Seit gestern ist die passende App zum neuen LEGO Hidden Side Thema (zumindest im App-Store) erhältlich und ich habe mir die gut 1 GigaByte große Datei natürlich gleich auf meinem Endgerät installiert. Bevor ich zum Spiel selbst komme, vorab die Beschreibung von LEGO:
Willkommen zu LEGO HIDDEN SIDE in der ruhigen Stadt Newbury. Erlebe mit unserer kostenlosen AR-App, wie dein Set, die Minifiguren und die Geister zum Leben erwachen. Mach dein Smartphone im Handumdrehen zum Geisterdetektor. Scanne einfach eines der acht Geistersets und schließe dich unseren Helden Jack und Parker auf ihren gruseligen Missionen an! Lerne dein Geisterjägerteam bestehend aus Jack, Parker und JB kennen.
Es ist ganz einfach, deine Karriere als Geisterjäger zu starten:
1. Baue dein Set
2. Lade die App herunter, um dein Smartphone in einen Geisterdetektor zu verwandeln
3. Scanne dein Modell, um die Hidden Side von Newbury sichtbar zu machen
… und mach dich dann auf die Jagd nach den gruseligsten Gefahren!
Liebst du Geistergeschichten? Mach mit und werde ein Teil davon! Entwickelt für Kinder ab 7 Jahren.
Die App funktioniert auf Geräten, die ARkit für iOS unterstützen. iPhone 6S oder neuere iPhones unterstützen ARKit.Zu den kompatiblen iPads gehören das iPad Pro (alle Modelle) sowie die iPads der 5. und 6. Generation (2018 oder neuer).
Starten wir nun mit meinen ersten Eindrücken zu der App. Begrüßt wird man von J.B., die auf unsere Hilfe angewiesen ist – wie sollte es auch anders sein. Das Hauptziel ist es, den sogenannten Gloom (sprich die Düsternis) zu entfernen der sich über Newbury ausgebreitet hat.
Zu Beginn des Spiels hat man zwei Möglichkeiten zur Auswahl. Entweder man ist selbst der Jäger bzw. Geisterjäger oder man schlüpft in die Rolle des Geistes. Die erste Option setzt voraus, dass man eines der LEGO Hidden Side Sets besitzt. Beim Spielmodus als Geist wird kein Set benötigt.
Da ich euch zuletzt den LEGO Hidden Side Geisterzug-Express (70424) in einem Review vorgestellt habe, wollte ich natürlich gleich die Aktion mit dem Zug haben und bin als Geisterjäger gestartet. Zur Auswahl auf der Newbury-Karte stehen natürlich auch alle anderen erhältlichen Sets.
Dann wird es spannend. Es erscheint beim Laden der Zug-Option die Aufforderung, dass eine saubere glatte Fläche, ohne Muster und Reflektionen, sowie eine gute Beleuchtung vorausgesetzt wird. Dann öffnet sich die Kamera (die Erlaubnis der Nutzung muss vorher einmalig bestätigt werden) und die Umrisse des Zuges erscheinen. Das gebaut Set sollte mit dem Umrissen übereinstimmen, ansonsten passiert nicht. Ich habe verschiedene Ausgangslagen probiert, aber nur wenn der Zug komplett mit allen Wagons und dem Bahnhof vorhanden war, erkannte er diesen Zug auch. Dann wird es mystisch und der Zug bekommt einen animierten Hintergrund und fährt am Bahnhof ein – auch wenn er eigentlich schon dort steht.
Ich habe bereits gelesen, dass das Abfotografieren von den Produktbildern ausreiche, um ins Spiel zu kommen, allerdings wird man damit sicherlich nicht all zu weit kommen, denn jedes Set enthält ein buntes Drehrad in den Farben Gelb, Blau und Coral (auch wenn die Farbe im Spiel als Rot bezeichnet wird). Dieses wird immer wieder während der Jagd gedreht um verschiedene Geister zu entlocken (diese besitzen dann die jeweilige Farbe). Dann geht die wilde „Ballerei“ los und es muss versucht werden den Geist „abzuschießen“ um ihn dann in seine Sammlung aufzunehmen. Jeder Geist wehrt sich aber mit grünen Schleimbomben die einem selbst die Energie entziehen, wenn man getroffen wird.
Ist der Geist besiegt, wird er in die Sammlung aufgenommen. Zusätzlich zum Drehrad werden auch die Minifiguren im Spiel gebraucht und sie müssen nach Anweisung an bestimmte Stellen platziert und eingescannt werden. Auch dann erscheint wieder ein Geist der besiegt werden muss – bis irgendwann die eigene Energie (Akkuanzeige) auf 0% ist – Game Over! Aber anschließend kann wieder neu gestartet werden.
Ich habe für euch natürlich auch ein bisschen bewegtes Bildmaterial gemacht, was vielleicht noch einen besseren Eindruck zum Spielerlebnis bietet:
Man hat im Auswahlmenü in Newbury ebenso die Möglichkeit, am rechten Bildrand auf die Minifigur zu klicken, dort erhält die jeweilige Minifigur einen Gloom-Scan, der Zug bekommt aber keinen weiteren animierten Hintergrund, wie in der normalen Variante.
Für die zweite Möglichkeit als Geist zu spielen wird, wie erwähnt, kein Set benötigt. Die Sets sind als Animation bereits vorhanden. Gestartet wird auf dem Friedhof. Die anderen Sets sind noch gesperrt und müssen sich erst „erspukt“ werden. Die Jagd beginnt aber nicht als einzelner Geist, sondern es muss aus Team aus den drei Farben gewählt werden. Dafür stehen anfangs drei Geister parat, im Laufe des Spiels kommen die gefangenen Geister aus der anderen Spieloption dazu.
Gespielt wird nun nicht mehr im Hochformat, sondern im klassischen Querformat. Links ist ein virtueller Joystick und mit dem Wischen der rechten Hand über den Bildschirm ändert man den Blickwinkel seinen Geistes. Ich starte in diesem Beispiel mit einem gelben Geist und müssen grüne Gloom-Felder gefunden und eingesammelt werden, diese braucht man dann zum Abfeuern auf die grün blinkenden Gegenstände, wie im zweiten Bild das Eingangstor. Aber Achtung, denn von oben blicken Smartphone herab und versuchen den Geist zu eliminieren.
Während des Spiels soll immer mal wieder die Geisterfarbe gewechselt werden und die entsprechenden Felder (die dann rot, blau oder gelb aufleuchten) müssen angesteuert werden. Hat man alles mit Gloom belegt, ist das Spiel zu Ende.
Auch hier habe ich ebenso noch einen kurzes Video zum Spielerlebnis gemacht:
Die verschiedenen Sammelobjekte am oberen Bildschirm können später eingetauscht werden. Dazu gibt es die Möglichkeiten den Schaden an den Geistern zu erhöhen, um sie schneller zu besiegen bzw einzufangen – denn das dauert am Anfang teils sehr lange, oder im Shop können neue Geister freigeschaltet werden, welche dann auch im Level-Rang klettern können.
Weitere Belohnungen werden durch Abonnenten (dargestellt durch die Minifiguren-Köpfe) freigeschaltet, die nach jedem erfolgreich absolvierten Spiel mehr werden. In den Einstellungen findet sich nur das Nötigste – teure App-In-Käufe sucht man bei dem Spiel (zum Glück) vergebens.
Mein Fazit
Ich habe die App nun ca. 1,5h gespielt, und bin noch etwas skeptisch über die Dauer des Spielspaßes. Am Anfang, wenn alles neu ist, macht es logischer Weise noch Spaß, man probiert hier und da die verschiedenen Dinge aus, aber ich glaube, zumindest für mich wird es beim Ausprobieren bleiben, auch wenn ich mir noch andere Sets aus der Reihe kaufen werde, denn diese glänzen auch ohne die App. Positiv ist auf jeden Fall, dass die App grundsätzlich komplett kostenlos ist und es keine versteckten Kosten für die Kinder gibt.
Was ich festgestellt habe, dass mein Handy während des Spiels doch sehr warm geworden ist und schon ganz ordentlich am Akku gezogen wurde – klar, es wird ja permanent die Kamera benutzt. Ansonsten lief das Spiel dauerhaft flüssig (iPhone XS) und die Grafik ist völlig ausreichend, für das was es darstellen soll. Ich werde es noch ein bisschen Spielen und dann mich doch an dem analogen Modell erfreuen.
Was meint ihr, werdet ihr über das Probieren hinausgehen, oder habt es sogar schon getestet und seid zu einem eigenen Fazit gekommen?! Schreibt es gern in die Kommentare!















