Am Wochenende hat uns Holger Matthes mit einem genialen Zugmodell im Doctor Brick Forum überrascht. Für alle, denen Holger nicht sofort ein Begriff ist: Er hat uns vor rund zwei Jahren mit seinem Buch über den Bau für realistische LEGO Eisenbahn-Modelle bereichert.

Sein neuestes Modell, den Trans Europ Express VT 11.5, übertrifft seine bisherigen Modelle meiner Meinung nach noch.

Eine ausführliche Beschreibung einiger Bautechniken könnt Ihr auf Doctor Brick lesen.

Das Dach des Triebwagens hat er in zwei Farbvarianten gebaut, in Dunkelgrau soll es die durch den Dieselruß verschmutzte Version darstellen. In den Waggons ist Platz für Minifiguren.

Auch der Übergang von Waggon zu Waggon ist sehr realistisch gebaut.

Insgesamt ist der Zug 2,5 Meter lang! Er fährt sogar durch die sehr engen LEGO Weichen und Kurven. Wie er schreibt, sieht es etwas komisch aus, aber es geht.

Die Triebwagen haben Power Functions, zwei Motoren im vorderen Triebkopf und einen im hinteren.

Mir hat besonders Gefallen, dass er uns auch einen kleinen Einblick in die Entstehung des Modells gegeben hat. Es sieht wohl bei allen LEGO MOCern so aus beim Bauen.

Die Drehgestelle sind auch recht filigran gebaut, aber wie mir scheint, sehr stabil.

Der ganze Zug ist beleuchtet, teilweise mit Original LEGO Teilen, teilweise mit Custom Parts.

Das sieht natürlich bei Dunkelheit echt Klasse aus!

Ich bin jedenfalls total begeistert von diesem Modell. Natürlich können wir nicht vom dänischen Spielwarenhersteller erwarten, uns mit solchen Modellen glücklich zu machen. Aber es gab auch schon in der Vergangenheit schöne Zugsets, sogar mit Erweiterungen. Schade, dass mittlerweile das Thema LEGO Creator Expert Züge komplett eingeschlafen ist.

21 KOMMENTARE

  1. Der Zug an sich ist echt super. Passt aber zu den normalen Lego Minifiguren von der Größe her überhaupt nicht zusammen. Auch zu den Creatorhäusern wie zB Stadtleben oder Steine-Bank ist die Dimension nicht passend. Die Breite von 6 Noppen ist einfach zu wenig.

  2. „Natürlich können wir nicht vom dänischen Spielwarenhersteller erwarten, uns mit solchen Modellen glücklich zu machen.“

    Warum können wir das nicht?

    • Nein, eine Anleitung gibt es nicht. Ich verstehe diese Frage (die immer öfter gestellt wird) nicht wirklich. Jeder weiß doch, dass ein MOC (My Own Creation) eine eigenen Kreation ist – und eben kein LEGO Set – zu der es in der Regel keine Anleitung gibt. Anleitungen zu erstellen setzt ganz anderes Können voraus als das eigentliche MOC-Bauen. Der zeitliche Faktor für eine Anleitung ist auch nicht außer Acht zu lassen, da können zahlreiche Nächte für drauf gehen. Und wenn es dann tatsächlich eine Anleitung gibt (siehe meine BR 10 und BR 80), dann wird gleich nach der Teileliste gefragt. Wenn es die dann nur als PDF/Excel gibt, dann wird gleich nach einer Bricklink kompatiblen XML-Wantedlist gefragt. Und wehe man kann die Teile dann nicht günstig bei einem BL-Händler, am besten im Inland (wegen der Portokosten), mit einer Bestellung beziehen.

      Wer sich als MOC-Bauer drauf einlässt, hat viel Arbeit und ist am Ende der Dumme, wenn ein Dritter dann Anleitung und Teileliste nutzt und das Modell dann mit nettem Gewinn (zumindest mit der Absicht, Gewinn zu erzielen) verkauft. Die kreative Leistung des eigentlichen MOC-Bauers wird nicht entlohnt, eher noch wird sie ausgehöhlt und mit Füßen getreten.

      Warum nicht einfach die Bilder, auch die Detailbilder und die aus der Bauphase genauer studieren und selber (!) überlegen, wie denn das gebaut sein könnte? Dann ran an den Schreibtisch und selber kreativ werden, vielleicht fällt einem ja noch eine viel einfachere Lösung ein, die den gleichen Effekt bringt aber weniger teure/seltene Teile erfordert.

      Rockhound747, das ist kein persönlicher Vorwurf, aber diese „Gibt es eine Bauanleitung“-Frage kann man sich doch meist selber beantworten. Wenn es eine gäbe, dann würde der Erschaffer schon darauf hinweisen …

  3. Wahnsinnig schön!
    Der VT 11.5 ist auch in der Realität mein absoluter Lieblingstriebzug, der mich immer wieder durch Bücher, Modelle etc. begleitet und mir sehr viel Freude bereitet.

  4. Zu meiner N-Bahn Zeit bereits einer meiner Favouriten, der leider unerschwinglich war. Und einer der schönsten Züge, welche auf dem europäischen Schienennetz unterwegs waren. Grandiose Umsetzung. Und schön zu sehen, dass der Arbeitsplatz der Pros im Gestehungsprozess eines MOC auch ein kreatives Erscheinungsbild aufweist. 🙂
    Eine Frage an den Erbauer: sind die Schriftzüge mit Wassertransferfolien aufgebracht worden?

  5. Hallo Holger, wäre doch super wenn du den Zug beim AFOL Designer Programm von Bricklink einstellst, vielleicht wird es ja was. Wenn es klappt bekommst du wenn ich richtig liege 10 Prozent der Einnahmen, wäre doch ne gute Aufwandsentschädigung oder. Also ich würde das Teil kaufen wenn’s produziert werden sollte, einige andere doch bestimmt auch oder?

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