Dieses Mal habe ich für euch wieder ein etwas älteres LEGO Set für ein Classic Review ausgegraben. Genauer gesagt aus dem Jahr 1976. Die Besonderheit dieses Modells ist ganz klar das Funktionsteil, das eine Lenkung des Jeeps möglich macht. Im Katalog von 1976 ist dieser Jeep zum ersten Mal abgebildet.

Leider konnte ich nirgends den damaligen UVP finden. Ich würde das Set auf circa 15 DM schätzen, ist aber reine Spekulation von mir! Interessant finde ich auch, das weitere Bauideen auch in damaligen Katalogen abgebildet waren. Das Set mit der Nummer 387 wurde übrigens schon einmal hier im Blog besprochen.

Die Verpackung

Die Schachteln waren damals in eine dünne Folie eingeschweißt. Die wenigen überschaubaren Teile waren lose in der Box.

Mein Karton ist leider schon etwas benutzt, kann manchmal bei über 40 Jahre alten Sets vorkommen. Auf der Rückseite sind wieder einige alternative Bauvorschläge, die wie damals üblich, ohne Bauanleitung waren.

Auf den Seiten gegenüber sind jeweils die gleichen Bilder.

Für den US-Markt bekam das Set übrigens die Nummer 711. Das rote C sollte für die Eltern ein Hinweis sein, für welche mehr oder weniger talentierte Kinder das Set geeignet ist.

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Die Bauanleitung

Die Anleitung besteht aus einem Faltblatt. Auf der einen Seite ist der Zusammenbau zu sehen, auf der anderen Seite Werbung für weitere LEGO Sets.

Außerdem sind auf der Rückseite noch einmal Bilder einiger Alternativmodelle zu sehen.

Die Teile

Insgesamt besteht der Jeep mit Anhänger aus 57 Teilen.

Das Schlüsselteil dieses Modells ist natürlich das Lenkungselement.

Es kommt vormontiert, so mußte lediglich der Stein mit den Achslöchern aufgesteckt werden. Dieser Stein wurde übrigens auch bei den Lenklastern benutzt, da wurde dann oben eine Stange reingesteckt. Das gelbe Teil daneben dient nur der Anschauung und wurde so nie der Packung beigelegt. Dieses Lenkteil mit der Teilenummer 827 kam zum ersten Mal 1972 in einem Set vor.

LEGO Traktor 378. (Foto: Brickset)

Ein weiteres Modell mit diesem Teil war ebenfalls ein Traktor. Dieser hatte die Nummer 814 und war mit einigen alten Technic Teilen ausgestattet.

LEGO 814 Traktor. (Foto: Brickset)

Zählt man den für die USA anders nummerierten Jeep dazu, ist dieses Teil also nur in vier Sets verbaut worden.

Man konnte das Lenkungsteil natürlich in alle Einzelteile zerlegen.

Das dürfte auch der Grund sein, warum heute so viele dieser „Stücke“ unvollständig sind. Übrigens ist nur auf dem gelben Hauptteil LEGO gedruckt. Die anderen fünf Teile sind also in einem Konvolut nicht so einfach als LEGO Teile erkennbar.

Der Zusammenbau

Das Modell ist natürlich ruck-zuck zusammengebaut.

Zuerst kommt der Jeep dran, der mich sehr an den CJ-5 Jeep aus den USA erinnert.

Das fertige Auto kann nun schön am Lenkrad gesteuert werden und brachte mir sofort einen großen Spielspaß. Dass das Lenkrad mittig verbaut ist, ist nicht weiter schlimm.

Kleine Modifikation

Mit meinen bescheidenen Mitteln versuchte ich das Set in die Neuzeit zu bringen und die Noppen etwas zu verstecken.

Mein Fazit

Immer wieder faszinieren mich diese alten LEGO Sets. Mit welchem, für heutige Zeiten vergleichbar bescheidenen Aufwand, damals kleine Spielsets kreiert wurden, begeistert mich auch heute noch. Wer Glück hat, kann diese Teile immer wieder auf Flohmärkten oder den bekannten Online-Plattformen finden. Aber achtet bitte darauf, dass alle für die Lenkfunktion benötigten Teile dabei sind.

Der Steckbrief

Artikelnummer: 385
Set-Name: Jeep with Steering
Baureihe: Legoland
Teilezahl: 57
Erscheinungsjahr: 1976
Bauzeit: ca. 15 Minuten
Altersfreigabe: ab 6 Jahren
Verkaufspreis: nicht bekannt

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8 Kommentare

  1. Die Modelle mit Lenkung kenne ich noch von meinem Dad. Ich finde die immer noch großartig, schade, dass es solche heute nicht mehr gibt.

  2. Danke für das ausführliche Review! Ferne Zeiten… Bin wirklich froh, dass Lego heute anders aussieht. Dein „glattes“ MOD am Ende ist dagegen echt schick!

  3. Ich habe das Modell auch noch in der Originalverpackung. Es war ebenfalls eines meiner Lieblingsmodelle. Mein damaliger Einkaufspreis lag bei DM 12,50 (handschriftlicher Vermerk von mir auf der Schachtel).

    • Wenn dieser Vermerk auf der Schachtel nicht heute den Sammlerwert mindert – damals sicher gut gemeint, heute stehen da den Hartcore Sammler die Haare zu Berge ^^

      Nicht das ich einer wäre, bin ich nicht aber ich kenne ja Bares für Rares wo sowas schnell mal den Preis senkt ^^

      • Damals stand LEGO bauen und spielen bei mir noch an erster Stelle. Dementsprechend ist die Verpackung auch „verspielt“. Als Sammelobjekt hab ich es nie betrachtet. Dass ich es noch besitze freut mich jetzt um so mehr. So wird es auch bleiben ;o) . Übrigens die Planierraupe mit Kipper (387) habe ich auch noch :o) .

  4. Dankeschön Wolfgang, toller Bericht. Frage: bist du auch im September in Fürth auf der Ausstellung? Gruß aus Nürnberg

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