Der LEGO Creator Expert London Bus (10258) ist seit dem 17. Juli zum Preis von 119,99 Euro im LEGO VIP-Vorverkauf in allen LEGO Brand Stores sowie im hauseigenen Online-Shop erhältlich. Ich habe mir das Set gleich am Erscheinungstag im LEGO Store in Nürnberg gekauft. Heute möchte ich euch den London Bus nun in einem Review ausführlich vorstellen, denn der Kauf lohnt sich aus meiner Sicht.

Der Karton ist natürlich reich bebildert. Auf der Rückseite befinden sich viele Detailfotos, die Lust machen, gleich mit dem Zusammenbau des Modells zu beginnen.

Insgesamt beinhaltet das Set 1.686 Teilen und ist Baumeistern ab 16 Jahren empfohlen. Aber auch jüngere LEGO Fans mit Bau-Erfahrung können das Set sicherlich schon problemlos zusammenbauen. Mir sind keine besonders kniffeligen Bautechniken aufgefallen. Der unverbindliche Verkaufspreis liegt bei 119,99 Euro. Das macht einen Preis pro Stein von 7,1 Cent.

Nach dem Öffnen fallen insgesamt 16 Beutel mit LEGO Bauteilen aus dem Karton.

Außerdem gehört eine dicke Bauanleitung mit insgesamt 176 Seiten zum Set-Umfang. Der große Bogen mit den Aufklebern liegt der Bauanleitung bei.

Einige neue LEGO Teile sind mir sofort aufgefallen. Zum einen der Bogen, wie er auch beim LEGO Creator Experte VW Käfer (10252) verwendet wird. Einige von euch werden sicher schon sehnsüchtig auf die neue Farbe warten. Auch die neuen Felgen mit den schmäleren Reifen lassen sich bestimmt prima in diversen Custom-Fahrzeugen verwenden.

In 187 Bauschritten wird der Aufbau in vier Abschnitten erklärt. Am Anfang steht natürlich das Chassis mit dem Fahrersitz, dem Motor und den ersten Sitzreihen.

Sogar an die Nachbildung eines Motors haben die LEGO Designer gedacht. Mir persönlich hätte eine lenkbare Vorderachse auch sehr gut gefallen. In diesem Maßstab sollte so etwas auch realisierbar sein. Als nächsten Schritt ist der Busfahrersitz dran. Ich habe mal meine Minifigur Probe sitzen lassen. Eindeutig, der Bus ist nicht im Minifiguren-Maßstab!

Im oberen Bild sieht man schön den Arbeitsplatz des Fahrers. Am Heck wird nun die Treppe gebaut und die Sitzbänke über den hinteren Rädern.

Der Bau der Sitze für die Passagiere ist natürlich etwas eintönig, geht aber nicht anders. Es möchten ja auch alle Mitfahrer einen Sitzplatz haben.

Jetzt geht es zügig voran, auch durch die Verwendung von Paneelen an den Seiten.

Die Rundung am Heck des Busses wird mit einer SNOT Bautechnik umgesetzt. Hier wird auch ein neues Teil zum Halten eingesetzt.

Und nun noch die neuen Räder dran und das „Erdgeschoss“ des Doppeldecker-Busses ist fertig.

Der erste Stock beginnt mit dem Bau des Bodens. Hier kann man noch den rosa 1x1er Rundstein sehen, der einen festgeklebten Kaugummi darstellen soll.

Nun geht es weiter mit den Sitzbänken und Paneelen an den Seiten. Der Bau des Oberdecks geht zügig voran.

Am Heck wird nun endlich der runde Stein eingesetzt, der dem Bus eine tolle Optik verleiht!

Das vordere Dachteil ist noch fest angebaut, der Mittelteil ist abnehmbar, um die Innenausstattung zu sehen.

Während des ganzen Bauens sind natürlich immer wieder Aufkleber anzubringen. Wer das nicht möchte, kann sich beim Steindrucker ein Custom-Set mit bedruckten Steinen dazu kaufen. Die Originalteile und der Stickerbogen bleiben dann natürlich übrig.

Wenn alles zusammengesteckt ist, steht ein sehr imposanter Doppeldecker-Bus vor euch.

Hier noch einmal ein Größenvergleich mit meiner Minifigur.

Zum Schluß habe ich einmal alle London Bus Modelle von LEGO nebeneinander gestellt. Der erste Bus (313) kam 1966 auf den Markt. Der zweite Bus (384) ist von 1973 und dem ersten Modell doch recht ähnlich. Den kleinen Bus (40220) gab es 2016 bei LEGO als Geschenk bei zertifizierten Einkäufen und er dürfte euch noch bekannt sein.

Mein Fazit

Der Bus hat alle Merkmale, ein LEGO Kult-Set zu werden. Der Spielwert ist meiner Meinung nach allerdings nicht sehr hoch. In der Vitrine macht der Bus aber ordentlich Eindruck. Die Idee (oder das Feature) mit den beidseitig bedruckten Werbebannern finde ich sehr gelungen, da man so je nach Geschmack verschiedene Looks erzeugen kann. Die vielen Aufkleber stören nicht wirklich. Da es sich hier aber eher um ein Sammelset oder Ausstellungsstück handelt, befürchte ich, dass man nach spätestens zehn Jahren erfahrungsgemäß auf sehr hässliche Aufkleber blicken muss. Wer also auf Nummer sicher gehen will, der sollte in bedruckte Steine investieren.

Wie bei allen LEGO Creator Expert Automodellen ist keine Lenkung der Vorderräder eingebaut, was ich sehr schade finde. LEGO konnte das früher schon besser, wie man bei unseren Classic Review Sets sehen kann. Ansonsten hatte ich einen sehr kurzweiligen Nachmittag und kann das Set nur empfehlen, zumal der Steinepreis bei nur knapp über sieben Cent liegt.

7 KOMMENTARE

  1. Hallo,
    bis auf die Frontscheibe und den Brief- Ticketkasten (sind beim Steindrucker im Rückstand) habe ich gleich die bedruckten Teile genommen. Sobald die restlichen Teile von Harry lieferbar sind, werden sie noch ausgetauscht.
    Gruß
    Wolfgang

    • Danke für die Info.
      Hab den Bus schon seit dem 17.07. im Schrank stehen und bin noch am überlegen, ob ich mir die bedruckten Steine zulege.
      Gruß Mario

  2. Das der Doppeldecker Anklang findet, ist mir begreiflich.
    Sieht mir nach einem gelungenen Modell aus.

    Für mich dennoch uninteressant. Simply not my cup of tea.

    Ob’s ein Lego ist oder sein wird, über das man noch lange reden wird…
    Allein in diesen Wochen ist schon die Saturn V allzu präsent.

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