LEGO 42113 Technic V-22 Osprey in der Kritik

LEGO soll Kooperation mit Boing und Bell stoppen. Protestaktionen vor LEGO Brand Stores in Berlin, Hamburg und Frankfurt.

LEGO 42113 Technic Osprey
LEGO 42113 Technic Osprey (Foto: TLG)

Die Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen, kurz DFG-VK, hat heute Vormittag mit „Love Bricks – Hate War“ eine Protestaktion gegen den Verkaufsstart des LEGO 42113 Technic V-22 Osprey Sets gestartet. Das Kipprotor-Transportflugzeug mit offizieller Lizenz von Bell und Boeing kommt Anfang August für 129,99 Euro (UVP) in den Handel. Sehr zur Freude vieler LEGO Technic Fans, auch die ersten Reviews zu der V-22 Osprey sind bereits online – und sehen durchaus vielversprechend aus.

LEGO soll Kooperation mit Boing und Bell stoppen

Das ganze Thema hat allerdings einen Haken, denn laut DFG-VK handelt es sich hierbei erstmals um ein Modell eines „in aktuellen Kriegen eingesetzten Militärvehikels“. Deshalb die Forderung der Friedensgesellschaft: LEGO soll die Kooperation mit den beiden Unternehmen unverzüglich beenden. Schließlich habe sich der dänische Spielwarenhersteller in seinen Unternehmenswerten selbst dazu verpflichtet.

Protestaktion vor dem LEGO Brand Store Berlin

Zum Auftakt der Protestaktion wollte der DFG-VK vor dem LEGO Brand Store in Berlin ein Zeichen setzen und öffentlichkeitswirksam auf das Ziel der Kampagne hinweisen. Nach knapp 30 Minuten war die Aktion allerdings schon wieder vorbei. Ein Kamera-Team von RTL hat ein paar Aufnahmen gemacht. Auch das aus LEGO Steinen gebaute Peace-Symbol hatte wohl keine Lust mehr und kippte einfach um.

Vielen Dank an Stefan für die Bilder! Weitere Protestaktionen sind laut DFG-VK-Webseite am 21. Juli um 10 Uhr vor dem LEGO Store in Hamburg sowie am 22. Juli um 13.30 Uhr vor dem LEGO Store in Frankfurt geplant.

Erste Reaktion von LEGO Deutschland

Auch LEGO Deutschland hat bereits mit einem Statement reagiert. Demnach habe man das LEGO 42113 Technic Bell Boing V-22 Osprey Set bezogen auf Einsätze bei Rettungsaktionen entwickelt. Man sei sich bewusst, dass das Flugzeug auch militärisch genutzt werde. In diesem Fall habe man sich nicht strikt an die eigenen Richtlinien und hohen Standards gehalten. Deshalb werde man die Pläne zum Verkaufsstart des Konstruktionssets am 01. August überprüfen.

Osprey nicht mehr im LEGO Online-Shop gelistet

Im deutschen LEGO Online-Shop ist der LEGO Technic Bell Boing V-22 Osprey derzeit nicht mehr gelistet. Ebenso in einigen europäischen Shops, die wir eben überprüft haben. In den diversen Online-Shops ist das Set allerdings noch gelistet und bestellbar. Die Frage ist, ob es zum Release auch ausgeliefert werden wird.

LEGO 42113 Technic V-22 Osprey in der Kritik (Michael Friedrichs) - 12

Meine Einschätzung

Da LEGO bereits im Vorfeld über die Kampagne der Friedensgesellschaft (unter anderem durch eine entsprechende Anfrage von der DFG-VK um eine Stellungnahme) und ggf. auch über die Protestaktionen vor den Brand Stores informiert war, kam das prompte Statement heute Morgen wenig überraschend. Auch der Inhalt war aus meiner Sicht ein wenig vorhersehbar.

Etwas zu prüfen, heißt in solchen Situationen nicht selten, sich in Ruhe eine Strategie zu überlegen. In diesem Fall geht es darum, wie man den Marktstart des LEGO Technic Sets gegenüber Kritikern „rechtfertigen“ kann. Zudem gehe ich davon aus, dass sich die Chef-Etage bei LEGO über die „Brisanz“ des Modells durchaus bewusst ist – und zwar von Anfang an. Es gibt zudem eine ganze Reihe an Beispielen in der LEGO Geschichte, in denen die Unternehmenswerte „auf die Probe“ gestellt wurden. Ich sag nur Indiana Jones und die Nazi-Soldaten, die Western und Indianer Sets, Piraten, und und und.

Ich denke nicht, dass die LEGO Gruppe den weltweiten Verkaufsstart des Technic-Modells stoppen wird, nur weil die DFG-VK in Deutschland ein Problem mit dem Osprey hat – und sicherlich wird man sich Gedanken machen zur weiteren Verwendung dieser Lizenz. Das war es dann aber auch schon.

Was ist eure Meinung zu diesem Thema? Unterstützt ihr die Protestaktion? Es gibt sogar eine Petition der Friedensgesellschaft dazu: Aber bislang haben aber nur 35 Leute (Stand 20. Juli, 13.25 Uhr) die Aktion mit ihrer Stimme unterstützt. Da geht sicherlich noch was – oder auch nicht.

  1. Es ist halt schon faszinierend das ein paar rote Hanseln aus DE etwas geschafft haben was bisher bei anderen Kritikpunkten nie gelang: Lego ist eingeknickt und hat das Set aus dem Shop genommen.

    Naja, ich hoffe ich bekomme mein Exemplar noch.

  2. Na, also man kann es auch übertreiben. Unimogs werden auch militärisch genutzt. Der Arocs ebenfalls. Der Defender – nun, das aktuelle Modell – (noch) nicht, war/ist bei vielen Eliteeinheiten weltweit im Einsatz. Einfach mal locker bleiben. Da finde ich persönlich ein Cowboy und Indianer – Thema wesentlich kritischer, da es sich hierbei um die Unterdrückung und nahezu Ausrottung einer gesamten Ethnie handelt.

    1. Deinunterschied beschreibst du aber in deinem Post selbst- „AUCH militärisch genutzt“. Die Osprey wird eben nur militärisch genutzt, es gibt keinerlei Pläne zu zivilen Versionen und die SAR Varianten CMV 22b und MV22b sind Modular, innerhalb relativ wenig Zeit zum Transporter Umrüstbar.

      Aber: Alle V-22 Varianten sind unbewaffnet und die Lizenz von Bell und Boeing hat auch auf dem zivilen Sektor Potential… Man stelle sich nur mal eine Bell 427 oder eine Bell 430 von Lego vor… <3

  3. 2 Leute sind keine Demo, sondern bedauerliche Einzelschicksale…immer wieder unglaublich wie besonders laute Kleingruppen versuchen der Masse der Menschen ihren Moralkodex aufzuzwingen…

    1. Ich frage mich wo diese Typen die Zeit dafür hernehmen…

      Aber vermutlich wird da auf Kosten des Steuerzahlers von einer Demo zu nächsten getingelt.

  4. “Das Kipprotor-Transportflugzeug mit offizieller Lizenz von Bell und Boeing kommt Anfang Juni für 129,99 Euro (UVP) in den Handel.“

    Da habt ihr einen Fehler.
    Die Osprey soll (hoffentlich kommt es nicht dazu) Anfang August in den Handel kommen.

      1. Ansichtssache .. Star Wars ist wie der Name schon sagt, ein Kampf zwischen Gut und Böse. Es gibt jede Menge Blaster, Kampfdroiden, etc. .. und die „Hoffnung“, dass die richtige Seite den Kampf gewinnt. Bleiben wir lieber beim LEGO Technic Modell.

        1. Sorry… Normalerweise finde ich deine/Ihre unparteiische Moderation ja lobenswert, aber dieser Post war Käse!
          Fiktion bleibt Fiktion, egal welche Kampfdroiden o.ä. angepriesen werden. Und zum Thema Krieg… Korrekt: es wird ein Kampf zwischen Gut und Böse beschrieben, kein Krieg.

          Und um regelkonform zu bleiben:
          Die Osprey in dem Zustand dient der Rettungs- nicht dem Kriegseinsatz. Also sind Proteste heillos überzogen!

          1. „Und zum Thema Krieg… Korrekt: es wird ein Kampf zwischen Gut und Böse beschrieben, kein Krieg.“

            Toll schöngeredet. Und es ist reiner Zufall das durch alle Epochen des SW-Universums dieser Konflikt in einem praktisch Dauerkriegszustand beschrieben wird?
            Wenn ein Franchise den Krieg bereits im Namen trägt sollte man auch dazu stehen. Ohne die Schlachtenorgie wäre es auch nur der halbe Spaß.

            1. Sehe das mit Star Wars genauso. Krieg bleibt Krieg. Und bedenkt man, dass es Lego nicht genug war, diese Spiwlzeuge nachzustellen, sondern, die Shooter mussten eben schießen können… traurig.

              Wenn es nur um expliziten Krieg ginge, könnte man auch Piraten weiter machen. Die basieren nicht auf historischen Kriegen. Jedes Kind spielt früher oder später Pirat und sucht Schätze (ohne den Missbrauchsaspekt der Geiseln etc)

              1. Du machst es Dir ja schön einfach, Echse. Wenn erst echte Menschen sterben müssen, sind Kriegsfilme und Videospiele ja halb so wild. Und die Indianer waren wohl auch keine Menschen.
                LEGO redet sich die Thematik seit Jahren schön, seien es die Kriege gegen die Indianer, gegen die Piraten, gegen die Nazis, gegen das Imperium oder gegen Thanos. Eine Osprey ist nur konsequent.

        2. Noch dazu ist es auch nur noch auf den ersten Blick gut gegen böse, da Sith und Jedi heute auch differenzierter dargestellt werden.

          Im alten Expanded Universe schuff Palpatine das ganze Imperium letztendlich auch dazu die Bedrohung durch die Vuuza Vong aufhalten zu können.

        3. Der Unterschied ist nur: In den Star-Wars-Filmem sterben fiktive Personen – in den Kriegen, in denen Militär eingesetzt wird, reale. Den Unterschied muss man sehen.

          Auch wenn ich hoffe das Lego niemals Panzer herstellt, halte ich das ganze hier ebenfalls für übertrieben – zumal der Hubschrauber weitestgehend als Transporter und im SAR-Bereich eingesetzt wird – also auch Zivil bei Katastrophen helfen kann.

  5. Ich wüsste nicht, wieso man ausgerechnet dort soviel Wind macht, denn wie bereits im Artikel beschrieben gibt es auch bei Lego viele Themenwelten mit Waffen und der Anwendung dieser. Alleine wenn man an Star Wars denkt.

    Das hat aber auch viel mit der Haltung des Konzerns zu tun, der sich einerseits moralisch so aufstellt, dass Militärsets keinen Einzug finden sollen, das aber andererseits selbst an allen Stellen wieder aufweicht. Schwieriges Thema, aber wenn ich mir die Osprey so anschaue eigentlich ziemlich überzogen. Da können sie echt froh sein, dass sie keine F18 oder A10 gebaut haben, das würde die Sache nur noch komplizierter machen.

    1. Bei einem Warzenschwein (A-10) das nur entwickelt wurde um Milchflaschengroße panzerbrechende Munition verschießen zu können ist die Sachlage eindeutig. Eine zivile Nutzung ist da ausgeschlossen.
      Die Osprey dagegen ist in der tat diskutabel.

  6. Ich habe die Petition unterschrieben, und werde am Mittwoch an der Protestaktion vorm Store in Frankfurt teilnehmen.

    Mir war und ist es seit Bekanntgabe des Sets unerklärlich, wie Lego 1. auf die Idee kommt, ein solches veröffentlichen zu wollen und wie das 2. mit ihren eigenen Werten vereinbar sein soll.

    Unfassbar, was man sich bei Lego dabei gedacht hat.

    “Demnach habe man das LEGO 42113 Technic Bell Boing V-22 Osprey Set bezogen auf Einsätze bei Rettungsaktionen entwickelt.“
    Das ist schlicht eine sehr schlechte Ausrede.
    Die Osprey gibt es schlicht in keiner zivilen Version.

      1. Es hat weniger etwas mit Gönnen zu tun als mit dem unbedingten Willen irgendwem seine subjektive Meinung aufzudrücken. Siehe Anti-Corona-Lockdown Demos, Tempolimit-Gegner usw. etc.!
        Und die Osprey ist im LEGO Umfeld ein Rettungs-Flugzeug.
        Mit ist es schleierhaft wie man sich bei einem solchen Set derartig echauffieren kann… Mitten am Tag, wo man eigentlich einer sozialversicherungspflichtigen Tätigkeit nachgehen sollte/könnte 😉

        1. Den letzten Satz kannst Du Dir sparen, Du schreibst auch mitten am Tag.

          Und Ja, auch ich habe ein Problem, wenn Lego Kriegsspielzeug herstellt.

          Star Wars ist zumindest ein fiktives Thema, hier geht es um ein Kriegsgerät, das aktuell in bewaffneten Konflikten eingesetzt wird. Indiana Jones war sicherlich auch grenzwertig, und ich gehe davon aus, dass die Nichtumsetzung von Western-Themen auch damit zu tun hat, dass diese jedenfalls einer historischen Einordnung bedürfen.

          Im Übrigen halte ich die Passage „nur weil die DFG-VK in Deutschland ein Problem mit dem Osprey hat“ im Text für reichlich einseitig. Die Organisation hat nur das aufgegriffen, was sicherlich auch viele andere Kunden entsetzt.

          1. Geht doch nicht ums schreiben sondern das die Aktivisten sich zu zweit vor den Laden stellen wenn andere Leute ihrer Arbeit nachgehen.

            Jetzt sind wir schon bei „entsetzt“…Generation Schneefloke lässt grüßen.

          2. In Deutschland mag das vielleicht so sein, in anderen Ländern sieht das sicherlich anders aus. Die meines Wissens letzte Protestaktion, bei der LEGO „eingeknickt“ ist, war von Greenpeace International und zog ein Ende der langjährigen Partnerschaft mit Shell mit sich. Rohöl ist aber weiterhin ein Bestandteil der LEGO Steine. Super Erfolg also. Worauf ich aber hinaus möchte: Nur weil die DFG-VK in Deutschland ein wenig rasselt und für ein paar Minuten mit drei Mann vor drei Stores auftaucht, wird die LEGO Gruppe sicherlich weltweit kein bereits produziertes LEGO Set zurückziehen. Auch wenn sie sich das wahrscheinlich leisten könnte. Es folgt eine gute Ausrede/Erklärung und das Versprechen, sich künftig genauer zu überlegen, welche (in diesem Fall technischen) Modelle sie herausbringt und mit wem als Lizenzpartner. Und die DFG-VK kann sich über ein wenig PR im Sommerloch freuen.

          3. Wenn dich ernsthaft „entsetzt“, dass Lego einen orangen Kipprotor-Hubschrauber als Modell rausbringt bei dem wohl fast kein Kind weiß, dass der Hubschrauber primär als Transporthubschrauber beim Militär eingesetzt wird, dann frage ich mich ernsthaft, wo für dich noch Steigerungsmöglichkeiten bei echten Problemen sind. Ich bin „schockiert“ über solche first world problems…

            1. Nun ja, jede Beschäftigung mit Lego ist wohl weitestgehend ein „first world“ Luxus und in dem Kontext steht mein Beitrag natürlich. Wo sich manchmal über Farbabweichungen und ähnliches aufgeregt wird, finde ich es weit ärgerlicher, wenn Kriegsspielzeug Einzug in die Lego-Welt hält. Insoweit sich der Ursprungsbeitrag darauf bezog, dass die Proteste zu Zeiten, wo viele andere arbeiten müssen, stattfanden, ist das immer noch eine denkbar schwache Argumentation. Zum Release der Krokodil standen weit mehr als zwei Leute zur besten Arbeitszeit vor dem Store, die sich auch alle eine halbe Stunde hatten frei schaufeln können, ohne dass sie sich anhören mussten, sie sollten doch besser arbeiten als sich Lego-Sets zu kaufen.

          4. Tempolimit-Gegner auf eine Stufe mit Lockdown-Gegnern zu stellen, ist aber schon mutig, gegen ein Tempolimit gibt es ja wenigstens objektive Argumente.

            1. Ok, ich steig ein (und hoffe, dass der Beitrag durch die Moderation kommt).
              Nenn mir ein einziges objektives Argument gegen ein Tempolimit! Negationen gelten nicht und der Zeitfaktor ist kein Argument.

        2. Nur so am Rande: Ich sehe eher dass die Tempolimit-Befürworter einem die Meinung aufdrücken wollen…obwohl es eben keine (nein sie gibt es nicht, es ist immer nur von „kann“ die Rede) Belege für eine garantierte Wirksamkeit gibt.

          Und bei der V22 kann es auch eine Verwendung in Katastrophenfälle geben.

    1. Den Verweis auf den „Search und Rescue“ Einsatz hat LEGO bereits auf der Spielwarenmesse in Nürnberg gemacht und hervorgehoben. Dafür spricht auch die Farbgebung des Modells. Meines Wissens nützt die US-Küstenwache die Osprey für die See-Not-Rettung.

      Allgemein hinkt die Argumentation etwas: Auch von Mercedes LKW Modellen, Land Rover, Volvo etc. gibt es militärische Versionen. Demnach sollte auch hier die Kooperation beendet werden?

      1. Der englische Wikipedia-Artikel, die da üblicherweise recht genau sind, weiß nichts von der US-Küstenwache als Nutzer.

        Detail am Rande, die US-Küstenwache ist formal Teil der Streitkräfte.

        1. Das Detail ist bekannt. Schau mal hier: https://www.secretprojects.co.uk/data/attachments/159/159957-e3d7d14492a5d37e489732466a6b305d.jpg

          Die Variante für die Küstenwache war lange in Diskussion, ging aber nie über Testflüge etc. hinaus. Dafür gibt es jede Menge US Coast Guard Versionen des V-22 Osprey im Modellbau. Siehe hier: https://www.youtube.com/watch?v=Fq6GkQT9Dks Und LEGO ist quasi nichts anderes als Modellbau, nur das die Modelle später nicht fliegen können wie in dem Video.

          1. Ich habe den Eindruck, dass du gerade das erste Mal nach „v-22 coast guard“ gegoogelt hast.

            Was die Modellbauer machen ist sehr beeindruckend, allerdings haben die auch keine „Kein-Militärgerät-Firmenpolitik“.

            1. LEGO hat diese Firmenpolitik schon länger, ist also per se nichts Neues. Bekannt dürfte aber auch sein, dass sich LEGO bisher bei einer Vielzahl an Sets nicht genau an diese Vorgabe gehalten hat und hält. Und dafür ist das Unternehmen auch immer wieder von Fans kritisiert worden – mit dem Hinweis, dass das Unternehmen in diesem Punkt ziemlich scheinheilig agiere. Und die Ausrede, Star Wars und Avengers seien schließlich fiktiv und gelten hier nicht, halt ich persönlich für falsch. „Laserwaffen“ etc. gibt es ja bereits, auch wenn sie teils noch experimentell sind. Die geplante Verwendung dieser „Kriegsgeräte“ dürfte mit Blick auf die entwickelten Unternehmen schnell klar sein.

    2. Immer mehr Menschen meinen, sie müssen der Allgemeinheit ihre Meinung aufzwingen. Muss das sein? Eines Tages werden wir wach und können nur noch aus dem Fenster schauen, weil alles verboten oder abgeschafft wurde, was irgendjemanden in irgendeiner Art und Weise gestört hat. Eine Entwicklung in Deutschland, die mir gar nicht gefällt. Ich schlage vor, du kaufst die das Set einfach nicht und kümmerst dich um deine eigene Welt!

    3. Die Aufregung ist übertrieben. Die Vorlage ist eine leicht bewaffnete Militärmaschine mit einer speziellen Antriebstechnik. Lego kommt es auf die Antriebstechnik an und hat daher eine Kooperation mit der Herstellerfirma geschlossen. Das Modell, das nun auf den Markt kommt, hat keine Bewaffnung. Man kann also sagen, dass das Modell nicht die Wirklichkeit darstellt, weil das Modell der Phantasie entspringt.
      Falls Lego hier vor ein paar Aktivisten einknickt, wäre das wirtschaftlich dämlich und zudem völlig inkonsequent. All die Beispiele, die es auch nicht hätte geben dürfen, wurden bereits genannt (Kooperation hin oder her)
      Die Aktivisten sollen das Set meinetwegen boykottieren.

    4. Die Bell V-22 ist, genau wie der UH-1 hierzulande bei der Bundeswehr, ein Mehrzwecktransporter, der tatsächlich auch als SAR-Hubschrauber, sprich als Rettungshubschrauber, Verwendung findet.

  7. Diese ominösen „Unternehmenswerte“ des Konzerns – wo kann man diese denn im Original (besser englisch/deutsch als dänisch) finden?

  8. Die 42025, glaube ich war es, ist doch auch vom Grund her eine militärische Entwicklung. Gab es da auch solche Anwandlungen? Ich finde das Set nicht bedenklich. Bin allerdings eh kein Technik Sammler und mich trifft eine Rücknahme des Set’s nicht so. Sollte es dazu kommen. Ich baue meine Modelle des Modells wegen und nicht weil es irgendwann mal militärische Zwecke hatte. Heikles Thema für den einen oder anderen.

  9. Ich kann den Protest verstehen, aber um wirklich was zu bewegen könnte Lego ja auch einen Teil des Erlöses für Kriegsopfer spenden. Davon, dass der Verkauf eingestellt wird gibt es nicht ein Opfer weniger.

  10. Ich glaub es gab auch mal einen Technik-Hubschrauber der dem Boeing CH-47 Chinook ziemlich ähnlich sah, da hat auch keiner was gesagt. Ansonsten kann ich den Post hier nur zustimmen, wenn man danach gehen würde, müsste man so einige Produkte aus dem Programm nehmen. Und angesichts der ingenieurische Leistung die diese Maschine hervorgebracht hat finde ich es durchaus vertretbar, dass man so ein Produkt auf den Markt bringt. Und natürlich muss man auf die eine Modellvariante hinweisen, die auch bewaffnet ist -.- (Anmerkung: zählt der Legokopf nicht als Marke von LEGO? Dann sollten die aufpassen nicht noch von LEGO verklagt zu werden 😀 )

    1. Selbst ein Chinook wird Zivil genutzt ( British Airways hatte zumindest mal 2 genau so wie Sea Kings und Super Pumas) während es auf dem gesamten Planeten nicht eine V22 gibt die nicht zumindest dem Militär angegliedert ist geschweige denn unbewaffnet. Flares zählen egal in welcher Form zur Bewaffnung. Von dem für die meisten pseudo Spezis hier unbekannten 7.62 Gattling, 360° Rotierbar unten am Bauch einer Osprey aka IDWS von BAE System reden wir erst gar nicht ist nämlich wunderbar einfach das zu unterschlagen weil kann man so schön überlesen. Und zwischen kann bzw. wird auch bspw. beim gejammer über Unimog und Co. und wird ausschliesslich militärisch genutzt klafft ein Himmelweiter Unterschied. Sollte man als Steuerzahler aber auch so wissen dass das mehrere Milliarden im Jahr im Staatshaushalt ausmacht. davon ab ist es ja nicht zufällig so das die AW 609 Tiltrotor die Zivil genutzt wird nicht in einer Co Op Variante mit Bell existiert und sogar in exakt der Potthässlichen grau orange Farbgebung SAR in Italien fliegt. Wäre also wunderbar gegangen statt das Bell Hurra Japan war blöd genug uns wieder V22 Osprey abzunehmen Gedächtnis Modell

  11. Ich persönlich finde das Set hässlich und hätte es mir deswegen nicht gekauft. Aber jetzt LEGO wegen diesem Set an den Pranger zu stellen ist schon Heuchelei. In den LEGO Produkten gibt es auch so genügend Waffen. Wieso wird nicht gegen Cobi und ihre Produkte demonstriert? Nicht zu vergessen der ganze Plastikmodellbau mit Panzern, Kanonen, Schiffen und Flugzeugen mit meist militärischen Hintergrund. Oder der Flugmodellbau mit fliegenden Modellen. Hier wird wieder einmal LEGO für Propaganda missbraucht. Das erinnert mich ein bisschen an die Kampagne gegen ein SW Set das angeblich ein Modell der Hagia Sophia gewesen sein sollte.

    1. Weil diese Unternehmen in ihren „Firmenwerten“ nicht davon sprechen, keine Modelle auf Basis von Kriegsgeräten zu vertreiben. Bietet sich also an, hier eine Kampagne zu fahren bei dieser aktuellen Steilvorlage von LEGO.

    2. Ich zum Beispiel habe – unter anderem – deswegen wenig Interesse mich überhaupt mit Cobi zu beschäftigen, weil sie das ganze Kriegszeug im Angebot haben. Lego vertritt eben eine andere Philosophie, die sich ja auch in ihren Grundsätzen dokumentiert haben, und wenn sie dagegen verstoßen verdient das auch Kritik. Andere Unternehmen haben solche Grundsätze nicht und verkaufen eben Kriegsspielzeug, was ja nicht verboten ist, aber damit werden sie dann eben gewisse Kundengruppen nicht gewinnen.

      1. Und sonst? E-Auto und ausschließlich Bio-Fleisch?! Nicht persönlich nehmen, mir geht es nur darum, das es deutlich sinnvollere Themen gibt, um einem ausgeprägten Moralverständnis Taten folgen zu lassen!

        1. Es dreht sich einzig darum, dass Lego sich nun an den selbst aufgestellten Regeln messen lassen muss und wie glaubwürdig Lego damit umgeht.

          E-Autos und Bio-Fleisch kommen in den formulierten Werten nicht vor.

          1. Es geht um Moral und dass Leute ihre eigenen Moralvorstellungen bzgl. Kriegsspielzeug als so wichtig ansehen, dass man anderen vorschreiben will, was sie kaufen können und was nicht. Wenn man so anfängt, muss man nach meinem Verständnis auch in so wichtigen Bereichen wie Umwelt und Tierwohl moralisch ganz weit vorne unterwegs sein…

  12. Also ich bin zu dem Thema Krieg in Spielzeugen / Sammelobjekten ja eher neutral eingestellt. Wer es mag kauft es, der Rest lässt es halt.
    Aber wenn man die Meinung vertritt, dass das ein Problem ist, hätte man meiner Meinung nach spätestens bei dem Hovertank von Rogue One schon ein Problem haben müssen. Dieser ist nämlich nicht wie bspw. ein AT-ST oder AT-AT ein fiktionales Kriegsgerät sondern ganz eindeutig einfach ein Panzer, der genauso wie der jetzt umstrittene Hubschrauber, ein aktuelles real eingesetztes Kriegsgerät ist.

  13. Also ich finde die Aktion doof und werde mir das Set auf alle Fälle kaufen – hauptsächlich wegen den „Powerfunctions“ .
    Hoffentlich wird es das Set dann auch noch geben und es wird durch diese „doofen“ Aktion nicht unnötig teurer.
    Aber ich bastel ja auch die komplette DAK Serie des polnischen Klemmbaustein Herstellers. 😉

  14. Entgegen der Meinung vieler Kommentier dieses Beitrages ist eine Osprey ein rein militärisches Flugzeug. Beispielsweise Unimogs gibt es in zig Varianten.

  15. Entgegen der Meinung vieler Kommentierer dieses Beitrages ist eine Osprey ein rein militärisches Flugzeug. Beispielsweise Unimogs gibt es in zig Varianten. Wenn es nach mir ginge, gäbe es auch kein Star Wars etc..

    1. Zum Glück ist das ja nicht der Fall 😉
      Ach ja… Mir ist noch was eingefallen: Menschen töten Menschen!
      Und solange es niemand schafft, aus dem LEGO Modell eine funktionierende Waffe zu bauen, wird diese Osprey sicher kein Kriegsgerät werden 🙂

      Und schreiben kann ich im Home Office sehr wohl… Nur sieht mich einer vor nem Store bei einer (2 Mann) Demo, würde ich sicher etwas zu hören bekommen.

    2. @Enesco Zum Glück hast Du nichts zu entscheiden und kannst in Deiner Flower Power bzw. Friede, Freude, Eierkuchenwelt weiterleben. Wenn es nach Dir gehen würde, würde es von Lego wohl max. Friends und Trolls Sets geben. Super Mario würde auch nicht gehen, weil da machst Du ja auch Gegner platt.

      Kein Star Wars, was für ein Schwachsinn.

      Eigentlich es es egal was ein Model darstellt. Wenn Kinder Krieg spielen wollen, spielen sie Krieg. Dann wird ein Set etwas umgebaut und dann passt es. Das muss kein 1:1 Hintergrund haben.

      Jedes Model ist das, was einer draus macht!!!

      Ich finde die Schiffsmodelle von Cobi Mega. Aber nicht weil es Kriegsschiffe sind (außer die Titanic), sondern weil ich von der Technik, dem Aussehen, etc. fasziniert bin.

      Wenn es nach Dir gehen würde, würde es wohl auch kein WoWs oder WoT oder EfT oder ähnliche Computerspiele geben.

      Komm mal wieder auf den Boden der Tatsachen zurück und lass die Kirche im Dorf.

    3. Na, nu is aber mal gut. Man kann Star Wars mögen, kann es aber auch nicht tun. Aber im Gegensatz zur V-22 ist Star Wars rein fiktiv. Und zu einem Klonkrieger gehört nun mal auch ein Blaster. Ich persönlich bin bislang noch keinem B-1 Kampfdroiden begegnet. Du?

  16. Ich finde es nicht schlimm, auch wenn es ein Kriegsflugzeug mal war…
    Da Lego keine Waffen angebaut hat und es als Rettungsflugzeug kenzeichnet und benennt, finde ich es ein tolles Modell.
    Die Farben sind toll gewählt, ähnlich wie in der Lego City Welt.
    Andere Klemmbausteinhersteller stellen Kriegflugzeuge, Panzer etc. her, da sieht man keine „DEMOs“ und jetzt weil es dieses Flugzeug nicht in zivilen Einsätzen gibt so einen Terz zu machen????
    Und es wird einige geben, die es dann als Kriegsflugzeug umbauen werden, weil Sie es so haben möchten, Ihre eigenen Dioramen erstellen etc.
    Unter solchen Internetseiten liest man auch nichts von Demos usw.
    Mein Sohn findet es toll und hat keine Ahnung, das es sich mal um ein Kriegsflugzeug handelt und desweiteren, denke ich, das es eh etwas für AFOLs ist und nicht oft auf einem Kinderzimmer Teppich steht und „bespielt“ wird.

  17. Ich finde die Aktion echt übertrieben! Da war keine einzige Waffe an dem Flugzeug und steht sogar Rescue drauf, also was soll das? Und wenn hier gesagt wird, ja es geht bei Star Wars um Gut gegen das Böse, dann sollten die auch kein DC und Marvel Set mehr herstellen, da gibt es auch Waffen. Sogar bei Harry Potter geht es um Gut gegen Böse.
    Man kann es auch echt übertreiben!

  18. mh… wenn LEGO Kooperationen mit „Waffenherstellern“ wie Boeing beenden soll wären zukünftig bei LEGO keine Modell denkbar wie bei Mitbewerbern z.B. Cobi 26602 (Boeing 777x) oder um bei LEGO zu bleiben eine (hübschere) Neuauflage der 10177 (Boeing 787)etc. Also das ganze greift eindeutig zu weit. Auch BELL baut so weit ich weiß auch für den Zivilmarkt und ist somit kein reiner „Rüstungskonzern“.

    Eine Forderung nur die Osprey zu Unterlassen kann ich vielleicht noch nachvollziehen, aber ganze Kooperationen mit Unternehmen die „auch was mit Waffen“ machen? Dann hätte man auch gegen den Arocs protestieren können > es gibt eine militärische Version und VW? etc… Dieser Hubschrauber oder Kipprotor irgendwas ist Zivil nutzbar, und LEGO interpretiert eine zivile Nutzung die vielleicht ja in Zukunft auch noch im „Reallife“ kommen kann. Meinem Kind kann ich erklären das es da gerade einen Rettungshubschrauber zusammensteckt. Fertig. Es geht letzten Endes primär um das Modell welches vom Spielwarenhersteller hergestellt wird und nicht um die Inspiration in ihrer aktuellen Form. Wenn ich mich von nichts mehr inspirieren lassen darf was man auch militärisch nutzen kann… oje…

  19. Diesmal wird der Lizenzwahn von Lego zum Bumerang. Hätten die das Ding als generisches Kipprotorflugzeug rausgebracht, so wie damals den Doppelrotor Hubschrauber, hätte sich wohl kaum jemand dran gestoßen. Nicht mal diese Berufsprotestler. Aber durch die Lizenz und den Namen lässt sich der Bezug auf das (militärische) Fluggerät nicht leugnen. Dazu noch dieser selbst auferlegte Moralkodex. Diese Gemengelage musste geradezu solche Reaktionen hervorrufen. Gerade in der heutigen Zeit, wo ja alles auf die Goldwaage gelegt wird.

  20. Diese Konversationen sind ja übelst. Bliebe man beim Set und bei den Fakten erübrigen sich dreiviertel der Kommentare hier. Drum streiten braucht man auch nicht, denke ich. Fakt ist, Legos Philosophie bedeutet kein Kriegsspielzeug herzustellen und wie bereits oft korrekt erwähnt, in der Realität ist die v-22 nur militärisch eingesetzt. Das ist paradox. Punkt. Jetzt noch meine Meinung: Die Kooperation mit Bell und Boeing stelle ich nicht in Frage. Dass Lego aber den Umweg geht, die Lizenz zu nutzen und dann ein bis dato fiktives Modell rausbringt ist Quatsch. Technisch finde ich den Flieger und den Bausatz cool.

  21. Ich bin selber Grünen Wähler. Ich bin gegen unnötige Gewalt und Krieg. Ich diskutiere regelmäßig mit AfDlern und hoffe sie umzustimmen. Aber hier haben einige Linke, zu denen ich mich wie gesagt selber auch zähle, über das Ziel hinausgeschossen. Das Flugzeug (strenggenommen kein Hubschrauber) hat nichts militärisches äußerlich an sich. Es gibt keine Waffen, es gibt keine Fakesoldaten an Bord. Nichts. Klar es wird fast nur militärisch verwendet, aber das Aussehen ist sehr harmlos.
    Der Gesellschaft geht es ja auch darum, dass man nicht mit Kriegsspielzeug spielt. Aber warum kritisiert man denn nicht, dass Lego immer noch Waffen und Kanonen produziert oder Themen in Angebot haben, bei denen es sich hauptsächlich um Krieg und Auseinandersetzung mit Gewalt handelt. Bspw. ist Ninjago ziemlich martialisch und Star Wars ist auch nicht gerade freundlich.
    Und jetzt kann man sagen, ja da geht es um Gut und Böse. Ja tolles Argument, dass sagten die Amerikaner bei Afghanistan und dem Irak auch.

    In meine Augen ist die Kritik hier fehl am Platze. Nicht eineinziges Kind, wird durch diesen Hubschrauber militarisiert werden. Das tun denn sowieso eher Ego Shooter wie Battlefield oder CoD.

    1. „Das tun denn sowieso eher Ego Shooter wie Battlefield oder CoD.“

      Ach ja, mal wieder die alte Leier vom bösen bösen Killerspiel…. aber was will man von einem Grünen-Wähler schon erwarten.

      1. Zugegeben, ich habe mich da unglücklich ausgedrückt. Wenn Kinder militarisiert werden, dann eher durch solche Spiele als dem Hubschrauber. Ich spiele selber außerdem auch diese Spiele, kann als Erwachsener aber differenzieren, was da vor sich geht. Ich denke, der durchschnittliche 12-jährige kann das noch nicht so begreifen, was da passiert und wie er es einordnen soll. Deshalb bin ich aber auch der Meinung, dass Eltern wissen müssen, was sie für ihre Kinder kaufen. Manch ein 12-jähriger kann das vielleicht doch und wenn nicht, muss man ihm das Spiel entziehen.

        1. Wenn 12-jährige nicht altersgerechte Spiele in die Finger bekommen und ausgiebig spielen, ist das kaum das Problem der Hersteller oder des Genres. Hier versagen Eltern bei ihrem Erziehungsauftrag.

          Davon ab ist es ja nun lang und umfänglich genug belegt, dass man durch solche Spiele nicht zum Gewalttäter wird. Und es hat auch nichts mit dem Thema zu tun, ob Lego mit Doppelmoral unterwegs ist. Es gab ja auch schon den Roten Baron, die Sopwith Camel etc.

          1. @Kepheus: Bin ich größtenteils völlig bei dir. Genau diesen verantwortlichen Konsum möchte ich bei Lego auch. Sprich, wenn Eltern ihren Kindern den V22 kaufen, muss das ihre Entscheidung sein. Sie müssen wissen, ob es gerechtfertigt ist.
            Den einzigen Kritikpunkt, und da ist Lego auch dämlich, weil es das schon gibt, ist das ie keine +18 raufgeschrieben haben.

            Zu den Computerspielen ja man wird dadurch kein Gewalttäter, dass ist mir klar und darum ging es mir nicht. Mir ging es eher darum, dass diese Spiele einen Hurra-Patriotismus verbreiten mit dem man in den Krieg zieht. CoD bspw. ist das sehr amerikanisch und pathetisch. Die Frage ist die, ob Kinder so etwas einordnen können.

      2. Mal die Kirche im Dorf lassen.
        Das hat nichts mit Grünen Wähler zu tun.

        Ich bin Soldat und trotzdem Grün-Wähler… Und jetzt?

        Immer dieses Schubladendenken…

  22. Ich kaufe das Modell nicht, weil über die Lizenz Waffenhersteller Geld verdienen. Sowas will ich nicht unterstützen( mach ich auch bei anderen Waffenherstellern so, auch wenn das eigentliche Modell zivil ist). Aber die Rücknahme des Sets zu fordern ist lächerlich…
    Das Lego das Technik Modell baut ist aufgrund der faszinierenden Technik absolut nachvollziehbar. Außerdem ist das Modell offensichtlich nicht-millitärisch (auch wenn nur Millitärische Versionen in echt exsistieren, kann es trozdem ein Modell von nicht in Produktion gegangen (civilen) Modellen sein bzw ist es das)
    Es handelt sich hier um ein Modell nicht um Realität da ist doch immernoch ein klarer Unterschied.
    So würde ich nie für einen realen Waffenhersteller arbeiten, ein Modell eines Panzers aus Lego trozdem kaufen(wenn keine Lizenz mehr drauf ist) – einfach weil die Technik dahinter faszinierend. Und dass das nutzen dieser Gerätschafften zum töten grob bescheuert ändert doch nichts an der Faszination.

  23. Wie erzielt man als unbeachtete Organisation maximale Aufmerksamkeit? Indem man sich bekannte Firmen wie Lego raussucht und diese kritisiert. Warum wurden nicht schon längst Lego Sets kritisiert, in denen Waffen (-modelle) vorkommen (Blaster, etc.)?
    Cobi wird nicht angegangen, weil dass keinen interessieren würde und eher noch Werbung wäre.
    Und das Lego mit dem Modell den Krieg fördert, ich kann´s mir nicht vorstellen. Da gäbe es ganz andere Firmen, gegen die man demonstrieren könnte.
    Alles Effekthascherei.

  24. Lächerlich. Wirklich. Starwars ist seit Jahren nunmehr auch für Kinder gedacht. Nach den jüngsten Bekloppten Statements müsste Lego dann ja auch Polizei aus dem Sortiment nehmen. Bei Ninjago wird mit Säbeln rumgefuchtelt und eine 1000 jährige Kampfkunst bespasst. Manche Leute haben echt zu viel Langeweile. Die können sich ja alle Friends Kaufen

  25. Dazu kommt: die Osprey selbst ist unbewaffnet, wird militärisch nirgends mit orangener Lackierung genutzt und kann genau so gut im zivilen genutzt werden. Hier wird eigentlich seitens Lego ein militärisches Objekt „zivilisiert“.

  26. also ist ja nicht s
    o, dass lego schon des öfteren sowas gemacht hat:
    42066 Air Race Jet- sieht auch aus wie ne f35 (ein Kampfflugzeug)
    31039 Power Jet- sieht auch ziemlich ähnlich nach einem aktuellen Flugzeug aus
    5892 auch

  27. Ob nun militärisch oder nicht, man kann nicht leugnen, dass die Osprey eines der interessantesten Fluggeräte ist, die jemals in die Luft gebracht wurden.
    In diesem Sinne finde ich die Umsetzung als Technic-Set eigentlich sehr gelungen.

    Auch im Rahmen des Militärs muss man meiner Ansicht nach auch den Einsatzzweck differenzieren.
    Die Osprey ist in erster Linie ein Transporter und kein Waffenträger.
    Damit ist sie meiner Meinung nach auch kein direktes Kriegsgerät, da sie auch für nicht-kriegerische (oder gar zivile) Einsätze eingesetzt werden kann.
    Damit wäre sie also gleichzusetzen wie ein LKW oder ein normaler Hubschrauber, und damit meiner Ansicht nach als Set in Ordnung.

    Was die Kooperation mit Bell/Boeing betrifft, niemand weiß, ob da tatsächlich Gelder geflossen sind.
    Die Lizenzierung könnte also auch einfach nur so ausgesehen haben, dass Lego gefragt hat, ob sie Formgebung und Namen verwenden dürfen, und Bell hat sein Einverständnis gegeben.
    Nicht alles muss immer so wie bei Disney ablaufen, die prinzipiell 10% des Verkaufspreises für sich einfordern.

    Aber selbst wenn Lizenzgelder geflossen sind, was glaubt ihr wohl, wie hoch die für einen milliardenschweren Flugzeugbauer ausfallen?
    Durch solche Lizenzgelder wird nicht ein militärisches Gerät gefördert, und wenn Lego wegen der Kooperation den Verkauf des Sets stoppt, wird dadurch nicht ein militärisches Gerät weniger gebaut.

    Meiner Ansicht nach ist da also vieles von dem, was da derzeit als Argument verwendet wird, an den Haaren herbeigezogen.

    Und der Vergleich mit Star Wars, mal im Ernst, aber das ist absoluter Quatsch.
    Star Wars ist ein Space-Märchen, ein unrealistisches Szenario mit unrealistischen Waffen, und die Menschen die in den Filmen getötet wurden, waren allesamt nur Schauspieler, die sich theatralisch auf den Boden geworfen haben.
    Nichts davon hat etwas mit einem realen Krieg zu tun, und nichts davon wird jemals so passieren.

    Um es mal klarzustellen, ich bin gegen jegliche kriegerische Inhalte in Lego-Sets.
    Das bedeutet für mich den Bau von Kriegswaffen (Flugabwehrkanonen, Panzer etc.) oder die Darstellung von Kriegsszenarien (Militärfiguren in Kampfhandlungen in Szene gesetzt), aber ein Transportvehikel, das noch dazu in einer entmilitarisierten Version dargestellt wird, gehört für mich da nicht dazu.

    Ich halte die Osprey für eines der interessantesten Technic-Sets der letzten Jahre, und fände es schade, wenn der Marktstart abgesagt wird.

  28. Wie dumm ist eigentlich die Menschheit?????? Lego hat auch schon Kampfjets raus gebracht wie z.b. die 4953 oder 5892. Die sollen dieses set einfach veröffentlichen. Ich z.b.hab mich extrem auf das set gefreut da sie eine meiner lieblings fligzeuge ist.

  29. Ich möchte mich auch mal zu wort melden. Ich als jemand der begeistert von Flugzeugen ist. Für mich ist die Kombination aus Flugzeug und Helikopter einfach cool.

    Ich weiß noch als Kind gab es ein ähnliches Model noch mit Bionicle Waffen als Rotorblätter welches ich leider nie bekommen habe(8434 Aircraft).

    Als ich dann von einem Kooperations-Model mit dem Hersteller gehört habe war ich begeistert endlich einen „Neuauflage“ des Models zu bekommen welches nicht einfach etwas Ausgedachtes ist sondern auch etwas aus der Realität darstellt.

    Die ersten Bilder sahen vielversprechend aus. Original getreue Funktionen,
    erinnert sofort an das Original, gute Farbgestaltung. Ich fände es
    schade wenn diese Set nicht auf den Markt kommt.

    Ich geben zu das LEGO da wirklich gegen seine eigenen Regeln verstoßen hat.
    Aber ich muss sagen, dass mir bei (Bell Boeing V-22) Osprey
    ein Transport „Flugzeug“ in den Kopf kommt und kein Militär Fahrzueg/Flugzeug/Helikopter.

    Mal sehen was LEGO dazu sagen wird. Vielleicht gibt es ja eine gut begründete Erklärung.

  30. Krieg ist Krieg. Man kann ihn befürworten oder ablehnen. Es gibt keine neutrale Meinung. Ich bin sehr froh, dass unsere Gesellschaft Dinge kritisch hinterfragt. Wir entwickeln uns fort. Wir spielen nicht mehr Cowboy und Indianer, essen keine N…Küsse und Pumuckl mit Bier ist auch unvorstellbar. Es war OK in den 80ern, aber wir entwickeln uns und das ist gut so. Ich finde es toll, dass auch Lego als großes gewinnorientiertes Unternehmen die Fähigkeit besitzt eigene Entscheidungen zu hinterfragen und evtl. auch zu korrigieren.

    1. „Es gibt keine neutrale Meinung.“
      Falsch. Und jetzt?

      „dass auch Lego als großes gewinnorientiertes Unternehmen die Fähigkeit besitzt eigene Entscheidungen zu hinterfragen“
      Sicher, da liegt aber auch ein Teil des Problems: Über wie viele Instanzen und unterschiedliche fachliche Ansprechpartner geht wohl eine Entscheidung für ein solches Set? Wir werden natürlich nie erfahren, ob es Bedenken im Vorfeld gab, gegen die (aus welchen Gründen auch immer) entschieden wurde.

  31. Let’s put some pressure on LEGO.
    If they cancel this set I will vow to buy knock-offs from China instead of sets from LEGO for the rest of the year.
    MONEY TALKS!

    1. Das wird sie in Billund sicher schwer beeindrucken. Vor allem: was hat das mit dem ursächlichen Problem zu tun, dass Lego sich nicht an seine selbstgegebenen Standards gehalten hat?

  32. Ich möchte auch gerne dazu was sagen. Hier wird geredet, dass Lego seine Prinzipien verletzt, eine kleine Gruppe gegen einen großen Konzern vorgeht usw. In den verschiedenen Blogs werden dadurch beide Parteien in Schutz genommen.
    Und was mich wundert, dass hier immer von den Prinzipien und Richtlinien seitens Lego geschrieben wird. Ich weiß nicht, wer von den Millionen Lego-Käufern (Eltern oder Kinder) auf der Welt diese Prinzipien oder Richtlinien kennen, dass Lego keine „Partnerschaft“ mit militärisch-verbundenen Konzernen eingehen will.
    Ich bin mir auch nicht sicher, ob der Großteil der Käufer überhaupt weiß, was dieses Flugzeug überhaupt ist oder für was es eingesetzt wird.
    Hier wird auch so getan, als ob die Meinung, die in den verschiedenen Blogs vorherrscht, auch für die große Gesamtheit der Lego-Käufer gilt.
    Ich habe als Kind (dürfte um die 10-13 alt gewesen sein), nachdem ich das erste Mal die Technik-Ketten bekommen habe, die ersten Panzer nachgebaut und ich an den Bausätzen eines anderen „Modellherstellers“ orientiert. Und hätte mich gefreut, wenn es so ein Set auch mal von Lego gegeben hätte.
    Ich weiß auch nicht, ob es meinen Eltern bewusst gewesen wäre, dass sie – wenn Lego militärische Sets kreiert und hergestellt hätten – damit Konzerne unterstützen, die ebenfalls in der Militärbranche tätig sind. Und damit komme ich wieder zum dem vorhin genannten Punkt, ob den meisten überhaupt bewusst ist, welches Set mit welchem Hintergrund sie da überhaupt kaufen oder ob sie die Prinzipien kennen.
    Für mich persönlich ist es egal, ich mag Lego, mag die Technic-Reihe, aber dieses Flugzeug wäre aus Platzgründen nicht bei mir ins Regal gekommen. Und wenn ich diese Artikel nicht gelesen hätte, hätte ich auch nicht gewusst, dass es was rein militärisches sein soll (auch wenn anders dargestellt).
    Irgendwo wurde genannt, dass die US-Küstenwache auch solche Flugzeuge hat, die Küstenwache allerdings den Streitkräften unterstellt ist. Ist es deswegen gleich militärisch?

    Es wurde schon genannt: heutzutage wird aus jeder Mücke gleich ein Elefant draus gemacht, nur damit man politisch korrekt sein muss.

  33. Ich freu mich schon. Die orangenen Teile gegen grün (z.B.) vom Defender ausgetauscht und dann ab auf’s Schlachtfeld im Kinderzimmer. Wenn ich manche Kommentare hier so lese, hört es sich ja fast so an, als wenn es halbautomatische Waffen als GWP zu dem Modell gibt. Wir reden hier immer noch von einem Modellspielzeug, bei dem jeder mündige Mensch selbst entscheiden kann, ob er es kauft oder nicht.

  34. Ich würde an der Stelle mal auf das neue Video der Brickstory

    https://www.youtube.com/watch?v=fBJuBMIzjAI

    Was das große Problem ist, ist das dass die Gelder der Lizenzen an eine Rüstungsfirma gehen und das nicht mit der Firmenpolitik von Lego passt und für einen Spielwarenhersteller auch nicht zu rechtfertigen ist.

    Ich persönlich finde es gut, dieses Modell nicht auf den Markt zu bringen.

    1. Nur für dich zur Information.

      Nach deiner Aussage dürften auch keine Gelder an Mercedes und VW gehen Lambo gehört halt zum VW Konzern und da VW mit den Kleintrabsportern wie T3 und meine auch die Aktuellen Modelle bei der Bundeswehr in Dienst sind. Oder die G Klasse bzw der Unimog von Mercedes.

      Das wir 2017 die F-35 als race Jet hatten als nicht Lizensthema. Hat sich auch keiner dran gestört.

      Das die V-22 nicht Zivil genutzt wird hat nur einen Grund Geld.
      Anschaffung Wartung Betriebskosten stehen leider in einem schlechten Verhältnis zum Nutzen im Zivilen Bereich.

      Einzig in Kathastrophenfällen sehe ich einen Zivilen Nutzen wenn im Katastrophengebiet keine Landebahnen vorhanden sind und sehr schnell Masse bewegt werden muss.

  35. Oh yeah, ich will dieses Set unbedingt haben. Gefällt mir das sich so viele darüber aufregen, kann ich mich mal wieder über ganze Mimimi Gruppen herzhaft lachen.

  36. Ich finde es nahezu lächerlich mit dieser Demo. Niemand wird gezwungen, sich so etwas zu kaufen, und mal ganz nebenbei: es gibt immer noch Kinder und Jugendliche, die sich dem klassischen Militär-Modellbau widmen. Da müssen sich solche Typen auch vor solche Geschäfte stellen. Letzendlich sind all diese Themenbereiche aus dem großen Bereich Spielzeug „erwachsen“. Demnächst stehen dann Veganer vor Playmobil Geschäften und demonstrieren gegen die Verherrlichung der Bauernhof-Tierhaltung, weil die Schweine und Ferkel nicht so dargestellt werden, wie es in der Realität aussieht. Auch das Thema Tierhaltung ist genau wie Kriege eine Sauerei, aber man kann eben alles auch übertreiben.

  37. Also ich finde, diese ständigen Farbunterschiede beim Lambo oder Fiat 500 erinnern zusehr an Camouflage. LEGO muss hier reagieren!

    Ernsthaft: Wir reden hier über ein Technic-Modell. Es soll Technik und Ingenieurskunst wiedergeben. Es ist im engere Sinn kein Spielset und trägt auch keine Waffen.
    Wer kein Problem mit realistischen Ego-Shootern hat (Aussage von gestern von Michi von DFG-VK im „LEGO Fan-Talk“), der soll sich wegen diese Modells auch nicht aufregen.

  38. Das ist schon interessant zu lesen. Die wenigen Leute, die sich dafür aussprechen, dass das Set nicht verkauft wird, werden in den Antworten immer wieder auf eine persönliche Art angegriffen und versucht lächerlich zu machen mit Geschrei à la „Der linksversiffte Gutmensch will mir jetzt bestimmt auch mein wasweissich wegnehmen! Geh lieber arbeiten in der Zeit (was für ein Quatsch, man kann sich auch Urlaub nehmen, wenn einem sowas wichtig ist!)“ Wenn ich sowas lese, dann stellen sich mir die Nackenhaare auf! Wie wäre es denn mal mit ECHTEN Argumenten, wenn man anderer Meinung ist? Oh, ist in diesem Fall tatsächlich schwierig? Sieh an… Lego hat mit diesem Modell einfach mal richtig in Klo gegriffen! Nicht, weil sie einen Rettungs-Kipprotor-Flugzeug rausbringen, sondern, weil sie dafür extra eine Lizenz mit ausschließlich militärischer Nutzung geholt haben. Es wurde ja schon geschrieben, dass man z.B. auch ein generisches Modell hätte machen können. Ich habe gegen das Modell überhaupt nichts (ich habe auch kein gesteigertes Problem mit Modellen von Militärmaschinen wie z.B. Revell sie verkauft), aber wenn man sich als Unternehmen selbst solche Maßstäbe setzt, dann muss man sich auch an ihnen messen lassen. Und wenn man sich so ein heikles Thema ins Haus holt und dabei die selbst gesetzten, und bei jeder Gelegenheit groß propagierten, Maßstäbe verletzt, dann weht einem schon mal Kritik entgegen. Und wenn es Leute gibt, denen das Thema so wichtig ist, dass sie dagegen eine Demo (oder besser eine Protestaktion) machen möchten, dann ist das deren gutes Recht, denn das gehört auch zur freien Meinungsäußerung. Hätte man sich von Lego nicht so blöde angestellt, dann gäbe es die Aktion überhaupt nicht.

    1. Das stimmt ohne Wenn und Aber. Lego verhält sich in einigen Bereichen unprofessionell und könnte ein besseres Image haben. Zu einer professionellen Marktteilnahme gehört nicht nur eine professionelle juristische Abteilung, sondern auch das ständige Bemühen, nicht als unfreundlicher Branchenriese wahrgenommen zu werden, was leider auf mehreren Ebenen der Fall ist.

  39. Warum setzten sich hier so wenig Leute argumentativ mit den Vorwürfen auseinander?

    Ich bin etwas erstaunt, wie wenig in der Sache inhaltlich argumentiert wird und wie weit versucht wird einfach die Aktion oder die Personen dahinter in Misskredit zu bringen.

    Da wird bspw. suggeriert, die Organisatoren seinen arbeitslos und würden auf kosten der Steuerzahler hier Ärger machen. Ich weiß nicht, wie sie ihren Lebensunterhalt bestreiten und ich glaube die meisten anderen hier auch nicht. Es interessiert mich auch nicht und insbesondere geht es mich, ebenso wie jeden anderen hier, nichts an. Darüber hinaus hat auch ein Harz IV-Empfänger in Deutschland das Recht auf freie Meinungsäußerung ebenso wie das Recht an Demonstrationen teilzunehmen oder diese zu organisieren. Auch ist ein Argument oder ein Engagement nicht weniger Wert oder geringer zu achten weil jemand Arbeitslos ist (was ich bezogen auf diesen Fall wie oben geschrieben nicht weiß und nicht implizieren möchte).

    Wie jeder von uns seine Freizeit verbringt ist ihm überlassen. Politisches Engagement, ein Blog betreiben, Fußball spielen, Lego bauen, vor einem Legostore demonstrieren oder vor dem selben für ein neues Set Schlange stehen.

    Auch Behauptungen wie „Fan von Ballerspielen“ zu sein sind keine relevanten Argumente, unabhängig von ihrem Wahrheitsgehalt. Sie zielen darauf ab, die Person oder Organisation hinter einem Argument in ein schlechtes Licht zu rücken oder Inkonsequenz vorzuwerfen. Das ist ein klassisches Vorgehen andere Positionen zu schwächen, indem man die Person und nicht deren Argumente angreift.

    Immer wieder ließt man Kommentare, die vermuten lassen, dass sich die Poster nicht mit den Argumenten von DFG-VK auseinander gesetzt haben. Beispielsweise wird gesagt, dass sie dann ja auch gegen Star Wars oder bestimmte andere Sets vorgehen müssten. In ihrer Studie zeigen die Autoren auf, was für sie der Unterschied von bspw. Star Wars zur V-22 Osprey ist. Ich lese hier aber kaum, dass deren Argumente aufgegriffen werden und dann entweder inhaltlich entkräftet werden oder in dem Kontext anders gewichte werden und so zu eine andere Interpretation und damit eine begründeten Meinung führen.

    In dem Gespräch bei Klemmbausteinlyrik wurde auch klargestellt, dass es DFG-VK nicht darum geht, jetzt dieses Set noch vom Markt nehmen zu lassen. Sie wollen auf ein (ihrer Meinung nach) Problem aufmerksam machen, mit der Hoffnung, dass Lego in Zukunft mit dem Thema anders umgehen werde.

    Man könnte auch anerkennen, dass in der Studie viel Arbeit steckt, sie meiner Meinung nach gut recherchiert ist und mit vielen Quellen belegt (unabhängig davon ob und in welchen Teilen man der Interpretation zustimmt). Das ist nichts, was zwei Jungs mal eben an einem Sonntagnachmittag zusammengeschustert haben um ein bisschen Aufmerksamkeit zu generieren.

    Ich möchte dafür werben, in dieser Diskussion, egal welche Position man vertritt, sich wirklich die Argumente anzuschauen und auch nur diese zu bewerten aber nicht die Organisation, deren Mitglieder und Motivation, sowie die Art des Vorgehens.

    Natürlich kann und sollte man auch verhalten von Organisationen diskutieren und kritisch betrachten. Das ist aber eine andere Diskussion und entkräftet nicht die Argumente die sie gegen Lego und das Modell der V-22 Osprey vorbringen. Das können nur Gegenargumente gegen die vorgebrachten Vorwürfe.

    Ich wünsch allen einen schönen Tag.

    Bruno

    1. Daumen hoch von mir! Ich habe einen Kommentar drüber ins gleiche Horn geblasen, wenn auch nicht ganz so ausführlich. Top Text und das Niveau, was ich mir öfter in Internetdiskussionen wünschen würde.

    2. Wenn eine 14-seitige Broschüre als „Studie“ verkauft wird und offensichtlich auch als „Studie“ von manchen akzeptiert wird…..na, da wundert mich vieles nicht mehr.

      Ich empfehle jedoch im Selbstversuch, sich an einer Universität einzuschreiben und so etwas beim Prof als „Studie“ einzureichen. Viel Spass, ich hoffe jedoch, es ist ein „Safe-Space“ in der Nähe.

    3. Dieser Kritik bzw. dem Lob für diese Einlassung, kann ich mich anschließen. Mir geht es dabei nicht um die Kritik an der Kooperation zwischen Lego und Boing, diese teile ich nicht. (Ich habe nicht den Anspruch, dass Spielzeug anti-militärisch zu sein hätte.) Sachliche Diskussionen täten gut. Ich sehe jedoch den Vorwurf kritisch, das Militär als unmoralische Organisation hingestellt wird. Das ist der alte Vorwurf und die Behauptung, dass Soldaten Mörder sein. Das ist aber nicht nur eine unzulässige Vereinfachung, sondern auch eine Verunglimpfung aller Soldaten, die im Rahmen demokratischer Mandate Missionen erfüllen. Das Einsatzspektrum von Soldaten hat sich nach 1945 stark erweitert. Diese Aspekte werden von den Aktivisten nicht berücksichtigt. Es heißt immer nur, „das ist militärisch, also unmoralisch.“ Die Diskussion um Moral ist auch eine schwere, die hier den Rahmen um unbewaffnetes Spielzeug sprengt. Ich bin auch deshalb der Meinung, dass den Aktivisten schon zuviel Aufmerksamkeit geschenkt wurde.

    4. Danke, Bruno! Mehr Sachlichkeit täte der Diskussion gut. Einige nehmen das Thema doch sehr persönlich. Es geht immer noch nur um ein einzelnes Legoset. Um nichts Existenzielles also.

  40. Vieles wurde schon gesagt. Siku hat auch Panzer in seinem Spielzeug-programm. Gut, es gibt Richtlinien. Aber wie heisst es doch bei Jack Sparrow, die können flexibel sein. Als Kind der 80er Jahre muss ich sagen, dass mein Vater in einem Rüstungskonzern gearbeitet hat. Aber es war ja kalter Krieg. „Der böse Sowjet“ zitatende. Deutschland stand unter Waffen und hatte knapp 500.000 Soldaten zur Hochzeit. Gut, es sind andere Zeiten. Und dem Argument kann man schwer was dagegen setzen, dass Geld an Boeing und Bell geflossen ist. Aber es ist eben auch ein Rettungshubschrauber-kipprotor-flugviech. Vielleicht könnte man eine Gegen-petetion starten: wir wollen den Osprey. Ist nur so eine Idee. Nö nö. Der Lego aston martin DB5 hat auch keine Maschinengewehre….

    1. Wobei man hier aber auch klipp und klar sagen muss, Indiana Jones ist kein Kriegsfilm und die Sets hatten auch nicht den Krieg oder kriegerische Handlungen zum Thema.

      Der Film spielte lediglich während der Zeit des zweiten Weltkrieges.
      Dass die Widersacher dabei Nazis waren, war für den Handlungsverlauf komplett irrelevant.

      Damit sind die Indiana Jones Sets zwar grenzwertig, aber weit entfernt von kriegerischen Themen.

  41. @ StudMcBrick
    Im Indiana Jones Film“ Jäger des verlorenen Schatzes“ ist es sehr wohl von Bedeutung, das die Gegner von Indy Nazis sind. Diese wollen mit der Bundeslade schließlich ihren Truppen die Unbesiegbarkeit verleihen.

    Zurück zur Diskussion:
    Die echten Flugzeuge vom Typ Osprey sind in den USA / bei den sie nutzenden US Streitkräften nicht unumstritten. Galten teilweise als „Witwenmacher“, da es Abstürze, Unfälle und Fehlfunktionen gab.

    Für mich persönlich ist die Osprey ein (auch zivil nutzbares) Kriegsgerät. Zitat von Boeing „combat search and rescue, fleet logistics support, and special warfare support“. Das ist per se nicht schlimm. In meinem Regal stehen auch zwei britische Spitfires einer polnischen Steineschmiede 😉

    Die „Demo“ gegen dieses Set bzw. dessen Verkauf finde ich persönlich überzogen. Wie von meinen Vorrednern geschildert, gibt es a)dringendere Probleme auf der Welt und b)Spielzeughersteller mit ganz eindeutigem „Kriegsgerät“ fürs Kinderzimmer.

    Demokratie lebt von unterschiedlichen Meinungen und der (respektvollen !) Diskussion darüber. Über die Allianz LEGO / Bell Boing kann man selbstverständlich diskutieren. So ganz 100 % den LEGO Richtlinien entspricht der Vogel – meiner Meinung nach nicht. Aaaaber „schlimmer“ als der „Fischadler“ ist die Sopwith Camel (10226 bzw 3451)von LEGO. Die fliegt zwar nicht mehr in Afghanistan oder dem Irak, ist aber zweifelsohne eine der britischen (Kriegs-)Ikone des ersten Weltkrieges. Hier wurden die selbst auferlegten Richtlinien stärker „verletzt“ Vom Biplane zum Kipprotor:

    Mein Fazit zur LEGO Technic Osprey: Soll sich kaufen, wer es mag. Ich kaufe das Set nicht. Aber nicht aus politischen Gründen, sondern weil mir das Flugzeug schlicht nicht gefällt. (Bei einem Sikorsky CH-53E Super Stallion würde ich sofort schwach werden und der ist eindeutig ein Kriegsgerät).

    1. @ McBrickofGlenBrick
      Der Wunsch nach Unbesiegbarkeit hätte auch der Antrieb von anderen Organisationen sein können.
      Gibt ja genügend Romane und Filme über irgendwelche Irre, die aus irgendwelchen Gründen die Weltherrschaft erlangen wollen, und die meisten davon haben keine Nazi-Hintergründe.

      Überhaupt ist auch schon der Zweck, warum jemand Interesse an der Lade hat, irrelevant.
      Selbst wenn es nur ein einfacher Dieb gewesen wäre, der die Lade wegen Ruhm und Geld gestohlen hätte, hätte der Film keinen anderen Ausgang genommen.

      Das Szenario spielt halt in der großen Hochzeit der Archäologie, und da haben eben Nazis als Widersacher gut ins zeitliche Bild gepasst, das war alles.
      Genauso gut hätten auch die Mafia, religiöse Fundamentalisten, die CIA oder eine Bande von Raritätenschiebern die Widersacher von Indiana Jones sein können, das hätte die Story des Films kein Stück weit geändert.

      .

      Ich hadere ein wenig damit, die Osprey als „Kriegsgerät“ zu betiteln.
      Ein Kriegsgerät ist für mich eine Waffe, entwickelt mit dem Ziel, Menschen zu töten.
      Ein Flak-Geschütz, ein Schützenpanzer, Raketenwerfer und so’n Käse eben.
      Dinge eben, die man außer für Krieg für nichts anderes brauchen kann.

      Die Osprey an sich ist jedoch keine Waffe, sondern bestenfalls ein Waffenträger.
      Aber das könnte auch jeder LKW, Pickup-Truck oder sonst jedes Transportgerät sein.
      Ein ziviler Verwendungszweck ist durchaus möglich, und scheitert wohl auch nur daran, weil das Teil im Vergleich zu einem Hubschrauber zu teuer ist.

      Ich würde das mal mit der UH-1 (Huey-Hubschrauber), ebenfalls aus dem Hause Bell vergleichen:
      Ursprünglich in den 60ern für militärische Zwecke konzipiert, wird er heute tausendfach auch für zivile Einsätze wie Rundflüge, Argarwirtschaft, Transportwesen oder für Rettungseinsätze geflogen.

      Ist ein Rettungshubschrauber ein Kriegsgerät?
      Wohl kaum.

      Auch, wenn die Osprey bist dato (noch) keine zivile Nutzung hat, Lego hat diese in ihrem Set bereits vorweggenommen, und sie als Rettungsflugzeug deklariert.

      Damit wäre meiner Ansicht nach alles wieder mit Legos Doktrinen vereinbar gewesen.
      Auch, wenn ich wohl aufgrund der Größe des Sets eher nicht zu den Käufern gehört hätte, finde ich es schade, dass ein Seit mit einer solchen technischen Rafinesse vom Markt genommen wird.

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