Die neuen Achterbahnschienen finden sich in der einen oder anderen Variante derzeit in fast allen LEGO Themenwelten wieder. Ein echtes Achterbahn-Set gibt es bisher nur in der großen und teuren LEGO Creator Expert Variante 10261. Seit vergangenem Freitag gibt es mit der LEGO Creator 3in1 Piratenachterbahn (31084) ein weiteres LEGO Achterbahn-Set – und genau dieses möchte ich euch nachfolgend vorstellen.

Offizielles Produktbild der Piratenachterbahn. (Foto: LEGO)

In dieser Review werde ich nur das große Hauptmodell der Achterbahn präsentieren. Gerne stelle ich zu einem späteren Zeitpunkt auch noch einmal das B- und C-Modell vor.

Die Verpackung und der Inhalt

Rückseite der Verpackung, zeigt alle drei Modelle. (Foto: PROMOBRICKS)

Die offiziellen Produktbilder und somit auch die Verpackung des LEGO Creator 3in1 Sets haben wir bereits hier im Blog vorgestellt. Von daher machen wir es kurz: Nach dem die Verpackung wie immer ohne größere Beschädigung geöffnet wurde, fällt der Blick im Karton fast schon für LEGO Sets typisch tief hinein. Denn auch bei diesem Set ist der Karton nur zu zwei Dritteln gefüllt.

Kompletter Inhalt der Verpackung. (Foto: PROMOBRICKS)

Der zum Vorschein kommende Inhalt besteht aus einer Bauanleitung (342 Seiten), zwei Beuteln mit Schienenteilen und zehn weiteren Tüten mit diversen LEGO Steinen. Und anders als bei der großen Achterbahn (10261) sind die Tüten mit den Steinen hier nicht nummeriert. Alle 923 Teile müssen also zusammen auf dem Tisch liegen. Falls jemand einen Aufkleberbogen auf dem oberen Bild vermissen sollte, es gibt keinen!

Steine und Teile

Aus 923 LEGO Teilen besteht die Piratenachterbahn. (Foto: PROMOBRICKS)

Nachdem die insgesamt zwölf Beutel geöffnet wurden, erblickt man doch recht viele Teile auf dem Tisch. Dabei ergibt sich wahrscheinlich auch gleich die Altersempfehlung von 9 bis 14 Jahren. Denn kleinere Kinder werden sicherlich am „Suchen“ der kleinen Steine verzweifeln und den Bau der Achterbahn nicht weiter verfolgen wollen. Wer aber dieses Set mit seinen Kindern zusammen aufbauen möchte, der kann dies auch mit Kindern unter neun Jahren gern in Angriff nehmen.

Einige bedruckte Teile, Aufkleber sind im Set nicht enthalten. (Foto: PROMOBRICKS)

Wie bereits erwähnt, werden in diesem Set keine Aufkleber verwendet. Allerdings hält sich auch die Verwendung von bedruckten Teilen in Grenzen. Was diesem Set aber nicht schadet, denn alles was dargestellt werden soll, wird mit verscheiden Steinen in Form gebracht.

Auf den ersten Blick erschienen mir die Schienenteile etwas wenig, jedoch sollte hier die Lauffläche nicht mit dem großen Roller Coaster verglichen werden. Zum Inhalt gehören vier Kurven (6185390) , zwei Wellen (6224370) und je zwei unterschiedliche Steigungsschienen (6185392 und 6185394). Gerade Schienen werden bei diesem Set nicht verbaut. Dazu gibt es noch drei Wagen (6227608) in der Farbe Sand Blue .

Baubeginn

Anfangs werden die vier Minifiguren und das Skelett zusammengebaut. Die Piratenfigur soll einen Mitarbeiter der Achterbahn darstellen und die anderen drei Minifiguren (Frau, Mann und Kind) sind die Besucher der Bahn. Natürlich darf auch gern der Pirat zwischendurch mal die Achterbahn testen.

Nur die beiden normalen Minifiguren (Frau und Mann) haben einen Kopf mit zwei Gesichtern. Die Frau kann somit während der Fahrt mit der Piraten-Achterbahn die Augen schließen und dem Mann sieht man die Angst ins Gesicht geschrieben.

Vier Minifiguren und ein Skelett sind im Set enthalten (Foto: PROMOBRICKS)

Danach beginnt der Bauspaß, jedoch nur kurz, denn der Luftballonstand ist sehr schnell zusammengebaut. Eigentlich wäre dieser Stand für das Piratenachterbahn-Set komplett entbehrlich, aber wahrscheinlich werden diese Teile für das B- und C-Modell noch benötigt. Denn bei der Achterbahn hat dieser keinen wirklichen Sinn.

Luftballonstand mit zwei Ballons. (Foto: PROMOBRICKS)

Nach dem Luftballonstand geht es dann auch richtig los und der größte Bereich der Achterbahn wird gebaut: Der Eingang zur Achterbahn mit Ticketschalter, Drehkreuz, Wartebereich, Zugang zur Bahn und einen Kontrollturm. Das Ganze in den klassischen Farben Gelb und Weiß (wie beim Eldorado Fortress). Natürlich darf die Piratendekoration aus Säbeln, einer Kanone, einem Papagei und auch die Palme nicht fehlen. Wobei ich mir hier lieber die Klassik-Teile (Papagei und Palme) gewünscht hätte.

Eingangsbereich der Piratenachterbahn (Foto: PROMOBRICKS)
Ticket-Schalter und Einlass. (Foto: PROMOBRICKS)
Kontrollturm der Piratenachterbahn. (Foto: PROMOBRICKS)

Nachdem der größte Bauabschnitt geschafft ist, wird die eigentliche Bahnstrecke fertiggestellt. Hierbei wird aber entgegengesetzt der eigentlichen Fahrtrichtung gebaut. Angefangen vom Wasserbecken mit zwei Fontänen über das zweiteilige Piratenschiff bis hin zum Totenkopffelsen mit Krake lässt das Zusammenbauen keine Langeweile aufkommen. Im Vergleich zum großen Bruder (10261) wiederholen sich die Bauabschnitte hier nicht.

Wasserbecken mit Fontänen. (Foto: PROMOBRICKS)
Piratenschiff im Miniformat für die Achterbahn. (Foto: PROMOBRICKS)
Das Skelett beschützt den Schatz. (Foto: PROMOBRICKS)
Der Totenkopffelsen mit einer orangefarbenen Krake. (Foto: PROMOBRICKS)

Das Grundgerüst der Achterbahn besteht aus grauen und sandfarbenen Steinen, darauf werden die Stelzen für die Schienen in der Farbe Hellblau gebaut.

Endlich dürfen die Besucher mit in die Hai-Bahn einsteigen. (Foto: PROMOBRICKS)

Zum Abschluss wird dann die Bahn gebaut. Diese besteht aus drei unterschiedlichen Wagen, welche zusammen dann einen blauen Hai ergeben sollen.

Motorisierung

Ohne Weiteres ist eine Motorisierung der Bahn nicht möglich und vom Designer auch nicht angedacht. Es handelt sich hierbei um ein „Schiebebahn“. Es wäre jedoch nicht LEGO, wenn es findige Meisterbauer nicht doch versuchen würden. Dazu müsste ein Antrieb für die Bahn verbaut werden. Aber auch die Schienen müssten geändert werden, denn die Bahn hätte vom Totenkopffelsen aus nicht genügend Schwung.

Fazit

Eine LEGO Achterbahn, darauf haben die Fans der Klemmbausteine schon lange gewartet. Das es dieses Jahr gleich mehrere Varianten davon gibt, ist nicht überraschend. Denn anders als bei der großen Achterbahn ist diese hier für die jüngere Zielgruppe gedacht. Ein farblich ansprechendes Konzept mit dem Piraten-Thema gepaart muss eigentlich bei jedem Kind ankommen. Das A-Modell des Sets 31084 ist mit Sicherheit ein Highlight, mein finales Fazit möchte ich allerdings erst nach dem Bau des B- und C-Modells abgeben.

17 KOMMENTARE

  1. Also die Altersangebe bei Lego ist komisch. Mein Sohn ist 6 Jahre und baut das große Ninjago Movie City Set komplett alleine auf. Außerdem, wer leert schon alle Tüten auf einmal aus?

    • Wer? Ich.

      Das habe ich schon bei der Destiny’s Bounty so gemacht und bei der Apollo auch. Lego ist sauteuer, dann will ich es nicht als Aufbaufastfood bissgerecht vor mir liegen haben sondern eine optische Herausforderung haben.

      Ein größeres Legomodell ohne Schritt für Schritt Häppchen ist ein deutlich anderes Bauerlebnis. Das hat mehr von einem Puzzle. Puzzles kommen auch nicht in vorsortierten Beuteln und trotzdem werden sie gekauft.

  2. @ Gast – wer lesen kann ist klar im Vorteil! Wie soll man das Set denn sonst bauen, wenn man nicht alle Tüten auf einmal öffnet? Es gibt KEINE Nummerierungen….
    Und ihr Sohn scheint ja genauso ein Held wie Sie zu sein!

    • Das muss nun auch nicht sein, der kleine Mann kann nix dafür 😉 immer diese Klugscheisserei im Internet und immer schön die !!! auspacken um auch ja dem gegenüber klar zu machen, wie doof das doch war. Die Altersangaben sind ja auch nur eine Empfehlung, der eine kann es eben schon früher und der andere später, das ist ganz normal.

  3. ich habe das Set im Juni auf der Liste. Zusammen mit dem Anderson Set . Danke für den Bericht. Freude darauf ist nochmal gestiegen.

  4. Ich kann eure App irgendwie bei Google Play nicht mehr finden.Ich habe sie aber installiert und sie funktioniert auch noch. Komisch.

  5. Hay! Erst einmal danke für die ausführliche und wieder mal srhr gute Review. Ich finde es übrigens klasse, dass die Tüten NICHT durchnummeriert sind. Aber natürlich Einstrllungs- und Geschmacksache. Aber ich hab auch zwei Fragen, gibt es unterschiede zu der Kanone und den „Alten“? Wie fährt die Achterbahn? Ich kenn bisher nur die von Friends, und die sieht leider besser aus, als dass man mit ihr fahren kann. Danke.

  6. Nachdem ich am Wochenende bereits die große (sehr geniale!!) Achterbahn in Betrieb genommen habe, freue ich mich auch auf die kleine Schwester dazu. Optimal wäre natürlich ein „best of both worlds“ gewesen, sprich die motorisierte große Bahn im Piraten-Look. Aber man kann nun mal nicht alles haben…

    • Kann man schon, wieso nicht kombinieren?
      Die kleine Bahn sieht jedenfalls toll aus! Reicht mir erst einmal und dann kann man auf die Große noch etwas sparen.

  7. Ich habe mir die „kleine“ Achterbahn schon gekauft, finde diese toll – Danke für das Review.
    Kommentare oder Vorschläge, was man noch machen könnte = grosse Klasse, sind auch Denkanstöße. Aber muß man sich immer gleich die „Topflappen“ um die Ohren hauen? Wenn jemand einen Sohn hat, der mit 6 Jahren schon das Ninjago Movie City Set allein aufbauen kann, große Klasse für das Genie.
    @elfidell – vielen Dank für Deinen Kommentar. Ich glaube es geht bestimmt vielen auf den Senkel, wenn man sich gegenseitig…. (Jetzt ist Schluß)
    Das Set ist zumindest Klasse und das Review auch. Das 10261 ist mir persönlich noch zu teuer.

  8. Zwar habe ich keine Ambition einen Jahrmarkt aufzubauen, aber ich finde es klasse, das Lego eine große und kleine Achterbahn in verschiedenen Themen anbietet.

    Für mich fühlt sich das gleich richtig nach Vergnügungspark an.

    Bin schon auf die vielen Mocs gespannt.

  9. Danke schön für den Review. Dieses Set ist meiner Erfahrung nach deutlich interessanter gestaltet als der große Rollercoaster, der durch seine schiere Größe natürlich zu beeindrucken weiß. Die kleinen Anspielungen auf die guten alten Pirates Sets sind schon toll an dieser Stelle.

  10. Jetzt habe ich die Bahn auch aufgebaut und gleich beschlossen, die muss erweitert werden. Leider sind die Kurven bei Lego gerade aus.
    Ich finde den Eingangsbereich zu klein. Ein- und Ausstieg kommen sich in die Quere. Der Ticketverkäufer steht quasi in der Achterbahn. Da werde ich nach und nach ein wenig umbauen. Ideen sprudeln quasi nur so und wenn es fertig ist, sieht es neben dem Riesenrad auch nicht mehr so mickrig aus. Auf jeden Fall ein großartiges Set und die große Achterbahn brauche ich jetzt nicht mehr kaufen. 🙂

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