Durch Veröffentlichung des LEGO US-Store Flyers für August 2018 ist das Geheimnis gelüftet. Anfang August wird es sowohl in den Brand Stores als auch im Online-Shop das LEGO Plants from Plants (40320) Set gratis dazu geben. Voraussetzung ist ein Einkauf von mindestens 35 Euro.

Gratis-Zugabe vom 1. bis 17. August 2018

Die Promotion-Aktion geht hierzulande vom 1. bis 17. August 2018. Neben Deutschland gibt es das Plants from Plants Set noch in Großbritannien (gleicher Aktionszeitraum) sowie in den USA und Kanada vom 1. bis 14. August. Andere Länder sollen zu einem späteren Zeitpunkt folgen.

Wir haben das Set bereits bei den LEGO Fan Media Days Ende Mai in Billund erhalten, allerdings mit der Bitte, vor der offiziellen Freigabe kein Wort darüber zu verlieren. Nun kam aus Billund grünes Licht und wir dürfen euch die neuen LEGO Teile aus nachhaltigem Kunststoff (basieren auf Zuckerrohr) vorstellen.

Nachhaltiger Kunststoff

The new plant-based LEGO elements will begin appearing in LEGO boxes throughout 2018.

The botanical LEGO elements are available for the first time in brilliant lime green colour, as well as the classic LEGO green. The elements are compatible with the first ever LEGO bricks made 60 years ago and are an example of the LEGO Group’s continued commitment to innovation while staying true to the quality, play experience and durability that is at the heart of the LEGO system.  

The plastic used to make the elements is polyethylene, a soft, durable and flexible plastic made from sustainably sourced sugarcane, in accordance with guidance from the Bioplastic Feedstock Alliance (BFA) and third party certified global standards. The new elements are technically identical to existing LEGO botanical elements and have been tested to ensure the sustainably sourced plant-based plastic meets the high standards for quality and safety that the LEGO Group has, and consumers expect from LEGO products. 

Das Review

Das LEGO Plants from Plants (40320) Set enthält 29 Teile: Bäume, Sträucher, Grashalme und Blätter in zwei verschiedenen Grüntönen.

Die Teile sind in zwei Beutel aufgeteilt. Im ersten Beutel befinden sich die Bäume, die Sträucher sowie die größeren Zweige. Alles im gleichen Farbton. Im zweiten Beutel sind die kleineren Pflanzen-Teile.

Ein zusammengefalteter Flyer informiert die Käufer über „die ersten nachhaltigen LEGO Elemente“ und wirbt für den Wettbewerb „Plantus Maximus“. Mehr Informationen dazu gibt es im August in den teilnehmenden LEGO Brand Stores.

Der Inhalt des ersten Beutels: 3x Green Plant Prickly Bush (6064), 2x Green Tree Pine Small (2435) und 4x Green Tree Palm Leaf Small (86148)

Der Inhalt des zweiten Beutels: 16x Green Plant Brick with 3 Bamboo Leaves (30176) und 4x Lime Plant Leaves (2423).

Mein erster Eindruck:

Als die neuen LEGO Teile aus nachhaltigem Kunststoff vorgestellt wurden, ging ich davon aus, dass sie sich relativ einfach von den herkömmlichen LEGO Teilen unterscheiden lassen. Doch da lag ich falsch: Weder auf den ersten noch auf den zweiten Blick konnte die Unterschiede feststellen. Die Haptik ist identisch, die Farbe ebenfalls und auch bei der Klemmkraft der neuen Teile konnte ich keine Veränderung feststellen.

Ich bin davon überzeugt, dass, wenn die neuen Teile erst einmal in einer großen Steinebox mit anderen Teilen gelandet sind, sie sich nicht mehr unterscheiden lassen. Und das ist gut auch so – und vom Spielwarenhersteller genau so beabsichtigt.

Das Pflanzen-Set ist nur der Anfang. Bis Ende des Jahres will LEGO nach eigenen Angaben einige Set-Neuheiten mit Teilen aus dem nachhaltigen Kunststoff ausstatten. Ich bin gespannt, ob es wem auffällt (wenn es nicht extra beworben wird).

Und eine Frage stellt sich mir noch: Werden Bricklink & Co. diese neuen Teile gesondert (mit eigener Nummer) listen? Was meint ihr …

27 KOMMENTARE

  1. Ich finde die „Nachhaltigen“ Parts sinnvoll und hoffe, dass das Sortiment weiter mit Parts aus nachwachsenden Rohstoffen erweitert wird! Überall wir Nachhaltigkeit gepredigt, da muss auch der Teilehersteller was machen! Zur Frage: Wenn die Parts nicht zu unterscheiden sind, bedarf es im Grunde keiner neuen Teilenummer, wobei es konsequent wäre, diese einzuführen, quasi eine nachgesetzte Nummer, wie bei den Sets (xxxxx-1).

  2. Viel nachhaltigere wäre es ja, wenn die 2 Plastikbeutel, in denen die 29 Teile verpackt sind, in einen anderem Material wären – die landen nämlich im Gegensatz zum Lego direkt im Müll. Wenn ich bedenke, welche Berge von Plastikmüll ich bei den Creator Expert Sets produziere, dann sind diese Bioteilchen hier nicht viel mehr, als eine nette Marketing-Idee.

    • Da hast Du vielleicht Recht, vielleicht auch nicht. Im Supermarkt ist Bio-Gemüse auch oft in Plastik gehüllt oder andere Bioprodukte. Meist ist dieses Plastik aber recyclebar und nachhaltig (Maisstärke als Basis o.ä.). Wäre natürlich wünschenswert, wenn dem so ist.

  3. Der beste Kommentar hierzu war: „Lego ist an sich nachhaltig, das schmeißt sowieso keiner weg“ 🙂
    Der nächste Schritt sollte sein die durchsichtigen Plastiktütchen entweder a) durch eine Papiervariante zu ersetzen oder noch besser b) komplett wegzulassen. Es ist Wahnsinn wieviel Plastikmüll bei einem halbwegs großen Set produziert wird.

    • Ja, mit der vielen Luft darin sieht es verdammt viel aus. Ist es aber am Ende gar nicht. Zudem kann man solche Plastiktütchen auch aus Pflanzen herstellen, wird oft bei Biogemüse gemacht (das knistert dann stärker als herkömmliches Plastik und ist recht schnell biologisch abbaubar).

  4. Bin darauf gespannt! Ob ich es schaffe ein Gratis Set zu bekommen weiß ich nicht. Aber da ja mehr davon kommen soll dieses Jahr wird sicher auch in meiner Legokiste Zuckerrohr landen.

  5. Ich frage mich, wie man es denn auch unterscheiden soll. Vorher waren diese Teile aus PE, nun sind sie es ebenfalls. Der Unterschied ist doch nur, woraus das PE gewonnen wurde. Oder habe ich im Chemieunterricht etwas nicht verstanden?

    • Legosteine werden normalerweise aus ABS hergestellt. Diese elastischen Pflanzenzeile könnten aber auch ein anderer Kunststoff sein.

    • Im analytischen Labor wird man den Untesrchied schon herausfinden können aber prinzipiell haben Sie schon recht.

  6. Bei reiner Chemie ist da kein Unterschied. Bei Massenfertigungsverfahren gibt es aber immer Mischvariationen, unterschiedliche Rohstoffquellen und Qualitäten, Verunreinigungen etc etc – alles im Rahmen einer Vorgabe der Qualitätssicherung, aber im Detail halt doch anders.
    Das kann dann Auswirkungen außerhalb der unmittelbaren Prüfkriterien haben, z.b. Farbnuancen, Langzeit-Haltbarkeit und -Verfärbungsverhalten, … – wobei das auch heute schon der Fall ist (wer sagt denn dass die Verfahren und Chemie im Stein heute exakt so ist wie vor 30 Jahren oder noch früher, oder im Stein der in Werk A gefertigt wird im Vergleich zu B oder C), und es auch nicht zwingend heißt dass eine „biologische“ Herkunft der Rohstoffe die schlechteren Langzeitergebnisse bringt.

  7. finde ich eine gute Idee. schöner ist aber, dass jemand den Plastikmüll angesprochen hat. das sollte dringend?! überarbeitet werden. das stört mich enorm umwelttechnisch

  8. Diesen ersten Schritt in Richtung Lego Steine nur aus Nachhaltigen Materialien zu produzieren finde ich auch sehr gut. Zwar bewirkt es am Anfang nicht viel, da der Prozentsatz verschwindent gering ist und es kaum jemand wagt sein Lego in den Müll zu werfen, aber es ist nötig diese Veränderung jetzt zu beginnen.

    Aber wie andere auch schon geschrieben haben, ich denke es bringt kurz- und langfristig mehr die Plastik Verpackung im Karton loszuwerden. Am besten mit einem Abbaubaren Material.

  9. Falls es dazu schon Informationen gibt, hätte ich die Frage, ob das Set ausschließlich eine Gratis-Zugabe sein wird oder ob es irgendwann nach dem Aktionszeitraum auch regulär zu kaufen sein wird?

  10. Die nummerierten Tütchen, da muss ich meinen Vorrednern natürlich beipflichten! Könnte man doch auch aus recyceltem Papier machen, dann wird’s nach dem Öffnen dem Kreislauf Altpapier erneut zugeführt!

    • Das Problem dabei ist, dass Papiertüten nicht wirklich besser sind für die Umwelt.
      Bei der Herstellung wird etwa doppelt so viel Energie verbraucht, und bei der Behandlung der Zellstoffe des Papiers entsteht eine deutlich höhere Belastung durch Schwefeldioxide, Stickoxide und andere Chemikalien.
      Ausgegend vom einmaligen Gebrauch ist die Plastiktüte leider die ökologischste Alternative.

  11. Wirklich nachhaltig ist das Ganze nicht, wenn man an die riesigen Monikulturen denkt, die notwendig wären um große Mengen der pflanzlichen Rohstoffe herzustellen … in meinen Augen ein reines Marketingding. Vielmehr sollte – wie bereits mehrfach angesprochen- die Verpackungsstrategie überdacht werden!

  12. Ja und wie schaut es hier mit der biologischen Abbaubarkeit aus? PE ist ja meines wissens nicht biologisch abbaubar, mal davon abgesehen, dass es theoretisch zu 100% CO2 verbrennt. Oder liege ich da auch falsch? Geht es hier mal nur ium den Rohstoff? Zuckerrohr statt Erdöl?

  13. Ebenso könnte man die Kartonage verkleinern, 1/3 sollte möglich sein. Ist wie bei Müsli etc… 1/3 Luft.
    Aber wer kauft schon einen kleinen Karton für 30€

  14. Um auf die Frage nach Bricklink etc zu antworten:
    Sofern die Teile vom Hersteller als anderes Material ausgeschrieben werden, kann ich mir vorstellen, dass die Wiederverkäufer diese Information nutzen um Legosteine auch zu unterscheiden. Ich glaube auch, dass es wohl einige Skeptiker geben dürfte, die weiterhin lieber auf das alte Plastik zählen. Wenn aber das neue Plastik das alte komplett ablösen soll, kann es ja vielleicht sein, dass die neuen Teile einfach Stück für Stück mit in Umblauf gebracht werden ohne gesonderten hinweis. Zunächst mal wäre interessant ob LEGO die Teile unter den gleichen Nummern führt wie bisher. @Michael Friedrichs : sind die Aufgeprägten Teilenummern auf den neuen Teilen denn anders als die alten?

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