Anfang des Jahres schon ging es für die Polizei in der LEGO City Welt in die Berge. Für meine persönliche Sammlung habe ich mich für zwei Sets aus der Serie entschieden, die „Festnahme in den Bergen (60173)“ und das „Hauptquartier der Bergpolizei (60174)“. Da vielleicht einige noch überlegen, sich eines der Sets zu holen, möchte ich die zwei Sets kurz vorstellen. Beginnend mit dem kleineren Set und dessen Eckdaten:

  • Setnummer: 60173
  • Bezeichnung: Festnahme in den Bergen
  • Teilezahl: 303
  • Erscheinungsjahr: 2018
  • Empfohlenes Alter: 5-12
  • UVP: 49,99
  • Teilepreis: 16,5 Cent

Verpackung und Inhalt

Die Box des Sets hat die Maße von 38 cm in der Breite, 26 cm in der Höhe und 7 cm in der Tiefe. Die grafische Gestaltung ist wie bei allen neuen Sets sehr aufwendig und der Ranger in der rechten, oberen Ecke zeigt uns, dass es sich hierbei um die Bergserie handelt.

Die Rückseite zeigt ein Spielszenario, wie die Räuber mit ihrer Beute vom Versteck flüchten wollen und anschließend von der Polizei gefasst werden.

Öffnet man nun die die Verpackung mit Hilfe der Eindrücklaschen, erhält man 3 halbwegs gefüllte Tüten, einen Felsen und eine 6×16 Platte. Dazu 2 Aufbauanleitungen sowie einen Stickerbogen mit überschaubaren 9 Stickern.

Bauphasen

Das erste Anleitungsheft beinhaltet eigentlich schon die großen Highlights dieses Sets. Es wird das Versteck auf dem Felsen und ein kleines rotes Fluchtauto gebaut. Dazu gibt es einen Räuber, der eine coole Boxershorts mit Bärentatzenprint trägt (mein Figuren-Highlight!) und eine Räuberin. Und wo Bärentatzen sind, darf ein nach Honig verrückter Schwarzbär nicht fehlen!

Die Aufbauanleitungen sind gewohnt einfach gestaltet. Es ist teilweise das übliche eine Teil pro Schritt. Nach 38 Seiten und 22 Bauschritten für den roten Fluchtwagen und 32 für das Baumhaus hat man das erste Heft geschafft.

Das rote Fluchtauto ist einfach, aber eine Person und ein Geldsack finden Platz. Ein netter kleiner Buggy.

Das Versteck ist wohl, neben der bereits angesprochenen Figur und dem Bären, das Highlight dieses Sets. Es hat eine kleine geheime Höhle, samt Tasse und einer bedruckten Schatzkarte. Das „Haus“ selbst hat nur eine Tür, ohne Innenleben. Für den gewissen Luxus des Räubers gibt es aber eine Außenbadewanne samt romantischer Außenbeleuchtung. Die Wanne darf mit vier üppigen „Wasserelementen“ befüllt werden (das Fünfte ist quasi der Bonusstein) – da hat sich LEGO nicht lumpen lassen. Erstaunlicher Weise hatte mein Set eine komische Farbschwankung zwischen den Elementen, so dass ich zuerst dachte, es sei eine komplett andere Farbe. Ich habe aber dann meiner Badewanne doch noch etwas mehr Wasser spendiert.

Ginge es nach mir, hätte das Set nun fertig sein können, aber wir müssen die Räuber ja noch irgendwie einfangen. Dazu eignet sich natürlich der bei LEGO Designern beliebte Hubschrauber. Dafür liegt die zweite Bauanleitung bei und man benötigt die Tüten Zwei und Drei.

Zuerst baut man die zwei Polizisten zusammen. Eine Pilotin, die mit einem leicht verschmitzten Lächeln das Fluggerät steuern wird und einem ernst und voll fokussiert dreinblickenden Polizisten, der bereit ist sich am Haken später abzuseilen und die Räuber dingfest zu machen.

Weiter geht es mit der ersten Hälfte des Zusammenklemmen des Hubschraubers mit Doppelrotor. Nach 36 Bauschritten auf 44 Seiten ist die zweite Tüte auch geleert. Das Tacho-Element mit den Anzeigen ist tatsächlich ein Print – neben der Schatzkarte aus der ersten Tütengruppe die einzigen bedruckten Teile. Der Police-Schriftzug dagegen ist ein Sticker. Weitere Sticker folgen, die aber in ihrer Überschaubarkeit in Ordnung gehen.

Im letzten und 61. Schritt wird der Netzshooter zur Endmontage fertig gestellt und auf Seite 82 angebracht.

Der fertige Hubschrauber hat die stattlichen Maße von 24 cm in der Länge, 8 cm in der Breite und 13 cm in der Höhe. Neben dem umworbenen Netzshooter gehört auch eine Seilwinde samt Haken sowie eine Heckklappe zum Öffnen dazu. Zum Reinlegen hat man aber nicht wirklich etwas im Set. Im Cockpit findet die Pilotin bequem platz. Dazu kann man das Frontelement einfach abnehmen. Natürlich lassen sich auch die beiden Rotoren bewegen.

Ein paar Elemente bleiben wie immer am Ende übrig.

Mein Fazit

Für mich hätte das Set keinen Hubschrauber gebraucht, auch wenn ich diesen gar nicht mal so schlecht finde, da er auch ordentlich groß ist und teils auch schöne große Steine (wie zum Beispiel 1×16 Steine, oder 2×16 Platten) verbaut werden. Der angebrachte „neue“ Netzshooter ist zum Spielen allein nur bedingt einsatzfähig, da man mit der einen Hand den Hubschrauber halten müsste, mit der anderen den Shooter betätigen und dann müsste ein Elternteil oder ein Freund den Räuber mimen, der mit dem Netz gefangen werden soll. Hierbei habe ich auch mehrere Tests gemacht und festgestellt, am Besten knüllt man das Netz einfach in den Shooter, denn faltet man es, geht es beim Schießen in der Regel nicht richtig auf.

Das felsige Versteck samt Badewanne, der genialen Räuberfigur und dem Schwarzbären wären als Einzelset zur Hälfte des UVP’s sicherlich ein Renner. Und da kommen wir gleich zum Preis. Ein CITY Set für 16,5 Cent pro Stein als UVP ist einfach unverschämt teuer. Zum Glück gibt es das Set überall im freien Handel mit teils sehr guten Rabatten. Ich bereue den Kauf nicht und freue mich schon auf das Hauptquartier, welches ich euch demnächst auch noch präsentieren möchte.

7 KOMMENTARE

  1. Die Rechnung für den Teilepreis ist einfach nur absurd… Man kann nicht einfach den Preis durch die Anzahl der Teile dividieren! Es gibt Unmengen Unterschiedlicher Teile in verschiedenen Größen und Formen. Diese sind dann auch dementsprechend teurer oder günstiger in der Produktion!! Ich finde den Preis durchaus berechtigt, da insbesondere beim Hubschrauber große Teile verbaut worden sind. Also hört bitte auf mit dieser Milchmädchen Rechnung zu beurteilen, ob ein Set nun überteuert ist oder nicht!! Achtet einfach mal darauf was für Teile verbaut sind und ob sich daraus der Preis rechtfertigt.

  2. Das ist der dümmste Kommentar den ich seid länger Zeit gelesen habe. Ganz normal man berechnet ja einen Durchschnitt. also ganz logisch Teilezahl ÷ UVP = Durchschnittlicher Teile Preis

  3. Also wenn man das mit allen Sets macht, kann man so sehr wohl einen guten Überblick bekommen, was das Preis-Leistungsverhältnis eines Sets angeht. Ob da jetzt 3 besondere und 37 gängige Teile dabei sind, oder nicht, das hebt sich ja durch den Durchschnitt wieder auf. Verstehe deinen Kommentar nicht wirklich.

  4. Die Rechnung für den Teilepreis dieses einzelnen Sets ist tatsächlich absurd. Erst der Durchschnittspreis über viele Sets zeigt eine Tendenz (aktuell bei um die 10 Cent). Für mich ist die Rechnung sehr einfach: alle Großteile würden mich ca. 10€ im Einzelkauf kosten. Den bisher günstigsten Preis für das Set läge bei mir bei knapp 30€. Die Minifiguren benötige ich nicht. Ergo ca. 20 Euro für ca. 250 Teile = noch zu teuer.

    Daher baue ich es lieber nach, denn die Story, den Hubschrauber und den Netzshooter finde ich richtig cool. Wer hätte gedacht, dass die Räuber mit dem Netz gefangen werden sollen und nicht der Bär?!

  5. Man erhält bloß den Durchschnitt für das jeweilige Set! Jedoch können in diesem Set, beispielsweise beim Sternzerstörer, viele größere Elemente verbaut worden sein, wodurch eine geringere Teile-Anzahl begründet wird, als vielleicht in anderen Sets dieser Preisklasse. Ich finde insbesondere das Set, welches in diesem Review behandelt wurde, ist dafür ein Klasse Beispiel! Viele größere Elemente (Hubschrauber, Felsen…) ,die hier verbaut worden sind, sind aufgrund ihrer Beschaffenheit, wie zum Beispiel das Hubschrauber-Cockpit Element, sehr detailliert und aufwendiger angefertigt als andere. Dadurch ein größerer Einzelteile Preis. Wenn man nun viele von diesen großen Steinen verbaut hat, wie in diesem Falle, besteht das Set halt aus nicht so vielen Teilen. Trotzdem hat es daher im Vergleich zu anderen Sets dieser Reihe, aufgrund dessen, einen höheren Steinepreis im Durchschnitt!

  6. Und noch @Happy: vielen Dank für die Zustimmung! Es freut mich, dass ich nicht der Einzige bin dem es auffällt, dass es bei diesem Set einfach nur absurd ist!

  7. @CrazyBrick Ich stimme Ihnen auch voll und ganz zu. Der Durchschnitt ist mit das nutzloseste was es gibt, zumindest im realen Leben. Es ist exakt wie Sie sagen, der Durchschnitt ist eine Miclhmädchenrechnung und hier werden Äpfel mit Birnen verglichen. Man kann kein Set, was zu 90% aus Standard und Kleinteilen besteht, nicht mit einem Set vergleichen,was eben nunmal zum Großteil aus großen Spezialteilen besteht. Das ist genau das gleiche, wie wenn immer berechnet wird, wie reich wir Deutschen doch alle sind. Da wird dann auch der Schnitt genommen, dass ein paar Milliardäre und MultiMulitmillionäre aber für fast 80% des gesamten Kapitals verantwortlich sind, wird unter den Tisch gekehrt. Denn der Schnitt sagt ja, wir haben alle viel Geld 🙂 Kann man machen, aber nutzlos wie ein Brennholzverleih. 🙂

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