Die Bauanleitungen kosten zwischen 15 und 30 Euro und man kauft in Ihrem kleinen Onlineshop, indem man via PayPal bezahlt. Anschließend bekommt Ihr per Email die BA als PDF, sowie die Steinlisten für BrickLink. Ein winziges Business mit „von-Fans-für-Fans-Charme“.
          Die beiden haben keine Armee von Anwälten hinter sich, noch haben sie irgendeine Chance dagegen vorzugehen, wenn Geschäftsleute Ihre Ideen zu Ihrem eigenen Vorteil nutzen.
          Ob dies nun „legal“ ist, oder nicht: ich finde es für die beiden extrem schade und ich befürchte sehr, dass die sie die Lust am Designen (oder zumindest am verkauf ihrer Designs) verlieren könnten.

          Ich habe es bislang möglicherweise nicht deutlich genug gemacht: LEGO ist mir hier mal kurz – ja als Fanboy sage ich dass – egal! Leute aus UNSERER Community werden hier beschädigt und ich kritisiere dies mit einer gewissen emotionalen Note in meinen Posts, ja.

          Nochmal: sorry, wenn Ihr Euch in der Auslegung Eures Hobbies von mir attackiert gefühlt habt: es sollte nicht persönlich werden.
          Ich würde mir aber sehr wünschen, dass Ihr wenigstens im Hinterkopf behaltet, dass dieses „David-gegen-Goliat“ diesmal wesentlich unfairer ausfällt und dass dies unserem Hobby langfristig nicht gut tun wird.

      • @CassDK Sie schlagen dem User DangerMouse vor den Emerald ggf. selber NACHzubauen? Das wäre dann ein Rebrick eines bereits existierenden, offiziellen Produktes, was dann auch nur eine Kopie ist, da man ja für das Originalprodukt damals nicht gezahlt hat. Warum sollte man dann einen Rebrick von einem x-beliebigen Set nicht z.B. mit Chinasteinen machen dürfen? Das spielt nämlich keine Rolle, ein Rebrick ist und bleibt eine Kopie, egal ob mit dänischen oder anderen Steinen. Weiterhin gehen Sie nie auf den von einigen schon angesprochenen Punkt ein, warum es in Ordnung, gut und toll ist, dass MOCer Anleitungen zu Lizenzthemen verkaufen, obwohl sie dazu überhaupt keine Lizenzrechte haben. Aber wenn das andere Hersteller machen, dann ist das total böse? Ekelhafte Doppelmoral! Und was nehmen Sie sich eigentlich heraus den User anzugehen, warum er sich hier auf dieser News Seite aufhält? Wie Sie eventuell mitbekommen haben, gibt es Leute die sich vorrangig für das Produkt, nämlich Klemmbausteine, interessieren. Hier gibt es News zu einem Hersteller von Klemmbausteinen, also ist es völlig legitim, dass sich der User hier aufhält.

    • @DangerMouse: „Ehrlich, nur weil ein MOCer eine Anleitung hochlädt und sie für ein paar Euro anbietet hat er noch lange keinen Rechtsanspruch an „seinem“ Modell.“

      Ob Rechtsanspruch oder „nur“ moralischer Anspruch. Auch die Anleitung und das Modell selbst ist ein Werk, das man nicht einfach kopieren sollte.
      Ein Moc mit 1-2k Steinen macht eine Menge Arbeit. Es muss funktionieren, baubar sein, halten und auch noch gut aussehen. Die Anleitung macht der Moccer auch nicht für sich, die braucht er nicht. Das Erstellen einer Anleitung ist schon ein Haufen Arbeit, den man NUR für andere macht.
      Und dann soll jeder kommen dürfen, die Anleitung nehmen und selbst Geld damit verdienen? Sicher?
      Dann bitte nicht wundern, das es keine Anleitungen von Moccern mehr gibt…

      Ich erstelle selbst Modelle mit mehreren tausend Teilen, ich zeige sie im Internet und auf Ausstellungen. Ich gebe aber wegen der Kopiererei keine Dateien raus und erstelle auch keine Anleitungen. Wer es nachbauen will: bitte, kein Thema, das steht jeden frei. Fragen werden auch beantwortet. Aber es gibt nichts fertiges ohne Selbst was zu leisten.

      Thomas, der hier EINIGE Meinungen gar nicht verstehen kann

  29. Die großen Firmen sind mir relativ egal. Die haben genug Ressourcen und Juristen um ihre Kämpfe zu führen. Die MOC-Designer haben nicht solche Möglichkeiten.

    Im Endeffekt geht es bei diesem Thema hauptsächlich um Moral.

    Wenn man selbst betroffen ist, wird einem das schlagartig bewusst.
    Denn dann hofft man auf die Moral der Community…

  30. Mir ist unklar warum hier von manchen ein „Moralkodex“ gepredigt wird den man als AFOL angeblich einzuhalten habe.
    Ich fühle mich weder Lego noch einem der anderen Hersteller in irgendweiner Weise verpflichtet und genausowenig irgendwelchen MOCern oder der „Community“ gegenüber.

    Auf welcher Basis wird das eigentlich eingefordert? Lego stellt Spielsachen her um Geld zu verdienen, nicht mehr und nicht weniger. Dieser pseudoreligiöse Glaubenskrieg um den einzig wahren Anbieter ist sehr seltsam.
    Genauso wie dieses Anspruchsdenken mancher Fandesigner ihre Ideen zu versilbern. Das ist deren Hobby, ich sehe keinen Grund jemand Geld für eine Idee zu zahlen wie man seine Steine zusammensetzen könnte.

    • Dann bist du aber kein AfoL – Adault Fan of LEGO , sondern nur ein Adault Fan of Klemmbausteine jeglicher Art ….ein AfoB – Adault Fan of Bricks 😉

      Um ein AfoL mit L sein zu können, muss man schon ein gewisses Herz für das L haben, sonst macht das alles ja kein Sinn und somit auch einen gewissen Zusammenhalt innerhalb der Community spüren, was MoCer mit einbezieht – vielleicht mögen es Leute sehen wie eine verkappte Religionsgemeinschaft oder Fan einer Fussballmannschaft, da jubelt man auch dem einen Lieblingsteam nach und wechselt nicht einfach mal so das Trickot je nachdem wer gerade das schönere Tor schiesst 😉

      Wie gesagt, man kann Afol sein oder AfoB – das ist jedem selbst überlassen aber wenn man sich als AfoL bezeichnet….sollte man schon entsprechende „Werte“ mitbringen, auch wenn man sich dann als „Fan Boy“ beschimpfen lassen muss aber für sein Liebslingsteam steht man nunmal im Stadion ein und wenn man unrechtmäßige Fauls, Abseitsschüsse und Schwalben sieht, die dem eigenen Team schaden..ja dann ruft man halt „Buuuuh“ , das ist ganz normal 😉

    • Es geht hier nicht um einen Moralkodex. Es gibt nur keinen ersichtlichen Grund, bewusst gegen geltendes Recht zu verstoßen. Zumindest fällt mir keiner ein. Es zwingt mich ja keiner, Klemmbausteine zu kaufen und Leben hängen davon in der Regel auch nicht ab. Das ist immer eine bewusste Entscheidung. Und das beliebte Argument, dass LEGO ja selbst schuld ist, weil zu teuer, bla bla bla… Ganz ehrlich: Wenn es euch zu teuer ist, dann kauft es halt nicht. Punkt. Das rechtfertigt in keinster Weise den Kauf von Plagiaten.

  31. Interresant wie vielseitig die Artikel auf dieser Plattform sind. Auf der einen Seite stellt man Figuren der Fantastic 4 vor, die man halt irgendwo in Asien bestellt hat. Gibt es halt nicht von LEGO. Auf der anderen Seite kritisiert man, dass Mocs kopiert werden. Ich kann den Ärger des Erstellers nachvollziehen. Glaube aber kaum das es rechtliche Probleme gibt solange man solch ein Moc als Design geschützt hat. Als Kunde im Laden oder beim Kauf bei Amazon oder Bluebrixx gehe ich erst mal davon aus, das man Sets aus Klemmbausteinen so verkaufen darf.
    Das keine LEGO ähnlichen Figuren drin sein dürfen ist bekannt. Um so verwunderlicher das es hier Artikel über Figuren Klone ab.

  32. Ja genau… schwingen wir mal die Moralkeule und treiben das Thema „Lizenzen“ wieder in die Hände von LEGO. Haben sie ja die letzten Jahre genug Erfahrung damit gemacht… Ich sehe es ganz anders: Wenn jemand eine Anleitungs für den Nachbau eines Models ins Netz stellt, das bereits durch eine Marke geschützt ist (Ferrari Enzo oder was auch immer) der verletzt bereits DAMIT geltendes Recht. Ferrari hat an seinem Design nämlich auch „Rechte“ (Geschmacksmuster oder ähnliches) da kann ich da nicht einfach aus LEGO oder was auch immer eine Kopie davon nachbauen UND dann mich noch ärgern das die Chinesen die Anleitung mit beilegen mit den passenden teilen.

    Wäre ja auch ALLES nicht so tragisch wenn die Versorgung mit Steinen besser wäre und natärlich sowieso interessantere Sets von etablierten Firmen häufiger aufgegriffen würden.

  33. Was bisher übersehen wurde, ist, daß Wolfgang auch dort Illegalität postuliert, wo gar keine ist.

    Lest Euch doch mal seine Darstellung über Luca Rusconi (der mit dem blauen Rennwagen) durch.

    Fällt Euch etwas auf?

    Exakt – es gibt eine VEREINBARUNG zwischen Luca Rusconi und dem namentlich nicht benannten Hersteller in China.

    Wolfgang schreibt selber, „…wie es zu diesem Deal kam“.

    Wie kann man über einen Hersteller, der nicht nur eine Vereinbarung eingegangen ist sondern – immerhin – eine Vorauszahlung geleistet hat, in Verbindung setzen mit Verstößen gegen das Urheberecht?

    Wie machst Du das Wolfgang?

    Ja, sie sind säumig, verhalten sich pflichtwidrig. Säumigkeit kann für einen Gläubiger gar existenzgefährdend sein.

    Nur: Was haben denn Vertragsverletzungen mit Urheberechtsverletzungen zu tun?

    Wie kann ein Vertragspartner aus Fernost, der ja mit Eingehen der Vereinbarung mit Luca Rusconi dessen Rechte anerkennt und mit Zahlung eines Vorschusses nochmals bestätigt denn sich bitte damit um irgendwelche Urheberrechte nicht „scheren“?

    Üble Stimmungsmache.

    Die Pointe kommt ja noch, wenn Michael Friedrichs sich beklagen wird, daß die Diskussion
    aus dem Ruder laufe und wir uns mal besinnen sollen, Sachlichkeit etc.

    Wie wär’s, wenn promobricks keinen bewusst provokanten Artikel abfasst, im Wissen um dessen Konfliktträchtigkeit, nur um zunächst Traffic zu generieren?

    Sachlichkeit ist bewusst (!) hier nicht gewollt.

    Wie auch, wenn man derart auf das Gerechtigkeitsempfinden von Menschen zielt?

    Schlechter Artikel.

    • Mich stört ja nicht mal das Thema, im Kern stimme ich mit dem Artikel ja auch überein – aber dieser suggeriert für mich, dass alles, was aus China kommt (bis auf ein paar Ausnahmen) ausnamslos geklaut ist – es werden zwar Cobi und Mega Blocks als positives Beispiel genannt, aber die kommen eben nicht aus China.

      Dass das Problem besteht ist unbestreitbar – aber wenn sich wirklich alle bei Rebrickable bedienen würden, könnten gar nicht so viele neue Sets rauskommen. Denn die für solche Dinge wirklich guten Sets sind jetzt dort auch nicht so oft vorhanden.

  34. Welche Plattform hat sie nicht gerne? Clickbait-Artikel, die zu hunderten Kommentaren und Kommentargefechten regelrecht anstacheln. Ich hoffe diesmal geht der Plan auf – und ihr müsst die Kommentare nicht vorher deaktivieren.

  35. Da ich beruflich damit zu tun habe , mal eine kleine Erklärung ( zumindest Autos ) :

    in der EU ist es erlaubt Fahrzeuge als Modell bauen und auch mit den nötigen Merkmalen ( Logos ) zu versehen.
    Außerhalb der EU NICHT . Soweit sollte erstmal die Frage gestellt sein wie legal die MOC ( die diese außerhalb von der EU ) sind – SIE SIND Illegal , weil Sie Logos von Ferrari und co verwenden und auch das Design der jeweiligen Marken .
    Somit wäre zu sagen – Dieb klaut beim Dieb.

    Das ist auch ein Problem für LEGO selber – Lizenzkosten .

    Fall jemand mehr Infos braucht : Google : Autec gegen Porsche und Autec gegen Opel

  36. Ich hoffe das LEGO weiterhin massiv gegen Bluebrixx vorgeht und dieser Laden so schnell wie möglich geschlossen und verboten wird. Das mit dem Ferrari ist ja nur die Spitze des Eisberges…..

    • Jep, erst heute wieder ein wunderschönes mutmaßliches Plagiat bei Bluebrixx im Video vorgestellt (vgl. Lego 8081). Der Held persönlich stellt das „Produkt“ sogar vor… Damit sollte auch dem Letzten klar sein, was hier gespielt wird… unfassbar! Schaut es euch ruhig an…

  37. Wenn man das hier liest, bekommt man den Eindruck, da ist beim ein oder anderen ein Steinchen locker inzwischen. Geht mal raus aus eurer Klemmbausteinblase und atmet frische Luft. Als ob Legosteine wichtig wären.

  38. Wow, hier werden ja wieder alle möglichen Themen und Ansichten durcheinander geworfen. Letztendlich wären aber doch zwei Dinge wichtig um überhaupt eine objektive Diskussion führen zu können.
    1. Ein Präzedenzfall. MOCer gegen China Hersteller. Denn was Recht ist entscheidet letztendlich ein Deutsches, Internationales oder Chinesisches Gericht. Das es dazu kommt ist natürlich eher unwahrscheinlich.
    2. Was hält Lego eigentlich von den MOCern? Wenn Anleitungen und Steinelisten zu Abgewandelten Lego Sets oder in Konkurrenz zu Lego Sets stehenden MOCs verkauft werden, gefällt das TLC sicher auch nicht. Aber auch hier gab es wohl noch keinen Präzedenzfall?
    Denn dann ist der MOCer auch schon in einer Grauzone. Und muss sich nicht wundern wenn es der nächste ihm (im großen Stil) gleich tut.
    Die Konsequenz daraus wird wohl sein, dass immer weniger MOC Anleitungen angeboten werden. Was natürlich auch schade ist.

  39. Nun ja. Die grundlegende Frage ist aber ob jedes gebaute Klemmbausteinset überhaupt komplex genug ist um einen Urheberanspruch zu haben. Nur weil man irgendwas baut, heißt es noch nicht das man einen rechtlichen Anspruch darauf als „Kunst“ hat. (was anderes hat man eh nicht)

    Zweitens würde der rechtliche Anspruch dann auch heißen das MOCs selbst auf Verstöße zu überprüfen wären. Und ich bezweifle mal stark das Leute die MOCs zu Fahrzeugen entwerfen sich erst einmal dort eine Lizenz holen. Von Superhelden oder Star Wars MOCs mal ganz zu schweigen.

    • In der Tat, das wäre gut zu wissen und das müssten sie eigentlich tun.

      Effermann macht das wohl und schreibt auch (zumindest im Doctor-Bricks-Forum), wenn er eine Absage erhalten hat. Meines Wissens nach zuletzt bei Scania und Liebherr so geschehen, daher auch nicht als solche beworben. =)

  40. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass diese Hersteller mehr oder weniger die einzige Option sind an die Steine zu kommen. Solange LEGO selbst nicht die Möglichkeit bietet Teile in Mengen zu bestellen die halbwegs realistisch sind brauche ich einfach die Kopien..

    (Von mir aus können die Steine dann auch 50 % mehr Kosten als in ihren Sets selber)

  41. Also ich habe erst mit der Geburt meiner Kinder wieder mit LEGO begonnen, ich liebe LEGO und habe vor ca. 4 Jahren mit LEGO Technic den Weg in die Erwachsenenwelt der Bausteine geschafft, meine Kids sind nahezu raus, kein/wenig Interesse mehr an LEGO.

    Ich mag definitiv keine dreisten Kopien egal woher. Leider ist meine Erkenntnis zum Thema aber erst mit dem Bau von kostenpflichtigen MOCs noch deutlich umfangreicher geworden. Mitte des Jahres habe ich 2 Entwürfe/Anleitungen erworben und bin total begeistert … aber … jetzt kommt Hersteller LEGO wieder ins Spiel … wenn ich einen Pseudosteineshop betreibe, der kaum 20% der am Markt befindlichen Steine abdeckt, dann bleibt den Kunden häufig nur der Weg über andere Steineshop und wie im Artikel kurz angeschnitten, wer möchte sich bestimmte Teile zu unverschämten Preisen leisten … zuletzt fehlte mir eine 16er Achse … Marktwert zw. 2,50 – 6,50 EUR … 6,50 EUR?!? Selbst bestimmte dünne Liftarme sind schwer oder nur zu unverschämten Preisen zu erhalten, obwohl ich von einer klassischen Farbe wie Rot rede, welche ja immer mal wieder in den Modellen ist.

    Ich möchte damit nur sagen, dass der Markt ganz wunderbar funktioniert und nun Angebote schafft, die eigentlich keiner bräuchte, wenn die Firma LEGO näher an den Fans wäre, seinen eigenen Steine-Shop wieder besser aufstellt (ja, der war mal deutlich besser) und hin und wieder selbst mal die MOC-Szene checkt und die wirklich zahlreichen Talente da draussen, fördert und unterstützt. Womöglich 1 Modell pro Jahr in Zusammenarbeit mit dem Schöpfer prämiert und als Set veröffentlicht … Lego Ideas ist der richtige Ansatz, nur Technic rutscht da irgendwie nicht rein.

    Und noch etwas hinterher … Lichttechnik … Was ist los mit LEGO? Die alten LED-Sets sind ein netter Ansatz, leider nicht mehr nicht weniger. Also … Kaufen 90% der Lego-Fans das inoffizielle Zeug aus Asien.

    Sets von Cobi habe ich inzwischen 2 probiert, kann man weiterempfehlen. Daumen hoch. Zuletzt ein NoName-Technic-Set probiert … furchtbar, trotz gestiegener Steinqualität, hatte das Modell deutliche Konstruktionsschwächen und sah nur auf dem Karton schön aus.

    Ich hoffe, LEGO wacht mal wieder auf und bemerkt, dass ein Teil der Umsätze durch Erwachsene generiert wird. Der Schutz von Markenrechten und Lizenzen gestehe ich LEGO absolut zu, aber auch hier muss man nicht immer mit „Kanonen auf Spatzen“ schiessen. Bei der Fernost-Konkurrenz lässt sich das wohl eher nicht vermeiden, aber aus Sicht des Kunden wären innovative Sets mit kompatibler Technik wohl ein deutlich stärkerer Kaufanreiz.

    @Mychedi: Ich kann nur zu 100% zustimmen.

    • Kann ich nicht zustimmen.

      „Ich möchte damit nur sagen, dass der Markt ganz wunderbar funktioniert und nun Angebote schafft, die eigentlich keiner bräuchte, wenn die Firma LEGO näher an den Fans wäre, seinen eigenen Steine-Shop wieder besser aufstellt (ja, der war mal deutlich besser) und hin und wieder selbst mal die MOC-Szene checkt und die wirklich zahlreichen Talente da draussen, fördert und unterstützt.“

      Die Verträge mit den MOC-Designern nicht zu erfüllen ist doch kein durch Lego geschaffenes Problem.

      • „Die Verträge mit den MOC-Designern nicht zu erfüllen ist doch kein durch Lego geschaffenes Problem.“

        Leider nicht gut gelesen, denn das hab ich auch nirgendwo geschrieben. Es ging mir um die Erkenntnis, dass der Markt in Europa vermutlich sehr viel weniger Interesse an Fernoststeinesets hätte, wenn LEGO näher am Kunden wäre und „Lücken“ selbst bedienen würde. Da dies aber nicht passiert reguliert sich der Markt mittel- bis langfristig selbst und tut dies auch in weniger schönen Formen.

        Ich kann dir versichern, dass ich für mich entschieden habe, gute MOC-Anleitungen weiterhin ehrlich zu bezahlen und auch nicht weiterzureichen. Natürlich freue ich mich aber auch über kostenfreie MOC-Anleitungen.

        Technic-Modelle aus Fernost kommen mir sowieso nicht in die Tüte, dazu war ein Ausflug lehrreich genug. Leider erkennt der Kunde aber den Betrug häufig garnicht bzw. kann man auch nicht alle Modelle aus der MOC-Szene kennen. Wie MOC-Entwickler sich schützen können bleibt eine große Frage.

        Ich wollte immer das Lego Modell 41999 haben, war aber mit meinem Wiedereinstieg nicht so früh ran … Mondpreise zahle ich aber auch nicht, also verzichte ich erstmal drauf. Die Anleitung ist aber längst heruntergeladen … irgendwann bastel ich mir davon halt eine schwarze Version … noch fehlen mir zu viele Teile. Dies nur als Beispiel für Lücken in der Legostrategie … die Tor und Hof für allerlei Ungemach öffnet.

        • Tja, hab ich „Angebote“ wohl mit den falschen Angeboten in Verbindung gebracht. Dachte es geht um Angebote und nicht um Angebote, werde in Zukunft deutlich genauer hinschauen, um solche Verwechslungen zu vermeiden.

  42. Ich finde es doch echt erstaunlich, wie hier argumentiert wird. Als Beispiel: „Die grundlegende Frage ist aber ob jedes gebaute Klemmbausteinset überhaupt komplex genug ist um einen Urheberanspruch zu haben.“ Ehrlich? Soweit habe ich den Artikel verstanden, dass genau das eben euer Problem ist. Ein MOC erhebt gar keinen Anspruch auf ein Urheberrecht. Ein MOC ist ein MOC, erfunden, weil es demjenigen in erster Linie erst einmal Spaß gemacht hat. Nun wird es geteilt. Danach kommen Anfrage und erst jetzt entscheidet er sich vielleicht etwas zu verkaufen. Völlig legitim. Jetzt kommt jemand, der genau dieses Modell kopiert und es verkauft. Wer jetzt schreibt, na dann ist das so, passiert halt, der hat entweder nichts mit Klemmbausteinen am Hut oder profiliert sich hier einfach nur, weil er schreiben will.

    Ich finde einfach, dass es völliger Blödsinn ist, eine Kopie zu erstellen. Zeugt davon, dass man eben nicht weiß, was man selbst bauen soll. Egal ob China das nun als Kompliment meint oder genau deshalb sich hinter das Strohmannargument versteckt und es Tradition nennt. China kann, als Gegenargument, auch den Respekt haben, anderes zu respektieren und eben nicht zu kopieren. Dieses Argument höre ich allerdings leider sehr selten. So sind wir aber, wir Deutschen! Wir kopieren nicht, wir entwerfen…

    Aber egal, die Diskussion endet leider immer wie die vorangegangenen…

  43. Die Lego MOCer weltweit müssten sich zusammen organisieren und brauchen eine eigene Rechtsabteilung, die weltweit und mit aller Härte des Gesetztes gegen die Raubkopier und den Diebstahl von Lego Moc Ideen vorgeht!

  44. Vielen Dank für diesen interessanten Bericht. Scheinbar war ich in dieser Sache bisher zu blauäugig/leichtgläubig unterwegs und dachte wenn die MOCer in der Anleitung vorgestellt werden dann wurden sie auch entlohnt. Bei meinen Sets mit Hinweis auf den MOCer werde ich die Person anschreiben und fragen ob der Hersteller sich korrekt verhalten hat. Die Sets die ich habe wären mir auch locker nochmal 10 oder 15€ wert für die Idee dahinter und genau das werde ich den MOCern ebenfalls anbieten. Internationale Geldtransfers sind ja kein Hexenwerk mehr.
    Grundsätzlich finde ich es auch einen super Ansatz die selbst erstellte Anleitung zu verkaufen, das große Problem sind dann aber immer die Einzelteile. Vor einem Jahr wollte ich mir die „Giraffe“ aus Horizon: Zero Dawn nachbauen. Die Anleitung bekam man kostenfrei vom Ersteller aber ein paar Bauteile waren bereits kurz nach Veröffentlichung des MOCs nicht nur unbezahlbar sondern einfach nicht mehr erhältlich. Dummerweise hatte Lego die benötigten Teile nämlich nur in geringen Stückzahlen produziert womit der Vorrat auf Bricklink sofort aufgeraucht war.
    An diesem Punkt ärgert mich dann Lego, ich bezahle gerne für die Ideen, ich bezahle auch gerne für die Steine aber wenn ich manche Dinge einfach nicht mehr bekomme, was soll ich dann tun!? Gleiches Elend sind Sticker für Modelle die ausgelaufen sind und sich über die Jahre von alleine auflösen. Wo bekomme ich die her!? Lego sagt: „Sorry, haben wir nicht mehr!“ Also bleibt mir doch am Ende nur der eventuell illegale und qualitativ experimentelle Eigennachdruck oder die Suche nach einem Hersteller aus Fernost der sich illegal an alten Lego-Sets bedient oder eben ein Verzicht.
    Wäre es denn wirklich ein finanzieller Nachteil für Lego wenn irgendwo ein Mega-Lager mit allen jemals produzierten Einzelteilen stehen würde aus dem sich der geneigte „Selbst-Bauer“ dann bestellen kann was er möchte!? Den bestehenden Dienst von Lego habe ich schon genutzt, im Ansatz ist er auch eine feine Sache. Aber bei keiner Bestellung konnte ich dort alles bekommen was benötigt wurde und am Ende hatte ich ein Tütchen in der Post das bei Preis und Größe eher an einen Besuch bei der Apotheke erinnerte und nicht an einen Spielzeug-Einkauf.
    Was wäre es schön wenn man einfach direkt bei Lego nen Sack voll Bricks in allen benötigten Formen, Farben und Mengen bestellen könnte. Aber für den Martkführer selbst ist es ja schon ein Highlight wenn es jedes Jahr die Grundplatte in einer anderen Farbe gibt. Ob Lego selbst den grünen, kleinen Tannenbaum auch schonmal in weiß hinbekommen hat weiß ich gar nicht, meine Winterversion stammt von XingBao.

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