MandRproductions fliegt aus dem LEGO Ambassador Network

Den Stein ins Rollen brachte ein Star Wars Leak Video

MandRproductions fliegt aus dem LEGO Ambassador Network (Max Börnicke) - 1

Der US-amerikanische LEGO YouTuber Ryan McCullough (aka MandRproductions) ist nicht länger Teil des LEGO Ambassador Netzwerks. Wie er gestern Nacht in einem Livestream mitteilte, wurde ihm in einem einstündigen Telefonat mit offiziellen Verantwortlichen mitgeteilt, dass er nach eineinhalb Jahren Mitgliedschaft aus dem LAN ausgeschlossen wird.

Über das sogenannte LEGO Ambassador Network arbeitet LEGO mit ausgewählten „Fan Medien“ zusammen. Waren früher ausschließlich Foren, Blogs und Stammtische Teil dieses Netzwerks, so stießen in letzter Zeit auch immer mehr Influencer, wie große YouTuber, hinzu. Für die Fan Medien bietet diese Mitgliedschaft den Vorteil, dass sie einen Vorabzugang zu offiziellen Setbildern und Pressemitteilungen bekommen, aber ihnen auch vor dem regulären Verkaufsstart kostenlose Review-Sets zugeschickt werden.

Mit seinen 345.000 Abonnenten und über 140 Millionen Videoaufrufen gehört Ryan zu den bekanntesten und einflussreichsten LEGO Fan Kanälen auf YouTube. Zuletzt gelang ihm im Jahr 2020 mit dem Set 75280 Clone Troopers der 501. Legion ein besonderer Coup. Nachdem er seine Follower dazu aufrief, die Social Media Kanäle LEGOs mit Anfragen nach einem Star Wars Battle Pack rund um die Klonlegion von Anakin Skywalker zu überhäufen, lenkte LEGO ein und veröffentlichte ein entsprechendes Set im letzten Jahr.

Einen genauen Grund für seinen Verweis aus dem LEGO Ambassador Network und der damit verbundenen Aberkennung des „Recognized LEGO Fan Media“-Status gibt Ryan nicht an. Er vermute aber, dass es ein Zusammenspiel aus mehreren Gründen gewesen sein könne. Er selbst bezeichnete sich in seinem Stream scherzhaft als „Bad Boy“ und ist in der LEGO Community bekannt dafür, kein Blatt vor den Mund zu nehmen und damit manchmal auch über die Stränge zu schlagen.

LEGO vs. MandRproductions: LEGO Star Wars Leaks 2021

Im Januar 2021 testete Ryan die Grenzen des Machbaren wieder einmal aus. In einem seiner YouTube Videos berichtete er über die kommenden LEGO Star Wars Sommer Sets 2021 und lieferte genaue Details zu den enthaltenen Fahrzeugen und Figuren. Anscheinend hatte er bereits einen Blick auf die Vorab-Bilder eines Händlerkataloges werfen können. Da zu dem damaligen Zeitpunkt nur wenige Dinge zu den kommenden Baukästen bekannt waren, schlug das Video weltweit hohe Wellen. Offenbar waren diese zu hoch.

Wie MandRproductions wenige Tage später über Twitter verkündete, sah er sich gezwungen, sein Leak-Video, welches inzwischen über 200.000 Aufrufe hatte, zu löschen. Ihm zufolge hätte LEGO ihn dazu aufgefordert, das Video offline zu nehmen. Würde er dem nicht nachkommen, so wolle man seinen Kanal mit einem YouTube Copyright Strike belegen. Solch ein Strike hat für einen professionellen YouTuber durchaus schwerwiegende Folgen. So ist es nach einer Verwarnung beispielsweise eine Woche lang nicht mehr möglich neuen Content hochzuladen. Erhält ein Creator innerhalb von drei Monaten drei Strikes, so werden alle seine Kanäle und Inhalte gelöscht und er wird unwiderruflich und permanent von YouTube gebannt.

LEGO: Copyright Strikes für Leak-Videos

Unserer Einschätzung nach ist ein Copyright Strike für ein Video, in dem lediglich kommende Sets beschrieben werden, nicht zulässig und im schlimmsten Falle ein Missbrauch des entsprechenden Tools. Etwas anderes ist es, wenn vorab Bilder gezeigt werden, die ein Wasserzeichen beinhalten oder aus einer anderen dubiosen Quelle stammen. Wie MandRproductions in seinem gestrigen Stream allerdings verriet, will LEGO zukünftig auch gegen „Gerüchte“-Videos vorgehen. Wo genau LEGO einen Urheberrechtsverstoß in der reinen Besprechung eines kommenden Sets sieht, wird uns nicht ganz klar. Es bleibt also abzuwarten, wie LEGO die Strike-Problematik umsetzen will.

Fest steht aber schon jetzt, dass die anderen LEGO Fan Medien dazu aufgefordert wurden, künftig nicht mehr über Leaks zu berichten. Wie der kanadische LEGO YouTuber Ashnflash, der ebenfalls Teil des LEGO Ambassador Networks ist, berichtet, sollen die von LEGO anerkannten Kanäle und Seiten in Zukunft nicht mehr über neue Sets berichten dürfen, wenn die Informationen nicht auf offiziellen Quellen beruhen.

So ist es für LAN Mitglieder verboten, Inhalte zu erstellen, die auf geleakten Setnamen oder -beschreibungen basieren. Wie Ashnflash erklärt, dürfen lediglich Setnummern genannt werden, wenn diese beispielsweise im Online Shop eines Spielzeughändlers auftauchen. Geht es aber um detaillierte Setbeschreibungen, wie wir sie euch im Falle der kommenden LEGO Harry Potter Sets liefern konnten, so sind diese Infos für Fan Medien künftig tabu. Den Stein ins Rollen gebracht, für diese Verschärfung der Regeln, hat wohl das Star Wars Leak Video von MandRproductions.

Die Zukunft von MandRproductions

Wie Ryan am Ende seines Streams erzählte, will er LEGO in Zukunft – auch trotz seines Ausscheidens aus dem LEGO Ambassador Network – treu bleiben und seinen YouTube Channel wie gewohnt fortführen. Zwar habe er sich in seiner Zeit als anerkanntes LEGO Fan Medium über die ihm zugesandten kostenlosen Rezensionsexemplare gefreut, aber er hätte sich als bekennender LEGO Fan die Sets auch selbst gekauft. Außerdem werde er einen Teil seiner Zeit in seinen neuen Channel MandR Collects investieren, in dem er Star Wars Merchandise vorstellt.

YouTuber
  1. In Zeiten, in denen Lepin noch munter und fröhlich jedes Star Wars Set kopierte und billig auf den Markt warf mag die Furcht vor Leaks und mögliche Reaktionen der Plagiat-Ramscher gerechtfertigt gewesen sein, aber ich denke ….mittlerweile ist diese Furcht, dieses Gefühl verfolgt, ausspioniert und kopiert zu werden zu eine Obzesion geworden, wenn Gerüchte und Spekulationen unter den FANS derartig eingeschränkt werden sollen, was niemals möglich ist und sicher….wenn aus internen Kreisen immer wieder Informationen durchsickern, wenn Fotos von Set in Store-Hinterzimmer gemacht und verbreitet werden, dann sind diese undichten Stellen ärgerlich aber die Probleme werden durch das abschneiden von Community Knotenpunkten nicht gelöst ….im Gegenteil.

    Die Frage ist, ist all diese Heimlichtuerei, all diese Verschwiegenheit und billiger Zauber die Fan-Gemeinde um unklaren und dumm zu halten wirklich noch zeitgemäß ?
    Wäre es, wenn die Furcht, das die schäbigen Trittbrettfahrer aus China und auch aus Deutschland …Bluebrixx und Modbrixx, Ideenklau von Lizenzprodukten betreiben nicht viel effektiver, einfach selbst obszön Offenherzig und Freizügig zu sein, was die komplette Produkpalette eines gesamtes Jahres angeht ?
    Die Fans werden doch selbst sehen und erkennen, wer der Urheber einer „Idee“ war, wer zuerst da war und wer nur ein Trittbrettfahrer ist. Sicher die Alternativen haben Aufwind, aber es gibt noch genug ehrliche Lego Fans, die Moral und Ethik ….Richt und Falsch zu unterscheiden wissen und auf die sollte Lego einfach mal nach am Kunden, nah an der Community VERTRAUEN, statt zu einem Angstbeißer zu werden, der nur noch Verrat und Betrug wittert und sich damit jene verkrämt, die eigentlich das Lego Banner am höchsten halten.

    1. „In Zeiten, in denen Lepin noch munter und fröhlich jedes Star Wars Set kopierte und billig auf den Markt warf mag die Furcht vor Leaks und mögliche Reaktionen der Plagiat-Ramscher gerechtfertigt gewesen sein,“

      Äh Lego produziert selbst schon seit Jahren in China und hat damit den Raubkopierern alles was sie brauchen direkt frei Haus geliefert. Anders wäre es für Lepin und co. auch gar nicht möglich gewesen so schnell 1:1 Kopien von gerade erst neu erschienen Sets zu produzieren. Aber klar Schuld sind für Lego natürlich die bösen Influencer und nicht die eigene Geldgeilheit. Diese Lektion haben auch viele andere Firmen, die ihre Produktion nach China ausgelagert haben, erst schmerzlich lernen müssen.

      1. @Horst: Als ob das jetzt für die Produktpiraten nen Unterschied macht ob Lego in China, Europa oder den USA produziert.

        @Ohmbricks: Dem würd ich zustimmen. Gerade das rätseln ob ein Leak jetzt stimmt oder nicht kann doch auch die Vorfreude größer machen. Ich mag zwar MandR auch nicht, aber er hat eben seine Reichweite und er war tatsächlich aufgrund dessen der erste den ich vor einigen Jahren gesehen habe als ich aus meinen Dark Ages kam und damit ist er auch nicht ganz unschuldig daran, dass ich (und vermutlich auch viele andere) inzwischen eine Menge Geld für Lego ausgebe.

  2. Abgesehen davon, dass Lego jetzt paar $$$ für die Gratis-Sets spart, haben Sie wohl nichts erreicht. Als ob er jetzt keine Infos mehr raushauen würde…

  3. Irgendwie habe ich den Eindruck, dass Lego bei manchen Themen übers Ziel hinaus schießt. Ich sehe eigentlich kaum Probleme mit Leak Videos, die kommende Sets vorstellen. Treibt ja nur den Hype für ein Set und stößt die Vorfreude an

    1. Oder eben auch das Gegenteil- man kann hier auch schon meckern, bevor etwas auf dem Markt ist. So gesehen bei vielen neuen Reihen und Sets in letzter Zeit, die am Ende doch ganz cool waren, aber nie eine Chance hatten. Die waren dead on arrival, und nicht immer, weil sie objektiv schlecht waren, sondern auch, weil sie schlechte Presse bei Influencern/schlechte Gerüchte und Diskussionen vorab hatten. Es ist ein bisschen wie der Review-Bann in Hollywood: zu oft hat tendenziöse, unsachliche Berichterstattung schon dazu geführt, dass Leute bestimmten Filmen keine Chance gaben. Dass mit dem Bann jetzt immer der Eindruck entsteht, die Produzenten hätten was (schlechtes) zu verheimlichen, ist leider eine unerwünschte Nebenwirkung.

  4. Lego hat seine Horde Influenzer großgezogen, jetzt gilt es sie auf Linie zu bringen, indem man ihnen Angst macht, dass sie ihre Privilegien verlieren könnten. Und wie wir ja alle über die meisten Influenzer wissen, bevor man sich selbst schadet, wirft man sich lieber auf den Rücken und ergibt sich unterwürfig der Hand, die einen füttert. 😉

    1. @Nerdi – Die Dänen schaden sich schon selbst, in dem sie auf einmal zig Fake/Bot Bewertungen freigeben, die selbst ein Blinder mit Krückstock erkennt.

      Schau mal bei dem Hightech Ferrari 42145 vorbei und lass dort mal nach ‚Datum – neueste zuerst‘ sortieren.

      Ups, was ist denn da los!?! Nach ca. 100 negativen, echten Bewertungen auf einmal ~70–80 4&5 Sterne Bewertungen!? Und was fällt da auf?! Komischer Nick mit Zahlenwirrwarr am Ende, keine Angaben zu Alter, ob Anfänger oder Fortgeschrittener, Spielspaß, etc.

      Und alle mehr oder weniger der gleiche Text. Krönung dann auf der 12. Seite: Traumwagenerlebnis zum kleinen Preis ..

      Soweit sind die Dänen mittlerweile gekommen.

      DAS müsste mal hinterfragt werden!!!

      1. Habe mir gerade das besagte Review durchgelesen und musste an mich halten, um nicht schallend loszulachen.
        Dabei vielen mir beim Querlesen noch andere auf, die übel nach gekauften Rezensionen riechen.
        Offenbar haben Sie es nötig, denn ansonsten würden einige Produkte nicht einmal an den zwei Sternen kratzen (siehe besagter Sportwagen.)

      2. Das nenn ich mal interessant…
        Hab mir das gerade auch genauer angeschaut und von den 5-Sterne-Bewertungen gibt es bis zum 17.2. 3 „echte“ Bewertungen, und dann folgen 22(!) Fake-Bewertungen an nur einem Tag!
        Spannend wie weit der Weltmarktführer gesunken ist… andererseits, Lego sind auch nicht die ersten die sowas machen, hätte ich aber nicht erwartet

    2. Bring them into line? So you prefer Lego to have control over the people that do reviews on their sets? Do you really think he needs the few free sets and early official set pictures that they send him? I like his reviews because they are 100% honest. I can careless if he’s apart of LAN or not, and I’m sure a lot of others feel the same way.

  5. Es gibt verschiedene Möglichkeiten als Konzern mit Leaks umzugehen. Hier wird ein Weg gewählt und eingeschlagen, der 2021 nicht funktioniert. Erstaunlich, da hätte ich dem Unternehmen mehr zugetraut. Was Lego erreichen möchte, ist eine durchgehende Kontrolle der Berichterstattung. Man versucht, Influencer aufzubauen und zu hofieren, lässt sie aber fallen, sobald es unbequem wird. Das wird nicht funktionieren, das haben bereits andere durchgemacht.
    In so einem Umfeld kann man nur durch exklusive, hochbezahlte Vereinbarungen wie apple oder tesla halbwegs für Vertraulichkeit sorgen. Aber nicht im Spielwarenmarkt.

  6. Langsam glaube ich Lego hat jeglichen Bezug zur Realität verloren.

    Wieso soll man die kostenlose (ich denke wir alle wissen wen ich meine) bzw. kostenarme Promo zurück fahren?

    Ernsthaft wegen Angst vor Plagiate? Dann soll Lego aufhören in China zu produzieren, dass wäre sinnhafter.

    Leaks feuern doch das Interesse an, somit sind solche Leaks, auch wenn sie von „offiziellen“ Fanmedien getätigt werden eigentlich ein Gewinn für Lego.

    Aber mittlerweile habe ich das Gefühl, dass die Firma sich mehr auf utopische UVPs, Kosteneinsoarunfwn bei der Produktion, Markenrechtsstreitigkeiten und allen möglichen Lizenzthemen mit mehr oder weniger sinnvollen Nutzen konzentriert als auf den Kern der Sache:

    qualitativ gute Steine mit denen man gute Sets bauen kann.

    Ich bin kein HdS Jünger, ich lese hier, bei zusammengebaut wie auch beim HdS und mache mir so aus einem Pool der Meinungen meine eigene, aber manche Dinge sind einfach so derb auffallend und beginnen lächerlich zu werden, dass ich mich frage wo Lego strategisch hin möchte.

  7. Bei der Menge Follower braucht der junge Mann sicher keine Gratis-Sets von Lego. Das Gebahren dieser Firma ist schon Länger sehr unsympathisch geworden. Hört man so einen Stuss von Mattel? Oder Hasbro? Sich öffentlich aufzuführen, als wäre man Evil Corp. höchstpersönlich, sich andauernd mit Youtubern und Fans herumzustreiten wegen Peanuts. Dabei wird das eigene Produkt nur noch von den Ideen anderer über Wasser gehalten – ob von eingekauften IPs oder eingesammelten Ideas. Dessen Qualität wird zu dem immer schlechter – Farbunterschiede, Angusspunkte, milchige und ab Werk zerkratzte Scheiben, ja sogar der Klang der Steine wird mieser. Manchmal frage ich mich, was für ein Selbstbild die Leute haben, die diesen Konzern führen und wie sie ihre Kunden wirklich sehen. Ich glaube das wollen wir gar nicht wissen. Das ist so schade, denn ich mag Legos.

    1. Dein Kommentar fasst meine Meinung schön zusammen. LEGO sollte endlich mal in der heutigen Zeit ankommen, anstatt an ihrem vergangenen Erfolgskonzept festhalten zu wollen… Wie weiter oben schon von jemand anderen erwähnt, ich mag auch kein HdS-Jünger sein, aber was das LEGO-Management angeht, hat er leider recht…

      1. Naja, also man sollte schon die Kirche im Dorf lassen. Wenn Hersteller sog. Botschafter offiziell unterstützen gibts immer Vertraulichkeitsvereinbarungen und kein Hersteller akzeptiert, dass die Botschafter sich an inoffiziellen Gerüchten und Leaks beteiligen. Fragt doch einfach mal einen der tausend Technikkanäle die von einem oder mehreren Herstellern supportet werden, die müssen sich alle an NDAs halten. Also bitte nicht wieder Lego hier verteufeln. Vieles andere Erwähnte mag zutreffen und kritikwürdig sein (z.B. konträre Entwicklung der Steinequalität zur Preislage) aber stehen hier doch in keinem Zusammenhang mit dem LAN-Thema.

    2. Um deine Frage zu beantworten ob man sowas auch von anderen Firmen hört.
      Ja. Guck dir etwa mal an was bei Nerf (Hasbro) zum Teil so abgeht wenn da was geleakt wird. Scheint dort aber niemanden aus der Community zu stören weil das ja schon immer so war. Lego fängt halt erst jetzt wirklich damit an und hat wohl auch einfach die Holzhammermethode gewählt anstatt das jetzt langsam anzugehen. Das Verhalten ist aber nicht unüblich in der Branche.

        1. Ist nur ab und an Thema, nicht aktuell verstärkt, aber Hasbro versucht auch recht aggressiv gegen Videos mit Leaks vorzugehen.
          In der Regel aber mit ziemlich bescheidenem Erfolg, selbst wenn Bilder gezeigt werden. Copyright Strikes etwa wurden bisher wohl immer zurückgewiesen, zumindest wenn ich den Aussagen aus der Modding-Szene glauben schenken kann ich kann da auch nur von Erfahrungen anderer berichten.

          Die Lego-Community könnte sich da aber mal ne Scheibe abschneiden. Wer Blaster modded ist zwangsläufig auf andere Hersteller als den Marktführer angewiesen und da wird immer wieder gerne aus Teilen verschiedener Hersteller was richtig nettes zusammengebaut. Da gibt es aber keinen Glaubenskrieg von wegen es dürfe nur das Original benutzt werden (Und ja, ich mag Lego auch viel lieber als alle anderen)

  8. Sehe ich als sehr problematisch. Ich verstehe die Intention von LEGO zwar, aber sollte man nicht die Bekämpfung der Ursache präferieren anstatt die Symptome zu unterbinden!

  9. Leaks, auch nur mündlich weitergegebenm sind schon ärgerlich, keine Frage. Aber warum geben die Dänen immer wieder solche vertraulichen Infos an unzuverlässige Personen heraus? Mittlerweile müssten die doch wissen, wer diese sind. Stattdessen hält man sich mal wieder an den Überbringer der Nachricht, anstatt das Übel nachhaltig an der Wurzel zu packen.

    1. Letztendlich ist das Problem, dass man solche Infos in der heutigen nicht regelmäßig bis eine Woche vor Erscheinungsdatum geheim halten kann. Dafür sind viel zu viele Personen mit eigenen finanziellen Interessen involviert. Solche Sets müssen ja auch frühzeitig entwickelt, produziert und zu den einzelnen Händlern verschickt werden. Je größer dann das Interesse an einem Set ist, desto wahrscheinlicher ist, dass irgendjemand sich profilieren und/oder daran verdienen möchte. Nachhaltig wird sich das nicht beseitigen lassen und letztendlich ist es auch falsch zu glauben, dass das für Lego wirklich ein Übel ist. Man sollte sich die Realität eher zu Nutze machen und versuchen daraus Kapital zu schlagen indem man es als nahezu kostenlose Marketing Aktion sieht. Aber für solche Denkweisen halte ich Legos Firmenstruktur für deutlich zu starr und verkrustet.

      1. Zitat Nerdi: „Man sollte sich die Realität eher zu Nutze machen und versuchen daraus Kapital zu schlagen indem man es als nahezu kostenlose Marketing Aktion sieht. Aber für solche Denkweisen halte ich Legos Firmenstruktur für deutlich zu starr und verkrustet.“

        Das würde aber das Regelwerk aushebeln. Ist aber auch gängige Praxis in den Untenehmen. Hier und da mal was streuen, um die Aufmerksamkeit zu bekommen, die das Produkt in den Vordergrund setzt. Nur manchmal, bei besonderen Themen, die lt. Marting besser beim Kunden ankommen, setzt man andere Maßstäbe. Da hat der Youtuber ein „bisschen“ über die Stränge geschlagen, was dem Endverbrauchers Freud ist. LEGO ist da nicht anders als andere. Trotzdem glaub ich, dass auch dieser Youtuber weiß was er zukünftig machen wird und morgens sicherlich auch wieder mit einem Lächeln erwachen wird… 😉

      2. Bleibt die Frage was der Lizenzgeber von Idee hält…
        Lucasfilm ist bestimmt der Hort von Laissez-faire. Die haben garantiert Verständnis dafür.

  10. Der wichtigste Fakt aus diesem Bericht ist für mich das Label „Recognized LEGO Fan Media“. Von Kanälen, die dieses Label mit sich führen, ist damit aus meiner Sicht abzuraten, da man mit ausgewogenen Berichten im Sinne der Fans nicht rechnen muss sondern ausschließlich mit LEGO konformer Werbung.

    BTW.
    LEGO hat wieder mal viel Feingefühl für die Handhabung der Social Media Welt bewiesen. Man legt sich doch nicht ständig mit den Hauptkanälen an, die die Fan Welt „influencen“. Man kann das Image der Firma kaum direkter negativ beeinflussen.
    Man könnte fast meinen, die Social Media Beauftragten sind von der Konkurrenz eingeschleust worden… Aber selbst wenn nicht, wird sich diese auch diesmal wieder diebisch freuen.

    1. „Ausgewogene“ und vor allem bezahlte Fan-Propaganda. Bei solchen Meinungen sollte man grundsätzlich skeptisch sein. Sieht man ja gerade auch an den ganzen bezahlten Influenzern, die Dubai den Anstrich eines weltoffenen westlichen Staates verpassen sollen, in dem man ohne Bedenken Urlaub machen kann…solange man kein Arbeitssklave ist, dem der Pass weggenommen wurde…

      1. Für mich auch nur ein ganz normaler Vorgang in der Geschäftswelt.

        LAN Leute genießen Vorteile: Gratis-Vorabversand, um sie vorab oder zeitgleich zum Release vorstellen zu können, was zu mehr Abos führen soll.

        Ich kann mich noch daran erinnern, wie sehr der Ryan beim UCS Sternenzerstörer „geweint“ hat, dass ein anderer, kleinerer YouTube Kanal ein Rezi Exemplar vorab gekriegt hat. So wollte er auch behandelt werden und hat es bekommen, mit den Pflichten für ihn.

        Denen ist er (vermehrt?) nicht nachgekommen und dann war halt Ende jetzt.

        Sehe da erstmal kein verwerfliches Verhalten von Lego an der Stelle.

        1. Ausbeutung in 3. Welt-Ländern ist auch ein ganz normaler Vorgang in der Geschäftswelt. Nicht alle „ganz normalen Vorgänge“ sind in Ordnung oder sogar sympathisch!

          1. „Nicht alle „ganz normalen Vorgänge“ sind in Ordnung oder sogar sympathisch!“
            Ist das eine deiner inhaltslosen Äußerungen oder deine Meinung?

          2. In meinen Augen ist „Ausbeutung in 3. Welt-Ländern ist auch ein ganz normaler Vorgang in der Geschäftswelt.“ ein billiger und verharmlosender Vergleich. Und Du weißt das, was es noch schlimmer macht.

    2. „Man legt sich doch nicht ständig mit den Hauptkanälen an, die die Fan Welt „influencen“.“

      Freifahrtschein für Influencer wegen der Reichweite? Man darf sein Recht nicht durchsetzen, weil man sonst Konsequenzen fürchten muss? Was wird nochmal von vielen als Grund genannt warum die Firma so unsympatisch ist ggü. den Youtubern?

      Man ist im LAN genauso wenig in seiner Meinung eingeschränkt wie andere Medien bei anderen Produkten, NDAs sind üblich.
      Um da raus zu fliegen muss man sich schon anstrengen.

      1. Na ja, ich glaube kaum, dass durchgehend kritische Stimmen im LAN erwünscht wären / sind. Für Lego ist das ganz klar ein Marketingtool und nichts anderes und dementsprechend wollen sie auch Ergebnisse, die zumindest im Großen und Ganzen ihren Vorstellungen entsprechen. Ansonsten wird gegengesteuert. Das LAN ist auch nur ein Baustein, um die öffentliche Meinung positiv in die eigene Richtung zu steuern.

    3. Eigentlich ist es mandr doch ziemlich egal bzw er regt sich kaum drüber auf. Ich verstehe nicht, warum es in den Kommentaren hier so viel Aufregung deshalb gibt.

  11. tja die Erfinder der Klemmbausteine… so langsam merken sie das sie Konkurrenz haben und die belebt das Geschäft aber bei diesem Auftreten in den letzten Wochen und Monaten wird das eher kontraproduktiv…

  12. Ich frage mich immer welche Menschen brauchen eigentlich solche ,,Youtuber“ oder ,,Influenzer“? Fehlt es da an irgenendetwas? Wenn ich an einige Kommentare denke die, die Phrasen z.B. von Thomas nachplappern und seine Aussagen für wichtig halten, frage ich mich ob diese keine eigene Meinung und die Möglichkeit sie mit ihren eigenen Worten auszudrücken haben? Ob jetzt also irgendein Pipapo aus Fernweitweg irgendeinen Status verliert ist doch so etwas von egal für mich. Warum solchen Personen eine Aufmerksamkeit geben?

    1. Die Aufmerksamkeit haben sie bereits und Einfluss haben sie auch. Das sollte man als Unternehmen besser akzeptieren, sonst trifft man wie Lego Deutschland dumme Entscheidungen, die sich negativ aufs Geschäft auswirken!

  13. Kann man sehen, wie man will, denn die Geschichte hat viele Seiten. Er hat’s ja irgendwie fast schon provoziert. Ist eben so ein Fall von „Wanna play with the big boys? Gotta play by the big boys‘ rules!“. Ihm wird’s dennoch nicht schaden. Der unsensible Umgang LEGOs mit bestimmten Themen wundert davon abgesehen doch eh schon niemanden mehr. Mich amüsiert es insofern, dass es meinen Eindruck bestätigt, dass das LAN wohl eher mit „LEGO Advertising Network“ zu übersetzen ist und abweichende Meinungen, die nicht immer alles bejubeln, dort nicht unbedingt gewünscht sind.

    1. Nerdi: welches Auswirkungen? Bis auf das – fast schon fanatisch- ewig wiederholende ,,Lego steht kurz vor der Pleite “ Geschwurbel von einigen wenigen ( und dies seit min. 7 Jahren( solange lese ich diese Seite)) ist nichts zu merken. Im Gegenteil: Lego steigert die Gewinne und ist die Nr.1 im Bereich Spielzeugmarke.

      1. Umsatz ja, aber Gewinne hat Lego nicht gesteigert. Der Gewinn vor Steuern war im Gegenteil sogar im letzten Jahr rückläufig.
        Im eigenen Zahlenwerk, das Lego präsentiert hat, war im Fett gedruckten von Gewinnsteigerung die Rede, aber man hat geflissentlich dort die Kosten weg gelassen, die erheblich höher waren in 2020. Diese standen nur im Kleingedruckten.

      2. Solche Auswirkungen sind ja nicht schlagartig erkennbar, aber zumindest nach meinem subjektiven Empfinden nimmt die Kritik an Lego, seinen Produkten, Preisen und seinem Geschäftsgebaren nicht ab, sondern zu. Darauf haben solche Influencer mit 400.000 Abonnenten durchaus einen Einfluss. Wer daran nicht glaubt, versteht (so wie Lego anscheinend auch) in meinen Augen nicht viel vom Marketing in der heutigen Zeit. Sowas funktioniert nicht nur in die Richtung den Markt positiv für seine Produkte zu beeinflussen sondern auch umgekehrt. Außerdem führt seine große Reichweite dazu, dass Sets von Alternativherstellern, die sonst kaum bekannt wären, einer relativ breiten Masse bekannt werden und falls sie gut sind (oder gut bewertet werden) auch gut verkauft werden. Es fällt schon auf, dass Sets wie der Cada Nicht-Ferrari nach seinem Video überall direkt ausverkauft war. Das alles hat nicht sofort Auswirkungen im Sinne von „Lego ist direkt pleite“, schwächt aber trotzdem die Marktposition, belastet Legos Image und im Endeffekt auch die Umsätze und damit die Gewinne! Ich gehe fest davon aus, dass die Verkaufszahlen des Lego Ferraris u.a. auch wegen solcher Reviews unterirdisch sind. Mich würde echt mal brennend ein Vergleich zwischen Deutschland und anderen Märkten interessieren was die Verkaufszahlen des Ferraris angeht. Die Auswirkung solcher Videos sollte direkt erkennbar sein!

  14. Ich finde das Ganze (nicht mal) halb so wild. Es gibt Regeln, an die sich die Mitglieder dieses LAN (die feiern übrigens viele Partys, hab ich schon ganz oft von gehört…) halten sollen und die auch allen bekannt sind. Wer gegen diese Regeln verstößt, fliegt raus. So weit, so verständlich, so normal. Wo ist das Problem? Wäre ich Lego, würde ich es genauso machen. Aber nur zu, schlagen wir wieder auf Lego ein, die haben es bestimmt verdient!

  15. NA wenigstens ein paar wissen zu unterscheiden:

    Ich gehe mal davon aus als 08/15 Youtuber kann man weitergeben was man will und nur anerkannte Fanmedien müssen sich sich den Regeln von LEGO beugen.

    Und da der M&R-Junge nun mal anerkanntes Fan Medium war, musste er sich darüber im Klaren sein, dass er die Regeln bricht und Regelbruch halt Konsequenzen hat.

    Da ist es nur der Youtuber, der was falsch gemacht hat, also bitte hört mit dem automatisierten LEGO-bashing auf…

    Und denkt mal nach: Es gibt da draussen 100te (mehr?) Leute die sich als anerkannte Fanmedien an die Regeln halten. So ein Regelbrecher verschafft sich damit gegenüber diese natürlich einen unfaieren Vorteil.

    Ich kenne da einen Kanal aus dem hohen Norden, der wartet brav bis Lego das Set offiziell vorstellt und erst dann gibt er sein Review frei.

    Überlegt mal, wenn jetzt ein anderer daherkommt und sein Review eine Woche vorher postet, wer wohl die meisten Clicks (und damit das meiste Geld bekommt).

    LEGO konnte nicht anders handeln um sein Netzwerk und die Interessen der Mitglieder zu beschützen. Tut LEGO das nicht, dann hält sich bald niemand mehr daran.

    Warum glaubt ihr werden die Oscargewinner in einem verschlossenen Umschlag aufbewahrt: weil es mal eine Zeitung gab, welche wie alle anderen die Gewinner kannte und erst nach Bekanntgabe drucken durfte, die Liste vorab veröffentlichte. Jetzt kriegt sie keiner mehr…

    Regelbruch ist NICHT COOL und kann zum Nachteil aller sein (Sorry Robin Hood).

    1. „Überlegt mal, wenn jetzt ein anderer daherkommt und sein Review eine Woche vorher postet, wer wohl die meisten Clicks (und damit das meiste Geld bekommt).“

      Für weiteres Kanal-Wachstum ist das aber nötig. Die News dann posten, wenn sie da ist und nicht erst, wenn jemand dafür grünes Licht gibt und sie alle anerkannten Fan-Medien gleichzeitig posten. Was bei Zeitungen die Auflage ist, ist bei YT die Zahl der Aufrufe.

      1. Jein! – Aus individueller Sicht sicherlich, und wenn man sich Informationen „auf dem freien Markt“ besorgt, ist das üblicherweise auch OK. Also wenn PROMOBRICKS einen Sommer 2021 Katalog in die Finger bekommt, darf Promobricks den (mmn) nutzen, weil Promobricks kein Teil des „Netzwerkes/Teams“ ist.

        Wenn aber ein Mitglied des Netzwerks etwas veröffentlicht und eben nicht nachweisen kann (oder will), dass es sowieso schon am freien Markt vorhanden ist (mit den neuen Regeln dürfte LEGO aber wirklich etwas überschießend sein – obwohl sich der Großteil der mir bekannten Youtuber problemlos wenn auch unwillig, damit abfindet), dann ist das nicht OK.

        Soweit mir bekannt bezieht sich unser Youtuber auf einen „Händlerkatalog“ – soweit so gut. Hätte er nun gegenüber LEGO offenbart; ich hab die INFOS von Quelle XYZ, dann dürfte er auf der sicheren Seite sein (außer auch das wird in der NDA anders geregelt – der Händler dürft ja die Infos auch nicht herausposaunen…).

        Was ich sagen will das LAN ist keine Einbahnstrasse. Die Mitgliedschaft hat gewisse Vorteile, bringt auch gewisse Verpflichtungen mit sich. man kann das eine nicht ohne das andere haben – cherry picking gibt es nicht. (Mir scheint er wollt seine Quelle nicht preisgeben)

        Der Youtuber muss abwägen, was ist ihm wichtiger…

        Genau wie die Presse abwägt: Krieg ich INFOS aus der „Ursprungsquelle“ und darf sie erst zu einem gewissen Zeitpunkt veröffentlichen, dann muss ich warten. Krieg ich sie NICHT original, sondern hab sie aus dritter HAND, dann bin ich frei sie zu nutzen.

        Wobei wir uns im Problembereich befinden.

        Krieg ich FAKT A mit dem Hinweis ihn erst zum Zeitpunkt Z zu veröffentlichen, dann könnte man meinen, dass man halt gezielt nach einer Dritten Quelle für FAKT A sucht. Allerdings wenn ich die INFO A nicht hätte, würde ich auch nicht danach suchen. (Eine vernünftige NDA sollte das beinhalten). In dem Problemfeld dürfte M&R stecken…

        Auch die Freiheit der Information muss sich gewissen Regeln beugen. Und das Interesse des Youtubers am Kanalwachstum ist zwar gegeben, nur muss er sich trotzdem an eingegangene Vereinbarungen halten.

      2. Jein: Ich war lange Zeit in der Videospielbranche tätig und auch da ist es üblich, dass Previews und Reviews einem Embargo und NDA unterliegen und da gibt es auf die Minute genau Deadlines, wann man mit welchen Infos raus darf. Da darf auch keiner sagen, nur um Klicks zu generieren, dass er sich nicht an die Regeln hält und die Infos früher raus haut. Ok, kann er, muss aber mit den Konsequenzen leben …

    2. „Ich gehe mal davon aus als 08/15 Youtuber kann man weitergeben was man will und nur anerkannte Fanmedien müssen sich sich den Regeln von LEGO beugen.“

      So wie ich das interpretiere, will LEGO künftig auch gegen die 08/15 YouTuber vorgehen (da würde ich mich mal mit einbeziehen), auch wenn es sich nur um Gerüchte-Videos oder (Leak-)Setbeschreibungen handelt. Stichwort Copyright-Strike.

      1. In meinen Augen wieder nur ein Beispiel wie unser allseits geliebter Quasimonopolist versucht mit seiner Größe und finanziellen Mitteln eine Drohkulisse aufzubauen, auch wenn es rechtlich null haltbar ist. Aber das scheint inzwischen Legos einziges Konzept zu sein, um Konkurrenz und andere unliebsame Personen zu kontrollieren oder einzuschränken. Und selbst wenn Lego diesen Personen nur weh tun kann, scheint ihnen das auch schon zu reichen. Sympathisch sieht anders aus!

      2. Sehe da aber gröbere Schwierigkeiten – vor allem wenn man das halbwegs geschickt macht und „keine“ Original LEGO Unterlagen verwendet.

        Wenn man z.B ein Geleaktes Bild eines Original Katalogs verwendet ist LEGo in einer starken Position, wenn man nur etwas beschreibt was man gesehen hat, also „spekulativ“ beschreibt, tut sich Lego schwer zu claimen.

        und selbst wenn Lego gewisse Videos claimt, dann bleiben sie im Netz

        M&R hats ja eigentlich „richtig“ gemacht und nur beschrieben – jeder dritte wäre damit durchgekommen

        1. Rechtlich hat Lego da eigentlich gar keine Handhabe. Sie können eigentlich nur drohen und Kosten verursachen und den anderen so lange den Rasen zertreten wie möglich. Das scheint Legos einzige Strategie zu sein!

  16. Billiger kann LEGO ja gar keine Werbung machen, als erfolgreichen influencern die eigene Ware gratis zur Verfügung zu stellen.

    Da sind die Portokosten für das Unternehmen sogar noch höher als die tatsächlichen Set kosten.

    Bin mal gespannt, wer als nächstes rausfliegt bzw. freiwillig geht. So ein Maulkorb passt auch nicht wirklich in die Meinungs- und Pressefreiheit 2021…

    1. Das ist kein Maulkorb, das ist normales Geschäftsgebaren. Nahezu jeder Reviewer bekommt vor Veröffentlichung ein Testexemplar, nur mit der Bedingung erst an Datum X den Test zu veröffentlichen.

      1. Steht ja auch öfters auf den Kartons, die an die Händler gehen, dass der Inhalt erst am Tag X in die Regale gestellt werden darf.

        Was hier und da auch schon nicht funktioniert hat, selbst Lego intern. 😉

    2. „Billiger kann LEGO ja gar keine Werbung machen…“ Ja, das wird ne spannende Geschichte.
      Bis auf die Setnummern darf man nichts mehr nennen. Toll, das ich mir diese auch so zusammen denken kann.
      Keine Infos über Farbe, Größe, oder Setnamen mehr.
      Besser kann man die Vorfreude und Antizipation gar nicht abwürgen, damit man von „oh, echt? Heisses Ding!“ auf „Achja, das gab´s da auch noch?“ abrutscht.

      Aber ich freu mich drauf. Während ich die letzten Jahre immer in Vorfreude auf die Leaks im Dezember und August gewartet habe und als letzte Stufe noch die Videos der Spielwarenmessen geschaut hatte, kehrt nun die große Ruhe ein. Und der Frieden gleich mit.

      Interessiert mich gar nicht mehr, die wollen überhaupt gar nichts mehr sagen (lassen), ich will nichts mehr davon wissen. Deal.
      Falls nach erscheinen etwas dabei ist das so umwerfend wäre das man es haben muss, kauf ich es halt. Sonst eben nicht. Es werden eh nur noch 1, maximal 2 Sets im Jahr gekauft und nur wenn Sie durchdacht und fertig entwickelt sind. Der Rest ist meistens Pfusch an dem man nur noch mühsam nachzuarbeiten hat bleibt stehen.
      Zudem könnt Ihr ja 25% der Ware den heute in extremen Massen vertretenen „Lego als Investment“ Käufern unterschieben, damit das Zeug weg ist und die Fabriken weiterhin ausgelastet sind. Win.Win.Win.

      Danke Lego. Das spart einen Haufen Geld für Verreisen, Essen gehen oder andere schöne Sachen an dem man wenigstens noch Freude und keinen extra Aufwand bzw. „Mühe“ hat.

  17. Wenn man in so ein Programm aufgenommen wird, dann unterschreibt man auch einen Vertrag und dort steht dann drin, dass man den Vorteil erhält Inhalte vor der offiziellen Veröffentlichung zu sehen, dieses aber so lange geheim hält, bis man die Erlaubnis hat zur Veröffentlichung. Sollte man sich nicht an diese Regeln halten, ist das ein Vertragsbruch und man fliegt.

    Wenn man YouTube gewerblich nutzt, dann hat man halt auch besonders auf Verträge und Lizenzen zu achten. Es geht hier eben nicht um den kleinen Fan, sondern um einen Unternehmer der mit der Sache Geld verdient.

  18. Hallo zusammen,

    man muss es fairerweise nochmal aufnehmen! Ein , Zwei Vorgängerkommentare gibt es ja hierzu. Hier dreht es sich doch gar nicht mehr um die Steine!!!!
    Das ist reine Politik und Vertragsregelwerk. Wenn die Firma, in diesem Falle LEGO dich unterstützt mit Sets und anderen Geldwerten Vorteilen von denen Keiner etwas weiß, insbesondere wenn du ein Großer in der Szene bist, gibt es dazu ein Vertragsregelwerk. In diesem Vertragsregelwerk gibt es immer den Unterpunkt Vertrauenserklärung.
    Wenn Du mehrmals dagegen verstößt bist Du eben wie bei jedem anderen Arbeitsverhältnis raus! Das ist doch normal. Zumal kennt doch Niemand die ganze Geschichte dahinter.

    Und wenn die Leute sich doch Alle so aufregen, ja dann sollen Sie die Sachen doch einfach nicht mehr kaufen. Es wird nur noch gemeckert von Skandal zu Skandal gepusht, aber gekauft wird das Zeug doch trotzdem!

  19. Zudem ist der Herr noch sehr glimpflich davongekommen. In fast allen NDA werden finanzielle Entschädigungen gelistet, die so bei fünf Stellen anfangen. Und durchgehen lassen kann man es nicht, da ansonsten alle abwandern, die sich dran halten.

  20. Hier muss man halt mal wieder ein paar Dinge unterscheiden:

    Lego geht mit den LAN Mitgliedern Vereinbarungen ein und falls nun eine Seite diese Vereinbarungen nicht einhält, steht es jeder Seite frei, die Zusammenarbeit zu beenden.
    Ein ganz normaler Vorgang.

    Das ist das eine, wer sich über so etwas aufregt, sollte sich von seiner romantischen Utopievorstellung der Welt loslösen.

    Ob es unabhängig davon eventuell günstiger wäre, wenn hier das bisherige System überarbeitet wird, das steht wieder auf einem anderen Blatt.

  21. Im Prinzip hätte Lego es doch in der Hand alle Sets zum Termin X freizugeben. An die Händler, an die Influencer, an die Reviewer.

    Dann dauert es eben ein paar Tage bis die gebaut und bewertet sind bzw in den Regalen oder Onlineportalen stehen. Oder eben Wochen.

    Die jagen ihren eigenen Schwarz im Kreis.

    Der einzige Grund den es dafür gibt ist dass jedes dieser kleinen Dramen zusätzlich Aufmerksamkeit und Erwähnung bringt.

    Irgendwelche Untersuchungen oder Studien müssen ergebe haben, dass das unter dem Strich zu mehr Umsatz führt. Also wird es gemacht bis Studien und Analysen das Gegenteil zeigen.

    1. >> Im Prinzip hätte Lego es doch in der Hand alle Sets zum Termin X freizugeben. An die Händler, an die Influencer, an die Reviewer.
      Dann dauert es eben ein paar Tage bis die gebaut und bewertet sind bzw in den Regalen oder Onlineportalen stehen. Oder eben Wochen.
      Die jagen ihren eigenen Schwarz im Kreis. <<

      Puh… dann würde man aber die kritische Kaufphase (etwa 2 Wochen vor Release bis wenige Tage nach dem Release) mit Methoden des späten 20. Jahrhunderts "unterstützen".
      In Zeiten von socialmedia, hochauflösenden videoreviews und Fankanälen, denen Millionen von potentiellen Käufern folgen, ist das verschenktes Potential.

      Man darf ja nicht vergessen – ob anerkanntes Fanmedium oder nicht – das ist jedes mal kostenlose Werbung für LEGO. Also ob es LEGO schaden würde, wenn irgendwo ein verwackeltes Bild von einem UCS-Set auftaucht. Das heizt den Hype ja erst richtig an.

      Von dem Drama hat LEGO ohne Zeifel profitiert, dass nun wieder die Holzhammermethode eingesetzt wird, spricht natürlich Bände… LEGO scheint absolut unwillig zu sein, aus den Fehlern der Vergangenheit zu lernen.

      1. Ich bin wahrscheinlich nicht wirklich Zielgruppe für solche Marketingmethoden „zur Unterstützung“ in der „kritischen“ Phase.

        Ich wundere mich halt nur warum die trotzdem sie ja offenbar vorab wissen, welche Sets gehypt werden, es schaffen die in zu kleinen Stückzahlen zu bauen. Oder auch das ist Methode.

        Egal…die werden das schon machen. Und wenn nicht gibt es ja Optionen bzw hat der geneigte Fan ja in der Regel schon reichlich Steine gebunkert… 😉

  22. Ich muss da nur an der Videospielindustrie denken, wo es gängige Praxis ist, Review-kopien von Grützespielen erst am Tag der Veröffentlichen zu senden, damit erst nach den Hype-einkäufen der Fans die schlechten Reviews kommen und so nicht die Verkaufszahlen schaden.
    Vielleicht wollen die deswegen die Leaks vermeiden. Ich weiß, ich unterstelle denen einiges, aber im Regelfall sind solche Leaks fantastisch um Hype zu generieren, wenn diesem aber arge Enttäuschung bei den offiziellen Bildern folgt bringt er aber nichts. Bei all den mittelmäßigen Produkten, die es gab, ist es da sicherer, nicht allzuviel Hype zu machen. Man vergleiche die Leaksmengen zur Ninjago-Stadt (gutes Produkt, unglaublich dumm nur dass es eine Erweiterung zu nicht mehr veröffentlichten Sets ist) zum Ferrari (üble Grüßtze), könnte mir durchaus vorstellen dass die Leaks kontrollieren wollen um diese nur bei Modellen zu haben, die gut sind.

  23. Ich mag ihn nicht sonderlich und er scheint gegen Regeln verstoßen haben – das ändert aber nichts daran, dass Lego hier als Verlierer dasteht. Wie schon beim (gefühlt ewigen) Klinsch mit dem Held der Steine, mag Lego vielleicht auf der juristisch richtigen Seite stehen, die Wirkung in der Öffentlichkeit ist aber einmal mehr fatal.

    In Billund sollte man mal im 21. Jahrhundert ankommen und darüber nachdenken, ob es das wert ist, auf Gedeih und Verderb seine Linie durchzuboxen, dafür aber Negativschlagzeilen und den Unmut der Fans auf sich zu ziehen. Lego scheint die Macht des Internets zu unterschätzen und sich selbst einen Shitstorm nach dem nächsten einzuhandeln.

    Leaks können im Smartphone-Zeitalter selten bis nie verhindert werden. Anstatt vergeblich zu versuchen, Leaker zu bestrafen, sollte Lego aktiv mit Leaks umgehen und sie ins Marketing einbinden. Einige Firmen leaken sogar selbst, um den Hype zu erhöhen.
    Der erstarkenden Konkurrenz aus China wird man so zumindest auf keinen Fall begegnen können. Das geht nur über Innovation und Qualität. Steinequalität (wieder) hoch halten, tolle Sets entwerfen, Wünsche der Fans berücksichtigen, Ideas-Programm ausbauen und vielleicht hier und dort mal über den (oft zu hohen) Preis nachdenken – das sollte meiner Meinung der Fokus von Lego sein. Dann bleibe ich auch weiter treu.

    1. Nein, die Geschäftsleute, die gewerblich einen YouTube-Kanal betreiben, sollten vielleicht mal begreifen, dass wenn man mit dem Kanal Geld verdient, man nicht mehr die „Kinderzimmer“ ausrede ziehen kann.

      Gerade der Frankfurter verhält sich extrem kindisch und sollte begreifen, dass die Briefe von Lego das kleinste Übel sind. Wenn der Konzern wirklich auf Konfrontationskurs wäre, dann könnte er auch schnell den Kanal stilllegen lassen und auch möglicherweise für manche Behauptungen zur Rechenschaft gezogen werden. Gerade seine Analysen der Geschäftszahlen sind da eher kritisch.
      Es wäre auch eine Razi vom Zoll denkbar, wenn man so offensichtlich unlizenzierte Produkte bewirbt.
      Aber Lego schreibt nur einen Brief mit einer Bitte und wird dafür schon angegangen.

    2. LEGO steht hier wegen uns, der Community als Verlierer da! Meiner Meinung nach ist eine Firma, die Geheimnisverrat bekämpft nicht der Verlierer.

  24. Hmm was soll ich dazu nur sagen…
    Die Frage die ich mir stelle: „Ist es das wert?“
    Ich betreibe ja auch einen YouTube Kanal.
    Ich habe Bilder zu den Sommer Sets von City 2021.
    Zeige oder bespreche ich sie? Nein! Warum? Ganz einfach!

    Mir persönlich wäre es das nicht wert!

    Sicher man bekommt (möglicherweise) viele Klicks und dadurch auch vielleicht ein paar Einnahmen durch YouTube, ABER man läuft Gefahr von LEGO verklagt zu werden (offen legen von Geschäftsgeheimnissen) UND man kann seinen YouTube Kanal verlieren!

    Das sind beides Gründe auf die ich keine Lust habe! Weder vor Gericht zu stehen noch jahrelange Arbeit gelöscht zu bekommen!

    Wer also Zugriff auf Informationen durch das LAN hat, sollte also wissen wie er damit umzugehen hat! Ich gehe auch davon aus das sowas vertraglich geregelt ist.

    Lieben Gruß

    1. Ich danke Dir für Deine ehrliche Haut! Kein Sarkasmus, kein Spaß, ich meine es ernst. „Leaken“ aka Geheimnisverrat hört sich so süß an, aber mach das mal in anderen Branchen. Wir würden jedem den (sorry vorab) Arsch eckig klagen. Vollkommen normales Verhalten.

  25. Ich finde gerade diese Nachricht ist irgendwie unwichtig. LEGO ist / hat ein Riesenunternehmen. Lässt sich das bei den Youtuber ne Menge Geld kosten und erwartet dann aber auch etwas. Gibt es im Fussball, wie im Motorsport, als auch bei einer lokalen Anzeige in einer kleinen Zeitung. Eine der Seite patzt, muss die Seite eben mit Konsequenzen rechnen.

    Gerade weil es LEGO ist, stürtzt man sich drauf. Irgendwann in der fernen Zukunft wird es andere Unternehmen geben, die LEGO einholen, mit dem selben Konzept eben Klemmbausteine fertigen und dann wird auch darauf eingehauen. Mit den selben Argumenten (waren mal billiger, besser, usw…) Wer größer wird, bekommt auch stets Gegenwind ab einem bestimmten Punkt. Daher erwarte ich eher vom Youtuber jetzt eine Spitze nach der Anderen, um die Aufmerksamkeit hoch halten zu können… 😉

  26. Keine sympathische Aktion von LEGO.
    Ryan hat in 11 Jahren viel für die Marke geleistet! Ein bisschen Dankbarkeit (außer die Gratis-Sets) wäre eher angebracht gewesen. Er hat meiner Meinung nach keine „schwerwiegende Fehler“ gemacht, die das Vorgehen des Konzerns rechtfertigen.
    Dank seiner starken YouTube Fanbase, braucht er aber vor der Zukunft keine Angst haben.

    1. Wenn man das „leaken“ in meine Sprache übersetzt, ist das einfach Geheimnisverrat, hört sich dann aber nicht mehr so hip und süß an. Und ich bezweifle stark, das sich das in der Bilanz allzu stark widerspiegelt.

  27. Oh Gott, wie schlimm es geworden ist. Ich bin hier auf einer LEGO Fan Seite und gefühlt freuen sich alle, wenn sie den „blöden, geldgierigen, Sticker Verwendern (hier iHre persönliche Beleidigung einfügen) aus Dummemark“ eins drüber geben können. Das ist ja fast wie in der Fankurve. Es wird ja praktisch schon „verlangt“, vorab Sets zu sehen. Und wenn ich dann mitbekomme, wie einige blind auf Sets draufhauen, die weder am Markt sind, oder gar selbst aufgebaut wurden, schäme ich mich fremd. Wenn man das „leaken“ in meine Sprache übersetzt, ist das einfach Geheimnisverrat, hört sich dann aber nicht mehr so hip und süß an. Die meisten Firmen bedanken sich doch nicht so wirklich, wenn neue Produkte vorab vorgestellt werden. Im LEGO Fall dann eben auch gerne tendenziös, bringt …… (hier Wunschname eingeben) ja Klicks, also Kohle.

  28. Ich bekomme als Ottonormalverbraucher keine Vorabbilder kredenzt, daher freue ich mich über jede Gelegenheit sie dennoch zu sehen. Daher, pro Leaks!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Datenschutz
, Besitzer: (Firmensitz: Deutschland), verarbeitet zum Betrieb dieser Website personenbezogene Daten nur im technisch unbedingt notwendigen Umfang. Alle Details dazu in der Datenschutzerklärung.
Datenschutz
, Besitzer: (Firmensitz: Deutschland), verarbeitet zum Betrieb dieser Website personenbezogene Daten nur im technisch unbedingt notwendigen Umfang. Alle Details dazu in der Datenschutzerklärung.