Der LEGO Technic Stunt Racer (42095) ist zwar schon einige Wochen im Handel erhältlich, gerade bei jüngeren Fans als Nachfolger des beliebten LEGO Technic Tracked Racer (42065) aber immer noch ein absoluter Renner. Ich habe mir das Set einmal genauer angesehen und möchte euch neben dem Standard-Modell (A-Modell) auch die zweite Variante in einem weiteren Beitrag näher vorstellen.

Verpackung und Inhalt

Die offiziellen Bilder zum Set mit der Nummer 42095 liegen bereits seit November 2018 vor. Auf der Vorderseite wird der Stunt Racer (das A-Modell) mit seinen Kettenrädern gezeigt. Hier muss ich sagen, dass der Produktdesigner ein kleines Detail vergessen hat. Auf den ersten Blick sieht man hier, dass die Batterie-Box im hinteren Teil verbaut wurde. Somit sind sicherlich viele Fans davon ausgegangen, dass dieses Fahrzeug sehr nach hinten kippen wird. Die gleichen Bedenken hatte ich natürlich auch, aber was auf der Vorderseite der Verpackung fehlt, sieht man dafür auf der Rückseite etwas deutlicher. Dazu aber mehr bei dem fertigen Modell.

Die LEGO Technic Stunt Racer Verpackung. (Foto: PROMOBRICKS)
Die Rückseite mit A- und B-Modell. (Foto: PROMOBRICKS)

Wichtig: Auf der unteren Seite der Verpackung wird der Käufer darauf hingewiesen, dass zum betreiben des Modells 6x AA und 3x AAA Batterien benötigt werden.

Die Bauanleitung des A-Modells mit QR-Code. (Foto: PROMOBRICKS)
17 Aufkleber zum Verschönern des Modells. (Foto: PROMOBRICKS)
Noch aktuell: LEGO Power Functions. (Foto: PROMOBRICKS)
324 Einzelteile in drei Beuteln. (Foto: PROMOBRICKS)

Kommen wir zum Inhalt: Das Wichtigste neben den LEGO Steinen ist natürlich die Bauanleitung in Papierform. Über den QR-Code kann diese auch in die LEGO Life App geladen werden, für all diejenigen, die lieber eine digitale Anleitung bevorzugen. Weiterhin befindet sich ein Sticker-Sheet mit genau 17 Aufklebern in der Verpackung. Damit wird das Design des hellblauen Chassis bestimmt. Unter den „nur“ 324 LEGO Einzelteilen befinden sich auch die LEGO Power Functions Batterie-Box, der Infrarot-Empfänger, zwei L-Motoren und die kleinen Fernbedienung (8885). Diese Teile dürften auch der Grund sein, warum dieses Set mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 79,99 Euro verkauft wird. Warum bei diesem Set noch nicht das neue Powered-Up verbaut wurde? Dies kann nur die Entwicklungsabteilung aus Billund beantworten, oder auch nicht.

Bauphase

Auf die Plätze, fertig, los! Es kann gebaut werden. (Foto: PROMOBRICKS)
Das Herzstück mit zwei L-Motoren. (Foto: PROMOBRICKS)
Motoren-Umsetzung auf die neuen großen gelben Räder. (Foto: PROMOBRICKS)
Grundkonstruktion mit Ansaugstutzen. (Foto: PROMOBRICKS)
Batterie-Box am Heck des Stunt Racer. (Foto: PROMOBRICKS)
Hinterer Teil des Chassis. (Foto: PROMOBRICKS)
Heck-Ansicht mit den „Stütz-Rädern“. (Foto: PROMOBRICKS)
Das fertige Stunt Racer Modell. (Foto: PROMOBRICKS)

Der Inhalt aus den insgesamt drei, nicht nummerierten, Beuteln zeigt es noch einmal auf: 324 Einzelteile. Wovon 60 bereits die schwarzen Kettenglieder bilden. Als Erstes wird das sogenannte Herzstück des A-Modells zusammengesteckt und dabei dürfen auch sofort die beiden L-Motoren verbaut werden. LEGO Technic typisch werden die einzelnen Teile zumeist mit Pins zusammengesteckt. Nach den ersten größeren Bauabschnitten wird die Frage der Motorenumsetzung geklärt. Hierbei treiben die beiden L-Motoren die großen gelben Räder für die Ketten an. Alles andere wird nicht direkt betrieben und läuft also nur „mit“. Nachdem die Batteriebox verbaut wurde, kann man schön die Problematik des schwereren Hecks testen. Jedoch haben sich die Entwickler dabei etwas gedacht, denn das Heck soll bei schneller Fahrt nach hinten fallen. Dafür wurden extra zwei Stützen mit kleinen, hellgrauen Rädern verbaut. Diese machen es möglich, dass der Stunt Racer im A-Modell bei schneller Anfahrt nach hinten kippt, aber sich dann wieder fängt und nach vorne zurück fallen kann – ein wahrer Stunt Racer eben.

Nachdem dann das komplette Chassis beklebt und verbaut wurde, dürfen zum Abschluss noch die Kettenglieder verbaut werden. Somit ist das Modell auch schon fertig. Da es hierbei keine großen, neuen und schweren Bautechniken gibt, sollte das Modell in gut einer halben Stunde zusammengesteckt sein. Somit kann der Fahrspaß beginnen.

Der Stunt Racer beim schnellen Anfahren. (Foto: PROMOBRICKS)

Wie bereits oben erwähnt, ist das Prinzip des Stunt Racers schnell erklärt. Durch die Übersetzung der zusätzlichen Zahnräder am Antrieb der L-Motoren bekommt das Modell den starken Vortrieb, die höher und ans Ende gelegte Batteriebox lässt durch den damit verbundenen Schwerpunkt den Racer in einen „Wheelie“ übergehen, welcher durch die Stützen wieder aufgefangen wird und bei abnehmender Geschwindigkeit unseren blauen Racer in die Ausgangslage zurück kippen lässt. So kann bei fast jedem Vorschub der Fahrspaß wiederholt werden.

Was mir und bereits auch anderen Erbauern aufgefallen ist, ist die Lage der Batterie-Box bzw. das damit verbundene Wechseln der Batterien/Akkus. Nicht ohne Grund hat der dänische Spielwarenhersteller in der Bauanleitung gleich vier Seiten dazu verwendet, wie das doch recht umständliche Wechseln vorgesehen ist. Das heißt, hat man keinen Strom mehr, hat der Fahrspaß erst einmal eine längere Pause, bis es wieder weiter gehen kann.

Die tief verbaute Batterie-Box. (Foto: PROMOBRICKS)

Mein Fazit

Im Vergleich zum Vorgänger-Modell ist der Preis von 79,99 Euro gleich geblieben. Jedoch erhält der Käufer weniger Einzelteile, wobei die zwei Motoren ein Upgrade erhalten haben (von M- auf L-Motoren). Somit kann man hier keine Abstriche machen. Auch der Bau des Modells ist nicht als große Herausforderung anzusehen. Dies sollte jedoch jedem Käufer klar sein, denn dieses Modell ist ein ferngesteuerter Stunt Racer und bringt den richtigen Spaß erst beim Ausprobieren. Und JA – es macht viel Spaß, das Modell durch die Wohnung düsen zu lassen. Natürlich merkt man gleich die L-Motoren und die Umsetzung über das große Rad.

Solange das Fahrzeug über einen Teppich fährt, hat es auch ordentlich Grip. Aber zum Beispiel bei glatten Böden, wie Laminat, driftet das Modell ganz schön und lässt sich nicht sehr präzise steuern. Ich gehe davon aus, dass LEGO dies so gewollt hat, denn anders kann ich mir nicht erklären, warum diesem Modell keine „Gummi-Stopper“ für die Kettenglieder beiliegen.

Ein endgültiges Fazit gibt es nach dem Bau des B-Modells.

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4 Kommentare

  1. Absoluter Verkaufsschlager (bei uns) – zum einen, da es kaum von Haus aus ferngesteuerte Fahrzeuge bei LEGO gibt, zum anderen gerade wegen der „Wheelie“ Funktion auf Basis des hohen Schwerpunktes der Batterie-Box. Und die beiden L-Motoren sind deutlich Leistungsstärker als die Vorgänger-Varianten mit den M-Motoren. Den Stuntracer gibt es bei uns im Laden aufgebaut zum Ausprobieren seit Jahresbeginn und erfreut sich immer noch großer Beliebtheit bei Klein und Groß.

  2. Bei E-Bay Kleinanzeigen hab ich mir 2 Modelle ohne die Power Funktion gekauft.
    Jedes hat inklusive Versand 20€ gekostet.
    Zum Antrieb nehme ich die Power Funktion vom 42065 mit 2 L- Motoren.
    Und schon habe ich den gleichen Spaß nur wesentlich günstiger.

  3. Bei Brickmerge (Sorry für die Werbung, aber ich finde die Seite einfach genial) ist das Set jetzt, hier und heute für 55,- Euro gelistet (31% unter UVP)
    Ich kann nur jedem empfehlen, zuzuschlagen und das B-Modell zu bauen.
    Ich habe auch noch das etwas langsamere Vorgängermodell mit den beiden M-Motoren.
    Auch das macht einen heidenspaß.
    Ich habe noch einige Gummistopper bei Lego „Steine und Teile“ gekauft. (Teil 6139223)
    Leider kostet dort der Stopper 0,24€/Stück. Das ist viuel zu teuer.
    Aber mit den Stoppern haben die Kettenfahrzeuge noch wesentlich mehr Grip und sind auf Fliesenböden kontrollierbarer.
    Die Tatsache, daß dort noch die alten PF-Komponenten eingebaut sind, macht mir überhaupt nichts.
    Die alten PF-Teile sind einfach zu handeln, tun ihre Arbeit und ich brauche kein Tablet oder Smartphone.

    Gruß
    Frank

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