LEGO Masters Finale 2021 in der TV-Kritik: Und der Gewinner ist …

LEGO Masters 2021

Seien wir ehrlich: Egal, was man über das Finale von LEGO Masters schreibt, man wird ihm einfach nicht gerecht werden. Denn es geht um, so wörtlich, nichts mehr als den „Titel der Titel“, den „Pokal aller Pokale“, die „25.000 Euro alles Euros“.

Fünf Wochen lang begleiten wir nun schon unsere heroischen LEGO-Krieger dabei, wie sie sich von Bauherausforderung zu Bauherausforderung stecken, noppige Welten zimmern und sich Geschichten ausdenken. Diese immerzu gleiche Routine, die von Show zu Show total austauschbaren Bilder von Menschen, die in LEGO-Kisten wühlen, panisch durch das Steinelager rennen, den weisen Urteilen der Juroren René Hoffmeister und Elisabeth Kahl-Backes lauschen und das alles vor der rustikalen Kulisse eines Fernsehstudios in Köln-Ossendorf, sie wird zum nun mehr letzten Mal für den Zuschauer abgespult. Und zu wissen, dass dieses mittlerweile vertraut gewordene Steckstein-Kammerspiel nach den nächsten zwei Stunden ein Ende finden wird – ja, das macht tatsächlich ein bisschen melancholisch. Aber auch nur fast.

Weißt du noch, damals?

Bei so vielen Superlativen, die Daniel Hartwich für das Finale findet, ist „Überhöhung“ fast schon ein wenig untertrieben. Aber immerhin haben wir es hier ja mit der „härtesten Show aller Zeiten“ zu tun und da muss so ein Finale der ganz große Wurf werden. Doch ein Finale zu inszenieren, das alle zufrieden stellt, kann eigentlich immer nur schief gehen – große Film- und Seriensagas können ein Lied davon singen. Und selbst bei Sportereignissen hagelt es bei Finals für allzu gewagte Showinszenierungen schnell mal derbe Kritik. Man denke nur an eine von Fußballfans ausgebuhte Helene Fischer während der Halbzeit des DFB-Pokal-Endspiels 2017 oder den Aufmarsch von Sir Paul Lancelot Breitner und Lars Löwenherz Ricken sowie ihren Ritterscharen beim Champions League-Finale 2013.

Damit aus dem mit großem Pomp angekündigten Finale also keine Luftnummer wird, griff man in den ersten Minuten der Show auf einen Trick zurück, den wir an dieser Stelle mal den „Avengers-Endgame-Trick“ nennen. Wer sich nicht zutraut, mit einem Finale so richtig einen draufzusetzen, der macht daraus einfach eine Liebeserklärung an sich selbst. Denn schöner als ein triumphales Ende ist doch eigentlich die gemeinsame Erinnerung ans Vergangene.

Und so ging es auf Zeitreise durch die letzten fünf Wochen, der Zuschauer durfte noch einmal die Highlights der Staffel nacherleben, wobei man beim Anblick der Bilder eher das Gefühl bekommt, „LEGO Masters“ war eine Show der Verzweiflung und Tragödien. Von wegen schöne Bauten, von wegen raffinierte Techniken: RTL fand es wohl wichtiger, die Nervenzusammenbrüche und Zankereien in den Vordergrund zu stellen. Doch trotz dem Dauerdrama war LEGO Masters für die Kandidaten natürlich eine einmalige Erfahrung und so durfte jeder der Finalisten verträumt in Erinnerung schwelgen. Wie toll es hier doch war: Endlich mit so vielen Steinen wie man nur wollte bauen, endlich Daniel Hartwich live erleben, endlich seinen LEGO-Traum leben. Hach ja!

LEGO Masters: The Sky is the Limit

Aber genug der verklärten Rückschau! Klar ist es toll im LEGO-Paradies, doch man ist ja schließlich hier, um einen Gewinner zu küren. Die Entscheidung fällt zwischen drei Teams: Einmal Tobias und Josef, die, wenn man böse ist, als Quoten-Ösi und Quoten-Schweizer abstempeln könnte, was allerdings den Blick darauf verdeckt, dass die zwei Herren äußerst talentierte LEGO-Bauer sind. Und dann die „Klemmstein-Küken“, wie Daniel Hartwich sie nennt: Die beiden 18-jährigen Philipp und Oliver aus Erlangen. Und bei den Buchmachern ganz hoch im Kurs: Justin und Dominik, Serien- und Hai-Fans, wie wir aus den Einblendungen erfahren, und eindeutig die Favoriten in diesem Noppenstein-Triell.

Im Finale von „LEGO Masters“ ging es nicht gleich ans Eingemachte, sondern alle drei Teams hatten die Möglichkeit, sich mit der ersten Bauaufgabe erst einmal warmzubauen. Einen Turm sollten die Kandidatenpaare errichten, möglichst hoch und natürlich stabil. Da hatte jeder seine ganz eigene Strategie, Architektur-Student Justin ging es gar wissenschaftlich genau an und dozierte kurz über stabile Fundamente.

Anderthalb Stunden munteres Zusammenstecken später standen die Türme. Na ja, nicht ganz. Tobias‘ und Josefs bunter LEGO-Turm krachte schnell in sich zusammen, die Aufgabe war für sie gelaufen. Zweikampf zwischen den Jungspunden: Alles etwas wacklig bei Justin und Dominik, die Spitze neigt sich sogar gefährlich gen Boden. Philipp und Oliver setzen die letzten Teile auf den Turm, alles hält, nur: An Justin und Dominiks Wackel-Turm kommen sie nicht heran. Sie hatten eindeutig den Längsten. Äh, nicht falsch verstehen.

Und auch wenn ihr Sieg eindeutig war, sicherheitshalber darf Daniel Hartwich noch einmal mit einem Monsterlineal ausmessen und sich dabei gewohnt dusselig anstellen. Ein kurzer Schlenker mit dem Lineal und, ups, schon krachen die Türme auf den Boden. So viel Zerstörungswut in dieser Staffel. Bowling-Kugeln zerbersten Schlösser, Dinos fallen um, Türme werden niedergesebelt. Aber zugegeben: Einmal schelmisch gegen so ein LEGO-Bauwerk treten, diesen Gedanken können sich selbst die passioniertesten Noppenstein-Freaks nicht verkneifen.

Zur Belohnung gab es sodann fünf weiße 2×4-Steine für die beiden Jungs. Was zunächst nach bescheidenem Geschenk aussah, sollte sich am Ende als großer Vorteil entpuppen: Nach der letzten Challenge werden nämlich Steine für die finalen Bauwerke vergeben und wer da die meisten auf dem Konto hat, der darf sich am Ende „LEGO Master“ nennen.

Nur was für echte Kerle

Eigentlich leben wir ja in Zeiten, wo man meint, festgefügte Rollenbilder sind überholt, aber beim Blick auf die Finalteilnehmer scheint sich das Klischee vom Steckstein-Enthusiasten irgendwie doch zu bestätigen: LEGO ist eine Männersache! Wie herrlich erfrischend, dass mit Jurorin Elisabeth Kahl-Backes wenigstens eine Frau in der Runde vertreten ist. Wobei … Aus ominösen Gründen wird diese plötzlich von Moderator Daniel Hartwich vor der entscheidenden Bauaufgabe verabschiedet. Sie soll sich von den Bauten der Kandidaten „überraschen lassen“, wie es heißt.

Vielleicht gab es aber auch im Creator und Classic Team in Billund einfach Wichtigeres zu tun oder sie wollte sich schlichtweg darum drücken, die nächsten Stunden von Tisch zu Tisch zu tigern und Tipps zu geben. Was auch immer der Grund sein mag: Ungewollt erweckt das alles den Eindruck, als wollte man hiermit sagen: „So, Püppchen, jetzt lass mal die Männer machen.“

In der LEGO-Blase

Welche finale Aufgabe kann jetzt noch alle vorherigen Herausforderungen toppen? Welche Schikane ist so fies, dass sie den Kandidaten einfach alles abverlangt? Die Antwort: Keine. Und deswegen hieß es für die entscheidende Challenge: Baut doch, was ihr wollt! Ganze 24 Stunden hatten die Kandidaten Zeit, einen riesigen Tisch mit einer Szenerie ihrer Wahl vollzukleistern. Keine Anforderungen, außer: Wow-Effekte. Und ein bisschen Technik.

Es ist zugegeben die vielleicht beste Aufgabe der gesamten Show und das nicht, weil hier die beeindruckendsten Bauwerke rauskamen, sondern weil sie ungeschminkt zeigt, was es heißt, ein LEGO-Fan zu sein: Völlig frei die Kreativität fließen lassen und nahezu ohne großen Zeitdruck ein Bauwerk der Träume errichten. Diese 24 Stunden tun allen gut: Den Kandidaten, der Jury und auch den Zuschauern. Fast schon gruselig, wie Gespräche mit René Hoffmeister gänzlich ohne überdramatisierte musikalische Untermalung gezeigt werden, wie man die Kandidaten nun tatsächlich in angemessener Länge dabei beobachten kann, wie sie etwas Großes schaffen.

Dieser ruhige Ton ist ungewohnt für diese nicht selten hyperventilierende Show und gibt einen kleinen Ausblick, was aus all dem Bildmaterial hätte werden können, wenn man nicht zwingend eine mittelklassige Unterhaltungsshow daraus gemacht hätte: Ein interessantes Porträt einer Leidenschaft, zu der Träume und Pläne gehören, Durchhaltevermögen und Ausdauer, Höhen und Tiefen, aber auch das überwältigende Gefühl, sich schöpferisch betätigt zu haben. Aber na ja. Hätte, hätte, LEGO-Kette.

So ganz natürlich und ungestellt ist dieses Finale dann doch nicht ganz geworden. Allein schon die Show so zusammenzuschneiden, dass man den Eindruck bekommt, die Kandidaten waren tatsächlich 24 Stunden ununterbrochen und ohne zu schlafen, essen, trinken in den Studios von Endemol Shine eingesperrt, ist doch absurd. Warum nicht die Kandidaten auch dabei zeigen, wie sie erschöpft eine Pause machen, einen kleinen Snack zu sich nehmen und währenddessen ein wenig plaudern? Wie viel nahbarer das wäre und wie viel mehr man über die Kandidaten erfahren würde. So wirkt die ganze Umgebung eher ein wenig zeitlos und surreal, wie eine von der Realität und ihren Gesetzen abgekoppelte LEGO-Blase.

Eine Machtdemonstration

Die alles entscheidende Herausforderung ist im vollen Gange und die Teams legen sich nochmal mächtig ins Zeug. Tobias und Josef bauen eine Piraten-Welt, die dem Aufdruck einer 2×2-Tile entspricht, was an sich eine kongeniale Idee ist, die Umsetzung fällt aber ein wenig mau aus. Wer eine nostalgische Hommage an alte LEGO Pirates-Sets erwartet hat, wird ein bisschen enttäuscht sein. Auch der Brickmaster hadert mit dem Bauwerk. „Zu flach“, findet er, ohne wirklichen Hingucker. Panisch werkelt Tobias noch einen Brick-built Piraten hin, der die Szenerie überwacht, doch auch mit dem will irgendwie nichts stimmen: Falsche Proportionen, zu kleiner Hut.

Besser sieht es schon bei Philipp und Oliver aus. Eine Märchen-Welt entsteht, mit Anspielungen auf zehn Klassiker. Rotkäppchen ist dabei, Rapunzel, Hänsel und Gretel sowie die Bremer Stadtmusikanten. Zu entdecken gibt es viel, manchmal hadern sie mit der Technik (O-Ton: „Scheiß-Technik!“), aber am Ende ist ein schickes Bauwerk voller verspielter Elemente daraus geworden.

Doch in den Schatten gestellt wird das eindeutig von Justin und Dominik. Ja, beide können ein bisschen angeberisch sein, aber man kommt diesmal nicht umhin, mit aufgeklapptem Mund vor dem Fernseher zu sitzen. Ihre futuristische Cyberpunk-Stadt mitsamt Kraken, Unterwasser-Welt und Hochhäusern ist wahrlich phänomenal. Wohl dem, der diese Sendung auf TV Now guckt und die Möglichkeit hat, zu stoppen und sich das monumentale Bauwerk im Detail anzuschauen. Satt sehen kann man sich nicht genug und man muss in dem Moment wirklich auf RTL schimpfen, dass die zahlreichen Zimmer und Apartments nur so spärlich gezeigt werden.

Am Ende wird dann auch Elisabeth Kahl-Backes aus ihrem Kurzurlaub zurückgeholt und darf die Bauten bestaunen. Wer den Titel am Ende nun gewinnt, darüber entscheiden die beiden Juroren aber nicht allein: Familien dürfen auf Visite in die Studios kommen und Steine verteilen. Die Entscheidung wird anschließend spannend inszeniert, aber machen wir uns nichts vor: Der Ausgang dieser Show war spätestens jetzt genauso klar wie dass die Sonne im Osten aufgeht.

Und das bestätigte auch die Punktevergabe: 60 zu 29 zu 11. Ja, die Sieger sind: Justin und Dominik. Gratulation an die beiden. Niemand wird bestreiten, dass sie es nicht verdient hätten. Zum Schluss gibt es noch Konfetti-Regen, ein Glück kein „We are the Champions“ und natürlich sehr viel Gekreische bei den Gewinnern. 25.000 Euro gehören jetzt ihnen. Kann man eigentlich davon ausgehen, dass sie die in weitere LEGO-Sets investieren?

Tja, das war`s dann wohl, denkt man. Aber die Schlusspointe ist noch nicht gesetzt. Moderator Daniel Hartwich: „Bis zum nächsten Mal beim Weihnachtsspecial.“ Och nö. Gibt es bei RTL nicht so einen Spruch, wie man sich dem Ganzen entziehen kann? Ich glaube, der ging so: Ich bin ein AFOL, holt mich hier raus.

16 Kommentare zu „LEGO Masters Finale 2021 in der TV-Kritik: Und der Gewinner ist …“

  1. Schwarzer Falke

    Ich muss auch sagen, dass ich von Tobias und Josef etwas mehr erwartet hatte, dass sie mehr draufhaben, haben sie ja schon vorher gezeigt. Die Inseln waren auch sehr schön gestaltet, aber ich denke, gerade mit dem vielen offenen Wasser haben sie sich keinen gefallen getan. Und mit dem Piraten gleich gar nicht, da hätten sie lieber noch eine Seeschlacht dazu bauen sollen oder so. Zumal sie auch viel zu viel Zeit für das höher legen für ihre Technik-Funktion verwendet haben. Von daher fand ich das eigentlich schade, denn die beiden können deutlich mehr.

    Phillip und Olivers Märchendorf fand ich gut umgesetzt, auch wenn einige Dinge mMn noch etwas Feinschliff gebraucht hätten, wie der Drache oder die Mühle. Alles in allem aber ein schönes Modell mit vielen schönen Details.

    Kommen wir zu den beiden Gewinnern. Diese hatten eindeutig das größte Bauwerk, konnten aber dank der einfachen Grundbauweise (Plattform und Häuser) auch schnell in die Höhe bauen. Ich muss sagen, mir hat das Modell eine ganze Zeit lang nicht gefallen, die Plattform mit den Häusern sah sehr langweilig aus. Das hat sich dann mit den ganzen Details aber mit der Zeit gewandelt, sodass es doch schon sehr beeindruckend aussah. Die Unterwasserwelt sah auch sehr beeindruckend aus. Am Ende muss man sagen, war schon anzunehmen, dass die beiden Gewinnen.
    Etwas sauer stößt mir da nur auf, dass ganz klar eine Funktion gefordert war und diesen Punkt haben die beiden eindeutig am schlechtesten umgesetzt. Das drehende Schild auf dem Dach und die beiden Ventilatoren waren da jetzt nicht gerade Eindrucksvoll. Da waren bei den anderen Teams zum Beispiel der Wasserfall oder das Piratenschiff in den Fängen des Kraken deutlich besser. Gerade wenn man bedenkt, dass für die Pirateninsel die gesamte Fläche erstmal höher gesetzt wurde, was bei der Größe schon einiges an Zeit gekostet hat, finde ich es halt etwas unfair, dass die Funktion am Ende eigentlich egal war.
    Ich hätte mir da auch eher sowas gewünscht, wie das der sehr beeindruckende Oktopus den Justin gebaut hat, da z.B. gerade einen Container hochhebt oder ähnliches.

    Etwas unsympathisch fand ich auch, wie Dominic erstmal die anderen Modelle schlecht gemacht hat, von wegen Märchenwelt und Piraten wären nichts originelles oder so. Dazu muss ich sagen, dass eine Unterwasserwelt oder ein Oktopus (siehe schon alleine der Kraken bei den Piraten) jetzt auch nicht gerade die Inovation des Jahres waren. Ich muss auch dazu sagen, dass es eigentlich immer Dominik war, der etwas überheblich war, Justin kam mir eigentlich immer sehr sympathisch vor.
    Und wenn man mal daran denkt, dass von den beiden (zumindest hat es auf mich so gewirkt) Justin eindeutig der Kreativere der beiden war, dann hätte Dominik schon an der einen oder anderen Stelle mal zurückschalten können ;).
    Man kann jetzt natürlich schlecht sagen, wer genau welchen Part an der Ausgestaltung hatte, aber man hat ja schon soweit gesehen, dass Justin sowohl die Unterwasserwelt als auch den Oktopus gebaut hat, während Dominik die auf mich recht langweilig wirkende Stadt und die Inseln selbst gebaut hat. Von daher denke ich schon, dass der Hauptanteil des Sieges schon bei Justin lag ;).

    1. Perfekte Schlussworte. Sehr oft erschien es mir in den Folgen die ich sah, immerhin 3 1/2 Stück, das es vorher hieß, es wird auf dieses und jenes Wert gelegt und im Nachhinein wurde das nicht mal erwähnt.
      Ja, der Dominik war von Anfang auch uns unsympathisch, überheblich und durch diese Art, hat er sich sämtliche Sympathien verspielt. Natürlich kann man vermuten, will er gewinnen oder gut dastehen? Vielleicht war er dadurch auch der authentischste Teilnehmer!?
      Zur Jury muss ich sagen, und auch damit stehe ich nicht alleine da, war der Brickmaster auch irgendwie unsympatisch. Vielleicht, weil gerade von ihm im Vorfelde Anforderungen gestellt worden sind, die im Nachhinein keine Rolle spielten.
      Für mich persönlich war der Märchenwald der Favorit, aber man muss sagen, die Steampunk Welt hatte einfach alles. Und als Kind findet man doch eher so etwas spannend, viel zu entdecken, imposante Bauwerke und sehr viel Verspieltheit.
      Schluss endlich, RTL kam, sah und schnitt zu seinen Gunsten, Quote durch Drama.

    2. Ich kann hier so ziemlich allen Punkten zustimmen – wobei ich sagen muss, dass mir im Siegerteam auch eigentlich nur Dominik abgehoben vorkam – wie ein kleines Kind, das erstmal die anderen dissen muss, weil es glaubt, dann selbst besser dazustehen, und nicht versteht, dass es sich dadurch eigentlich unbeliebt macht. Vor diesem Hintergrund hätte ich ihm den Sieg eigentlich nicht gegönnt, aber erstens kann ja Justin da nichts für und zweitens war es leider nun mal das am professionellsten aussehende Bauwerk. Nach Sympathiepunkten hätten aber die beiden Küken bei mir gewonnen.

  2. Über diese Kritik muss man nicht mehr schreiben, als dass sie sich durch die völlig sinnlose Beleidigung von etwa 550000 Erlangern/Erlangerinnen und Nürnbergern/Nürnbergerinnen auf ein unwürdiges Niveau begibt.

    1. Hallo,

      vielen Dank für Deinen Kommentar. Ja, die Formulierung war etwas daneben, ich habe sie hier wieder herausgenommen. Ich komme aber selber aus der Region, daher war dies eher als kleiner ironischer Seitenhieb gemeint. Persönlich finde ich Erlangen wirklich schön und lebenswert.

  3. „Was zunächst nach bescheidenem Geschenk aussah, sollte sich am Ende als großer Vorteil entpuppen“ – nee, nicht wirklich. Die beiden haben mit so großem Abstand gewonnen, da waren die fünf Steine völlig unbedeutend.

  4. „Warum nicht die Kandidaten auch dabei zeigen, wie sie erschöpft eine Pause machen, einen kleinen Snack zu sich nehmen und währenddessen ein wenig plaudern? Wie viel nahbarer das wäre und wie viel mehr man über die Kandidaten erfahren würde.“

    Um Gottes Willen, bloß nicht. Wir wissen genau, was RTL daraus machen würde, und ich brauche wirklich ganz ehrlich nicht Lego Big Brother oder so. Ich finde es gerade gut, dass es nicht noch mehr um die Persönlichkeiten der Kandidaten geht (der ewige Fokus auf die Konflikte geht mir so schon auf den Zeiger) – das wäre ja alles Zeit, die man dann nicht mit dem Legobauen verbringt. Ich finde, dass ohnehin zu wenig gezeigt wird, welche Techniken benutzt werden, und wie im Detail ausgestattet wird. Wenn die Bauwerke noch weniger im Vordergrund stünden und noch mehr Zeit auf das Inszenieren des Zwischenmenschlichen verschwendet würde, würde ich die Show nicht mehr schauen. Ich gucke das für coole Lego-Bauwerke, nicht dafür zu erfahren, welcher Kandidat welche Musik hört.

  5. Tobi und Josef haben sich mit dem Schiff auf Gleisen verzettelt und dadurch viel zu viel Zeit verloren.
    Also war früh klar, dass es zwischen Justin/ Dominik und Philipp/Oliver um den Sieg geht.
    Mein persönlicher Favorit war die Märchenwelt und ich finde auch die Wertung sehr überraschend. Der Sieger hatte ja nahezu doppelt so viele Steine wie der zweite und das wird dem nicht gerecht!
    Von der Bautechnik her war die Cyberpunk Stadt simpel und wurde dann mit Details verziert. Für die minimale (und teilweise sinnfreie) Funktion hätte es analog zu den Serien davor deutliche Abzüge geben müssen.
    Der Kraken war natürlich herausragend, aber das fande ich bei der Märchenwelt incl genialem Wasserfall eben auch.

    In Summe haben Dominik und Justin auf alle Folgen gesehen verdient gewonnen und insbesondere Justin wirkt doch auch sehr sympathisch, das passt schon!

  6. Mir gefiel die Staffel sehr gut und auch das Finale war toll. Es ist einfach cool, wenn das liebste Hobby auch im TV kommt. Justin und Dominik haben verdient gewonnen, die Märchenwelt war auch schön. Die Piratenwelt hätte ohne die Büste sicher mehr gekonnt und muss mich einem Vorschreiber anschließen – eine coole Seeschlacht wäre richtig toll gewesen. Schade ist, daß Dominik die anderen Themen als 0815 bezeichnet hat, mich erinnert die Cyperpunkwelt tatsächlich ein bisschen an die Ninjago City Gardens

    1. Hallo,

      vielen Dank für Deinen Kommentar. Bei der Auswahl der Bilder sind wir an das Material gebunden, was durch TV Now zur Verfügung gestellt wird. Auf die Bilder haben wir also keinen wirklichen Einfluss.

  7. In den Kommentaren wird die nicht Berücksichtigung der „Funktion“ in der Bewertung kritisiert.
    Das können wir doch überhaupt nicht beurteilen. Die Fach-Jury hat am Endergebnis einfach weniger Einfluss und somit könnte sich die dort gezeigte Abwertung überhaupt nicht im Endergebnis zeigen.

    1. Rene hat zugegeben, dass er 15 Steine an Justin und Dominik, 10 an Philipp und Oliver und 5 an Tobias und Josef vergeben hat. Gerade bei Rene, der das ja gefordert hatte, hätte ich gedacht, dass er das deutlicher abstraft – aber wer weiß, vielleicht hätte er sonst alle 30 an die Gewinner vergeben?

  8. Wie hoch ist eigentlich die Aufwandsentschädigung, welche die Kandidaten bekommen?
    Ist ja immerhin eine ganz schön lange Zeit… so einen Monat unbezahlt freinehmen + für viele Partner mit Kindern vielleicht auch noch ein bisschen frei nehmen oder zumindest die ganze Last alleine tragen… das wird sicherlich nicht aufgewogen.

    Fände ich einmal spannend zu wissen 🙂

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