Nachdem über das LEGO® Ambassador Network (LAN) kürzlich ein offizielles Statement des dänischen Spielwarenherstellers zum fehlerhaften Schaltgetriebe beim neuen 300 Euro teuren LEGO® Technic Porsche 911 GT3 RS (42056) Premium-Set verbreitet wurde, haben wir von LEGO® Deutschland auf unsere Anfrage hin nun ebenfalls ein Statement erhalten:

Es ist richtig, dass die Gänge des LEGO Technic Modells – anders als beim echten Porsche Doppelkupplungsgetriebe – nicht aufeinanderfolgend schaltbar sind. Diese Entscheidung wurde bewusst getroffen, um die bestmögliche LEGO Version dieses fantastischen Fahrzeugs herzustellen: eine Nachbildung, die den Anforderungen des Designs gerecht wird und zugleich für eine tolle Bau- und Produkterfahrung sorgt. Die Gänge in der entsprechend korrekten Reihenfolge zu schalten hätte bedeutet, dass das Fahrerlebnis mit dem LEGO Modell nicht den Erwartungen der LEGO GmbH entsprochen hätte. Zu viele Zahnräder laufen gleichzeitig, und mit all den Toleranzen wäre ein leichtgängiger Lauf des Getriebes einfach nicht möglich. Daher hat sich die LEGO GmbH während der Entwicklung bewusst für eine andere Umsetzung entschieden.

Wenn man die Bauschritte 267 und 269 vertauscht, werden die Gänge in der richtigen Reihenfolge geschaltet. Es steht jedem frei, selbst zu entscheiden, welches die für ihn bessere Lösung ist. LEGO Technic ist hervorragend für Open Source Design geeignet und die LEGO GmbH freut sich schon jetzt auf die verschiedenen Eigenkreationen ihrer Fans.

Derzeit holen wir weitere Informationen ein, insbesondere was den Grund für die schlechte Verfügbarkeit in den LEGO® Stores bzw. im Online-Shop betrifft.

Wie kommt das Statement bei euch an? Stört euch der Fehler wirklich? Wir sind sehr an eurer Meinung interessiert!

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7 Responses

  1. SEGA

    mich stört der fehler nicht- hängt zum schluss eh nur an der wand 😉

    aber ich will jetzt endlich meinen porsche 🙁

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    • Dustin

      Okay das er an der Wand hängt ist für mich ein wenig komisch aber ich will auch meinen Porsche wünsche ihn mir zu Weihnachten meine Eltern sag er wäre ziemlich teuer was ja auch stimmt aus meiner Sicht! Aber ich habe mir überlegt wenn Oma, Opa und meine Eltern jeweils 75 Euro hinlegen dann haben wir die 300 Euro!

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  2. Sim

    In der Summe ergibt sich ein fader Beigeschmack. Anstatt eines exklusiven Modells gibt es Wartezeiten, ein nicht richtig funktionierendes Getriebe, eine Begrenzung auf 1 Stück und wie ich bei einem Freund mitbekomme habe auch die Stonnierung der Bestellung ( mit der Begründung das ein so großes Interesse nicht vorhersehbar war )
    Sry aber das ist schon sehr peinlich für einen weltweit operrierenden Konzern.
    Bleibt zu hoffen das ich meinen Porsche doch noch bekomme

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  3. Stefan

    Letztlich entspricht das Statement ja der englischen Version, das vor ein paar Tagen bereits publiziert wurde. Ich muss sagen, ich persönlich empfinde diese Aussage in gewissen Maße nachvollziehbar und menschlich – da wird von der Lego Community parallel zum Launch des Sets ein vermeintlich marginaler Fehler aufgedeckt, über den sich im Vorfeld bei Lego niemand ernsthaft Gedanken gemacht hat bzw. der durch die Qualitätskontrolle gefallen ist. Das Lego darauf mit der Rückhaltung des Sets reagiert und den „Fehler“ ernsthaft prüft, rückverfolgt und analysiert, spricht doch für das Unternehmen. Und das Statement lässt doch darauf hoffen, dass Lego die bereits produzierte Charge nicht zurücknimmt, öffnet, korrigiert, neu verpackt und mit erheblichen Einbußen zeitverzögert neu auf den Markt bringt. Den „Fehler“ als Lösungsansatz für eine optimierte Steuerung zuungunsten der Realiätsabbildung zu verkaufen empfinde ich als die richtige Strategie.

    Eigentlich kann man doch dankbar sein für dieses Szenario. Es eröffnet einen einmal einen Einblick in die Lego-Managementebene und zeigt, dass sehr genau auf die Community bzw. die Kunden geschaut und eingegangen wird. Alternative wäre gewesen, den Fehler einfach zu ignorieren und gnadenlos totzuschweigen. Da ist mir solch ein „menschliches“ Verfahren lieber – und es macht das Set zugegebenermaßen noch ein bisschen spannender. 😉

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    • Christian Giudici

      Hi Stefan,

      wenn ich das Statement lese, dann gehe ich eben nicht davon aus, dass LEGO nun die Sets wegen des Getriebes zurückhält. Es wird ja deutlich erklärt, dass man das nicht als Problem sieht.
      Anscheinend gibt es noch andere Probleme, über die man halt nicht spricht, z.B. mit der Verpackung (es wurde mehrfach berichtet, dass die Anleitung zu schwer ist und die Boxen zerdrückt, wenn der Karton aufrecht gelagert wird).
      Über die Sache mit dem Getriebe kann man geteilter Meinung sein, ich finde die Strategie, es nirgends auch nur im Ansatz zu erwähnen, nicht richtig. LEGO wusste sicherlich, dass ein so gehyptes Modell bis zum letzten Stein auseinandergenommen und analysiert wird, da hätte man geschickter drauf eingehen können.
      Bis jetzt kann ich kein Eingehen auf die Kunden erkennen, es wurde nur jeglicher Fehler geleugnet („Works as designed“) und die Auslieferung ohne Angabe von Gründen gestoppt. Ich bin gespannt auf die nächsten Wochen, vielleicht gibt es ja wirklich einen plausiblen Grund.

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    • Kai

      Hallo Stefan,
      Deine Aussage finde ich sehr beeindruckend,
      endlich mal jemand, der sich Gedanken macht und nicht einfach drauf los meckert.
      Ich bin trotzdem enttäuscht dass ich meinen Porsche noch nicht habe und noch schlimmer ist die Ungewissheit, ob ich ihn überhaupt bekomme.

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  4. Stefan

    Hi Christian,

    da hast du schon Recht, die Sache mit dem Getriebe wird sicher nicht der einzige Grund für die Zurückhaltung des Sets sein. Und wenn es denn eine schwächelnde Verpackung im inneren des Sets sein sollte, die der dicken Porsche-Anleitung nicht standhält, steht das Paket aufrecht im DHL-Auto, dann wird es mich doch in ein paar Tagen oder zwei, drei Wochen umso mehr freuen, dass dieses Thema wohl gerade behoben wird. Muss Lego seinen Kunden den Grund einer verspäteten Auslieferung kommunizieren? Ich finde nicht. Aber auf einen Fehler zu reagieren, der vielleicht bei dem ein oder anderen Kunden tatsächlich für größeren Frust gesorgt hätte als ein paar Tage zusätzliche Wartezeit spricht in meinen Augen für das Unternehmen. Und ganz offensichtlich ist dieser Fehler wohl marginal, sieht man die Sets doch bei Porsche im Shop bzw. hat den Verkauf in den Stores zugelassen. Meiner Meinung nach ist dies ein sorgfältiges eingehen auf den Kunden und letztlich ein Arbeiten an der Kundenzufriedenheit. Lego muss dazu keine Schwächen in Verpackung, Konzeption oder sonstwo in den Produktionsabläufen seiner Sets offenbaren, die Lego-Community ist schon so laut genug. Aber wie du schon gesagt hast, man kann geteilter Meinung sein… ich hätte das Teil auch gern dieses We gebaut.

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