Top oder Flop? Die neuen LEGO Dots Armbänder im Schnell-Check

Wir haben uns die neuen LEGO Dots Sets einmal näher angeschaut. Probetragen inklusive.

LEGO DOTS Armbänder (Foto: PROMOBRICKS)
LEGO DOTS Armbänder (Foto: PROMOBRICKS)

Das Thema LEGO DOTS wurde zur diesjährigen Spielwarenmesse in Nürnberg das erste Mal der Öffentlichkeit präsentiert. Und seit dem scheiden sich (wahrscheinlich) die Geister an diesem Thema. Als LEGO News Blog haben wir uns die neueste Produktlinie natürlich auch etwas näher angeschaut.

Dank unseres Kooperationspartners LuckyBricks hab ich nun die ersten fünf Armbänder sowie das Ergänzungsset vorliegen. Was es beinhaltet und ob sich eine Anschaffung – nicht nur für die Zielgruppe – lohnt, versuche ich nachfolgend zu klären.

Die ersten Armbänder aus der LEGO DOTS Reihe

Mit den Sets 41900, 41901, 41902, 41903 und 41912 hat der dänische Spielwarenhersteller die ersten Armbänder auf dem Markt gebracht. Warum es die „Ersten“ sind? Weil mit der nächsten Setwelle im Juni weitere Armbänder erscheinen werden. Aber zurück zu den mir vorliegenden Bändern, welche so tolle Namen haben wie Cosmic Wonder (Weltraum), Love Birds (Flamingo) oder auch Rainbow (Regenbogen). Die Namen dienen zur Unterscheidung der Armbänder und der beigelegten Dots!

Was sind eigentlich DOTS?

Neben den Armbändern gehören zu jedem Set gut 30 DOTS Elemente. Doch was wird als Dot bezeichnet?! Übersetzt heißt es aus dem englischen „Punkte“ und genau das ist es – Dots sind LEGO Fliesen, welche nur auf eine Noppe gesetzt werden. Egal, ob es nun ein einfaches 1×1 (Round) Tile oder 1×1 Round Tile Quarter ist. Dazu kommen natürlich verschiedene Farben und Aufdrucke. Das bedeutet also, dass fast jeder von unseren diese „Dots“ bereits zu Hause in seiner Ersatzteilkiste hat.

#DOTYOURWORLD mit den Armbändern

Nachdem wir also wissen, was eigentlich die Dots sind, schauen wir uns die fünf Armbänder an. Jedes Armband kommt in einer eigenen Farbe daher.

Auf den knapp 20 Zentimetern langen Bändern befinden sich 28 Noppen. Diese können also mit maximal 28 Dots individuell gestaltet werden. Somit heißt es „kreativ“ werden!

Die LEGO Dots Armbänder im Test

Wenn ich die neuen Armbänder schon vor mir liegen habe, müssen dies auch getestet werden. Meine erste Frage ist natürlich, ob die so genannten Dots auch wirklich halten. Und zu meiner Überraschung machen sie das sogar sehr gut. Selbst beim Zusammendrücken der Armbänder ist kein Dot abgefallen – im Normalfall werden die Armbänder natürlich nicht so genutzt.

Wie bereits erwähnt sind die Bänder genau 20 Zentimeter lang und es gibt fünf verschiedene Größen zum Einstellen. Passt bei mir.

Anders als bei Niels B. Christiansen würde ich allerdings keine zwei Armbänder an einem Handgelenk tragen wollen. Das schwarze Weltraum-Armband kann man schon einmal als „Statement“ tragen, wobei auch ohne aufgesteckte Dots seine Leidenschaft gezeigt werden kann.

Kostenfaktor

Die LEGO Dots Armbänder mit zusätzlich 32 LEGO Dots kosten laut unverbindlicher Preisempfehlung 5,99 Euro. Der Preis ist aber bereits mit Erscheinen der Dots Produkte unter fünf Euro gefallen. Wer keine eigenen Dots in seinem Sortiment hat, der kann mit dem Ergänzungsset 41908 – 109 weitere Dots zur kreativen Gestaltung der Armbänder erhalten. Dabei sind in jedem Polybag 10 „extra“ Dots enthalten. Diese sind immer weiße 1×1 Round Tiles mit einem besonderem Aufdruck. Insgesamt gibt es davon in der Serie 1 sechzehn verschiedene Dots. Diese Varianten sind zum Beispiel auf dem Werbeheft zu LEGO DOTS aufgedruckt.

Mein Fazit

Eigentlich sollte das Thema Dots bereits im letzten Jahr veröffentlicht werden. Nach meinen Informationen gab es aber damals Qualitätsprobleme mit den Bändern. Und obwohl mein Handgelenk nicht das Schmalste ist, habe ich das Weltraumband getragen und am Ende des Tages festgestellt, dass es gar nicht so schlecht ist. Mit Sicherheit werden sich viele AFOLS auf Fan-Ausstellungen damit sehen lassen. Aber was ich mir etwas mehr wünsche ist, dass die LEGO Community aus den Bändern etwas komplett Anderes kreiert. Denn ab sofort sind damit auch andere Formen bei MOCs möglich. Des weiteren kann ich mir vorstellen, dass mit einer der nächsten Setwellen zu LEGO Dots weitere Bänder in anderen Farben, aber auch Größen erscheinen werden. Zum Beispiel auch nur mit einreihigen Noppenbändern. Damit gibt es für die Zielgruppe dann LEGO Freundschaftsbänder.

Die Frage, ob die Armbänder Top oder Schrott sind, kann ich für mich nicht beantworten. Ich finde Sie interessant, bin aber auch nicht die Zielgruppe. Wobei mein Sohn diese Bänder auch toll findet und Spaß hat, diese nach belieben zu gestalten. Somit liegt das Urteil wie immer im Auge des Betrachters. Ich kann nur jedem empfehlen, sich solch ein LEGO Dots Armband einmal genauer anzuschauen.

Stamm-Autor
  1. Kann man auch zwei Armbänder aneinander machen? Auf den Bildern sehe ich, dass es bei den erwachsenen Testern schon auf die weiteste Stellung gebracht wurde und noch ziemlich eng saß. Meine Handgelenke sind etwas dicker als die von Kindern.

    1. Das ist das, was man im Englischen unter „Kid’s Craft(ing)“ findet, also vorwiegend irgendwelcher Plastikramsch, um irgendwelche Muster, Bändchen oder Deko für’s Kinderzimmer zusammenzuwürfeln und den man dann irgendwann wieder wegschmeißt, wenn’s nicht mehr Mode ist. Greta T. wird bei sowas rot im Gesicht. *g*

      Ob LEGO in diesem Segment mitmischen muss, daran habe ich ja bereits schon mehrfach meine Zweifel geäußert, eben weil es so ex & hopp Gelumpe ist. Diese Trends verbrennen so schnell wie die Kuppe eines Streichholzes.

      Zumindest kann man aber kann man natürlich die Fliesen für allen möglichen „normalen“ LEGO-Kram weiterverwenden, wenngleich ich auch hier nicht sehe, dass jemand, der vielleicht irgendwann schon ein paar tausend Stück davon hat, dann immer noch ein weiteres Dots Set kaufen würde.

      1. Da man ja nicht nur Dots, sondern auch Platten und Steine daran befestigen kann, steht dem Bau eines runden Erkers oder anderen runden Bauteilen ja nichts mehr im Weg. Das müsste ja eigentlich ganz gut funktionieren.

  2. Die Armbänder sind okay, aber für dauerhaft weiß ich nicht, ob das was wird. Die draufgestöpselten Elmente fallen trotz guter Klemmkraft doch irgendwann ab, wenn das Band unter zu viel Spannung steht oder ungünstig zusammengeschoben wird. Ich war auch massiv enttäuscht von der wirklich schlechten Druckqualität des Ergänzungssets mit den Emojis. Kaum eines exakt zentriert…

  3. Ein Problem beim von Dir angesprochenen MOCen sehe ich darin, dass die Armbänder nicht 2 Studs breit sind, sondern etwas breiter und damit nicht ins normale Lego-Raster passen. Dadurch kann man nicht mehrere Bänder neben- oder übereinander verbauen. Schade!

  4. Mein Tochter (11) ist ganz traurig, dass sie schon zu alt ist (kann sich mit sowas nicht mehr bei ihren vorpupärtierenden Freundinnen sehen lassen). Sie hätte aber vor 3-4 Jahren einen Riesenspaß an den Armbändern gehabt. Aus der Perspektive dieser Zielgruppe finde ich das Produkt sehr gelungen und ansprechend. Mal schauen ob sich das Konzept durchsetzt. Dann haben die Füchse in Billund mal vieles richtig gemacht 🙂 Die Vorraussetzungen sind schon mal sehr gut

  5. 5,99€ für ein Band und 32 Dots (1×1 Fliesen). Das sind ca. 18ct je Teil.
    Ob gut oder schlecht, muss jeder für sich entscheiden, aber die Dinger sind in erster Linie erst mal einfach nur teuer.

    Lego wird’s freuen, der Trend, mit Kleinstteilen die Zahl auf der Packung und den Preis zu treiben zeichnet sich ja überall ab, zuletzt habe ich es beim Bookstore erlebt.

  6. Das waren mal wieder sehr hilfreiche Beiträge.
    Bis auf den stiftehalter und den bilderrahmen
    Den Einkaufswagen ordentlich reduziert.
    Finde die Idee eigentlich nicht schlecht, aber der ungenaue Druck bei der smiley-Ergänzung geht gar nicht.

  7. Wieder eine alte Idee ausgegraben. Wer erinnert sich nicht mit Schrecken an die Clikits? Oh je. Das war damals schon ein Flop, und es wird wieder einer, da bin ich mir sicher. Schade um das durch andere Themen bei Lego sauer verdiente Geld, das nun mit solchen Versuchen (siehe auch der erneute und erneut geflopte Versuch mit den digitalen Spielewelten) verbrannt wird.
    So saniert man kein Unternehmen.

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