Neue Regeln für BrickLink-Verkäufer & BrickLink Community Expert Programm

Bricklink Terms of Service
Bricklink Terms of Service

LEGO scheint nach der Übernahme des Online-Marktplatzes BrickLink nun auf der Plattform mächtig Gas zu geben. Gestern schreckten die Dänen zahlreiche Fan-Designer und Nutzer der Stud.io Software mit einer Änderung der IP-Richtlinien auf, heute treffen neue Nutzungsbedingungen (Terms of Service) für BrickLink in Kraft, die insbesondere die Verkäufer auf der Plattform betreffen und einschränken. Das entsprechende Fenster erscheint seit heute Morgen nach dem Einloggen. Das Einverständnis ist zur weiteren Nutzung von BrickLink und seinem Angebot zwingend erforderlich.

BrickLink Terms of Service Update Dezember 2019
BrickLink Terms of Service Update Dezember 2019. (Screenshot: PROMOBRICKS)

Neue Nutzungsbedinungen für BrickLink Nutzer

Die kompletten Nutzungsbedingungen (leider nur in Englisch) findet ihr auch hier zum Nachlesen. Auch das BrickLink Team hat sich zu den Änderungen geäußert (Übersetzung):

Ab heute werdet ihr in einem Popup-Fenster aufgefordert, die aktualisierten Nutzungsbedingungen sowie eine Datenschutzerklärung zu akzeptieren.

Datenschutz und Privatsphäre sind für uns alle ein wichtiges Thema, und wir verpflichten uns, die Zeit und die Ressourcen aufzuwenden, die notwendig sind, um die Arbeit korrekt zu erledigen. Die neue Datenschutzerklärung, um deren Zustimmung wir euch gebeten haben, stellt sicher, dass eure Daten geschützt sind und dass wir diese strengen Vorschriften einhalten. Eure personenbezogenen Daten bleiben innerhalb von BrickLink und werden nicht an andere Unternehmen weitergegeben, ohne die üblichen Datenschutzanforderungen einzuhalten, wie z.B. die Information eurerseits.

Die Nutzungsbedingungen sind weitgehend identisch mit den vorherigen Bedingungen, aber wir haben festgestellt, dass insbesondere einige Punkte aktualisiert werden müssen. Einige davon betreffen den Markenschutz und die Rechte an geistigem Eigentum. Die neue Richtlinie für Zollartikel wird sich nur auf einen sehr kleinen Prozentsatz der aktuell zum Verkauf stehenden Artikel auswirken, und wir möchten euch versichern, dass wir uns weiterhin uneingeschränkt für die Förderung der kreativen Freiheit und den Schutz der Unabhängigkeit von BrickLink einsetzen. Zu diesem Zweck haben wir beschlossen, die Aufnahme bestimmter Artikel zuzulassen, die unserer Meinung nach für die Fangemeinde besonders wichtig sind.

Das ändert sich für Verkäufer für BrickLink

Wenn ihr die neuen Nutzungsbedingungen akzeptiert habt, dann habt ihr auch automatisch die neuen Regeln für BrickLink-Verkäufer akzeptiert, die hinter einem weiteren Link „versteckt“ sind – und die deutlichen Einschränkungen mit sich bringen.

Anbei ein Auszug (Items for Sale, Punkt 1.2):

If you are a registered seller on the Site, you agree to comply with the following rules for selling. We reserve the right to delete without notice any items listed in your store on the Site that in our judgement do not comply with these rules. Repeated violations of these rules may result in the suspension of your selling privileges.

1.2.1 LEGO Brand Only: All items listed for sale must be LEGO brand products unless they fall into either of the two categories listed below – 1.2.5 (Custom Sets) or 1.2.6 (Non LEGO Items). Other brands of building toys are not permitted.

1.2.2 Items Pending Official Release: Items may not be listed prior to their official LEGO release date, either as custom lots or under related catalog entries.

1.2.3 Replicas and Counterfeit Items: All LEGO items must be original and genuine. Replica boxes, photocopies of instructions, or any other counterfeit listings are not permitted.

1.2.4 Modified Parts: All parts listed in your store must be genuine LEGO parts in their original, unmodified condition. Custom printed, engraved, chromed, or painted parts are not permitted.

1.2.5 Custom Sets: Custom sets or instructions may be listed, provided they do not infringe on any intellectual property rights, including those of the LEGO Group. Custom sets may not contain modified parts or non LEGO parts such as lighting kits or electric motors.

1.2.6 Non LEGO Items: Certain non LEGO items that are deemed by BrickLink to be part of LEGO fan culture may be listed. These include literature about LEGO products, LEGO memorabilia, and items used to make custom sets (e.g. stickers, instructions, and boxes).

Die Änderungen kommen allerdings nicht überraschend. Sie wurden bereits in einem Interview mit LEGO Verantwortlichen quasi angekündigt. Demnach dürfen auf BrickLink künftig nur noch originale LEGO Teile/Steine angeboten und verkauft werden. Es gibt zwar Ausnahmen, die betreffen im Grund aber nur Bücher und Histroisches zu/über LEGO sowie einige wenige Custom Teile.

Keine verchromten LEGO Teile mehr auf BrickLink

Selbst bedruckte, verchromte und bemalte Teile dürfen nicht mehr verkauft werden. Auch die Custom-Teile von BrickArms dürfte damit Geschichte auf der Plattform sein. Interessant ist auch diese Änderung: Ab sofort dürfen auch keine Teile, Sets, Polybags und dergleichen mehr gelistet und verkauft werden, die LEGO noch nicht offiziell anbietet. Autsch!

Verkaufsgebühren auf BrickLink vorerst unverändert

Es gibt allerdings auch eine gute Nachricht bei all den Änderungen: Die Verkaufsgebühren für die BrickLink-Seller bleiben erst einmal unverändert. Ich vermute allerdings stark, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis LEGO auch hier an den Stellschrauben drehen wird.

Neues BrickLink Community Expert Programm

Wie oben erwähnt, hat sich auch das BrickLink Team zu den Änderungen geäußert. Ein wenig unter geht da die Ankündigung, in 2020 das neue BrickLink Community Expert Programm zu starten. Durch das Programm werde die Anerkennung und Unterstützung von LEGO Fans sichtbar, die dazu beitragen, BrickLink für die weltweite LEGO Community „so wertvoll“ zu machen.

We plan to introduce a new program for our volunteers called the Community Expert Program. This will recognize and provide support for everyone who contributes time and effort to make BrickLink truly useful for our community. More details in early 2020.

 

  1. Ich hatte auch immer mal gern custom Capes von CAPEMADNESS aus US bestellt, gabs alles was das Herz begehrt für Ritter SW und co. Dürfte jetzt wohl auch Geschichte sein, toll Danke LEGO!

  2. BrickOwl wird sich freuen! Ich werde da wohl viel aktiver werden.
    Kleine verchroomde Teile mehr, und keine Sets die noch nicht veröffentlicht wurden.
    Auch wohl keine Mitarbeitergeschenke mehr.

  3. Wahrscheinlich werden auch einige Duplosets, Kindergartensets oder Dacta- und Educationsets aus dem Katalog und den Shops verschwinden. Die durften schon im offiziellen Sammlerkatalog nicht gelistet werden.
    Das Gleiche passiert dann mit den Händlerkatalogen, Banner und Vitrinen mit geklebten Modellen. Die sind Eigentum von Lego und müßten eigentlich zurückgegeben oder vernichtet werden.
    Wahrscheinlich wird der Verkauf von StarWars-Artikeln eingeschränkt. Sets die z.B. in den USA verkauft wurden dürfen nicht einfach nach Europa exportiert werden. Auch der Verkauf von einzelnen SW-Minifigs dürfte sich erledigt haben.

  4. Autsch, selbst verchromte Teile sind jetzt von LEGO verboten, das ist ja wie in Nordkorea! Wie man sich wehrt, zeigt ein schönes Beispiel aus der Railroader-Szene. Ben Fleskes vertreibt große Eisenbahnräder für Dampflocks außerhalb von Bricklink in einem kleinen einfachen Webshop namens BigBenBricks. BBB ist unter den LEGO-Railroadern sehr gut bekannt und der Shop funktioniert.

    Sollte es den Bricklink-Shup von Benn Coifman mit seinen Dampflokteilen treffen, so hat Benn ebenfalls angekündigt, seinen winzigen Garagenshop außerhalb von Bricklink zu betreiben.

    Sehr schön ist, was Benn in seinem Bricklinkshop schreibt: „For each custom rod I sell it helps Lego sell about 250 bricks and it helps make one AFOL happy“ Oh je LEGO, bist du dir bewusst, was du da treibst?

    Ein weiteres Beispiel ist der polnische Eisenbahnteile-Anbieter TrixBrix, der einen sehr stark wachsenden und sehr innovativen Webshop betreibt und mit Bricklink nix am Hut hat. Ebenso BrickTracks und die kleine aber feine 3D-Druck-Szene. Ich vermute, derCustomschienenanbieter 4DBrix wird auch umziehen.

    Ich rechne also fest mit einem Abwandern, die Chromteileanbieter werden wohl bald ausziehen und sich woanders zusammen tun. Ebenso wie das die Beleuchtungshersteller wie IlluminateYourBricks oder LightStax das tun.

    Optimistischerweise gehe ich davon aus, daß die Szene bunter wird. Hier meine Bitte an das völlig unabhängige Promobricks-Team: Bitte immer auch den keleinen Neuanbietern und Bricklink-Flüchtlingen hier einen Ankündigungsplattform bieten. Habt ihr gemacht, tut ihr, werdet ihr tun – Unabhängigkeit ist einfach klasse.

    Ein innovatives Wochende und eine LEGO-Graswurzelbewegung wünscht euch der Giottist

  5. Geschichte? Geschichte auf Bricklink, ja. Ich denke aber, ein Teil wird sich einen anderen Platz suchen und auch finden, wenn sie so gut sind und so wichtig für die Community.

  6. „Ab sofort dürfen auch keine Teile, Sets, Polybags und dergleichen mehr gelistet und verkauft werden, die LEGO noch nicht offiziell anbietet. Autsch!“

    Dann dürften die Star Wars Figuren/Teile auch Geschichte sein, denn LEGO bietet die ja offiziell nur in Sets an oder nicht?

    Somit müssten auch alle Teile raus fallen die man nicht bei Pick a Brick/Steine & Teile bekommt?

    Da diese so gesehen auch nicht offiziell angeboten werden.

    Genau so kann man eine gute Plattform, kaputt machen. Applaus für LEGO!!

  7. Keine Teile mehr die Lego noch nicht offiziell anbietet… Fallen darunter auch solche Teile wie der rote Darth-Vader-Helm, die schon lange im Umlauf sind, aber nie offiziell in einem Set erschienen sind? Und führt Lego überhaupt eine vollständige Liste von Teilen die legal im Umlauf sind? Ich meine doch dass in den Fabrikläden auch schon Teile in ungewöhnlichen Farben verkauft wurden die nicht aus einem Set stammen.

  8. Ich habe doch immer wieder mal teile bei bricklink bestellt aber wenn das jetzt so ein Theater wird dann bleiben die Teile eben dort.
    Unter solchen neuen Umständen habe ich keine Lust dort zu kaufen

  9. Na das sieht doch fast so aus, als ob Lego bricklink gekaut hat, um es „tot“ zu machen 😉
    Oder Lego zieht mit dem „instabilen“ Online Shop auch zu bricklink 🙂
    Nun ja, wir werden ja sehen.

  10. naja. alles halb so wild.
    Im Prinzip sind wir bei Bricklink wieder im Jahr 2016 angekommen – da gabs auch noch keine Fremdanbieterteile dort.
    Und 2016 war nicht das Mittelalter, das scheinen einige zu vergessen..

    Und warum: „Autsch“, im Bezug auf den Verkauf nicht realeased’ter Sets? Bisher waren nicht veröffentlichte Sets auch nur gelistet, verkauft wurde davon nix… woher auch?

    Ich denke immer noch, die Alternative wäre gewesen, Xingbao oä hätten Beicklink gekauft – was wäre dann?

    1. Ja, bist du nicht entrüstet? Eine Firma besitzt eine Seite und verbietet den Benutzern dieser Seite, die Firmengeheimnisse zu leaken. Skandal. Es hat doch vorher schließlich schon jemand anders die Firmengeheimnisse geleakt, da kann man das jetzt doch auch auf einer offiziellen Seite der Firma tun. Zustände wie in Nordkorea! Wenn ich bei VW arbeite, darf ich doch auch die technischen Details des neuen Motors leaken, wenn irgendein Firmenspion sie sowieso schon geklaut hat.
      Und dann will die Firma auch nicht, dass jemand über ihre eigene Seite Produkte verkauft, die sie gar nicht hergestellt hat, und auch keine privat aufgemotzten Produkte. Auch Skandal. Wieso werden in VW-Autohäusern eigentlich keine privat getunten VWs verkauft. Oder selbst zusammengebaute Autos, die aussehen, als wären sie VW-Autos – oder Autos die mit VW-Autos kompatibel sind. Das muss doch erlaubt sein. *Ironie aus

      Ich versteh’s nicht. Mit der Übernahme von Bricklink gelten alle Regeln, die für Lego gelten, auch für Bricklink. Das ist jetzt Teil der Firma. Alles, was nach normaler Firmenpolitik nicht geht, geht jetzt nicht mehr. Warum sind denn die Leute so überrascht und wütend?
      Ist nicht so, als ob ich die Übernahme von Bricklink durch Lego begrüße – ich fand Bricklink gut, weil ich finde, dass Konkurrenz das Geschäft belebt und die Produktqualität erhält. Und solange sie günstiger Steine verkaufen, die ich bei Lego so nicht bekommen, werde ich das immer noch nutzen. Ich bin aber doch nicht so blauäugig zu glauben, dass Lego mit den eigenen Regeln oder dem Gesetz bricht, um die Nutzer der Website nicht zu vergrätzen.

      1. Warum sie wütend sind?! Ernsthafte Frage?! Vielleicht weil Lego sowas rumschwurbelt wie „wir wollen doch nur in einen intensiven Kontakt mit unseren geliebten AFOLs treten“, was schlicht gelogen ist und ihnen deswegen auch niemand glaubt.
        Das Ergebnis ist, dass der Nutzer von diesem Deal NULL Vorteile und nur Nachteile hat, also warum sollte irgendjemand davon begeistert sein, außer vielleicht der eine oder andere Legofan, der eh alles gut findet was Lego macht?!

    1. Rechtssicherheit. Ich dachte mir schon, dass das gleich losgeht. Wenn sie erstmal eine Weile etwas erlauben, was eigentlich verboten ist oder gegen die eigenen Regeln verstößt, ist es hinterher schwerer, die eigenen Interessen durchzusetzen, weil die Gegenseite dann argumentieren kann, dass man etwas früher doch auch durfte und nun Bestandsschutz hat. Lego scheint da sehr sehr vorsichtig zu sein.

    1. Meinste? Wegen der Chromteile? Ich weiß ja nicht, ob die Mehrheit der Nutzer wirklich wegen dieser Sachen Bricklink genutzt hat.
      Ich jedenfalls nicht. Ich hab da nie Fremdteile gekauft oder nach Leaks geschaut (da gibt’s bessere Quellen) oder Sets gekauft, die Lego nicht sowieso selber in Umlauf gebracht hat. Ich war da, weil es Teile, die ich brauchte, zu akzeptablen Preisen in brauchbaren Mengen gab. Aber vielleicht bin ich ja die Ausnahme.

    2. Hätte auch nicht damit gerechnet das es so schnell geht mit den Änderungen. Aber deshalb die Seite gleich für tot zu erklären ist mal wieder total übertrieben. Und dass die Seite mal ne Weile offline ist, kam in der Vergangenheit sicher auch schon vor. Für den Großteil der Nutzer sind die rausgefallenen Teile uninteressant. Und es gibt schon Alternativ Seiten dazu. Die sich jetzt wohl noch vergrößern werden. Solange man „normale“ Teile zu akzeptablen Preisen braucht hat sich nichts geändert.

  11. Lego ist ein Systemspielzeug, das davon lebt, unterschiedliche Teile kombinieren zu können. Das erlaubt Kreativität. Kreativität lebt davon Dinge ungewöhnlich, außerhalb des bis dahin Normalen zu verbinden.

    Was Lego mit dem Verbot von modifizierten Customteilen versucht, läuft seinen eigenen Worten und Werten entgegen.

  12. Die Anbeiter von neu nicht mehr auf BrickLink geduldeten Artikeln werden wohl auf andere Plattformen ausweichen müssen – und damit wohl auch die Käufer, welche solche Artikel suchen. Das wird Lego nicht schmerzen, aber vielleicht BrickOwl und andere Alternativen freuen.

  13. Wenn Lego dann nicht selber anfängt teile wie z. B. Blaster zu verkaufen werden die leute wohl zwangsläufig auf amazon und co für sonderteile wechseln, die aktuellen stud shooter, oder wie auch immer man die schreibt, sind eine Frechheit gegenüber allen Erwachsenen die lego Produkte kaufen!

    1. Warum sollte man keine normalen Blaster mehr kaufen können. Die sind in Sets normal verkauft worden und sind also auch nicht ausgeschlossen. Oder gibt es irgendwelche Dritthersteller-Blaster, die Du meinst?

  14. Also nur mal zum dem „Autsch!“ Teil des Artikels.

    WENN es sich nur auf, und so verstehe ich es, solche Sets etc. bezieht, welche bisher noch nicht veröffentlicht sind, so sehe ich da ehrlich gesagt kein Problem.

    Wenn Polybags oder so auf bricklink im November angeboten werden, die erst ab Januar offiziell veröffentlicht werden sollen, dann ist das aus LEGO Sicht an und für sich OK ?!

    Wenn es das ist was sie meinen…

    Das sie die Chromteile rausnehmen ist ärgerlich und auch unnötig, aber auch nicht der Weltuntergang. Für mich zumindest. Ich benutze bricklink nur dazu um mir Teile für gezielte Projekte aufzustocken, gerne dann im Neuzustand.

  15. Lego schafft sich ab. Sicherlich nicht kurzfristig aber langfristig sehe ich wirklich schwarz für das Unternehmen. Ein Nokia 2.0 nur diesmal in Dänemark.

  16. „Ab sofort dürfen auch keine Teile, Sets, Polybags und dergleichen mehr gelistet und verkauft werden, die LEGO noch nicht offiziell anbietet. Autsch!“

    -Also keine Teile mehr in „HTF/rare“ – Farben?
    -Keine BASF & Bayer Teststeine mehr?
    -Keine Prototypen (Farben) mehr?

    Das tut weh

    1. Nagut, an den Punkt mit den Farben hab ich nicht gedacht:
      Ob es ab jetzt keine Orchideenteile (Teile in nie verfügbaren Farben – rote Geister, tanfarbene Zäune) mehr gibt, die nachweislich von lego sind, aber nie in einem Set drin waren. Das ist eine große Frage, aber ich denke, das wird sich zeigen.
      Allerdings: Wieso sollte es keine hard-to-find-Teile mehr geben? Auch die wurden mal released, irgendwann.

      Die Chrometeile aber haben mich nie interessiert. Ich nutze Bricklink zum Nachschlagen zur Teileverfügbarkeit und um halbwegs normale Teile zu bestellen. und das preiswert.

  17. Hm, ich hab nur einmal bei Bricklink was gekauft, nämlich weiße 2×1-Kacheln mit Euroschein-Aufdruck. Ganz offensichtlich könnte ich nun dort nicht mehr nachbestellen, selbst wenn ich wollte, aber Lego selbst nützt das auch nichts.

    1. Wenn sich alle erst beschweren, sobald sie selbst negativen Auswirkungen spüren, dann können wir ja auch weiter Diesel fahren und Weltreisen machen. Ich merke nämlich noch nichts von der Klimaerwärmung und ein warmer Sommer hat auf mich auch keine negativen Auswirkungen…

      1. Sehr fundiert. Diesel und Klima, herje.

        Zu Bricklink: ich kaufe dort Ersatzteile und fehlende Steine. Auch solche, die Lego nicht mehr anbietet. Wenn diese wegfallen, dann bin ich auch weg.

        1. Die Aussage bedeutet übersetzt: Wenn sich jeder immer nur dann beschwert, sobald es einen selbst betrifft, kann das dazu führen, dass der Zug um etwas zu ändern dann möglicherweise schon lange abgefahren ist. Ich helfe doch gerne…

          1. Der Vergleich hinkt aber gewaltig. Den Klimawandel werden wir alle merken, zu meinen er betrifft mich nicht ist nur kurzsichtig und dumm.
            Ob Bricklink nun aber verchromte Teile anbietet oder irgendwelche Teile, die nie offiziell von Lego verkauft wurden, interessiert und betrifft tatsächlich nur diejenigen, die den Kram kaufen wollen.
            Warum sollte ich mich darüber aufregen, dass irgendwelche Teile nicht mehr zu bekommen sind, die mir am Hintern vorbeigehen. Ich renn ja auch nicht zu Burger King und beschwere mich wenn es keinen Whopper mehr gibt wenn ich gar keinen Whopper esse.

  18. Stand 9.00 am Sonntagmorgen: TrainedBricks mit seinen Dampflokteilen ist noch da, 4DBricks mit seinen Custom-Eisenbahnteilen und -schienen auch. Der Verchromer Chrome Block City hat Bricklink bereits verlassen und verkauft jetzt woanders, wie viele das schon tun. Soweit wie vorhergesagt.

    Das LEGO verbietet, Cloneteile anzubieten ist nachvollziehbar und berechtigt.

    Ebenso ist verständlich, daß LEGO gegen Bauanleitungen vorgeht, die Lizenzen dritter erfordern. Denn die Lizenzgeber (Warner Brothers, Disney etc.) haben sich ihr geistiges Eigentum ja schützen lassen, um damit Geld zu verdienen, das ist legitim. Ein nicht lizensierter Nachbau erzeugt aber keine Einnahmen. Als Fan darf man natürlich für sich selbst was zusammenbauen, das ist auch zulässig, nur eben nicht so weitergeben. Das ist die eindeutige Rechtslage, für Fans natürlich etwas frustrieren, aber die können ja selber kreativ werden.

    Vom „Verbot“ von HTF-Teilen steht explizit nirgendwo was. Das wird nur aus dem Verbot geschlossen, nicht veröffentliche Sets zu verkaufen. Einzelteile sind aber am Markt verfügbar, Originalteile und damit als Einzelstücke verkaufbar. Abgesehen davon sind die allermeisten HTF-Teile eh nur selten aber waren durchaus in offiziellen Sets enthalten und stellen kein Problem dar, z.B. der Bogen 2×2 in grün oder die klare 2×2 Fliese.

    Wo LEGO zu weit geht und was nicht einzusehen ist, ist das Verbot von modifizierten (z.B. Verchromten) oder individuell bedruckten Teilen – was soll das? LEGO entsteht als Nichtanbieter solcher Teile kein Schaden und braucht LEGO selber sowas für ein neues Set, schwupps, ist der Print oder die neue Farbe da. Hier verhält sich LEGO widersprüchlich und engt unsere Kreativität unnötig ein. Das ist so, als ob ein Autobauer Anbauteile für seine Modelle strikt verbietet.

    Zu den Preisen: Es lohnt sich sowieso, die Preise aus Bricklink und dem Steine&Teile-Service von LEGO zu vergleichen, denn Steine&Teile ist oftmals (aber nicht immer) preiswerter, nur eben hat Steine&Teile oft erhebliche Angebotslücken.

    Zu den Händlergebühren, ja Bricklink ist teuer, vor allem aber durch die ständig Versandkosten. LEGO selber nimmt bei Steine&Teile pauschal 1,80 € und versendet nach wie vor zuverlässig mit DHL. Das anziehende Provisionen auf Bricklink uns als Käufer das Leben erheblich teurer machen, glaube ich eher nicht, das wird eh in den starken Preisschwankungenuntergehen, zumal es bei einzelnen Teilen auch gewaltige Unterschied je nach Anbieter gibt.

    1. Betreffend „Steine&Teile-Service von LEGO Schweiz“:
      Dann bestelle mal dort und Du wirst Dein Wunder erleben, da BL (resp. die Händler) noch um ein vielfaches günstiger ist als der Steine&Teile-Service von LEGO.
      Ansonsten gebe ich Dir Recht in Deinen Ausführungen.
      MfG Daniel.

  19. Und weil Lego doch dran ist, können im Inventory keine Änderungen mehr durchgeführt werden… ach… Der Admin der Lego-webseite bemüht sich schon mit BrickLink.

  20. Wie im Artikel schon geschrieben wurde: Nichts überraschendes. Das war alles angekündigt und nur wer es nicht hören wollte, hat gedacht, dass es nicht passieren wird.

    Die Gebühren werden logischerweise noch nicht erhöht. Das passiert in einem Jahr und im nächsten Schritt nochmal in 2-3 Jahren. Man will die Kuh ja nicht töten, sondern melken!

    Besonders hart ist natürlich der Teil mit dem geistigen Eigentum. In meinen Augen killt das Bricklink über kurz oder lang, da alle MOCs mit jeglichem Franchise Bezug damit erledigt sind. Im Endeffekt wird Bricklink damit zu einem outgesourcten Pick-a-Brick bei dem Lego an jedem verkauften Teil zweimal oder noch häufiger verdient.

    Auf jeden Fall kann man sich die Aussage, dass man sich Bricklink einverleibt hat, um ja in einen superduperdollen Kontakt zu den AFOLs zu kommen, getrost in die Haare schmieren. Es Lego um Kontrolle und Rendite und nichts anderes!

  21. der Einfluss von LEGO auf BrickLink wurde für mich schon bei der Registrierung von LEGO Star Wars 20 Jahre 30624, Polybag Obi-Wan Kenobi, deutlich. Obwohl schon überall von dem Polybag berichtet wurde und mir ein befreundeter LEGO-Fan das Polybag bereits angeboten hat, tat BrickLink immer noch so, als würde dieses Polybag nicht existieren.

  22. Ich muss sagen, es wäre Lego zu wünschen, dass da eine maximale Zahl von Händlern einfach von Bricklink abwandert und Lego einen Haufen Geld für nix ausgegeben hat. Wird natürlich nicht passieren, aber das wäre ein Wunsch von mir.

  23. geht’s hier auch mal ohne dieses dauernde Lego-ist-Kacke-Gekotze? Dann kauft doch den chinesischen Dreck, wenn er so toll ist. Überall wird nur noch eskaliert, ein vernünftiger Meinungsaustausch ist nicht mehr möglich. Communities wundern mich mittlerweile nur noch an….

    1. Dann erzähl doch mal welche Vorteile es für den einzelnen Käufer gibt, dass Lego Bricklink gekauft hat. Du kannst ja mal mit einem Vorteil anfangen und es wird aus meiner Sicht sehr schwierig den zu finden. Das hat nichts damit zu tun, ob Lego Kacke ist oder nicht. Es geht einfach darum, dass Lego durch seinen Kauf von Bricklink die Käufer und Verkäufer vom Zweitmarkt erheblich einschränkt und wenn man das nicht kritisieren darf, dann SIND wir in China und kaufen nichts aus China…

    2. Der „chinesische Dreck“ Wie Du es „freundlicherweise“ nennst ist für mich inzwischen eine echte Alternative. Lego verscherzt sich sein gutes Immage. Wenn ich eh von einem A-*** kaufen muss, kann ich es auch vom billigesten tun. Lügen und betrügen tun beide.

    3. Dann, husch, weg.

      Der Austausch hier ist sehr gesittet und konstruktiv. Und kritisch, auch wenn das nicht jedem passt.

      Was ist denn nun die Alternative, die hier mehrmals angesprochen wurde? Oder ist Bricklink 2.0 erst im Entstehen?

  24. Lieber vercingetorix, wenn Sie erklären könnten warum es ein guter Schritt von Lego sein würde, würde ich das bitte gerne vernehmen. Es handelt es in diesem Artikel doch genau über etwas was vielen AFOLs trifft?

  25. Das Lego Schritte einleiten um Rechtssicherheit zu schaffen mag aus Sicht des Unternehmens Sinn ergeben (zumindest im juristischen Sinne).
    Aber die (möglichen) mittel- bis langfristigen Folgen werden meiner Meinung nach enorm sein.
    Wenn Anbieter bestimmter Spezialteile (z.B. verchromte) diese nicht mehr anbieten dürfen, werden diese auch andere Wege suchen. Das bedeutet sie werden bricklink vermutlich mit ihrem gesamten Shop (also auch den „legalen“ Steinen) verlassen. Das verringert das Gesamtangebot und führt letztlich zu steigenden Preisen. Die Kunden suchen dann ebenfalls nach neuen Bezugsquellen und werden Bricklink auch verlassen.
    Und so entsteht dann ein sich selbst verstärkender Prozess der am Ende dafür sorgt (sorgen kann) das Bricklink in der Bedeutungslosigkeit verschwindet.

    1. Es wäre super, wenn Legos Verhalten Bricklink killt. Dann würde es Lego vielleicht unterlassen die Zweitmärkte kontrollieren zu wollen. Die Nachfrage würde ja trotzdem bestehen bleiben und es würden sich andere Alternativen entwickeln, auch wenn es etwas dauern würde. Es ist jetzt auch nicht so, dass es vollkommen unmöglich ist sowas wie Bricklink nochmal aufzuziehen!

      1. Sowas geht aber nicht über Nacht. Und wer weiß, vielleicht liegen bei rebrickable, brickset und brickowl auch schon die Angebote auf dem Tisch. Nur einen Teil zu kontrollieren, reicht eben nicht.

  26. ein riesiger Vorteil ist, dass nur noch Legosteine gehandelt werden. Wer Kopien verkauft, fliegt. So einfach kann das Leben sein.
    TLG ist ein Weltkonzern. Denen muss es egal sein, dass hier in Deutschland ner Handvoll Leuten ein Pups quer sitzt, wer am Weltmarkt schwächelt, wird gefressen. Der Kauf von Bricklink stärkt die Marke, die neuen Nutzungsrechte sind reiner Markenschutz, was speziell bei Rechtsstreitigkeiten das Zünglein an der Waage sein kann.

    1. Niemand beklagt, dass nun nur noch Lego Teile verkauft werden dürfen. Darum geht es den Leuten doch gar nicht. Das kann man natürlich ausblenden und das Gegenteil behaupten. Verfehlt halt das Thema.

    2. Lieber Vercingetorix,

      Du hast Dir ja als Nickname einen gallischen Unabhängikeitskämpfer ausgesucht, da dachte ich, Du würdest auch verstehen worum es hier in der Hauptsache geht?

      Richtig. Um die Unabhängigkeit des Zweitmarktes.

      Die ist eben durch das Vorgehen von TLC gefährdet. Und auch wenn dass für die meisten Käufer kaum einen Unterschied macht, eine weitere Monopolstellung TLC`s kann auf Dauer weder gesund für den Markt, noch gesund für die Marke sein.
      Ausserdem möchte ich mir von einer Firma nicht vorschreiben lassen was ich darf und was nicht.
      Im Übrigen verstehe ich Deine Argumentation bezüglich der Klon-Steine nicht. Wer bisher bei BL Klonsteine als Originale verkaufte, der war doch spätestens nach einigen negativen Bewertungen doch auch nicht mehr im Geschäft, von daher sehe ich hier eigentlich keine Verbesserung für Käufer.

  27. Lego bekommt es nicht hin, ordentlich bedruckte Teile z.B. für den Angelladen (wohlgemerkt ein Set für 150€) oder ordentliche Chromteile für die Creator Expert Autos zu liefern. Und die Lösung der Dänen sieht so aus, dass man es anderen verbietet, diese Lücke zu füllen? Nicht deren Ernst, oder?
    Selbst nicht in der Lage, entlang der Kundenwünsche zu arbeiten, es aber den Kunden vermiesen, sich ihre Wünsche zu erfüllen…
    Ich kann nur noch den Kopf schütteln vor soviel mutwilliger Ignoranz.

    1. Lego verbietet es den Kunden nicht. Sie verbieten nur den Verkauf auf Ihrer eigenen Plattform. Kleiner aber feiner Unterschied.
      Die Händler für genannte Teile werden auf andere Plattformen ausweichen.

    1. Ist halt nicht so einfach eine einigermaßen sachliche Diskussion mit jemandem zu führen, dessen Einstiegskommentar so aussieht:

      „geht’s hier auch mal ohne dieses dauernde Lego-ist-Kacke-Gekotze? Dann kauft doch den chinesischen Dreck, wenn er so toll ist. Überall wird nur noch eskaliert, ein vernünftiger Meinungsaustausch ist nicht mehr möglich. Communities wundern mich mittlerweile nur noch an….“

      Klingt für mich nur nach jemandem, der sich auskotzen möchte, seine unverrückbare Meinung bereits gefunden hat und für Argumente nicht gerade aufgeschlossen ist. Da kann man sich dann auch jedweden Versuch einer Diskussion sparen. Abgesehen davon ist mir die gesamte Aussage viel zu pauschalisierend.

  28. schau dir einfach mal die Kommentarverläufe an: egal, ob es Um Neuheiten geht oder Konzernpolitik, sofort geht das Bashing los. Es geht nicht darum, dass man alles, was TLG tut, über den grünen Klee loben muss, aber man sollte immer im Auge behalten, dass die dort Verantwortlichen den Laden profitabel und rechtskonform betreiben müssen.
    und zum Thema, warum keine Chromteile und Fremdsteine: mit dem Kauf von Bricklink ist Lego auch verantwortlich für das, was auf Bricklink gehandelt wird. Chrom z.B. ist ein Allergen. nachträgliche Beschichtungen können sich ablösen und das ist bei Spielzeug nicht zulässig. Bei eigenen Chromteilen werden sie das sicherstellen können, aber wie soll das bei Fremdteilen gehen?

  29. Ja, es ist ärgerlich, dass man vieles nicht mehr bekommen wird. Aber dafür gibt es andere Bezugsquellen.
    Dass LEGO nichts auf Bricklink haben will, dass sie auch nur annähernd belasten könnte (Chromteile, die nach einiger Zeit anfangen abzublättern, realistische Waffen, Teile in ggf. schlechtere Qualität und Lizenzverstöße) ist nachvollziehbar.

    Vielleicht kommt auch gutes bei rum, indem es deutschen und europäischen Händlern wieder einfacher gemacht wird einen gesetzeskonformen Shop aufzumachen. Das haben die alten Betreiber ja geflissentlich ignoriert.

    Ich selbst habe oft und werde weiterhin auf Bricklink einkaufen. 99,9% der Artikel bleiben ja bestehen.

  30. Na ja, bis auf die wenigen Sonderteile (wie z.B. Chrom) werden die meisten Steine / Teile etc. zwar weiter gehandelt werden dürfen. Allerdings besteht die Gefahr daß durch die Abwanderung von Händlern die Menge der angebotenen Steine sinkt und dadurch die Preise steigen werden. Es mag ja (aus Unternehmenssicht) nachvollziehbar sein das TLG für sich Rechtssicherheit schaffen möchte. Das ist auch ihr gutes Recht. Aber es ist halt auch nicht unbedingt zum Vorteil der Kunden.

  31. Ich glaube nicht dass Lego verantwortlich ist für alles was verhandelt wird. Wenn jemand Schokolade auf Ebay kauft und demnächst krank würde, ist Ebay nicht dafür verantwortlich.
    Dabei dürfen nur Leute über 18 Jahre auf BrickLink einkaufen. Eine Warnung bei z.B. Chromteilen würde reichen.

    In den Niederlanden, und wohl in den meisten Ländern, gibt es auch ein Unterschied zwischen Privatverkauf und gewerblichen Verkauf. Beim Privatverkauf muss man sich nicht alle gesetzliche Bedingungen von gewerblichen Läden unterschreiben.

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