Ready for Girls – so lautet die neue Kampagne von LEGO, mit welcher man sich für mehr Toleranz und Offenheit für Kinder einsetzen und damit zeigen will, dass LEGO eben nicht nur für Jungen gemacht ist, sondern dass Spielen nicht an ein Geschlecht gebunden ist.
In einer in Auftrag gegebenen Studie der LEGO Group wurde bekannt, dass die meisten Mädchen Interesse an Spielsachen und kreativen Aktivitäten aller Arten haben, aber mit zunehmenden Alter immer mehr in die gesellschaftlichen Geschlechterstereotypen gedrängt und damit zurückgehalten werden.
Gender-Studie von LEGO
Die Studie entstand, um zu beurteilen, ob Kreativität für Eltern und ihre Kinder als geschlechtsspezifisch angesehen wird. Genauer gesagt haben wir getestet, ob implizite Voreingenommenheit darin besteht, wie Eltern Kreativität für ihre Söhne und ihre Töchter unterschiedlich definieren.
Die Studie wurde vom Geena Davis Institut für Gender in Medien zum Weltmädchentag und anlässlich des Starts einer neuen LEGO Kampagne Ready for Girls durchgeführt. An der Studie nahmen 6,844 ElternundKinderim Alter von6 bis 14 Jahreaus unterschiedlichen Ländern der Welt teil, darunter China, die Tschechischen Republik, Japan, Polen, Russland, Großbritannien und die USA. Mit der Studie wurde deutlich gemacht, dass Kinder für Geschlechtsneutralität bereit sind, aber die Gesellschaft ihre Handlungen, Denkmuster und Sprache überarbeiten muss.
Sowohl Mädchen als auch Jungen wollen mit LEGO spielen, aber meist werden eher die Jungen dazu ermutigt, das auch zu tun. Spielerische Aktivitäten sollten niemals nach Geschlechter unterteilt werden, denn Interesse an Aktivitäten entspringt nicht dem Geschlecht, sondern persönlichen Interessen und gerade Kindern sollten lernen, diese für sich selbst entscheiden zu dürfen. Dennoch zeigte die Studie, dass 74 Prozent der Jungen überzeugt sind, dass einige Aktivitäten nur für Jungen bestimmt sind und andere nur für Mädchen. Bei den Mädchen waren es immerhin „nur“ 62 Prozent.
Übrigens wurden in der Studie zwei sehr geschlechtssterotypische Aktivitäten verglichen: Fußball und Ballett. 82 Prozent der Mädchen finden es in Ordnung, wenn Mädchen Fußball spielen und Jungs Ballett üben, bei den Jungen waren es 71 Prozent. Trotz der Fortschritte bei Mädchen, die Vorurteile in einem frühen Alter abschütteln, bleiben die allgemeinen Einstellungen zum Spiel und zu kreativen Karrieren laut dieser Studie jedoch ungleich und restriktiv. So werden Mädchen eher zu kognitiven und künstlerischen Berufen ermutigt und Jungen eher zu körperlichen und MINT-ähnlichen Karrieren (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik).
Mehr Geschlechterinklusivität bei LEGO
Die LEGO Gruppe glaubt an den Wert des spielerischen Lernens und daran, dass die Entwicklung der Fähigkeiten des 21. Jahrhunderts durch LEGO-Spiele für alle Kinder gleichermaßen relevant ist.
LEGO Group
LEGO setzt sich für inklusives Spielen und Lernen ein, denn obwohl die Marke LEGO als gutes Beispiel für integrative Spielzeuge gilt, wird deutlich, dass 76 % der Eltern ihren Söhnen empfehlen würden mit LEGO zu spielen, gegenüber 24 %, die es ihren Töchtern empfehlen würden.
Die Vorteile des kreativen Spielens wie Selbstvertrauen, Kreativität und Kommunikationsfähigkeit werden von allen Kindern gespürt und dennoch erleben wir immer noch uralte Stereotypen, die Aktivitäten als nur für ein bestimmtes Geschlecht geeignet bezeichnen. Wir bei der LEGO Group wissen, dass wir eine Rolle dabei spielen, dies zu korrigieren, und diese Kampagne ist eine von mehreren Initiativen, die wir durchführen, um das Bewusstsein für das Problem zu schärfen und sicherzustellen, dass wir LEGO so inklusiv wie möglich gestalten. Alle Kinder sollen ihr wahres kreatives Potenzial entfalten können.
Julia Goldin, CMO LEGO Group
Mit der Kampagne Ready for Girls sollen Mädchen unterstützt und ermutigt werden, mit LEGO zu spielen, unabhängig von gesellschaftlichen Erwartungen. Talent und Interesse sind nicht an ein Geschlecht gebunden. LEGO geht es dabei nicht nur darum , Mädchen stärker zu inkludieren, sondern auch auf die Vorurteile, mit welchen Jungen zu kämpfen haben, einzugehen. Denn rund 71 Prozent der Jungen machen sich Sorgen darüber, dass sie ausgelacht werden, wenn sie eben nicht mit genderstereotypischen Spielsachen und Aktivitäten in Kontakt kommen.
LEGO möchte sicherstellen, dass in Zukunft mehr auf eine geschlechtsneutrale Produktion sowie ein geschelchtsneutrales Marketing gesetzt wird und arbeitet daher weiterhin mit dem Geena Davis Institut und UNICEF zusammen.
Ich selbst habe als kleines Mädchen auch gelegentlich mit LEGO gespielt, ob ich allerdings auch dazu ermutigt wurde, weiß ich wirklich nicht mehr genau. Geschlechtsspezifische Spielsachen waren allerdings nie besonders wichtig. Ich bin dennoch sehr gespannt, wie die Sets in Zukunft gestaltet und vermarktet werden.
Wie war das bei euch früher als ihr Kinder wart? Oder wie seht ihr als Eltern das Thema der Genderinklusivität bei LEGO? Teilt uns eure Meinung gern in euren Kommentaren mit!








