Wie heißt es so schön: Die fetten Jahre sind vorbei – und dies scheint nun auch auf den dänischen Spielwarenhersteller mit Sitz in Billund zuzutreffen. Wie das Unternehmen heute via Pressemitteilung mitgeteilt hat, hat die LEGO Gruppe im ersten Halbjahr 2017 weniger Umsatz und Gewinn erwirtschaftet. Die entsprechenden Zahlen findet ihr unten.

Wachstum in China, Rückgang in USA und Europa

Laut Mitteilung sei der Umsatzrückgang insbesondere in den etablierten Märkten wie den USA und Teilen Europas zu spüren gewesen, während Wachstumsmärkte wie China im selben Zeitraum im zweistelligen Bereich gewachsen seien. Im Klartext bedeutet das nichts anderes, als dass die guten Geschäfte in China dem Spielwarenhersteller sprichwörtlich den Arsch gerettet haben. Sonst wären die Finanzkennzahlen für das erste Halbjahr 2017 vermutlich noch schlechter ausgefallen. Zahlen für die einzelnen Märkte gibt das Unternehmen meines Wissens nicht bekannt.

1.400 LEGO Mitarbeiter müssen gehen

Als eine Reaktion darauf kündigte die LEGO Gruppe einen umfangreichen Arbeitsplatzabbau an. Weltweit sollen bis Ende 2017 rund acht Prozent aller Stellen gestrichen werden, um die Struktur des Unternehmens effizienter zu gestalten. Konkret betroffen sind 1.400 LEGO Mitarbeiter, von derzeit insgesamt 18.200 Beschäftigten rund um den Globus.

Kommentar

Es ist kein Geheimnis, dass die LEGO Gruppe in den letzten Jahren aufgrund immer neuer Rekordzahlen stark gewachsen und am Ende schlicht zu groß geworden ist. Und jetzt, nach dem Ausbleiben von neuen Erfolgsmeldungen reagiert das Unternehmen mit dem Ziehen der Notbremse. Erste Anzeichen dafür gab es bereits bei der Jahresbilanz-Pressekonferenz Mitte März in Billund.

Gut, dass der aktuelle CEO Bali Padda diese Hiobsbotschaften noch überbringen darf, bevor Anfang Oktober sein Nachfolger Niels B. Christiansen das Parkett des Spielwarenherstellers betritt und mit der Neustrukturierung des Unternehmen beginnen kann. Der Lebenslauf des externen Top-Managers spricht hier für sich. Der Vorstandsvorsitzende Jørgen Vig Knudstorp spricht sogar von einem Neustart für die gesamte Unternehmensgruppe.


Die LEGO Pressemitteilung im Wortlaut:

Finanzkennzahlen für das erste Halbjahr 2017 (im Vergleich zum ersten Halbjahr 2016)

Umsatzrückgang um fünf Prozent, von 15,7 Milliarden Dänische Kronen auf 14,9 Milliarden Dänische Kronen
Sechs Prozent Rückgang beim operativen Gewinn, von 4,7 Milliarden Dänische Kronen auf 4,4 Milliarden Dänische Kronen
Drei Prozent Rückgang beim Reingewinn, von 3,5 Milliarden Dänische Kronen auf 3,4 Milliarden Dänische Kronen
Der operative Cash Flow aus betrieblicher Aktivität betrug 4,6 Milliarden Dänische Kronen im Vergleich zu 3,9 Milliarden Dänische Kronen

Die LEGO Gruppe hat heute die Finanzergebnisse für das erste Halbjahr 2017 vorgelegt, das am 30. Juni endete. Der Umsatz für den Zeitraum betrug 14,9 Milliarden Dänische Kronen, was einen Rückgang von fünf Prozent im Vergleich zum ersten Halbjahr 2016 bedeutet. Die Ergebnisse in den einzelnen Marktregionen fielen unterschiedlich aus. In etablierten Märkten wie den USA und in Teilen Europas war ein Umsatzrückgang zu verzeichnen, während die Verkaufszahlen in Wachstumsmärkten wie China im selben Zeitraum im zweistelligen Bereich stiegen.

Der operative Gewinn betrug 4,4 Milliarden Dänische Kronen, was einen Rückgang von sechs Prozent im Vergleich zum selben Zeitraum im Jahr 2016 bedeutet. Die Gründe für diese Entwicklung sind geringere Einnahmen und höhere Kosten in Verbindung mit Investitionen in Produktionskapazität und Verwaltung, um steigenden Umsatzerwartungen zu begegnen. Leider erfüllten sich diese nicht.

Jørgen Vig Knudstorp, Chairman der Lego Gruppe, sagte: „Wir sind vom Umsatzrückgang in den etablierten Märkten enttäuscht und haben Schritte unternommen, um dieser Entwicklung entgegenzuwirken.

Wir arbeiten eng mit unseren Partnern zusammen und vertrauen in unser langfristiges Potenzial, mehr Kinder in unseren etablierten Märkten in Europa und in den USA zu erreichen. Außerdem sehen wir starke Wachstumschancen in aufstrebenden Märkten wie China.“

In der ersten Jahreshälfte erzielten Produktklassiker wie LEGO® City, LEGO Friends, LEGO DUPLO und LEGO Technic die besten Ergebnisse. Auch Filmprodukte von LEGO Batman fanden viel Anklang bei den Verbrauchern.

Schlankere und einfachere Organisation geplant
Während der letzten fünf Jahre baute die LEGO Gruppe eine zunehmend komplexe Organisation auf, um das weltweite Wachstum im zweistelligen Bereich zu unterstützen.

Knudstorp sagte: „Die zunehmende Komplexität der Organisation erschwert nun unser Wachstum. Aus diesem Grund haben wir uns für eine Restrukturierung der gesamten Gruppe entschieden. In diesem Rahmen werden wir die bestehende Organisation verschlanken und unser Geschäftsmodell vereinfachen, um wieder mehr Kinder zu erreichen. Dies wirkt sich auch auf unsere Kosten aus. Außerdem wird in einigen Märkten eine Bereinigung der Lagerbestände entlang der Wertschöpfungskette durchgeführt. Die Umsetzung ist in vollem Gange.“

Die neue Organisation verstärkt den Fokus der LEGO Gruppe auf Märkte und Kunden weltweit.

Infolge dieser Pläne hält die LEGO Gruppe eine Reduzierung ihrer weltweiten Mitarbeiterzahl um ca. 8 Prozent bis Ende 2017 für notwendig. Hiervon sind ca. 1.400 Arbeitsplätze betroffen. Die LEGO Gruppe beschäftigt derzeit rund 18.200 Mitarbeiter.

„Wir bedauern es sehr, diesen Stellenabbau durchführen zu müssen, der das Leben vieler unserer Mitarbeiter weltweit betreffen wird. Mitarbeiter, die ihrer Arbeit jeden Tag mit so viel Leidenschaft nachgehen, wofür wir äußerst dankbar sind. Leider bleibt uns jedoch keine andere Wahl, als diese schwierige Entscheidung zu treffen“, sagte Knudstorp.

Die LEGO Gruppe wird betroffenen Kolleginnen und Kollegen ein sozialverträgliches Angebot unter Berücksichtigung ihrer Betriebszugehörigkeit machen. Dazu zählen auch die Unterstützung für den Übergang in neue Positionen innerhalb oder neue Chancen außerhalb des Unternehmens. Die Personalanpassungen werden im Rahmen der geltenden Gesetze und in Absprache mit den zuständigen Arbeitnehmergremien durchgeführt.

Zurück zum Wachstumskurs durch das Potenzial von LEGO System im Spiel
Die geplante Restrukturierung ist eine von zwei Maßnahmen, deren Durchführung die Gruppe plant. Die zweite Maßnahme besteht in der Erschließung von Möglichkeiten für neues Wachstum. Zu diesem Zweck zieht die Gruppe Änderungen ihrer erfolgreichen Formel für Produktentwicklung und -marketing in Erwägung, um ihr ehrgeiziges Ziel zu erreichen: mehr Kindern auf der Welt LEGO Spielerlebnisse zu ermöglichen, die spielerisches Lernen fördern.

Knudstorp sagte: „Wir glauben, dass unser wichtigster Beitrag für die Gesellschaft unsere kreativen LEGO Spielerlebnisse sind, da Spielen entscheidend für das Lernen und die Entwicklung von Kindern ist. Das Spielen mit LEGO Steinen regt die Vorstellungskraft an und fördert die Teamfähigkeit, Problemlösefähigkeiten und die Vorstellungskraft von Kindern. Der Baustein ist das Herzstück unseres Geschäfts und Kinder jeden Alters lieben ihn. Er bietet unzählige Möglichkeiten und Vorteile für Kinder, und wir glauben, dass das LEGO System im Spiel ein enormes Potenzial hat.

„Wir werden neue Möglichkeiten finden, um Kinder und Eltern zu begeistern, darunter Innovationen zur Verschmelzung von physischen und digitalen Erlebnissen, wie beispielsweise unsere erfolgreiche soziale Plattform LEGO Life und das LEGO® Set LEGO Boost zum Bauen und Programmieren. Wir haben eine starke und beliebte internationale Marke, ein starkes Geschäft und wir sind zuversichtlich, mehr Kinder auf der ganzen Welt erreichen zu können.“

38 KOMMENTARE

  1. Lego wird von der Realität eingeholt:
    – zu hohe Preise (UVP)
    – zu viele kostentreibende Lizenzserien
    – zu viele Großsets (für Hauptzielgruppe „Kinder“ oft unerschwinglich)

    Etwas sauer stößt mir dies auf:
    Seit Jahren ist Lego im Aufschwung, besonders 2015 & 2016 waren „saftig“. Nun verzeichnet man für das – in der Regel immer eher schwache – erste Halbjahr einen Gewinneinbruch von „nur“ 3% und will in gleichem Atemzug 8% der Belegschaft kündigen. Man sollte das 2. Halbjahr 2017 abwarten. Gerade durch die VÖ vieler neuer und teils sehr schöner Sets sowie das immer sehr gut laufende Weihnachtsgeschäft dürfte sich der Trend umdrehen. Irgendwie wirkt das gerade etwas überstürzt.

  2. Das ist wenig überraschend…
    Man ist doch im Grunde selber Schuld, bei den Preisen die heute für Lego verlangt werden können es sich schlicht und einfach immer weniger Leute leisten. Man hat ja so oder so immer weniger im Geldbeutel weil Vater Staat nach immer mehr verlangt. Die Minifiguren z.B. hätten auch nie so teuer werden dürfen, Lego war und ist einfach zu gierig und sowas rächt sich halt auf Dauer, nach und nach werden die Kunden verprellt, sogar Sammler überlegen schon genauer was man denn kauft, oder ob überhaupt. Wenn ich schon lese: „Wir arbeiten eng mit unseren Partnern zusammen und vertrauen in unser langfristiges Potenzial, mehr Kinder in unseren etablierten Märkten in Europa und in den USA zu erreichen“… Welches Kind kann sich denn ne Minifigur leisten für 4€? Schlicht und einfach zu teuer. Schade das diese Gier, nach Profit die Mitarbeiter ausbaden müssen und entlassen werden, das wiederrum kommt auch sicherlich beim Kunden wieder an, in Form von längeren Lieferzeiten und schlechterem Service. Bin gespannt auf die weitere Entwicklung des Lego Konzerns, hoffen wir das beste.

  3. Der Artikel ist interessant. Warum gibt es einen Rückgang? Nicht etwa, weil die Produkte immer mehr ausufern, man sich verzettelt oder inzwischen schon oft so teuer sind, daß es sich viele nicht mehr leisten können. Nein – wir bauen einfach Mitarbeiter ab, die das Geschäft kennen und es gut umsetzen, die die Produktion und den Kontakt zum Kunden gut hinbekommen, das ist am Einfachsten… Und schon stimmt der Profit wieder und man kann sich in den oberen Etagen sonnen. Der Reingewinn z.B. von 3,4 Milliarden Dänische Kronen ist natürlich viel zu wenig.

  4. Tja so ist das bestes Beispiel die Minifiguren Preiserhöhung da werden Sie sich viel versaut haben.
    Die immer mehr lieblosen Zugaben siehe iconic Höhlenset und die anderen Pappschachteln!
    Dann jetzt den scarif trooper nicht online als Beigabe.
    Da zieht sich der rote Faden durch!
    Trotzalledem verstehen kann ich das nicht wo doch so Riesen Sets zu enormen Preisen verkauft wurden siehe Disney castle etc.
    Naja aber pleite gehen sie wohl nicht der Falke wird die wogen schon wieder glätten!!

    • Du kannst dir an einem Finger abzählen, warum es den Scarif Trooper nicht online gab. Blicke einfach nur auf finanzielle Online-Desaster mit R3-M2 zurück. Vor allem im Zusammenhang mit dem kostenfreien Versand bei Kleinsteinkäufen aufgrund des „unzulässig“ verbreiteten Codes. Das hat sicher keine Rolle in der Bilanz gespielt, aber in jedem Fall zu der Einschränkung der Verfügbarkeit des Troopers geführt.

      • Ja aber ich hätte alleine 500 Euro ausgegeben wenn der Trooper dabei gewesen wäre das hab ich mir verkniffen. So war es auch bei vielen anderen wie man an den Kommentaren gut lesen konnte. Dasselbe wird Weihnachten mit ihrem 24 in 1 Kalender sein. Noch vor zwei Jahren war es mir wert 400 Euro zu berappen für beide Simpsons Häuser aufgrund der guten gimmicks. Dieses Jahr wieder keinen cent. Stimmen die gimmicks nicht kann ich auch mit 20prozent bei Galeria oder toys r US kaufen. Und so geht es nicht nur mir.

        • Na ja, wem ein, zwei „Gimmicks“ €80,- (20% von €400,-) wert sind oder ein Scarif Stormtrooper potenziell 100,- (20 % von €500,-), der dürfte sich wohl eher in der Minderheit befinden und das Ergebnis nicht sonderlich beeinflussen (und könnte sich die Sachen selbst bei den eBay-Scalpers um einiges billiger besorgen).

          • Dir ist schon klar, dass er wohl kaum einen einzelnen Einkauf im Wert von 500 € getätigt hätte, um einen Trooper zu erhalten. ; )

          • 6x trooper plus 3 fache points plus 6x das andere polybag und die 6 poster. Das war mein Plan aber lego hat mein Geld ja nicht nötig :p
            Und so wichtig ist mir das ja nun auch nicht als das ich mein Geld verschwenden müsste.

  5. Lego produziert ja auch zu viele Lego Sets in letzter Zeit wer soll sich das auch noch alles leisten können. Die Sets werden auch nicht billiger.

  6. Ob hinsichtlich des Wachstumspotentials der Scheitelpunkt erreicht ist, ist gar nicht belegt.

    Woran will man eine Sättigung der Kernmärkte festmachen?

    Ich möchte etwas Anderes zu denken geben:

    1. Lego ist von der Käuferschaft in den letzten Jahren als Investitionsgut ausgemacht worden.
    2. Darum die Zukäufe, die den eigentlichen Bedarf übersteigen.
    3. Eigentlicher Bedarf = Sets, die fürs eigene Bauen/Spielen angeschafft werden.
    4. Die Erlöse, die die „Rekord“zahlen bei Lego erzielt haben, liegen als (zunächst) totes
    Investionskapital bei den Käufern brach.
    5. Die Käuferschaft hat (und wird) sich eingestehen, daß Lego-Sets nicht mehr die Renditeeigenschaften
    birgen, wie erhofft.
    Hierbei haben die meisten Käufer außer Acht gelassen, daß neben eines nötigen Ausverkaufs bei Lego
    es noch einer allgemeinen Verknappung eines Sets bedarf.
    Und wenn sich ein vermeintlich ausverkauftes Lego-Set in ausreichender Anzahl auf dem Secondary Market findet, dann bleiben die tatsächlichen Erlöse hinter den Erwartungen zurück.
    6. Mit dieser mittlerweile einkehrenden Erkenntnis, die mehr und mehr um sich greift, verlieren Lego-Sets
    als reines Investitionsgut an Attraktivität.
    7. In der Folge wirkt sich auch dies auf die Abverkäufe beim originären Verkäufer (TLG höchstselbst) aus.

    Ihr könnt dies der immer wiederkehrenden Diskussion entnehmen, die z.B. „Öffnen oder Zulassen“ zum Thema hat.

    Sie wird von einer Breite getragen, die es zu Zeiten von „Cafe Corner“, „Santa Fe“ (schon vergessen, hm?), „Statue of Liberty“ praktisch nicht gab.

    Ich denke, der Umsatzrückgang wird weiter fortschreiten.

    Dies wird allerdings mit hoch angesetzten Preisen gegenwärtig zentraler Sets verschleiert.

    Welche Sets kann ich mir statt des Falken für 800 Euro alle kaufen?

    Umgekehrt wird ein Schuh daraus. Es muss für den Falken nur EIN Kunde erreicht und überzeugt werden.

    Und das ist weniger aufwändig als für vier, fünf andere Großsets.

  7. Ich kaufe und verkaufe seit Jahren LEGO und noch nie gab es so viele Sets zu 50%-70%. Durch die Masse der Sets die Lego rausknallt müssen die großen wie Amazon reduzieren, um einfach das Lager leer zu kriegen.
    Wer warten kann und nicht alles sofort haben muss, der hatte es noch nie besser…

  8. Es lohnt sich den heutigen Online-Artikel des Handelsblattes dazu zu lesen. Demzufolge soll die Nachfrage nach den Lego-Batman-Movie-Sets aus Sicht der Händler eher schwach gewesen zu sein. Davon unbenommen wird Lego als „Rentabelster Spielwarenkonzern der Welt“ bezeichnet. Naja, deshalb wohl „nur“ 8% Stellenabbau. McKinsey-Minimum sind eigentlich eher 30%. Aber da gilt ja auch „work hard, party harder!“.

    • Das mit den Batman Mobile Sets war mir schon von Anfang klar. Sie hätten mehr verkauft wenn nicht 10x derselbe batman in jedem Set gewesen wäre. Ich sollte im Marketing bei Lego einsteigen dann verdoppelt ich den Jahresumsatz!

  9. Für mich ist das Jammern auf hohem Niveau. Der reine Gewinn liegt im Milliardenbereich. Zudem werden wohl einfach viel zu viele Sets in kurzer Zeit produziert und die Rabattaktionen werden auch immer mehr.

    Zudem kann man doch nicht erwarten, dass jedes Jahr der Gewinn astronomisch ansteigt, dass würde bedeuten, dass die Sets überteuert sind.

  10. Ich bin schon seit meiner Kindheit extremer LEGO Fan und habe mittlerweile eine stattliche Sammlung und tolle MOC`s daheim. Ganz ehrlich ich bin sowas von enttäuscht von LEGO und vom doofen System. Wie kann man nur bei dieser horrenden Summe an Gewinn Leute entlassen?!? Langsam reicht es mir komplett- ich bin ernsthaft am überlegen meine Sammlung auf ein kleines Minimum zu reduzieren und adieu zu sagen- bei den Minifiguren haben sie es schon geschafft das ich aufgehört habe zu sammeln. Ich finde es wirklich interessant was andere dazu meinen- also gerne antworten:-).
    P.S. den Artikel von Marco Sari finde ich gut und richtig ich denke aber das dies nur einen Bruchteil ausmacht

  11. Oh, oh, nur noch ca. 457 Millionen Euro Gewinn! Da muss man natürlich über tausend Leute auf die Straße setzen. ??? Meine Güte! TLC schafft es noch, mir mein Hobby zu verleiden.

  12. hätte lego doch nur soviel experten, wie sie hier in den kommentaren anzutreffen sind. dann müssten wir solche schlagezeilen gar nicht erst lesen. 😉

    meine ironie soll natürlich nicht heißen, dass einige der aufgeführten punkte hier nicht legitim wären.

  13. @André, „zu viele Großsets (für Hauptzielgruppe „Kinder“ oft unerschwinglich)“
    Wer sagt denn, dass die vielen Großsets für Kinder gedacht sind?

    „Seit Jahren ist Lego im Aufschwung, besonders 2015 & 2016 waren „saftig“. Nun verzeichnet man für das – in der Regel immer eher schwache – erste Halbjahr einen Gewinneinbruch von „nur“ 3% und will in gleichem Atemzug 8% der Belegschaft kündigen. Man sollte das 2. Halbjahr 2017 abwarten.“
    Ja, das 2. Halbjahr wird wohl besser, das wissen die bei Lego aber auch 🙂
    Geschäftliche Vergleichszahlen beziehen sich hier aber im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, also das 1. Halbjahr 2016! 2016 war übrigens auch kein wirklich saftiges Jahr. Klar, Rekordzahlen. Aber man muss regelmäßig Rekordzahlen bringen, um das Level zu halten, schließlich gibt es eine (gewollte) Inflation. Wer seinen Umsatz um 1 % steigert, hat real gesehen gar einen Umsatzrückgang. Insofern ist der Rückgang schon saftig, da die Zahlen in 2016 teils unter der Inflation lagen, insofern droht nach dem letzten Jahr nun der zweite reale Rückgang in Folge. Zudem trifft Lego sicher keine Entscheidung alleine aufgrund der Zahlen der Pressemitteilung. Die wissen schon, woran es lag und es ist sicher gut eine neue Struktur aufzubauen, bevor es wirklich kritisch wird.
    In meiner Firma habe ich ebenfalls restrukturiert, damit ein Wachstum verlustfrei funktioniert, andernfalls wären Prozesse künftig zu langsam, Meinungen zu vielfältig und die Effizienz zu gering. Ziel soll sein, dass wir 20 % effizienter arbeiten, ohne Wachstum bedeutet es 20 % mehr Freizeit bei gleichem Geld oder 20 % mehr Zeit, um das Wachstum zu forcieren.

    @AnSi-Legofans: Ja, der reine Gewinn liegt im Milliardenbereich, aber eben nur in Dänischen Kronen, in Euro ist das eben nicht einmal eine halbe Milliarde Euro.

    4 Euro für eine Minifig, mal ehrlich, für Kinder oder Bau-Fans wie mich ist dieser Preis schnurz. Minifigs gab es früher gar nicht (kann mich nicht daran erinnern), das ist halt reines Sammelobjekt und steht nicht symbolisch für irgendwas allgemeines bei Lego und ein „zu teuer“ zählt hier nicht. Entweder es rentiert sich für Lego oder eben nicht. Der Preis pro Teil beim neuen Falken ist gegenüber dem alten nur um 1,27 % gestiegen (10 Jahre Inflation nicht vergessen).

  14. Zu hohe Preise und zu viele eintönige Sets.
    Mein Tipp: Lego soll es mal ohne Polizeisets versuchen.
    Das ist einfallslos und realitätsfern.
    Mein zweiter Tipp: Mehr Stadtsets, kein Spielplatz für unverschämte 40€ und keine Häuser mehr ohne Rückwand. Bitte auch keine Bank, -Überfall und Raubsets.
    Ein Zoo, ne Pommesbude, ein Modegeschäft und ein Wohnhaus: So sehen Städte aus, auch bei Kindern!

  15. Na ja, schon eigentlich eine komische Verkaufs-Policy die LEGO fährt! Bei mir im Center gibt es einen kleinen privaten Spielzeughändler! Der darf nur einen bestimmten Betrag bei LEGO direkt im Jahr bestellen. Obwohl oft zur Weihnachtszeit, leere Regale vorhanden sind, bekommt er keine Zuteilung mehr von LEGO direkt, sondern muss über den Grosshändler gehen. Auch sind die Anforderungen an Warenpräsentation in Theorie mit Realität nicht zu vereinbaren (Platzmangel), so dass auch hier Strafen folgen können! Vlt. sollte LEGO in Zukunft die kleinen unabhängigen Händler stärken und mit besseren Angeboten versorgen, so dass auch eine bessere Verteilung gesichert ist!!!

  16. Sieht man auch das neben Batman auch die aktuelle Minifiguren Serie bei LEGO selbt für 1,99 raus gehauen wurde. Irgendwann muss man auch mal die Kirche im Dorf lassen…. UCS Falcon ist auch min. 200 Euro zu teuer (meine Meinung). Dazu gibt es einfach Sets die in keiner vernünftigen Relation zum Preis mehr stehen, alleine dadurch habe ich schon vieles liegen lassen. Ich kann mich auch kaum Erinnern das so schnell schon Sets reduziert worden sind wie die aktuelle Ninjago Movie Serie, dabei ist der Film noch nicht mal draußen. Auch das nach schießen von Sets hilft da wenig.

    Ich glaube TLG ist einfach aktuell im Panik Modus und es kommt einfach zu viel in zu kurzer Zeitspanne heraus. Dazu teilweise einfach zu unverschämten Preisen – Sets die dann wieder gut sind, gibt es es wiederum schwer oder kaum (Apollo).

  17. Hallo zusammen,

    Das der Umsatz irgendwann mal zurück geht war doch zu erwarten.

    Aber dann gleich so viele Leute zu endlassen ist echt ein Witz.

    Leider aber wohl so üblich wenn die Zahlen nicht stimmten, bzw. leicht zurückgehen sofort Leute entlassen anstatt mal sich Gedanken zu machen was könnte man anders machen damit der Umsatz wieder steigt.

    LEGO hat genug potenzial wenn sie endlich mal bessere Sets auf den Markt bringen.

    Anstatt immer wieder das gleiche, bestes Beispiel als Neuheit 2018 kommt von LEGO Ninjago – Airjitzu Flieger die gab es mal im Jahr 2015 und nun kommen sie schon wieder.

    Da frag ich mich wozu?

    Es gibt soviele Sachen die LEGO endlich mal auf den Markt bringen könnte.

    Hier mal einige Beispiele City Krankenhaus und nicht nochmal die 100 Feuerwehrstation und Polizei.
    Einen anständigen City Zoo oder auch Duplo Zoo, einen City Freizeitpark, ein City Parkhaus usw.
    Damit die Kinder, weil es ja immer noch ein Kinderspielzeug ist auch ihre Stadt erweitern können.

    Am besten wäre es mal von diesem blöden infrarot bei Technic auf 2.4 Ghz umzusteigen.

    Aber wie schon „Rob Miller“ schrieb die Verkaufs-Policy die LEGO fährt ist für kleinere Händler auch ein Witz. Wenn man mehr verkauft als man bei LEGO einkaufen darf steht man vor leeren Regalen.

    Dazu werden nur die großen Ketten mit den Exklusiv Sets versorgt so dass die kleinen Fachhändler das nachsehen haben und sie sich nur mit der Standartware begnügen dürfen.

    Dazu wird das Ganze noch oft unterstützt von den Deutschsprachigen LEGO Blogs, immer wieder zu lesen Kaufhof, My toys, Toys R Us Angebote.

    Kleinere Händler die auch Angeboten haben werden da nie erwähnt.

    Denn den großen Ketten die haben genug Kohle da sie oftmals mit 1-3% Marche an einem Set anscheinend gut leben können.

    Was ein kleiner Fachhändler nicht kann und irgendwann sind wir soweit das es keine Fachhändler mehr gibt. Deswegen sollte vielleicht LEGO die Exklusiv Sets mehr an den Fachhändler verteilen und die Ketten sollen sich mit der Standard Ware kaputt ramschen.

    Naja was soll aufregen bringt ja sowieso nichts, deswegen mach ich nun mal hier Schluss.

    Grüße
    Der Dennis

    • Die populären deutschsprachigen Blogs unterstützen ihre jeweils gelisteten Händler, weil sie nach eigenem Bekunden über die Affiliate-Links „unterstützt“ werden, sprich Provision erhalten. Entsprechendes kennt man ja von Preisvergleichsportalen ;-). Es liegt also in ihrer Handlungslogik und es sind auch keine Fanzines im klassischen Sinne, sondern klar erkennbar Influencer. Erschwerend kommt wohl noch hinzu, dass YouTube gerade die Monetarisierung aufgrund der Vorgaben der Werbekunden per Algorithmus runter fahren muss und so z.T. Einnahmen wegbrechen.

  18. Ein Zoo auf 3-4 grünen 48×48 Platten.
    Alle Tiere reinpacken, Tiger, Pinguin, Bergziege, Affen.
    199€ verlangen.
    Wird der Hit.

  19. Tut mir Leid aber hier wurde teilweise echt Blödsinn geäußert. Also der Gewinnrückgang steht ja im Einklang mit dem Umsatzrückgang, von daher stellt sich hier für mich nicht die Frage ob hier zuviel für Lizenzen ausgegeben wird oder es zu viele Sets gibt. Auch die Diskussion zu den Minifiguren ist Quatsch, denn das betrifft doch nur eine kleine Anzahl an Hardcore-Sammler. Weder zu viel Auswahl noch weniger Käufe durch Hardcore-Sammler wirken sich merklich auf die UMSATZzahlen aus. Auch wenn es immer mehr größere Sets gibt, gibt es ja nicht weniger kleinere Sets. Meiner Meinung nach gibt es hier zwei Hauptfaktoren die den Umsatz schrumpfen lassen: 1. Die Preise sind allgemein zu hoch. Disney Lizenzkosten können z.B. den Preisanstieg des neuen Todessterns nicht rechtfertigen…nicht 100 Euro! und 2. Die ganzen China-Plagiate. Ich nenne bewusst keine Namen, die sollten bekannt sein. Es gibt tausende von Bekloppten die sich Plagiate aus China bestellen, trotz aller Nachteile, nicht selten sogar jede Woche (!) neue Sets kaufen, teilweise gleich mehrere, nur weil die nen Bruchteil vom Original kosten. DAS schmälert den Umsatz von Lego. Man sollte die Importe noch strenger kontrollieren und Plagiate vernichten. Und jeder Lego Fan sollte die Finger davon lassen. Auch die Ausrede man kaufe nur EOL Sets oder Sets die man sonst nicht kaufen würde da zu teuer, zählen nicht, da man trotzdem diese Industrie stärkt was Lego unweigerlich schadet.

    • Die China-Plagiate werden vordergründig für den asiatischen Markt als „billige“ Alternative produziert, weil dort Lego „unerschwinglich“ für den Großteil der Bevölkerung ist, aber trotzdem die Nachfrage zu befriedigen ist. Wer diesseits die Plagiate (1:1-Bootlegs) bestellt, dem fehlt klar das Einkaufsgen. Die Original-Sets sind bei entsprechender Recherche i.d.R. für min. 40% unter UVP erhältlich, so das der Abstand zum „billigen“ Chinaimport – billig aber auch bzgl. der Qualität! – bei Gesamtbetrachtung eher keine Motivation darstellen sollte. Der breiten Masse bzw. Käuferschicht sind die Plagiate wahrscheinlich ohnehin nicht bekannt. Anders dürfte es da mit den Klon-Marken der Konzerne Mattel und Hasbro sein, die über eigene populäre Lizenzthemen verfügen und hierzulande regulär und legal im Handel gelistet sind.

    • Also ich gehöre somit auch zu den Bekloppten welche sich jede Woche neue Sets bestellen.
      Lego geht es nach wie vor sehr gut. Es wäre mal interessant zu erfahren
      a) In welchen Bereichen die Entlassungen passieren
      b) Wie gross der Anteil des Umsatzrückganges durch diese Plagiate wirklich ist
      Momentan basieren einige Äusserungen hier auf interpretierte „Wahrheiten“:
      a) Lego ist eh zu teuer -> selber Schuld
      b) Plagiate sind schuld -> böse Chinesen, böse Besteller
      Ich denke diese Betrachtungsweise fasst zu kurz.

  20. Na dann bin ich anscheinend auch einer dieser Bekloppten. Der Unterschied zum blinden Hardcore Fanboy ist, daß ich die Politik und Preise von Lego nicht länger gut heißen kann. Oft wird vergessen, daß es auf den Steinen keinen Schutz mehr gibt und die Minifiguren nur durch ein höchst fragwürdiges Urteil als Trademark geschützt wurden, was eine Beleidigung für den gesunden Menschenverstand darstellt. Da haben die europäischen Gerichte schön den Arsch hingehalten.

    Es gibt nun mal keine lebenslangen Monopole, auch nicht für Lego. Nur weil mancher so emotional damit verbunden ist, soll es ok sein, daß es keinen Wettbewerb gibt? Guckt euch andere Zweige an wie den Kfz Bereich, sobald da Patente auslaufen, werden Techniken von Mitbewerbern übernommen. Sicherlich sind 1:1 Kopien von Sets fragwürdig aber man sollte dennoch zwischen aktuellen und EOL Sets unterscheiden. Ich hab mir bislang nichts aus China gekauft, was es zu der Zeit noch im normalen Handel gab. Diverse EOL Sets hingegen sind auf dem Gebrauchtmarkt zu reinen Spekulationsobjekten verkommen, das werde ich nicht länger unterstützen, vor allem auch, weil viele schon fast ein Scheingewerbe betreiben ohne entsprechende Kosten und Steuer Abgaben. Anfänglich war ich noch so dumm, Shuttle, Rathaus, Feuerwache und Grand Emporium zu völlig überhöhten Preisen zu kaufen. Davon hatte Lego nichts, im Gegenteil, ich hatte weniger Geld für aktuelle Sets zur Verfügung während sich Privatleute die Taschen voll machten.
    Mir geht es immer noch um den Bauspaß und nicht um eine Altersvorsorge. Im Übrigen bieten Hersteller wie Xingbao nur eigene Sets an, die in Zusammenarbeit mit Moclern entstanden sind. Da sind auch ein paar sehr schöne asiatische Häuser dabei, die es in der Form niemals von Lego geben würde. Warum also unbedingt verteufeln, wenn zusätzlicher Wettbewerb für ein breiteres Angebot und bessere Preise sorgt?

    Ich kaufe nach wie vor genug Sets von Lego, die Plagiate haben keinerlei Einfluss darauf wie manch einer einem weiß machen will. Wenn ein Set von Lego zu teuer ist, dann kaufe ich es mir nicht, unabhängig davon ob die Chinesen es günstiger anbieten. 350€ für Sets wie Disney Castle oder Gbhq sind maßlos überzogen, für das Geld beider Sets krieg ich 10 Xingbao Häuser mit insgesamt 30k Steinen. Der Qualitätsunterschied ist mittlerweile marginal und rechtfertigt mit Sicherheit nicht Legos Melkpreise. Wenn Lego nicht bald auf die neue Konkurrenz reagiert, werden sie noch größeren Einbußen hinnehmen müssen. Bislang hat dieser Konzern nur durch seine Rechtsabteilung versucht, den Mitbewerb einzudämmen, dabei gibt es zahlreiche Möglichkeiten sein eigenes Angebot zu verbessern. Aber dafür muss man wieder anfangen auf Kundenwünsche zu reagieren (wie z.b. einen vernünftigen Einzelsteinverkauf).

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