Ein kleiner Leitfaden zum Sammeln von BIONICLE-Masken

Foto: biomediaproject.com

Was sammeln wir LEGO-Enthusiasten eigentlich alles? Sets und Minifiguren, ist doch klar! Dringt man jedoch tiefer in die Nischen unseres Fan-Daseins ein, stößt man auf eine dritte Sache, die nach wie vor große Sammelbegierde weckt: BIONICLE-Masken.

Sie tragen merkwürdig klingende Namen wie Akaku, Mahiki und Ignika, es gibt sie in einer Bandbreite von Formen und Farben – und einige von ihnen bringen auf dem Zweitmarkt ordentlich Kohle ein. Wer sich bisher nicht mit dem Sammeln von BIONICLE-Masken auskannte, dem wollen wir heute mit unserem kleinen Einführungskurs Abhilfe schaffen. Wir sind uns sicher: Nicht nur Fans der BIONICLE-Serie werden dabei neue Facetten ihrer Lieblings-Themenreihe kennenlernen, auch Hobbyhändler dürften womöglich den ein oder anderen Geheimtipp in Sachen lukrative Deals mitnehmen.

2001: Wertvolle BIONICLE-Masken aus den Blindbags

Die Masken (oder wie sie im Fachjargon genannt werden: „Kanohi“) waren schon seit Beginn der Reihe im Jahr 2001 ein zentraler Bestandteil von BIONICLE. Für die biomechanischen Krieger sind sie so etwas wie ein „Gesicht“, aber nicht nur: Sie verleihen bestimmten Trägern einzigartige, sagenhafte Fähigkeiten. Neben Masken gewöhnlicher Art existieren im BIONICLE-Universum zudem legendäre Kanohis, Superwaffen, mit denen sich ganze Kriege entscheiden lassen. Die Geschichte von BIONICLE: Es war stets ein ewig währender Kampf von Gut und Böse um einzigartige Masken gewesen.

So auch schon bei den ersten Sets aus dem Jahr 2001: Die Handlung drehte sich um die sechs Toa Mata und ihrer Suche nach den goldenen Masken. „Collect the masks“ wurde nicht nur Leitspruch der Toa, sondern bald auch der der Fans. Denn mit dem Blindbag-Set 8530 (auf dem US-Markt unter der Nummer 8525 erschienen) konnte nun auch im realen Leben Jagd auf die Kanohis gemacht werden.

Ganze 73 Masken ließen sich mit den Blindbags insgesamt sammeln. Diese setzten sich aus den sechs Kanohis der Toa Mata in ihren jeweiligen sechs Farben, auch „Great masks“ genannt, und den sechs Maskenarten der Turaga-Sets („Noble masks“) in deren sechs Farbvarianten zusammen. Wer mitgerechnet hat, müsste auf 6×6+6×6=72 kommen. Bei der 73. Maske handelte es sich um eine spezielle Version von Tahus Kanohi Hau, einer so genannten „infizierten“ Maske in schwarzem Farbton und orangen Flecken.

Gerade die Masken, die nicht in der Standard-Version daherkommen, sind dabei echte Sammlerstücke. Mit einem Durchschnittspreis von 10€ aufwärts ist bei Bricklink bei fast jeder Maske zu rechnen. Während die braunen und die Pakari-Varianten dabei tendenziell noch am preiswertesten sind, muss man vor allem bei der Hau schon etwas tiefer in die Tasche greifen. Dies überrascht nicht, ist Tahus Maske doch eine der beliebtesten Kanohi-Varianten und zugleich das Symbol der BIONICLE-Reihe schlechthin. Auch die infizierte Version ist mit einem Bricklink-Durchschnittspreis von 13€ kein Schnäppchen. Da sie jedoch auch im Set 8538 vorkam, gelangt man auch auf anderem Wege an die ausgefallene Kanohi.

Übertroffen wird dies lediglich von den Kaukau-Masken. Galis Kanohi unterscheidet sich von allen anderen Arten dadurch, dass sie transparent gehalten ist – so auch ihre Farbvarianten. Statt in saftigem rot, blau, grün und schwarz gibt es sie in matten, durchsichtigen Variationen. Ein Alleinstellungsmerkmal, das sich deutlich auf den Sammlerwert auswirkt. Die Kaukau-Masken zählen eindeutig zu den teuersten Versionen – mit der Trans-Neon orange Variante, die für die braune Farbversion steht, und der trans-weißen unangefochten an der Spitze. Erstere besitzt einen Bricklink-Durchschnittswert von 45€, Letztere sogar einen von 60€.

Bei den Turaga-Masken liegen die Preise für die einzelnen Kanohis im Großen und Ganzen ein wenig höher als bei den Toa Mata. Preise jenseits von 20€ und sogar 30€ kommen hier deutlich öfter vor. Hervorzuheben sind in diesem Zusammenhang die Lime-Varianten der Matatu (25€) und Rau (37€), aber auch die Dark Gray Rau (27€) und die Medium Blue Komau (17€) sind Sammlern einiges wert.

Kostbar: Die „European Misprints“ aus 2001

Ein kleiner Leitfaden zum Sammeln von BIONICLE-Masken (Arnold Kloninger) - 7

Wer mit BIONICLE-Masken jedoch kleine Reichtümer anschaffen will, sollte nach den so genannten „European Misprints“ Ausschau halten. Bei diesen handelt es sich um Fehldrucke einiger Kanohis aus den Blindbag-Sets, die ausschließlich auf dem europäischen Kontinent vorkamen. So konnte man einerseits die Ruru und die Matatu in den Toa-Farben (rot, blau, grün, schwarz, braun, weiß) und die Kaukau in gelb und Medium Blue finden. Mit Ausnahme der schwarzen Ruru, die seither in einem preiswerten Set vorkam, lassen sich mit den anderen Ruru-Varianten um die 20€, teilweise sogar 30€ verdienen.

Verglichen mit den Matatu-Fehldrucken ist das jedoch gar nichts. Für den Großteil dieser Masken gibt es nur sehr wenige Anbieter auf Bricklink. Im Falle der roten und schwarzen Version ergeben sich so Preise von knapp 80€. Und auch, wenn man sich die Verkaufsstatistik des letzten halben Jahres ansieht, wird kaum eine der beiden Varianten für unter 30€ verhökert. Bei der grünen und weißen Matatu können einem Preise zwischen 30€ und 40€ genauso gewiss sein.

Es ist jedoch erneut die Kaukau, die allen die Show stiehlt: Die extrem seltene gelbe Misprint-Variante erzielt Preise von nahezu 100€, bei der Medium-Blue-Version steuert der Wert auf 110€ zu.

Schwer zu findende Sondermasken

Einige der Toa- und Turaga-Masken kamen seither auch in anderen Sets in neuen, ausgefallenen Farbversionen vor. Eine gelbe Hau, eine türkise Miru oder lila Pakari, wie sie in den McDonald’s-Polybags erschienen, sehen zwar schick aus, bringen jedoch nicht das große Geld ein. Auch in den so genannten „Rahi-Sets“ aus dem Jahr 2001 ließen sich einige Kanohis in interessanten Farben finden. Mit Ausnahme der Dark Turquoise Kakama aus der 8549 (19€) und der gelben Komau aus der 8539 (13€) bringen diese jedoch selten mehr als 5€ ein.

Von besonderem Interesse dürften all jene Masken sein, die es nicht in den herkömmlichen Sets zu kaufen gab. Dazu zählen unter anderem eine Transparent-Neon Green Miru. Diese wurde 2001 ausschließlich bei bestimmten Events in den LEGOLAND-Parks verteilt. Da ein Großteil der Masken aber unbenutzt blieb, fanden diese schnell ihren Weg auf den Zweitmarkt. Durch das Überangebot blieb die Miru lange Zeit vergleichsweise günstig, mittlerweile ist der Bricklink-Durchschnittspreis auf 15€ angestiegen. Ein Händler aus den USA besitzt Stand heute aber noch ganze 25 Stück auf Lager, die für den moderaten Preis von jeweils 10€ zu verkaufen sind.

Bei zahlreichen Toys ‚R Us- und LEGOLAND-Aktionen ließen sich zudem kupferfarbene Varianten der Huna und Komau erwerben. Während die Huna über den Globus vielfach verbreitet wurde, gelangte man an die Komau ausschließlich in Europa. Das dürfte auch den großen Preisunterschied erklären: Bekommt man die Kupfer-Huna bereits für 7€ auf Bricklink, besitzt die Komau einen Wert von 60€ bis 90€.

Wer 2001 die Möglichkeit hatte, an das 8546 Power Pack zu gelangen, kann sich heute glücklich schätzen: Das Sonderset enthielt eine verchromte Kanohi Hau, die heute um die 25€ einbringen kann. Mit einer 14-Karat-Gold-Variante derselben Maske kann diese jedoch wohl kaum mithalten. Nur 30 Stück existieren von dieser extrem wertvollen Rarität, nicht auszumalen, wo der Preis heute dafür liegen mag. Aber immerhin: Mit zwei Löchern an den Seiten ließ sich die goldene Hau als Kette verwenden.

Eine zu dieser Zeit einzigartige Kanohi war die Vahi, die Maske der Zeit. Rund 35000 Exemplare dieses Sammlerstücks wurden im Rahmen von zahlreichen Werbeaktionen bei bekannten Großhändlern vertrieben. Heute kommt die orange Variante bei Bricklink auf einen Wert von 10€. Im Jahre 2004 spielte die Kanohi Vahi eine tragende Rolle in der BIONICLE-Geschichte und wurde deshalb in einer zweiten Version in Flat Gold willkürlich in einigen Sets verteilt. Ganz so preiswert wie ihr Vorgänger ist sie jedoch nicht: 30€ bringt sie im Durchschnitt ein.

2002: Mata-Kanohis in Gold und Silber

Mit den 8569 (in den USA: 8559) Krana-Blindbags gab es ein Wiedersehen mit den Toa-Masken. Diese enthielten die bekannten Kanohis der Toa Mata nun auch in Gold- und Silberfarbtönen. Mit dabei befanden sich in diesen Sammelsets auch so genannte „Krana“, gummiartige Masken, die hier jedoch nicht als Kanohi gezählt werden. (Der BIONICLE-unerfahrene Leser wird es mir danken, denn die Krana in ihren 96 Ausprägungen aufzulisten würde einiges an Verwirrung stiften – von 252 Gummiwürmerarten aus dem Jahr 2003 verliere ich jetzt mal kein Wort.) Mit fast durchweg 10€ ist bei den Goldversionen immer zu rechnen, 5€ gibt es durchschnittlich für die silbernen Masken.

Wer auf Bricklink nach diesen Varianten schaut, sollte jedoch genau aufpassen, denn viele Händler stellen die Masken unwissentlich unter der falschen Farbe ein. Viele halten sie für kupferfarben oder „Pearl Gold“, die genaue Farbbezeichnung lautet jedoch „Metallic Gold“.

Nuva-Masken: Bares Geld

2002 wurde die bekannte Palette von 12 Maskenarten um sechs neue erweitert: Den Nuva-Masken. In den Blindbags mit der Nummer 8598 (USA: 8597) waren neben drei Kranas auch zwei der neuen Kanohis enthalten. Wie schon im Jahr zuvor umfasste das Spektrum 6 Masken à 6 Farben. Auch hier stechen einige Varianten hervor, Durchschnittspreise von 25€, 30€ oder sogar 40€ kommen durchaus vor. Einige Trends der Mata-Masken setzen sich hier ebenso fort: Braune und Pakari-Versionen sind eher unbeliebt und die Hau ist eine solide Investition. Erstaunlicherweise sind es aber gerade auch die weißen Masken, die überdurchschnittlich viel einbringen.

Das Blindbag-Set 8600 (USA: 8599) brachte neue Krana auf den Markt, die Nuva-Masken blieben unverändert mit enthalten. Ergänzt wurden die Kanohis lediglich um Silber-Versionen – und die in die Hände zu bekommen gleicht einem Lotteriegewinn. Rund 200€ kann einem eine dieser Masken einbringen. Die einzige Ausnahme bildet die Miru Nuva, die aus unerklärlichen Gründen massenhaft vertrieben wird. So besitzt ein Bricklink-Anbieter satte 1700 Stück der silbernen Miru. Mit 12€ im Durchschnitt war es wohl nie leichter, an ein Sammlerstück zu gelangen.

Im Rahmen von zahlreichen Werbeaktionen konnte man an eine weitere, besondere Maske gelangen: Einer infizierten Variante der Hau Nuva, wie sie auch im Film „Die Maske der Lichts“ zu sehen war. Als Beigabe zu Comics fand die Kanohi ihren Weg in die Welt und kam in vier verschiedenen Varianten daher: Das grüne Muster, welches Gift darstellen soll, variiert von Typ zu Typ. Da zwei Muster nur schwer zu unterschieden sind, sind sie bei Bricklink als ein einziger Eintrag zusammengefasst. Bei Preisen von 5€ bis 11€ gelangt man dabei auf recht unkomplizierte Art an eine ausgefallene Maske.

Teure Avohkii und noch teurere Kraahkan

Der Kampf zwischen Gut und Böse – er wurde in der BIONICLE-Welt auch symbolisiert durch den Widerstreit der Elemente Licht und Schatten. 2003 kamen mit den Sets 8596 Takanuva und 8593 Makuta nun auch die beiden prominentesten Vertreter dieser Elemente auf den Markt. Takanuva enthielt dabei die Kanohii Avohkii, die legendäre Maske des Lichts. 13€ kostet die Maske im Durchschnitt auf Bricklink. Eine Glitter-Trans-Clear-Variante, die die Maske beim Ausüben ihrer Kräfte darstellen soll und die ebenso im Set beigefügt war, bringt um die 9€ ein.

Im Jahr 2014 wurde ein Unikat der Avohkii aus reinem Platin bei einer Auktion für 15000$ versteigert. Den Titel der teuersten BIONICLE-Maske wird ihr so schnell wohl niemand streitig machen.

Deren Gegenstück, die Kanohi Kraahkan, Maske des Schattens, kann mit einer Platin-Maske natürlich nicht mithalten, weckt bei vielen Sammlern mit ihren Versionen dennoch einige Begehrlichkeiten. Eine erste Variante mit 6 Löchern im Kinnbereich ist einigen im Durchschnitt 20€ wert. Später wurde die Maske leicht überarbeitet und wurde seither nur mit 4 Löchern produziert. Regulär erschien sie im 2008 veröffentlichten Set 8953 Icarax, aber auch im Makuta-Set aus 2003 war sie teilweise schon enthalten. Die 4-Loch-Variante besitzt einen Wert von um die 60€.

Um einiges beachtenswerter sind aber zwei Gold-Versionen der Kraahkan. Diese kamen in einem BIONICLE-Spielset aus regulären LEGO-Steinen vor, dem 8758 Turm der Toa. War sie zunächst in Flat Gold gehalten, wurde die Maske des Schattens bald darauf durch eine Pearl-Gold-Version ersetzt. Die Erstere ist für knappe 30€ auf Bricklink erhältlich – die zweite Variante gilt aber als extreme Rarität. In den letzten 6 Monaten wurde sie nur ein einziges Mal auf Bricklink verkauft und das für 122€. Kaum auszumalen, wie viel sie wert wäre, sollte sie wieder jemand in die Hände bekommen.

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(Foto: worthpoint.com)

Weitere Versionen der Kraahkan umfassen zwei so genannte „Movie“-Masken. Diese waren zwei Special-Edition-Sets beigelegt, einmal der 10201 Takutanuva und der 10202 Ultimate Dume. Die Kanohi aus dem Takutanuva-Set ist ein wahres Sammlerstück, 90€ beträgt der Bricklink-Durchschnittspreis. Hingegen erfreut sich die Dume-Maske weniger Beliebtheit: Für 10€ ist sie bereits zu haben.

Kurios: Im laufe der Jahre tauchte auch ein Fehldruck der Kraahkan mit 5 Kinnlöchern auf. Bei einschlägigen Auktionsplattformen variiert der Preis je nach Angebot zwischen 70$ und 200$.

Nur noch wenige Sammlerstücke nach 2004

Mit Beginn des Jahres 2004 erfolgte schließlich der große Einschnitt in Sachen Maskensammeln. In den Sets, die seither auf den Markt kamen, fanden sich kaum noch Kanohis mit hohem Sammlerwert. Die Masken-Blindbags wurden nun mehr durch andere Sammelobjekte wie Disks oder Rotoren ersetzt. Zwar besaß jede Figur nach wie vor eine Maske, aber da man an die Sets bekanntlich nicht schwer herankommt, haben sich hier nie große Raritäten herausgebildet.

Zu den wenigen Kostbarkeiten aus den Sets nach 2004 zählen zum einen eine dunkelblaue Variante der Metru-Ruru. Diese war im Sonderset 8940 Karzahni enthalten. Derzeit bietet sie kein Händler auf Bricklink an, in den vergangenen sechs Monaten wurde sie jedoch zu einem Durchschnittspreis von 30€ verkauft.

Richtig teuer wird es noch einmal im Jahr 2009. Als fast schon krönender Abschluss der Saga erschien mit der 8998 ein großes Modell von Mata Nui, gewissermaßen der Gottheit des BIONICLE-Universums. Das Set selbst ist allein schon im gebrauchten Zustand fast 300€ wert – mit 160€ macht allein die Pearl Gold Kanohi Ignika die Hälfte des Preises aus. Bei der Ignika handelt es sich um die Maske des Lebens, die wohl mächtigste Kanohi in der Welt der Toa und seit 2006 Zankapfel der verschiedensten Fraktionen im Universum.

Comic-Con-Exclusives und 14-Karat-Gold-Masken

2015 wurde die totgeglaubte BIONICLE-Saga wieder neu aufgefahren. Die Masken als wesentliches Element der Geschichte durften natürlich auch hier nicht fehlen. Trotz des nur zwei Jahre währenden Comebacks erschienen während dieser Zeit erneut einige Masken (die nun offiziell nicht mehr Kanohi hießen) mit hohem Sammlerwert. Um etwas gemächlicher zu beginnen: Die Pearl Gold und die Trans-Light Blue Version der Maske der Schöpfung bringen auf Bricklink 9€ beziehungsweise 13€ ein. Die in einer Gratisbeigabe vertriebene Trans-Neon Orange Maske des Feuers gilt zwar als Sammelobjekt, hat mit knappen 2€ jedoch kaum einen hohen Wert.

Wer bei der Nennung von Mondsummen für Plastikzeug dazu neigt, in Ohnmacht zu fallen, sollte jetzt vielleicht nicht unbedingt weiter lesen. Für den moderaten Preis von 70€ kriegt man eine Trans-Neon Green Skull Scorpio Maske. Galis Trans-Dark Blue Maske des Wassers ist mit 1000€ leider nicht ganz so erschwinglich. Und eine transparente Maske des Feuers ist bei einem Händler aus Russland für sage und schreibe 2100€ erhältlich. Die exorbitant hohen Preise kommen daher zustande, dass die Masken ausschließlich während besonderer Veranstaltungen wie der 2014 Comic-Con in New York (Maske des Feuers) oder der LEGO Inside Tour 2015 (Maske des Wassers) vertrieben wurden.

Schon während der ersten Generation von BIONICLE-Sets hat Lego nicht mit exklusiven 14-Karat-Gold-Masken gespart, beim Reboot legten die Dänen jedoch noch einen drauf: Die sechs Standard-Masken der Toa aus purem Gold wurden als Preise bei einem Fotowettbewerb ausgeschrieben. Zudem existieren Gold-Varianten der Skull-Spider-Maske und der Maske der Schöpfung. Wie viel die allerdings wert sein mögen, wollen wir uns an dieser Stelle gar nicht erst ausmalen.

Fazit

Die BIONICLE-Sets – sie wurden vielfach belächelt und wer mit der Reihe bisher nie etwas am Hut hatte, wäre wohl nie auf die Idee kommen, dass einige Modelle, geschweige denn einzelne Teile so viel wert sein können. Doch unser Artikel zeigt: Es gibt für alles Sammler. Und vielleicht ist der ein oder andere nach der Lektüre gar nicht mal abgeneigt, in das Geschäft mit den BIONICLE-Masken einzusteigen.

7 Kommentare zu „Ein kleiner Leitfaden zum Sammeln von BIONICLE-Masken“

  1. Wundert mich ja, dass die teuren Masken nicht gefälscht werden, dass sich die Balken biegen. Sollte mit dem entsprechenden Equipment doch überhaupt kein Problem sein von einem Originalteil eine Negativform zu erstellen und die Dinger zu kopieren.

    1. Dafür wird der Markt zu klein sein. Das Kopieren lohnt den Aufwand erst ab einigen hundert Stück, dadurch macht man aber den Markt kaputt und der Preis fällt. Ein Teufelskreis.

    2. Tatsächlich gibt es eine kleine Bionicle-3d-Druck-Community. Habe schon einen Haufen Teile auf einer bestimmten Plattform gesehen.

  2. Eigentlich müsste man mal die Flohmärkte durchforsten (wenn es denn mal wieder welche gibt).
    Dass Minifiguren durchaus wertvoll sein können, hat sich ja mittlerweile rumgesprochen, aber das vielgeschmähte Bionicle ist sicher an der einen oder anderen Stelle noch zum Schnäppchenpreis zu kriegen.

  3. Bionicle ist gar nicht meins, aber ich respektiere es maximal wenn man Liebe für ein Thema hat. Viel Spaß beim Sammeln. Kranke Preise übrigens!

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