Heute möchte ich euch im Rahmen unser Classic Review Reihe ein sehr ausgefallenes Thema vorstellen: LEGO Scala. Selbst Mitarbeitern der LEGO Gruppe sind diese Sets nicht mehr bekannt, wie wir neulich feststellen mussten. Begonnen hat alles 1979. Bis zu dieser Zeit war wohl LEGO hauptsächlich ein Spielsystem für Jungs. Ende der siebziger Jahre versuchte der dänische Spielwarenhersteller auch Mädchen mit seinen Bausteinen zu erreichen. Und zwar auf ganz neuen Wegen.

Für unser Classic Review habe ich habe zwei alte, aber noch original-verpackte und versiegelte Sets herausgeholt. Mit diesen Baukästen konnten Ketten und Armreife gebaut werden.

An der aufklappbaren Innenseite des Deckels war sogar ein Spiegel eingearbeitet.

Die Sets glänzen mit einer sehr aufwendigen Verpackung. Ich brachte es allerdings nicht über das Herz, diese Raritäten aufzumachen. Vor allem gehöre ich nicht zu der Zielgruppe, die LEGO damals im Sinn hatte.

Wahrscheinlich liefen diese Sets auch nicht besonders gut, denn schon 1981 stellte LEGO die Serie wieder ein. Um 1997 unter der Bezeichnung Scala eine neue Serie aufzulegen und diese unterschied sich deutlich von den ersten Sets.

Was in dem kleinen Fenster rechts oben schon leicht zu erkennen ist, wird auf der Rückseite dieses 1997 erschienenen Sets noch einmal groß abgebildet: eine Art „Barbie“ Puppe.

Auch dieses Set habe ich noch neu und in OVP vorliegen. Um euch aber mehr von dem für meinen Geschmack skurrilen Thema zu zeigen, habe ich die Packung geöffnet.

Zum Vorschein kommt eine kleine Puppe, ein Handtuch und diverse LEGO Elemente, die in den Farben wohl heute sehr selten sind.

Außerdem ist eine Grundplatte aus dünnem Kunststoff, ein Stickerbogen und zwei Postkarten dabei. Interessantes Detail: Wenn man der Puppe die Schuhe anzieht, kann sie auf einer LEGO Platte aufgesteckt werden. Also alles mit System.

Besonders originell finde ich die Bauanleitung. Hier erklärt eine „Blondine“ den Aufbau des Sets.

Auch hier gehöre ich mit Sicherheit nicht zu der von LEGO ausgesuchten Zielgruppe. Deshalb bitte ich meine laienhaften Erklärungen der Details zu entschuldigen. Bei LEGO Scala gab es sogar Puppenhäuser, die eine beachtliche Größe hatten.

Was kann man heute mit diesen Puppen anfangen? Nun, mein Kollege Peter von Bricking Bavaria hat in einem seiner selbst gebauten Modelle eines Caribbean Moke mit den Scala Puppen eine passende Dekoration gefunden.

Bei der Ausstellung des Modells in einem LEGO Brand Store musste er allerdings die beiden „Barbie“ Puppen entfernen. Fremd-Marken seien im Store nicht erlaubt, so die Begründung. Ich lasse das mal so stehen, aber vielleicht können wir ja mit diesem Bericht über LEGO Scala ein wenig für Aufklärung in der LEGO Welt sorgen.

7 KOMMENTARE

  1. also Scala ist ja nicht so mein Ding…..

    aber der Caribbean Moke MOC sieht mega gut aus, denn möchte man am liebsten selbst zu Hause im Lego Regal stehen haben!

  2. Danke Fritz für dein Lob, der Moke ist Teil einer ganzen Familie von Mini`s die ich zusammen mit meinem Freund Patrick A. gebaut habe von dem auch der Grundentwurf des Moke`s stammt. Die Scala Figuren passen zu diesen Mini`s perfekt und geben bei Ausstellungen noch mehr Leben, leider sind sie wie Wolfgang schon schreibt nicht immer erwünscht, sehr erstaunt war ich das es gerade bei Lego selbst der Fall war, ist es Unkenntnis ? oder schämt man sich gar wegen dem spärlichen Erfolg der Serie ? wir werden es nicht erfahren, bei mir werden die Figuren jedoch weiterhin zusammen mit den Mini`s ausgestellt, auch wenn es manch Lego Manager nicht gefällt.

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