LEGO 75980 Harry Potter Attack on the Burrow im Review

Mit anschließendem Vergleich der Erstauflage von 2010

LEGO 75980 Harry Potter Attack on the Burrow im Review (Daniel Haedicke) - 1

Wie ich leidlich erfahren durfte, scheinen auch die neuen LEGO Harry Potter Sets wieder reißenden Absatz zu finden. Bei meinem letzten entspannten Besuch im Leipziger LEGO Store erzählte mir der Supervisor, dass innerhalb von 15 Minuten fast alles ausverkauft war – so auch der LEGO 75980 Harry Potter Fuchsbau, den ich mir eigentlich kaufen wollte. So blieb mir nur das Bestellen mit garantierter langer Wartezeit über den LEGO Online-Shop. Nachdem das Set nun eingetrudelt ist, möchte ich euch ein paar Worte zu dem Set schreiben.

Vorgeschichte

Wie bei meinen bisherigen Reviews zum LEGO Harry Potter 75968 Ligusterweg 4 und LEGO Harry Potter 75966 Raum der Wünsche möchte ich euch auch zum Fuchsbau (Burrow) ein paar Worte zur eigentlichen Geschichte, für alle Non-Harry-Potter-Kenner, nicht vorenthalten.

Das seltsam anmutende Haus ist die Herberge der Familie Weasley. Eigentlich ist es mal ein Schweinestall gewesen, der aber nach und nach ausgebaut wurde. Das klapprige Anwesen steht in der Grafschaft Devon und wird (angeblich) nur durch Magie zusammengehalten. In einem kleinen Schuppen bewahrt das Familienoberhaupt Arthur Weasley ein paar Muggel-Gegenstände auf. Dieser Schuppen ist bisher in keinem LEGO Set dabei gewesen. Gäste sind jederzeit willkommen, und so lernt auch Harry in den Sommerferien vor dem zweiten Schuljahr das Zuhause seines besten Freundes Ron Weasley kennen und bezeichnet es später als einen der schönsten Orte der Welt.

Fakten

  • Set-Nummer: 75980
  • Thema: Harry Potter
  • Bezeichnung: Attack on the Burrow (Angriff auf den Fuchsbau)
  • Teilezahl: 1.047
  • Minifiguren: 8 (plus die Eulen Hedwig und Errol)
  • Erhältlich seit: 01.06.2020
  • Empfohlenes Alter: 9+
  • UVP: 99,99 Euro
  • Preis pro Teil: 9,6 Cent

Die Verpackung

Die Box des Sets hat die Maße von 37,5 x 35 x 9 cm und ist damit in der Länge und Breite passenderweise genauso groß, wie der zehn Jahre alte Vorgänger. Das dunkelblaue Design ist an die aktuelle Serie angepasst. Etwas überraschend ist, dass bereits auf der Vorderseite auch die Rückseite des Gebäudes in einem kleinen Bild präsentiert wird. Die restlichen, detaillierten Bilder und Funktionen des Sets befinden sich dann, wie üblich, auf der anderen Seite der Box.

Auch alle acht enthaltenen Minifiguren sind bereits mit vollständigem Namen abgedruckt. Ebenso befinden sich die anderen Bezeichnungen des Sets seitlich an der Verpackung.

Der Inhalt und die Bauanleitung

Zum Öffnen der Box müssen an diesem Set lediglich zwei Klebestreifen durchtrennt werden. Dies ist sehr löblich. Die knapp über 1.000 Einzelsteine verteilen sich auf sieben nummerierte Knistertüten, sowie einen extra Beutel mit vier 8×16 noppenstarken Platten.

Eine klebegebundene Bauanleitung liegt ebenso bei, wie zwei Stickerbögen mit insgesamt 22 Abziehbildchen. Da war ich erst mal etwas schockiert, dass es doch so viele sind. Ein paar bedruckte (Standard-) Elemente gibt es aber auch, dazu später mehr. Schade, dass bei diesem exklusiven Set nicht noch ein bisschen mehr Hauch an exklusiv bedruckten Steinen vorhanden ist.

Der Aufbau selbst wird in über 261 Bauschritten auf fast 180 Seiten erklärt – stellt also auch für den kleinsten Zauberer kein Problem dar. Auch in dieser Ausgabe gibt es wieder den Hinweis auf die Begrenzte Verfügbarkeit der einzelnen Sets.

Die Minifiguren

Der Fuchsbau als solcher ist sicherlich für den ein oder anderen Fan schon interessant, aber noch interessanter wird es für die Minifiguren Sammler. Einige Figuren sind endlich wieder als Neuauflage erschienen, eine Figur ist sogar komplett neu. Doch der Reihe nach.

Starten wir mit den Bewohnern des Fuchsbaus – oder zumindest einem Teil der Familie Weasley. Ins Set geschafft haben es (von links nach rechts):

  • Arthur Weasley, das Familienoberhaupt. Er arbeitet im Zaubereiministerium und gehört auch dem Orden des Phönix an. Er sammelt Muggelgegenstände und hat den alten Ford Anglia so umgebaut, dass dieser fliegen und unsichtbar sein kann.
  • Molly Weasley, Hausfrau und Mutter von sieben Kindern. Sie strickt gern Pullover, was auch als Anspielung in diesem Set vorhanden ist.
  • Ronald „Ron“ Weasley, sechster Sohn der Familie und bester Freund von Hermine Granger und Harry Potter.
  • Ginny Weasley, jüngster Spross der Weasleys und das erste Mädchen seit Generationen.

Die weiteren Charaktere im Set sind (von links nach rechts):

  • Harry Potter, wer kennt ihn nicht.
  • Nymphadora Tonks, sie kann ihr Aussehen beliebig ändern (Metamorphmagus) und gehört ebenfalls dem Orden des Phönix an. Sie ist die Partnerin von Remus Lupin. Diese Minifigur ist erstmalig in einem LEGO Set enthalten.
  • Fenrir Greyback, er war Greifer von Lord Voldemort und hat die Fähigkeit, Menschen in Werwölfe zu verwandeln.
  • Bellatrix Lestrange, sie gehört der Gruppe der Todesser an und ist u.a. dafür verantwortlich, dass die Eltern von Neville Longbottom kein normales Leben mehr führen können (Folterfluch). Dafür wurde sie zu lebenslanger Haft in Askaban verurteilt, nach 14 Jahren aber durch andere Todesser befreit. Dies ist eigentlich der Grund, warum sie durch ihre lange Gefangenschaft sehr müde wirkt und dunkle Augenringe besitzt. Im letzten Teil der Harry Potter Saga stirbt Lestrange durch einen Fluch von Molly Weasley.

Alle Figuren erhalten ebenfalls einen Zauberstab. Zum Abschluss der Minifiguren noch einige Worte zu den Prints bzw. Designs der Figuren. Es gibt für mich eine große allgemeine Enttäuschung – bis auf die Hosenbeine von Greyback sind keine weiteren Unterteile der Figuren bedruckt. Gerade bei den Röcken von Molly und Bellatrix ist es bedauerlich, dass es Blanko-Steine ohne weitere Details sind. Warum? Vor zehn Jahren hat es LEGO deutlich besser gemacht, das zeigt der Vergleich am Ende des Reviews. Auch die Standard-Beine von Arthur passen nicht zum halb abgeschnittenen, doch recht schön bedruckten Oberteil. Beim Gesicht von Bellatrix wurde sich auch bei der Erstauflage deutlich mehr Mühe gegeben und ein optisch besseres Bild zur Figur geschaffen.

Im Vergleich zu den originalen Bildern aus den Filmen sieht man auch, dass die Figuren nicht alle das passende Outfit zur eigentlichen Szenerie tragen – Angriff auf den Fuchsbau! Die Outfits der Minifiguren sind eher an andere Szenen aus verschiedenen Filmen angelehnt.

Der Aufbau

Teil I

Doch genug zu den Minifiguren, kommen wir zum Fuchsbau und dieser wurde sehr gut umgesetzt, so viel sei schon mal gesagt. Begonnen wird mit einer Dreiteilung des Bodens. So lässt sich später das Gebäude besser öffnen und bespielen. Es entsteht ein Teil des Schweinestalls, samt rosa Schwein, wie wir es zuletzt auch bei der LEGO Ideas Pirates of Barracuda Bay (21322) schon gesehen haben. Auch ein Sessel und eine Couch entstehen bereits im Wohnzimmer.

Der Bau der Couch ist insofern interessant, als das diese sogar ein Kissen integriert hat. Nette Idee.

Eine ebenfalls nette Idee ist die Befestigung von zumindest einer der beiden beweglichen Bodenplatten. Diese wird nicht etwa durch Pins am Mittelstück des Bodens arretiert, sondern mit einer Noppe. Dies funktioniert tatsächlich ganz gut – leider haben die Designer es nur bei der einen Seite integriert, die andere Bodenplatte mit dem späteren Esstisch bleibt dagegen sehr leicht beweglich und hat keine Befestigung.

Nach und nach entstehen die Außenwände und ein bisschen Deko im Innenraum: Das Spülbecken mit den zahlreichen Wasserhähnen in der Küche und ein paar gemalte Bilder der Kinder an den Wänden (das gelbe Einhorn und der rote Drache).

Die Verzierungen auf den Wänden und den Fenstern sind, wie oben bereits gesehen, leider alles Sticker. So ein bedruckter Fachwerkstein, oder Buntglasfenster, wären sicherlich tolle und brauchbare Elemente für den ein oder anderen MOC’er gewesen.

Es gibt einige Szenen, in denen die Weasleys an ihrem Esstisch sitzen, so darf dieses wichtige Element natürlich auch in diesem Set nicht fehlen. Reich gedeckt und mit bunten Stühlen versehen kommt es dem Original doch schon sehr nah! Im Außenbereich beginnen bereits die ersten bunten Dachsteine ihren Weg in die Höhe zu nehmen.

Doch bevor es weiter in die Höhe geht, kommt erst noch der Kamin. Dieser spezielle Kamin gehört dem sogenannten „Flohnetzwerk“ an, der wie eine Art Portal funktioniert. Mit Hilfe von Flohpulver kann sich der jeweilige Zauberer zu einem anderen Kamin portieren lassen. Eine leuchtend grüne Flamme erscheint und man ist verschwunden.

Der Kamin wird anschließend in die Mitte des Gebäudes gesetzt. Wie man sieht, wird es schon sehr eng. Eine kleine Funktion beinhaltet der Kamin noch – mit Hilfe eines Zahnrades kann die Flamme von normal (neon orange) zum coolen neon grün gedreht werden.

Kleine Holzscheite liegen links vom Kamin. Die 1×1 runden Fliesen sind hierbei bedruckt! Die Bilder zeigen außerdem nochmal den Wechsel zwischen den Flammen, nachdem am Zahnrad gedreht wurde.

Ein wichtiges Detail fehlt nun aber noch – die Standuhr. Diese Uhr ist keine gewöhnliche Standuhr, sondern hat neun Zeiger, für jedes Familienmitglied einen. Jeder von ihnen zeigt an, wo sich derjenige gerade befindet – sei es z.B. in der Schule, zu Hause, in Gefahr oder im Gefängnis. Das bunte Design ist perfekt umgesetzt – so sah die Uhr vor dem Brand des Fuchsbaus aus. Danach wurde sie durch eine braune Version ersetzt.

Damit ist das Wohnzimmer auch vollendet und die Uhr hat ihren Platz eingenommen. Es wirkt nun noch zugestellter und voller, aber auch am original Filmset wird das dichte Chaos deutlich. Auch das orange Bücherregal hat seinen Platz erhalten und auf dem Bild erkennt man ebenfalls die oben genannten Zeichnungen der Kinder (am linken Bildrand).

Ab jetzt wird in die Höhe gebaut. Zuerst entsteht das Zimmer von Ginny Weasley. Sie ist Fan vom Quidditch-Team der Holyhead Harpies. Daher auch die grün gestreifte Bettdecke. Leider ist das Dunkelgrün des Stickers auf der 2×4 Fliese nicht annähernd das Gleiche, wie das der Steine. An der Wand hängt noch ein Poster der Weird Sisters, eine Rockband im Harry Potter Universum. Der kleine Raum wird anschließend auf das vorhandene Gebäude geklemmt.

Neben dem Raum wird am Dach weiter gewerkelt.

Nun wird die Schräge für die oberen Etagen vorbereitet. Dies wurde ganz simpel mit Scharnieren gelöst. Eine einfache, aber effektive Lösung, die später dem Gebäude die nötige Schiefe verleiht.

Teil II

Weiter geht es im nächsten Abschnitt mit dem oberen Stockwerk. Eine etwas wacklige Konstruktion sind die Stricknadeln – also die Zauberstäbe, die hierfür zweckentfremdet wurden. Gestrickt wird in diesem Fall ein neues blaues Kleidungsstück mit einem fetten W (natürlich für Weasley). Diese Stricknadeln können auch von alleine Stricken.

Ein weiteres, sehr schönes Detail (und auch leider ein Sticker) ist das Familienportrait der gesamten Familie vor den ägyptischen Pyramiden. Dieses Bild entsteht bei einem Besuch von Bill Weasley, der zu jener Zeit in Ägypten als Fluchbrecher arbeitet.

Neben dem Sessel ist auch noch ein Körbchen mit blauer Wolle, der Platz rechts daneben bleibt vorerst leer.

Darüber wird das Zimmer von Ron gebaut. Auch dieser erhält ein Bett, wie Ginny, mit seinem Lieblings Quidditch-Team, den Chudley Cannons. Anstatt eines Posters einer Pop-Sängerin oder sexy Schauspielerin hat Ron nochmals seine Liebe zu den Cannons an der Wand zu hängen. Was mir übrigens bei einigen der Sticker aufgefallen ist, die schlechte Auflösung der Drucke. Ich weiß nicht, ob es so gewollt ist, um in diesen Fall einen „gestrickten Charakter“ darzustellen, oder ob es einfach nur schlecht hergestellt ist. Ich glaube eher an Zweiteres.

Die Außenfassade erinnert in diesem Fall sehr an einen Brickhead, aber die Verwendung von SNOT (Studs Not On Top) wird bei vielen aktuellen Modellen immer beliebter als Bauweise. An die Noppen kommen dann Fliesen, wovon einige in Holzoptik bedruckt (!) sind. Ein kleines Geländer aus Skelett-Füßen entsteht, genauso wie ein Rundbogen über dem Fenster.

Jetzt erst, warum auch immer, wird der Raum unter Ron gefüllt – und zwar mit dem Ehebett der Weasleys. Hier kommen mal keine Abziehbilder als Decke zum Einsatz, sondern normale 2×2 Fliesen.

Zu guter Letzt noch der Dachabschluss und zwei Schornsteine. Eigentlich hat das Gebäude mindestens vier dieser Rauchabzüge, aber bei diesem Modell wurde sich auf zwei beschränkt. Die kleine Veranda darf ebenso nicht fehlen. Auch kommen nun die zwei Eulen zu ihrem Einsatz. Ich habe diese nicht extra bei den Minifiguren mit aufgeführt, da diese jeder kennen sollte. Hierbei handelt es sich um die neue weiße Version von Hedwig, der Eule von Harry, und eine braune Eule, die vermutlich Errol darstellt – die „Hauseule“ von den Weasleys. Eigentlich ist diese mehr grau, warum sie nun in diesem Set braun ist?!

Beide Gebäudeteile sind damit vollendet und können aufeinander gesetzt werden – ähnlich wie bei den modularen Gebäuden der Creator Expert Reihe, auf ein paar wenigen Noppen. So kann es immer wieder leichter auseinander gebaut und besser bespielt werden.

Das fertige Haus

Der Fuchsbau hat eine finale Größe von 34 cm in der Höhe, 22 cm in der Breite und 18 cm in der Tiefe.

Und hier noch einmal mit den Funktionen des Aufklappens.

Noch sind aber ein paar Steine übrig und diese werden für das unheimliche Flammeninferno zusammengesteckt – hier lautet wohl die Devise, weniger ist mehr. Eigentlich brennt das ganze Haus, und ein großer Feuerring ist um den Fuchsbau gelegt – aber hier muss eine 2×12 Platte als Feuerbrut ausreichen.

Der finale Abschluss – Feuerring bzw. Feuerplättchen mit Fuchsbau und den Minifiguren.

Am Ende bleiben, wie üblich, noch ein paar der Kleinteile übrig – auch einige der bedruckten Elemente, sowie die neon-farbenden Flammen.

Der Vergleich mit 4840

Wie auch schon bei meinem Review zum LEGO Harry Potter Ligusterweg 4 (75968) Set, bietet sich auch beim Fuchsbau ein kleiner Vergleich mit dem Vorgänger aus dem Jahr 2010 an. Die Verpackung hat, wie schon anfangs beschrieben, die identischen Maße zum aktuellen Set, ist nur etwas schmaler. Auch hier wurde mit Flammen in Photoshop nicht gespart. Die (nur) sechs enthaltenen Minifiguren sind auch hier auf der Unterseite bereits abgebildet – mit dazugehörigen Namen.

Sobald der alte Fuchsbau aufgebaut ist, fällt eines sofort auf, er ist deutlich schmächtiger und schmaler als das neue Modell. Auch die Flammendeko fällt mehr als bescheiden aus.

Im Grunddesign ähneln sich die Bauten. Es gibt verschiedene Zimmer der Kinder, die Küche, ein Essbereich und auch den Schweinestall.

Wenn man schlussendlich aber genauer schaut, stellt man schnell fest, dass die Ausstattung des alten Fuchsbaus deutlich spartanischer und nicht so detailgetreu ist. Es wirkt alles etwas spärlich und standardgemäß eingerichtet. Auch die große Standuhr ist eher eine normale Standuhr.

Auch die Zimmer der Kinder haben nur einfache Betten – irgendwie wie in einem Gefängnis, aber zumindest ein kleines Poster klebt an der Wand. Auch hier sei gesagt, dass fast alles Sticker sind. Selbst die Holzmaserungen auf den Brettern an der Außenfassade sind Sticker. Also auch damals durfte schon kräftig ge- und verklebt werden.

Direkter Minifiguren-Vergleich

So groß die Unterschiede zwischen den Gebäuden sind, so groß sind diese auch teilweise bei den Figuren. Liegt das alte Set im Häuservergleich deutlich hinter dem neuen Fuchsbau, so können – aus meiner Sicht – hier ganz klar die alten Figuren punkten.

Für alle Bilder gilt: links = neue Figur (2020) / rechts = alte Figur (2010)!

Die alte Harry Potter Frisur ist und bleibt seltsam, der Rest könnte aber auch heute ein Standard bei den Figuren sein.

Das Highlight ist und bleibt für mich die alte Molly Weasley. Der Druck auf dem Torso mit dem Übergang der Schürze auf das Beinelement ist grandios. Warum der Rock nicht bedruckt ist, bleibt mir wirklich ein Rätsel. Der alte Kopf mit den etwas längeren Haaren lässt sie zwar jünger wirken, als die neue Figur, gefällt mir persönlich aber auch besser.

Bei Arthur Weasley gilt ähnliches wie für die Harry Potter Figur. Beide Outfits sind ok. Auch wenn ich bei der neuen Figur den bereits erwähnten Torso-Druck seltsam finde, da die Taschen angeschnitten wirken, ohne Fortsetzung auf der Hose.

Bei Ginny Weasley gilt für mich das gleiche wie bei Molly – hier liegt die alte Figur klar vorn. Auch hier wurde die Hose noch bedruckt, was ein besseres Erscheinungsbild ergibt. Im Übrigen, was mir bei allen Figuren mit den orangen Haaren aufgefallen ist – die alten Haare sind einen Hauch dunkler. Hier wurde sicherlich auch mal die Farbzusammensetzung geändert.

Der nächste Kracher ist ganz klar Bellatrix Lestrange. Bei der alten Figur passt einfach alles. Tolle Prints (auch wenn die Hautfarbe auf dem Torso etwas zu dunkel geraten ist), aber allein der Rock ist eine Augenweide. Auch das Gesicht ist perfekt zur Figur abgestimmt. Die neue Bellatrix dagegen wirkt frisch und jung, und das nach 14 Jahren Gefangenschaft in Askaban. Über den neuen Rock ohne Print muss ich wohl nichts weiter sagen.

Der einzige Lichtblick ist tatsächlich Greyback. Hier gefällt mir zwar auch die alte Figur, die Neue ist aber in ihrer Gesamtheit doch etwas besser gelungen.

Bei den Eulen wurde Hedwig quasi lebendiger gestaltet – Errol dagegen hat vermutlich durch eine Mauser sein graues Federkleid gegen ein Braunes verloren. Ich denke, eine neue graue Eule hätte hier besser gepasst.

Mein Fazit

Ich denke, für jeden Harry Potter Fan ist auch der Fuchsbau ein Muss. Und auch jeder Sammler, der bisher keine Chance auf den alten Fuchsbau hatte, wird sich auf das neue Set stürzen. Das zeigen aktuell auch die Lieferengpässe des Sets bei LEGO im Online-Shop, sowie in den Brand Stores vor Ort.

Das Haus ist wirklich sehr gut umgesetzt. Mir gefallen die vielen Details, auch wenn es am Ende viele Sticker sind, das gesamte äußere Erscheinungsbild – alles ist auf die Filme abgestimmt. Ich finde, sehr viel besser kann es auf dieser Größe nicht gemacht werden. Das alte Set wirkt vom Aussehen dagegen fast fehl am Platz. Von den neuen Figuren bin ich aber im Großen und Ganzen enttäuscht. Hier punktet ganz klar das alte Set und ich bin froh, es in meiner Sammlung zu haben.

Da es dieses Set nur exklusiv bei LEGO und bei Smyths Toys geben wird, werden die Rabatte nicht allzu groß ausfallen. Allerdings bietet sich dieses Set optimal für einen Kauf in Verbindung mit spannenden GWP’s an, die es doch ab und an mal bei LEGO dazu gibt.

Stamm-Autor
  1. Für mich ist der Fuchsbau das bisherige Lego-Highlight des Jahres. Als großer Harry Potter Fan ein Muss und eine große Freude.
    Das Sticker dabei sind kann ich verschmerzen weil der Rest des Modells großartig ist. Der Kamin in der Mitte des Raumes ist sicherlich nicht ideal, aber besser da als ihn weg zu lassen, gerade in Anbetracht der Größe.
    Die Minifiguren sind großartig, gerade Mr. und Mrs. Weasley, welche auf Bricklink fies teuer geworden sind. Tonks ist großartig, sie zählt zu meinen Lieblingscharakteren.
    In einem Punkt lehne ich mich etwas aus dem Fenster: ich glaube bei der braunen Eule handelt es sich nicht um Errol. Dieser kam meines Wissens nach im 6. Teil nicht vor – weder in Film noch Buch. Ich denke es handelt sich um Pigwidgeon, Rons Eule. Im Film nicht erschienen, im Buch jedoch sehr wohl.
    Der Fuchsbau rundet die ohnehin schon perfekte Harry Potter Sommerwelle perfekt ab. Nun warten auf Winkelgasse und die Minifigurenserie.

  2. Sehr schönes Review! 🙂
    Echt schade, das mit den Figuren. Ich finde die in dieser Welle generell etwas weniger liebevoll gestaltet und hoffe deshalb umso mehr auf die kommende Sammelserie. Darin gibt es ja einige Überschneidungen, vielleicht war es also eine bewusste Entscheidung, die „Standardvarianten“ der Figuren etwas einfacher zu halten, damit die Sammelserie sich deutlicher absetzt.

  3. Ein sehr schönes und vor allem unglaublich detailliertes Set. Das geht fast in Richtung Modular Buildings. Besonders gefällt mir der massive Einsatz von verschiedenfarbigen Dachsteinen, hier hätte LEGO noch vor wenigen Jahren einfach drei Platten mit Scharnieren zusammengeklatscht und fertig.
    Die Figuren sind dagegen weitgehend eine Enttäuschung, verglichen mit den alten.

  4. Über das Set als HP-Set habt ihr ja schon gesprochen – Figuren – ich finde die neuen Molly und Arthur (trotz unbedruckter Unterteile) „besser“ Ginny alt hat mir besser gefallen.

    Bellatrix ja hier hätte das Unterteil durchaus bedruckt gehört aber „oben“ herum finde ich den neuen Teil besser, Fenrir ist in beiden Versionen super.

    Ich finde, dass sich das Set auch super zum Ausschlachten eignet – da sind so viele Tolle Teile drin… – habs auf der Wanted Liste fürs ausschlachten (dabei hilft es, dass viele Aufkleber statt Drucke dabei sind) – gebaut hab ichs schon und bin 100% zufrieden

    Ach ja – Bei Ron’s Bett habt ihr euch verbaut, die farbigen streifen sollten sich am Aufdruck fortsetzen und nicht „versetzt“ sein. 😉

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