Urteil im LEGO Minifiguren Streit: Steingemachtes verliert vor Gericht

Am vergangenen Freitag wurde am Landgericht Düsseldorf ein Urteil im Streitfall um die Minifiguren von LEGO und derer anderer Klemmbausteinhersteller gesprochen. Geklagt hatte der Marktführer aus Dänemark gegen die Steingemachtes GmbH aus Paderborn, die Bausets alternativer Hersteller vertreibt. Hinter der Steingemachtes steht Thorsten Klahold, welcher auf YouTube als Johnny’s World bekannt ist. Anfänglich beschäftigte er sich auf seinem Kanal mit LEGO Plagiaten, wie beispielsweise Lepin. Mittlerweile werden Sets von Herstellern alternativer Klemmbausteine wie Cobi oder Qman vorgestellt.

Der Klage LEGOs vorausgegangen war ein anonymer Testkauf bei Steingemachtes, bei dem drei Klemmbausteinsets gekauft wurden, in denen Minifiguren enthalten waren. Nach Auffassung LEGOs verletzen diese Minifiguren anderer Hersteller Markenrechte, da die Figuren den LEGO Minifiguren zum verwechseln ähnlich seien. Zu den Forderungen der Dänen zählten die Unterlassung der Einführung, des Verkaufs und der Bewerbung entsprechender Minifiguren. Außerdem seien alle betreffenden Minifiguren, welche im Besitz von Steingemachtes sind zu zerstören und die Namen der Hersteller, Lieferanten und Abnehmer sowie die Preise für die entsprechende Ware offenzulegen. Zusätzlich solle Steingemachtes LEGO jeglichen Schaden ersetzen, der aufgrund der Markenverletzungen entstanden ist oder zukünftig entstehen wird.

Das Landgericht Düsseldorf, unter Vorsitz des Richters Wilke Seifert, gab der Klage LEGOs am Freitag nun vollumfänglich statt. Zur Begründung des Urteils führte das Gericht die Bekanntheit der LEGO Minifigur an, welche in Alltag, Werbung und Kunst auftrete und vielfältig beworben würde. Die betroffenen Minifiguren der alternativen Hersteller seien der Marke der LEGO Minifigur aus der Perspektive der durchschnittlichen Verbraucher hochgradig ähnlich, sodass eine unmittelbare Verwechslungsgefahr bestehe.

Gegen das Urteil kann Berufung zum Oberlandesgericht Düsseldorf eingelegt werden. Ob Thorsten Klahold davon Gebrauch machen wird, hat er auf seinem YouTube Kanal bisher noch nicht verkündet. Trotzdem ist aber davon auszugehen, denn erst vor kurzem äußerte er sich in einem Video zum Thema SigFigGate folgendermaßen: „[Andres] hat keinen Bock auf einen Rechtsstreit mit LEGO, haben die wenigsten von uns. Und ich würde sogar drauf wetten, in der ersten Instanz wird LEGO Recht kriegen, das kriegen die […] vor deutschen Gerichten eigentlich schon fast traditionell. Da muss man schon ein bisschen höher gehen um da wirklich dann richtiges Recht zu bekommen.“

Wie ist eure Meinung zum Streit zwischen LEGO und Steingemachtes? Wie denkt ihr über das Urteil des Düsseldorfer Landgerichts? Teilt uns eure Meinung dazu gerne in euren Kommentaren mit. Bitte beachtet aber beim Kommentieren unsere Netiquette. Wir behalten uns vor, Kommentare, die dagegen verstoßen, nicht zu veröffentlichen.

310 Kommentare zu „Urteil im LEGO Minifiguren Streit: Steingemachtes verliert vor Gericht“

  1. Grundsätzlich finde ich es gut das Lego gewinnt. Es ist nun mal ihr Recht die Minifigur zu schützen, indem sie gegen Plagiate vorgehen. Und ich hoffe ehrlich das auch die höheren Instanzen so urteilen.

    1. Wieso sollte es gut sein, wenn Lego gewinnt? Aus Verbrauchersicht wäre es besser wenn Steingemachtes den Rechtsstreit gewinnt. Konkurrenz ist für uns Konsumenten nur positiv. Ich gehe auch stark davon aus, dass das jetzige Urteil nicht vor höheren Instanzen standhält. Das ist mal wieder nichts ganzes. Es braucht endlich ein Grundsatzurteil und ich hoffe Thorsten hat die finanziellen Mittel dazu. Die Cobi Figuren sind ja für Lego kein Problem. Aber wo liegt jetzt die Grenze? Und ob die Minifigur grundsätzlich schützenswert ist, scheint ja im Urteil auch nicht geregelt zu sein. Deswegen müssen höhere Instanzen hier endlich Urteile fällen.

      1. Konkurrenz bedeutet nicht, das man das geistliche Eigentum von anderen Firmen klaut. 😉
        Und das ist meines Erachtens nach eben die relevante Gradwanderung. Ich bin auch absolut pro Konkurrenz! Denn nur ein gesunder Wettbewerb kann Lego dazu bringen seine eigene Politik und Produkte zu hinterfragen, aber dann muss man schon aufgeweckt genug sein und die eigenen Produkte von Lego ausreichend diversifizieren.

        1. Lego hat den Menschen genau genommen nicht erfunden, dass sollte man erstmal berücksichtigen und dann kann man über die Figur als solches sprechen.

          Sicherlich können die Drittanbieter etwas die Figuren verändern, damit die nicht 1zu1 Kopien sind. Dennoch gewisse Dinge die uns Menschen ausmachen sind halt fix und das wird hier oft vergessen.

          Und Lego schaut auch gerne bei anderen was diese treiben und versucht mit schon unlauteren Mitteln die Konkurrenz vom Markt fern zu halten. Das haben in der Vergangenheit auch Gerichte bereits erkannt.

          Und Lego nutzt schon gerne seine quasi Monopolstellung wo es geht aus. Deshalb sind dritte eigentlich für den Endverbraucher ein Segen.

          Wichtig ist nur das die Standards in Punkto Qualität und anderen eingehalten werden.

          Auf Dauer sollte Lego sich bewusst machen, dass man lieber das Geld in die Entwicklung, als in Anwälte investieren sollte.

          1. Ein Knackpunkt ist aber – die Lego Minifigur hat sehr wenig in ihren Proportionen mit einem echten Menschen zu tun. Und genau da wird der finale Aspekt liegen, was ist verwechselbar und was eben nicht.

            1. Bei der Qman Figur stimmen die Proportionen noch weniger.
              Eine Verwechslung ist in meinen Augen ausgeschlossen.
              Vor allem die Kopfform hat nichts mit den Legoköpfen zu tun. Die Hände von Qman sehen auch komplett anders aus. Winkel der Arme sind anders,….
              Für mich ganz klar ein Fehlurteil.

              1. Nicht „vor allem“, sondern nur die Kopfform, meiner Meinung nach. Was für mich der gravierende Unterschied anderen z.B. Cobi ist.

          2. Es ist doch ganz einfach

            Wenn die Figur nicht auf Lego noppen stehen kann, keine Lego Waffen/Ausrüstungen in die Hände nehmen kann und auch nicht kompatibel ist mit Beinen, Köpfen oder Torso von Lego dann wäre doch alles klar. Ach dann wären allerdings auch die Steinen nicht mehr mit Lego Steinen kompatibel und damit wäre jegliche grundlage für LEGO verloren vor Gericht zu ziehen.

            Es könnte so einfach sein.

            1. Das Urteil ist ein Armutszeugnis des deutschen Rechts Systems.
              Habe diverse Sets an Klemmbausteinen und die Figuren sind auf nen Kilometer von Lego zu unterscheiden. Das Richter keine Ahnung haben mag sein aber hier der Klägerin voll Recht zu geben stinkt schon gewaltig,die Zerstörung aller Figuren und voller Schadensersatz ect. Wo ist da die Verhältnismäßigkeit. Vor allem aber wozu haben wir eine erste Instanz wenn die der Industrie nach der Pfeife tanzt und nicht differenzieren kann. Genau das selbe mit Kontent Verletzungen, früher wurde noch recht gesprochen jetzt sind Richter mit Anwälten per Du und biegen den Paragraphen schön zurecht so das man in die nächste Instanz müsste um Recht zu bekommen.

              1. Es geht nicht darum, ob Du oder ich die Figuren auf einen Kilometer unterscheiden könnten sondern der durchschnittliche Verbraucher. Also diejenigen, die die Marke kennen, für Verwandte als Geschenk kaufen, aber selber keine Figuren besitzen. Und eben die können das nicht mehr unterscheiden und wenn doch, sind die Friends Figuren oder die Avatar Figuren für Verbraucher auch keine LEGO Figuren. Man sollte es sich nicht zu einfach machen und selber unterscheiden wollen, man ist nicht gerade der durchschnittliche Verbraucher!

                1. Das sehe ich anders. Wenn man Lego kaufen möchte, dann kauft man ja wohl ein Produkt auf dem dick und fett LEGO steht. Wenn da QMAN steht, und kein Analphabet ist, dann sollte die Unterscheidbarkeit sehr einfach sein. Wenn das Kind QMAN haben möchte, dann kauft man auch QMAN und kein Lego.
                  Wo also soll das Problem sein?

          3. @Markus „Sicherlich können die Drittanbieter etwas die Figuren verändern“
            Das scheint ja der Fehler zu sein: Man geht nicht vom Menschen aus und baut eine Figur sondern ändert eine LEGO Figur so weit, dass sie nicht mehr problematisch sei. Ist nicht gerade das der falsche Ansatz? Ich sehe beispielsweise keine Verwechslung zwischen Playmobil und LEGO Figuren.
            Die Klage hat auch nichts mit Monopolstellung zu tun sondern mit Markenrecht. Würden sehr ähnliche Figuren zugelassen, reicht es ggf. irgendwann, dass man nur eine minimal andere Hautfarbe benutzt und der Kopfumfang um 0,1 mm geringer ist – wir also auch nicht mehr unterscheiden können.

        2. Welches geistige Eigentum wurde denn in dem Fall verletzt? Die beklagten Figuren sind für jedermann und erstrecht für Kinder klar zu unterscheiden. Lego hat hier seine Marktmacht(hoffentlich nur die) mißbraucht und durch ein Gericht was sich nicht die Finger verbrennen wollte Recht bekommen.
          Leider ist es in unserem Rechtssystem nunmal so dass nur der mit mehr Kneten recht bekommt. Revisionen sind auch teuer und die muss man sich erstmal leisten können.

        3. Die Figuren von anderen ehrlichen Herstellern sehen schon lang nicht mehr aus, wie diese von Lego. Da wurden Testsets gekauft vor vielen Jahren wo noch die Figur mitkopiert wurde. Solche Hersteller gibt es nur noch wenige und diese werden eh nicht von deutschen Importeuren verkauft.

      2. Ich finde es eher schon traurig was Lego in den letzten Jahren an Rechtsstreits gegen die Konkurrenz treibt. Sehen die Figuren so aus, oder könnte man sie wirklich für LegoFiguren halten. Ich denke eher nicht. Man kann das Rad auch nicht neu erfinden und die Handys sehen sich alle gleich aus obwohl sie es nicht sind.

        Ich denke eher, es geht hier darum, dass die Konkurrenz in vielen Dingen schon besser sind wie Lego selber. Was aber darauf beruht, dass man dort mehr auf seine Kundschaft eingeht. Indem Punkt ist Lego sehr arrogant geworden und vertreibt eine Preispolitik die in keinster Weise zu rechtfertigen ist.
        Der große Hype von Lego ist auch vorbei und es ist abzuwarten wie es sich weiter entwickelt.

        1. Die Figuren von Qman sind ja komplett anders als lego…aber ja, ist immer das selbe…
          Es gewinnen immer diejenigen, die mehr Geld für Anwälte haben, logisch ist da immer lego besser finanziert, nur, Qman wird sich das nicht gefallen lassen……
          Und lassen wir mal die Qualität von Legosets stehen (hab nur schlechteres von alternativen vor 2 Jahren gesehen)

            1. Und deswegen kann man euch nicht ernst nehmen. Anstatt festzustellen, dass einige chinesische Hersteller qualitative Fortschritte gemacht haben, Lego hingegen Rückschritte und man sich daher zunehmend annähert, muss es immer gleich heißen, manche Fremdhersteller wären mittlerweile besser. Das ist nicht nur kontraproduktiv (dann können die Chinesen sich ja beruhigt auf dem bisher Erreichten ausruhen) sondern auch einfach faktisch falsch. Das fängt bei der Oberflächenbeschaffenheit der Steine an und hört bei zu wenig/zu viel Klemmkraft auf.

          1. Wenn das so wäre – aber weshalb lässt Qman dann bitte seinen Partner, der ja bei einer Niederlage vor dem Nichts stehen könnte, dieses Gefecht ausfechten?

            1. Schau dir den Videochannel von Steingachtes an. „Johnny“ erläutert da ausführlich die Konstruktion. Zumindest sagt er, das er den Prozess nicht alleine schultert, sondern Cobi unterstützt. Als kleiner Händler könnte er sich den Streit mit der mächtigen Rechtsabteilung von Lego gar nicht leisten. Nur ist er als Generalimporteur eben der juristisch greifbare Angriffspunkt.

              1. The Storytelling Brick

                COBI? Wie kommst du auf die? Habe mir das Video gestern Nacht auch angeschaut. QMan war es doch. Die hatten(!) ihn unterstützt (Video vor der Gerichtsverhandlung plus das zur Verhandlung vor zwei(?) Monaten). Am Ende des aktuellen Videos sagt aber Thorsten, dass QMan ihn irgendwann in der Zeit alleine im Regen stehen gelassen haben und sie abgesprungen sind. Wie einen heißen Sack Kartoffeln fallen gelassen haben sie ihn. Hätte ich ehrlich gesagt, nicht gedacht, dass von der Seite der B****move kommt. Dazu noch BB, die sich die Hände reiben, weil offensichtlich im Hintergrund etwas im Gange ist/war. Schade, dass nun ein Kleiner (ja, im Gegensatz zu BB und erst recht zu LEGO, ist Steingemachtes klein!) bezahlen muss. Dass die Urteilsverkündung bzw. die Begründungen absolut dilettantisch geschrieben sind und der Richter seinen Job als neutrales, unbefangenes Mitglied eines Staatsorgans nicht richtig gemacht hat, ist da keinesfalls besser. Schön für LEGOs Quasimonopolstellung, schön für LEGOs Hardliner, schön für LEGOs Hardcorefans, schlecht für Klemmbausteinfans und… beinahe hätte ich gesagt, schlecht für andere Hersteller (QMans Verhalten). Einerseits würde ich wollen, dass Thorsten das Urteil anfechtet, in Revision geht (oder wie der Fachterminus dazu heißen mag), weil der Inhalt der Urteilsverkündung hanebüchen ist, aber andererseits wozu? Für Unternehmen, die einfach mal von einem Tag auf den anderen den kleinen P***** einziehen? Für einen allein sind die Schultern dann doch zu klein.

          2. Nun die Richter sind alt. Anders als in Amerika wird hier vom Richter entschieden und nicht von Geschworenen. Die interessiert das Thema doch nicht und objektive sind die auch nicht. Geld ist alles, und in erster Linie Treiben die doch mit Absicht die Kosten in die Höhe.

            LEGO ist alles was die Richter kennen. Und alles was auch nur im geringsten aussieht wie ein Klembaustein ist LEGO für die. Zeigt dieser Fall sehr deutlich. Selbst ein blinder merkt den
            Unterschied beider Figuren. Das Urteil zeugt nur wie befangen Richter sind und das Recht nur eine Auslegung des stärkeren ist.

          3. Was wird sich Qman nicht gefallen lassen? Sie haben Johnny doch fallen gelassen und arbeiten jetzt mit Bluebrixx, die sie exklusiv in Europa beliefern, so Johnny im Video zum Urteil. Dieses Urteil ist denen erstmal völlig egal, weil nur Steingemachtes nicht mehr verkaufen darf. Ihre Sets werden sie weiterhin los und dann mal gucken, ob man Lego auch gegen BB vorgeht.

        2. Also in welchen „vielen Dingen“ die Konkurrenz schon besser als Lego sein soll würde mich ja interessieren. Ich habe schon diverse „Konkurrenten“ begutachtet und alles wirkte einfach nur wie eine billige Nachmache, inklusive der bescheidenen Kartons/Verpackungen, etc.
          Ich kann Lego auch definitiv verstehen. Lego hat Unsummen für Forschung & Entwicklung sowie für Marketing über Jahrzehnte investiert um die Klemmbausteine dahin zu bringen wo sie heute sind. Nun kommen etliche Nachmacher um die Ecke und brüsten sich mit besseren Preisen. Klar, wenn man einfach nur kopiert und keinerlei Ausgaben für Marketing etc. in die Hand nehmen muss, ist auch logisch dass die Preise niedriger sind.

          1. Hallo,

            hier kannst Du aber nicht COBI meinen. Mit die besten Steine die es gibt. Qualitativ hochwertige Verpackungen, Lizenzen und eine fast freundschaftliche Vereinbarung mit LEGO. Bitte mich immer alles über einen Kamm scheren. Die Welt ist Bunt. Aufwiederbauen!

            1. Wann geht es denn um Cobi? Die haben ihre Nische und halten sich soweit man das erkennen kann auch gut an die geltenden Rahmenbedingungen.

          2. Das Problem ist hier – viele sehen nur den Preis und was sie bekommen. Und viele der Drittanbieter haben aktuell Erwachsene als Ziel und liefern diesen, was sie wünschen. Lokomotiven, Ritterburgen, Schiffe, Modellen. Das sind dann diejenigen, die sich gut versorgt fühlen. Auch gut versorgt fühlen sich diejenigen, die eben Sets billig als Repro bekommen, die ansonsten zu teuer sind. (Alles legitim aus Sicht des Käufers). Das ist aber nicht die ganze Zielgruppe von Lego – die haben auch Kinder zu bedienen und die wollen Spielfunktionen haben und das was Erwachsene toll finden – finden die nur toll, wenn sie mit ihrem Papa, Onkel usw. Spielen. Daraus folgt eine irreführende Bewertung, wer was gut und nicht so gut macht.

            Und viele sagen halt, Lego macht soviele schlechte Sets – die Meinung Teile ich nicht. Ich erinnere mich daran, dass es als ich 7-8 Jahre alt war auch ne Menge Sets gegeben hat, die ich total doof und überflüssig fand und die ich also von meinem gesparten nie gekauft hatte. Ist also gar nicht neu, sondern schon immer so gewesen. Man vergisst aber diese Sets, erinnert sich aber hauptsächlich an die Großartigen Sets. Und solche werden wir in einigen Jahren genauso aus den letzten 2-3 Jahren feiern. Woher ich das weiß? Aus der Oldtimerei 😉 vor 15 Jahren wurde über die E-Klasse geschimpft – so schlechte Qualität usw.pp. und heute heißt es – war der letzte echte Mercedes.

            Was viele aber nicht sehen – Klemmkraft und Farbe sind ja nicht die einzigen relevanten Qualitätskriterien. Die Haltbarkeit ist eines – und ich kann dazu sagen, dass einige der Flexiblen oder transparenten Elemente einiger chinesischer Anbieter nach 4-5 Jahren deutlich stärker gealtert sind als gleich alte Legoteile. Auch die Druckqualität ist überwiegend mieserabel. Und jetzt wieder mein beruflicher Hintergrund: viele der Fabriken die ich kenne, haben erhebliche Hygienemängel, Steine werden nachdem sie produziert wurden nicht vom Trennmittel befreit (was auch ein Hinweis auf die schlechtere Kunststoffqualität ist, denn Lego hat nur sehr wenige Elemente, bei denen man vermuten kann, dass sie Trennmittel verwenden), ich habe im Labor in chinesischen Steinen auch Cadmium, Blei, Chrom und Brom gefunden, teilweiße in erhöhten Mengen, die einen Vertrieb in Europa nicht möglich machen, außer man kann dafür nicht haftbar gemacht werden.
            Hier ist ein Unterschied zu Lego sehr entscheidend – bei Lego findet man solche Stoffe quasi gar nicht – auch Stoffe die in der Diskussion sind und nicht verboten – sind bei Lego sehr schnell nicht mehr zu finden. Einer der Gründe für die jetzt seit längerem geführte Diskussion zur Farbabweichung ist sicherlich auch, das Lego die Mengen an Titandioxid (wegen des Verdachts krebserregend zu sein) drastisch reduziert hat oder es gar nicht mehr verwendet. Und das ist einer der Aspekte, die den Preis hochtreibt. Sieht man aber erstmal nicht.

          3. Ich bin wirklich kein absoluter Lego Fan, aber das Alternative vom Lego Wissen und Forschung profitieren ist richtig.
            Andererseits begeht Lego viele dumme Fehler. Teilweise schlechte Set’s zu überteuerten Preisen, nicht auf die Wünsche von Kunden achten und auch die Qualität hat sehr nachgelassen. Da muss Lego wirklich etwas machen, oder sie werden noch mehr an Marktposition verlieren.

          4. Ja haben sie, aber erst nachdem sie selbst alle Ideen geklaut und abgekupfert hatten. Die Anfänge von lego waren auch nicht rühmlich. Aus ihrer Erfahrung haben sie Angst dass andere mit selben Methoden ihnen nun Konkurrenz machen.

          5. Schauen Sie sich mal die Techniksets an…
            Was Lego da in den letzten Jahren liefert ist eine Frechheit bei Design, Qualität und Preis.

            Ich habe viele Sets von Lego und chinesischen Konkurrenz gebaut und habe so den direkten Vergleich.

          6. @MARKIMARK92: so sieht es aus!

            Ich habe auch noch KEINEN einzigen Stein mit wirklich neuem Design bei der Nachmach-Konkurrenz gesehen.
            Also mal von hässlichen Figuren abgesehen ;-P

            Ja, ich würde auch sagen, dass vor allem die Hauptverbraucher das NICHT verwechseln können.
            Aber so eine Oma oder nen Onkel, die keine Ahnung haben und einfach was kaufen wollen als Geschenk… schon möglich. Allerdings befinden sich da ja bereits einige Sachen auf dem Markt, wo der „Griff ins Klo“ in so einer Situation schon möglich wäre ^.^

            Ob das allerdings den Kids wirklich so wichtig ist… na ja…

            Am Ende des Tages bin ich kein Jurist und vermutlich muss man da bei seinen eigenen Leisten bleiben.
            Das Urteil wird schon gut durchdacht sein.
            Und so wie Du es schreibst, stimme ich voll und ganz zu: Die meisten Nachmacher wirken „billig“ und „viele Dinge“, die da besser gemacht werden… dieses „besser“ scheint sehr subjektiv.
            Es gibt eben „ANDERES“, als bei LEGO. Besser würde ich es aber nicht nennen.

        3. Nein, Lego ist nicht arrogant. Lego ist sogar rechtlich dazu verpflichtet seine Marke zu verteidigen. Denn sonst verlieren sie die Rechte. Ist Ferrari vor einigen Jahren bei ein paar Modellnamen so gegangen. Da besteht also eine Notwendigkeit. Davon abgesehen – es ist ja durchaus im Interesse von Lego, dass es rechtliche Definitionen gibt, wie weit ein anderer Anbieter gehen darf, damit seine Spielfigur eben kein Plagiat ist – auf der anderen Seite nutzt das auch allen anderen.
          Wenn man also von Arroganz reden möchte – weshalb unterstützt eigentlich der chinesische Markeninhaber an der Stelle nicht, sondern lässt das von einem seiner kleinen Partner ausbaden?

          Und gerade Handies sind ein eher schlechtes Beispiel: gerade erst hat Nokia (ja, die gibt es noch) vier verschiedene Anbieter von Handies wegen Lizenz- und Patentverstößen verklagt und den Vertrieb z.B. der Marken Oppo und OnePlus untersagen lassen. Das ist tatsächlich eher die Normalität im Business und eben aufgrund mancher erzwungener Ähnlichkeiten auch notwendig.

          Die Frage ist am Ende – und da war ich bei mancher geäußerten Idee manch eines YTers von vornherein skeptisch – ob dir Bauweise der Figur wirklich entscheidend sein kann. Oder ob es nicht mehr um Proportionen, Abmessungen und Artikulation geht.

          Und ich bin bei der Konkurrenz sehr skeptisch – ich kenne die ja auch aus meiner beruflichen Praxis – die Fabriken sind überwiegend mies und die QM Kontrolle von Rohstoffen und Materialien eher ein Produkt des Zufalls. Zum spielen für Kinder, würde ich einen Bogen um diese Anbieter machen. Ausnahmen gäbe es da nur, wenn z.B. Lidl, Simba, KiK, Kaufland, Aldi und ein paar andere Europäer beteiligt sind, da deren QM Systeme das schlimmste vom Kind fernhalten.

      3. Michael Kahlert

        Diese Mini-Figuren hat LEGO geschaffen und sich schützen lassen. In die Entwicklung und Vermarktung dieser Figuren hat LEGO viel Geld investiert und auch viele neue innovative Produkte geschaffen, die zu diesen Mini-Figuren passen. Das ist das geistige Eigentum von LEGO und darf keinesfalls einfach kopiert werden. Da sollten die Chinesen etwas mehr Gehirnschmalz aufwenden und eigenständige Ideen entwickeln, als immer wieder billig abzukupfern.

        1. Genau, dafür gibt es das Patent. Da hatte Lego für die Minifigur auch, gilt aber halt nicht ewig.
          Wo ist jetzt das Problem, wenn andere Hersteller nach Ablauf des Patents das Produkt auch herstellen? Machen doch andere Branchen auch so, siehe Generika in der Medizin

        2. Das Problem ist, daß die Figuren ja nicht 1:1 kopiert sind.
          Sie sehen ja bei vielen Herstellen anders aus…….
          Daß sie 2 Beine, 2 Arme, 2 Hände und einen Kopf haben…… nun das ist halt so vorgegeben,
          und daß sie in Größe Breite und dicke irgendwie zu Noppen passen auch. Also gibts in der Größe auch nicht mega
          Möglichkeiten der Variation.

        3. Ein Baumeister

          Warum geht Legi dann nicht gegen Lidl vor? Die Playtive Figuren sind sehr nahe an den „Originalen“ von Lego! Da wäre dann mal Lego der Kleine! Wehe dem der dabei Böses denkt…. Dann könnte sich das Problem auch durch Aufkauf und liquidieren regeln..Im Sinne von Lidl

      4. Es ist numal richtig so das Urteil, verstehe nicht das man sich Niederlagen nicht eingestehen kann!!! Es gibt auch keine vernünftigen Gegenargumente, es ist nur noch lächerlich!!!!

        1. Wer hier hat schon das Urteil gelesen?

          Das Urteil wird als PDF zum Download von Johnny´s World bereitgestellt. Jeder der will, kann es lesen und wird feststellen: Es geht nicht darum, dass sich die Figuren optisch unterscheiden (lassen). Es geht vielmehr um die Frage, ob die anderen Figuren sich gedanklich mit den Minifiguren verknüpfen lassen. Denn wenn diese gedankliche Verknüpfung überwiegend möglich ist, sind (neben weiteren Voraussetzungen) die rechtlichen Interessen des Markeninhabers verletzt.

          Hintergrund ist also, dass durch die Möglichkeit der gedanklichen Verknüpfung mit den Minifiguren von Lego Qman die Bekanntheit der Marke Lego im Allgemeinen und die der Minifiguren im Speziellen für sich nutzt, ohne dafür eine Gegenleistung zu erbringen.

      5. Du machst es dir hier etwas einfach. Wettbewerb ist ja gegeben – jeder darf Klemmbausteine herstellen und vertreiben. Dennoch sind Markenrechte usw. Einzuhalten. Ich bin zwar durchaus der Meinung, dass mittlerweile einige der Figuren anderer Hersteller weit genug weg von Lego sind – aber es ist auch das gute Recht von Lego, dass juristisch prüfen zu lassen. Das muss man verstehen und das muss Lego sogar machen, damit Lego nicht ähnlich wie vor einigen Jahren Ferrari einige Markenrechte verliert, weil sie diese nicht nutzten und schützten. Das ist nämlich die Gegenseite der Medaille.

        1. So wie die Situation nach dem Urteil ist, läuft es auf ein Verbot von allen Figuren hinaus, die in einem bestimmten Maßstab mit Klemmbausteinen interagieren können – denn für weniger abstrakte Figuren hat Lego ja eine Bildmarke auf die Friends-Figuren.
          Im Prinzip nützt dieser Prozess nichts, die Bildmarke an sich müsste angefochten werden: Denn wenn man aufteilt in Anatomie (zwei Arme, zwei Beine etc.) und technische Lösungen (Noppenaufnahmen, Greifhände), die beide nicht als Bildmarke schützbar sind, was bleibt dann als der schützenswerte Teil? Der Kopf, und genau der unterscheidet sich ja an der beklagten Figur signifikant.
          Die Argumentation des Gerichtes allerdings, die die Bekanntheit von Lego als Begründung genommen hat, zeigt deutlich, dass die Richter nicht willens waren, sich mit der Problematik auseinander zu setzen.

          Denn wenn man ehrlich ist, ist Lego verdammt nah dran, ein Gattungsbegriff zu sein für Klemmbausteine (auch wenn Lego versucht, dass zu verhindern). Deswegen ist für den normalen Verbraucher nun mal jeder Klemmbaustein ein „Lego“ und jede damit kompatible Figur nun mal eine Legofigur.

          Ein besonderes Geschmäckle hat übrigens die Tatsache, dass Lidl Klemmbausteinsets verkauft, deren Figuren deutlich näher an Legos Bildmarke sind – wo bleibt da die Markenschutz-Klage?

          1. In dem Urteil bzw. der Pressemitteilung davon werden schon konkretere Eigenschaften angesprochen. Beispielsweise der aus geometrischen Figuren bestehende Körper, der im Kontrast zum rundlichen Kopf steht. Die Figuren von Mega Construx sind damit okay.
            BlueBrixx hat schon versucht, die 3D Marke von der Minifigur anzufechten und sie haben verloren. Wir (Promobricks) haben da vor ein paar Monaten drüber berichtet.
            Vielleicht läuft ja ein Verfahren zwischen LIDL und LEGO und man erfährt davon einfach nichts, weil LIDL keinen entsprechenden Youtube-Kanal hat. Aber wer weiß das schon.

            1. The Storytelling Brick

              Ein Fanblog betreibt doch auch irgendwo investigativen Journalismus? Müsste doch für euch als Redaktion möglich sein, in Erfahrung zu bringen, ob etwas ziwschen LIDL und LEGO läuft.

              1. Mehr als die Pressemitteilung zu zitieren kann ich auch nicht tun: „das kantige und gedrungene, von geometrischen Formen dominierte Erscheinungsbild mit dem im Kontrast zum Körper rundlichen und großen Kopf“

      6. Konkurrenz hat nichts damit zu tun! Lego ist eine Marke und alle ausnahmslos alle der Nachbauer wollen von Legos guten Namen Profitieren ohne selbst etwas dafür zu tun.

        Sollen sie doch einen anderen Maßstab wählen so das die Steine und Figuren nicht mehr mit Lego kompatibel sind, ich wette dann würde Lego nicht mehr gegen klagen. Es reichen wenige mm und schon ist das problem gelöst.
        Beste Nachricht heute das LEGO das gewonnen hat, weiter so!

        1. The Storytelling Brick

          Aha, nur wenige mm reichen also? So wie die Bubbleheads der QMan-Figuren, die von LEGO als böse erachtet werden? Parolen schreien kann immerhin jeder 😉

        2. Ein Baumeister

          Wie wäre es denn wenn du dein Oel für dein Auto nir noch fur teuer Geld beim Hersteller des PKW kaufen kannst? Das wirde dir doch bestimmt gefallen?
          Nach deiner Uberzeugung musst du ja nen Mercedes fahren denn alle andern machen ja nur Plagiate…..

      7. Ob die Minifigur grundsätzlich schützenswert ist, muss im Urteil nicht geregelt werden… Die Lego-Minifigur ist eine eingetragene 3-D-Marke und entsprechend genießt sie Markenschutz.

      8. Was ihr gerne vergesst.
        Lego produziert in der eu andere Hersteller in china und wir wissen wie es dort abgeht.
        Müssen wir uns noch abhängiger von den chinesen, Japaner machen ?
        Lego hat das recht ihr Eigentum zu schützen, das wurdet ihr genau so machen.
        Ich finde das Urteil auch richtig.

        1. Du weißt, dass LEGO Fabriken auf der ganzen Welt hat?
          Bald in den USA: https://www.stonewars.de/news/lego-neue-fabrik-usa/
          China: https://www.handelsblatt.com/unternehmen/handel-konsumgueter/spielzeugbranche-lego-eroeffnet-fabrik-in-china/14895638.html
          Und in dem Beitrag steht: Die anderen Fabriken stehen in Dänemark, Ungarn, Tschechien und in Mexiko.

          Dänemark, Ungarn und Tschechien sind zwar EU, aber vergleiche mal das Gehaltsgefüge zwischen DK und den anderen beiden.

    2. Bei 1 zu 1 Kopien (Plagiaten) der Lego Figur gebe ich Dir absolut recht.

      Aber es geht eben auch um Figuren, die eine Verwechslungsgefahr mit sich bringen sollen.
      Wenn man sich die Figuren mal anguckt, fragt man sich schon, wo da eine Gefahr der Verwechslung bestehen sollte?
      Wenn jmd eine Bubble Head Figur mit einer Standardlego-Figur verwechselt, dann tut er das auch mit einer Playmobil Figur oder anderen Spielfiguren, z.B. den Mattel Minecraft Figuren, die bringen auch die kantigen Formen mit.

      Und dann wäre da noch die Ungleichbehandlung. Cobi darf seine Minifigs verkaufen, Kaufland hat seit Jahren Banbao Sets mit Minifiguren im Verkauf, Lidl hat Playtive/Gudi Figuren… aber die von Qman sollen verboten werden?

      Eine Figur, die auf menschlichen Attributen basiert, wird sich immer ähneln. Dass man sie auf Noppen setzen kann, ist ein technisches Feature und mWn nicht geschützt.

      Dass Lego seine 3D-Marke schützen will, ist nachvollziehbar. Aber was sie alles darunter verstehen, ist es für mich nicht.

      1. Hallo Tim,
        das Problem ist: Du bewertest dies aus deiner Sicht als Legointeressierten. Für dich besteht da ein Unterschied. Das ist hier aber gar nicht das Thema.
        Das Thema hier lautet: wie sieht das die Oma, die ihrem Enkel ein Geburtstagsgeschenk kauft. Die ist bei Solchen Fragen entscheidend.

        Ich stimme dir zwar durchaus zu – aber ich bin auch nicht unbedingt die relevante Personengruppe.

        Und ich denke auch – das ist zuviel für ein derartig niedrig angesetzten Gericht, diese Entscheidung final zu treffen. Das muss sehr wahrscheinlich bis in die europäische Ebene getragen werden.

        Dann hat das aber den Vorteil, dass alle sehr genau wissen – wo die Grenze der 3D Marke sind. Und zur Ungleichbehandlung – woher weißt du das? Es gibt ja immer zwei Möglichkeiten – erstens, warten und gucken was passiert oder zweitens – mit dem Rechteinhaber sprechen und eine Vereinbarung mit ihm finden.

      2. Kann ich nur zustimmen. Das ist so als würde Mercedes, als Erfinder des Automobils, alle anderen Automobilhersteller verklagen, weil ihre Autos vier Reifen, ein Lenkrad und eine Karosserie haben. Einfach lächerlich dieses Urteil.

        1. Mercedes besitzt keine 3D-Marke an Autos mit vier Rädern, Lego an der Minifigur schon. Das ist der Unterschied, um den es geht.

    3. Hast du die Figuren mal gesehen? Die sehen komplett anders aus. Da könnte ja niemand mehr eine annähernd humanoid aussehende Spielfigur auf den Markt bringen! Es sind KEINE Plagiate.

      1. Deine Meinung – Lego ist da ANDERER Meinung. Preisfrage: wessen Meinung ist jetzt relevanter?

        Und weil Wir das kaum klären können, gibt es dazu das Mittel des Rechtsweges.

        Und bedenke dabei immer – eine Marke ist mehr als nur das erste, was du siehst. Es ist auch etwas, dass damit von der breiten Masse verbunden wird. Und das ist manchmal doch erheblich unterschiedlich zu dem, was wir beide da sehen, weil wir schon stärker im Thema sind.

    4. Tja, promobricks ist schon sehr sehr lego lastig…
      Obwohl sie sagen, dass das nicht so ist…komisch
      Aber egal, meine Kommentare werden ohnehin immer abgeblockt
      Servus liebes probobricks Team, hab euch immer gern gelesen, […] sonst sagt mir bitte Mal warum ich meine Meinung hier nicht Posten darf???
      Mit mehreren Email Adressen???

      Anm. d. Red.: Kommentar entsprechend der Netiquette gekürzt

      1. Hallo Whiskyman,
        bei Promobricks handelt es sich um einen LEGO Fan Blog, nirgendwo wird etwas anderes behauptet. Aus diesem Grund berichten wir auch nur in den seltensten Fällen über andere Hersteller.
        Die Kommentare im Blog werden von uns alle händisch freigeschaltet. Du solltest Verständnis haben, dass wir 2 Uhr morgens eventuell andere Dinge machen als deine Kommentare direkt freizugeben.
        Abgesehen davon darf hier jede/r seine Meinung posten, solange der Kommentar unsere Netiquette einhält. Vom Posten bist du zukünftig aber ausgeschlossen, da deine unsäglichen Beleidigungen gegenüber uns gegen eben diese verstoßen.
        In einem anderen Forum oder Blog wirst du sicher glücklicher, für LEGO scheinst du ja doch nichts aufbringen zu können. Schönen Tag noch.

      2. Tja, beim Kommentare schreiben muss man sich auch an die Regeln halten sonst werden diese gekürzt oder gelöscht.
        Offensichtlich fällt ihnen das ja auch schwer 😉

    5. Sorry
      Das sehe ich nicht so.
      Lego hat nicht das alleinige Recht menschliche Abbildungen zu schaffen. Darauf haben sie kein patent.
      Und Lego ist unverschämt teuer.
      Es sollte doch Spielzeug für Kinder sein.
      Und jeder sollte sich es leisten können.
      Nicht nur die Reichen.
      Man sieht einen Lego Fanboy

      1. im Lego Store oder auch online kann man sich 3 Figuren frei zusammen stellen für 6,99 Euro, ich denke das ist ok und auch für jeden erschwinglich. Lego ist und war schon immer ein Premium Spielzeug, dafür bietet es aber auch mehr für Kinder die Kreativ damit bauen als andere günstige wegwerf Spielzeuge..

        Die Kinder Sets sind nun auch wirklich nicht so teuer, im Angebot gekauft bekommt man für den heutigen Taschengeldsatz gute sets, größere Sets zu Weihnachten und zum Geburtstag.

        1. Die Auswahl ist da aber sagen wir begrenzt , um nicht armselig sagen zu müssen. Es gibt einfach weiterentwickelte Figuren mit mehr Gelenken, mehr prints etc. Und dass nur der eine Hersteller Figuren machen darf finde ich fragwürdig solange es KEINE Kopien sind

      2. Lieber Marcel,
        zuerst einmal – die Lego Minifigur ist kein wirkliches Abbild des menschlichen Körpers. Die Proportionen passen vorne und hinten nicht. Daran wird es also nicht wirklich scheitern. In den Proportionen enthalten ist aber ggf. wie die Figur mit den Sets interagieren kann und soll. Da kann z.B. im Rechtsstreit drauf hingezielt werden.
        Dann solltest du beachten – bei Markenrechten geht es nicht nur um die erste Ebene der Technik (wir wissen: die Technik ist ja nicht mehr schützbar), sondern in zweiter Ebene auch um dir Wahrnehmung der breiten Masse (und da gehören wir beide vermutlich nicht mehr dazu, weil wir uns zu gut mit Lego und den Klönen auskennen). Sprich: verwechselt die eine Qman Figur mit einer Legofigur – und hier wird es dann schnell wild.

        Lego ist teuer – richtig beobachtet – aber Lego war schon immer teuer. Und in den 70ern und frühen 80ern bezogen auf die Einkommen der Menschen sogar teurer als heute (heißt: du müsstest damals länger für ein Legosets arbeiten, als für ein vergleichbares heute). Und es gibt kein Recht darauf, das Spielzeug billig ist.
        Die Frage ist hier: ist das was Lego verlangt gerechtfertigt? Naja – sicherlich nicht zu 100% – aber dafür gibt es ja die Rabatte. Und spätestens dann laufen die meisten Sets wirklich gut. Hinter Lego steht ja – im Gegensatz zu den chinesischen Herstellern eine Horde an Designern und eine Menge Qualitätsarbeit. Lego verwendet mit die schadstoffärmsten Kunststoffe, die Fabriken sind außergewöhnlich hygienisch und alle Farbstoffe und Drucktinten erfüllen höchste Toxikologische Anforderungen. Ich habe in meiner beruflichen Tätigkeit noch nie auch nur kleinste Spüren von Blei, Cadmium oder Chrom in einem Legosteine gefunden. Es hat noch nie ein Legosteine abgefarbt und keiner der Drucke ließ sich durch normales Drüberstreifen des Fingers abrubbeln.
        Ich kann dir sagen – bei China Klemmbausteine ist das regelmäßig anders und teilweise dürfte man Steine nicht in der EU verkaufen, weil sie zu belastet sind. Das sind alles Kosten, die bei einem Chinesen nicht entstehen. Oder hast du dich noch nicht gefragt, weshalb keiner der großen Chinesen unter eigenem Namen offiziell in Europa vertreibt? Der Markt ist irre groß.

    6. Hmm Plagiate ….. Ich finde das man die Figuren von Lego keinster Weise verwechseln kann mit den anderen Figuren . War ja klar das sie es jetzt mit den Figuren versuchen da sie ja mit dem Klemmbausteinen schon verloren hatten . Lego wird immer teurer und die Qualität schlechter und das ist Tatsache .

      1. Da sind wir wieder bei einem verbreiteten Problem, was Markenrechte angeht. Es geht nicht darum, wie du als Zielgruppe das empfindest. Es geht darum, wie die breite Masse das erkennt. Das kann deutlich anders ausgehen.

        Und es ist nun einmal Legos gutes Recht das juristisch Überprüfen zu lassen.

    7. Wenn Lego Recht hat, soll Lego auch Recht bekommen. Das sehe ich ähnlich. Tatsächlich sind aber einige der beanstandeten Figuren nur noch sehr Abstrakt einer Lego Minifigur zuzuordnen. Denn die Lego Minifigur macht ja mehr aus, als ihre Große, und das man sie auf Legosteine setzen kann. U.a. machen ihre unnatürlichen Proportionen und auch dir Art und Weise wie man Beine und Arme artikulieren kann, die Figur und damit auch die Marke aus.
      Und zumindest die Figuren mit mehr Artikulation und sichtbaren abweichenden Proportionen (so hässlich ich dir teilweiße finde) sind meiner Ansicht nach nicht mehr verwechselbar. Denn ansonsten hätte Lego ja ein Markenrecht an Figuren eines Maßstabs, die mit Klemmbausteinen interagieren können. Und das wäre zuweit gegriffen.

      Aber tatsächlich wäre es überraschend gewesen, wenn auf dieser Ebene das Urteil anders gewesen wäre.

    8. Norilyn. Berlin

      Verbraucher, Händler u und Hersteller, die gegen das geltende COPYRIGHT verstoßen, müssten mit allen gesetzlichen Mitteln bestraft werden. Hart&gerecht! LG Norilyn aus Berlin

    9. Geht hier nicht um Plagiate. Die Figuren sind Imho deutlich unterscheidbar und teilweise besser/beweglicher. Kopien sind ja klar.

    10. Wenn ich das – verkürzt dargestellte – Urteil lese, frage ich mich schon, wie man die LEGO-Figur mit der der Konkurrenz verwechseln kann. Die Unterschiede sind – mittlerweile – zu deutlich. Und eine Figur, die den Menschen nachbildet, hat nun einmal einen Torso, 2 Arme und 2 Beine und einen Kopf. Wenn die Klemmbausteintechnik nicht mehr geschützt ist, wieso sollte es dann die Figur sein, die LEGO selbst letztlich nur der Natur „gestohlen“ hat? Plausibel ist das nicht. Auch wenn ich persönlich die LEGO-Figur schöner finde und mit der Konkurrenz insofern nichts anfangen kann – LEGO sollte sich wieder mehr auf die Ursprünge konzentrieren und nicht nur mit Klagen und Abmahnungen sowie immer schlechter und teurer werdenden Produkten in Erscheinung treten.

      1. LEGO hat doch durchaus Innovation. In dem Ferngesteuerten Transformationsfahrzeug aus diesem Jahr waren beispielsweise neue Zahnräder enthalten, die mehr Kraft als die bisherigen Zahnräder in der Größe übertragen können. Dann gab es letztes Jahr die Technic Pins mit Negativnoppe usw.

    11. Ich glaube sie haben sich nicht eine der betroffen Figuren jemals angesehen. Wer die Figuren von Qman als Plagiate bezeichnet ist entweder Blind oder hat sie noch nie gesehen.
      Technische Gegebenheiten als 3DMarke sind laut EU Recht eigentlich nicht zulässig, aber genau dass hat der Richter in seiner Urteilsverkündung aufgeführt. Sorry aber dieses Urteil ist kein Urteil im Namen des Voles sondern ein reines Urteil im Namen einer Großkonzerne der Angst um Marktanteile hat.

    12. Hallo, da bin ich ganz ihrer Meinung. Wer lange Zeit, Werbung für eindeutige Plagiate gemacht hat und auch noch ganz Stolz Modelle vorgestellt hat, die eindeutig Produkt Piraterie waren, stellt sich jetzt als der Arme hin. Das hat schon einen Beigeschmack, besonders wenn man auch noch Politiker ist. Und dann noch durch die Blume andeuten, das Gericht war parteiisch, na ja…….

      1. Eben, das hat der Herr doch selbst so provoziert – es ist jedermann und ihm sicher insbesondere bekannt, dass die Chinesen es mit Copyright nicht so genau nehmen und dass diese chinesischen Kopien an vielen Stellen rechtlich zumindest in Grauzonen sind. Die Klagefreudigkeit der Dänen ist ebenso bekannt. Wenn man dann trotzdem immer wieder damit handelt und ständig neue Marken einführt ohne sich vorher der rechtlichen Situation zu vergewissern, selbst schuld. Wettbewerb schön und gut, aber bei dem mehr als einmal fragwürdigen Geschäftsgebaren der alternativen Anbieter um JW, HDS, BB & Co. hält sich mein Mitleid in Grenzen.

    13. LEGO will seine überzeuerte, minderwertige Ware schützen. Um mehr geht es nicht. Wird Zeit dass LEGO aks Gattungsbegriff eingetragen wird. Die China-Scheiße von LEGO kann gerne weg

  2. Einerseits finde ich es gut, andererseits sehen die Figuren von QMAN eher nach dem Vorbild der Friends-Figuren aus. Des Weiteren wunder ich mich, warum gerade „Johnny“ eins auf den Dach bekommt, statt BlueBrixx oder Modbrix etc., gerade BB hat noch unheimlich viele Figuren im Angebot/Shop (siehe Vergleichslink – keine Werbung – https://www.bluebrixx.com/de/bluebrixxspecials/103701/QUA-100100-2-6x-Deutsche-WWII-Soldaten-Quan-Guan) von Quan-Guan, die nahezu identisch mit den Lego-Minifiguren sind.

    Aber nun gut…

    1. Wer sagt, dass dagegen nicht vorgegangen wird? Es macht ja auch nicht jeder aus einem Rechtsstreit YouTube Content, mit dem dann wieder Geld verdient wird…

    2. Carolina+Cremasta

      Der „Johnny“ kriegt eins auf Dach, weil er es unbedingt drauf ankommen lassen wollte. Hat er ja auch mehrfach in seinen Videos genau so bekundet. Wer sich in Gefahr begibt…

      1. Okay…? Du findest es also gut, dass es nur einen Hersteller geben darf?
        Ich bin lego Fan, bzw war es, aber so Scheiss Qualität wie momentan angeboten wird????

    3. Du weißt aber auch, dass man üblicherweise nicht 50 Verfahren gleichzeitig führt, oder?
      Auch BB hat ja soweit ich das mitbekommen habe schon von Lego Post bekommen.

  3. christian thieltges

    Ich denke, Steingemachtes sieht es zu sehr durch die Händler/Afob…. Brille. „Wir“ AFOL’s können natürlich die meisten Figuren unterscheiden, oder als nicht Lego identifizieren, aber die meisten anderen eben nicht. Und auch den Versuch den Gattungsbegriff geltend zu machen sehe ich hier zum Scheitern verurteilt. In praktisch allen Klemmbaustein Shops, die ich kenne, gibt es Marken, die frech Plagiate raushauen. Nicht immer in den Shops, aber es sind so viele. Da wird in meinen Augen munter drauflosgeklaut, und ein paar unverdächtige Sets mit produziert, um den schönen Schein zu wahren. Solche Sets nennen sich im Zweifel dann „stark inspiriert“. Und wenn ich schon „Richtiges Recht“ lese, muss ich an Krummdenker denken. Da ist’s auch nur Recht, wenn sie Recht bekommen.

    1. Hmmm, ich frage für einen Freund…
      Aber welches Lego Set von heute möchte man kopieren?
      Es geht um die Figuren, und die von Qman schauen total anders aus als die von Lego (weil Lego es nicht Mal schafft beide Beine die gleiche Farbe zu geben)…
      Lego ist mittlerweile Mist, leider, und tut mir leid

  4. Ich bin, was speziell die Minifiguren von Qman angeht, in diesem speziellen Fall auf Seiten von Lego. Bis auf den Übergroßen Kopf und den angedeuteten Fingern, sind die Formen und Proportionen von Torso, Armen und Beinen nahezu gleich. Dass es anders, besser und auch legal geht zeigen doch Playmobil oder Cobi. Als gäbe es auch keine anderen Möglichkeiten einen Körper anders darzustellen…. Mir kommen direkt zig verschiedene Varianten in den Sinn, einen Körper deutlich abweichend von Lego zu kreieren (Gesamtzahl Teile, Einsatz von Gelenken, Ausprägung von Gliedmaßen (bspw. Hals), Maßstab, Körperform Torso/ Beine / Füße usw.). Aber genau darum geht es doch. Qman hat die einfachste, kreativloseste und schnellste Option gewählt und nur Kleinigkeiten am Lego Design geändert.

    1. Das mit den Gelenken gab’s Mal von einem chinesischen Hersteller, glaube xinbao oder zegaho, die hatte Mal bluebrixx…aber lego ist wegen den auch mit bluebrixx in einer Auseinandersetzung

      1. Das ist am Ende auch richtig und notwendig. Macht Lego nix – dann verlieren sie die Marke. Ist also keine Option. Also verteidigt man die Marke und lässt eben juristisch feststellen -ab wann ist eine ähnliche Figur so ähnlich, dass sie die Recht verletzt. Anders – auch wenn es mancher nicht verstehen mag – geht es eben nicht.

      2. Sembo hatte Figuren mit Schultergelenk, 6-eckigen Oberkörpern und anderen Köpfen. Die gabs unter anderem in den Space Flights Sets, wurden aber auch im Pantasy Sherlock Holmes Set verwendet. An sich echt schöne Figuren, die mir auch grundsätzlich am Besten von den China-Varianten (nicht Kopien!!) gefallen.
        In den Einzelteilen verglichen anders als Lego, als Gesamtfigur aber im Erscheinungsbild weit aus näher dran als Qman mit Bubblehead. Wenn es darum geht, auf den ersten Blick zu unterscheiden, ist Qman mit Bubblehad aber viel besser als solch eine Sembo Figur, bei der die Einzelteile zwar unterschiedlich sind, aber die gesamte Figur größere Ähnlichkeit aufweist.

        Für mich gibt es – wohl durch die Kindheit geprägt – nur eine Minifigur, die mir wirklich gefällt, und das ist die Lego Figur (Ausnahme: die Mega Construx Figuren, sind aber eben auch Mini Actionfiguren und nicht wirklich zu vergleichen). Und genau die soll Lego auch schützen dürfen. Aber ehrlicherweise auch nur diese und keine Minifiguren, die andere Teile und eine andere Anmutung haben. Und wie gesagt stört mich die Ungleichbehandlung von Playern und Marken am Markt. Bei Steingemachtes werden Pakete mit Qman Sets durch Lego getriggert beim Zoll geblockt (Figur weit von Lego entfernt), während z.B. die angesprochene QuanGuan Militärsets bei Bluebrix mit 1:1-Kopien oder Banbao und Playtive Sets bei unseren großen Supermarktketten offensichtlich geduldet werden. Das kann man dann nicht mehr mit dem Schutz der eigenen 3D Marke verargumentieren, wenn nur selektiv dagegen vorgegangen wird.

        1. Wer sagt denn, dass Lego in den Fällen nicht sehr wohl auch schon rechtlich aktiv geworden ist? Nicht jeder solche Rechtsstreit wird so öffentlich ausgetragen. Und zumindest BlueBrixx hatte auch schon seine rechtlichen Auseinandersetzungen mit Lego, auf dem Schirm haben die Dänen die sicher schon. Zudem hat man sich nicht irgendeinen kleinen Händler rausgepickt, JW war der Generalimporteur vom Qman. Da ist klar, dass man da genauer hinschaut.

  5. Ist absolut richtig, dass Lego gewonnen hat. Die Geschichte hat sich längst zum was anderem gewandelt, es ging nicht mehr um das eigentliche Problem, sondern es ist zum Kampf des kleinen Mannes gegen einen bösen Großkonzern ausgeartet.

  6. Sagen wir mal so: Pech für steingemachtes in der ersten Instanz. Die Frage wird sein, wie viel er bereit sein wird, in einen Folge Prozess zu investieren.
    Rein inhaltlich kann man als nicht Hardcore Jurist kaum was dazu sagen, bzw tendiert man schnell dazu, sich einem der beiden streitlager zugehörig zu fühlen

  7. Grundsätzlich klingt so eine Urteil von großen Konzernen gegen (vermeintlich) kleine Händler immer unsympathisch. Aber ich bin zu wenig im Thema.
    Um welche Figuren geht es denn nun.
    Die von QMan oder gar die von Cobi?

    Und gibt es eigentlich Hersteller deren Figuren explizit nicht gegen das Patent verstoßen, wie schaut es z.B. bei Mega Construx bzw. MEGA von Mattel aus?

  8. Vom Grundsatz her ist das Urteil absolut gerecht.
    Plagiate, ob nun 1:1, oder ähnliche Figuren werden ja nur auf den Markt gebracht, um Kunden von Lego zu fangen und Entwicklungskosten zu sparen.
    Das es auch anders geht zeigt Cobi. Die Figuren von denen sind auch ganz ansehnlich mMn.

    Ich denke an der Grundsatzentscheidung wird man auch auf höheren deutschen Instanzen nicht rütteln.

    Sollte es vor ein EU Gericht gehen, bin ich mir allerdings nicht mehr so sicher.

  9. Thorsten Klahold konnte durch sein Aufgebahren einen prominenten Platz auf der Anti-Lego-Welle einnehmen und so Reichweite und Geschäftsumsatz im Übermaß steigern. Allein dieser Umstand lässt mich ihm — wie allen anderen, die sich diesen Lego/Klemmbausteine-Diskursen zur Profitsteigerung angeschlossen haben — jegliche Authentizität abschreiben. Das Problem bei Rechtsentscheiden liegt an der nicht unendlich wiederholbaren Diskutierbarkeit der Sache… vielleicht auch gut so.

    1. Da muss ich zustimmen. Würde mir wünschen, dass mehr Leute die großen Youtuber durchschauen. Man sollte immer im Hinterkopf haben, wovon diese selbst profitieren. Das heißt natürlich nicht das automatisch alles gesagte falsch ist, aber man sollte schon etwas skeptisch sein… 😉

    2. Uiii, hallo Lego Paule 🙂
      Die Frage ist die…warum gibt es so eine starke anti Lego Haltung?
      Könnte es sein, dass die Qualität von Lego ziemlich nachgelassen hat? Farbtreue usw?
      Oder könnte es sein, dass die Lego Sets mittlerweile Mi** sind? Oder vielleicht hat Lego ja auch zu viele Einhörner beschäftigt?
      Lassen wir den Preis mal so stehen…
      Servus

      1. Was ist denn bitte mit „zu viel beschäftigten Einhörnern“ gemeint die Lego in ihrer Qualität verschlechtern sollen?

        1. P.S. hat hier den Terminus des Gurus aller Bandwagon Hater aus dem Herzen Europas übernommen, der ja als wahrer Held gerne von der Einhornkotze schwadroniert. Gemeint ist für Nichtbesitzer des Frankfurter Dudens die Verwendung vieler nicht originärer Setfarben im überbauten Bereich und in Teilen auch mal an sichtbaren Stellen innen oder unten. Dieses erklärt er in betriebswirtschaftlich brillanter Herleitung damit, dass die Farben Azur, Pink und Lime ja billige Farben sind, die wir wissen als natürliches Abfallprodukt bei der Produktion grauer Mauersteine entstehen und irgendwie recycelt werden müssen. Now you know.

      2. Ich habe da eine einfache Theorie …

        Menschen denen Lego in Massen früher wie heute zu teuer war – haben festgestellt, dass in ihrer Qualitätswahrnehmung eine Menge Firmen Material in billiger anbieten. Anfangs belacht – sind sie jetzt der Meinung, dass deren Qualität vergleichbar wäre.
        Leider ist es den meisten Menschen schwer nachzuvollziehen, dass dem nicht so ist.

        Die Farbabweichungen sind einfach zu erklären. Lego interagiert mit dem europäischen Chemikalienrecht und das war in den letzten 4-5 Jahren zu Pigmentherstellern und Kunststoffproduzenten nicht unbedingt nett. Lego agiert hier auf dem höchsten Niveau – und verwendet bereits Verdachtsfälle üblicherweise nicht mehr, auch wenn man das vielleicht noch könnte. Lego farbschwache betrifft alles Farben, die Titandioxid als traditionellen Full- und Sättigungsstoff nehmen. Der ist aber als Krebsverdächtig eingestuft worden. Und da liegt das Geheimnis. Lego wird wohl noch etwas brauchen, bis sie die neuen Rezepturen passend hinbekommen. Die Chinesen interessiert das nicht. Du willst knallgelb – im Zweifelsfall misch ich dir auch Cadmiumgelb da rein.

        Und glaub mir – ich habe die Steine regelmäßig im Labor, weil mein Arbeitgeber das auch total gerne verkaufen möchte. Ich hatte bisher noch keine chinesische Fabrik bei der am Ende nicht doch irgendwas so seltsam war, dass man den Deal hätte machen können. Die Bandbreite reichte dabei von Hygienischen Mängeln bis hin zu harten Schadstoffverstößen.

        1. Also wollen Sie unterstellen, das hier Bluebrix, xingbao, qman Steine verwendet, die gesundheitlich gefährliche Eigenschaften(Schadstoffe) beinhalten?
          Wenn Sie die Steine von chinesischen Herstellern untersuchen sollten, dann können Sie doch ganz eindeutige Ergebnisse publizieren oder weiterleiten, um auf der Grundlage ein Verkaufsstopp zu verfügen…..
          Ich wäre, (wenn Sie es nicht eindeutig beweisen können) da sehr vorsichtig mit der allgemein Aussage (die Chinesen)…..

  10. Carolina+Cremasta

    “ in der ersten Instanz wird LEGO Recht kriegen, das kriegen die […] vor deutschen Gerichten eigentlich schon fast traditionell. “ Dass ein Politiker der CDU hier quasi eine wie auch immer geartete Zusammenarbeit zwischen Lego und deutschen Gerichten in den Raum stellt und insinuiert, dass in Sachen Lego vor deutschen Gerichten kein Recht gesprochen wird, passt zwar ins Bild, lässt mich aber dennoch stirnrunzelnd zurück…

    1. christian thieltges

      „Und wenn ich schon „Richtiges Recht“ lese, muss ich an Krummdenker denken. Da ist’s auch nur Recht, wenn sie Recht bekommen.“ Bin ganz bei Dir „Richtiges Recht“, das find ich ganz ganz übel.

    2. Es ist nunmal leider ein Fakt, dass viele untere Gerichte einen Ruf haben erstmal für Copyright Holders zu entscheiden. Deswegen werden auch fast alle Copyright Klagen in Deutschland in Hamburg eingereicht, da dass Landgericht dort notorisch dafür ist den großen Firmen Gefallen zu tun bis höhere Instanzen die Rechtslage tatsächlich mal überprüfen.

      Das hat in erster Linie erstmal nichts mit Lego im Speziellen sondern mit einer gewissen Bevorzugung von Riesenunternehmen im Allgemeinen zu tun. Ist auch nicht ganz ohne Grund so schließlich will man die Gerichtsbarkeit nicht total mit tatsächlich widerrechtlichen Abklatschverfahren (z.B. alte Lepin Set Klone) verstopfen. Der Nachteil ist halt, dass wenn man sich von Lego tatsächlich zu unrecht beschuldigt fühlt, man in höhere Instanzen gehen muss um einen Richter zu bekommen der es nicht gewohnt ist, dass die große Firma immer Recht bekommt.

    3. Da ist keine Verschwörung im Gange … Sondern es ist einfach so, dass da drei Parteien unterwegs sind, die arg unterschiedlich bewaffnet sind.

      Um sowas final zu entscheiden braucht es manchmal Recht groß angelegte und teure Studien und Gutachten.

      Das Gericht finanziert das nicht vor und ein kleiner Marktteilnehmer kann das nicht so ohne weiteres leisten, ggf. wäre er dann ja vor Ende des Prozess schon pleite. Je höher es geht – desto eher kann vorfinanzieren werden (auch weil bis zum letztinstandlichen Urteil dann nicht mehr soviel Zeit vergeht) und aichd er kleinere Streitpartner kann dann auf verschiedene Weisen Prozesshilfen bekommen. Und zu guter Letzt, hat dieses Urteil dann auch kaum Leitwirkung.

  11. Komisch, dass noch niemand so einen einen Rechtsstreit machen musste, der wirklich eigene Klemmbaustein Figuren Designs entwickelt hat. Immer nur die (vormals) Kopisten wie Qman oder BlueBrixx, letztere schrecken ja nicht mal vor MOCs von Rebrickable zurück.

    LEGO selbst hat schön gezeigt, dass es genügend Figuren gibt, die ins System passen und anders aussehen, egal ob Homemaker, Fabuland, Jack Stone, Technic Figuren oder eben die Minifigur. Da ich auch keineswegs die Proportionen einer Minifigur im echten Leben besitzen wollte, kann auch niemand damit argumentieren, dass ein Mensch nunmal so aussieht, das tut er nämlich ganz und gar nicht. Cobi oder Mega machen es vor wie es geht, und da wird auch nichts beanstandet.

    Also: Selbst tätig werden, statt immer nur zu versuchen gerade so nah an LEGO Minifiguren dran zu sein, dass sie nichts dagegen tun können!

    1. Schön, was lego Mal für Figuren hatte…aber hier geht’s darum, wie eine Konkurrenzfigur, die im selben Maßstab wie die normale Minifigur ist, gestaltet sein muss. Wer würde sich denn schon die technicfiguren in seine City stellen? Jack Stone ist zwar auch eine deutlich abweiche Figur, aber passte damals auch nicht vom Maßstab her zum Rest

      1. Aber es gibt ja keinen physikalisch bedingten Klemmbausteinmaßstab. Den gibt es nur, wenn man sich ins gemachte Nest der LEGO Minifigurenwelt setzen will, um nichts eigenes entwerfen zu müssen. Alle LEGO Figuren kamen prinzipiell mit den gleichen LEGO Elementen aus, also scheint es am 2×4 Stein ja nicht zu liegen. MEGA hat auch FIguren im etwa gleichen Maßstab, die komplett anders aussehen. Ergo wollen alle Copycats sich nur die ENtwicklungskosten sparen und genau die Kunden abgreifen, die das von LEGO entwickelte Design mögen.

        1. The Storytelling Brick

          Die MEGA Figuren sollten so langsam mal außen vor gelassen werden. Die sehen wie Fremdkörper im „System“ aus. Als Minifiguren kann man die auch schon nicht mehr bezeichnen. Das sind nicht mehr als Actionfiguren in Miniaturformat.

    2. Welche Figuren sollen dass denn sein, die Lego noch nicht beanstandet hat? Cobi hat übrigens auch mit Lego vor Gericht gehangen, ebenso wie Sluban. So richtig kann Dein Kommentar dann ja nicht sein…

      1. Aber da hat man offensichtlich eine Lösung gefunden, die für beide Seiten tragbar ist.
        Der Unterschied hier – der Chinesische Produzent lässt hier seinen vergleichsweise kleinen Vertreiber etwas ausfechten, wofür eigentlich der Hersteller verantwortlich ist.

    3. Der Vollständigkeit halber – Cobi hatte ursprünglich Lego-ähnliche Figuren und daher gab es auch rechtliche Auseinandersetzungen mit Lego, die Cobi verloren hat.

  12. Legofans sehen es aber anscheinend nicht aus Verbrauchersicht, sondern aus Fansicht. Deswegen kann Lego auch problemlos weiter seine Preise erhöhen! Ich hoffe auch, dass er in der Lage ist das abschließend vor Gericht klären zu lassen. Wenn es Lego endlich untersagt werden würde seine Absatzmärkte von der Konkurrenz weitestgehend abzuschirmen, dann hätte das mittelfristig wahrscheinlich auch niedrigere Preise und bessere Qualität von Lego zur Folge. Wäre eigentlich auch für Legofans von Vorteil. Aber vielleicht denken ja auch manche, dass bei Lego die Qualität und das Preis-/Leistungsverhältnis das absolute Nonplusultra sind!

    1. Carolina+Cremasta

      Ich fürchte, du siehst das zu eindimensional. Lego hat gerade WEGEN der Konkurrenz aus China die Möglichkeit genutzt, sich als Premium-Hersteller zu platzieren. Und das läuft nun einmal am sichtbarsten über den Preis. Nihilisten würden sogar behaupten: Es läuft NUR über den Preis und zwar weil: Das Klemmbausteine-System ist ausgereift. Bislang ist KEIN Hersteller mit irgendeiner Innovation rumgekommen, die ihn von den Mitbewerbern absetzen würde. Bzw, die eigentliche Wahrheit ist: Es ist WEITERHIN Lego, die Innovationen anbringen und die anderen laufen nur hinterher und machen nach. Man kann sich zB durch besonders guten Service/besonders hohe Kundenzufriedenheit absetzen. Aber hier kann Lego auch keinen Blumentopf gewinnen, denn darin sind sie nunmal schon längst absolute Spitze und niemand wird ihnen auf absehbare Zeit den Rang ablaufen können. Also: Innovation: check, customer satisfaction: check. Bliebe noch: Qualität. Die ist aber ein zweischneidiges Schwert, denn Kunden der „billigeren“ Anbieter scheint ja die teilweise zum Himmel schreiende Schrottigkeit von China-Lego nichts auszumachen. Man kauft eben billig. Egal was.
      Es bleibt also der Preis. Und den kann man eben auch ziemlich gut festlegen. Es ist sogar egal, ob einem Kunden verloren gehen. Das holt man dann mit anderen Kunden wieder rein.

      1. Bezüglich Qualität bei Lego: hier habe ich in den letzten Sets (konkret: Friends Wohnblock und HP Grimmauld Place) einige Negativerfahrungen gemacht. Insbesondere bei den regulären 1×1-Steinen aber auch bei Ecksteinen ist mir aufgefallen, dass diese nach einmaligen Zusammen- und Auseinanderbauen Risse aufweisen. Da stelle ich mir die Frage, wie das bei komplett neuen OVP-Sets passieren kann und was mir das über die Langlebigkeit des Produkts sagt. Und permanenten Nachkauf von defekten Teilen halte ich angesichts des Erwerbspreises nicht für das geeignete Mittel.

        1. Hi,
          Lego ist momentan in der undankbaren Situation, dass sie viele z.T. gleichzeitige Änderungen am Chemikalienrecht und an anderen Schutzrechten zeitgleich umsetzen müssen. Da kann tatsächlich auch Mal was schief gehen. Die Gegenteilige Problematik ist – die chinesischen Hersteller machen das teils gar nicht oder erst sehr viel später. Die Frage ist – was ist das größere Problem 😉 mehr Schadstoffe oder eine Produktionscharge, die Mal Gurke ist

      2. Jetzt mal ganz ehrlich, viele „Schrotkugeln“ China-Legos sind qualitativ auf dem gleichen Level vor Lego, auch QMan, die sehr gute Sets machen, mit einer Steine-Qualität, die mittlerweile auf Lego-Niveau ist, das heißt, auch Lego bekommt es nicht mehr hin mit der Farbtreue oder Kratzerfreie Steine zu liefern, ja, Lego macht, teilweise sehr gute Sets, aber mittlerweile, für die teilweise gebotene Qualität der Steine, zu teuer. Was die Minifiguren angeht, habe ich das Gefühl, dass Lego nur gegen die Firmen angeht, die ihnen gefährlich werden, das heißt, die in ihrem „Revier“ wildern, hauptsächlich im City Bereich, erst dielten Figuren von Xinbao (da verstehe ich es), dann QMan und Cogo, diese Firmen machen noch ordentliches Spielzeug für den Preis. Das was Lego als Spielzeug (City) anbietet, ist definitiv zu teuer für das gebotene. Und nein, ich bin kein Lego-Hasser, habe selbst genug Sets von Lego (18er Sets), ich Bauer aber auch sehr gerne von Alternativ-Herstellern, die, meistens preislich mehr bieten.

      3. So ein Quatsch…gerade cobi ist für seine vielen extra slopes bekannt oder auch cada hat Technikteile , die erst vor kurzem von Lego übernommen wurden…und dann noch das mit dem 1*5 Brick letztes Jahr. Cobi hatte den schon lange verwendet..und lego wollte den als marke

        1. Carolina+Cremasta

          Obwohl ich viele dieser Steine (kenne zB die von Cada) für im eigentlichen Sinne „revolutionär“ halte und sie mein armes Lego-Hirn auch zu ziemlich genialen Verwurschtelungen befähigt haben, war es nicht das, was ich mit „Innovation im System Klemmbaustein“ gemeint hatte 😉

      4. Puuh da hast du noch kein Cobi, Wange usw gebaut. Alle mindestens gleich gute Qualität. Print Qualität deutlich besser als bei lego wenn sie denn mal welche haben. Innovation ist bei cobi auch deutlich höher als bei lego. Die Konkurrenz hat einige sehr hilfreiche Steine die lego nicht hat oder hatte. Mittlerweile bekommt die Konkurrenz auch Lizenzen und Kundenzufriedenheit ist bei lego super schlecht. Die verhauen sehr viele Sets aktuell. Zb die neue Achterbahn.

        1. Was ist denn Qualität für dich? Farbe? Klemmkraft?
          Ja – da sind einige wirklich sehr gut.

          Aber ist Qualität nicht noch mehr? Z.B. Schadstoffbelastung? Schadstoffabgabe usw.?

          Ich habe beruflich sehr viele chinesische Fabriken für Spielzeug und auch Klemmbausteine. Ich kenne auch Material von Lego zu ihren Fabriken. Mein Arbeitgeber verkauft bis heute keine chinesischen Klemmbausteine in eigener Verantwortung. Weshalb?
          Ich habe noch nie den Fall gehabt, dass die Produktion ausreichend hygienisch für die Spielzeug Sicherheit war und gleichzeitig alle chemischen Rahmenbedingungen gestimmt haben und alle physikalischen Kriterien gleichzeitig erfüllt wurden. Und wenn ich z.B. Blei oder Cadmium im Stein finde, oder Nonylphenole da drin habe oder der Stein Farbe an Schweiß und/oder Speichel abgibt – dann kann ich den nicht ernsthaft als Spielzeug verkaufen.

          Cobi wird das Problem ähnlich wie Lego auch bekommen – vielleicht profitieren die auch von den Erfahrungen von Lego über die zweite/dritte Hand – denn das meiste worüber bzgl. Lego gemeckert wird sind ja Farbabweichungen und dass manche Farben teilweiße durchscheinend wirken – liegt an der Reduktion oder Vermeidung von Titandioxid – wird Cobi über kurz oder lang auch machen müssen.

          1. The Storytelling Brick

            Er hat auch COBI erwähnt und keine chinesischen Hersteller… Im Übrigen der einzige Hersteller, der ausschließlich in Europa produziert. Hast du denn auch die COBI-Steine mal getestet? Oder bleibt es beim Narrativ ’nur LEGO = Gut und chinesische Hersteller = schlecht‘, das du hier unter vielen Kommentaren wiederholst? Meine kompletten Figuren (1 Display bestellt gehabt) aus der LEGO CMF Series 21 haben erbärmlich nach Farbe gestunken. So viel dazu, dass bei LEGO alles in Ordnung ist… Und noch eine Frage: wer ist denn dein Arbeitgeber?

        2. Carolina+Cremasta

          Die Kundenzufriedenheit bei Lego ist extrem hoch, das lässt sich in echten Zahlen nachweisen. Etwa in den sauerstoffarmen Sphären von Apple und Vorwerk, also für alle anderen rätselhaft und unerreichbar.
          Die Kundenzufriedenheit von China-Lego wird doch nicht einmal gemessen.

      5. „Lego hat gerade WEGEN der Konkurrenz aus China die Möglichkeit genutzt, sich als Premium-Hersteller zu platzieren.“
        Da hast du Recht, LEGO will einer sein. Ist er das denn auch? Ich denke nein. Bei einem Premiumhersteller gibt es keine Farbunterschiede, keine Aufkleber und bei den großen Sets sollten immer Motoren dabei sein.
        Merkste was?
        LEGO merkt ja nicht mal, dass die Konkurrenz mittlerweile qualitativ besser daher kommt und bessere Ideen für Sets entwickelt.
        Also macht LEGO nicht besser als sie sind. Qualität über den Preis zumachen wird über kurz oder lang eh in die Hose gehen.

        1. Das erzählen Ford Fahrer seit wievielen Jahrzehnten über BMW? Und Opelfahrer über Mercedes?

          Und ich muss dich enttäuschen – Premium zeichnet sich gerade dadurch was du sagst NICHT aus. Derjenige, der all das all inklusive liefert ist eher der Discounter, als Rechtfertigung das er hinterherrennt. Und dabei ist nicht ausgeschlossen, dass der Discounter in einzelnen Punkten eventuell tatsächlich besser ist.
          Premium definiert sich über Marke, Wahrnehmung und Empfinden – also einem reinen Versprechen. Und nein – wenn die Marge passt – klappt das immer. Siehe MB – die streichen quasi alle Modellreihen unterhalb von 50.000€ über die nächsten 5-10 Jahre.

          Und Lego arbeitet gerade am nächsten Premium Aspekt – der Verbesserung der Nachhaltigkeit der Rohstoffe – dann gibt Lego dem Kunden neben der Gewissheit ein pädagogisch wertvolles Produkt und ein überaus sicheres Produkt zu sei. – auch noch ein Produkt mit gutem Konsumgewissen zu sein.

        2. Carolina+Cremasta

          Nee, ich merke nicht „was“. Du musst Qualiät völlig losgelöst von „Premium“ betrachten. Es ist heutzutage völlig üblich, dass so genannte „Premium“-Hersteller qualiätsmäßig den selben Mist abliefern wie die anderen.
          Du hast dir einen kurzen Halbsatz aus meinem Beitrag herausgegriffen, um deine Meinung loszulassen. Das ist natürlich völlig legitim. Aber hättest du meinen Beitrag verstanden, dann hättest du mich nicht auch noch mit reinziehen müssen. Und nein: „Qualität über den Preis zumachen“ (was auch immer das bedeuten soll) geht nicht über kurz oder lang in die Hose. Qualität ist heutzutage allenfalls noch ein „nice to have“ und zwar in allen Branchen. Du solltest dich vielleicht wirklich erstmal in die Materie einlesen, bevor du Dinge prognostizierst, die aller Erfahrung nach nicht vor dem totalen Zusammenbruch unserer kapitalistischen Zivilisation eintreten werden. 😉

      6. Ja, genau dich meinte ich als ich von Legofans geschrieben habe. Für Legofans ist es bereits Premium, weil Lego auf der Packung steht. Wer nicht die zunehmenden Mängel bei Legos Qualität und gleichzeitig die stetigen aktiven und passiven Preiserhöhungen wahrnehmen kann, der betrachtet die Situation in meinen Augen nicht objektiv!
        Die Vorstellung, dass etwas Premium ist, weil der Hersteller einen hohen Preis verlangt, ist ziemlich hanebüchen. Es ist eher umgekehrt: das Produkt hebt sich von der Konkurrenz ab und deswegen kann der Hersteller einen höheren Preis als die Konkurrenz verlangen. Bei Lego liegt das aber eher daran, dass Lego jahrelang (eher jahrzehntelang) den Markt als Quasimonopolist alleine besetzt hat und nun dadurch und durch Legos Rechtsabteilung versucht neue Konkurrenz fern zuhalten, um auch weiterhin einen intransparenten Markt aufrechtzuerhalten, um weiterhin Premiumpreise für ein Durchschnittsprodukt verlangen zu können!

        1. Carolina+Cremasta

          Das ist alles andere als hanebüchen.
          Wärest du ein Optimist, dann würdest du dich freuen, dass du die „Premiumqualität“ eines von dir ersonnenen Produktes zu einem großen Teil einfach über den Preis abbilden kannst (böse Zungen würden sagen: „Unbewiesen behaupten“).
          Wärest du Pessimist, dann wüsstest du, dass sich heutige so genannte „Premiumprodukte“ oft genug durch nichts anderes von ihren „normalen“ Konkurrenten unterscheiden als durch den Preis. 😀
          Und es ist auch völlig normal und längst in allen Etagen angekommen, dass wir Lego kaufen, weil Lego auf der Schachtel steht.
          Du schreibst, es deshalb zu kaufen, wäre nicht objektiv.
          Ich schreibe: Wenn du behauptest, dass das nicht der Hauptgrund wäre, weshalb eine Kaufentscheidung zu einem spezifischen Produkt getroffen wird, dann betrachtest du die Realität nicht objektiv 😉

      7. Lego Premium?
        Und die können nicht mal die selbe Farbe unterschiedlicher Steine gleich aussehen lassen?
        Vor Jahren waren alle Legosteine der selben Farbe auch farblich gleich, heute ist das extremer Mist ..
        Sorry, aber ich bin ein EX Lego fanboy…
        Lego will nur jede Konkurrenz, die nicht genug Geld hat sich zu Verteidigen kaputt machen

      8. Lego hat schon lange keine Monopol mehr auf Innovation was Klemmbausteine angeht. Sie haben selbst schon mehrere Designs bzw. Ideen von Cobi übernommen. Zum Beispiel das umgedrehte Äquivalent zur 2×2 Fliese. Generell hat Cobi sehr viele eigene Steine die es bei Lego und Konsorten nicht gibt. Cobi hat auch zuerst angefangen Prints nicht nur auf den einfachsten Teilen sondern auch über mehrere Teile hinweg und auf Seiten von Platten anzubringen.

        Über Kundenzufriedenheit kann man sich streiten ich bin nicht sonderlich zufrieden wenn mein Fiat 500 von Teil zu Teil sein Sandgeld variiert und ich 2022 in Vitrinensets immer noch mit Aufklebern abgespeist werde während eine polnische Firma die anders als Lego exklusiv in Europa produziert mir gleich gute Steine, viel bessere Prints zu viel besseren Preisen anbietet. Oder die lächerlich schlechte Platzierung auf den Einzelteilen der weißen Seitenstreifen am Lego Mustang. Das funktioniert bei der Bluebrixx Pro Enterprise für 35 Euro deutlich besser da habe ich ein Textfeld über zwei 6×1 Blöcke ohne den kleinsten Fehler in der Platzierung. Klar gibt es noch schrottiges China Lego aber die Auswahl an Herstellern die Lego extrem nahe kommen oder sogar überbieten (Cobi) ist gewaltig gewachsen.

        1. Aber Cobi ist – und sorry das so dazwischen zu werfen – als hauptsächlich Produzent in der Nische ebenfalls ein Premiumanbieter, genauso wie Mega einer ist. Die sind zwar teils günstiger als Lego – aber objektiv nach wie vor teuer.

          Du willst also die Premiumeigenschaft von Lego damit negieren vergleichbar zu behaupten Mercedes ist nicht Premium, weil Audi das gleiche kann, aber 10% billiger ist. Deshalb ist MB nicht auf dem gleichen Niveau wie Dacia.

    2. Da hast du Recht, dann würde aber der Markt mit schlechter Qualität geschwemmt werden und das möchte ich z.b. überhaupt nicht. mMn ist lego in Qualität das bin plus ultra und Preis Leistung so mittelmäßig. Mit Rabatten ist da viel drin. Bluebrixx hat auch ganz schön an der Preisschraube gedreht und ist mir z.b. zu teuer für das Gebotene. Aber jeder wie er mag.

      1. The Storytelling Brick

        Darf doch wohl jeder für sich entscheiden? Die Bürger – oder auch Käufer – sind doch mündig genug, um zu entscheiden, welches Produkt sie erwerben wollen. Tut Dir ja keinen Abbruch, wenn es neben Lego bei LEGOs Regalmetern z.B. bei Müller auch andere Hersteller gäbe. Du bliebest ja weiterhin bei LEGO Produkten. (Quasi-)Monopole bringen immer nur dem Hersteller etwas – zum Beispiel darf er selber die Preise bestimmen wie er Bock hat; gibt ja keine Konkurrenz, die Druck auf die Preispolitik macht. Sieht man gut daran, dass Lego schon immer teuer war (und jetzt eben noch teurer). LEGO ist halt zu verwöhnt aus den vergangenen Jahrzehnten als Monopolist. Und nein, aktuell ist hierzulande außerhalb unserer AFoL-/AfoB -Bubble, keine wirkliche Konkurrenz zu erkennen. Erst wenn andere Hersteller, einen ähnlich großen Raum bei allen Händlern bekommen, kann davon gesprochen werden. Aktuell muss man sich wie ein Dieb sneaky die Sets über Online-Shops oder Specialized Dealer holen statt einfach mal z.B. in den Müller zu spazieren und auswählen zu dürfen. Oder das andere Bild ist anzutreffen: einige wenige Klemmbausteinalternativen, namentlich COBI und/oder Mega, liegen jenseits von Lego in einer Regalnische irgendwo zwischen Puppen, Actionfiguren und Gesellschaftsspielen, wo sie untergehen. Bei all dem ganzen Thema frage ich mich, wie ganze Mädelsscharen überleben können, wenn neben Barbie auch Steffi Puppen im Regal nebeneinander stehen. Irgendwie glaube ich langsam, bei so manchem Legofan scheppert es irgendwo im Gehirn <.<"

        Und dass Lego in Qualität das Nonplusultra ist… Nö! Niet! Nope! Auf keinen Fall!. Da habe ich in den letzten Monaten viel zu viele negative Erfahrungen gemacht – selbst bei Teilen, die frisch vom Lager (PaB, ehem. SuT) gekommen sind. Der Höhepunkt ist die 1×1 Platte aus meiner letzten PaB-Bestellung mit Plastikgräten/-Rückständen an den Seiten dran. Dachte, der Pin ohne Haftkraft bei der Turbine im CITY Polizeihubschrauber, sei nicht mehr zu toppen. Die ganzen scheckigen Nuancen bei gleichfarbigen Teilen sprechen auch Bände – ziemlich geil bei weißen Steinen. LEGO ist inzwischen wie die Legehennen in den Legebatterien. Hauptsache Masse über Quantität rauskötteln statt mal auf die Bremse zu drücken und sich wieder auf die eigenen Qualitätsstandards zu besinnen (immerhin werden sie ja bei jeder Produktbeschreibung propagiert).

        1. Du beginnst mit „Darf doch wohl jeder für sich selbst entscheiden?“ und gehst über zu „Und dass Lego in Qualität das Nonplusultra ist…Nö! Niet! Nope! Auf keinen Fall!“, nachdem Heribert von seiner Meinung nach geschrieben hat.

          Entscheide dich einfach mal.

          1. The Storytelling Brick

            Ich habe mich entschieden. Du auch? Mein „Darf doch wohl jeder für sich selbst entscheiden?“ war auf diese Stelle von Heribert bezogen:

            „Da hast du Recht, dann würde aber der Markt mit schlechter Qualität geschwemmt werden und das möchte ich z.b. überhaupt nicht“

            Für mich klingt da die Intention durch, dass andere Klemmbausteinhersteller kein Recht auf dem freien Markt haben, weil sie alle schlecht seien. Das hat aber nicht Heribert zu entscheiden. Und auch nicht LEGO 😉 Zudem geht da nicht hervor, warum er alle anderen Hersteller über einen Kamm schert (ist das persönliche Erfahrung oder nur nachgeplapperte Pro-LEGO-Foren- bzw. Pro-LEGO-YT-Propaganda?)

            Der zweite Satz von mir, den du zitierst bezog sich rein auf LEGOs Qualität, die Heribert als die Allerhöchste lobt, mit der ich aber eben negative Erfahrungen gemacht habe (und mit wenigen Beispielen benannt habe).

      2. Also das was Lego an Qualität liefert hat die letzten Jahre schon deutlich nachgelassen.
        Gerade was die Farbtreue angeht. Das mag bei günstigen Sets egal sein, aber bei 18+ Display Sets meines Erachtens ein No Go. Lego muss bei der Preispolitik halt einfach liefern da verzeiht man nicht soviele Fehlkäufe ohne sauer zu werden.
        Im Bereich Technik wurde Lego sogar bei der Qualität von Qada(oder wie man die schreibt) überholt.

        1. Nicht so laut sonst erklärt uns gleich wieder ein total objektiver Legofan wie viel besser der Lego Ferrari gegenüber dem Qada Sportwagen ist weil blaue Pins total gut zu rot passen und die Box ist weniger hübsch!!!!

          1. Und da hat jeder Vertreiber Glück, dass Klemmbausteine offenbar nicht auf der Agenda von Ferrari stehen.

            Auch wenn es keiner Wahrhaben will – da ist das Plagiat offensichtlich.

            1. Ändert aber trotzdem nichts daran, dass Kada das bessere Modell hat.

              Ist eher traurig, das es der „Premiumhersteller“ nicht besser kann und Ferrari ein solches Endergebnis offiziell auch noch durchwinkt.

        2. Ich habe 2010/2011 wieder angefangen, moderne Lego Sets zu kaufen. Und ich war entsetzt, wie sich die Teilequalität verschlechtert hat, gegenüber den Sets und Steinen aus meiner Kindheit. Eines der ersten modernen Sets das ich gekauft habe, war der Smaragd Express. Eigentlich ein wunderschönes Modell. Aber es war nicht möglich, das Dach des Waggons zu bauen, ohne dass sich die Enden nach oben gewölbt haben wie eine Banana. Obwohl da nur Slopes auf eine hundsgewöhnliche Platte gesteckt werden, haben die Toleranzen offensichtlich vorne und hinten nicht zusammengepasst. Egal wie herum ich die Teile auch gedreht und variiert habe.
          Das gleiche Erlebnis hatte ich dann ein paar Jahre später mit dem Ideas Tron Set. Auch da ließ sich die Bodenplatte nicht ordentlich oben. Obwohl sie nur aus 3 Reihen Platten besteht, wölben sich die Enden nach oben. Die Motorräder, die eigentlich in der Mitte befestigt werden, halten deswegen fast gar nicht dort, weil sie durch die hochgebogenen Enden der Grundplatte auch nach oben gedrückt werden.
          Dazu kommen fast regelmäßig verkratzte Transparentteile, dazu kommen Teile in bestimmten Farben (z.B. braun) die reihenweise zerbrechen…
          All das lässt sich sicher nicht damit erklären, dass einzelfallmäßig mal Produktionschargen „vergurkt“ werden. Da steckt System dahinter, nämlich Kostenreduzierung zu Lasten der Qualität. Das können sie natürlich machen, aber dadurch haben sie natürlich die Tür aufgemacht für Cobi, Cada & Co.
          Bei Lego ist nur noch der Preis Premium, die Qualität aber schon lange nicht mehr.

      3. Und das liegt daran, dass BB mittlerweile eben eine grundsätzliche QM Arbeit machen muss und eben dafür belangt wird, wenn deren Hersteller doch irgendwo ein MOC geklaut hat.

        Das ist Arbeit, das kostet Geld und das tatsächliche Designen von Sets kostet eben auch. Folge: der Preis steigt.

  13. Da habta aber auch ein fieses und gleichzeitig passendes Bild rausgesucht

    Sein Kommentar klingt ja auch gaaaaaar nicht so, als ob er da irgendjemand Befangenheit unterstellt. War der Thorsten etwa im Rhetorik-101 Kurs von Attila Hildmann? „Richtiges Recht bekommen“…i speie

    1. Tim Timebuster

      Das passiert eben, wenn die Leute über YouTube zu lange immer nur Zuspruch erhalten. Dann hebt man irgendwann ab und wenn man mal nicht recht bekommt sind alle anderen Schuld, siehe Fynn Kliemann.

    2. Schau dir mal an warum alle Copyright Klagen im Deutschen Raum in Hamburg eingereicht werden. Es gibt definitiv Gerichte die einen deutlichen Hang zu großen Firmen haben als Andere. Und das wissen die Firmen wenn sie entscheiden wo sie ihre Klage einreichen.

      1. Dann gib mir mal bitte nen Link, wo dieses „Warum“ erläutert wird.
        Ich habe bisher nur Fälle gefunden, in denen entweder die „kleinere Firma/Person“ gewann:

        https://www.lto.de/recht/nachrichten/n/lg-hamburg-308o17621-vergleich-gendern-urheberrechtsverletzung-urpsungsversion-rueckgaengig-machen/
        https://www.computerwoche.de/a/neue-adblocker-schlappe-fuer-springer,3552491
        https://www.presseportal.de/pm/155186/4900437

        Oder die „größere Firma“ nur teilweise Recht bekommen hat:
        https://www.esv.info/aktuell/lg-hamburg-public-viewing-auch-auf-hoher-see-nur-mit-lizenz/id/116469/meldung.html

  14. Schwarzer Falke

    Das mit dem kleinen Händler, gegen den großen Konzern, wie es einige hier andeuten wollten haut hier eh nicht hin. Klahold hat sich in der Vergangenheit ja bereits geäußert, dass QMAN ihm den Rechtssteit mit Lego bezahlt. Von daher dürfte es auch sehr Wahrscheinlich in die Nächste Instanz gehen. So oder so ist es also eher ein Rechtsstreit zwischen zwei Konzernen, auf der einen Seite halt, mit einem vermeintlich kleinen Händler (ein kleiner Händler ist der mMn schon lange nicht mehr).

    1. Ich hoffe inständig für ihn, dass sie das auch wirklich bezahlen. Sonst kann er schön den nächsten Rechtsstreit vor einem chinesischen Gericht bemühen. Aber bin da auch beruflich etwas vorbelastet 😉

    2. Ist er nicht auch der Generalimporteur für QMan? Wenn ein Händler ganze Container an Ware in die EU einführt, dann kann man wirklich nicht mehr von einen kleinen Unternehmer sprechen. Zudem wirft das noch einmal einen anderen Blick auf seine Motivation bezüglich des Rechtsstreits.

      1. Sorry, aber Milliardenunternehmen vs. kleinen Unternehmer mit vielleicht ein paar hunderttausend Euro Umsatz ist immer noch wie Amazon gegen Tante Emma. Bei Lego gehts um die Portokasse und bei Thorsten schlicht um die Existenz!

        1. Schwarzer Falke

          Das mit der Existenz wage ich mal anzuzweifeln, besonders wenn ein Unternehmen wie QMAN dahinter steht, die das am Ende auch aus der Portokasse bezahlen ;).

          1. Offensichtlich waren das von qman aber nur leere Worte. Sich auf mündliche Zusagen eines chinesischen Herstellers zu verlassen mag auch ein wenig naiv sein, aber im Endeffekt steht Thorsten jetzt vor dem Scherbenhaufen und muss sich überlegen wie er da einigermaßen wieder rauskommt ohne seine jetzige und zukünftige Existenz nachhaltig zu zerstören.

      2. Ich wäre mir gar nicht so sicher, dass sich „Generalimporteur“ und „kleiner Händler“ in dem Bereich wirklich ausschließen. Ich denke, dass „alternative Klemmbausteine“ abseits von Cobi und Mega Construxx (von denen man hier und da mal einzelne Sets findet) der großen Mehrheit nur als „billiger Chinaschrott auf Amazon“ bekannt ist.

  15. wie oben schon angeklungen.
    Mich würde halt echt mal interessieren wieso die Sets von Lidl durchgehen, denn die sehen fast 1:1 wie die Figuren von Lego aus.
    Ansonsten, richtig das sollen die Gerichte entscheiden. Und ich fände es gut, wenn da am Ende ne Art Katalog steht, aus dem hervor geht, was erlaubt ist und was eben nicht.

    1. Tim Timebuster

      Ich verstehe ja die Idee dahinter, aber wenn Lego / der Markeninhaber genau definieren soll was erlaubt ist, kann er dem Konkurrenten ja auch direkt die ganze Figur designen. So spart man natürlich auch Entwicklungskosten

      1. Marc Bienefeld

        Na ja…das haben sie ja gemacht…es gibt doch ein genaues Designmuster wie die Original Figur auszusehen hat…
        Zeigt Johnny in einem Video und auch Solmecke geht noch mal drauf ein…
        Wenn man sich jetzt die Qman Figuren anschaut sind die halt schon anders designed…ist definitiv so…
        Beine…Arme…Hände…Kopf…

        Da versteht man schon das Argument der mit Lidl Figur…

        Bei 1:1 Plagiaten darf es natürlich keinerlei Diskussion geben…
        Aber Johnny hier in den Kommentaren vorzuwerfen hier auf irgendeinen Zug aufspringen zu wollen und schon lange kein Händler mehr zu sein…weil er ja Generalimporteur ist…ja genau das machen Händler…halte ich persönlich wirklich für Lego Fan Boy Mimimi Getue…
        Er und andere YouTuber weisen ja häufig genug auf „China Schrott“ hin…

        Und das der Markt nur von billigem Chinaschrott überschwemmt werden würde…halte ich nur für bedingt richtig…
        Klar kommt auch Schrott mit…aber gerade Qman haben mit ihrem Keepley Modular Gebäude gezeigt das sie Lego in Sachen Qualität in nichts nachstehen…hatte selten soviel Bauspaß an einem Modular…und in Sachen Drucke machen sie dem Marktführer sogar noch einen vor…
        Wer da die Minifiguren verwechselt…sorry…der will es aber auch…

        Und andere Hersteller bedienen nun mal Themen die Lego…gerade in der Spielwelt mittlerweile fast oder gar nicht mehr bedient…

        So…das war viel Text…sorry dafür…musste mal raus…
        Ich freue mich jetzt über den neuen Space Explorer den ich neben mein Original 928er stelle…den Cobi Manta…den Flying Scotsman von BB…die schönen Züge von Kazi und die vielen weitern Klemmbaustein Sets die da noch so kommen mögen…

        Deswegen Leute…klemmt was Schönes und lasst uns mal locker bleiben…

        #bricksunited
        Peace…✌️‍☮

    2. Was soll bitte richtiges Recht sein? So lange rumklagen und jammern bis ein Gericht der gleichen Meinung ist wie der Kläger? Der Satz alleine sollte einem schon zu denken geben…

      1. Hihi, Lego gegen Schwarzgruppe, Popcorn ist gekauft ;)))
        Da ist der Gewinner von vornherein klar…
        Lego legt sich nur mit kleineren an…
        Aber warum streiten, besser klemmen

    3. Überlege mal…..In Dänemark gibt es über 20 Lidl …Wenn Lego gegen die Schwarz-group vorgehen würde,was machen Sie als Antwort?Alle Lidl schließen…..Das kann Lego sich nicht leisten…..

      1. Bitte?
        Qman sieht noch mehr anders aus als Lidl, aber Lego ist zu klein um sich mit der Lidl Gruppe anzulegen, also vor Gericht…ich hoffe sie tun es trotzdem;) 😀

    4. Da geht es einfach ums Geld. Lidl ist ein riesiger Konzern und damit vermutlich ein Gegner, mit dem Lego sich eher ungern anlegen wird. Rechtsstreitigkeiten sind teuer und die muss man sich leisten können.

      1. Die Kosten von Rechtsstreitigkeiten werden aber nach einem Streitwert abgerechnet und – im Falle des Unterliegens – kann der Obsiegende seine Kosten auch nur nach dem RVG festsetzen lassen.

        Kurz: Es ist total egal, gegen wenn du klagst, die Gerichtskosten und die Kosten des gegnerischen Anwalts bleiben für den „Verlierer“ die gleichen.

    5. Lego weiß einfach, dass Lidl genug Kohle hat um sie so lange durch die Instanzen zu schleifen bis sie einen Richter finden der es den Kunden noch zutraut den riesen Markennamen auf der Box zu lesen und ne Brille aufzusetzen. Bei den kleinen haben sie halt noch die Hoffnung, dass eine Niederlage in erster Instanz so belastet, dass die das einfach fressen und weggehen.

  16. Ich selbst bin zwar LEGO-Purist, aber ich hätte es gut gefunden wenn LEGO vor Gericht verliert, denn wie oben schon erwähnt wurde, Konkurrenz belebt das Geschäft und kann für uns Kunden nur gut sein.
    Dann würde LEGO vielleicht auch mal aufhören sich Drucke (sprichwörtlich!) mit Gold aufwiegen zu lassen 😉

    1. Und wie oben ebenfalls schon erwähnt wurde: Produktpiraterie, Plagiate und auch Lizenzbetrug sollte man per se nicht mit Konkurrenz gleichsetzen. Wenn man es so eindimensional betrachtet, ist die Phrase „Konkurrenz belebt das Geschäft“ genauso hirnrissig und falsch, wie „der Klügere gibt nach“ oder es „gibt keine blöden Fragen; nur dumme Antworten“ usw. .

      1. Wie oben (und unten) schon erwähnt wurde, sind es die selben falschen Argumente hinter denen sich LEGO und seine Fans immer verstecken und die uns als Kunden schaden. Das einige die Milliardenfirma LEGO immer und immer wieder verteidigen, auch bei offensichtlichen Mängeln, und Mondpreisen ist leider nicht zu ändern und hat psychologische Gründe. Und nein, das ist erstmal nichts negatives, sondern etwas menschliches. Denn auch z.B im Sport kann man sehen, wie bei einigen Menschen die eigene Persönlichkeit mit z.B. einem Fussballverein verknüpft wird. Jeder Angriff auf den Verein wird wie ein Angriff auf die eigene Person empfunden und entsprechend lautstark abgewehrt. Auf dem Höhepunkt des Applehypes konnte man das auch sehr gut beobachten.
        Als ich aus meinen Dark Ages kam, habe ich wahllos Sets gekauft, weil ich, wie ein Kind, alles wieder neu entdeckt habe und aus dem Stauen gar nicht mehr heraus kam. 3 Jahre später – und nach einer steilen Lernkurve – kaufe ich heutzutage nur noch Einzelsteine und so gut wie keine Sets mehr.
        Aber wie gesagt, ich bin LEGO-Purist. Auch das hat psychologische Gründe. Ich könnte niemals die Steine verschiedener Hersteller mischen. Das würde mich wahnsinnig machen. In einem Moc würde ich immer „diesen einen Stein“ sehen, der nicht LEGO ist 😉

        1. Mag bei vielen zutreffen. Ich bin weder Fan von irgendeinem (Fußball- )Sportverein (spiele Golf 🙂 ), führe eine Agenda gegen Herrn Klahold noch bin ich „LEGO-Ultra“. LEGO ist nur eines von vielen Hobbies und ich plane im nächsten Jahr den Großteil meiner LEGO-Sammlung zu verkaufen. An Kritik gegenüber LEGO hat es in der Vergangenheit bei mir auch nicht geschadet.. :). Ich bin dennoch, hier wiederhole ich mich, bei diesem Streit auf Seiten von LEGO, da auch ich zu große Ähnlichkeiten zu den QMAN-Figuren sehe, ich selber schon beruflich mit Plagiaten zu tun hatte und wenn ich LEGO wäre, rechtlich Klarheit bezüglich der geschützten Minifiguren haben wollen würde. Deswegen ist es doch toll, dass jetzt zumindest ein Gerichtsunrteil in 1. Instanz vorliegt. Was bedeutet eigentlich die selben „falschen Argumenten“? Wer bestimmt, was falsch oder richtig ist ? Und „Schwarz-Weiß-“ oder „Schubladen-Denken“ (Vergleich Verteidigungshaltung Fanboy) ist nie gut.

      2. Patentschutz läuft aus gutem Grund nach so und so vielen Jahrzehnten aus. Komplette Lego Sets kopiert jetzt schon fast niemand mehr einfach weil die meisten Sets nicht besonders gut sind und man einem MOCer für nen Appel und ein Ei ne Lizenz für ein besseres Set abkaufen kann. Bei den Figuren würde ich auch mal zu den Lidl Figuren Schauen was da geschützt ist und was nicht ist erstens Diskussionssache und zweitens sehr abhängig davon wie groß dein Anwaltsteam ist.

  17. Warum geht es nur um Minifiguren bestimmter Hersteller, die über einen speziellen Händler vertrieben werden? ALLE Minifiguren haben doch unvermeidbare Gemeinsamkeinten: Torso, Arme, Beine, Kopf, kompatibel zu Noppensteinen. Das trifft auch auf z.B. Cobi zu, an die sich allerdings rechtlich scheinbar nicht herangetraut wird. Selbst wenn man die Noppensteine aussen vor lässt, imitiert jegliche derartige Spielfigur den menschlichen Körper. Warum sollte LEGO darauf das alleinige Recht haben dürfen? Ist das Urteil schon irgendwo veröffentlicht worden?

    „Außerdem seien alle betreffenden Minifiguren, welche im Besitz von Steingemachtes sind zu zerstören und die Namen der Hersteller, Lieferanten und Abnehmer sowie die Preise für die entsprechende Ware offenzulegen.“

    Das fände ich, sollte es tatsächlich so im Urteil stehen, schon ziemlich grenzwertig… denn was bedeutet das für den Käufer, egal ob der in der Lage ist zwischen LEGO und den vielen Alternativen zu unterscheiden? Haben wir nun auch rechtliche Schritte zu befürchten, weil unsere Daten weitergegeben werden müssen?

  18. Hier wird leider immer pauschal geurteilt. Es braucht verbindliche Kriterien, wie sich die alternativen Figuren unterscheiden müssen. So hat das leider etwas willkürliches, auch wenn z.b. QMan Eierköpfe auf seine Minfigs setzt.

    1. Danke für den ersten zutreffenden Kommentar. Es ist schlicht unbefriedigend wenn man nicht erkennen kann wo die Grenze gezogen werden muss. Schließlich gibt es dieses Markenrecht so auch nicht weltweit und letztendlich sitzen wir damit in einer Blase der etwas vorenthalten wird das es weltweit geben darf. Sprich; ist ja schon wenn Lego in Europa sowas durchsetzen kann. Helfen wird es auf lange Sicht nicht gegen die unliebsame Konkurrenz…

    2. Verbindliches kann Lego nicht wollen. Solange alles ungeklärt ist, hat Lego viel mehr Möglichkeiten lästige Konkurrenz platt zu machen!

    3. The Storytelling Brick

      So ist es. Es braucht endlich verbindliche Kriterien, damit andere Hersteller nicht nach LEGOs Gusto weggeklagt werden. Vor allem ging der Richter wohl auch vom dümmst anzunehmenden User (hier war es der dumme Großvater, der dem Enkelkind ein Legoset kaufen geht) aus statt vom durchschnittlich aufgeklärten User. Gut, dass die Oma klüger ist und der Enkeltochter die richtige Puppe kaufen geht. Vielleicht sollte die Oma in den Laden gehen? Bei aller Liebe zu Lego, irgendwo sind auch Grenzen gesetzt (die LEGO leider selber setzen darf aufgrund Mumpitzregelungen in der Gesetzgebung).

  19. Fantastisch. Auf den Sieg nochmal ne geschmeidige 10%ige Preiserhöhung, würd ich sagen. Monopolist sein ist schon geil… also für den Monopolisten.

  20. Problem bei dem Thema, wie es ja wohl auch vor Gericht gesagt wurde, muss man vom schlechtesten, potenziellen Kunden ausgehen, der also eine Lego Box und Mini Figur nicht erkennt. Bei Mini Figuren denke ich schon, egal wie sie aussehen, das wird als Gattungsbegriff genutzt. Genauso wie Klemmbausteine, egal von wem, Legos genannt werden. Ergo, wird man zu ähnlich aussehenden Figuren auch davon ausgehen, das es eine Lego Mini Figur ist.
    Natürlich hat Lego jedes Recht seine Marke zu schützen. Warum geht man dann aber nicht gegen die Mini Figuren von Lidl vor? Denn die sehen ja irgendwo auch aus wie Mini Figuren von Lego. Hier wird man aber sicher ein Arrangement getroffen haben.

    Insgesamt finde ich aber schade, das man die Konkurrenz irgendwie vom Markt versucht zu drängen. Ich habe erst ein Vedes besucht, der wirklich ein großes Angebot Dritter hatte. Die Dritten sollten sich viel breiter aufstellen auf dem Markt. Zumindest mit jenen Sets, die für Lego „leider“ klar gehen. ^^

  21. Die QMan-Figuren, um die es in dem Rechtsstreit ging, sehen den LEGO-Figuren nicht einmal wirklich ähnlich. Deutlich mehr ähneln die Figuren von Lidls Eigenmarke Playtive Clippys denen von LEGO, was der Richter aber vermutlich nicht weiß. Und die Schwarz Gruppe verklagt dann LEGO halt dann lieber doch nicht, denn Schwarz würde ggf. LEGO einfach aus dem Sortiment schmeißen. Insofern hat es schon ein Gschmäckle, wenn LEGO mittelständische Unternehmer kaputt prozessiert, aber sich an ebenbürtige (oder größere) Gegner nicht ranwagt.

    1. Ich weiss das Wahrnehmung immer ein Stück weit Einstellungssache ist aber die Lidlfiguren können nichtmal ihre Beine separat bewegen, haben einen Bierbauch und einen fast ballrunden Kopf – kurzum pothäßlich. Wie die nahe an den Lego Minifiguren seinen sollen ist mir ein Rätsel.

  22. BerniBlindmann

    Er ist kein kleiner Händler sondern der Importeur und somit verantwortlich das die Ware nicht gegen aktuelle Gesetze, Vorschriften und rechte Dritter verstößt.
    Und das Markenrecht sieht nun mal auch eine Ähnlichkeit als problematisch an, was auch offensichtlich ist warum.
    Das kann man auch nicht in Worte formulieren wie sich etwas zu unterscheiden hat. Es ist Aufgabe eines Produzenten oder hier Importeurs dafür zu sorgen daß es sich weit genug unterscheiden. Da ist kein Hexenwerk, wenn man denn will. Manchmal muss man es dann von einem Gericht klären lassen.
    Damit kämpfen sehr viele Unternehmen das ist ein sehr ernstes Problem. Das verstehen einige wohl nur wenn sie ihren Arbeitsplatz aufgrund von Copycats verlieren und es nicht einmal mehr für die chinesische Kopie reicht

    1. Wenn alles so geklärt wäre, wie du es beschreibst, gäbe es diesen Rechtsstreit nicht. Nur aus Legos Sicht ist alles geklärt, nämlich dass alles was zwei Arme, zwei Beine und einen Kopf hat, einer Minifigur zu ähnlich sieht und damit Legos Rechte verletzt!
      Rechtlich wurde das aber niemals endgültig geklärt. Daher wäre es gut, wenn das jetzt mal passiert und ein Präzedenzfall geschaffen wird an dem sich zukünftig Hersteller orientieren können und die es Lego verwehren willkürlich gegen unliebsame Konkurrenz vorzugehen!

  23. Anscheinend lernen die es nie immer und immer tauchen diese “fantastischen“ Menschen auf von Held der Steine oder Johnnys World die werden nur verlieren und deren Zeit verschwänden mit deren hoffnungslosen Kopie Waren und das ist richtig so.

  24. Jetzt Mal Hand aufs Herz Promobricks: Eure Bildkomposition ist ja schon etwas fragwürdig, wobei man hier jetzt viel reininterpretieren kann:

    Hier die Lieblingsmarke, da der Unterlegene, welcher als schlechter Verlierer grimmig trotzig dreinschaut.

    Oder aber:

    Hier der gesichtslose Konzern, dort der publikumsnahe Händler.

    Wieso nicht neben das Logo von Lego auch das von Steingemachtes setzen? Kommt für mich so rüber, als wolltet ihr bewusst mit dem Gesichtsausdruck eine Stimmung wiedergegeben.

    Und zum eigentlichen Thema: Es wurde über keine 1zu1 Plagiate geurteilt, sondern über ähnliche Figuren. Was nun ähnlich bedeutet, sollte nun geklärt werden. Für mich persönlich sieht keine der verklagten Figuren der 3D-Marke zum Verwechseln ähnlich. Auch wenn die qman-Figur ohne Kopf leicht als Ersatz mit einem Original-Lego-Kopf versehen werden kann, bliebe ja die Frage, was ist nun anstößig? Das fertige Erscheinungsbild oder doch die Einzelteile und ihre Möglichkeiten?

    Aufgrund der schwammigen Begründungen empfinde ich das Urteil als nicht gerecht, auch wenn man gewisse Aspekte nachvollziehen kann.

    Und die Geschichte mit dem „Richtigen Recht“: Leute, wo lebt ihr? Ist doch kein Geheimnis, dass man mit Geld den längeren Atem vor Gericht hat und entsprechend eher seine Ansicht durchdrückt. Das hat noch lange nichts mit Korruptionsvorwürfen zu tun.

  25. Ich verstehe das Gericht nicht. Die Figur stellt ein Abbild des Menschen dar. Kopf, Arme, Hände, Beine, Füße Torso. Und alles in Proportionen, die Da Vinci schon beschrieben hat. Wie soll man da weit von der Lego-Minifigur wegkommen? Das ist doch Unsinn! Solange man sie nicht 1:1 kopiert muss jede ander Darstellung zulässig sein.

    1. Sorry for responding in English. My German needs some more practice.

      Look at the Cobi minifigure: they also represent human beings clearly, but are completely different. The QMan figure just looks like a LEGO minifig with an oversized head. That is the problem for QMan.

      The question is: why do all these Chinese producers desperately cling to a figure that is close in presentation and functionality to the LEGO minifig? Are they not creative enough to design something unique? Or is it because they know that everybody wants Minifigs and only a small minority for example prefers Cobi figures? I know it is the latter, and find it incredibly lazy. They already copy all bricks and colours from LEGO. LEGO has every right to protect its unique minifig design against all these copycat companies.

  26. Ich hoffe das Lego ggf. in der nächsten Instanz verliert.
    Das die Quasi-Monopolstellung Legos von deutschen Gerichten immer noch abgesichert wird lässt mich ebenfalls an der Qualität der Rechtsprechung zweifeln.
    Und ich bin Kunde, und kein Fan der Firma.

  27. Lego hat zu unrecht gewonnen. Ich wollte alle Lego Figuren gegen qman Figuren austauschen, da sie deutlich hübscher sind.
    Das bedeutet aber auch, dass es keine Verwechselung gibt, wenn man alles extra austauschen möchte.

  28. Tim Timebuster

    Das Problem ist und bleibt doch das gleiche: Gerade die chinesischen Hersteller wie Qman & Co kommen nicht aus einer eigenen Richtung und haben dann eben das Noppen System von Lego als Schnittpunkt (wie zB COBI), sondern versuchen eben Lego nachzuahmen um Kunden abzugreifen. Häuser werden an den Modular Stil angepasst, wenn Lego Blumen macht kommen Blumen, wenn Lego eine Schreibmaschine bringt kommt eine Schreibmaschine und selbst Dots gibt es bei Johnny im Shop von den Asiaten zu kaufen. Auch Qman macht „Speed Champions“ und schreibt dann eben Boss statt Bosch auf die Windschutzscheibe und das im gleichen Stil wie das Logo der Firma. Und bei den Minifiguren ist es eben das gleiche. Statt von Grund auf etwas selbst zu entwickeln, kopiert man die LEGO Minifigur. Gibt es deshalb Stress, ändert man Minimal etwas ab. Und da macht man so lange try and error, bis es eben anders genug ist. Mensch Alternative: Macht doch einfach eure eigenen Figuren, dann kann man vllt nicht mehr alles von Lego kopieren, aber dann macht ihr halt noch eigenes Zubehör oder Sitze. Dann kostet halt nicht mehr alles die Hälfte von LEGO aber an COBI sieht man ja, dass eigene Entwicklung und Lizenzen eben Geld kosten. Aber immer nur ohne eigenen Kostenaufwand kopieren / minimal verändert nachahmen und dann beschweren wenns einem auf die Füße fällt ist mir zu billig!

    1. Das ist nunmal die Realität der Wirtschaft in allen Bereichen und Lego muss das halt irgendwann auch mal mitbekommen. Klar sind totale Plagiate zurecht illegal aber zu schauen was bei der Konkurrenz gut läuft und ähnliches zu produzieren ist Gang und Gäbe. Glaubst du Uhrenhersteller A schaut beim Design seiner nächsten Uhr nicht welche Designelemente / Stile bei der Konkurrenz gut ankommen?

      Wenn dein Konkurrent auch Blumen anbietet ist der richtige Weg damit fertig zu werden die Qualität zu erhöhen, bessere Designs zu liefern oder im Preis konkurrenzfähig zu bleiben. Nicht darin den Importeur in Klagen zu verbuddeln in der Hoffnung, dass man noch ein paar Jahre monopol sein darf. Darf ich es dann eigentlich auch Lego vorwerfen wenn sie in der Creator Expert Reihe irgendwann an ein Auto kommen das Bluebrixx vorher anbot?

      Und was ist eigentlich mit Playmobil? Die haben auch gesehen, wie gut klassische Autos bei Lego gehen und prompt angefangen eine eigene Reihe aufzubauen inzwischen mit Knight Rider, James Bond und A-Team. Ist dann Lego der böse Ideendieb wenn sie in nem Jahr einen K.I.T.T herausbringen weil der bei Playmobil gut lief?

    2. Nachahmen mag vielleicht nicht kreativ sein, ist aber nicht per se verboten. Sonst gäbe es nämlich auch keine Samsung Smartphones!

      1. Sorry, aber diese Argumentation schaufelt sich selbst ein Grab.
        Es ist also ok, dass andere Firmen alles nachahmen – ist ja schließlich nicht verboten. Aber das Lego seine Marke schützt auch wenn man über die Ähnlichkeit der Figuren streiten kann (ist genauso wenig verboten), ist dann nicht ok?
        Sorry, aber diese sehr deutliche Zuordenbarkeit in eines der „Lager“ zeigt, dass solche Kommentare einfach nicht objektiv sind…

        1. Ich gehöre zu keinem “Lager” auch wenn ich Legos Verhalten als Unternehmen vielfach nicht in Ordnung finde. Ich sehe das hier schlicht als Konsument. Und als Konsument ist es grundsätzlich besser, wenn es viele verschiedene Anbieter gibt, die sich um den Kunden schlagen müssen. Wenn Lego also die Anzahl der Anbieter durch sein Verhalten einschränkt, dann ist das schlecht für den Konsumenten, also für mich, weil Lego sich nicht groß anstrengen muss bei seinen Produkten und höhere Preise verlangen kann als bei einer starken Konkurrenzsituation.
          Stellt euch vor, es gäbe in Deutschland nur einen Einzelhändler für Legoprodukte. Was meint ihr wie es dann mit Rabatten aussehen würde?

          1. Gut, dann nennen wir es nicht Lager. Sagen wir einfach es gibt unter den Kommentarschreiben 2 extreme. Die einen sind immer pro Lego und die anderen sind immer gegen Lego. Bei dir kann ich mich spontan an keinen Beitrag pro Lego erinnern, also erweckst du den Eindruck zu letzteren zu gehören. Mag mich aber auch irren -dann tut es mir Leid.
            Deiner Meinung zum Thema Konkurrenz ist gut für Verbraucher stimme ich voll lzu. Lego muss endlich viele Mängel beheben.
            Aber hier im Artikel geht es nicht zwangsläufig um die Konkurrenz, die gut ist. Dann doch lieber mehr in der Art von Cobi. Das wär doch letztlich für alle besser…

            1. Es geht nicht darum die Konkurrenz nach gut oder schlecht zu sortieren. Es geht hier für Lego nur darum jede Form von Konkurrenz vom Markt fernzuhalten. Dieses ganze 3D Marke Gedöns für die Minifigur ist grundsätzlich höchst fragwürdig und auf vielen Märkten gibt es sowas wie eine 3D Marke, die schützenswert ist, auch gar nicht! Lego geht ja nicht pleite, weil es Qman auf dem Markt gibt und auch die Legofans hätten ja keinen Nachteil, wenn Qman seine komischen Minifiguren verkauft. Deswegen wechselt doch jetzt niemand zu Qman! Das ist alles nur vorgeschoben, um die Konkurrenz fernzuhalten! Deswegen stehe ich Lego kritisch gegenüber, weil so ein Verhalten im Endeffekt dazu führt, dass Ich als Konsument höhere Preise für schlechtere Produkte von Lego bezahlen muss!

              1. Naja, schlechte Konkurrenz gibt es schon. Ich denke Plagiate oder Hersteller die Mocs verkaufen ohne den Designer einzubeziehen findest auch du nicht in Ordnung oder? 😉

                1. Ist ja alles eine Definitionssache. Wenn Cada einen roten italienischen Sportwagen rausbringt für den man rechtlich keine Lizenz benötigt, ist das vollkommen ok. Gleiches gilt für einen schnittigen limegrünen Sportwagen ohne rechteverletztende Bezeichnung. Rein rechtlich schafft Lego nichts copyrightwürdiges, wenn sie ihre Plastiksteinchen in einer bestimmten Art und Weise zusammenstecken. Das Ganze ist kein Hightech, dass Lego erfunden hat. Was MOCer angeht sieht das ähnlich aus.
                  Wenn ein MOCer einen italienischen Sportwagen baut und seine Bauanleitungen verkauft, liefert er sich den Herstellern gewissermaßen aus. Im Zweifelsfall müsste er dann seine Ansprüche geltend machen, die er so freigiebig auf dem öffentlichen Markt verkauft hat!
                  Wenn Apple eine Bauanleitung für sein neuestes Iphone auf dem freien Markt verkauft ohne es vorher rechtlich schützen zu lassen, darf man sich auch nicht wundern, wenn das jemand nachbaut.
                  Letztendlich versuchen MOCer mit ihrem „Produkt“ auch Geld zu verdienen und Welpenschutz gibt es in der Wirtschaft nunmal nicht!

  29. Das die Lego Figur in Punto Funktionalität unf Beweglichkeit stark von der Playmobil Figur inspiriert ist, ist Euch schon klar? Wer alt genug ist, kennt noch die ursprüngliche Lego Figur ohne Gesicht und ohne bewegliche Beine/Arme.

    1. Abu Danyaal, bitte Belege für die Feststellung, dass die Minifigur in der jetzigen Gestalt durch Playmobil-Figuren inspiriert wurde. Danke.

      1. Playmobilfigur wurde 1972 zum Patent angemeldet und 1974 im Markt eingeführt.
        Legominifigurenvorlaufer (noch ohne Arme, Beine und Gesicht) kam 1975 auf den Markt und die erste Minifigur mit beweglichen Beinen und Armen kam 1978 auf den Markt.
        Nur so als chronologische Einordnung. Es gab aber auch schon andere Figuren von Lego mit bewegliche Armen und Beinen früher, die sich allerdings nie durchsetzten.
        Lego selbst basiert auf Kiddiecraft, also kann man nie ausschliessen, das Lego selbst nicht auch gerne über den Tellerrand schaute und auch heute noch schaut.

  30. Mit Abnehmer sind nicht die Endverbraucher gemeint, sondern andere Händler/Shops welche Steingemachtes als Generalimporteur beliefert hat. Als normaler Kunde/Käufer hat man da rein gar nichts zu befürchten.

  31. Das Urteil ist so wie es gesprochen wurde eine Frechheit für alle Kunden.
    Zum einen halt uns sowohl lego als auch das Gericht für zu doof um zu unterscheiden von welchem Hersteller die Figuren stammen und deshalb darf es nur einen geben sonst ist der Kunde verwirrt. Steht ja nur gross auf der Packung. Und zu anderen handelt es sich ja eben nicht um Plagiate sondern um andere Figuren die man deutlich unterscheiden kann. Aber dad Urteil legt jetzt einfach fest das es niemals andere Figuren geben darf weil sie sich nicht auf eine Plagiatsverletzung berufen sondern auf die Verletzung der Idee. Bin mal gespannt ob das Schule macht und dann Kelloggs als nächstes gegen anderen flakes Hersteller klangen darf.
    Was aber der Ober-Hammer ist weswegen man auf jedenfall in Berufung gehen muss ist der Punkt, dass der entstandene Schaden und Aller zukünftiger Schaden bezahlt werden soll. Welcher zukünftige Schaden denn? Die Sets sollen doch vernichtet werden. Kann Lego dann jetzt immer wieder mal auftauchen und behaupten die Zahlen sind schlecht das liegt noch immer an den Minifiguren und der Presse um den Prozess. Super dann viel Spaß damit das für ewig zu bezahlen.

    Sorry aber das Urteil ist einfach ein Urteil eine Frechheit. Wer sich die Figuren anschaut kann auf den ersten Blick erkennen das es Unterschiede gibt.

    Daher auch wenn es sicher kein Spaß ist, ab in die nächste Runde.

  32. Der Richter hatte wohl keine Augen im Kopf wie kann man Figur von Anime im direkten Vergleich eine Alte QMAN Figur mit der von Lego verweksel im übrigen sind die neuen von QMAN wohl von Lego abgesegnet

  33. Nicht ganz topic, aber die Qualität gerade von Lego Figuren ist erschreckend, unsere Kids gehen gut mit ihnen um, trotzdem reißen ganz viele Arme ein, einige Torsos an den Seiten, auch Risse in Köpfe hatten wir schon.

    Bei mir sind sogar beide Arme einer Serie 23 Figur eingerissen, obwohl kaum bewegt.
    Dafür hätte Lego eine Klage verdient…

  34. Ich hoffe der/die Richter finden auf einem großen Parkplatz Ihr Auto wieder, denn die sehen ja alle für den duchschnittlichen Kunden zum verwechseln ähnlich aus!

  35. LOL – sagt das Bausteinchen.
    Wie man so einfach #Heldenjünger und #Fanboys unterscheiden kann, nur indem man die Posts unter so einem Artikel liest.
    Beide #s jetzt nicht beleidigend gemeint, sind halt mittlerweile die „Identifikationsfiguren“ zweier gegensätzlicher Lager.

    ja ich bin Fanboy – darüber brauchen wir nicht länger diskutieren. Ja, ich habe auch KBS anderer Marken (meist Cobi).

    Was mich an der derzeitigen Situation stört:
    1. Dass die Entscheidung eines Gerichts (Instanzenzug möglich) quasi von Laien als Fehlentscheidung abgetan wird, und man dem Gericht quasi Unterstellt hier (absichtlich?) ein Fehlurteil gesprochen zu haben. warten wir lieber mal ab, bis das Urteil Rechtskraft erlangt, oder beeinsprucht wird.
    2. Das streuen von Fehlinformationen – a la Lidlfigur ganz nah bei Legofigur – Lego scheint nicht der Meinung zu sein, und für mich sieht die LIDL Figur auch wenig wie eine LEGO Minifigur aus – wenn überhaupt wie eine geschrumpfte DUPLO Figur …
    3. Das Urteil – inhaltlich – soweit mir bekannt. Mir wäre es auch lieber, dass bei Sets von Drittanbietern Minifiguren beilägen, weil so würde ich mich nicht „über den Tisch gezogen fühlen“, wenn ich mir für teures Geld ein Set kaufe nur um festzustellen, dass da plötzlich ein Teil des Inhaltes (minifig) fehlt….

    Ich denke mal „lege sunt servanda“ – recht muss recht bleiben (inklusive darauf basierender Urteile) – aber Recht sollte man nie mit Gerechtigkeit vermengen. recht wurde gesprochen, ob es „gerecht“ ist, liegt im eye of the beholder…

    Daher finde ich auch die „Wut“ über das Urteil nachvollziehbar und finde man sollte sie auch zeigen dürfen.

    Viele aber – aber das führt zu weit.

    1. Schau dir mal den Ruf des Landgerichts Hamburg an was Copyright angeht. Ich bin mit dem Gericht im Lego Fall nicht vertraut deswegen will ich darüber nicht urteilen. Aber es gibt definitiv Gerichte in diesem Land bei denen selbst ein Laie sehen kann, dass mit zweierlei Maß gemessen wird abhängig von wem die Klage kommt. Nicht zuletzt weil viele Urteile des LG Hamburg in Berufung rausgeworfen werden aber die Firmen setzen eben darauf, dass ihr Durchschnittsziel sich eine Berufung nicht leisten kann / will.

      „Gericht = macht alles richtig und wer zweifelt ist verrückt!“ ist leider eine sehr naive Rangehensweise im heutigen Deutschland. In höheren Instanzen mag das eher zutreffen aber grade bei den niederen Gerichten geht viel Mumpitz vor sich.

    2. Mit Lidl-Figur hast du völlig recht, nur Lidl ist ein zu grosser Brocken für LEGO. Im Gegensatz zum Thorsten kann sich Lidl natürlich eine ganze Armada von Anwälten gegen LEGO leisten.. Darum tritt LEGO auf die kleinen Leute wie Throsten…

      1. Die Playtive/Clippy Figuren ähneln aber den von Lego in dieser Klage auch beklagten Figuren von Cogo. Das Beinelement wirkt mit seiner massiven rechteckigen Form näher an der 3D Marke als die Cogo Figur und es gibt sogar Noppenaufnahmen auf der Rückseite.
        Das Lego bei der Frage, ob gegen einen Konkurrenten juristisch vorgegangen wird, die größe des Unternehmenens und seier Rechtsabteilung eine Rolle spielt, wird IMHO daran deutlich, das gegen Kre-O (Hasbro) nie vorgegangen worden ist, obwohl die Figuren auch relativ nah an der 3D Marke waren.

  36. Das Argument von weiter oben, Playmobil beweise, dass man auch andere Figuren designen könne, greift in Bezug auf LEGO ins Leere, da es sich hierbei um ein völlig inkompatibles System handelt. Alle anderen Klemmbaustein-kompatiblen Figuren sind sich schon technisch bedingt immer ähnlich.
    Ich baue seit über vierzig Jahren LEGO und seit rund fünf Jahren auch immer mehr Alternativen. Habe mittlerweile Sets von fünfzehn verschiedenen Herstellern, teils mit teils ohne Figuren. Niemand, den ich kenne, hat bisher eine der alternativen Figuren mit den originalen verwechselt. Egal wie viel Erfahrung derjenige grundsätzlich mit Klemmbausteinen hatte.
    Der Schutz geistigen Eigentums ist ein hohes Gut, aber wenn Figuren so stark vom Original abweichen wie die von Qman weiß ich nicht, wo da Verwechslungsgefahr bestehen soll. Allein die riesigen Köpfe sind ein derart massiver und den Gesamteindruck veränderndes Merkmal, dass man auf die ganzen anderen Detailänderungen noch nicht mal eingehen müsste.
    Ich bin gespannt, ob das in höhere Instanzen geht, und wie dann evtl. dort geurteilt wird.

    1. DIe Minifiguren und „Jack Stone“ Figuren von LEGO ähneln sich kaum, was ja eindeutig zeigt, dass das Argument „sieht ja auch wie ein Mensch“ oder „ist eben technisch bedingt“ nur vorgeschoben und kaum haltbar ist. Bei markenrechtlichen Ähnlichkeiten geht es außerdem um die Oma auf der Straße: Wenn man der einfach nur eine Qman Figur hinhält (ohne Vergleich) und sie sagt „Ah, das ist eine LEGO Figur“ dann ist es zu ähnlich. 40 Jahre lange Sammler sind da unerheblich.

      1. Aber die Oma kauft doch keine einzelne Minifigur auf der Straße sondern ein Set oder Polybag mit der Aufschrift „LEGO“ im Laden. Und auch der im Urteil aufgeführte Opa guckt sich im Laden nicht das Bild auf der Packung an und denkt sich: „Interessant, da ist eine Minifigur drauf, steht aber QMAN auf der Packung, ist bestimmt LEGO.“

        Die Begründung des Urteils wirkt inkonsistent und übernimmt teilweise Positionen von Lego ohne auch nur auf die Gehenposition einzugehen.
        Gefühlt hat es sich da der Richter etwas einfach gemacht um nicht ein Grundsatzurteil fällen zu müssen und den sehr komplexen Fall in die nächste Instanz loswerden zu können.

  37. Es gibt ja wirklich sehr ähnliche figuren die der von lego verwechselbar sind aber es gibt ja auch die bubble head von Qman die für mich total anders aus sehen, für mich dürfen nur die verboten werden die der lego figur wirklich nahezu gleichen, das wäre aus meiner Sicht rechtens, zumal es eh so eine Frage mit der 3d Marke ist, z.b. Tshirts sehen ja auch alle gleich aus

  38. Es wäre schön, wenn Lego sich Mal wieder mehr auf seine Kunden, als auf seine Mitbewerber bzw. Abmahnkultur dieser konzentrieren würde. Die Preisgestaltung ist seit langem ein Graus und zu behaupten, dass die Qualität besser sei, halte ich auch nur in bestimmten Fällen für gerechtfertigt. Zum Großteil wird die Ware und da bin ich mir sicher, in den gleichen Werken produziert. Ich finde es sehr Bedauernswert, was aus Lego geworden ist.

  39. Diesen ganzen Streit populistisch hochzukochen, war mir von Anfang an mehr als unsympathisch. Da hat sich auch nichts dran geändert.
    Was am Ende für uns Kunden dabei rauskommt, bleibt abzuwarten und dann auch zu akzeptieren – von allen Seiten. Nichts, wozu man in den Keller gehen und ein wütendes Pappschild für die nächste „Demo“ basteln müsste…
    Der arme kleine Händler mit dem Herz nah bei der Community will doch auch nur leben?! Quatsch! In irgendeiner Konzernzentrale weit weg in China wird auf Teufel komm raus versucht, dem Marktführer das Wasser abzugraben. Davon mag man halten was man will. Aber hier geht es mitnichten darum, irgendwas im Sinne der Kunden (und wenn das nicht zieht: für die Kinder!!!) zu machen.

    1. „Der arme kleine Händler mit dem Herz nah bei der Community will doch auch nur leben?! Quatsch! In irgendeiner Konzernzentrale weit weg in China wird auf Teufel komm raus versucht, dem Marktführer das Wasser abzugraben. “

      Es wird niemand bestreiten, dass die Chinesischen Konzerne Geld verdienen wollen. Und da sie dasselbe Thema wie Lego bedienen, kann das auch nur auf Kosten von Lego gehen. Das ist der Sinn von Marktwirtschaft. Dass Lego in großen Teilen noch der Innovationsführer ist, beweisen die hier bereits angesprochenen Ähnlichkeiten der Set-Themen – aber ganz ehrlich: Sieht das bei anderen Produkten anders aus? Einer machts vor, die anderen ziehen nach. Das ist nicht verwerflich, das ist gängiges Marktgeschehen. Solange bestehendes Recht nicht verletzt wird, muss Lego damit klarkommen. Dass das funktioniert, zeigt der steigende Gewinn.

      Und da hier einige Cobi erwähnen: Heißt es nicht, dass diese (ähnlich wie Sluban) von Lego unter Druck gesetzt wurden, eine eigene Figur zu entwickeln? Die haben früher schließlich auch die Lego-Figur fast 1 zu 1 kopiert, waren zumindest ähnlicher, als qman. Ich schätze mal, dass seitens Lego jede Figur beanstandet wird, die eine leichte Kompatibiliät ermöglicht (Köpfe tauschen, Ausrüstung tauschen usw.) umd das gemeinsame Spielerlebnis zu beeinträchtigen.

      1. Innovationsführer bestenfalls bei groben Setideen. Was Bautechniken und Teile angeht ist Cobi deutlich kreativer. Bautechniken allein auch bei vielen anderen Herstellern was aber auch der Tatsache geschuldet ist, dass viele davon mit MOCern zusammen arbeiten die ja meist wagemutiger sind als Lego.

        Und ich stimme zu was Ideen übernehmen angeht. Playmobil hat auch angefangen eine Vitrinenauto Serie zu produzieren nachdem die Creator Expert Autos bei Lego so gut liefen. Aber da regt sich keiner auf weil es nicht teil der eigenen noppenbehafteten Filterblase ist.

  40. Gewonnen hat Lego vielleicht zu Recht, wenn der Gesamteindruck der beklagten Figuren mehr Lego Figur als eine normale humanoide Figur ist. Leider ist das Rechtssystem so, dass man am Ende aber immer noch nicht weiß ab wann der Gesamteindruck nicht mehr Lego sondern humanoide Spielfigur ist. Unter nicht juristischer Sichtweise, wäre das zu vergleichen mit der Autoform. 4 Räder, Scheiben und Türen. Das muss so sein, sonst macht es wohl keinen Sinn. Jedoch sollte die Eintragung einer 3D Marke einer Figur mit humanoider Form nicht möglich sein. Dann kann man sich gleich alles schützen lassen, Haus, Baum, Auto, Zug, Flugzeug, Brot, Brötchen, Geldmünze, Geldschein, Mobiltelefon…usw… Das müsste mal jemand beim Patentamt bedenken, bzw. ein Über-Patentamt neuregeln.

    1. Aber nur weil ein Auto vier Räder und Türen hat, muss es ja z.B. nicht zwangsweise aussehen wie ein Porsche 911 oder? Gegen dessen Markenschutz wurde übrigens auch schon von einem Modellautohersteller vorgegangen, weil der sich die Lizenzkosten sparen wollte.

  41. Keiner hier ist hier patentrechtlich ausreichend versiert, ich auch nicht, daher natürlich nur persönliche Laienmeinungen. Ich finde Konkurrenz gut, aber mit eigenen Produkten die sich deutlich genug von bereits erschienenen Produkten anderer unterscheiden müssen, erst Recht, wenn diese patentrechtlich geschützt sind. Ich persönlich kann das Urteil nachvollziehen, da in jedem aufgeführten Beispiel die Figur das gleiche Prinzip der Lego Minifigur aufweist – es reicht nicht, dass man leicht andere Formen verwendet, wie zum Beispiel einen ovalen Kopf oder alberne Wasserköppe wenn dann doch noch Ähnlichkeit besteht. Es gibt unzählige Beispiele von Figuren die dem menschlichen Körper nachempfunden sind aber absolut keine Ähnlichkeit mit der Lego Minifigur haben – ich denke die, die Ähnlichkeit haben sollen tatsächlich eine Assoziation herstellen, zu behaupten, man könne nunmal keine komplett unähnliche Figur herstellen und die Ähnlichkeit läge in der Natur der Sache und soll nicht den Bezug zum super erfolgreichen Lego Minifigurenkonzept herstellen finde ich heuchlerisch. Klar will man das. Sonst würde man den Weg von Mega oder Cada gehen, deren Figuren unterscheiden sich erheblich. Meine Meinung

    1. „Keiner hier ist hier patentrechtlich ausreichend versiert“

      Dann ist es ja gut, dass es hier gar nicht um Patente geht, sondern um Markenschutz 😉

  42. Hmm….

    Wundert mich nicht, dass das Gericht da recht gegeben hat.
    Die Klemmbausteine hat Lego nicht erfunden, die Figur aber schon. Waere bei Playmobil doch genau das gleiche, wenn andere Firmen die Eigenschaften der Figur kopieren wuerden.
    Die Legopreise sind katastrophal, mehr muss man dazu nicht sagen, aber ich zahle lieber mehr anstatt, dass ich Firmen unterstuetze, welchen
    a) der Markenschutz Egal ist
    b) welche einfach nur kopieren – jeder von Lego neuentworfene Stein wird sofort kopiert. Ist doch klar, dass die dann guenstiger sind.
    c) der Profit an Firmen geht, welche ihre Steuern an ein Land zahlen, welches die Menschenrechte misachtet! – Manchen ist das vielleicht egal, mir nicht!
    d) zum anderen Kopieren asiatische Firmen MOCs und zahlen den Designern entweder nichts oder nicht viel. War vor ein paar Jahren im Internet zu lesen als Bluebrixx eben solche MOCs vertrieben hat.

    1. „c) der Profit an Firmen geht, welche ihre Steuern an ein Land zahlen, welches die Menschenrechte misachtet! – Manchen ist das vielleicht egal, mir nicht!“

      Und das Lego-Werk in China hat die Chinesische Regierung Steuerfrei gestellt? ´Tschuldige, mag ja sein, dass du dich mit dem Gedanken besser fühlst, aber welcher weltweite Konzern unterstützt nicht mit seinen Geschäften direkt oder indirekt (z.B. erhöhtets Steueraufkommen durch die Händler) Länder mit fragwürdigen Regierungen?

      „d) zum anderen Kopieren asiatische Firmen MOCs und zahlen den Designern entweder nichts oder nicht viel. War vor ein paar Jahren im Internet zu lesen als Bluebrixx eben solche MOCs vertrieben hat.“

      Genau… Vor ein paar Jahren. Ich behaupte nicht, dass alle nun brav die MOCer ANGEMESSEN bezahlen, aber es hat sich anscheinend schon etwas verbessert, wenn man Berichten aus dem „aktuellen Internet“ glaubt. 🙂

      zu A und B Zustimmung

        1. Ich habe auch nicht behauptet, dass nun ALLE bezahlt werden. Nur, dass die Situation sich verbessert hat. Ob´s so bleibt, besser oder schlechter wird, bleibt abzuwarten.

      1. Um ehrlich zu sein, finde ich es auch nicht gut, dass Lego in China produziert, deswegen gebe ich jetzt aber mein Lego-Hobby nicht auf.
        Fuer mich sieht das so aus: In den vergangenen 20 Jahren sind etliche europaeische Firmen pleite gegangen, weil sie nicht mit den chinesischen Billigwaren konkurrieren konnten. Keine gute Entwicklung! Schuld daran sind natuerlich die Kunden und die Leute die den Ramsch importieren und bewerben.
        Mal ehrlich! Lego ist katastrophal teuer! Ist so meiner Meinung nach! Aber Lego bietet vielen Menschen auf der ganzen Welt Arbeitsplaetze, welche einen relativ guten Lebensstandard ermoeglichen. Machen das Konsorten wie Bluebrixx auch?

        1. Schuld daran, dass Waren, die über mehrere hundert Kilometer immer noch günstiger produziert und hier verkauft werden können, sind sicherlich nicht die Kunden und auch nicht die Importeure. Die nutzen die Gelegenheiten. Dass sich jahrelang Globalisierung für die Konzerne gelohnt hat, liegt an politischen Entscheidungen und Wegstellungen bzgl. Freihandel sowie den unterschiedlichen Lohnstandards.
          Und ob die Produkte tatsächlich „immer“ Ramsch sind, wage ich mal zu bezweifeln: China kann solche und solche Qualität liefern. Wäre dem nichts so, hätten die unsere Solarbranche nicht so leicht an die Wand pfeffern können (über den Aspekt, inwieweit hier Innovation „abgegriffen“ wurde und das die Politik nicht schützend in den Markt eingriff mal abgesehen). Niemand kauft über lange Zeit Ramsch, wenn dieser langfristig halten soll.

          Dass darüber „angestammte“ europäische Unternehmen über die Wupper gehen: jo. Ich behaupte aber mal, dass sehen die im Süden der Welt sehr ähnlich negativ. Nur dass da die Europäer bei den „Bösen Unternehmen“ mit im Boot sitzen. Globalisierung ist nun mal ein zweischneidiges Schwert.
          Auf der anderen Seite: Sind die Arbeitskräfte, die aufgrund dessen in China enstehen weniger wert? Haben die keine Arbeit verdient? Ich verstehe, dass der Gedanke einem Arbeitnehmer hier wenig hilft, aber man muss sich eingestehen, dass die Menschen auf der ganzen Welt gegeneinander in Konkurrenz gestellt und übervorteilt werden.

          1. Das ist korrekt. China kann auch gute Waren produzieren. Und natuerlich ist der ‚Westen‘ mitschuld am Ganzen. Mit Ramsch meinte ich Waren, welche qualitativ weisaus schlechter sind als z.B. in Europa produzierte Waren, dafuer aber im Preis um einiges guenstiger ausfallen. Nimm z.B. die Klavierbranche. In Deutschland sind ueber die letzten Jahrzente etliche Unternehmen pleite gegangen, haefig wurden diese dann von chinesichen Firmen uebernommen. Der Grund lag mitunter daran, dass chinesiche Einsteiger Klaviere um einiges guenstiger waren, qualitativ zwar sehr viel schlechter, aber fuer viele Eltern war der Preis am Ende das entscheidende Argument. Das ist nicht von heute auf morgen geschehen, sondern war eine Entwicklung, welche sich ueber Jahre hingezogen hat. Und natuerlich konkurriert die ganze Welt miteinander. Wir duerfen uns am Ende nur nicht wundern, wenn heimische Firmen am Ende den kuerzeren ziehen.

  43. Die sozialen Medien… Influencer und Youtuber versuchen mit allen Mitteln, Aufmerksamkeit zu erreichen. Ein Kanal weniger, den ich mir auf Youtube gönnen werde.
    Beim Bauen von Lego Sets möchte ich mich entspannen und Spass haben: Diese toxischen Anti-Lego Kanäle versuchen nur, uns den Spass zu verderben und ganz nebenbei noch Kasse mit Klicks, Däumchen und Sets von Drittanbietern zu machen. Dabei stellen sie sich dann auch noch gerne als einsame Samariter dar… Ein paar scheinen darauf reinzufallen. Ich nicht.

    1. Genau so sehe ich das auch.
      Ich finde diese Anti-Lego Influencer und Youtuber einfach schrecklich. Immer nur Negatives verbreiten, damit sie Aufmerksamkeit bekommen und sich selbst die Taschen voll machen. Leider zieht sich das überall im Web durch. Das Urteil finde ich nachvollziehbar.

    2. Ich habe jetzt nicht das Gefühl, dass du dir den Kanal vorher großartig „gegönnt“ hast, denn ein „toxischer Anti-Lego Kanal“ sieht für mich anders aus, aber das mag ja jeder für sich bewerten.
      Andererseits, wer sich von der Meinung anderer den Spaß am Hobby „verderben“ lässt, sollte sich vielleicht selbst hinterfragen.

      Es stimmt aber natürlich, dass es sich bei Herrn Klahold um einen Händler und Influencer in einem handelt. Ob das jetzt seine Aussagen in seinen Videos beeinflusst, kann ja jeder für sich entscheiden und entsprechend mündig bewerten.

  44. Stellt euch mal vor jeder darf Minifiguren machen die mehr oder weniger so aussehen wie die von Lego.
    Wer kauft dann noch die überteuerten Sets? Aktuell sind die Minifiguren für viele der einzige Kaufgrund.

    1. Also so, wie der Rest der Welt außerhalb EU und USA, wo das 3D-Markenrecht nicht gilt und jedr legal die Figuren nachmacht? Dann entscheidet nur noch Preis und Qualität und nicht irgendein Gericht.

    2. Merkste was – aber was überteuert angeht – Lego produziert zumindest ihre Sachen hier in Europa innerhalb von EU Recht, ob in China die Steine nicht von Uiguren in Straflagern handgeschnitzt und einzeln abgezählt verpackt werden müssen, DAS wissen wir nicht ….würde aber durchaus erklären warum immerwieder Teile fehlen 😉

      1. Bitte bei Fakten bleiben. Lego produziert auch in China & Mexiko… Die einzige Firma, die wirklich „ausschliesslich“ in europa produziert, ist COBI. Sogar bei LEGO-Sets, die du im Europa kaufst, steht es nie, wo sie genau hergestellt sind, sondern es steht immer wie folgt: components made in Denmark, Hungary,Mexico, China and Czech republic.

        1. Es ergibt aber durchaus Sinn, Sets für den chinesischen Markt in China zu produzieren. Wo die einzelnen Tüten konfektioniert wurden, lässt sich anhand eines Codes erkennen, der auf den Tüten und Boxen steht.

  45. Ich bin enttäuscht vom Urteil. Man erkennt deutlich, dass es eben keine Plagiate sind – die Figuren sehen ganz anders aus, vor allem die Köpfe. Qman macht schöne, eigene Sets (keine Plagiate / Hommagen / sonstwas) und auch bei den Figuren haben sie sich sichtlich Mühe gegeben. Wenn die Figuren wie ein Mensch aussehen, innerhalb des Sternsystems funktionieren und auch mit Proportionen stimmen sollen, dann gibt es nicht viel Spielraum. Von der Ähnlichkeit von Minifiguren zu Playmobilfiguren wollen wir hier mal nicht anfangen… Es ist einleuchtend, dass Lego die Minifigur schützen will, weil es eben die einzige Sparte Legos mit wirklichem Alleinstellungsmerkmal ist und sie lukrativ gesammelt werden. Aber auch hier sollte Konkurrenz gefördert werden – wenn sie sich wie im Fall hier eigene Figuren ausdenkt.

  46. Hallo P.S., das ist tatsächlich ein guter Gedanke. Meiner Meinung nach fehlt es hier an Evidenz, wo sind haltbare und aussagekräftige Studien gerade auch hinsichtlich der Qualität von Legosteinen, Legosteinen in der Genese, jeweilige Vergleiche zu den Alternativen, voran vll. Cobi? Dann wären noch Studien interessant hinsichtlich der Relevanz der einzelnen Qualitätskriterien in den einzelnen Zielgruppen. Worauf ich mich stützen kann sind meine persönlichen Wahrnehmungen, die wohl viel zu subjektiv und teilweise deutlich entgegengesetzt zum Comunity-Tenor gesetzt sind. Meine Erfahrungen sammelte ich mit zahlreichen Bluebrixx-Modellen, ein wenig Cobi, und bereits lange bevor es sich hierzulande etabliert hat besorgte ich mir das ein oder andere asiatische Set; mein Hauptklemmen geschieht — und das mit tatsächlich immer mehr Freude daran — seit Jahrzehnten mit Lego-Sets. Bei allen Herstellern und Produzenten gibt es Licht und Schatten. Und so würde mich in der Tat auch eine objektive Beleuchtung der Anti-Lego-Bewegung inkl. Begutachtung der gewichtigen Argumente aber auch der manipulativen Momente aller Seiten interessieren.

  47. Die Mega Figuren mag ich optisch sogar sehr viel lieber als die außer Form geratenen Lego Klötze.
    Aber dadurch dass es eigentlich kleine Actionfiguren sind, haben sie tatsächlich erhebliche Nachteile was das Handling betrifft. Zum einen sind sie empfindlicher beim groben Spielen, zum anderen können sie im Sitzen nur Schlecht auf Noppen platziert werden. Es muss eine glatte Umgebung sein in der die Figur eingeschoben werden kann. Also technisch betrachtet schon Nachteile. Also hat man es aus technischer Sicht quasi keine Chance im gleichen Größenmaßstab eine Figur mit ähnlichen technischen Fähigkeiten zu bringen, ohne dass man vom Markenrecht abgewatscht wird. Unschön.

    Das jetzt noch kombiniert mit dem Verbot originale Legofiguren (gewerblich) zu bedrucken, zeigt schon dass sich Lego bewusst ist, dass sie die Konkurrenz nur noch im Zaum halten können, wenn sie ihnen die Figuren verwehren. Denn es gab ja auch das Geschäftsmodell Komplettsätze von Lego anzubieten mit eigens gestalteten Figuren. So dass man z.B. die Militärlücke, die Lego lässt, besetzen konnte. Kein Plagiat. Quasi MOCs professionell als Bausatz verkauft (auch nicht geklaute MOCs, sondern bis dato alles ganz offiziell und in vielen anderen Ländern der Erde ja auch weiterhin möglich).

    1. Es gibt kein „Verbot“ LEGO Figuren zu bedrucken. Es wurde nur aufgefordert, keine eingetragenen Marken (oder markenähnlichen Logos) auf Minifiguren zu drucken. Ein selbstgestalteter Ritter Torso darf zB jederzeit bedruckt und verkauft werden.

  48. Abgesehen von den Minifiguren, wie kommt es, dass einige der chinesischen Hersteller, die auch Steingemachtes im Sortiment hat, eine optische Nähe zu Lego zu suchen scheinen?

    Hier wären aufzuzählen:
    * Die Aufmachung der Verpackung, unabhängig von dem zu bauenden Modell, siehe die neuen Schachteln von Mould King, die sehr nach den 18+ Sets von Lego aussehen
    * Mould King stellt kurz nach Lego ähnliche Modelle her, siehe z.B. die Schreibmaschine https://www.lego.com/de-de/product/typewriter-21327 und https://www.steingemachtes.de/mould-king-10032-schreibmaschine/10032
    * Bei den PowerFunctions hat Lego die Motoren und Fernsteuerungen in grau gehalten, und die Tasten, sowie die Achsaufnahmen der Motoren waren orange. Zahlreiche chinesische Hersteller verwenden die gleiche Farbkombination (gibt es hier eine gesetzliche Vorgabe?). Als Lego mit PoweredUp auf weiß gewechselt ist, haben die anderen Hersteller es teilweise auch gemacht.
    * Es gab einen Hersteller, der für seine Motoren einen ähnlichen Namen wie PowerFunctions verwendet hat, aber den Schriftzug im identischen Design wie Lego gehalten hat.
    * Warum haben Qman und MouldKing beide ein rotes quadratisches Logo mit weißer Schrift? Hier wären noch andere Hersteller aufzuzählen.
    * BB (ich weiß, die sind nicht aus China, aber lassen dort herstellen) hat für seine Fernbedienung die alte Zugfernbedienung von Lego fast 1:1 kopiert, es fehlte das Lego Logo, und die Farbe der Fernbedienung war überwiegend schwarz. War hier die Form der Fernbedienung einer technischen Funktion geschuldet? Oder wollte man vom Lego Wiedererkennungswert profitieren?

    Die Minifigur ist für Lego nur eine Möglichkeit gegen Mitbewerber vorzugehen. Gegen den Helden, der es aber auch provoziert hat, hat Lego geklagt, weil er Lego als Gattungsbegriff „Lego von Cada“ (oder so ähnlich) in seinen Videos verwendet hat.

    Generell weiß ich bei dem Kanal Johnny‘s World gar nicht, ob es:
    * Ein privater Kanal ist
    * Gewerblicher Kanal für Steingemachtes ist
    * Zur Bewerbung von Plagiaten dient:
    ** Vorstellung von 1:1 Lepin Plagiaten (Damit fing es vor 4 – 5 Jahren an)
    ** Vorstellung von Mocs mit dem Namen The Last of World, die sich an Lego Modular Buildings orientieren und insbesondere durch die beiden Minifiguren an das Playstation Spiel The Last of Us erinnern.
    ** Vorstellung von Sets, die aussehen, als ob sie aus dem MCU stammen würden.
    * Spendensammelkanal für bricks4thekids

    Bei dem Thema bricks4thekids, ist hier Thorsten von alleine auf die Idee gekommen oder nur weil Lego einen Container beschlagnahmen ließ? Wie war das nochmal … ?

    Interessanterweise kritisiert Johnnys World, wenn chinesische Hersteller unlizenziert/ungefragt Mocs verkaufen, aber gleichzeitig werden auf dem Kanal Sets vorgestellt, die nach Plagiaten von Lego Sets aussehen.

    Leider werden die von mir oben genannten Aspekte durch die alternativen YouTuber und deren Fans nicht wirklich thematesiert, sondern für die ist reflexartig Lego der Buhmann.

    1. The Storytelling Brick

      „Warum haben Qman und MouldKing beide ein rotes quadratisches Logo mit weißer Schrift? Hier wären noch andere Hersteller aufzuzählen.“

      Weiß nicht, was du drin siehst oder zu unterstellen vermagst. Die Logos sehen grundverschieden aus und können nicht mal mit LEGOs Logo verwechselt werden (ja, nicht mal die verwendete Schrift stimmt überein; bei Qman-> Geschenkebox mir Konfetti, wobei der untere Teil, also die Box, schräg steht; Mould King-> asiatisch inspirierte Typo; nichtmal eine schwarzgelbe Umrandung wird verwendet)… Fehlt noch, dass die Positionierung an der linken oberen Ecke angeprangert wird (weil auch LEGOs Argumentation bei einer Klage gewesen). Oder auch völlig dämlich gefragt: warum haben Opel, BMW, VW und andere Autohersteller einen runden Kreis, wo doch jeder weiß, dass das nur (Mercedes) Benz (vor einiger Zeit noch unter Daimler firmiert, bevor sich die Autosparte und die LKW-Sparte getrennt haben) als den Erfinder des Autos zusteht? Und warum sind die Logos alle mittig platziert? 😉 Merkste die Schwachsinnigkeit Deines Punktes bezüglich der Logos? Zu den anderen Punkten, sehr einseitig und nichts davon ist nur Schwarz oder Weiß, sondern weist viele weitere Nuancen dazwischen auf. Und ja, mir ist der Thorsten als Mensch um einiges sympathischer als der liebe familienfreundliche Konzern aus Dänemark, der sich mit den Marketingfloskeln mir unbekannter Personen im Hintergrund zu jeder Angelegenheit ständig selbst beweihräuchert oder herauswindet. Unabhängig vom Produkt, das beide verkaufen möchten.

      1. Wenn du nicht siehst auf was er konkret anspielt, nämlich klare Fakten das die Chinessen sich gezielt an Lego orientieren und nachahmen um den gleichen Flare bei den Kunden zu erzeugen und somit stets Trittbrettfahrer im Windschatten von Lego sind, die sich billig und dreist an jedem Design von Lego bedienen und sich somit komplette Grafik – und Designabteilungen einsparen – ja wenn du das nicht siehst und dich dann noch hinstellst und das alles als sympathischer darstellst als Lego ….nun ….dann wäre die Bezeichnung „Querdenker“ noch übertrieben freundlich ausgedrückt.

        1. The Storytelling Brick

          Aha, ich bin also ein Querdenker, wenn nicht noch schlimmer? Aufpassen mit solchen (Falsch-)Behauptungen und Beleidigungen, lieber Ohm. Das ist ziemlich rassistisch, findest du nicht? Der Onlineraum ist übrigens nicht rechtsfrei. Aber danke, die Beleidigung darfst du dir sehr gerne selber an die Ohren schreiben, lieber Ohm :* Denn so klug, wie du immer vorgibst zu sein, bist du nicht! Ich kenne Deine Parolen auf YT und in Foren inzwischen. Der Punkt mit den Logos jedoch ist und bleibt schwachsinnig, die kopieren nicht LEGOs Logo – andere Typo, andere grafische Elemente und andere Positionierung der Elemente. Hätte er Lepin erwähnt, dann wäre ich mitgegangen. Sonst müsste jedes andere Logo mit einem roten Quadrat verboten werden, weil LEGO und LEGOs Hardcorefans das so wollen. Schonmal andere Logos auf Produkten außerhalb der Legofilterbubble gesehen? Dich mit Logos allgemein befasst? Deren Gestaltung? Hast Du Einsichten in Designprozessen? Denke nicht. Ich nämlich schon. Aber klar, alle anderen außer LEGO sind böse und kopieren nur. Ist halt leicht gesagt. Was seine anderen Punkte betrifft, die habe ich nicht abgelehnt und gehe auch ein gutes Stück weit mit, auch wenn sich das anders in meinem Kommentar gelesen hat. Allerdings sollte nicht immer nur zwischen Schwarz und Weiß betrachtet werden.

    2. „Generell weiß ich bei dem Kanal Johnny‘s World gar nicht, ob es:
      * Ein privater Kanal ist
      * Gewerblicher Kanal für Steingemachtes ist
      * Spendensammelkanal für bricks4thekids“

      Formal würde ich sagen: Sieh ins Impressum, da steht nichts von Steingemachtes. Da auch vorwiegend Sets vorgestellt werden, die eben nicht im Laden verkauft werden, ist auch klar, dass es ein privater Kanal ist, auch wenn hier und da Sets präsentiert werden, mit dem Hinweis: „Gibt´s auch nun bei mir“.
      Fazit für mich: Könnte klarer getrennt sein, aber ist bei weitem kein Werbekanal, wie der von Bluebrixx.

      „* Zur Bewerbung von Plagiaten dient:
      ** Vorstellung von 1:1 Lepin Plagiaten (Damit fing es vor 4 – 5 Jahren an)“

      joa, damit fing´s an, blieb aber nicht dabei stehen. Soll er es nun löschen, als wäre nie was gewesen? Und was ist nun der Vorwurf? Die dunkle Vergangenheit holt ihn ein oder dass man seinen Worten, er wolle die Rechte von Lego mit seinem Geschäft nicht bewusst verletzen, nicht glauben kann?

      „** Vorstellung von Mocs mit dem Namen The Last of World, die sich an Lego Modular Buildings orientieren und insbesondere durch die beiden Minifiguren an das Playstation Spiel The Last of Us erinnern.“

      Ob sich das Urheberrecht auf MOCs erstreckt, insbesondere, wenn diese baulisch abgewandelt sind, ist bisher nie rechtlich geklärt worden und muss moralisch jeder für sich entscheiden (aber bitte nicht vom hohen Ross fallen). Und „erinnern“… das schwächere Wort für „ähneln“, dem kleinen Bruder von „ist identisch“ 😉
      Ich verstehe die Unterstellung, aber nur weil es ähnlich aussieht, liegt nicht automatisch eine Markenverletzung vor. Zumal ich mir auch ganz legal aus bestehenden Lego-Figuren-Teilen genauso eine Figur erstellen kann, wenn will mit Custom-Druck. Ok, als Gewerbetreibender unterliegt man da vielleicht strengeren Regelungen, da kenne ich mich jetzt nicht gut genug aus.

      ** Vorstellung von Sets, die aussehen, als ob sie aus dem MCU stammen würden.

      Was ist hier der Vorwurf? Markenverletzung von MCU?

      „Bei dem Thema bricks4thekids, ist hier Thorsten von alleine auf die Idee gekommen oder nur weil Lego einen Container beschlagnahmen ließ? Wie war das nochmal … ?“

      Ein Gewerbe unternimmt wohltätige Zwecke nicht nur aus purer Uneigennützigkeit? Ich bin schockiert. Gut, dass die wahren guten Menschen beim Lego-Charity-Programmen das nur tun, weil sie Menschen helfen wollen und nicht auch noch nebenbei das Image von Lego verbessern möchten.

      „Interessanterweise kritisiert Johnnys World, wenn chinesische Hersteller unlizenziert/ungefragt Mocs verkaufen, aber gleichzeitig werden auf dem Kanal Sets vorgestellt, die nach Plagiaten von Lego Sets aussehen.“

      Was denn nun? Sind´s deiner Meinung nach Plagiate (also 1 zu 1 Kopien, alles andere zählt nicht) oder nicht?

      „Leider werden die von mir oben genannten Aspekte durch die alternativen YouTuber und deren Fans nicht wirklich thematesiert, sondern für die ist reflexartig Lego der Buhmann.“

      Als NICHT-Fanatiker von irgendwem, sondern als interessierter Klemmer mit dem Hang zur Diskussionsfreudigkeit hast du die Chance, das nun näher mit mir zu thematisieren. 😉

  49. Ich habe mir jetzt mal das aktuelle Video im Schnelldurchlauf angeschaut und bin doch echt ziemlich angefressen. Und das nicht, weil Lego Recht bekommen hat. Sondern vielmehr, weil es sich am Ende so anhört, als ob der diese Partnerschaft mit Q-Brick wohl ziemlich nach hinten losgegangen zu sein scheint. Das hörte sich zumBeginn des ganzen,Theaters doch noch viel rosiger an… Wenn ich es richtig verstanden habe bekommt er jetzt keine finanzielle Unterstützung mehr und muss den ganzen Babel selbst berappen. Und zudem wird er nicht mehr mit neuen Produkten beliefert. Bitte berichtigen, wenn ich da auf die Schnelle was falsch verstanden habe.
    Bliebe am Ende die große Frage, wer denn jetzt hier den ultimativen b?+ch-move gestartet hat?!

    1. Was hast du bitte erwartet ? Das die Chinessen WOHLTÄTER sind ? Das ihnen dieser kleine arme deutsche Typ da was bedeutet ?

      Vieleicht wachen die Leute langsam mal auf, die immer behaupten Lego sei so ein böser gieriger Verein, die nur darauf schauen alle Leute auszubeuten – habt ihr wirklich geglaubt in China sind die Firmen Kuschelpandas mit Grinsegesicht ? Schön Naiv ….

      Und das Thorsten so dumm war zu glauben das eine chinessische Firma ihm bis zum Ende den Rücken stärkt, weil er sich als Importeur hinstellen durfte …….da ist „Naivität“ noch weiter untertrieben aber das wollte ja anfangs niemand glauben.

      1. Bin da ganz auf Deiner Seite und bin nicht wirklich verwundert.
        Ich hoffe ja auch, dass da jetzt manch einer mal die Kurve kriegt und nicht immer alles in den Himmel lobt, nur weil nicht Lego draufsteht und es vermeintlich günstig ist.
        Aber tendenziell ist der Tenor ja eher: Lego ist immer noch böse, und die Justiz kann man auch vergessen (mal vorsichtig ausgedrückt – manche Kommentare unter dem Video gehen echt ans Eingemachte).
        Sollen die Interessenten die Sets doch direkt in China bestellen. Ist günstig und mitunter bekommt man ein und dasselbe Set sogar von diversen Herstellern angeboten

    2. Carolina+Cremasta

      Der ultimative b?+ch-move wird am Ende wieder von dem „Johnny“ kommen, wenn er einen Spendenaufruf macht, um seinen Prozess weiter zu finanzieren. Haben die ganzen armen Kinder mittlerweile eigentlich ihren Cadmium- und Blei-verseuchten Container randvoll mit China-Lego erhalten?

      1. Du musst ja echt ein extremer Lego Fan sein, wenn du mit solchen unsinnigen, verleumderischen Aussagen um die Ecke kommst, um deiner Wut Ausdruck zu verleihen!

    3. Ihr solltet vielleicht einfach mal diesen moralischen „gut“ / „böse“ Krempel weglassen. Darum geht es ja nicht. Aber letztendlich versucht Lego mit aller Macht sein Quasimonopol auf dem europäischen Markt zu verteidigen. Dabei ist es Lego dann auch egal, was das für einen vergleichsweise kleinen Einzelhändler bedeutet, ob nun „Generalimporteur“ (was ja offensichtlich auch nicht stimmt, da Bluebrixx ja noch Ware über andere Kanäle bekommt) oder nicht. So wie das Video klingt, stellt sich Thorsten gerade die Frage, ob der Kampf und die ganzen Kosten Sinn machen. Berechtigte Frage, ob man für einen chinesischen Hersteller die Kämpfe vor Gericht austragen soll und ob das zielführend ist.
      Die Alternative ist dann wahrscheinlich die Insolvenz von Steingemachtes. So wie das Urteil klingt wären die Kosten für die Vernichtung der Ware, Verlust der Ware selbst und die Schadensansprüche von Lego enorm. Er kann nur froh sein, dass Steingemachtes eine GmbH ist. Aber das ist natürlich trotzdem richtig bitter!

      1. Naja, hier geht es doch weniger um Gut vs. Böse sondern eher darum, dass sich da jemand mit nem augenscheinlich potenten Rückhalt in die Schlacht geworfen und nun von vorne und hinten einen auf die Mütze bekommen hat. Von vorne: klar. Mit sowas musst du immer rechnen, auch wenn du dir gute Chancen ausgemalt hast. Von hinten: miese Aktion und in meinen Augen zumindest moralisch unterste Schublade.

  50. Hab das Video von Thorsten überflogen und stolpere auch über manche Themen. Demnach lässt Qman nun Thorsten sitzen. Warum also noch gegen Lego kämpfen, wenn der Anbieter, jener Sets, den Importeur in Deutschland sitzen lässt? Zumal Qman mit Blubrixx einen Partner hat, der sehr wohl noch deren Mini Figuren, laut Thorsten, verkaufen darf. Was wurde denn da abgesprochen? Haben sich Blubrixx und Lego vielleicht getroffen und ebenfalls, wie vermutlich mit der Schwarz-Gruppe (Lidl), eine Abmachung getroffen? Nichts genaues weiß man. Aber egal ob Lego, BB, Qman usw., nach dieser Geschichte kommt da niemand mehr sympatisch bei weg. Klar, wollen sie auch nicht. Es geht um Geld verdienen, keinen Kuschelkurs mit den Konsumenten.

    Da mir heute dann auch noch der Spruch gedrückt wurde, Lego ist nur für Besserverdiener, es sogar Vergleiche mit Apple gab, sind die Lego Fan Boys echt auf einem Kurs, der sehr abgehoben wirkt. Ich weiß, hier in dieser Community denkt nicht jeder so, aber diese Aussage heute, das war für mich die Kirsche auf der Torte heute. Echt asoziale Aussage!

    1. Dass Bluebrixx noch keinen so richtig auf den Deckel bekommen hat, liegt wohl nur an dem weiterhin schwelenden Verfahren. Oder ist das mittlerweile mal abgeschlossen?

      Dass Lego ausgerechnet mit Bluebrixx einen Händel eingeht, kann ich mir nur schwer vorstellen. Oder es liegt an Rahmenbedingungen, die wir nicht kennen (können).

      Dass Bluebrixx weiterhin „verbotene“ Figuren verkauft, besonders die von qman, liegt wohl nicht daran, dass die das auf einmal dürfen. qman wird´s wohl erstmal nicht weiter jucken, dass der Generalimporteur übergangen wurde, wenn sie ihn selber fallen lassen.

  51. Wow, Legos Forderung die Baumaterialien zu verschrotten ist echt das letzte.
    Der Kanal hat diese nie als Lego beworben (laut den Informationen des Artikels), also sollte er zumindest die Baumaterialien behalten dürfen denke ich.

  52. Man hätte erwartet das die Chinesen da mehr Biss dabei hätten den Europäischen Markt zu verteidigen. Und ich denke das hätte auch „Johnny“ erwartet.

    Aber entweder gehen sie jetzt lieber den Weg zusammen mit Bluebrixx (irgendwas müssen die ja ausgehandelt haben, wenn gegen die nicht geklagt wird), oder sie winken ab und lassen Europa links liegen. Global gesehen reichts auch ohne diese Länder mit diesen komplizierten Regelungen. Wie gesagt: woanders kann man solche Minifiguren problemlos anbieten und Lego kann nichts machen. Also bedient man eben diese Märkte.

  53. Na ja. Aus Gründen der psychischen und physischen Gesundheit würde ich mir weitere Rechtsstreitigkeiten mit LEGO ersparen. Das ist doch alles nicht ohne und mal ebenso gemacht. Außerdem würde ich ja für Qman -und das haben sie nicht verdient, immerhin haben sie Thorsten „gekündigt“- die Kartoffeln aus dem Feuer holen. Ich würde mich geschäftlich so umorientierten, daß mich dieses unangenehme Minifiguren-Thema nicht mehr tangiert. Der Klügere gibt nach.
    Andererseits wäre es natürlich trotzdem hochinteressant herauszufinden, wie eine höhere Instanz das Thema bewertet…
    Aber es kostet so viel Lebenszeit und Nerven.
    Ist es das wirklich wert?

    1. Du musst dir die Folgen des Urteils anschauen und was für Kosten dadurch für Thorsten möglicherweise entstehen würden. Ich glaube nicht, dass seine Firma das überleben würde! Wenn ich das richtig verstanden habe, müsste laut Urteil Steingemachtes Lego auch „jedweden“ durch die Markenverletzung entstandenen Schaden ersetzen. Da können gewaltige Summen über die Jahre zusammengekommen sein!
      Ist ja nicht so, dass er einfach sagen kann: „Ok, dumm gelaufen, verkaufe ich halt kein Qman mehr!“

      1. 1. Dich als Querdenker zu bezeichnen hat mir Rassismus NICHTS zu tun.
        2. Hat der obere Kommentator mehr angesprochen als die Logos , was du aber gekonnt ignorierst

        Und das sind die Probleme in der Diskussion, wenn euch Argumente gegen China nicht passen, werden sie einfach ignoriert und dann aber mit “ Lol du bist einfach nur ein LegoFanboy !“ abgeschmettert. Jene die dem Helden, Johnny und co alles glauben und Lego hassen, stecken sich die Finger in die Ohren und singen „lalalala“ wenn man Argumente und Beweise für den Unsinn vorlegt die jene Personen oder die ach so tollen Chinesen treiben.

      2. Sicher kann sich Thorsten natürlich nicht sein, aber Schadenersatz einzuklagen ist an extreme Hürden geknüpft. Normalerweise reicht es den Konzernen, wenn sie im Grunde Recht bekommen und für die Zukunft abgesichert sind, da der Nachweis über tatsächlich entstandenen Schaden unfassbar schwierig ist. Letztendlich sind das „nur“ die typischen juristischen Folge-Formulierungen.
        Ich würde meinen, dass mit dem Verkaufsstop und der Herausgabe/Vernichtung des aktuellen Bestandes das Thema durch ist. Eventuell können das die Anwälte vorab halbwegs klären – wobei entweder der Anwalt von Thorsten, sagen wir mal, „seltsam“ ist oder Thorsten seine Ratschläge missachtet. Ansonsten würde er keine Videos veröffentlichen, in denen er nahe dran ist, den Lynchmob auf den Richter loszulassen und Bestechlickeit mehr als nur in den Raum stellt.

        1. Wieso einklagen? Das Urteil ist doch das Ergebnis. Da muss dann nichts mehr eingeklagt werden. Ich meine da stand auch sowas drin, dass Steingemachtes die Anzahl und den Verkaufswert der bis dato verkauften Sets mit solchen Minifiguren gegenüber Lego offenlegen muss. Keine Ahnung, wie sich daraus dann der entstandene Schaden errechnet, aber dafür gibt es sicherlich Vorgaben bzw. eine übliche Herangehensweise. Da dann einen Schadensbetrag zu ermitteln ist mit Sicherheit kein Hexenwerk!

          1. Die Festlegung des Schadenersatzes wäre ein eigener Prozess. Dort würde die Höhe festgelegt, bei der genau nachgewiesen werden muss, welcher Schaden für Lego de facto entstanden ist. Also Lego hat x Minifiguren weniger verkauft, weil Steingemachtes y Minifiguren verkauft hat. Das ist gelinge gesagt schwierig.

            Was anderes sind die Lagerbestände, Absatzprotokolle etc. Die muss er nach aktuellem Stand sowieso herausrücken. Das ist zwar auch ein „Schaden“ für Steingemachtes, hat aber nix mit dem eigentlichen Schadenersatz für Lego zu tun.

  54. So sehe ich es eigentlich auch. Warum noch für ein Unternehmen kämpfen, das Unterstützung zusagte, und Thorsten nun sitzen lässt? Aus unternehmerischer Sicht vermutlich nachvollziehbar und mit BB hat man wohl einen besseren Partner.

  55. Verschwörungstheorien zu Gerichten, interessante Fakten wie zb dass lego sich nicht traut sich mit lidl auseinander zu setzen. Darüberhinaus Dinge wie Preise und farbabweichungen, die so garnichts mit dem Urteil zu tun haben. Man muss das Internet im Jahre 2022 einfach lieben.
    Ist für Thorsten natürlich eine Katastrophe, dass qman in nun fallen lässt. Anscheinend haben die kein Interesse an weiteren versuchen vor Gericht. Was dann wieder düstere Aussichten für steingemachtes bringt

  56. Hab mir das Video reingezogen.
    Klingt in meinen Ohren sehr weinerlich und angriffig gegen den/die Richter- verständlich weil es wurde Recht gesprochen und er hat halt nicht Recht bekommen.
    Soweit ich das Urteil verstehe, ist ziemlich klar was er darf und nicht darf. Im Wesentlichen wird es sicher darauf hinauslaufen, dass er mal seinen Warenbestand (den „strittigen“) verliert, und die Verkäufe an Händler offenlegen muss (nicht an Privat). Daraus ergibt ich dann zusätzlich ein „Schadenersatz“. Wird wirtschaftlich sicher hart für die GMBH – könnte mir vorstellen, dass er liquidieren wird/muss. Ist – gut für ihn – eine GMBH, da „verliert er maximal“ seine Einlage (wenn klug hat er nicht mehr als die 25.000 eingezahlt).
    Wo er mir wirklich leidtut, ist der Move von Qman – wer denkt da noch an eine heisse Kartoffel.
    Und Bluebrixx scheint da ja mächtig zu profitieren – ein Schelm wer Böses denkt.
    Apropos Bluebrixx udn der Verkauf von Qman Minifigs, Bluebrixx darf in Wirklichkeit auch nicht, braucht nämlich nur jemand „Testkaufen und minifigs finden“, dann ist Bluebrixx in der gleichen Situation wie Steingemachtes – Beschlagnahme, Unterlassung etc. Nur hat Lego dann eventuell das Urteil gegen Steingemachtes in der Hinterhand – die „Sache“ wäre (wenn Rechtskraft erwächst) ja schon entschieden.
    Als Fanboy denke ich : Ein großer Tag
    Als Klemmer – bin zwiegespalten – einerseits hätte ich gerne gewisse Sets von Drittanbietern (mit richtigen Minifigs) andererseits aber auch nur dann wenn der Rest stimmt – dann sind AltFigs gar nicht mehr so schlimm.
    Als Mensch – hab ich irgendwie Mitleid mit dem Johnny – gleichzeitig muss ich ihn ernsthaft fragen: Was hast du erwartet?

    1. zu Bluebrixx: Die müssen gerade keine Maßnahmen von Lego befürchten, die haben doch einen Vergleich geschlossen, das keine neuen juristischen Forderungen von Lego gestellt werden, bis das laufende Verfahren beendet ist. Unmittelbar danach dürfte Lego aber mit einer Liste an neuen Forderungen kommen, so weidlich, wie Bluebrixx den Frieden ausnützt.

    2. Dein Fazit sehe ich sehr ähnlich. Bei allem, was ich damals befürchtet habe, weil es zu Anfang des Konflikts doch sehr einseitig und auch nur von einer Seite rausposaunt wurde finde ich es sehr bitter, wenns dann an die Kohle geht und jemand auf einmal ins Schwimmen kommt. Hier müssen sich beteiligte Personen aber auch mal ehrlich fragen, wem sie in dieser Geschichte zugehört und vertraut haben.
      Das Video wollte ich mir heute nochmal in Ruhe anschauen, habe es aber nicht hinbekommen. Das war mir einfach zu viel:,,Ich will ja nicht sagen, ABER….“ Habe ich echt keine Lust drauf, finde ich anstrengend und ein Stück weg auch verantwortungslos, weil es nur wieder unnötig Öl ins Feuer gießt

    3. Aloha,
      ich habe mir auch das Video angesehen…unabhängig davon „für wen man ist“, auf mich wirkt das Urteil umd seine Begründung(en) äußerst amateurhaft, da hat ein Richter halt irgendwas gemacht, was zufälligerweise dem Großen entgegen kommt.

      „Recht haben“ muss man sich (wohl) leisten können…allerdings keine neue Erkenntnis…

  57. Lego ist Lego! Wer den anderen Billigkram mal ausprobiert hat, (weil irgendwelche Verwandten dem Kind zu Weihnachten die Fake-Legos gekauft haben -„Ach wir dachten das IST Lego.“) der weiß auch, dass die Alternativen Marken einfach Schrott sind. Passen nicht, halten nicht, vertragen kein Sonnenlicht, verformen sich von selbst usw.! Ein Legostein hält selbst unter Extrembedingungen 30 Jahre und länger. Sämtliche Marken die Lego kopieren sind nichts weiter als gierige Umweltverschmutzer und Müllproduzenten. Ich finde das Urteil vollkommen richtig und hoffe dass die Hersteller und Händler die Quittung dafür bekommen.

    1. Also meine Minifiguren von den Simpsons,hatten nach einer Woche schon Hüftprobleme:-(Haben keine 30 Jahre gehalten….
      Liegt aber bestimmt daran,das einige der Teile aus dem klimaneutralen Land China kommen……

    2. Darf ich mal kurz lachen? HAHHAHAHAHAHAH….

      ok, du hast entweder nur Erfahrung mit der unteren Resterampe oder überhaupt keine mit anderen Herstellern gemacht. Oder siehts du Cobi und Mega Construx ebenfalls als absolut minderwertig an? Es geht dir also nur um´s China-Bashing. Und dass es da Licht und Schatten gibt, sollte mittlerweile jedem Interessierten bekannt sein. Wenn die Verwandschaft natürlich auf irgendwelche Billig-Angebote auf Amazon und Konsorten „reinfällt“, spiegelt das noch lange nicht die Möglichkeiten wieder, die andere Hersteller bieten. Selbst Sluban hat sich mittlerweile qualitativ verbessert.

      Bleibt nur noch der Vorwurf, dass ja alles aus China verseucht und kindergefährdent sei. Erstens: Wo sind die konkreten Nachweise für bestimmte Hersteller? Zweitens: Auch andere Produkte (Smartphones, med. Geräte unsw.) werden in China hergestellt: Sind die auch alle gesundheitsgefährlich?

      Und nicht falsch verstehen: Mir ist auch bekannt, dass die Umweltrechte in China kaum was gelten. ABer Produkte für den internationalen Markt werden zum Teil auch an dessen Anforderungen produziert. Kann man glauben oder nicht. Aber das gilt für alle Firmen, bei denen ich während der Produktion nicht über die Schulter schauen kann.

      1. Es ist bei sowas auch wichtig zu schauen, wann die Erfahrungen gemacht wurden. Ich habe vor 12 Jahren bei Woolworth ein Produkt von Mega Bloks gekauft und damals lies die Qualität noch stark zu wünschen übrig.

      2. „Bleibt nur noch der Vorwurf, dass ja alles aus China verseucht und kindergefährdent sei. Erstens: Wo sind die konkreten Nachweise für bestimmte Hersteller?“

        Wir haben hier doch einen mitschreibenden angeblichen Labormitarbeiter, der in jedem Beitrag verkündet, irgendwelche Schadstoffe gefunden zu haben, Latürnich aber ohne jedweden Beleg oder Nachweis.
        Die verseuchten Chinasteine halte ich für Geschichten aus dem Paulanergarten.

  58. Das Schwierige ist:

    Wenn man jemand Unbedarftem je eine Lego- und eine Qman-Figur in die Hand gibt wird er sie auseinander halten können und die klassiche Legofigur richtig zuordnen können und erkennen dass die andere Figur etwas anderes ist.

    Würde man dieser unbedarften Person jedoch nur die „Qman-Figur in die Hand geben könnte es sein dass dieser von einer Lego-Figur ausgeht und sich lediglich wundert warum diese anders aussieht.

    Allerdings sind der Gestaltungsmöglichkeit auch Grenzen gesetzt wenn die Figur dem menschlichen Vorbild ähnlich sehen soll, funktionell auf Noppen aufsetzbar sein soll, und das im gleichen Maßstab um kompatibel zu sein. Unter den Vorraussetzungen sind die alternativen Klemmbausteinfiguren soweit vom Lego-Vorbild entfernt wie es nur möglich ist.

    Dementsprechend halte ich das Urteil auch für falsch, denn damit dass man Lego hier statt gegeben hat nimmt man anderen Herstellern die Möglichkeit Klemmbusteinfiguren anzubieten die legal sind. Es ist nicht möglich eine Minifigur zu gestalten die das passende Format hat, funktionell ist und wie ein Mensch aussieht, Selbst die bisher nicht beanstandeten Cobi-Figuren könnte man nach den Maßstäben des Urteils als illegal erklären.

  59. Ich bin mir nicht mehr 100% sicher, aber soweit ich mich erinnere, gibt es eine ganze Reihe Bausätze die Lego kurz nach der Konkurrenz in ähnlicher Form veröffentlichte.

    Zum Beispiel der rote Porsche von Cada, wo es im Sommer danach dann ein sehr ähnliches Lego Modell gab.
    Oder die Ferrari von Lego und Cada die Ende 2021 fast zur selben Zeit zum selben Preis erschienen.
    Oder die 5 Mould King Lamborghini Varianten die ein halbes Jahr vor der Lego Variante erschienen..
    Gibt sicher noch einige mehr bei denen die Konkurrenz vor Lego dran war. Oder auch später..

    Aufgrund der Menge an Herstellern und der relativ geringen Anzahl an Themen überraschen mich die Überlappungen wenig.
    Ob und wer von wem dabei abkupferte ist dabei nicht ernsthaft feststellbar.
    Da zumindest in den 3 Fällen das Lego Set später dran war – hat dann Lego das Plagiat produziert?

    Und ja Thorsten Klahold ist insofern „bedenklich“ da er als Star Wars Fan nicht lizensierte Produkte beworben hat.
    Und ja Bricks4thekids ist für ihn selbst auch nützlich. Wieso hat wohl so ziemlich jeder größere Konzern irgendeine „pro bono“ oder Spendenaktion. Lego z.B. Spende an Coronageschädigte, Anwalts und Techfirmen oft bezahlte Zeiten für humanitäre Aktionen, Ronald Mcdonald…
    Andererseits ist er auch ein Unternehmer, der in seinem Leben einiges gemacht hat und der gerade vor einem Scherbenhaufen zu stehen scheint. Der Konzern der erst hinter ihm stand hat sich anscheinend zurückgezogen und ist zur Konkurrenz. Und das Urteil ähnelt inhaltlich stark später kassierten Hamburger Copyright Entscheidungen. Aber es unklar, ob er sich geistig und finanziell einen Widerspruch leisten kann.

    Mould King beachtet Urheberrechte oft nicht, was dazu führt, dass etliche Importeure eine Zusatzvereinbarung mit dem Rechteinhaber suchen. z.B. Rabatt bei Anleitungskauf beim Rechteinhaber, oder die Versuche von Bluebrixx eine Abmachung mit dem geistigen Eigentümer zu bekommen.

    Klaus Kiunke von Bluebrixx ist seit längerem bekannt die Grenzen des rechtlich zulässigen auszuloten…
    Dabei gewinnt er mal, mal verliert er…. Das Dumme für Bluebrixx und Steingemachtes… Derzeit genügt die Aussage von Lego mit zu großer Ähnlichkeit der Figur um diese Ähnlichkeit festzuhalten. Abgesehen von den Lidl Figuren scheinen so ziemlich alle „aufnopbaren“ Figuren darunter zu fallen..

    Die aktuellen Urteile in Zusammenhang mit Lego erinnern an den Ablauf des Patentes auf den Legostein.
    Das lief 1996 ab. Faktisch war es erst 2010 möglich „Klemmbausteine“ die dem Legostein ähnelten in Europa zu produzieren und zu verkaufen..

    1. Qman, bzw. Enlighten, wie sie früher hießen, haben in der Vergangenheit auf jeden Fall dreist die Sets von LEGO kopiert. Das hat Thorsten auch mal in einem seiner Videos angesprochen (natürlich wurde es anders herum geframed). Das waren auch eindeutig direkte Kopien von Sets, die LEGO im Programm hat. Beispiele sind die Enlighten 0029, eine Kopie der LEGO 6036 und die Enlighten 0157, eine Kopie der LEGO 6451.
      Zwischen diesen Figuren-Fällen und den Stein-Fällen gibt es einen großen Unterschied. Das Patent vom Stein ist abgelaufen und LEGO konnte sich nur noch mit Konstrukten wie Wettbewerbsverzerrung dagegen wehren. In diesem Fall besteht der Markenschutz für die Minifigur aber weiterhin und muss nicht mit solchen Konstrukten gehalten werden.

  60. Stimmt so nicht ganz…..Monkey Kid heißt von Enlighten/Qman Monkey King.Die Klemmbausteinserie gibt es schon seit 2012.Wer hat jetzt von wem kopiert….

    1. Die Legende vom Monkey King ist eine alte chinesische Geschichte, der zugrundeliegende Roman stammt wohl aus dem 7. Jahrhundert. Da gibt es weder ein Urheberrecht, das noch gilt, noch Lizenzen drauf und jeder darf sich daran bedienen, und keiner gewinnt durch seine Adaption Rechte an der Geschichte als ganzes. Und das haben sowohl Enlighten/Qman als auch Lego getan, und das ist auch in beiden Fällen ganz in Ordnung so.

    2. Diese Qman-Sets sind im vierten Quartal 2018 erschienen. Von der Firma Winner gab es nochmal davor Sets zum Thema, liefen als Fantasy Westward Journey. Die kamen 2016 oder 2017 auf den Markt.

  61. Ich Meiner Meinung nach ein Fehlurteil und ich hoffe das Thorsten den Mut, die Kraft, einen fähigen Anwalt und vor allem auch die finanziellen Mittel besitzt um in Berufung zu gehen. Er hat klar geäußert dass er des Themas müde ist und ich kann das absolut nachvollziehen. Das Crowdfunding läuft bereits um den finanziellen Support zu geben. Ich verstehe ja den Punkt von Lego bzw. des Gerichts, dass hier bei erster flüchtiger Sichtung eines Käufers (der sich nicht mit der Materie Klemmbausteine und dazugehörige Minifiguren auskennt) möglicherweise keine leichte Unterscheidung der Minifiguren getroffen werden kann und das Verwechslungsgefahr besteht ob eine Figur nun von LEGO, QMan oder anderen Herstellern ist. Was da hilft ist einfach ein zweiter, prüfender Blick seitens des Käufers und dann wird man ganz schnell Unterschiede feststellen können. Gegebenenfalls kann der Verkäufer Hinweise geben. Und einen zweiten prüfenden Blick muss man einem vollmündigem Käufer ganz einfach zumuten können. Simple as that. Wie sollen eigentlich Minifiguren, die Menschen darstellen sollen und zu einem Klemmbausteinsystem integrativ gehören anders dargestellt werden? Gewissen Grundzüge wie 2 Arme, 2 Beine, Kopf, Rumpf und Hals sind dazu offensichtlich schlicht elementar. Darauf kann man kein Patent haben, oder schuf LEGO statt Gott bzw. die Evolution den Menschen? Gerade bei den von LEGO angezeigten Minifiguren der Hersteller sind Unterschiede doch eindeutig, zB die viel größeren Köpfe bei QMan. Ihr könnt die Figuren hier nochmal im Video sehen: https://www.youtube.com/watch?v=6BbcEBdTI_0

    Also für mich sind die unterschiedlich genug zum dänischen Produkt. Ich hätte es ja verstanden wenn LEGO bspw. Sembo verklagen würde, denn die Figuren sind nun wirklich ganz nah dran an der dänischen Minifigur. Nur dass diese sogar Kugelgelenke haben, was sie damit sogar noch besser macht. Aber das ist ne andere Thematik. Die Tatsache dass spätestens seit andere Hersteller Klemmbausteine nachbilden können und dürfen, welche absolut kompatibel sind mit LEGO Klemmbausteinen, führt dass aktuelle Gerichtsurteil aus Düsseldorf nur noch mehr ad absurdum. Und wird hoffentlich in 2. Instanz auch gekippt.

    LEGO schadet sich meiner Meinung nach hier ein weiteres Mal. Der Ruf innerhalb der Community, zu der wir offensichtlich hier alle zählen, wird dadurch nur nochmehr in Mitleidenschaft gezogen. Es ist einfach eine Schande. Meiner Meinung nach macht LEGO immer noch gute Produkte von hoher Qualität, aber die Preise haben ein unverschämtes Level erreicht und die Außendarstellung ist der Geschichte eines solchen Unternehmens unwürdig. Sich einen guten Ruf aufbauen dauert Jahre, ihn zu ruinieren nur wenige Minuten. LEGO hat das leider geschafft. Und genau dadurch haben sich andere Hersteller ihren Platz in der Gunst der Kunden völlig zurecht sichern können. Gegensteuern könnte man dem nur wenn man weiter seine guten Produkte zu guten Konditionen anbieten würde, aber in der Konzernleitung scheint man einen anderen Aspekt zu verfolgen. Dadurch steigen logischerweise nur die Chancen weitere Marktanteile zu verlieren. Andere Großkonzerne aus anderen Branchen haben in der Vergangenheit dazu zahlreiche Beispiele gegeben.

  62. Es gehört zu den Grundprinzipien des Geistigen Eigentums, dass der Schutz nur für eine begrenzte Zeitdauer gilt. Das gilt für technische Erfindungen (20 Jahre), für Designs (hießen früher Geschmackmuster) (10 Jahre) ebenso wie für das Urheberrecht (75 Jahre nach Tod des Autors, eher schon zu lang). Der Deal der Gesellschaft ist ganz klar: Wir schützen eine geistige Leistung durch Gesetze über das Geistiges Eigentum, damit du einen Anreiz hast, aber der Schutz darf nicht ewig gelten.

    Die Ausnahme hier ist der Markenschutz. Der kann praktisch unbegrenzt gelten, solange die Marke benutzt wird (genauer: nicht länger als fünf Jahre nicht genutzt wird). Die Marke schützt aber auch keine geistige Leistung (Erfindung, Design, Werk…), sondern nur die Funktion als Herkunftsnachweis: Wenn auf der Packung die Zeichenfolge „LEGO“ steht, dann soll das Produkt auch irgendwie von Lego kommen.

    Die Minifigur ist zweifelsfrei eine ästhetische Leistung (hat genug Eignenart), um sie als Design zu schützen. Oder besser gesagt: hatte. Die Gestaltung ist nämlich deutlich älter als 10 Jahre. Die Figur gibt es seit 1978. Dass Lego damals ein Schutz zustand, steht außer Frage. Eigentlich dürften spätestens seit 1988 alle die Figur nachmachen – wie gesagt, es gehört zu den Grundprinzipien des Geistigen Eigentums, dass der Schutz nur für begrenzte Zeit gilt.

    Lego hat sich die Minifigur jetzt aber als 3D-Marke eintragen lassen. Es ist ganz offensichtlich, dass das deswegen geschehen ist, weil mit dem Designschutz schon lange nichts mehr zu wollen ist. Das hat schon ein „G’schmäckle“, weil Lego damit den ursprünglichen Deal – wir schützen dein Design, aber nicht ewig – zu seinen Gunsten abändert, aber das ist rechtlich erst einmal irrelevant. Für den Markenschutz ist es völlig egal, ob die Figur irgendwie anders geschützt ist oder war. Es geht dabei nur darum, ob die Form der Minifigur als Hinweis auf den Hersteller Lego geeignet ist.

    Bestimmte Dinge sind aber – aus gutem Grund – vom Schutz als Marke ausgenommen: Das sind Marken, die nur aus Merkmalen bestehen, die für eine technische Wirkung notwendig sind (wichtig für die Klemmbausteine – hier hat Lego sich noch lange nachdem das Patent auf die Klemmtechnik abgelaufen war sich die Konkurrenz mit einer Marke vom Hals halten können), aber auch Marken, deren Merkmale der Ware einen besonderen Wert verleihen. Letzteres beinhaltet nicht nur das Material (ich kann mir nicht einfach einen Klemmbaustein aus echtem Gold als Marke eintragen lassen), sondern auch den ästhetischen Wert.

    Die Frage ist nun, warum soll die Minifigur geschützt sein?

    Wenn man natürlich findet, dass das Aussehen (egal ob jetzt blockig wie die Lego-Minifigur oder nur grob menschenähnlich) und die Kompatibilität mit „handelsüblichen Klemmbausteinen“ keine Rolle spielt, dann kann man natürlich Lego auch einen Markenschutz zustehen. Aber unter diesen Voraussetzungen hätten wir auch irgendwie das Problem nicht, weil gar kein Bedarf der alternativen Klemmbausteinhersteller bestünde, solche Figuren herzustellen.

    Wenn es dagegen um ihr Aussehen geht (ästhetischer Wert) und die Kompatibilität mit Klemmbausteinen (technische Wirkung), dann mag das zwar eine anerkennenswerte Leistung sein. Der Schutz (oder die Schutzmöglichkeit) dafür ist aber schon vor Dekaden abgelaufen. Ein potenziell ewiger Markenschutz für Lego ist dann aber nicht mehr gerechtfertigt; die Marke hätte erst gar nicht eingetragen werden dürfen.

    Eigentlich paradox: Je mehr man die Minifigur für schützenswert hält, desto weniger ist Lego hier im Recht. Aber so ist das nun mal mit Geistigem Eigentum – nach einer gewissen Zeit darf es jeder nachmachen.

    Dummerweise kann man das im Verletzungsverfahren – um das es hier geht – nicht geltend machen. Man muss die Marke gesondert in einem separaten Nichtigkeitsverfahren angreifen. In der Regel wird das (oder die, Plural!) Verletzungsverfahren von deutschen Gerichten auch nicht ausgesetzt, sondern läuft weiter.

    Für vermeintliche Marken-Verletzer:innen ist das natürlich unglücklich: Man darf (und kann, die Vollstreckung geht in Deutschland schnell) die Minifiguren nicht verkaufen, verliert erst einmal eine ganze Reihe Prozesse (die alle Geld kosten, das auch erst einmal gezahlt werden muss), bis irgendwann einmal der Gerichtshof der Europäischen Union im Nichtigkeitsprozess den Gerichten die Marken-Richtlinie vorliest. Danach kann man Zeit und Geld aufwänden, um die Verletzungsprozesse so gut es geht rückgängig zu machen. Die Prozesskosten bekommt man am Ende auch dann nicht vollständig erstattet, wenn man zu 100% gewinnt. Auf dem Niveau werden Anwälte nach Stunden bezahlt und um ein Vielfaches höher als die gesetzlichen Gebühren, nach denen sich die Erstattung richtet. Insofern ist natürlich Lego schon in einer deutlich besseren Position als jemand wie Steingemachtes.

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