LEGO Scania Truck T19 by Ingmar Spijkhoven im Review

Scania Truck T19

Im Laufe der Zeit lernte ich viele LEGO-Bauer und Fans auf den verschiedensten Ausstellungen und Veranstaltungen kennen. An manche erinnert man sich noch lange und sehr gerne, wieder andere vergisst man nach der Zeit. Die Floating Bricks 2018 in Hamburg wird immer in schöner Erinnerung bleiben. Das PROMOBRICKS Team hatte einen kleinen Stand direkt neben Ingmar Spijkhoven. Er stellte auf zahlreichen Veranstaltungen seine Bausätze vor und hat vor allem gute Laune verteilt. Leider war es eine der letzten Gelegenheiten ihn persönlich zu treffen, im Juli 2019 ist er nach kurzer schwerer Krankheit in seiner Heimat, den Niederlanden, leider viel zu früh verstorben. Wir konnten noch im März 2019 ein Interview mit ihm machen, sehr sehenswert.

Seine Modelle werden noch von seiner Frau abverkauft. Neue werden natürlich nicht mehr entstehen, ob Alte wieder aufgelegt werden, ist mir nicht bekannt. Es können aber auch Bauanleitungen ohne Teilesets bestellt werden.

Scania Truck T19 by Ingmar Spijkhoven im Review

Zu Weihnachten habe ich mir nun ein Set von Ingmar gegönnt. Den Truck T19 mit 2.473 Teilen. Der Laster ist dem Scania 143m nachempfunden, die Aufkleber dafür liegen dem Set auch bei. Wahrscheinlich aus rechtlichen Gründen darf er mit dem Markennamen nicht auf der Packung werben.

Auf der Website von Ingmar könnt ihr zwischen verschiedensten Modellen auswählen, alle sind voll motorisiert und fernsteuerbar mit LEGO Power Functions. Ich habe mir den Scania in Gelb ausgesucht, weil mir erstens die Farbe gefällt und ich zweitens kein Chrom-Paket dazu ordern wollte, was bei der gelben Farbe auch sicherlich nicht gewirkt hätte. Das Modell kostet dann 669 Euro (ohne PF-Komponenten). Für 119 Euro Aufpreis gibt es die Power Function Teile dazu. Das kann ich nur empfehlen, die Teile sind mittlerweile sehr teuer geworden. Alleine der Servomotor schlägt gerne mit über 80 Euro zu Buche.

Die Packung

Nach sehr schneller Lieferung kam das Paket aus Holland an. Perfekt verpackt, auch in der Schachtel alles mit Styropor-Flocken ausgefüllt. Die Schachtel ist versiegelt und hat Magnet-Verschlüsse. Sehr hochwertig verarbeitet, was bei diesem Preis auch erwartet werden darf.

Besonders haben mir die gedruckten Siegel gefallen. Mein Set hat die Nummer sieben von hundert, ob es nun einhundert Scania in Gelb gibt, oder ob es insgesamt 100 T19 gibt, bleibt im Verborgenen.

Die Teile

Insgesamt sind 2.473 Teile enthalten. Der technische Stand der Einzelteile ist natürlich im Jahr 2017 stehen geblieben, neue Teile-Entwicklungen können nicht mehr in die Modelle einfließen. Die Ansteuerung der Lenkung ist mit einem 3D-Druckteil realisiert, kann aber auch mit LEGO Teilen gebaut werden. Da es diese aber sehr schwer noch als Neuteil gibt, wich Ingmar auf diese Lösung aus. Überhaupt sind alle Teile neu und Original LEGO. Zwei Zahnräder, die bei der Lenkung verbaut werden sind ebenfalls 3D-Drucke, es können aber auch die alten 14er Zahnräder genommen werden, diese sind meist nur noch gebraucht zu finden.

Bei den Power Function Teile kommen zwei M-Motoren zum Einsatz, die beide für den Vortrieb sorgen werden. Ich hatte die PF-Teile nicht mitbestellt, was sich später zumindest finanziell nicht gelohnt hatte.

Die Bauanleitung

Dem Set liegt eine gedruckte und spiralgebundene Anleitung bei. Auf 166 beidseitig bedruckten Seiten ist der Bau gut erklärt. Durch die Spiralbindung ist das Blättern ein Genuss, so würde ich mir das bei LEGO-Sets auch wünschen.

In der Anleitung kann der Truck sowohl links- als auch rechts-gelenkt gebaut werden. Der kleine Stickerbogen liegt bei und könnte auch nachgekauft werden. Leider ist in der Anleitung nirgends erklärt, wo die Aufkleber hin sollen. Was mich aber wirklich gestört hat, ist die Teileliste. So ist am Ende der Bauanleitung zwar ein Bild mit allen Teilen abgebildet, aber leider ohne jegliche Teilenummern. Wer also den Truck anhand der Anleitung bauen will und sich nach dieser Liste die Teile suchen muss, der hat wohl einige Stunden vor dem Rechner gewonnen. Ob es eine digitale Liste beim Kauf einer Anleitung gibt, ist mir leider nicht bekannt.

Der Zusammenbau

Kommen wir nun endlich zur Hauptsache, dem Aufbau des Modells. Die einzelenen verschweißten Tüten mit den Bauteilen sind nicht nummeriert, zum Glück ist aber zwischen Chasis und „Bodywork“ unterschieden. Also zuerst alle Teile für das Chassis auf den Tisch kippen und es kann los gehen.

Die Hinterachsen wirken beim Bau sehr filigran, was sich am fertigen Modell aber nicht bestätigt. Die Bilder in der Anleitung sind scharf und ausreichend detailliert. Da der Bau etwas anders erklärt wird als bei einem original LEGO Set, brauchte ich etwas bis ich mich in der Anleitung wohl fühlte. Am zweiten Bild seht ihr zusätzliche Zahnräder. Mit diesen kann die Übersetzung geändert werden, auf langsame Geschwindigkeit und höhere Zugkraft. Die Entscheidung dazu solltet ihr auch bei diesem Bauschritt treffen, später wird der Ausbau der Motoren schwierig. Nach der Fertigstellung des Chassis konnte schon mal ein Funktionstest durchgeführt werden.

Nun geht es an das Führerhaus und den Motor. Während der kompletten Bauzeit sollte immer wieder akribisch auf die Verlegung der Kabel geachtet werden. Ich musste mehrmals zurück blättern und die Verlegung korrigieren. Liegt bestimmt auch daran, dass bei mir der Bau eines Technik-Modells schon einige Zeit zurück liegt.

Noch ein Blick auf das Armaturenbrett, später wird es schwierig die Sitze und alle Details am fertigen Truck zu sehen.

Entweder es gibt verschieden große Batterieboxen, oder es hat sich ein Fehler in die ansonsten tadellose Bauanleitung eingeschlichen. Ich mußte auf jeder Seite jeweils eine 2x2er Platte herausnehmen, um die Batteriebox an den vorgesehenen Platz schieben zu können.

Hinten seht ihr die Sattelkupplung und einen PF-Stromanschluss. Ingmar hat in seinem Angebot auch zahlreiche Trailer, die dann natürlich auch einige fernbedienbare Funktionen haben. Sehr schön ist auch die Zwillingsbereifung zu sehen. Insgesamt zehn der sogenannten „Arocs“-Räder sind in diesem Set verbaut, mittlerweile auch kein ganz billiges Vergnügen mehr.

Bei der Bestellung des Bausatzes haderte ich noch damit, dass der Truck keine Frontscheibe hat. Das Thema Windschutzscheiben bei LEGO Fahrzeugen wäre seitenfüllend, irgendwie gibt es unzählige Scheiben bei LEGO, aber die, die man braucht, ist nie dabei. Hier müsste sie 15 Noppen lang sein, dafür höchsten zwei Noppen tief und ungefähr vier Steine hoch. Natürlich gibt es so eine Scheibe nicht. Am fertigen Modell hat mich das Fehlen der Scheibe allerdings fast nicht mehr gestört.

Die Motorhaube ist natürlich später zum Öffnen um den schön detaillierten V8-Motor zu sehen. Teilweise wilde Bautechniken, im großen und ganzen wurden aber relativ wenig spektakuläre Bauweisen am Modell verwendet.

Am Ende kommt noch der Deckel auf die Batteriebox und die hinteren Kotflügel müssen angebracht werden.

Das fertige Modell

Nach ca. 12 Stunden Bauzeit war der Scania Truck fertig. Alle Funktionen haben sofort funktioniert, die Fernsteuerung mit der Zug-Steuerung macht Sinn, da damit die Lenkung schön stufenlos gesteuert werden kann.

Das, für mich, etwas komische Geweih auf dem Dach habe ich entfernt, gefiel mir ohne besser.

Obwohl der Lastwagen keine Federung verbaut hat, kann er Unebenheiten sehr gut ausgleichen. Ingmar hat die Vorderachse mit starken Gummis aufgehängt, dass bringt schon etwas Elastizität. Die Hinterachse ist durch ein ausgeklügeltes Aufhängungssystem auch gut verschränkbar. Der Vorteil durch das Weglassen von Stoßdämpfern ist, dass sich das Modell nicht zur Seite neigt. Wer zum Beispiel den LEGO Unimog 8110 im Regal stehen hat, weiß, der steht immer irgendwie „krumm“ da. Das wurde hier durch die Konstruktion der Aufhängungen vermieden.

Leider kann man im Innenraum die Kabel und auch einige Power Function Elemente sehen. Ist leider nicht vermeidbar, möchte es aber trotzdem nicht unerwähnt lassen.

Mein Fazit

In Zeiten, wo der dänische Spielwarenhersteller gefühlt wöchentlich neue Superlativ-Sets auf den Markt wirft, in Preisregionen jenseits der 500 Euro, kann eigentlich ein limitierter Bausatz einer Kleinstfirma preislich nicht mehr schocken. Trotzdem sind über 700 Euro (mit PF-Teilen) eine Hausnummer. Ob das Set das geforderte Geld wert ist, darüber mag sich jeder selbst ein Urteil bilden. Auf jeden Fall bekommt der Käufer ein perfektes Paket, dass keine Wünsche offen lässt. Alle Teile waren neu, es hat nichts gefehlt und das Endergebnis macht mir nicht nur beim Anschauen viel Freude. Außerdem gefällt mir die Mischung aus Technic und Creator sehr gut. Falls LEGO jemals wieder eine Art Model Team Serie aufleben lassen sollte, dass hier ist der Maßstab!

Mit meinen Erinnerungen an Ingmar war die auf zwei Tage verteilte Bauzeit ein tolles Weihnachtsgeschenk, dass man(n) sich in den meisten Fällen wohl selber machen muss.

Der Steckbrief

Artikelnummer:
Set-Name: Truck T19
Baureihe:
Teilezahl: 2.473
Erscheinungsjahr: 2017
Bauzeit: ca. 12 Stunden
Altersfreigabe: ab 16 Jahren
Verkaufspreis: 669 Euro (ohne Power Functions)

Nachtrag

Die Witwe von Ingmar Spijkhoven hat mir per Email mitgeteilt, dass nur noch die vorhandenen Komplett-Bausätze verkauft werden. Weitere Auflagen dieser Komplettboxen wird es nicht mehr geben, da die Beschaffung mancher Einzelteile die zum Bau notwendig sind nur noch schwer neu zu bekommen, oder extrem teuer geworden sind. Es werden aber weiterhin die Bauanleitungen von Esther Spijkhoven vertrieben. Bei dem Kauf einer Anleitung wird auch eine Teileliste per PDF angehängt. Auf Wunsch kann der Käufer auch eine Liste digital bekommen, damit kann dann eine Wanted List auf Bricklink angelegt werden.

Anmerkung von mir: Auf Rebrickable können die meisten Anleitungen auch gekauft werden, dort ist die digitale Teileliste auch ohne Kauf schon zum herunterladen.

Hier noch der Original Wortlaut:

Unfortunately when it comes to the Building Experience Kits I had to make the choice to sell what I have left and then it stops. The reason for this is that LEGO® no longer produces certain parts that are important to Ingmar’s designs. It will be very difficult to buy these parts and if I can they are terribly expensive which means that I have to increase the prices of the kits to such an extent that it is no longer fun to buy such a set. For example you mentioned the power functions and how expensive they are right now. Loose parts and Building Instructions will still be available! 

I also read you asked yourself if the parts list is included when ordering the building instructions, well the answer is yes! After paying the order the customer receives an “payment received” email with all data, including the pdf parts list. In some cases customers ask for the parts list in bsx so they can put the whole list in the wanted list in BrickLink.

You are right when it comes to the parts list on the last page of the building instructions without the numbers. Ingmar decided to do so because he has chosen to remain independent. That’s why he added the parts list separately.

34 Kommentare zu „LEGO Scania Truck T19 by Ingmar Spijkhoven im Review“

  1. Das ist ein schöner LKW. Ich würde nicht sagen dass mir 700€ für ein Modell zu teuer ist, aber als gekaufter Bausatz schon. Wenn ich selber baue, ohne Budget, ist es mir egal was da am Ende unter’m Strich zusammen kommt. Um zurück zu kommen, mir gefällt das Modell sehr gut, so wie ein Hauber an und für sich. Vielen Dank für die Vorstellung und viel Spaß damit. Ich wünsche einen fröhlichen Weihnachtstag.

  2. Die Zahnräder sind durch die alten 14er Kegelräder ersetzbar. Auf Wunsch von Ingmar habe ich die damals, zusammen mit dem Flex Cable Ersatz, entworfen, um die kaum noch erhältlichen Teile zu ersetzen.

  3. Ich verstehe irgendwie Sinn und Zweck sowohl dieses Sets als auch des Reviews nicht. Alles in allem handelt es sich um eine 669 Euro teure Sammlung von nicht mal 2.500 Standard-Teilen plus Bauanleitung, deren Preis letztlich durch überhaupt nichts gerechtfertigt ist. Limitierung hin oder her, am Ende ist dieses Set der Inbegriff von „Geld aus dem Fenster werfen“ – wozu also die Vorstellung hier?

    1. Aber aber, ohne Helm und ohne Gurt, wer wird denn gleich so grinchig sein?

      Ein Review ist eine kritische Besprechung eines Produktes, somit beinhaltet die Bedeutung des Wortes sowohl Sinn als auch Zweck desselbigen. Thematisch passt es auch sehr gut auf diese Seite, ist dies hier doch immer noch LEGO Blog.
      Somit erschließt sich mir wiederum nicht der Hintergrund der Frage „[…] wozu also die Vorstellung hier?“.

      1. Die Frage bezog sich darauf, dass hier ein offenkundiges Luxusprodukt für die Oberschicht vorgestellt wird – etwas, das auf diesem LEGO-Blog bislang unüblich war.

        1. naja, es ist ein sehr gut gemachtes Produkt einer Kleinfirma, die ihr Möglichstes tat/tut, im Entwurf (also da wo sie tatsächlich können!) ein höheres Niveau zu erreichen als „das Vorbild“, mit den gegebenen Möglichkeiten und Kostenrahmen eines Kleinbetriebs der eben keine Massenfertigung und Logistik hat. Das isso, kann man wenig dran schrauben.

          dass sowas in einem Lego-Blog vorgestellt wird ist wünschenswert – die offiziellen Serverstellung hat jeder, die finanziell notwendigen Hinweise auf Verkaufsaktionen auch. Das hier nicht.
          (auch berichte über MOCs, alte Spielwelten, Ausstellung auf die nicht jeder fahren kann, … sind gut, auch wenn mich dort nicht jeder Bericht ansprechen wird und das Arbeit/Leser-Verhältnis vermutlich schlechter ist als bei „Massenprodukt-Artikeln“. es zeigt aber auch dass die Macher Freude am Thema haben, nicht nur an geklickten affiliate-links.

        2. Die Herstellung einer Sonderserie in kleiner Auflage auf diesem Niveau ist immer mit massiven Kosten verbunden. Zudem gibt es ja auch die Wahl, ob man das fertige Modell oder nur die Bauanleitung selbst erwerben möchte. Kann man auf eine eigene Teile-Sammlung zurückgreifen, kommt man natürlich günstiger weg (wobei die Teile irgendwann ja auch mal angeschafft wurden und dies nicht kostenlos). Oder man bestellt sich die Teile von sonst wo selbst zusammen. Wenn jemand aber sich diese Mühe schenken will und es ihm dies wert ist, dann ist es halt so.
          Ich fände es grossartig, wenn LEGO sowas (wie die alten Model Team) mit Lizenz und verschiedenen Trailern oder sogar Stickerbögen zum selber Beschriften rausbringen würde. Da wären Sticker sogar mal wünschenswert. 😉
          Und man muss auch ehrlich sein und sagen, dass LEGO selbst nicht gerade günstig oder preiswert ist und sehr viele ihrer Produkte mittlerweile als Luxusprodukte angesehen werden können. Wenn ein Zetros mit gerade einmal 2110 Teilen und den eklatanten Schwächen und der lieblosen, nicht-originalgetreuen Gestaltung eine UVP von 299.99 EUR hat und das obwohl LEGO dies in riesigen Mengen skalieren kann, dann stellen sich mir schon ein paar Fragen… Und von den anderen Sets mit 400 EUR und mehr müssen wir ja da gar nicht erst sprechen. Würde ich mir jedes Set gönnen wollen das mir gefällt, wäre ich längst verarmt.

  4. Wieso Luxusprodukt für die Oberklasse? Die Frage ist eher ist man bereit 700 dafür auszugeben. Es gib Leute die kaufen sich für 800 Star Wars Set und haben die alle…ist das auch für die Oberklasse? Dann dürfte darüber nicht mehr in diesem Blog berichtet werden.

    Ja du hast recht das 700 viel Geld ist, aber ob ich mir 5 Sets für 700€ oder 3 Sets, oder eben 1 Set Kaufe, 700€ bleiben 700€. Entweder ist man bereit das für sein Hobby auszugeben oder eben nicht. Ich persönlich wäre eher bereit das Geld für den LKW locker zumachen mit dem ich mit den Kids spielen kann als für Star Wars Produkte.

  5. Echt tolles Review!!! Ich hab mir auch 2 Zugmaschienen und 2 Auflieger von ihm gekauft. Truck T18 mit PF und Chrom, Truck T12 in Gelb ohne PF und ohne Chrom, und Trailer TR4 in Blau ohne PF und ohne Chrom. Dazu noch die Anleitung, Sticker und Chromfelgen von Trailer TR11 mit gebraucht Teile von Bricklink also ein Budget-Bau.
    Hab auch ein Review gemacht und habs ich auf Eurobricks geschrieben. Sucht nach:
    “ [REVIEW] Ingmar Spijkhoven Building Experience Kits “ in der Technic, Model Team and Scale Modeling sparte. Ich habs auf Englisch geschrieben.
    Ich verlink auch euer Promobricks Review auf der Eurobricksseite 😉
    Hab auch überlegt ob ich mir den Scania hole, aber es gibt keinen passenden Auflieger dafür… Und außer die Dollys gibts eigentlich garkein Auflieger (zurzeit) mehr! 🙁

    1. Hallo,
      vielen Dank für Dein Lob. Ja, leider werden die Fertigbausätze auf der Seite von Ingmar langsam weniger. Ich dachte mir der Trailer TR4 könnte ganz gut dazu passen. Als Ladung erstmal der alte LEGO Volvo Radlader, bis mir ein passender Creator-Style Bagger/Lader eingefallen ist. Was meinst Du, zu amerikanisch für den Scania?
      Gruß
      Wolfgang

      1. Beim Tr4 würde ich vielleicht die rot-weißen streifen weglassen, und würde ihn in gelb oder schwarz nehmen, dann könnte er zum Scania oder europäisch passen…
        Auf Eurobricks hab ich verschiedene Ladungen drauf gestellt.

      1. Leider ist der T19 nicht auf Rebrickable, mir wurde geschrieben, dass zu viele „Diebe“ unterwegs waren und er deshalb nicht mehr jedes MOC eingestellt hat. Allerdings ist der T13 fast Baugleich…

  6. Schönes Review und interessante Horizonterweiterung! Ich verstehe die Kritik an dem Review nicht, ich persönlich finde gerade die Reviews (egal welche) immer das schönste bzw. spannendste! Wenn es nach mir ginge dürfen das sehr gerne noch vieeel mehr (gerade Classic-Reviews finde ich toll) sein! Ich würde mir so ein Set selber nie kaufen und würde auch gar nicht wissen, dass es so ein Set gibt, umso interessanter finde ich solch ein Review! Wer es nicht mag, muss es nicht lesen, ich denke auf dieser Seite ist für jeden etwas dabei!

  7. Das Set ist für mich als echten LEGO-Fan schon ein ziemlich dreistes Plagiat und ich bin ziemlich entsetzt, dass ihr das Ganze hier auch noch vorstellt. Ich meine, wo genau ist der Unterschied zwischen diesem Bausatz und dem von euch vor 10 Monaten vorgestellten BlueBrixx-„Ferrari“? Der Truck hier hat keine Scania-Lizenz, legt aber Aufkleber mit dem offiziellen Logo bei – sowas trauen sich die Chinesen meistens noch nicht mal! Und während die Chinesen wenigstens ihre eigenen Steine produzieren, erweckt dieses Set hier durch Benutzung den LEGO-Steinen und dem LEGO gehörenden Power-Functions-System auch noch den Anschein, ein offizielles LEGO-Produkt zu sein! Der MOCer kopiert einfach schamlos von LEGO, die in ihr Produkt Jahrzehnte von Entwicklungsarbeit gesteckt haben. Ich hoffe, dass meine Mail an die Rechtsabteilung von LEGO entsprechende Konsequenzen für den Anbieter haben wird, denn solche dreiste Trittbrettfahrerei darf einfach nicht sein. Nur offizielle LEGO-Produkte sind das Original, alles andere sind dreiste Fälschungen – egal, welche Steine dafür nun benutzt werden.

    1. Hallo Günther, wo ist dieses Modell den „dreistes Plagiat“? Der Truck ist bei LEGO überhaupt nicht erhältlich und ist ein einfach nur ein möglichst detailgetreuer Nachbau des echten Trucks.

      Und sorry, die Rechtsabteilung von LEGO wird Deine Mail wahrscheinlich direkt in die Ablage P werfen, da hier keine mir bekannten Rechte verletzt wurden. Der Ersteller/Anbieter des MOC ist übrigens tot.

      1. „Der Truck ist bei LEGO überhaupt nicht erhältlich und ist ein einfach nur ein möglichst detailgetreuer Nachbau des echten Trucks.“

        Also haargenau wie das auch beim seinerzeit von euch prominent kritisierten BlueBrixx-„Ferrari“ der Fall war. Hier wird nun aber offenbar rein aus Gründen der Verkaufsförderung plötzlich mit zweierlei Maß gemessen, plötzlich sind Fremd-Sets ohne Lizenz des Fahrzeugherstellers völlig OK – das ist doch pure Doppelmoral. Sicher, dass ihr euch weiterhin „LEGO-Blog“ nennen wollt?

        1. Sorry, für mich hinkt sowohl dein Vergleich als auch deine Schlussfolgerung mächtig. Schon allein, wenn man das Unternehmen BlueBrixx mit dem Kleingewerbe des Niederländers vergleicht und die Auflagen der jeweiligen Sets. Zudem gibt es von dem MOC-Truck kein offizielles LEGO Set, auch hier passt deine Vermutung nicht.

          Und da wir ein LEGO Blog sind: Bei dem Truck handelt es sich ganz klar um ein LEGO MOC. Von daher passt das Review auch wunderbar zu unserer Seite. Und die Unterstellung, wir würden das Set nur aus „Gründen der Verkaufsförderung“ hier vorstellen, weise ich ganz klar von der Hand. Ingmar ist verstorben, seine Frau verkauft den Bestand ab und unser Autor hat sich das Set selbst gekauft. Damit sollte das Thema auch beendet sein, danke und einen schönen Abend.

          1. Die Kritik wegen der fehlenden Lizenz ist nicht von der Hand zu weisen. Da spielt es keine Rolle ob Millionenunternehmen mit Investor im Rücken oder Kleingewerbe: gewerblich ist gewerblich. Unter dem besagten Bluebrixx-Artikel wurde ja von Seiten der Redaktion angemerkt, man sei an einem Artikel über Lizenzen dran. Ist das noch aktuell? Wäre wirklich sehr spannend…

              1. Beim hier vorgestellten Fake-„Scania“ ist die Lage hingegen ziemlich eindeutig: Das Set hat keine Lizenz, benutzt aber das offizielle Scania-Logo. Und ihr macht dazu ein redaktionelles Review. Zum BB-Ferrari gab es auch kein offizielles LEGO-Set, dennoch habt ihr damals was von „Fälschung“ geschrieben. Also wenn schon, denn schon: Wenn ihr so argumentiert, dann trifft dieses Argument auf den „Scania“ hier in derselben Weise zu.

                1. LEGO hat sehr wohl Sets mit offizieller Ferrari-Lizenz in den Handel gebracht. Ein ähnliches Lizenz-Modell ist mW sogar im Beitrag dazu verlinkt gewesen. Andere offiziell lizensierte Ferrari-Sets von anderen Klemmbaustein-Herstellern gibt es nicht. Von LEGO (oder anderen Herstellern) gibt es bislang kein offizielles Scania-Set. (Von LEGO Ideas Entwürfen mal abgesehen.) Und ja, die Aufkleber sind kritisch zu sehen, auch wenn diese Custom-Made sind.

                  1. Nur weil LEGO schon mal einen bestimmten Ferrari veröffentlicht hat, haben sie dann auch ein Abo auch auf alle anderen Ferrari-Modelle? Und Scania darf wiederum unlizenziert kopiert werden, weil LEGO von der Marke noch nie was hatte? Die Argumentation passt doch hinten und vorne nicht – das einzige, was bei der Argumentationslinie ziemlich klar wird, ist die darin enthaltene Doppelmoral.

                    Das BB-„Ferrari“-Modell gab es so noch nie von LEGO, insofern gibt es auch kein „Original“. Und ob es nun schon mal einen Scania von LEGO gab oder nicht, ist für die Frage der Legalität oder Illegalität dieses MOCs völlig irrelevant. Am Ende besteht der einzige Unterschied zwischen BB-Ferrari und Scania-Truck in den verwendeten Steinen – BB benutzt eigene Steine, während der MOCer mit LEGO-Teilen den Anschein eines LEGO-Sets erweckt.

              2. Danke für die Erklärung! Sehr schade, denn das Thema Lizenzen sorgt immer wieder für Diskussionen (siehe diesen Artikel) und es wäre schön, wenn man dazu mal eine Einschätzung und Fakten (rechtliche Lage etc.) hätte. Insbesondere jetzt, wo nicht-dänische Firmen immer mehr auf Lizenzen setzen und diese auch bekommen, Lego wiederum (wenn auch äußerst selten) auf die ein oder andere Lizenz verzichtet (10290 Pick-Up; 10258 London-Bus), wäre das bestimmt ein sehr spannender Artikel. Äußerst interessant finde ich bei letzterem Modell übrigens auch, dass man das Wort „Lizenz“ in sämtlichen Artikeln von Promobricks oder ähnlichen Lego-Blogs zum London-Bus vergeblich sucht, man Modelle der Konkurrenz ohne Lizenz aber auf einmal „unschön“ findet. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt… Preisfrage dazu: Welche Firma wirbt mit einem Foto des Originals auf einem Karton, ohne jedoch eine Lizenz zu besitzen?

                1. Die Verwendung eines Markenzeichens auf einem Modell ist höchstrichterlich nicht zu beanstanden. https://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&Art=en&Datum=Aktuell&Sort=12288&nr=50553&pos=5&anz=608
                  Ich bin mir sicher Ingmar hat sich zu Lebzeiten ausführliche Gedanken gemacht, ob und wie er den Markennamen verwendet. Er wird sich sicherlich etwas dabei gedacht haben Scania nicht auf den Karton zu schreiben, aber gleichzeitig die Sticker beizulegen. Wie Michael und auch ich schon mehrfach darauf hingewiesen haben, können wir ihn nicht mehr fragen.
                  Traurig finde ich persönlich das 16 Stunden Review Erstellung dann in einer endlosen Diskussion über Lizenzen und „Geld aus dem Fenster werfen“ Meinung endet.
                  Wir hoffen das es die Meinung einiger weniger Leser ist (mittlerweile ca. 10.000 Zugriffe auf diesen Artikel) und die große Mehrheit etwas mit diesem Review unterhalten wurde, oder im Besten Fall sogar Entscheidungshilfe beim Kauf dieses Sets gewonnen hat.
                  Ansonsten wäre die Schlußfolgerung daraus, auf Set-Besprechungen, in die immer die Meinung des Verfassers einfließt, zukünftig ganz zu verzichten.
                  Gruß
                  Wolfgang

                  1. a) „Die Verwendung eines Markenzeichens auf einem Modell ist höchstrichterlich nicht zu beanstanden.“
                    b) „Er wird sich sicherlich etwas dabei gedacht haben Scania nicht auf den Karton zu schreiben, aber gleichzeitig die Sticker beizulegen.“

                    Ja, was denn nun?! Ist die Verwendung des Markenzeichens nun nicht zu beanstanden oder doch? Wenn nichts zu beanstanden wäre, könnte man den Scania-Schriftzug doch auch auf dem Karton zeigen. Wird hier aber nicht gemacht – warum? Und warum sind Sticker dann wiederum OK? Oder sind sie es doch nicht? Klar wird hier nur, dass ihr ganz offensichtlich keine Ahnung von der Materie habt, gleichzeitig aber Wettbewerber und ihre vermeintlich illegalen Machenschaften an den Pranger stellt. Worauf beruhen eure Vorwürfe gegenüber den alternativen Herstellern, wenn ihr keinen Schimmer von der Materie habt? Das ganze inkompetent zu nennen, ist noch geschmeichelt.

                    Ich für meinen Teil kann nur hoffen, dass keiner so dumm ist und sich das Luxus-Teil hier für 700 Euro kauft. Das ist plastikgewordene Dekadenz im Endstadium. LEGO war immer etwas für Normalerverdiener und nicht für Reiche. Wie hier nun mit diesem Luxus-MOC im Review geprahlt wird, ekelt mich ehrlich gesagt an.

                    1. Ich denke, jeder kann selbst entscheiden, was er oder sie mit seinem Geld anstellt. Es macht deinen Kommentar auch nicht besser, jemandem Dummheit dafür zu unterstellen.

                      Und noch was: Das Thema sollte wir hiermit beenden. Es macht wenig Sinn, unter Verwendung von verschiedenen „Benutzernamen“ hier eine scheinbare Diskussion zu entfachen. Meinst du nicht auch, Ursula ? Oder sollte ich besser Hans, Felix oder Günther sagen? Weitere Fake-Kommentare werden künftig gelöscht. Danke!

  8. Ein sehr schöner LKW und das noch in meiner Lieblingsfarbe. Am Model team musste ich auch denken, hoffentlich kommt irgendwann noch mal eine solche Serie. Eben habe ich noch mal das Interview von Michael und Henry von der Floating Bricks gesehen, R.I.P. Ingmar.

  9. Handelt es sich bei unserem Hobby um eine Religion oder um Spielzeug das für manche Erwachsenen den Inbegriff von Kreativität darstellt………. ?
    Sieh den Truck doch als Inspiration einfach selber etwas zu entwickeln !
    Warum liest Du das Review wenn es Dich so aufregt , beschäftige Dich lieber mit Set´s welche Dir Freude bereiten.
    Fanatismus ist ungesund und verklärt die Sicht auf die Offensichtlichen Dinge.
    LG , Dirk

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