Ich hatte neulich das Glück, ein paar LEGO Sets der wirklich alten Generation in die Hände zu bekommen. Dabei handelt es sich unter anderem um diese kleine Garage mit der Setnummer 236. Dieses Set gehört zu der Zeit, als es noch die kleinen Modellautos im Maßstab 1:87 (aus Kunststoff mit Metallrädern) von LEGO gab.

Verpackung

Die kleine Pappschachtel mit den Maßen von ca. 14,5cm in der Breite, ca. 7cm in der Höhe und ca. 4cm in der Tiefe ist von allen Seiten bunt bedruckt. Auf der Frontseite prankt das schöne alte LEGO Logo mit der Bezeichnung des Sets. Auf der Rückseite ist eine Zeichnung der Garage, zusammen mit einem Auto – und dem alten Maskottchen. An den Seiten befinden sich jeweils die Setnummer und noch einmal die Bezeichnung, sowie der große Slogan „System im Spiel“.

Die Zeichnung stellt eine rote Grundplatte mit einem roten Garagentor dar – in diesem Set war aber eine weiße Platte mit weißem Tor. Ich vermute, dass hat wieder was mit dem Markt zu tun, wo das Set verkauft wurde, und überall wurde die gleiche Zeichnung benutzt. Aber vielleicht kennt sich einer der Leser damit ja besser aus?

Der Aufbau mit den röhrenlosen Steinen

Kommen wir nun zum spannenden Teil des Sets, die Garage. In dem Set enthalten sind viele 1×2 Steine in weiß und rot. Dazu kommen ein paar 1×1 Steine, zwei große rote Fenster, zwei 6×8 Platten und eine 2×8 Platte in weiß, drei weiße 1×8 Steine, sowie natürlich das Garagentor und die spezielle Grundplatte.

Eine Bauanleitung gibt es übrigens nicht dazu. Ich habe mich einfach so ein bisschen nach der Zeichnung auf der Rückseite gerichtet. Die Grundplatte hat einen speziellen Mechanismus in Form einer beweglichen Platte, wo das Garagentor eingeklickt wird. Fährt man nun mit seinem Auto auf die Platte, wird das Tor gelöst und wippt langsam nach oben – mit Hilfe von kleinen Gewichten am Ende. Dies klappte in meinen Test eigentlich ganz gut, auch wenn es ab und an mal verklemmt war – das liegt aber leider an einem anderen Problem, welches meine Steine des Sets haben.

Ich weiß nicht wieso, aber im Laufe der letzten 60 Jahre müssen sich die Steine minimal verformt haben. Der optische Zustand ist wirklich sehr gut, aber durch die Verformung passen die Steine nicht mehr 100% aufeinander.

Das nächste Problem entsteht dadurch, dass die Steine noch nicht die bekannten Röhren im Inneren haben. Wie wir alle wissen, kam das Patent dazu erst 1958.

Ich hatte wirklich so meine Mühe, dass die Steine aufeinander halten. Sie liegen eigentlich nur lose auf, ohne wirkliche Klemmkraft. Stabilität kam erst ins Spiel, als ich das Dach mit den großen Platten abschloss. Diese haben im Gegensatz zu dein Steinen eine recht gute Klemmkraft.

Was auffällt, sind die nur teilweise beschrifteten Noppen mit dem typischen LEGO Schriftzug. So haben alle Steine den Schriftzug auf den Noppen, die großen Platten ebenso – die kleine 2×8 Platte aber nicht. Genauso die Noppen auf der Grundplatte. Dort prangt dann auf der Rückseite ein LEGO Logo.

Mein Fazit:

Irgendwie ist es faszinierend ein 60 Jahre altes Set in den Händen zu halten, und das in einem so guten optischen Zustand. Schade an meinem Set sind die kleinen Verformungen der Steine. Aber das tut der Nostalgie keinen Abbruch und der Aufbau macht ebenso Spaß und diese einfache Funktion mit dem Garagentor probiert man immer und immer wieder aus – und wenn es nur mit einem alten Matchbox Auto ist.

9 KOMMENTARE

  1. Die Verformungen sind vollkommen normal: Die Elemente bestehen noch aus CAT. Erst in den 60ern gelangen LEGO mit der Umstellung auf ABS formstabile Elemente. Die frühen CAT Sets haben dennoch Charme, ohne Bauplan waren die Sets damals sogar noch eine kleine Herausforderung für kleine Baumeister. Danke fürs Zeigen!

  2. Die Platten erinnere ich noch von Freunden in der Kindheit, ich konnte damals nicht verstehen, warum die erstmal doch etwas anders aussahen und dann die Steine, durch die Verformungen nicht mit neueren Steinen kompatibel bzw. alles etwas wacklig wirkte. ^^

  3. Sehr schöner Beitrag, vielen Dank. Ich habe auch noch solche Teile in meinem Sortiment. Die Teile haben ihren eigenen Charme. Ein Austausch mit heutigen Teilen wäre möglich, dann verliert das Objekt natürlich seine Patina…Die Garage steht sozusagen unter Denkmalschutz

  4. ich selbst habe die „GARAGE“ erst als Set Nr. 348 im Jahr 1971 gekauft, da war ich 7 Jahre alt. Der Öffnungsmechanismus hat mich damals sehr fasziniert. Das Teil steht heute noch bei uns auf dem Dachboden, gute, alte Zeit…

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