In diesem Classic-Review möchte ich euch ein weiteres sogenanntes Großkopf-Set zeigen. Wenn ihr euch die Figuren anschaut, seht ihr sofort, woher der Spitzname für diesen Vorläufer der Minifigur kam.

Die Set-Verpackungen konnten in den frühen LEGO Jahren noch zerstörungsfrei geöffnet und vor allem wieder gut verschlossen werden. Einfach an der Perforierung aufknicken, wie eine Schokoladentafel, und anschließend wieder verschließen. Der Inhalt war noch nicht in einem Beutel verpackt. Lediglich der eigentliche Karton war in eine Folie eingeschweißt.

Auf der Rückseite sind weitere Bauvorschläge abgebildet. Alle zum Thema passend. Die Bauanleitung ist knapp gehalten, es sind auch nicht besonders viel Steine zu verbauen.

Auch besondere Bautechniken fehlen hier. Als Kind haben mir die Abbildungen der anderen Sets auf der Anleitung immer besonders gut gefallen. Einerseits, um den Eltern zu zeigen, was ich noch alles gerne hätte, anderserseits versuchten wir mit unseren vorhandenen LEGO Steinen die Modelle nachzubauen.

Das Besondere an diesen Indianern ist natürlich die Farbe der Köpfe und Hände. In dieser Farbe waren sie nur hier verbaut! Auch die Indianerfedern sind nur in diesem Set zu finden.

Die schwarzen Paddel für das Kanu sind in dieser Farbe auch nur hier verwendet worden. Selbst der rote Minifigur-Kopf ist so nur in zwei alten Sets zu finden. Den roten 2x2er Stein habe ich nur zum Farbvergleich dazugelegt. Das Set selber ist jetzt kein bauliches LEGO Highlight, aber durch die vielen einmaligen Teile wird es zum Sammlerobjekt.

Als ich vor Weihnachten ein Bild des Sets auf Facebook gepostet habe, kam es in einem amerikanischen LEGO Fan Blog zu einer großen Diskussion wegen des Set-Namens. Wenn ihr an die Zeit der Siebziger Jahre zurückdenkt, waren Indianer umgangssprachlich Rothäute. Heute in der Zeit von Political Correctness ist so eine Setbezeichnung natürlich undenkbar. Und besonders Stolz dürfte der dänische Spielwarenhersteller mittlerweile auf dieses Set auch nicht mehr sein.

1 KOMMENTAR

  1. Immer wieder erstaunlich zu sehen, dass sich die Steine selbst überhaupt nicht verändert haben bis heute. Danke für das Review!

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