Vor einer Woche haben wir euch drei original verpackte Sets aus den 70er Jahren kurz vorgestellt und ihr durftet euch ein Set für mein weihnachtliches Classic Review aussuchen. Und ihr habt euch entschieden: Mit großem Abstand hat das Set LEGO® Flugzeug mit Pilot (250) aus dem Jahr 1974 das Rennen gemacht! Und los geht’s …

1974 brachte der dänischen Spielwarenhersteller die so genannten „Großkopf Figuren“ auf den Markt. Diese hatten bewegliche Arme und einen drehbaren Kopf mit aufgedrucktem Gesicht. Der große Bruder der heutigen LEGO® Minifigur wenn man so will, allerdings gab es sie zu dieser Zeit natürlich noch nicht. Der Kopf konnte abgenommen werden. Im Classic-Set Mondlandefähre (367) von 1975 wurden diese Figuren auch ohne Kopf verbaut. Der Kopf lag aber der Packung bei. Wie wir hier sehen können, ist der Oberkörper mit Armen fertig vormontiert.

Doch kommen wir zurück unserem Set 250. Die Verpackung ist seit 42 Jahren verschlossen und wurde noch nie geöffnet. Wie damals üblich, war das Set in einer Art Cellophanfolie  eingeschweißt. Durch die lange Lagerung hatten sich aber leider schon ein paar Risse in der Folie gebildet und der Karton ist leicht eingedrückt.

Nach dem Entfernen der Folie fallen die Teile fast schon aus der Schachtel, da alle Steine lose in der Box liegen. Einen Beutel – wie heute üblich – gibt es nicht.

Es ist schon ein klasse Gefühl, nagelneue Patent Pending Teile in der Hand zu halten. Dies stand bei alten LEGO® Steinen auf der Innenseite und daran kann man sie auch relativ leicht als solches identifizieren. Selbstverständlich sind diese Teile mit den neuen Steinen von heute 100 Prozent kompatibel.

Das LEGO® Flugzeug mit Pilot (250) Set enthält außerdem eine Bauanleitung sowie einen Prospekt mit dem Gesamtprogramm von 1974.

Damals stand noch keine Altersempfehlung auf der Verpackung. Alle Sets wurden in vier Altersklassen mit verschiedenfarbigen Buchstaben eingeteilt. Dieses Modell sollte für Baumeister ab drei Jahren geeignet sein! In nur sechs Bauschritten ist das Flugzeug zusammengebaut.

Es bleiben eine ganze Reihe an Bauteilen übrig. Sogar ein viertes Rad ist darunter.

Das fertige Flugzeug sieht ganz nett aus, ist aber nicht das einzige Modell, was aus den vorhandenen Bausteinen gebaut werden kann.

Insgesamt gibt es fünf alternative Modelle, die aus den 89 Teilen gebaut werden können. Eine Bauanleitung für die Alternativen gibt es nicht und so musste man sich zum Nachbau am Vorschaubild orientieren.

Mein Favorit ist übrigens die Kutsche mit zwei roten Ochsen davor.

Und genau hier gibt es auch einen kleinen Haken. Laut Bild werden zum Zusammenbau drei weiße 2×2 Steine benötigt. In der Box sind aber nur zwei weiße Bausteine dabei. Ich habe daher einfach einen gelben 2×2 Stein aus der Box verwendet. Ebenfalls erwähnt werden sollte, dass der Verpackung noch ein Haarteil beiliegt, um anstelle eines Piloten eine Pilotin mit schwarzen Haaren zu haben.

Und nun werden alle Einzelteile schön in der Schachtel verstaut, die Bauanleitung sorgfältig gefaltet und das Set wieder in die Vitrine gestellt. Wäre doch schade, wenn die Teile in der Sonne vergilben würden.

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