Seit Donnerstag gibt es mit dem LEGO Star Wars 75419 Todesstern das bislang teuerste LEGO Set aus dem Portfolio des Spielwarenherstellers ever. Ab dem 04. Oktober 2025 ist das 999,99 Euro „günstige“ Set aus 9.023 Teilen und 38 Minifiguren dann erhältlich. Die Bilder und weitere Infos zum Set findet findet ihr wie üblich bei uns im Blog. Und es war klar, nicht erst nach Erscheinen der ersten Leak-Bilder, dass das Set bei LEGO Star Wars Fan und Sammlern für reichlich Diskussion sorgen wird.


In der Kritik stehen unter anderem die Form des neuen UCS Death Star Modells, die Auswahl der enthaltenen Minifiguren in dem Set und ganz aktuell auch die Rückseite des LEGO Star Wars 75419 UCS Todessterns.
Sogar die BILD nahm den „Aufschrei“ in der Community zun Anlass, darüber zu berichten und Meinungen aus der deutschsprachigen LEGO Fan-Media-Szene zu zitieren. Die Rückseite des Modells sei eine „Müllhalde“ (Brickstory), von „Scheibenkleister“ (Zusammengebaut) sprechen die Kollegen aus Hamburg, loben zugleich die „exklusiven Minifiguren mit den schicken Drucken“ sowie „Schauplätze im Inneren“ des neuen Todessterns.
Den für mich interessantesten Punkt bringt Zusammengebaut-Chef Andres Lehmann: Tausend Euro seien eine sehr hohe Hürde für ein Spielzeug. Wobei sich das Set auch laut Produktbeschreibung und Verpackung eindeutig an Erwachsene Fans und Sammler richtet. Und wenn wir ehrlich sind, war noch kein Set der Ultimate Collectors Reihe (UCS) war bisher günstig und hat sich als Spielzeug geeignet. Es sind durch die Bank preislich ansprechende Display-Modelle.
Das sagt der Set-Designer-Aussage zur Rückseite
Anlässlich eines Round-Table-Interviews mit verschiedenen LEGO Fan-Medien äußerte sich der Designer César Soares des neuen Todessterns. Demnach sei die Rückseite des LEGO Star Wars 75419 UCS-Sets absichtlich nicht der Hauptaugenmerk des Modells gewesen. „Bei diesem speziellen Modell haben wir von Anfang an beschlossen, dass die Rückseite im Hintergrund bleiben sollte, denn es handelt sich hier um einen Querschnitt des Todessterns und die die meisten Käufer werden ihn an die Wand, auf ein Regal, ein Möbelstück oder ähnliches stellen. Daher stand die Rückseite nicht im Mittelpunkt unseres Interesses,“
Weiter heißt es: „ Wir haben darüber diskutiert, aber von Anfang an beschlossen, der Rückseite keine Priorität einzuräumen. Außerdem ist es bei einem Modell wie diesem, bei dem so viele Farben ähnlich sind, wie Dunkelgrau, Hellgrau und Schwarz, schön, andere Farben und Elemente zu haben, die einen Kontrast dazu bilden, damit der Bauablauf und das Bauerlebnis besser sind.“

Kleines Easter Egg zur Rückseite
Zum Ende des Interviews verriet César Soares noch ein kleines Geheimnis aus dem Design-Prozess und eine weitere Erklärung, warum die Rückseite des 1.000-Euro-Sets für viele Fans so unattraktiv geworden ist. Es geht um die schwarze Platte mit den Sternen im Hangar. Laut dem LEGO Designer sei sie Anfangs offen gewesen, sodass man das Shuttle hindurchfliegen lassen konnte, wenn man das Modell nicht an die Wand stellt. Aber dann dachte er, wie es aussehe, wenn jemand eine Tapete mit rosa Streifen oder so etwas hat? Dann würde es etwas seltsam aussehen. Also habe man beschlossen, die hinten offene Stelle zu schließen.
Zu Beginn des Design-Prozesses sei die Wand sogar abnehmbar gewesen und der Fan konnte wählen, ob man sie haben wollte oder nicht. Zum Schluss sei dann aber entschieden worden, von dieser Idee Abstand zu nehmen, weil die Platte nicht sehr gut passte und zudem der gesamte Todesstern um einige Millimeter nach links geneigt war. Ein „großes Loch“ dort zu haben, sei daher keine gute Idee gewesen. Daher sei die Wand verschlossen worden, um die gesamte Struktur besser zu stabilisieren.
LEGO Star Wars Chef-Designer äußert sich ebenfalls zur Kritik
Auch Jens Kronvold Frederiksen, Creative Director der LEGO Star Wars Themenreihe war bei dem Round-Table-Interview dabei: Wir haben bereits zwei Todessterne entworfen und wollten diesmal etwas anderes machen“. Man habe einige Design-Boost-Sessions durchgeführt, und dort entstand der erste Entwurf mit dieser Querschnittsversion des Todessterns. Man habe hier sofort gesehen, welche großartigen Möglichkeiten dieses Modell biete. Und das Tolle daran sei, dass es zwar größer ist und mehr Teile hat als die bisherigen Todessterne, aber tatsächlich weniger Platz benötigt. Das sei das Schöne an der neuen Version . Man könne auf relativ kleinem Raum viel darstellen – ganz im Gegensatz zu einer großen Kugel.
Was meint ihr zu den Aussagen der LEGO Designer?Könnt ihr die Argumente nachvollziehen und/oder verstehen?





