Während Michael und Wolfgang aus dem PROMOBRICKS Team aktuell in Billund zur Jahrespressekonferenz sind, wurde zwischenzeitlich die offizielle Pressemitteilung veröffentlicht:

Umsatzrückgang von sieben Prozent; weltweite Verbraucherumsätze bleiben auf Vorjahresniveau

Billund, 6. März 2018. Die LEGO Gruppe hat heute ihre Finanzergebnisse für das Gesamtjahr 2017 veröffentlicht und meldet einen Rückgang der Umsatzerlöse sowie des operativen Gewinns.

  • Die Umsatzerlöse für das Gesamtjahr verringerten sich um acht Prozent auf 35,0 Mrd. Dänische Kronen gegenüber 37,9 Mrd. Dänischen Kronen in 2016. Ohne Berücksichtigung von Wechselkurseffekten ist der Umsatz im Gesamtjahr im Vergleich zu 2016 um sieben Prozent gesunken.
  • Der operative Gewinn (Gewinn vor Finanzposten und Steuern) für 2017 betrug 10,4 Mrd. Dänische Kronen, verglichen mit 12,4 Mrd. Dänischen Kronen in 2016 – dies entspricht einem Rückgang von 17 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
  • Der Reingewinn für das Gesamtjahr betrug 7,8 Mrd. Dänische Kronen im Vergleich zu 9,4 Mrd. Dänischen Kronen in 2016.
  • Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit betrug im Berichtsjahr 10,7 Mrd. Dänische Kronen gegenüber 9,1 Mrd. Dänischen Kronen in 2016.
  • Der Rückgang der Umsatzerlöse ist teilweise auf die Bereinigung der Bestände entlang der Wertschöpfungskette zurückzuführen. Die weltweiten Verbraucherumsätze blieben auf Vorjahresniveau, verzeichneten jedoch in den letzten Monaten des Jahres 2017 eine steigende Tendenz.

Niels B. Christiansen, CEO der LEGO Gruppe, dazu: „2017 war kein einfaches Jahr, insgesamt sind wir mit den finanziellen Ergebnissen nicht zufrieden. Dennoch haben wir das Jahr gut abgeschlossen. Im Dezember stiegen die Endverbraucherumsätze in sieben unserer zwölf größten Märkte, und wir beginnen das Jahr 2018 mit optimierten Warenbeständen. 2018 werden wir das Geschäft stabilisieren und investieren in langfristig nachhaltiges Wachstum.

In 2017 sind die Umsatzerlöse in unseren etablierten Märkten gesunken, primär aufgrund von Maßnahmen zur Bereinigung der Warenbestände. Dieser Rückgang hat unsere operativen Gewinne belastet. Darüber hinaus haben wir die Organisation vereinfacht und verkleinert, um den gegenwärtigen Anforderungen an das Geschäft gerecht zu werden. Diese schwierigen Maßnahmen sind inzwischen abgeschlossen. Unsere Bilanz, der Cashflow und die Rentabilität sind nach wie vor solide.

Wir haben 2018 gut begonnen und werden im kommenden Jahr das Geschäft stabilisieren, indem wir in großartige Produkte und effektive globale Marketingexekutionen investieren. Es gibt keine schnelle Lösung und es wird seine Zeit dauern, um längerfristiges Wachstum zu erreichen.“

Während die Umsätze in den etablierten Märkten Nordamerika und Europa 2017 rückläufig waren, konnte der gesamte Endverbraucherumsatz in einer Reihe dieser Märkte gesteigert werden. Dies gilt insbesondere für die letzten Monate des Jahres. Chancen, wieder zu wachsen, sieht die LEGO Gruppe besonders in diesen Regionen und wird hier eng mit Handelspartnern zusammenarbeiten, um mit LEGO Spielerlebnissen noch mehr Kinder zu erreichen.

Darüber hinaus sieht die Gruppe großes Potenzial in China – hier lagen die Umsatzerlöse im Jahr 2017 im hohen zweistelligen Bereich. Die LEGO Gruppe hat mit dem größten Internetunternehmen des Landes – Tencent – jüngst eine Partnerschaft unterzeichnet, um die Präsenz in diesem strategischen Markt weiter auszubauen.

Ende 2018 wird die LEGO Gruppe zudem ein Büro in Dubai eröffnen, um den Ausbau der Aktivitäten im Nahen Osten und in Afrika weiter zu unterstützen.

Innerhalb des LEGO® Portfolios war der Absatz der klassischen LEGO Produktlinien erfreulich: LEGO City, LEGO® DUPLO®, LEGO Creator und LEGO Friends waren weiterhin erfolgreich, ein Zeichen für die zeitlose Attraktivität des LEGO Spielspaßes. LEGO NINJAGO profitierte zudem von der Veröffentlichung des Films im September. Die in der zweiten Hälfte von 2017 veröffentlichten LEGO® Star Wars™ Produkte performten im Rahmen der Erwartungen.

Ein „Versprechen an unseren Planeten“: unser Engagement für Kinder, die Gemeinschaft und die Umwelt

Auch im Jahr 2017 hat die Gruppe daran gearbeitet, weltweit mehr Kinder mit dem LEGO Spielerlebnis zu erreichen und das Versprechen einzulösen, einen positiven Einfluss auf den Planeten und die Gemeinschaft – deren Teil sie ist ­­­– zu nehmen.

Christiansen sagt: „Wir engagieren uns weiterhin für unsere Mission, die Baumeister von morgen zu fördern und zu inspirieren. Unser Ziel, mehr Kinder mit LEGO Spielerlebnissen zu erreichen, ist wichtiger als je zuvor. Werteorientiertes Handeln ist wichtig für Kinder und Eltern, die unsere Produkte kaufen, sowie für unsere Kolleginnen und Kollegen auf der ganzen Welt. Wir werden auch künftig in Aktivitäten investieren, die sich positiv auf das Leben von Kindern, die lokale Gemeinschaft und die Umwelt auswirken.“

Die LEGO Gruppe arbeitet weiterhin mit UNICEF zusammen, um auf die Bedeutung des Spielens bei der Entwicklung von Kindern aufmerksam zu machen. Sie hat den UNICEF Weltkindertag im November 2017 unterstützt, der dazu dient, Kindern auf der ganzen Welt eine Stimme zu geben.

Im Mai 2017 erreichte das Unternehmen sein Ziel, seinen Energieverbrauch zu 100 Prozent aus erneuerbaren Quellen zu decken – drei Jahre früher als geplant und als erstes Spielwarenunternehmen überhaupt. 2018 wird das Unternehmen seine Partnerschaft mit dem WWF fortführen und sich selbst ehrgeizige Ziele zur Reduzierung von CO2-Emissionen in der gesamten Lieferkette setzen. Es arbeitet auch weiterhin an seinem Ziel, bis 2030 ausschließlich nachhaltige Materialien zu verwenden. Im März hat die LEGO Gruppe die Einführung der ersten LEGO Elemente aus pflanzlichen Rohstoffen bekannt gegeben. Botanische Elemente wie Blätter, Büsche und Bäume werden in Zukunft mit aus Zuckerrohr gewonnenem, pflanzlichem Kunststoff hergestellt und sind in dieser Form bereits ab 2018 Bestandteil von LEGO Sets.

22 KOMMENTARE

  1. „In 2017 sind die Umsatzerlöse in unseren etablierten Märkten gesunken, primär aufgrund von Maßnahmen zur Bereinigung der Warenbestände.“

    –>Wurde endlich erkannt, daß zu viel Trash produziert wurde in den letzten 2 Jahren?

    • Das ist doch nur eine Begründung für den Rückgang des Umsatzes. Man hat aus Sicht von Lego nicht weniger Waren verkauft, sondern es waren mehr Rabatte als geplant nötig, um die Ware loszuwerden.

      Ob Lego als Ursache dafür das Sortiment an sich sieht oder ganz was anderes geht daraus überhaupt nicht hervor.

  2. Mehr Rückgang wie ich erwartet hatte, das ist schon ne Menge, aber was soll man sagen außer total verdient. Wird sich in 2018 fortsetzen, da bin ich sicher, es passt einfach zu viel nicht mehr, anstatt mehr Gewinn zu machen wird Lego bald rote Zahlen schreiben.

  3. Hm, warum wissen wir, die nicht zu Lego gehören und dort auch nicht in entsprechenden Bereichen tätig sind, was der Grund für den Umsatzrückgang ist und Lego selbst tabt immer noch im Dunkeln, wobei sich ja mit dem Satz „In 2017 sind die Umsatzerlöse in unseren etablierten Märkten gesunken, primär aufgrund von Maßnahmen zur Bereinigung der Warenbestände.“ Erkenntnisse erkennen lassen und Hoffnung besteht, dass sich was am Warensortiment ändert?!

    Wie „Mauro“ bereits schrieb muss dieser ganze Müll, der in den letzten 2 Jahren produziert wurde verschwinden und endlich wieder brauchbare Sets (vorallem bei Lego Technic) auf den Markt kommen.

    Für diese Erkenntnis muss man nichts studiert o. Ä. haben.
    Da reicht bereits der reine Menschenverstand für aus.

    • Ich weiß noch wie begeistert ich vor ein paar Jahren war wenn neue StarWars oder Superheldensets gekommen sind. Mittlerweile ist die Stimmung nur noch so mehhhh…
      Aber ich kann jetzt nicht sagen ob das an der Qualität der Sets liegt oder einfach daran, dass die Themen langsam übersättigt sind.

  4. Hinterher weiss man dann immer alles besser aber wenn man selbst eine Schätzung vorab abgeben muss was wie läuft sieht die Sache schon anders aus. Wer weiß denn schon vorher was läuft und was nicht und in welchen Stückzahlen bei normal LVP oder zum Aktionspreis. Bei neuen Artikeln nicht so ganz einfach und wenn das Set dann 800 € kostet kommt da schnell eine Summe zusammen. Denke man muss es von verschiedenen Seiten her sehen. Wenn der Falcon sich nicht so verkaufen würde dann sagen alle ja klar zu dem Preis kein Wunder das es nicht gekauft wird.
    Das Problem haben alle Firmen und ist nicht neu. Es wird drauf reagiert aber da geht es auch nicht von heute auf morgen. Lego macht tolle Sets wie z.B. die Rakete und die ist wieder Verfügbar aber davon spricht ja keiner mehr 😉
    Ach ja und zum Thema LVP ist viel zu teuer, ja klar aber wer kauft denn zum LVP ? Es ist vom Handel und den Schnäppchen Jägern doch so gewollt! Beispiele: Porsche für jetzt 210 € statt 300 €, SW Walker für 100 statt 140 € oder der Ninjago Flugsegler 120 € statt 170 €.

  5. „LEGO City, LEGO® DUPLO®, LEGO Creator und LEGO Friends waren weiterhin erfolgreich, ein Zeichen für die zeitlose Attraktivität des LEGO Spielspaßes[…] Star Wars™ Produkte performten im Rahmen der Erwartungen.“

    Ich fühle mich in meiner Ansicht bestätigt, dass LEGO sich mehr auf die ‚einfachen‘ Lego Spielwelten konzentrieren sollte als auf Lizenzprodukte.

  6. @Jens – was ist so schwer an einer Schätzung??

    Dass Nexo Knights oder Super Hero Girls schlecht laufen werden, war wohl den meisten Fans ganz klar.
    Im Gegensatz dazu aber war ersichtlich, daß Elves oder Friends eine sehr gute Investition waren, auch wenn ich mit Friends persönlich nichts anfangen kann.

    Dass der neue Falcon oder die Saturn V ein Renner wird, war auch vorauszusehen. Ebenfalls Fisher’s House.

    Nun kannst Du natürlich sagen, daß es nicht mehr prüfbar ist, da die Sets schon draussen sind. Nun, für die Zukunft kann ich Dir jetzt schon sicher sagen, das LEGO Ideas Set VOLTRON wird ein totaler Reinfall, genauso wie es das Adventure Times war. Harry Potter wird super laufen. Ebenfalls das neue Krankenhaus.

    Die Neuauflage von Y-Wing wird ein durchschnittlich gutes Set sein von Verkäufen her, während die Neuauflage von ISD bzw. Cloud City einen totalen Hype auslösen wird…

    • Ja dann lassen wir uns mal überraschen ob es so eintrifft.
      Habe die Sets ja noch nicht offiziell gesehen.
      Beim Cloud City Set (wenn es denn neu kommt) stellt sich für mich die Frage der Umsetzung (Vitrinen oder Spiel Set für Kinder). Beim Battle of Hoth Set 75098 war auch mehr drin als man dann umgesetzt hat.

  7. Ich denke auch, dass man da vieles schlechter macht, als es ist. Zugegeben Technic, gerade im Jubiläumsjahr hat man verkackt. Aber es hat sicher auch doppelt weh getan, weil die Jahre zuvor mit Arocs, Claas, Porsche… genial waren, man war eben auch verwöhnt. Aber es gab auch einen ganze Reihe coole Sachen, Saturn, Angelladen, Ghostbusters Haus, Ninjago City… die vielleicht nicht jedermanns Geschmack getroffen haben, oder auch in der Masse einfach das Budget gesprengt haben. Und da sehe ich eher ein Problem, dass zu viele, zu teure Sets rausgebracht werden. Es fehlen für mich auch gescheite Grundsets, wo einfach nur Steine in ausreichender Menge, sowie Farbe vorhanden sind, zu einem vernünftigen Preis. Wenn ich Kreativität fördern will, kann ich das nicht mit zwei, drei fertigen Sets, die ich für 40/50 Euro je Set anbiete. Und ich muss Sets, Themen anbieten, die ich mit eigener Kreativität ergänzen kann, was super mit all den Dingen gehen könnte, die LEGO, warum auch immer, nicht im Programm hat. Bauernhof/Landwirtschaft, Ritter, Eisenbahn, Weltraum. Alles Themen, womit man schön in der Jubiläumsbox erinnert hat. Schon irgendwie ironisch. Star Wars wird von Disney dermaßen ausgeschlachtet, dass man einfach überflutet wird und wenn es für den ein oder anderen Erwachsenen schon unübersichtlich wird, wie soll das Kindern gehen. Zudem bei einer Preisgestaltung, die gar nicht zulässt den Film nachzuspielen, weil es sich sterbliche kaum noch leisten können. Wenn dann noch Modelle in der Qualität eines At-St hinzukommen…

  8. Ich kaufe nur bei Lego selbst, wenn es kostenlose Zugaben gibt. Sonst nur bei den anderen, die haben 20-30% Rabatt. Das begreift Lego immer noch nicht! Wenn Lego selbst mit den Preisen mitziehen würde, würde ich auch bei denen kaufen. Und klar macht es einen Unterschied, 24 Euro direkt bei Lego ausgeben, ist nicht gleich 24 Euro bei TRU, da Lego das Set für weniger an TRU verkauft hat und damit der Gewinn auch weniger ist.

  9. Ich denke auch Lego würde besser damit fahren einige Lizenz Reihen weniger und dafür etwas mehr Themenreihen die eher zeitlos sind, dann könnte Lego in diesen Sets auch mehr Teile hinzufügen ohne die zusätzliche Lizenzkosten.

    Außerdem könnte man auch mehr für die Umwelt tun indem man die ganzen Plastiktüten in den Sets durch umweltfreundlichen Material ersetzt, die Nummern geben ja gut an was wann gebraucht wird, durchsichtig muss es nicht sein.

    Und bei solchen Gewinnen ist das Unternehmen auch noch weit entfernt von wirklichen Problemen, wenn sich die richtigen Füchse treffen wird das schon.

  10. Also ich freue mich sehr über die Lizenz Reihen… eigentlich habe ich dadurch auch erst Lego für mich entdeckt. Meine z.b. Ghostbusters und Simpsons möchte ich nicht mehr missen. Allgemein fand ich die vielfältige Auswahl bisher immer super (abgesehen von den Angry Birds). Für mich steht als nächstes das Disney-Schloss an.

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