Alles begann 1974, als die erste LEGO Figur eingeführt wurde, die hauptsächlich aus großen, quadratischen LEGO Steinen mit beweglichen Armen, aber unbeweglichen Beinen bestand. Darauf folgten im Jahr 1975 Figuren mit massiven Torsos, unbeweglichen Armen sowie Beinen und ohne Aufdrucke. Mit den LEGO Minifiguren, die wir heute kennen und lieben, hatten diese kaum etwas gemeinsam. Aber es dauerte nicht lange: 1978 begann ein neues Zeitalter der LEGO Minifiguren, die von da an mit beweglichen Gliedmaßen und einfachen Gesichtszügen aus zwei schwarzen Augenpunkten und einem schwarz aufgemalten Lächeln ausgestattet waren. Im Jahr 2018 gibt es nun mehr als 650 einzigartige Gesichter in der Kollektion, sodass Kinder mit verschiedenen Charakteren und Persönlichkeiten spielen können – jederzeit und überall.

Von 20 zu 8.000

Zu Beginn gab es etwa 20 verschiedene LEGO Minifiguren, darunter einen Polizeibeamten, einen Arzt, einen Feuerwehrmann, einen Ritter und einen Astronauten. In den vergangenen vier Jahrzehnten ist die Anzahl der verfügbaren Minifiguren auf mehr als 8.000 gestiegen. Wenn die Weltbevölkerung in gleichem Maße gewachsen wäre, gäbe es jetzt fast 144 Billionen Menschen auf der Erde!

Die erste LEGO Minifigur aus Zinn, die 1976 als Modell für Show- und Fototests gegossen wurde. (Foto: LEGO)

Die perfekte Größe

Ohne Haare und Kopfbedeckung sind die LEGO Minifiguren genauso hoch wie vier übereinandergestapelte LEGO Bausteine. Das bedeutet, dass sie perfekt in das LEGO Spielsystem passen. Stapelt man LEGO Minifiguren von Kopf bis Fuß übereinander, braucht man 20.750 von ihnen, um die Höhe des höchsten Gebäudes der Welt, des Burj Khalifa in Dubai, zu erreichen.

Alleskönner

In den vergangenen Jahren haben die LEGO Minifiguren gezeigt, dass sie so ziemlich alles sein können. Von Piraten über Rettungssanitäter bis hin zu Ingenieuren, Elefantenpflegern, Tierärzten und Wikingern – es gab bereits unzählige verschiedene LEGO Minifiguren. Im Jahr 2011 reisten sogar drei LEGO Minifiguren an Bord der NASA-Raumsonde Juno in den Weltraum. Aber eines blieb immer gleich: Egal auf welche Rolle, welchen Charakter oder welche Persönlichkeit Kinder beim Spielen Lust haben, es gibt auf jeden Fall eine passende Minifigur.

Den ersten Prototypen des Polizisten gab es ca. zwischen 1974 und 1975. Es folgten zwei weitere Prototypen im Jahr 1975. Bei der vierten abgebildeten Figur handelt es sich um den ersten LEGO Minifigur Polizisten, der 1978 eingeführt wurde. (Foto: LEGO)

Meister der Vielfältigkeit

Die traditionell gelbe Farbe des Kopfes der LEGO Minifigur wurde übrigens aufgrund des Feedbacks aus Fokusgruppen in den frühen und mittleren 1970er-Jahren ausgewählt. Aus den Erhebungen ging hervor, dass Gelb gegenüber Weiß bevorzugt wurde. Seitdem sind die LEGO Minifiguren immer vielfältiger geworden: Im Jahr 2003 gab es die ersten Figuren mit natürlichem Hautton (Lando Calrissian von Star Wars und NBA-Basketballspieler), und 2016 erschien die erste Figur im Rollstuhl. Die LEGO Minifiguren haben auch ihren Teil zur Auflösung von Geschlechterrollen beigetragen, indem Feuerwehrfrauen und weibliche Ninjas sowie Väter mit Babytragen auf den Markt gebracht wurden. Letztendlich sollen die LEGO Minifiguren Kindern die Möglichkeit geben, in die unterschiedlichsten Rollen zu schlüpfen: männlich oder weiblich, Helm oder Haare, Sommersprossen oder Brille, was auch immer sie wollen. Und auch unsere Roboterfreunde fehlen nicht: Zum Beispiel gibt es unter anderem viele C-3POs und R2D2s.

Hollywood-Star

Die LEGO Minifigur hat in einer Reihe von Hollywood-Blockbustern mitgespielt, darunter
The LEGO Movie, The LEGO Batman Movie und The LEGO Ninjago Movie. Im Jahr 2007 ließ die LEGO Gruppe sogar 10.000 C-3PO Minifiguren in Chrom-Gold fertigen, die anlässlich des 30-jährigen Jubiläums von Star Wars zufällig auf Sets verteilt wurden.

Zu Beginn gab es etwa 20 verschiedene LEGO Minifiguren, darunter einen Polizeibeamten, einen Arzt, einen Feuerwehrmann, einen Ritter und einen Astronauten. (Foto: LEGO)

1978–2018: Freunde mit Präzision

Für die Produktion jeder LEGO Minifigur werden acht verschiedene Formen verwendet. Zwei Sätze dieser Formen haben ein identisches Design, sind jedoch seitenverkehrt, um jeweils die rechten und linken Arme und Beine der LEGO Minifigur zu fertigen. Die Präzision, die in diesen Elementen steckt, ist außergewöhnlich. Und da die Originalformen mit den heute verwendeten fast identisch sind, können die Minifiguren von 1978 mit den moderneren Charakteren von heute kombiniert werden.

Zum Vergrößern bitte auf das Bild klicken. (Foto: LEGO)

Mehr als nur eine Figur

Die LEGO Minifiguren sind zwar dazu da, Spaß zu bereiten, aber sie haben auch einen tiefgründigen Hintergrund: Sie bieten eine unendliche Auswahl an Rollenspielmöglichkeiten und erlauben es Kindern, erfinderisch zu sein, sich mit verschiedenen Emotionen auseinanderzusetzen und ihre eigenen Geschichten zu erzählen. So können junge Menschen wichtige Schlüsselkompetenzen wie emotionale Intelligenz, Kreativität und Kommunikation entwickeln – Fähigkeiten, die laut aktuellen Untersuchungen für den LEGO Play Well Report entscheidend dafür sind, dass Kinder ihre eigene Zukunft erfolgreich gestalten können.

16 KOMMENTARE

  1. Ich bin auch ein großer Fan von dem neuen LEGO City Outdoor Set. Insbesondere die Figur mit dem Baby in der Tragetasche ist genial.

    • Ich hätte mir allerdings die Kennzeichnung gewünscht, dass viele Informationen und Formulierungen aus der entsprechenden Pressemitteilung übernommen wurden und dies hier (falls ich nicht falsch liege) kein rein redaktioneller Beitrag ist.

  2. Die letzte Hoffnung eines traurigen black vip kartenbesitzers wäre bspw ein chrom vergoldeter han solo für jeden Firstbuyer… ohh ich träume …, wobei wenn sich alle black mamba besitzer mit mails, etc an Lego wenden würden, mit der Aufforderung seinen Verspechen was Folgen zu leisten, müssten die doch kapieren, also erneut Aufruf ab die Afols 2 Minuten für ne mail an Lego, go

    • …und als Antwort auf Ihre Aufforderung baut LEGO dann einen lebensgroßen Millennium Falken, der auch wirklich fliegen kann und alle Black Mamba Kartenbesitzer bekommen dann ein DinA4 Poster davon. 😀

      • Klar wurde es oft genug angeschnitten das leidliche Thema black Mamba, bin eigentlich nur nochmal drauf gekommen, weil ich hier im Beitrag von der c3po special edition gelesen habe, das waren damals 10 tausend wie jetzt angeblich mit der Mamba die Stückzahl auch, das waren damals noch Aktionen… ich hatte übrigens damals einen code für nen dj bekommen, hatte versucht ihn einzulösen ging nicht, auf meine Mail daraufhin wurde nicht geantwortet… ich hab das Jahr viel Lego gekauft aber nichts mehr im shop seitdem, wenn das Jahr keine gute Aktion mehr kommt werde ich dues nochmals bei Lego breittreten

  3. Und das geilste da entlassen sie leute, notwendiger Stellenbau, aber der Chef fährt en Bugatti Chiron, Lego ist abgehoben, für mich als hardcoresammler dessen Sammlung mit einer Geldanlage für die Zukunft zu vergleichen ist eine gefährliche Entwicklung, wenn Lego irgendwann einbricht sind meine aktuell wertvollen Sets nur noch wertloses Plastik, Angst…

  4. Ich finde ja nicht das es unendliche Rollenspiel Möglichkeiten gibt.
    Die Figuren werden in ihre Rolle gedrückt.
    Ende der 80iger Anfang der 90iger war mein Darth Vader eine Blacktron Figur und Luke eine Standart Figur mit Schwarzer rechter Hand.

  5. Sorry aber mich nerven Aussagen wie die von „Legofreak „really““ echt. Du wirfst einem Unternehmen vor, dass sie Leute entlassen, wie es bei Millionen anderen Unternehmen auch passiert. (das ist eh schon nicht schön, aber wirtschaftlich nicht anders möglich) Und wirfst anschließend dem Chef vor, dass er Bugatti fährt? Müssen Chefs neuerdings Polo, Corsa und Twingo fahren, damit sie nicht in solch dummen Kommentaren denunziert werden? Aber gleichzeitig hast du Angst, dass deine „riesige“ LEGO-Sammlung nur noch wertloses Plastik ist, wenn LEGO untergeht? Wie egoistisch ist das? Folglich keine Leute entlassen, LEGO früher den Bach runter gehen lassen, damit das selbe passiert, wovor du Angst hast? Sorry das ist einfach nur quatsch. LEGO wird es auch noch in 100 Jahren geben. Und wir werden auch in 100 Jahren noch m it LEGO hantieren und bauen.

    So und danke für den tollen Beitrag über die Minifguren. Der ist klasse. Schwelgen in der Vergangenheit und sich auf die Zukunft freuen. Danke. Dann hören vielleicht endlich mal die dusseligen Diskussionen auf und es erscheinen auch wieder lohnenswerte sinnvolle Beiträge über die es Spaß machen sich zu unterhalten.

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