LEGO: Umsatzwachstum in allen wichtigen Märkten

LEGO konnte die Umsätze in allen Marktsegmenten steigern. Amerika und Westeuropa wuchsen einsteillig, China im zweistelligen Bereich.

LEGO Annual Press Event 2020
LEGO Annual Press Event 2020 (Foto: LEGO)

Die LEGO Gruppe hat soeben die Ergebnisse für das im Dezember 2019 endende Gesamtjahr bekannt gegeben. Der Umsatz für diesen Zeitraum ist im Vergleich zu 2018 um 6 Prozent auf 38,5 Milliarden DKK gestiegen. Der Umsatz im Einzelhandel wuchs im Vergleich zu 2018 um 5,6 Prozent und der globale Marktanteil stieg insgesamt.

Der Unternehmensgewinn belief sich auf 10,8 Milliarden DKK, ein Anstieg um 1 Prozent gegenüber 2018, während der Nettogewinn um 3 Prozent auf 8,3 Milliarden DKK wuchs. Dieses Wachstum wurde zusammen mit den mutigen Investitionen des Konzerns in eine Reihe von Initiativen erreicht, die auf langfristiges Wachstum abzielen.

Der CEO der LEGO Gruppe, Niels B. Christiansen, sagte: „Wir sind mit diesem Ergebnis sehr zufrieden und ich möchte unseren engagierten Kollegen für ihren erstaunlichen Beitrag danken. Es war ein starkes Jahr, in dem wir die Spielzeugindustrie übertroffen haben und den Umsatz und Marktanteil der Verbraucher in allen unseren größten Märkten gesteigert haben. Wir haben auch unsere Präsenz in neueren Märkten ausgebaut, was uns dabei geholfen hat, unser Ziel zu erreichen, vielen Kindern erstmals das Lernen durch LEGO® Spiel zu ermöglichen.

„Unsere Branche wird, wie viele andere auch, durch die Digitalisierung und globale sozioökonomische Veränderungen neu gezeichnet. Wir nutzen unsere starke finanzielle Basis, um in Initiativen zu investieren, die es uns ermöglichen, diesen Trends voraus zu sein und langfristig Wachstum zu ermöglichen. Dazu gehören innovative Spielmöglichkeiten, die Erneuerung unseres Einzelhandels-Ökosystems und Investitionen in neue Marktzugänge, damit wir gut positioniert sind, um junge Bauherren für die kommenden Generationen zu inspirieren“.

Die Gruppe steigerte die Verbraucherumsätze in allen Marktsegmenten. Amerika und Westeuropa wuchsen im einstelligen Bereich, während China ein starkes zweistelliges Wachstum verzeichnete.

Die ausführliche Pressemitteilung (in Englisch) findet ihr hier.

    1. Zumindest für Technic nimmt sich das aber nix. Bugatti und Land Rover fallen da ja auch rein und Star Wars ist auch mehr oder weniger ein AFOL-getriebenes Thema. Selbst Marvel Super Heroes dürfte von verrückten erwachsenen Figurensammlern massiv profitieren. Das geht alles im Rauschen der Masse unter. Umgekehrt glaube ich aber auch nicht, dass City, Friends und andere Serien jetzt so herausstechen. Das ist eben der Grundumsatz, wenngleich auf hohem Niveau

    2. Warum sollte ich auch meckern, wenn mich etwas überhaupt nicht interessiert? Am ärgerlichsten sind doch Dinge, die interessant sind, aber nicht so umgesetzt, wie ich es gerne hätte.

    3. Was interessiert LEGO, was die AFOLS wollen/meckern? Die kriegen ihr Ideas-Programm, damit sie sich wichtig fühlen und gut ist. Das Geld wird mit Spielzeug für Kinder verdient und denen ist es egal, ob die neue Polizeistation eigentlich gar kein Gebäude mehr ist, sondern nur noch eine Gebäudefront. Denn: Auf dem Markt gibt es keine Alternative, die einen Mehrwert bietet. An der Entwicklung ist also gar nichts erstaunliches.

  1. Moment! Es meinten doch soviele Bluebrixx und die Chinafirmen werden LEGO massiv vom Markt drängen! ;-)Da kann doch was nicht stimmen.

  2. Die AFOL-Szene sollte vielleicht auch einfach mal entspannter an die Sache rangehen und sich nicht immer so wichtig nehmen. In erster Linie ist Lego nunmal Kinderspielzeug und Kinderaugen sehen die Produkte anders wie die Erwachsenen.

    1. Ich würd’s weiter einschränken: Teile der AFOL-Szene. Ich kaufe ja auch gern und regelmäßig Friends- und Ninjago-Sets. Allerdings verstehe ich die Argumentation durchaus. Trotz aller Liebe bleiben die *faceplam*-Momente z.B. bei Friends nicht aus und ich hab echt so meine Zweifel, ob mancher Schrott, der da angeboten wird, auch Kindern gefallen würde…

  3. Für das aktuelle Jahr, kommt dann aber der freie Fall.
    Besonders in China werden die Zahlen ernüchternd sein.
    Klar hat nicht nur Lego das Problem, aber Lego hat nun ja voll in den Asiatischen Markt investiert, wer kauft den da gerade Lego?

    1. Ich denke schon noch, dass es trotz des Corona Virus ein Wachstum in Asien geben wird. Asien besteht nun mal nicht nur aus China und auch da geht das Leben weiter. Aus Lego Kreisen weiß ich, dass gerade sehr viel Sets in den asiatischen Markt gepummt werden.

      Vieleicht wird es eine Delle geben aber (Stand Heute) glaube ich schon noch an ein Wachstum im asiatischen Markt.

      1. Das denke ich auch. Mein Eindruck ist, dass viele Chinesen – paradoxerweise im Land der Billigkopien und Billigprodukte – in wertigen Produkten Prestigeobjekte sehen. Deutsche Autos sind der Goldstandard, und als ich mal ein paar Austauschwissenschaftlerinnen hier in D betreute, haben die nach deutschen Markenmessern und -töpfen geschaut und waren angetan von Echtholzmöbeln, die 100 Jahre halten. Da gibt es eine große Wertschätzung für Beständiges.
        Deshalb denke ich, wer es sich in China leisten kann, echtes Lego zu kaufen, wird das vielleicht tendentiell auch tun.

  4. Wie war es noch gleich: Lego macht (fast) alles falsch.
    Lego wird vom Markt verdrängt, weil andere alles besser machen.

    Kann also nur bedeuten: Die Zahlen sind falsch!

    Oder die Zahlen stimmen, dann ist wohl das andere nicht richtig!

    Ich kaufe, was mir gefällt und manches als Geschenk.
    Gerade bei gewünschten Geschenken ist oft genau das dabei, was hier am meisten und heftigsten kritisiert wird.

    Als Beispiel die Lego-Friends Boxen (9,99€), hier aktuell nirgends erhältlich und die Regale waren voll. Ist alles verkauft worden.

    1. Was denkst du, wie lange es dauert, bis der erste mit „glaube keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast“ um die Ecke kommt?

  5. Interessant ist doch immer was NICHT gesagt wird.

    Wenn der Umsatz in DKK steigt, muss das ja nicht heißen dass auch mehr verkauft wurde. Wenn ich z.B. meine Preise um 10% erhöhe und im Anschluss 6% mehr verdiene, wurden dann mehr oder weniger Sets verkauft?

    Oder wenn ich den Einkaufspreis erhöhe, die Läden aber die Preissteigerung nicht an den Endkunden weitergeben können, auf wessen Kosten habe ich dann mehr verdient? Und ist das Nachhaltig für mein langfristiges Geschäft?

    Aber das ist wie immer mit Statistiken, es kommt darauf an was man herausstellen möchte.

    Ich hätte aber auch gedacht, dass die Zahlen nach der Geschichte mit dem HdS und BB schlechter ausfallen. Allerdings sind die veröffentlichten Zahlen auch international. Die reinen Zahlen für Deutschland könnten da aufschlussreicher sein. Denke aber die werden wir nicht zu Gesicht bekommen..

    1. Naja, den HdS kennen in Deutschland vielleicht ein paar Hunderttausend Menschen und Bluebrixx kennen ein paar AFOLS. Die Auswirkung auf den internationalen Umsatz wird nicht einmal eine Randbemerkung wert sein, wenn sie überhaupt messbar ist.
      Interessant wird es erst in ein paar Jahren, wenn sich Cobi und die diversen Chinahersteller am Markt etabliert haben (sollten). Denn die sind bisher absolute Nischenprodukte und im regulären Spielwarenhandel so gut wie nicht zu finden.

  6. Natürlich macht Lego Gewinn, die Verluste werden ja auch an die Premiumpartner und den Einzelhandel „ausgelagert“ da Lego an diese zu Festpreisen verkauft.
    Der Handel müssen dann um die Unmenge an Sets und insbesondere die miesen Sets an den Kunden zu bringen ordentliche Rabatte geben. Ergo Lego macht seinen Gewinn und der Handel ist froh wenn er unterm Strich mit einer schwarzen Null raus geht.
    Mal sehen wie lange das noch geht ein Premiumpartner ist ja schon weg und Galeria war ebenfalls Pleite und ist von Karstadt übernommen worden.

    1. Also zunächst einmal bezweifle ich diese Aussage, dass der Handel froh ist, wenn er eine schwarze Null macht. – Das trifft vielleicht auf manche Sets zu, aber unterm Strich bleibt was hängen, sonst würde Lego nicht im Regal stehen. Welcher Premiumpartner ist denn in letzter Zeit weggefallen? Außerdem war Galeria nicht pleite und ist auch nicht von Karstadt übernommen worden LOL. Die beiden Unternehmen sind fusioniert. Galeria Kaufhof ging es zuvor besser als Karstadt. Zwar auch nicht super gut, aber deine Aussage ist einfach nur falsch.

      1. Das mit dem Fusionieren stimmt, aber der letzte Bericht, den ich zur Fusion gelesen habe, sprach davon, dass die Firmenführung vorerst bis zur Umstellung von Karstadt übernommen wird, weil es Karstadt zuletzt besser ging. Meint vielleicht den Zeitpunkt des Beschlusses der Fusion, aber so wie ich es verstanden habe, war Karstadt der erfolgreichere Partner, was auch erklären würde, warum sich bei Karstadt weniger geändert hat als bei Galeria (Produkte online reservieren, Lieferung in die Filiale etc. waren bei Galeria eine Weile nicht möglich).

        Was das „Hängenbleiben“ angeht: ich glaube nicht, dass sie es nur führen, weil es sich rentiert. Ich denke, dass sich kein Spielzeuggeschäft leisten kann, Lego nicht zu führen, weil es einfach so präsent und bekannt und immer auch eine Option für sinnvolle Geschenke ist. Selbst wenn nur eine schwarze 0 rauskommt, wird es immer noch Kunden anlocken, die dann (auch noch) was anderes kaufen.

  7. Wenn man genau hinschaut erzielt Lego mit 150!!! neuen Stores (also einem Zuwachs von 35%) einen Umsatzzuwachs von 6% und einen Gewinnzuwachs von 1%. Das bedeutet, dass Umsatz und Gewinn pro Store deutlich zurückgegangen sein müssen. Was passiert denn sobald Lego nicht 150 Stores pro Jahr eröffnet?!?! Deswegen geht Lego nicht pleite, aber die Entwicklung sollte zu denken geben!

    1. Ich dachte, das Umsatzwachstum bezieht sich nicht nur auf die eigenen Läden, sondern auf das gesamte Unternehmen. Da ist auch das enthalten, was Smyth’s, Amazon, der Held der Steine (bzw. dessen Großhändler) und viele andere abgenommen haben, um es weiterzuverkaufen.

      Außerdem kann ein neuer Laden, wenn er nicht gleich am Jahresanfang eröffnet wurde, nicht das ganze Jahr über Umsatz machen.

  8. Was ein Unsinn.

    Schon mal einen Laden/Geschäftsfeld eröffnet?

    Niemand geht bei Eröffnung davon aus, das etwas direkt in der Gewinnzone startet.

    Davon mal abgesehen, das die Läden nur einen Bruchteil des Gesamtumsatz erzielen.

    Nur mal eine kleine Übersicht und ohne Garantie auf Vollständigkeit

    -Lego Bausteine(sollte jedem klar sein) im Lego Store
    -Lego Bausteine bei Premium Partner (Galeria, Smyths, Amazon)
    -Lego Bausteine bei Fachhändlern
    -Lego Bausteine in Spielwarengeschäften
    -Lego Bausteine in Drogerien
    -Lego Bausteine in Bekleidungsgeschäften
    -Lego Videospiele
    -Lego Themenparks
    -Lego Bekleidung
    -Lego Fanartikel (Rucksäcke, Tornister, etc.)
    -Lego Bücher
    -etc.

    Wer viel investiert hat Kosten, aber bei kluger Investition langfristig Wachstum bzw. Umsatzsicherung.

    Ich bin der Meinung Lego macht viel richtig, aber hat noch viel mehr Potential.

    1. Nun ja, aber LEGO-Läden sind nun mal LEGO-Läden. Das fließt alles direkt in die Taschen der jeweiligen regionalen LEGO-Subunternehmen und die Ladeneinrichtung usw. wird auch darüber verrechnet. Es ist also davon auszugehen, dass diese Zahlen hier schon zu Buche schlagen, sofern die fiskalischen Jahre/ Quartale dafür schon relevant sind.

      Ansonsten dürfte das relativ wurscht sein, wo LEGO was verkauft. Die Rabattschlachten finden statt, nachdem die Firma ihren Schnitt gemacht hat. Man sollte sich aber nicht von dieser Omnipräsenz in die irre leiten lassen. Wenn nur einer dieser Vertriebswege schwächelt, merkt das auch LEGO…

  9. Kann man sehen, wie man will. Wenn Tante Emma im Nachbardorf auch noch einen Laden aufmacht, steigt natürlich erstmal der Umsatz. Wenn LEGO also 150 Läden aufgemacht hat, vor allem in Asien, kann sich das jeder ausrechnen. Gibt schöne Zahlen, sagt aber erstmal nix über die Umsatzrentabilität aus. Die aus der Expansion resultierenden Verbindlichkeiten sind ja auch massiv gestiegen. Und wenn man sich mal in die Details des PDFs vertieft, sieht man, dass LEGO an manchen Stellen vor allem knallhart spart und an den Preisen dreht. Ansonsten alles beim Alten.

    1. Glückwunsch! Du zeichnest dich durch völlige Ahnungslosigkeit aus. Der Grund für den Anstieg der Verbindlichkeiten ist im Bericht klar benannt. Es handelt sich um eine Umstellung in den internationalen Bilanzierungsvorschriften (IFRS 16).
      An anderen Stelle bis du ja schon aufgefordert worden zu benennen, wo Lego spart und hast die Antwort schlicht verweigert.
      Ich erlaube mir daher die Frage, wo genau du Informationen gefunden haben willst, dass Lego knallhart sparen würde bzw. dass an den Preisen gedreht wird. Ich bin gespannt, ob du wieder sprachlos bleibst.

  10. Also vorbehaltlich, dass ich hier Statistiken falsch lese, hat Lego rund 5 Mrd. € Umsatz und davon sind rund 1,4 Mrd € Bruttogewinn.

    Ich verfolge wahrlich nicht jede Quartalssitzung der Big Player aber man nenne mir gerne mal eine Firma der oberen 100 die Bruttogewinne in wiederholender Regelmäßigkeit von knapp 40% macht!

    Herzlichen Glückwunsch Lego! Im wirtschaftlichen Sinne fast alles richtig gemacht.

    P.S. Der letzte Satz ist eine persönliche Schlussfolgerung und ist natürlich stark undifferenziert:)

  11. Man darf nicht vergessen. Lego ist zwar gewachsen, dass hängt aber auch sehr viel mit dem Markt in Asien und insbesondere in China zusammen. Alles in allem sind die Zahlen eher ernüchternd. Lego hat 2019 so viele neue Produkte auf dem Markt geworfen wie noch nie und ein Haufen neuer Stores geöffnet und dann bleiben da nur 5,6% Wachstum übrig. Das ist schon ziemlich mickrig. Da würde man ja eher 10-20% erwarten.

    1. Das Lego Geschäft und deren Stores funktionieren anders als das von z.B. McDonalds, wo jede, an der richtigen Stelle, eröffnete Filiale direkt Umsatz/Gewinn wiederspiegelt.

      Die Marke Lego wertet sich auch erheblich durch geografische Präsenz auf. Ein Store ist wie eine gut platzierte Werbetafel die man betreten, und aus ihr ein kleines Stück der Marke mit nach Hause nehmen kann.

      Lego und ihre eigene Umsatzbewertung skaliert sich m.M.n. also nicht 1zu1 aus den dazugewonnenen Stores.

  12. Wenn ich die Kommentare hier so lese, bin ich beruhigt: Die Kristallkugel des Helden funktioniert *doch* und Lego geht *doch* den Bach runter. Dann ist ja alles wie gehabt. Gut, dass hier so viele Wirtschaftsexperten versammelt sind, die den chinesischen Markt so gut kennen.

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