LEGO übernimmt Bricklink: Interview, FAQ und Goodbye BrickArms

LEGO übernimmt Bricklink: Interview, FAQ und Goodbye BrickArms (Michael Friedrichs) - 1

Die Übernahme von Bricklink durch die LEGO Gruppe dürfte in der Community für jede Menge Diskussionen sorgen. Die offizielle Pressemitteilung haben wir soeben veröffentlicht, eine erste Einschätzung der Folgen durch die Übernahme ist in Arbeit. Auch Bricklink selbst hat mittlerweile ein ausführliches Statement auf der Webseite veröffentlicht. Dazu gehört auch ein Statement von LEGO CEO Niels B. Christiansen, in dem er von dem Potenzial der künftigen Zusammenarbeit mit den Fans rund um den Globus schwärmt.

Bricklink beantwortet erste Fragen (FAQ)

Bricklink hat zudem eine FAQ-Seite eingerichtet, wo die ersten Fragen beantwortet werden.

Warum wird Bricklink verkauft?
Jay und das BrickLink-Team haben ehrgeizige Pläne für die Plattform und glauben, dass diese am besten gemeinsam mit der LEGO Gruppe erreicht werden können.

Wird dies Auswirkungen auf die Unabhängigkeit von BrickLink haben?
Ja, und nein. BrickLink wird kein „inoffizieller“ Marktplatz mehr sein und muss sich der Tatsache bewusst sein, dass es die Marke LEGO viel direkter als bisher repräsentiert. Die Zielgruppe von BrickLink (AFOL) bleibt jedoch unverändert, und die Marke BrickLink selbst bleibt bestehen.

BricksArms & Co. müssen Bricklink verlassen

Deutlich konkreter wird Julia Goldin, Marketing-Chefin bei LEGO, da in ihrem Interview mit den Kollegen von Brothers Brick. Ein Thema ist dabei besonders spannend: Bisher wurden auf Bricklink beispielsweise auch LEGO kompatible Element wie Waffen (beispielsweise von BrickArms) oder spezielle Chromteile angeboten und verkauft. Damit dürfte jedoch bald Schluss sein, denn LEGO lässt künftig nur noch Original-Steine und -Teile auf der Plattform zu. Anbieter wie BrickArms wären dann raus und nicht mehr auf Bricklink zu finden.

The Brothers Brick: Will LEGO discontinue sales of custom elements like BrickArms that feature historical or realistic military themes?

Julia Goldin: That is a very good question. I think that our vision is that we would want to stay, from BrickLink, with the vision that Dan the original founder had, which is, this is really about LEGO and this is about LEGO elements. From that perspective, you would not see BrickArms and guns and things that are potentially particularly connected to things like warfare and violence, which is something that we decided as the LEGO Group we would never support. Those kinds of things we would not want to see on the platform.

The Brothers Brick: So that would be an immediate change.

Julia Goldin: In that particular regard, yes, we would only sell LEGO — we would only support LEGO-branded sellers.

LEGO übernimmt Kontrolle über den Zweitmarkt

Derzeit ist es wahrscheinlich noch zu früh, um die Folgen durch die Übernahme zu bewerten. Der Marktplatz Bricklink selbst dürfte durch die Kauf sicherlich profitieren, auch die weitere Realisierung von Fan-Projekten (durch das AFOL Designer Programm) könnte damit gesichert sein. Fakt ist aber auch, dass LEGO durch die Übernahme von Bricklink die Kontrolle über den überaus wichtigen Zweitmarkt für LEGO Sets, Steine und Teile übernimmt und somit nach Belieben steuern kann. Händler, die hier nicht ins Konzept passen, werden von der Plattform geworfen oder können sich unter Umständen gar nicht mit einem Shop registrieren. LEGO betonte zwar in ihren Statements, die Unabhängigkeit von Bricklink soll weiterhin erhalten bleiben. In der Praxis sieht das aber meist anders aus.

      1. Das ist wohl zu befürchten.
        Gibt es den für Käufer und Anbieter Alternativen, die in etwa das bieten, was BrickLink kann? Mir wäre zumindest derzeit nichts bekannt.

  1. ..und so beginnt es. Ich revoziere meinen Kommentar unter dem anderen Beitrag und gehe nun von deutlichen Veränderungen zum Unbill der Nutzer von Bricklink aus.

  2. Dass es keine Drittanbieterelemente, wie z.B. spezielle Schienen, mehr geben wird ist sehr schade. Man wird sie aber hoffentlich woanders noch bekommen.

    Auf jeden Fall sollte es beim nächsten „AFOL designer progam“ weniger Zollprobleme geben. 🙂

  3. Jo, peu a peu wird es vermutlich Einschränkungen geben. Schließlich ist es für Lego nicht profitabel, wenn Leute ihre Sets in Einzelteilen weiterverkaufen, weil sich so mehrere Fans ein Set praktisch teilen können. Wenn das nicht mehr funktioniert, werden Fans vermehrt ganze Sets kaufen müssen, um an bestimmte Teile oder Figuren zu gelangen. Ich denke mittelfristig wird man Bricklink unter irgendeinem Vorwand schließen oder radikal umwidmen (vom Marktplatz zur Datenbank oder so), um genau diesen Effekt zu erzielen. Wenn ich Lego wäre, würde ich das auch so machen, in der Hoffnung, so meine Verkäufe anzukurbeln.

    1. Ich weiß nicht, ob das in dieser Kurzsichtigkeit funktioniert. Ob man eher Kund*innen mit so einer Aktion verliert als dazu bringt, ganze Sets zu kaufen, muss man sicher auch bewerten. Ich würde entweder ein halbes Set kaufen oder gar keines – anekdotisch, klar. Es gibt aber auch noch andere Plattformen für halbe Sets, etwa ebay und Kleinanzeigen, das Abschalten der nun eigenen Plattform für diese Zwecke lässt LEGO also (auch) eher Leute woandershin verlieren als zu konvertieren.

      1. @David,

        Ebay und deren Kleinanzeigen werden nicht funktionieren.
        Die Marktplätze: Bricklink.com ; Brickscout.com und Brickowl.com
        wurden ja gerade deswegen gegründet damit niemand mehr teuer 6 Antennen für 1€ Mindestpreis einkaufen muss von denen er nur 2 Stück braucht. Und die bei den anderen für 5 Cent ( 20Stück = 1€) angeboten werden.

    2. Für Lego ist es sehr wohl profitabel. Ich bin selber einen von 711 deutschen BrickLink Händlern. Ich bin im Gegenteil zu vielen anderen Händlern mit ca. 200.000 Steinen eher klein. Ich gebe im Jahr eine 5 stellige Summe für Lego aus. Andere Händler geben noch viel mehr im Jahr für Lego aus. Sollte BrickLink schließen, fällt das weg. Also ein Umsatzeinbruch für Lego. Lego wird das nicht machen. Im Gegenteil. Lego verdient jetzt an mir doppelt. Einmal weil ich die Sets kaufe und dann noch mal an den BrickLink Gebühren.

      1. Naja das können sie probieren. Aber auf eBay gehen die Steine teurer weg. Dann werden viele Händler zu eBay schwenken weil das in Summe besser ist, He nachdem ob und wie viel sie erhöhen.

        1. Das vermute ich weniger.
          Keiner will Einzelteile auf EBAY verkaufen, (wenn nicht absolut alternativlos) weil auch fast keiner Einzelteile-Posten bei Ebay kaufen will. Sogar der Bricksy (Händler) hat sein Einzelteilangebot auf Ebay komplett zusammen gestrichen.

  4. Es ist doch ganz einfach, dann macht man ein neues Bricklink2 auf. Dort gehen dann alle rein, die bei Bricklink (alt) herausgeflogen sind.

    Schon hat man wieder eine neue unabhängige Plattform und kann dort verkaufen. Das wird wohl oder übel schnell passieren und der Markt wird es annehmen. Da bin ich mir sicher!

    1. So sehe ich das auch. Je nachdem wie gravierend die Änderungen sind wird es irgendwann wieder etwas ähnliches geben. Allerdings muss man an bricklink erst mal ran kommen. Das hatte schon wirklich krasse Funktionen und dann noch Stud.io …
      Ich hab schon öfter mal überlegt wie man das Programmieren könnte und ob man so ein Projekt einfach mal startet, aber hier in D hätte ich da zu viel Angst vor juristischen Winkelzügen ala DSVGO, Verwendung von Markenlogos, Bezahlknopf, usw.

    1. Brickscout gibt es ja schon etwas länger!
      Aber die Datenbank und die Suchfunktionen sind um Klassen schlechter als bei Bricklink!
      Abgesehen vom überschaubarem Angebot.

      Lars, der gerade ziemlich schlecht Laune hat

      1. Wenn dort mehr von euch hingehen, könnten die das dort auch weiter ausbauen.
        Also ein Henne-Ei Problem.
        Man kann ja nicht erwarten das eine neue Seite sofort mit all den Features an den Start gehen kann, für die Bricklink 20 Jahre Entwicklungszeit gebraucht hat.

  5. Ich weiß jetzt nicht so recht, ob ich mich freuen soll, weil Lego endlich ein vernünftiges Onlineportal bekommt.

    Oder ob ich fürchten muss, dass Lego nun das beste Onlineportal kaputt macht und es auf das Niveau ihrer Online-Angebote herunterzieht.

    Man darf gespannt sein …

    Für die Custom-Läufer natürlich schonmal ärgerlich (ich bin noch(!) fast vollständiger Purist).

  6. Es ist nie gut, wenn bereits riesige Unternehmen, die in der Vergangenheit und noch fortbestehend sich kapitalistisch – marktwirtschaftlich verhalten, ein bisher unabhängiges Portal kaufen (oder: schlucken). Zwar äußert Lego, dass sie die Unabhängigkeit der Plattform belassen wollen, aber glauben muss man das nicht! Deshalb frage ich mich: was wird aus Steine und Teile? Lego wird sich doch kaum eine eigene Konkurrenz schaffen wollen. Meine schlimmste Befürchtung ist allerdings, dass sie die Bedienung von Bricklink anpassen – Lego würde sagen: „verbessern“! Was dabei dann rauskommt, sieht man beim aktuellen Steine und Teile Service.

  7. Natürlich wird LEGO auch damit Geld verdienen wollen, was ja normal ist, daher gehe ich davon aus das Bricklink einfach teurer wird, da die einzelnen Händler höhere Gebühren an LEGO abgeben dürfen und schon verdient LEGO zweimal an den selben Steinen. Wäre echt clever, so finanziert sich die übernahme von ganz alleine

    1. Das klingt bei Euch mitunter so, als hätte der Vorbesitzer kein „Geld damit verdienen“ wollen. Daher noch einmal zur Erinnerung Jung-Ju Kim ist nicht der Gründer, sondern hat BL selbst vor einigen Jahren gekauft und viel Geld darein investiert mit dem Ziel, Gewinn zu machen. Und ich bezweifele nicht, dass es in der Tat profitabel war.
      Daher: „Kapitalistisch“ – wie es von anderen beschrieen wird (womit hier scheinbar nur gewinnorientiert gemeint zu sein scheint) – war BL schon vorher. Dass der (scheinbar) große, böse Weltkonzern jetzt massiv an der Geldschraube drehen wird, ist möglich, aber keineswegs so sicher, wie hier viele zu unterstellen. Ich staune ohnehin, wie hier (= auf einer Lego-Fan-Seite) ein Image dieses Konzerns so verbreitet sein kann, ihm grundsätzlich Schlechtes zu unterstellen. Ehrlich: Es ist ja legitim den Lego Konzern schlecht zu finden. Aber warum kauft man dann seine Produkte? Warum gibt man den (scheinbar) geldgierigen Kapitalisten freiwillig sein Geld?

      1. Bei Brothers Brick findest du in der Kommentarleiste fast nur dunkle Vorahnungen, bei brickset schaut es ca. so aus wie bei promobricks und stonewars, ich würde mal aus der hüfte heraus 50:50 sagen.

        Überall hast du die zwei Extreme, also
        Alles wird perfekt! Classic Space und Piraten zuerst ins Rettungsboot!
        und dazwischen viel Unbehagen ob der Meldung und zu gleichen Teilen „Abwarten und Tee trinken“.

        Was ich nicht ganz nachvollziehen kann, und das taucht öfters auf, ist die rhetorische Frage, warum man denn auf einer Lego Seite rumhämgt, wenn man Lego nicht mag/ warum man Lego kauft, wenn man Lego nicht mag/ etc. .

        Ich kann doch ein Produkt mögen, erst recht wenn ich da einen persönlichen Bezug habe, sprich Kindheitserinnerungen, aber mit dem Unternehmen, oder zumindest Teilen davon, nicht so glücklich sein…momentan. Man muss ja nicht gleich immer alles boykottieren. Das ist auch so eine zeitgeistige Unart.

      2. Weil es für viele Sachen keine Alternative gibt?
        Es geht sicher noch schlimmer als Lego, aber es wäre auch ein leichtes für den Konzern sich etwas kundenfreundlicher zu verhalten als bisher, zumindest bei einigen, vielkritisierten Themen.

  8. Ach je… …mir fehlen die Worte, ich werde mich mit meinen Verkäufern, wo ich Stammkunde bin in Kontakt setzen müssen und mal dann weitersehen. :/

  9. Das Ende dieser Herrlichen Datenbank ..es ist einfach ein Trauerspiel ! Lego wird diese Seite über kurz oder lang gegen die Wand fahren . Da kann irgenteine Pressesprecherin sonst welche leeren Worthülsen raus posaunen . Lego geht es um Kohle die mit dem 2 Markt verdient wird ! Klar jetzt können sie vorgeben enger mit der Community zusammen arbeiten zu wollen . Das Ende wird sein das es mehr AFOL Set´s zu noch überteuerteren Preisen gibt und nach und nach, die Bedingungen für private Händler , immer mehr eingeengt werden , bis sie einfach nur noch Lego „Franchisenehmer“ sind , die Sachen die lego genehm sind für Preise die Lego genehm sind verkaufen dürfen . Zum Glück habe ich das was ich brauche und so manches Set meiner Kindheit in den letzten Monaten noch gekauft. Ich kann erstmal auf Bricklink verzichten.

    1. Ja, ich bin von dem Marketing-Gewäsch auch nicht überzeugt.
      Wenn man das Tun mit dem Reden vergleicht, gibt´s da Differenzen.

      Letztens wurde eine der (eh schon wenigen) stellen der Afol-Community Manager abgebaut.
      Die Kleineren,Mittleren Händler wurden vor wenigen Jahren schon mit einer 15% Erhöhung des Einkaufspreises vergrault – damit das Amazon und die Galeria etc. dann in der Nähe des Einkaufspreises (oder mit Verlust?) verschleudern können.
      Und so weiter…, da ist einiges schief gelaufen.

  10. Ich persönlich habe mir Bricklink und Brick Owl angeschaut und muss sagen das mir zweiteres sogar besser gefällt. Vor allem die Möglichkeiten beim Kauf der Steine, weil man dort durch Kombination der Händler gut Geld sparen kann. Diese einfache Funktion hab ich bei Bricklink nie gefunden. Da müsste man die Steine bei den Händlern selbst vergleichen.

    1. das gibt’s bei bricklink schon auch.
      suchliste erstellen und dann per Automatik die „beste“ Händler-Kombination bauen lassen oder selbst Händler kombinieren, bis die Liste abgedeckt ist. dann Warenkörbe richten lassen und bei jedem Händler bestellen.
      auf den einzelnen Händler-Inventaren hält man sich dabei defacto nicht auf.

  11. Bitte vergesst nicht: die BL-Händler sind gute Lego-Kunden, da die massenweise Sets aufkaufen. Warum jetzt deshalb AFOL-Sets teurer werden sollten, erschließt sich mir nicht.

  12. „…you would not see BrickArms and guns and things that are potentially particularly connected to things like warfare and violence…“
    Schade, kein Star Wars mehr bei Bricklink…

    1. Die Sopwith Camel 10226 fällt samt aller ihrer Teile dann wohl ebenfalls raus.

      Und natürlich sämtliche Speere, Kanonen, Säbel, Pistolen, Katanas….

      😉

      1. Die diesbezügliche Heuchelei wird für mich am deutlichsten mit dem Indiana Jones-Set 7683, „Fight on the Flying Wing“ (Kampf im Nurflügler) offenbar. Man beachte das Hoheitszeichen im Film-Vorbild.

        Wenn mir mal nach Stänkern sein sollte, nehme ich das unveränderte Set zu einer Ausstellung mit entsprechenden Regularien mit.

    2. Man muss wie immer unterscheiden zwischen „Fantasy Krieg“ und „Real-Krieg“ Spielsachen, das eine behinhaltet potentiell Dinge, die tatsächlich für Millionen Tote und Verstümmelte verantwortlich ist und auch politisches Geschmäckle beinhalten.
      Bei Fantasy-Krieg Sachen, wie Star Wars und co geht es für ein Kind klar verständliches System GUT gegen BÖSE in einem Setting das soweit von der Realität abweicht, das ein Kind unterscheiden kann, das das nicht die echte Welt ist und die dort gezeigten Waffen nicht in Realität existieren.

      Sicher mag die Camel und die Fokkker (die gab es ja auch) ein Bruch darstellen, einen den ich mir selbst nicht genau erklären kann, wer die Modelle aus welchen Gründen durchgewunken hat aber wahrscheinlich war es der erste Versuch auf einen AFOL Markt einzugehen mit ikonischen Klassikern der Flugzeuggeschichte …..ich mein, die tollkühnen Piloten in ihren fliegenden Kisten sind mehr eine kunterbunte Legende der Ritterlichkeit der Lüfte als das man sie mit Kriegsverbrechen, TOT und Leid in Verbindung bringen würde, in der romantisierten Literatur – das mag sicher ein Grund sein, warum man die erste Weltkriegsflieger durchgewunken hat und sonst weiter auf dem selbst auferlegten Gebot sitzen blieb das seit dem ersten Aufkommen von Rittern …erst ohne Waffen, dann mit Waffen bereits aufgeweicht wurde , dann mit Piraten und ihren Musketen weiterlief aber auch hier gelten eher die romantisierte Literatur der Abenteuerromane wie Schatzinsel und co als das es historisch nah genug an der Gegenwart stünde, das man Gefahr laufen würde, das Kinder politsch und gesellschaftlich falsch indogtriniert werden durch solches Spielzeug oder und das ist auch ein wichtiger Punkt – > die ELTERN auf die Barikaden gehen und Lego als Kriegsspielzeugfirma abstempeln und stattdessen lieber Playmobil kaufen, wo die Welt noch in Ordnung ist.
      Was realgetreue Waffen, Fahrzeuge und co angeht sind diese schon durchaus sensibel, nicht alle aber doch eine potentielle Menge die Lego gefährlich werden könnten und das solche „Hippie“- Eltern (um es mal böse auszudrücken) existieren kann sicher jeder bestätigen aber gleichzeitig können solche Eltern doch Fans von Flucht der Karibik, Star Wars und Herr der Ringe sein – weil das ja Fantasy ist und nicht echter Terror und Gewalt aus Funk, Fernsehen und wenn man sehr viel Pech hat Grauen an den eigenen Schulen oder Weihnachtsmärkten, wenn ihr verteht was ich meine.

      1. Das ist doch nichts weiter als Schönrederei und sich selbst froh machen.

        Ich brauche Lego nicht, um mir ein Schiff- oder Flugzeugmodell der neueren (Militär)Geschichte hinzustellen. Ich erwarte auch nicht, dass Lego das ins Programm aufnimmt.

        Lego könnte es sich aber einfacher machen in Ihrer Argumentation und einfach sagen: es gibt nichts, was an reale (kriegerische) Konflikte der , sagen wir einmal, letzten 300 Jahre angelehnt ist. Fertig.

        Das ist dann ehrlich und eindeutig und man kann sich das bigotte Geschwätz sparen. Gleichzeitig erschließt sich dann durchaus die ein oder andere Themenwelt, bspw. die Antike. Natürlich gibt es dann immer noch ein paar Spinner, die sich darüber aufregen, aber die kann man ignorieren.

      2. Du wechselst zwischen dem AFOL- und Kinderspielzeugstandpunkt auch wie es dir gerade in den Kram passt.
        Nun sagen ja im aktuellen Fall sogar die Lego-Offiziellen, dass es darum geht, näher an die erwachsene Kundschaft heranzurücken und die braucht eine vorgegebene echt/Fantasy, gut/böse, schwarz/weiß Kategorisierung ganz sicher nicht. Niemand erwartet oder verlangt, dass Lego derlei selbst anbietet, aber wenn dem Interessierten eine vergleichsweise unkomplizierte Bezugsquelle genommen wird, nur weil Lego die Kreditkarte zückt, darf man das durchaus auch mal nicht so gut finden.
        Als nächstes ist wahrscheinlich die Military-MOC-Rubrik dran sein und weitere Einschränkungen bzgl. „Acceptable Content“ dürften folgen.

  13. als wäre die afol-community so schwer zu verstehen dass man dafür die Daten von bricklink bräuchte … die wollen wahlweise:
    – große ernsthaft gestaltete Sets ohne abzock-preise und unsinnige Sales-Hürden
    – MOC-Baumaterial das einfach(!) verfügbar ist (nicht ein bisschen so halb)
    – Nostalgie-Sachen weil Kindheit (da fallen Züge, Piraten, Space, Ritter …) rein)

    1 sollte Lego wissen aus ihren ideas-/expert-/technic-serien und was dort geht und was liegen bleibt.
    2 und 3 sind relativ klar wenn man sich fragt warum bricklink existiert – weil die Leute sich nicht überteuerte Lizenzsets kaufen, wenn sie nur ein paar Teile raus haben wollen (und dann noch gerne mehr davon als drin sind), und weil sie das Nostalgie-gefühl finden, wenn sie ein Set „von damals“ heute wieder kaufen oder sich einen nicht erfüllten Wunsch erfüllen.

  14. Chromteile subs trotzdem Originalteile und stehen nicht gegen die Lego Grundsätze, deshalb wüsste ich nicht, warum diese nicht mehr verkauft werden sollten. Ich lese das aus den Interview auch nicht heraus. Es geht rein um Teile von Fremdherstellern und Kriegsthemen.

  15. Ach… Jetzt wird Lego schauen: Das teil kostet schon 15 ct. – das ist zu teuer… Wir produzieren einfach 1.000.000 Teile nach, damit der Preis des Steins auf 10 ct. sinkt.

    Schade ist, dass man noch keine alternativen Steine kaufen und verkaufen kann. Gerade die Cobi Steine sind oft ein Traum für eigene Sachen. Aber dann müsste man noch nach „Marke“ bzw. Qualität/Klemmkraft filtern… und dann wird es langsam albern…

  16. :D:D die Frage nach den Auswirkungen auf die Unabhängigkeit hat ja alles beantwortet.

    Nein, die Zielgruppe bleibt gleich. Ja nee, Hurra, sie wollen mit uns Fans weiterhin Geld verdienen (welch Überraschung), nur nicht mehr als freier Marktplatz. Ich sag nur Ammazon Marketplace!
    Und nein, die Marke BrickLink bleibt bestehen. Hurra, das Schild über dem Firmengebäude darf bleiben. alles andere wird jedoch auf links gedreht, …schmunzel.

    Lego’s Hauptziel ist und bleibt Gewinnmaximierung. Dem wird alles untergeordnet, auch die Methoden dies zu erreichen.
    Sie haben sich nie auf die Fahne geschrieben Weltverbesserer zu sein, auch wenn das viele Fans in ihrer infantilen Romantik immerwährend meinungsverstärken.

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