Neue LEGO City Straßenbauplatten: Das Ende eines Klassikers

Ab 2021 heißt es: Tschüss Straßenplatte! Vorerst wird es nur baubare Straßen geben.

LEGO Strassenbauplatte
Alte LEGO Strassenplatte (Foto: PROMOBRICKS)

Update 10:55 Uhr: Im Originalbeitrag waren wir uns unsicher, ob es sich bei den Straßenmarkierungen um Sticker oder Drucke handeln könnte. Mittlerweile können wir aber mit Sicherheit sagen, dass die Mittel- und Zebrastreifen, sowie auch die Straßenschilder bedruckt sind.
____________________________________________________________________________________________________

Originalbeitrag: „Goodbye Yellow Brick Road“ sang Musiklegende Elton John einst in den 70ern. Ersetzt nun das „Yellow“ durch „Dark Bluish Gray“ und schon haben wir einen Titel, der genau beschreibt, was nächstes Jahr auf LEGO City Fans zukommt: Ein neues System mit Straßenbauplatten. Die klassischen 32×32-Straßenplatten wird es in der Form, wie wir sie bisher kannten, dann nicht mehr geben.

Alte Straßenplatten-Packs laufen aus

Wer regelmäßig unsere „End-of-Life“-Liste verfolgt, dem wird sicherlich schon aufgefallen sein, dass dort auch die beiden aktuellen Straßenplatten-Packs 60236 und 60237 auftauchen. Das regte natürlich Spekulationen an, ob LEGO 2021 neue Straßen-Sets auf den Markt bringen wird. Und nicht wenige hegten die Hoffnung, bald alle vier Straßentypen – Gerade, Kurve, Kreuzung, T-Kreuzung – endlich einzeln kaufen zu können statt in fragwürdigen Mischungen, wie dies in den letzten Jahren der Fall war.

Doch nun kommt es ganz anders: Die klassische Straßenplatte, wie sie seit 1978 in unterschiedlichen Farben und Variationen erschien, hat ausgedient. Vorerst werden nämlich nur noch baubare Straßenplatten auf den Markt kommen.

Neues System mit Straßenbauplatten kommt

Wir haben schon die ersten Katalog-Bilder der neuen Straßen gesehen. Der erste Eindruck: LEGO macht aus seinem neuen System eine halbe Wissenschaft. Allem Anschein nach wird es zwei verschiedene Arten der neuen Straßenplatte geben: Die eine besteht aus einer 16×16 großen und zwei Plates hohen Fliese in Dark Bluish Gray, in dessen Mitte sich Aussparungen für 2×4-Tiles befinden. Auf diesen Tiles werden anschließend Sticker für die weißen Fahrbahnstreifen aufgeklebt – vorausgesetzt, die Fliesen sind nicht selbst schon bedruckt. Auch an den vier Kanten befinden sich jeweils Lücken der Größe 1×4, um entweder eine weitere Straßenplatte anzustecken oder aber kleine Details wie Laternen, Ampeln und Pflanzen zu ergänzen.

Neben dieser an ein gigantisches Puzzleteil erinnernden Platte verwendet LEGO jedoch tatsächlich auch einen anderen Typ Straße in seinen Sets: Nummer zwei besteht aus lauter kleineren Fliesen, von denen vorrangig vier große 6×6-Tiles verbaut sind. Oder mit anderen Worten: Dieselbe große Fliese, diesmal aber aus vielen Einzelteilen zusammengebaut.

Neue LEGO City Straßenbauplatten: Das Ende eines Klassikers (Arnold Kloninger) - 6
Die neuen Straßen bestehen aus einem Puzzle aus 6×6 Tiles und anderen Fliesen, ähnlich wie in unserem Nachbau. (Foto: PROMOBRICKS)

Straßen-Packs gibt es noch – mit Zubehör, aber ohne Kurven

Die neuen Straßenbauplatten werden allesamt in den kommenden LEGO City 2021 Sets enthalten sein. Von dem Konzept der Straßen-Packs wird sich LEGO deshalb aber nicht trennen – Aufatmen bei den Städtebauern also. Vier Platten sind künftig in einem Pack enthalten, wovon zwei aus der monströsen Fliese bestehen und zwei aus mehreren Tiles gebaut sind. Zusätzlich bekommt man eine Platte in halber Größe, auf der sich ein Sticker für einen Zebrastreifen befindet. Versüßen will uns LEGO die neuen Packs mit lauter Zubehör: Ampeln, Laternen, Straßenschilder und sogar Bäume und Pflanzen sollen der heimischen Miniaturstadt Leben einhauchen.

Uns gibt das zukünftige Straßensystem dennoch eine Reihe von Rätseln auf: Allen voran stellt sich die Frage, wie es denn um die Kurven steht – oder ob es sie in Zukunft überhaupt noch geben wird. Denn auf den ersten Bildern der neuen City-Sets sind bisher nur Geraden zu erkennen gewesen. Und zugegeben: Wie man auf möglichst elegante Weise eine Kurve allein mithilfe von Tiles bauen kann, ist für uns im Moment nur schwer vorstellbar.

Auch die klassische Kreuzung scheint die Straßenplatten-Evolution wohl nicht überlebt zu haben. Statt ihr wird es wohl nur noch die modularen Zebrastreifen geben, wie sie in den Packs mit enthalten sind.

Neue Möglichkeiten dank Sticker?

Was insbesondere die alten Geraden bisher ausgemacht hat, waren die Aufdrucke von jeweils zwei Gullideckeln an den Fahrbahnrändern. Von solchen kleinen Details werden wir uns mit dem neuen Straßensystem vorerst jedoch verabschieden müssen. Was allerdings Hoffnung macht: Da die Fahrbahnstreifen scheinbar mit Stickern (oder gar bedruckten Fliesen) realisiert wurden, wäre es nicht ausgeschlossen, dass LEGO künftig auch Stickerbögen in die Straßen-Packs beilegt oder kleine, modulare Erweiterungssets mit bedruckten Tiles herausbringt. Mit denen könnte man dann nicht nur Gullideckel, sondern vielleicht auch andere Akzente in seiner Lego-Stadt verteilen: Markierungen für den Busverkehr, Ölspuren oder vielleicht sogar Schlaglöcher – für all jene, die gerne apokalyptische Szenen oder realitätstreue deutsche Autobahnen nachbauen. 

Eine Ära geht zu Ende

Egal, wie die neuen Straßenplatten am Ende jedoch aussehen: Es ist eine einmalige Zäsur. 42 Jahre lang währte die Ära der klassischen Lego-Straßenplatte. Angefangen hat alles im Jahre 1978 mit den sogenannten „Supplementals“, den Ergänzungssets. Unter den Nummern 300, 301 und 302 kamen T-Kreuzung, Kurve und Gerade als erste Lego-Straßenplatten in die Verkaufsregale, damals noch im alten Light Gray und mit einem neun Noppen langen Straßenrand. Seit dem gab es die Straßenplatten in den verschiedensten Farben, Varianten und Zusammensetzungen als Set zu kaufen.

So erhielt man im Jahre 1986 alle vier Typen zu jeweils zwei Stücken in einzelnen Straßen-Packs zu kaufen (Setnummern 6310-6313). In jenem Jahr setzte sich schließlich auch der 7 Noppen breite Rand durch. 2002 bescherte uns LEGO dann die erste kleine Revolution in Sachen Straßenplatten: Die Fahrbahn selbst erstrahlte nun in Dark Bluish Gray, der Straßenrand war saftig grün und die Begrenzungsstreifen gelb. Wie schon in den 80ern und 90ern konnte man diese Straßen à zwei Stück in vier Packs erwerben.

Drei Jahre später, 2005 also, kam mit der City-Themenreihe der nächste große Umbruch – und das in zweierlei Hinsicht: Die Platten waren nun ganz in Dark Bluish Gray gefärbt, während sämtliche Fahrbahnmarkierungen in weiß gehalten wurden. Aber was noch mehr wog: Der Traum von den vier Einzelpacks war seit diesem Jahr erstmal dahin. Nun gab es die Gerade nur noch in Kombination mit der Kreuzung (7280) und die Kurve lediglich zusammen mit der T-Kreuzung (7281) als Set.

2019 wechselte die Zusammensetzung noch einmal: Gerade und T-Kreuzung (60236) einerseits und Kurve und Kreuzung (60237) andererseits. Und 2021 nun die baubaren Straßenplatten.

Straßenbauplatten nicht mit Modular Häusern kompatibel

Kontroverse Diskussionen sind wohl schon jetzt vorprogrammiert. Allein die Tatsache, dass die neuen Straßenbauplatten wohl nicht mit den beliebten Modular Buildings (wie dem Café Corner) kompatibel sind, wird einige Gemüter erhitzen. Und ob jedes Lego-Auto auf den nun viel kleineren Straßen Platz haben wird, darf auch bezweifelt werden. Eins ist aber allemal sicher: 2021 bricht ein neues Kapitel in der langen Geschichte der Lego-Straßenplatte an.

  1. „Kontroverse Diskussionen sind wohl schon jetzt vorprogrammiert. Allein die Tatsache, dass die neuen Straßenbauplatten wohl nicht mit den beliebten Modular Buildings (wie dem Café Corner) kompatibel sind, wird einige Gemüter erhitzen“

    –> das würde bedeuten, daß die neuen Häuser der Reihe nicht kompatibel zusammengestellt werden könnten mit den alten Häusern. Entweder geht diese Ära dann auch zu Ende oder man macht sich bei LEGO Gedanken über eine Verbindungskomponente.

  2. Tragisch! Tatsächlich sehr schade…
    Aber ebenso tragisch: für einen kurzen Moment gab es das Krokodil wieder – schon wieder „nicht verfügbar“. Das ist doch ein Witz!!

    1. Das Krokodil wird es noch lange geben und irgendwann wird es auch länger verfügbar sein als 15 Sekunden 😉 Mit Geduld wirst du sicher eins ergattern ohne auf Scalper Preise angewiesen zu sein. Good luck 🙂

  3. So, jetzt ham die City wohl komplett vermurkst, keine Baustellen, Bahnhöfe, Bauernhöfe etc. mehr. Dafür mehr Freakige Polizeiserien und hässliche Fahrzeuge! City hat mich zuletzt als einziges Thema noch begeistert, vor allem weil es den Charme von früher hatte, wie auch mit den Platten. Hab mir gerade noch 7631 und 7990 günstig Neu besorgt, was waren das noch für tolle Sets damals, aber jetzt. Es wird alles geändert und wenn es nicht mehr läuft, wird es einfach eingestellt. Toll LEGO!

  4. Und da ist er, der nächste Sargnagel für ein Konzept, das man eigentlich nur gegen die Wand fahren kann, wenn man es unbedingt mit aller Gewalt darauf anlegt.

    Wenn ich schon lese: Sticker und nicht kompatibel… bin ich schon raus. Sticker? Ernsthaft!? Sticker auf Straßenplatten, wo Kids mit allem ausgiebig drüber rutschen, was Reifen, Kufen oder sonst was hat? Ja, Klasse! Wie das nach dreimal spielen aussieht, das weißte jetzt schon, gelle?

    Wie kann man nur so dermaßen an den Bedürfnissen und Anforderungen der Kunden an ein Produkt vorbei schlittern? Und dann ist das Zeug nicht mal kompatibel zu den alten Platten oder den Modulars?

    Herzlichen Dank, das ist der Fuck-Up des Tages @Lego. Und alle Reseller werden jetzt das Plattenhamstern anfangen, weil du die alten Straßen nächstes Jahr um die Zeit in Gold aufwiegen kannst.

    Ich hab keine Töne mehr, echt!

      1. Wieso nicht mit den modulars kompatibel? Versteh ich nicht. Wenn man die noppen vor den modulars mit tiles Pflastet, ist man doch auf der gleichen Höhe wie die neuen strasse oder irre ich mich? Grüsse

  5. Gut das ich noch ein paar der alten Platten habe. Mal sehen was da kommt, bin auf jeden Fall auf die Bilder gespannt. Und Sticker find ich auch fragwürdig, aber vielleicht kann man sich ja mit weißen Fliesen aushelfen.

  6. Sticker… yay…

    Wo findet man die Bilder von den neuen Straßen, mich würde wirklich interessieren wie das nun wirklich aussieht.
    Ist was bekannt zum Preis? Es hört sich ziemlich teuer an.

  7. Muß man denn gleich alles verschlimmbessern? Was spricht denn gegen diese alten Platten, bissel überarbeiten und gut ist. Laternen, Schilder usw. kann man doch auch gut auf denen verbauen! Also muß ich die jetzt auch noch vorbunkern, damit meine Kids später noch vernümpftig ihre Stadt bauen können…

  8. Erstmal ein Test Ballon, um zu sehen, wie die, dann natürlich teueren Sets ankommen, und ggf. bringt man in 2, 3, Jahren die alten Platten zurück, bei Misserfolg des neuen Systems, natürlich dann mit Disney Lizenz Zuschlag. 😉

  9. Naja, die Straßen selber bauen halte ich eigentlich noch für die schönste Option für Städtebauer. Glaube Kindern wird das doch recht egal sein, was nun kommt. =/

  10. Sieht ja gar nicht schlecht aus, wenn euer Nachbau wenigstens in die richtige Richtung geht. Man hat halt mehr Möglichkeiten sich das so anzupassen, wie man es braucht und ist nicht an 32×32 gebunden 😉

  11. Wie widerlich! Darüber hinaus werden diese neuen Straßen- „Basen“ in der Höhe nicht mit den 32×32-Basen aller bisher hergestellten modularen Gebäude kompatibel sein. Ich bin verblüfft!

  12. 40 Sets werden heute bestellt, man weiß ja nie und wachsen wird die Lego Stadt sowieso. Dank Rabatte und MWSt. Senkung zieh ich dann einfach die Entscheidung vor …

  13. Ehrlich gesagt, finde ich es nicht schön, nur um einen Artikel zu posten, schon mal Lärm um etwas zu machen, was noch keiner von uns gesehen hat. Wer weiß, vielleicht wird alles schöner? Ich besitze keine einzige Strassenbauplatte, weil ich sie ehrlich gesagt hässlich finde. Bei mir wird gefliest. Also, warten wir doch mal ab, bevor gemeckert wird…

      1. Das ist der Punkt: alle, die hier diskutieren, haben noch nichts gesehen, aber es wird schon mal geschimpft und gewettert, mit ein paar Ausnahmen. Berichtet, wenn es was zu zeigen gibt, dann sage ich auch meine ehrliche Meinung dazu. Alles was jetzt hier passiert, ist unnötiges Genörgel. Also: entweder mit Bildern, die womöglich die negative Stimmung bestätigen, oder lieber erstmal nix sagen. Fakten sollten doch ein Thema sein für einen Journalisten, oder?

        1. Das es noch keine Bilder gibt ändert nichts an den Fakten.

          Die Beschreibung reicht völlig um es als Schnapsidee zu identifizieren.

          Wir erleben die erneute Demontage des City-Themas.

          1. Grundsätzlich stimme ich Florentina zu. Dieses kategorische vorverurteilende Meckern auf Grundlage noch relativ vager Infos könnte einen befremden – wenn man nicht wüsste, dass dies ja leider meist ohnehin der Grundton im Internet ist.

            Ich persönlich nehme die Meldung eher positiv auf. Bislang habe ich zwar nicht wie Florentina meine Straßen mit Teilen gebaut, komme aber mehr und mehr bei der Weiterentwicklung meiner Stadt zu dem Schluß, dass dieser Schritt irgendwann angegangen werden muss. Das alte System der Straßenplatten ist einfach zu unflexibel. Es erlaubt keine Park- und Busbuchten, keine unterschiedlich breiten Straßen, keine Verkehrsinseln und keinen Kreisverkehr. Die Positionen der Zebrastreifen sind vorgegeben, so dass hier mal zwei direkt nebeneinander liegen, sie an anderer Stelle, wo logisch einer sein müsste, hingegen fehlen usw. usf. All das ließe sich mit einer fliesenbasierten Lösung besser umsetzen.

            Kurzum: Dieser neue Ansatz ist von seinen Möglichkeiten besser. Er bringt aber auch eine Reihe von Nachteilen mit sich:
            1. Obwohl die alten Straßenplatten (wie Bauplatten allgemein) eher teuer waren, dürfte es noch mehr in die Kosten gehen, die gleiche Flächen mit Fliesen und Platten einzudecken.
            2. Für diejenigen, die schon ihre Städte haben, wird dieser Kostenfaktor verschärft dadurch, dass man ‚umrüsten‘ müssten. Sämtliche bereits vorhandenen Straßen ersetzen… Uff.
            3. Werden die neuen Straßen höher sein, ergo müsste man auch den Rest der Stadt entsprechen „aufbocken“. Damit sind wir bei dem hier schon angesprochenen Problem mit den Modularhäusern. Möglich, dass die dann in Zukunft auch nicht mehr auf Grundplatten, sondern wie das letzte Karussell auf Bauplatten stehen werden.

            Wie auch immer. Ich bin weit davon entfernt, diesen neuen Ansatz zu verteufeln, überzeugt bin ich andererseits auch noch nicht. Es bleibt abzuwarten, wie diese neuen Straßenbausets genau aussehen – und wie teuer sie sein werden.

    1. Allein die Meldung, dass es keine neuen Straßenplatten (32×32) gibt, ist sicher für viele interessant, weil man sich jetzt noch mit den alten eindecken kann, wenn man das möchte!

  14. Da ich bisher (außer in Kindheit und Jugend) ohnehin immer Straßen selbst gebaut habe (meist mit auf der Seite liegenden dunkelgrauen und weißen Steinen und Platten) statt die fertigen Grundplatten zu verwenden, sehe ich dieser Veränderung zunächst einmal sehr positiv.

    Soweit ich das sehe ist das neue System deutlich flexibler und es ergeben sich durchaus Möglichkeiten für z.B. Verkehrsinseln, mehrspurigen Straßen oder Abbiegespuren. Einfachere Möglichkeiten für Kurven fehlen der in der Tat noch.

    Werde die neuen Sets wohl primär als Teilequellen verwenden, was für mich ein Fortschritt ist, da ich die bisherigen Platten gar nicht genutzt habe. Finde es allerdings schade, dass die Straßen hellgrau und die Bürgersteige dunkelgrau sind. (Oder ist das nicht so wie im Bild gezeigt?) Umgekehrt wäre realistischer. Außerdem wären Steine auf der Seite (z.B. mit großen Panelen) auch besser als Fliesen gewesen, da man dann die Lücken nicht so stark sieht.)
    Was die Ampeln und Pflanzen angeht könnte das auch sehr cool werden, solange diese über die bisherigen Möglichkeiten in xtra hinausgehen.

  15. Ist das irgendwie ein neuer Scherz seitens Lego ? 32 x 32 Platten weg, dafür 16 x 16 Platten und vermutlich doppelt so teuer. Die alten Platten waren eh viel zu billig … :>

  16. Kindern ist das nicht egal. Kinder wollen schnell ein paar Straßenplatten auf den Boden legen, ein Häuschen daneben stellen und mit ihrem Auto darauf herumkurven. Kinder haben normalerweise keinen Bock ewig und drei Tage eine Straße – EINE STRASSE! – auf zu bauen. Schon die große Hogwarts-Halle langweilt sie, weil es nicht vorangeht. Und dann muss die Straße auch schnell wieder weggeräumt werden, wenn Mama mit dem Staubigsauger kommt. Das wird mit diesem Konzept nicht gehen. Das ist sowas von daneben. Wenn ich hier neben mich schaue sehe ich gerade 16 Straßenplatten zu nem Rennkurs aufgebaut von meinen Kids. Wieviele 16 x 16 Platten sollen die Kinder dafür zusammenstecken? Man kann nur noch am Verstand der Entscheider bei Lego zweifeln.

    1. Gutes Argument! Kann ich mit meinen Neffen auch so beobachten. Scheint also eher, dass LEGO da den AFOLs entgegenkommen will, anstatt ihre eigentliche Zielgruppe zu bedienen (wie so oft leider in letzter Zeit).

      1. Ich kann gar nicht so viel Popcorn bereitstellen wie ich müsste, um Teilen der AFOL-Szene dabei zuzusehen, wie sie zwischen „LEGO denkt null an erwachsene Fans“ und „LEGO biedert sich nur an Erwachsene an und vergisst die Kinder“ pendeln. Was für ein Hammerjahr hatten wir bisher schon mit 18+ und Ideas, und doch wird nur gemeckert. Die Firma wird es diesen Menschen nie recht machen, mir tut es nur um deren Blutdruck leid.

        1. Am Thema vorbei, hier gehts ja gerade nicht um riesige Sammlersets sondern Basics wie Strassenplatten.

          Und City wird halt zunehmend und unnötig schlechter, siehe diese Entscheidung oder 3-Teile-Schrott Helis oder die diesjährigen Polizei-Sets.
          Lego ist mit der Simplifizierung von City zur Jahrtausendwende schon mal böse auf die Nase gefallen, echt schade das sich das zu wiederholen scheint wo doch in letzten 15 Jahren viele tolle Sets rauskamen.
          Vielleicht einfach mal Sachen die gut ankommen länger als 6 Monate am Markt lassen und keinen Unsinn rausbringen an dem der Designer gefühlte 5 Minuten gesessen hat.

    2. Da 4 16×16-Platten eine 32×32-Platte ausmachen, würde ich sagen 16×4 also 64 Platten. War eigentlich einfach zu rechnen.
      Ich glaube für das schnelle Wegräumen hat man schon im Vorfeld diese aufklappbaren Straßen und Straßen-Klebebänder herausgebracht. Die klappbaren Straßen lassen sich noch schneller wegräumen als die 32×32-Platten (von denen man ja auch immer mehrere braucht) und die Klebebänder kann man irgendwohin kleben und drübersaugen. Vielleicht sind die schon mit Blick darauf entwickelt worden, dass man mittelfristig die Straßen flexibler umbaubar machen wollte (und damit eben auch ein bisschen komplexer und weniger geeignet für’s schnelle wegräumen).

      1. Guter Hinweis Dora, was das Drama aber nicht besser macht. Wer will schon Einmal-Klebeband auf dem Teppich herumkleben haben, wenn es für den gleichen Preis echte Platten geben könnte? Und diese anderen Pappplatten sahen nun auch nicht wirklich toll aus und gaben recht genau vor, wie es auszusehen hat im Legoreich. Ich werd jetzt aber auch nicht loslaufen und Platten hamstern. Habe inzwischen genug für meine Kinder hier. Schade finde ich diese Entwicklung aber trotzdem. In 20 Jahren, wenn die Straßen nur noch auf den Boden projiziert werden, sagen die erwachsenen Kinder dann: Boah, damals war alles besser, da konnte man sich seine Straßen noch selbst bauen.

  17. mmhh, sicher, dass die neuen straßen 2 plättchendick sind und nciht evtl eine dünne unten (so dünn wie die jetzigen bauplatten) und einer normal dicken Platte mit dem Straßenbelag? Dann würde es höhentechnisch ja noch in die alte Welt passen

  18. Mal ganz doof gefragt:
    Wo waren denn die alten Platten kompatibel mit den Modular Buildings?

    Wenn man da den Gehweg direkt an den Straßenrand legen wollte, musste man doch die Grundplatte des Hauses zurückverlegen, oder man hatte noch einen acht Noppen breiten Zusatzgehweg zwischen Bordstein und Straße.

    Ohne jetzt die Bilder von den neuen Platten gesehen zu haben, aber die Breite von 16 Noppen klingt für mich so, als ob direkt neben der Straße Schluss ist.

    Man muss also nur eine Ebene Platten unter die Modular Buildings packen, die Straßen direkt davor, und schon hat man sogar einen vorbildgerechten Höhenversatz zwischen Gehweg und Straße.

    Für mich klingt das eigentlich sogar besser als vorher.

    1. Ich bin jetzt auch nicht abgeneigt, weil ich mir vom neuen System mehr Flexibilität erhoffe. Dass man dazu die Modulars aufbocken muss, finde ich eher mäßig, aber auch nicht dramatisch. Ich kann aber auch verstehen, dass manche sich Sorgen machen, wie ihre Kinder darauf ansprechen. Es mag ja auch nicht jeder diese neuen Poster, oder das Klebeband, die Lego aktuell fürs schnelle Verstauen (oder eben dauerhafte Kleben) anbietet.

      1. „Aufbocken“ ist vielleicht der falsche Ausdruck.
        Du musst nur eine Reihe Platten auslegen (muss noch nichtmal ganzflächig sein), und stellst das Modular wie es ist direkt auf die Noppen.

        Eine Grundplatte auf Noppen gelegt ist fast genauso hoch wie eine Plattenstärke.
        Nach vorne hin wird das Haus von den neuen Straßenplatten fixiert, zur Seite hin von den anderen Modulars.
        Vielleicht hinten noch eine Steinreihe, und schon kann nix mehr verrutschen, und man kann das Haus problemlos zum angucken oder saubermachen aus der Szenerie herausheben.

        Je mehr ich darüber nachdenke, umso mehr scheinen mir die neuen Straßenplatten besser für die Modulars geeignetzusein, als die alten…

  19. Echt jetzt die Kompatibilität zwischen den derzeitigen Straßenplatten und den Fahrzeugen der Recht Beliebten Speed Champions Reihe ist Grad bei den neuen (von diesem Jahr) ist ja schon nicht mehr so richtig vorhanden da graut es mir echt vor den neuen ……

  20. Also gerade bei Grundplatten (ob mit oder ohne Straße) würde ich sowieso immer auf die anderen Hersteller ausweichen. Da gibt es deutlich mehr Auswahl und die besseren Preise. Qualitativ sind die Platten eh alle gleich gut.

  21. Bin gespannt was kommt, aber ich befürchte, aus der Erfahrung, dass es nicht „besser“ wird. Ich vermisse generell bei heutigen Sets vernünftige Grundplatten, für mich gehört eigentlich in jedes Mittelgroße Gebäude-Set auch eine Grundplatte damit nicht alles herumfliegt – ich habe als Kind immer gerne Platten ausgefüllt. Ich besitze aktuell keine Straßenplatten, aber mein Sohn kommt bald in das Alter. Ich bin mir nicht sicher ob ich ihn mit den heutigen City-Sets überhaupt begeistern kann, dass ist mir zumeist etwas zu weit Weg vom Grundthema City.

  22. Ich frage mich, wie viel „Taschengeld“ ein Kind opfern muss, um zukünftig eine einigermaßen taugliche Straßengrundfläche für seine Lego-Stadt hinzubekommen?
    Womöglich wird die Nachfrage (und damit die Preise) für die bisherigen Straßenplatten deutlich anziehen?

  23. Ich bin jetzt nicht ganz so entsetzt wie andere hier, da ich die Straßen Platten eh nie so wirklich toll fand, auch als Kind schon nicht, wo sie noch hell grau mit grünen Streifen waren und insbesondere auch ihre Zusammenstellung finde ich wie die Gleis-Erweiterungen eher belastend bis nervig.
    Kann man sich die neue Version also vorstellen wie zum Beispiel das Element 15623pb001 (siehe bricklink) bei den Junior Sets, nur ohne Noppen drauf, ja?
    Würde ich jetzt nicht schlecht finden.

  24. Von den Strassenplatten gab es auch zig verschiedene Ausführungen. Es gab graue mit und ohne Radweg, grüne mit grauer Straße und grüne mit dunkelgrauer Straße. Auch früher war nicht alles besser. Erst einmal schauen was da auf uns zukommt, vielleicht gibt es dann ja große Segmentfliesen um Kurven zu bauen, vielleicht auch abseits von 90°. Nicht alles neue gleich verteufeln.

  25. Ick würde auch meinen, daß man sich erstmal die neuen Straßenplatten ansehen sollte. Und für den Fall das sie doch nicht gut sein sollten, kann man sich immer noch mit den alten Platten eindecken.
    Hier in der Niederlausitz (Lübben und Umgebung) findet man diese Platten noch zur Genüge bei Rewe, Marktkauf und Kaufland zum Schleuderpreis. Ja sogar bei Rossmann sind die zu haben und die liegen dort schon seit Ewigkeiten. Ladenhüter ist das Stichwort! Das Legointeresse ist hier bei weitem nicht so hoch wie in einigen Teilen der Republik.

  26. „Die neuen Straßenbauplatten werden allesamt in den kommenden LEGO City 2021 Sets enthalten sein“ Welche City Sets hatten denn jemals Straßenplatten dabei??? In den letzten 10 Jahren gab es doch alle Gebäude in City OHNE Straßen, selbst Grundplatten gab es kaum….

  27. Also viel bringt demnach das neue System auch nicht. Die Straßen haben wieder die gleiche Breite wie die alten Straßenplatten.
    Der einzige Vorteil besteht darin, das man etwas mehr Variationen dort einbauen kann, sowie nicht mehr so viele Zebrastreifen auf engstem Raum hat.
    Andererseits kann ich mir aber vorstellen, das Kinder dadurch zu mehr Kreativität beim Bauen verleitet werden.
    Für die kommenden Profibaumeister sicherlich ein Pluspunkt.

  28. Zuerst einmal weiss ich nicht, was ich davon halten soll. Es „könnte“ in jede Richtung gehen… „Bilder“ fehlen ja noch (offiziell).

    Aber halten wir uns mal an die „bekannten“ Fakten.

    Lego verabschiedet sich anscheinend jetzt ganz vom Konzept der „Grundplatte“ – nachdem in City/Creator etc. schon lange keine mehr enthalten sind, wird nun auch das „Relikt“ der Strasse umgemodelt (warum sind dann aber in der Winkelgasse 4 „halbe“ Grundplatten drin?).

    technische Umsetzung…

    Also eine 2-plates hohe Strassenfläche soll es sein? Auf den ersten Blick denke ich mal, dass das wahrscheinlich der gangbarste (einfachste) Weg ist um eien Strasse zu bauen.

    Also zwei Typen – eine „Gerade“ – sprich eine Plate mit Aussparungen für „Strassenmarkierungen“ – geschenkt – ich weiss jetzt nicht, das man da kritisieren sollte (wenn man das Konzept der „neuen“ Strasse akzeptiert hat!). Und zweitens eine – wenn ich das richtig lese – individualisiebare – Strassen-Platte. Heisst das man bekommt eine (begehrte?) 16×16-er Platte und Fliesen (inkl 6x6xer)? Oder ist der „Unterteil“ strassenplattenspezifisch??? Ich nehme an das Beispielbild ist insoferne „falsch“, als dass zwischen die 6×6 er eine 2×4 Fliese mit Mittelstreifen passen müsste.

    Mal sehen wie das in Realität aussieht. – ich weiss nicht, ob mich das sich ergebende unruhige Fugenmuster stört – andererseits da stehen dass Fahrzeuge etc. drauf – dann sieht man das nicht so deutlich.

    Ich „hoffe“ alles ist bedruckt, da ich hier die Gefahr sehe, dass man, wenn man klebt, das schief wird…

    Strassenbreite – hier sehe ich ein Problem: Die 32er Platte hat einen „Randstreifen“ von 6 Noppen Breite – damit verbleibt bisher eine Strassenbreite von 20 Noppen – damit verlieren wir „zumindest“ 4 Noppen – da wir jetzt neu auf 16-er Platten bauen – Der Randstreifen wurde bisher – von mir – für Strassenbeleuchtung, Ampeln, Verkehrszeichen, Bushaltestellen, Kioske etc. genutzt, das muss alles jetzt neu konzipiert werden- das führt eventuell zu weiterem Breiteverlust. Aber auch eine „volle“ 16-er breite bedeutet, dass jetzt pro Fahrbahn statt 10 (inklusive- Rand und Mittelstreifen) nur mehr 8 Noppen zur Verfügung stehen – das wird bei 6-Noppen-breiten Fahrzeugen ziemlich „eng“ (Überstehende Teile verstärken das „Problem“)

    Andererseits „gewinnt“ man pro alter Strassenplatte jetzt ein „halbes“ Modular. – Ich fürchte, dass „verliere ich aber gleich wieder, wenn ich Platz für das schaffe was bisher so am Strassenrand (sprich 6-Noppen-Breite) steht. – Mal sehen vielleicht kann man hier die Strassenlänge(breite) wenigstens „individualisieren“ – wie man „Kreuzungen, T-Stücke etc. einplanen kann wird man sehen, durch den „individualisierbaren“ Teil sehe ich dem aber optimistisch entgegen. Auch eine „alte“ 20-er Strassenbreite sollte man hinkriegen.

    Ich hab mir das neue City Set mal näher angesehen – zumindest das „Rathaus“ ist schon so gebaut, dass es mit einer „neuen“ Strasse eben abschließt – andererseits sind Gehwehge nicht meist etwas höher als Strassenniveau (das ergibt sich JETZT automatisch, wenn man den 6-Noppen breiten Rand einer Strassenplatte fliest… )

    Zum Preis einige Überlegungen:

    Eine 16x16er Platte kostet bei Lego etwas über 3 Euro

    In einer neuen Strassenpackung scheinen 4 16er drin zu sein – also rechnen wir mal „grob“ mit 12 €. Für eine der „Fliesenplatten“ scheinen wir zusätzliche Fliesen zu benötigen. Für den Mittelstreifen bzw. für die „Aussparungen“ an den 4 Kanten (2 pro Kante?).. das wären 4 für den Mittelstreifen und 8 für die Kanten (2×4 er Fliesen) also 2×12 (2x4er Fliesen bei Pick a Brick 22ct. (rd. 5,3€) (unbedruckt!)

    Für die restlichen zwei individualisierbaren Platten schätze ich jetzt zusätzlich 30 Teile je) (inklusiv des Zebrastreifens) – hab mich da in etwa an der Beispielplatte orientiert. Setzte ich da jetzt „nur“ 20ct pro Teil an sind das 2x30x0,2 =12€, Mehrkosten für Drucke nicht eingerechnet.

    Insgesamt bin ich dann auf: rd. 30 Euros – Was „Drucke“ mehr Kosten und ob wir gegenüber Pick a Brick „Rabatt“ bekommen (sollte sein) kann ich jetzt nicht realistisch einschätzen – aber „günstigstenfalls“ schätze ich dass eine 32×32 Fläche auf 25€ kommen dürfte…

    Zum Vergleich eine Zweierpackung Strassenplatten kommt auf 9,99, jetzt rechne ich noch dazu, dass ich den Randstreifen einer Gerade komplett Fliese (2x2er), dann mit PAB: rd. 6,7 pro „Gerader (beide Seiten) – also kommt eine „Gerade“ derzeit auf etwas unter 12 Euro.

    Tja….

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.