LEGO VIDIYO wird eingestellt: Offizielles Statement veröffentlicht

(Update vom 23. Juli 2021 22:23 Uhr) Nachdem unser Artikel über die Einstellung der LEGO VIDIYO Themenwelt heute Nachmittag einige Wellen in der Community geschlagen hatte, hat LEGO selbst am späten Abend ein Statement veröffentlicht. Im folgenden haben wir es einmal für euch auf deutsch übersetzt:

Wie ihr wisst, haben wir im Januar LEGO VIDIYO auf den Markt gebracht, um mit Kindern auf eine völlig neue Art und Weise in Kontakt zu treten, indem wir Musik, digitales Spiel und LEGO Bauen auf eine lustige und einzigartige Weise miteinander verbinden. Das Produkt wurde während der Entwicklung extrem gut getestet und hat von den Kindern und Familien, die damit gespielt haben, wirklich positives Feedback erhalten.
Wir haben eine positive Resonanz auf die Markteinführung erlebt, aber wir haben auch Feedback von Leuten erhalten, dass wir das Spielerlebnis über die App, BeatBits, Musik und Minifiguren noch einfacher gestalten könnten. Wir nehmen das auf und werden zusammen mit der Universal Music Group im Jahr 2022 einige neue Ideen ausprobieren, um dann 2023 und später neue Spielerlebnisse zu veröffentlichen.
LEGO VIDIYO ist nach wie vor erhältlich, die aktuellen Produkte werden weiterhin in den Geschäften verkauft und weltweit vermarktet, und wir werden dieses fantastische Spielerlebnis weiterhin unterstützen, einschließlich neuer Updates und lustiger Herausforderungen für die App, um Kinder zum kreativen Erstellen von Musikvideos zu inspirieren. Wir danken euch für eure anhaltende Unterstützung der Marke LEGO und hoffen auf euer Verständnis für diese Entscheidung.

The LEGO Group

Tatsächlich werden LEGO und Universal Music also das nächste Jahr dafür nutzen um VIDIYO zu überdenken und zu überarbeiten. Eine neue Setwelle wird es 2022 erst einmal nicht geben. Leider ist das Statement recht wage formuliert. Was sich hinter einer „einfacheren Gestaltung“ verbergen könnte, darüber lässt sich nur spekulieren.

Wünschenswert wäre es allemal, würden zukünftige VIDIYO Sets auch ohne die App Spielwert bieten. Außerdem wünschen sich viele LEGO Fans Minifiguren von echten Künstlern, die bei Universal Music unter Vertrag stehen. Es gibt also genug Punkte, an denen die beiden Partner ansetzen könnten.


(Originalbeitrag vom 23. Juli 2021 16:00 Uhr) Es sollte mal wieder das ganz große Ding werden, doch damit ist jetzt Schluss: LEGO VIDIYO wird nach nicht einmal einem halben Jahr am Markt auch schon wieder eingestellt. Wie wir aus zuverlässiger Quelle erfahren haben, wird eine dritte Welle an LEGO VIDIYO Sets nicht mehr an Händler ausgeliefert. Zusätzlich haben diese die Möglichkeit bereits getätigte Bestellungen zu stornieren. Betreffen wird das vor allem die für Oktober angekündigte zweite Sammelfigurenserie.

https://www.youtube.com/watch?v=m-R6u-4ElgY

Neue Themenwelt 2021

Erst im März 2021 wurde mit großem Tamtam die erste Welle an Sets, bestehend aus einer Sammelfiguren-Serie und sechs Beatbox-Sets, auf den Markt gebracht. Maskottchen L.L.A.M.A. veröffentlichte dazu sogar seinen eigenen Song „Shake“. Begleitend zu den Sets erschien nämlich eine passende App, mit der Musikvideos mit lizenzierter Musik des Partners Universal Music aufgenommen werden können – eine Art TikTok Light speziell für jüngere Kinder.

Im Juni folgte dann die Veröffentlichung der zweiten Welle mit zwei weiteren Beatbox-Sets und erstmals fünf Bühnen-Sets, die etwas mehr Abwechslung und Bauspaß in die Themenwelt brachten. Auf unserem YouTube-Kanal könnt ihr euch noch einmal den Aufbau einiger Sets ansehen. Für Oktober ist bereits die zweite Ausgabe der Sammelfigurenserie angekündigt. Dennoch wird es hier wohl schwieriger werden diese zu erwerben. LEGO räumt den Händlern das Recht ein ihre Bestellungen zu stornieren.

Alle LEGO VIDIYO Sets 2021 im Überblick

BildNummerNameTeileUVPReleaseVerfügbarkeit
LEGO VIDIYO wird eingestellt: Offizielles Statement veröffentlicht43101Bandmates Series 1114,99€01.03.2021

LEGO

LEGO VIDIYO wird eingestellt: Offizielles Statement veröffentlicht43102Candy Mermaid Beatbox7119,99€01.03.2021

LEGO

LEGO VIDIYO wird eingestellt: Offizielles Statement veröffentlicht43103Punk Pirate Beatbox7319,99€01.03.2021

LEGO

LEGO VIDIYO wird eingestellt: Offizielles Statement veröffentlicht43104Alien DJ Beatbox7319,99€01.03.2021

LEGO

LEGO VIDIYO wird eingestellt: Offizielles Statement veröffentlicht43105Party Lama Beatbox8219,99€01.03.2021

LEGO

LEGO VIDIYO wird eingestellt: Offizielles Statement veröffentlicht43106Unicorn DJ Beatbox8419,99€01.03.2021

LEGO

LEGO VIDIYO wird eingestellt: Offizielles Statement veröffentlicht43107Hip Hop Robot Beatbox7319,99€01.03.2021

LEGO

LEGO VIDIYO Neuheiten Sommer 202143108Bandmates Series 2124,99€01.10.2021

LEGO

LEGO VIDIYO wird eingestellt: Offizielles Statement veröffentlicht43109Metal Dragon BeatBox8619,99€01.06.2021

LEGO

LEGO VIDIYO wird eingestellt: Offizielles Statement veröffentlicht43110Folk Fairy BeatBox8919,99€01.06.2021

LEGO

LEGO VIDIYO wird eingestellt: Offizielles Statement veröffentlicht43111Candy Castle Stage34429,99€01.06.2021

LEGO

LEGO VIDIYO wird eingestellt: Offizielles Statement veröffentlicht43112Robo HipHop Car38729,99€01.06.2021

LEGO

LEGO VIDIYO wird eingestellt: Offizielles Statement veröffentlicht43113K-Pawp Concert 51449,99€01.06.2021

LEGO

LEGO VIDIYO Neuheiten Sommer 202143114Punk Pirate Ship61569,99€01.06.2021

LEGO

LEGO VIDIYO wird eingestellt: Offizielles Statement veröffentlicht43115Boombox99699,99€01.06.2021

LEGO

Kritik aus der AFOL-Szene

LEGO VIDIYO hatte es nie leicht. Schon vor der eigentlichen Veröffentlichung der Sets mehrten sich kritische Stimmen aus der AFOL-Szene. Zu hoch seien die Preise, zu wenig Spielspaß böten die Sets. Genau wie bei LEGO Hidden Side stand auch die zugehörige App von Anfang an in der Kritik. Schließlich handelt es sich bei LEGO um ein analoges Spielzeug, verständlicherweise hatten wenige Fans und Eltern Lust auf dieses digitale Experiment.

Einziges Problem: Waren die Sets bei Hidden Side auch ohne App relativ gut bespielbar und die digitale Komponente nur ein Zusatz, ist die LEGO VIDIYO App ein zentraler Punkt der gesamten Themenreihe. Gerade die erste Welle an Sets bestand unterm Strich aus nicht mehr als einer Handvoll Figuren und sammelbaren Fliesen. Der LEGO typische Bauspaß hielt erst mit der zweiten Welle im Sommer Einzug in LEGO VIDIYO.

Dennoch bietet die App weitere Angriffspunkte: Das Teilen der Clips in sozialen Netzwerken ist aufgrund des Jugendschutzes extrem umständlich, die Performance der App lässt zu wünschen übrig und ein richtiges Spielen mit den Sets findet auch nicht statt. Vielmehr wird durch Augmented Reality ein virtuelles Abbild der realen Figuren und Steine erzeugt. Viele stellten sich die berechtigte Frage, wozu man dann überhaupt noch die analogen Sets kaufen sollte.

In Zukunft trotzdem weitere Sets?

Wie wir außerdem für euch in Erfahrung bringen konnten, soll LEGO VIDIYO von offizieller Seite aus wohl lediglich „pausiert“ werden um das Thema möglicherweise zu überarbeiten. Natürlich könnte das bedeuten, dass wir in den kommenden Jahren weitere Sets sehen werden, ähnlich wie es zum Beispiel bei LEGO Harry Potter der Fall war. Auch hier gibt es zwischen den Jahren 2008-2009 und 2012-2017 Pausen, in denen keine neuen Sets erschienen sind.

Gerade im Hinblick auf die zugehörige App, zu der wir euch leider bisher noch nicht sagen können ob und wie sie weiter betrieben werden wird, und die damit verbundenen Investitionen können wir uns vorstellen, dass LEGO in ein paar Jahren weitere Sets veröffentlichen könnte, sobald die Zeit dafür reif ist.

Andererseits halten wir es aber auch für durchaus möglich, dass es sich beim „Pausieren“ lediglich um eine Formulierung handelt, mit der alle Seiten versuchen ihr Gesicht zu wahren. Sowohl Universal Music als auch LEGO hatten sich ihr gemeinsames Projekt sicher anderes vorgestellt und vor allen Dingen mit einem größerem Erfolg gerechnet. Von einem „totalen Flop“ zu sprechen würde dem Image der beiden Konzerne natürlich schaden.

Unsere Meinung

Dass LEGO VIDIYO nie der von LEGO und Universal Music erhoffte Erfolg werden würde, war uns aufgrund des Feedbacks unserer Leser recht schnell klar. Dass das ganze nun aber so schnell vorbei sein würde, hat auch uns überrascht. Für gewöhnlich zieht LEGO den Veröffentlichungsplan trotz eines sich abzeichnenden Misserfolgs durch. LEGO VIDIYO bietet vor allen Dingen eines: interessante Figuren mit interessanten Accessoires. Dass aber selbst die Figurenpacks mit teils 75% Rabatt bei großen Supermärkten verramscht werden, zeugt davon, dass das Thema von den Kunden nicht angenommen wurde.

Neben der für LEGO untypischen Verpackung spielt hier allen voran die digitale Ausrichtung eine Rolle. Zum zweiten Mal innerhalb weniger Jahre hat LEGO für digitale Produkte von seinen Kunden die rote Karte bekommen. Es bleibt zu hoffen dass die Dänen in Zukunft einen Weg finden werden, ihr Sets mit digitaler Erweiterung besser zu gestalten oder sich vielleicht nicht doch besser wieder auf den Baustein an sich konzentrieren.

Was haltet ihr davon, dass LEGO VIDIYO eingestellt wird? Habt ihr Sets der Reihe gekauft oder seid ihr von Anfang an dagegen gewesen? Meint ihr, LEGO sollte sich zukünftig weiterhin digital ausprobieren oder doch beim analogen Spielzeug bleiben? Teilt uns eure Meinung in euren Kommentaren mit!

89 Kommentare zu „LEGO VIDIYO wird eingestellt: Offizielles Statement veröffentlicht“

  1. michael_brick

    Vielleicht bekomme ich ja doch noch die Folk Fairy recht billig 🙂
    Fand die Figuren klasse, das gesamtkonzept eher so mäh 😀

    1. Genauso, bin auch nicht die TikTok zielgruppe.

      Aber wenn es jetzt Rabatte auf Vidiyo Artikel geben sollte werde ich mich über ein paar schöne bedruckte Fliesen und die Figuren freuen 😀

  2. War ja zu erwarten. Schade um die tatsächlich zum Teil sehr coolen Figuren. Aber vielleicht gibt es so ja nochmal überall ordentliche Rabatte um das Zeug schnell aus den Regalen zu bekommen.

  3. Einsicht ist der erste Schritt zur Besserung. 🙂

    Also die Figuren waren/sind fast alle schon super und ich hätte mir auch die 2. Sammelserie geholt. Hoffentlich kommt sie doch noch.

    Jetzt kommt man an die Bausets wohl bald auch günstiger dran. 😉

  4. Unbekannter Nummer 1 ;-)

    Natürlich gibt es bei LEGO oft die Diskussion über Preise und sie nervt. ABER hier ist sie entscheidend glaube ich. Das Produkt ist speziell für Kinder entwickelt worden. Und da gibt es zwei Probleme: 1. Der Setpreis von den Starter Sets war mit 19,99 € viel zu hoch angesetzt. Kein Kind was die Figuren sammeln möchte hat mal knappe 160 € über für 8 Figuren. Klar kann man jetzt sagen, es reicht ja auch eine. Aber wer eine hat möchte meist auch die andere und da hört es beim Taschengeld schnell auf. Zudem braucht man ein aktuelles Smartphone. Welches Kind in der Zielgruppe 7 – 10 hat moderne 1000 € Smartphones? Bestimmt nicht die Mehrheit. Man hat hier einige offensichtliche Fehler gemacht meiner Meinung nach. Zudem kam das Thema natürlich auch mitten in der Corona Zeit und kein Händler konnte das Produkt einem Kunden vernünftigen erklären. Und ohne Erklärung und viel zeigen funktionieren solche Produkte auch nicht wirklich

    1. Zudem kommt bei der 5€-Bandmates-Serie noch der Zufallsaspekt wegen den Schachteln dazu. Bei dem Preis sind Doppelte echt kein Spaß mehr.

      Mein Eindruck ist, dass Lego auch einfach das Konzept „Vertrieb digitaler Inhalte“ nicht versteht bzw. nicht verstehen will. Dank Steam-Sales und Co. herrscht eine irre Inflation hinsichtlich digitaler Spiele-Inhalte. Selbst die größten Titel werden nach kurzer Zeit verramscht. Auf der Konsole sind die Spiele immer noch eine Ecke teurer und auch dort gibt es regelmäßig z.B. Witcher 3 inkl. Erweiterungen mit 400 Stunden hochqualitativer Spielzeit mit komplexer Geschichte, herausragender Grafik, super Vertonung, hohem Wiederspielwert und und und für 14.99€. Damit ist die App so hart es klingt aus Kundensicht einfach wertlos. Dennoch wurde sie gemessen am Entwicklungsaufwand nach dem klassischen Lego-Standard mit eingepreist.
      Dasselbe Problem hatte ja auch schon Lego Dimensions. Als AFOL-Figurensammler waren einem z.B. E.T. oder die Gremlins den Kauf vielleicht sogar wert und wenn man schon eine gewisse Menge an Figuren daheim hatte, hat man sich dann im Abverkauf vielleicht noch das eigentliche Spiel für 30€ gegönnt und mal ausprobiert. Aber so ziemlich keiner zahlt bei einem unvollständigen Videospiel mit 20 Stunden Dauer (auch wenn ich die recht nett fand) ohne Wiederspielwert 100€.

    2. Ich glaube, das letzte ist der entscheidende Punkt: Das ganze wird im alten Katalog ja auch nur angeteasert, so dass die meisten mit Glück wussten, dass es diese Serie gibt – aber was das eigentlich ist, versteht kaum jemand (is ja nicht gerade selbsterklärend). Erst der neue Katalog erklärt die Funktionsweise dann auch, aber den gibt’s ja erst seit ~3 Wochen.

      Die „alles mit Handy ist böse“-Pauschalkritik würde ich dagegen weniger ernst nehmen; die Gruppe brüllt ja sogar bei Control+, dass das „Kinder zur Handynutzung animiert“, obwohl das eine ganz andere Zielgruppe ist. Und der Preis ist zwar ein Thema, aber jetzt auch nicht SO fundamental. Da finde ich die neue Serie mit den Tieren viel trauriger, weil es da gar nichts im Bereich „einige Zeit für sparen“ gibt.

  5. Detlef Stein

    VIDIYO, da fällt mir nur eins ein.
    Auf am Boden liegende soll man nicht noch eintreten.
    Bin nur gespannt ob wirklich ein „Lerneffekt“ bei LEGO einsetzt.
    Ich vermute eher NEIN

    1. Wieso „Lerneffekt“?
      Wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Es ist ganz normale, dass neue Sachen ausprobiert werden und dass wenn’s nicht funktioniert, man halt wieder einen Rückzieher macht.
      Es sind eben nicht nur alle Bundestrainer, Virologen, sondern eben auch noch Leiter von weltweit agierenden Spielzeugunternehmen. DA sitzt natürlich die geballte Kompetenz, nicht in den Vorstandsetagen. Sind viele verkannte Genies in so einer „Community“

      1. Genau; und was LEGO machen soll bzw. lernen soll, ist immer rein zufällig, alles so zu machen, wie der jeweilige Fan das in seiner Kindheit erlebt und deshalb nostalgisch verklärt hat.

      2. Karl Heinrich

        Man musste nun nicht wirklich ein Genie sein, um zu verstehen, dass ein analoger Spielzeughersteller hier versucht hat, auf das TikTok-Pferd mit auf zu steigen, in einer Zielgruppe, die nach besten Wissen und Gewissen NULL auf TikTok zu suchen hat, wenn man sich etwas Gedanken um seine Kinder macht. TikTok ist der letzte Schrott in den weiten des Internets und sollte komplett verboten werden, nicht wegen dem bösen Chinese sondern was dort für abartige Videos hochgeladen werden, wo alle drauf zugriff haben (und ich meine nicht den lustigen kram) und es anscheinend einen Haufen Eltern null interessiert, was sich ihre Kinder da reinziehen und was für Türen man mit dem scheiß für andere auf gemacht hat.
        Das konnte nur aufseiten Lego ein Rohrkrepierer mit Ansage werden. Aber wie die Eltern, so hat sich auch bei Lego da keiner wirklich einen Kopf drüber gemacht. Klar setze ich mein Kind unter 10 gerne noch länger vor das Smartphone, damit es tolle Videos für TikTok produzieren kann. Hat da ernsthaft an einen Erfolg geglaubt? Schon schlimm genug, dass es bei vielen Eltern einfach keinen Würgereiz ausgelöst hat, was damit versucht wurde. Aber was reg ich mich im Neuland auf …

  6. Ist es denn überhaupt möglich an die Minifiguren Serie zu kommen? Die hätte ich schon ganz gern noch gehabt.

    1. Das liegt wohl an den Händlern, ob sie die anbieten oder ihre Bestellung stornieren. Wie wir gehört haben, soll es aber durchaus Händler geben, die auch die zweite Serie anbieten wollen. 🙂

  7. Na dann bin ich ja froh, dass ich alle Sets und Figuren schon beisammen habe und mir nur noch drei oder vier BeatBits fehlen! 🙂 Ich hoffe zumindest, dass die zweite Figurenserie doch noch irgendwie rauskommt. Ansonsten war natürlich relativ eindeutig, dass der Serie kein langes Leben beschieden war. Zu viele Probleme mit der App und die Preise waren einfach nur bekloppt. Das kann man nicht beschönigen, schon weil die Sets nur einen überschaubaren Gegenwert bieten. Davon abgesehen bleibe ich bei meiner Meinung: Alles, was mit Bits und Bytes zu tun hat, ist bei LEGO ein heikles Thema, egal ob Webshop oder Apps. Es gelingt der Firma einfach nicht, dort talentierte Leute oder Partnerfirmen ins Boot zu holen und noch dazu fehlt eine klare Linie. Da kann auch nix rauskommen, wenn man aller halben Jahre seine Richtung bei dem Thema ändert.

  8. Schwarzer Falke

    Das es jetzt doch so schnell geht überrascht mich dann doch etwas. Würde mich mal interessieren, wie weit in der Entwicklung die dritte Welle schon war.

  9. Ein bisschen lache ich ja schon innerlich, aber man musste kein Prophet sein, um das nicht vor dem Release schon vorhersagen zu können. Derart wenig bieten zu wollen für derart hohe Preise für ein – Ja, was war eigentlich das Zielpublikum? – Hauptsache digital, das kann nur nach hinten losgehen. Einzig der „wir werden digital“ Wahn in Dänemark schien das nicht sehen zu wollen.

  10. Naja, da würde ich jetzt nicht zu viel darauf geben, passiert oft genug in der Wirtschaft, dass etwas, was floppt, recht schnell vom Markt genommen wird.

  11. Was für eine Neuigkeit. Nicht, dass die meisten hier, die einigermaßen Ahnung haben, das nicht schon 2020 prophezeit hatten…

  12. Kleine Kritik geht aber auch in Eure Richtung, ihr habt auch ohne irgendeine Bewertung oder gar Kritik 1:1 die Marketingmaterialien übernommen.
    https://www.promobricks.de/lego-vidiyo-offizielle-bilder/117825/

    Dazu gabs dann zu allem Überfluss noch den 2h Livestream, der auch von vornherein eine Diskussion oder gar eine Bewertung ausgeschlossen hatte. (siehe Eure Videounterschrift auf https://www.promobricks.de/promobricks-youtube-kanal-lego-vidiyo/119208/ )

    Ich habe mich damals schon gefragt, ob ihr mit diesem „Artikel“ informieren oder doch eher bewerben wollt. Da ihr eine Fanseite sein wollt, solltet ihr wenigstens den Anspruch haben, die Fans auch ein kleines bisschen zu beraten und nicht nur die deutsche Niederlassung der Marketingabteilung von Lego zu sein.

    1. Lieber Marco,

      diesen Kommentar kann ich leider nicht so stehen lassen …

      Zum ersten Punkt: Ja, die Produktbilder und die Setbeschreibungen von LEGO – machen wir übrigens fast immer bei Neuvorstellungen. Wie andere Seite auch.

      Zum zweiten Punkt: Hast Du den Livestream komplett gesehen? Dann wüsstest Du vielleicht auch, dass wir auch die Fragen der Zuschauer mehrfach in den zwei Stunden eingegangen sind. Wir haben einzelne Sets vorgestellt und auch gesagt, was uns daran gefällt und was nicht. Auch über die App und die Zielgruppen haben wir besprochen. Also, was erwartest Du? Ist das keine Beratung und wo sind wir die PR-Abteilung, zumal alles Sets selbst von den Streaming-Teilnehmern gekauft wurden.

      Gruß, Michael

      1. Hallo Michael,

        danke für Deine ausführliche Antwort, was ich nicht als selbstverständlich ansehe.

        nochmal zum ersten Punkt: Wenn ihr unkommentiert Bilder und die Beschreibung übernehmt, dann ist das in meinen Augen nichts anderes, als die verlängerte PR-Abteilung. Dabei tut es auch nichts zur Sache, ob andere Seiten das auch so machen. Ich lese Eure Seite je nicht, weil ihr so seid, wie andere… Ich lese Eure Seite, weil ihr das besser könnt als andere.

        Und zum zweiten Punkt: Ja, ich habe den gesamten Livestream gesehen, aber sehr viel mehr als Rechtfertigungen, warum die Serie doch cool sein könnte, habe ich da nicht entdecken können, leider. (die coolen Figuren…) Ja, ihr habt auch die App betrachtet, aber – das ist komplett meine persönliche Meinung – zu wenig kritisch.

        Eure Seite ist ja im großen Ganzen wirklich gut, aber es tut mir leid, was das Thema Berichten über Vidiyo angeht, habe ich da eine andere Meinung.

        1. Es ist überall auf der Welt Usus, dass bei Neuvorstellungen so genannte Press-Kits an diverse Medien rausgegeben werden. Das können Texte sein, kann aber auch Hardware sein. Aber die Texte werden dann erstmal 1:1 so abgedruckt. Sollte Hardware dabei sein, wird diese erstmal nur beschrieben (ist so und so groß, hat so und so viele Teile, ist blau, kann dieses und jenes). Mehr nicht.
          Deswegen nennt man das ja auch Ankündigung oder Neuvorstellung, aber nicht (!) Review oder Test.

          Eine (subjektive) Bewertung inkl. Meinungsäußerung – wo dann beschrieben wird wie gut/schlecht es die angekündigten Funktionen erfüllt – erfolgt dann später im Test/Review.

  13. Phantomias1977

    Da fragt man sich doch wer bei Lego die Idee und Meinung hatte das diese Serie erfolgreich sein würde. Hiddenside war auch schon gescheitert. Was aber mehr daran lag das die Verpackung nichts war. Die Sets selbst waren zum Teil echt gut. Aber bei Vidiyo wo fast nur die Figuren gut waren konnte man fast von ausgehen das es flopt.
    Vielleicht wäre eine reine Minifiguren Serie erfolgreich gewesen.

  14. Ich finde es gut, dass die Serie ausläuft. Lego sollte meiner Meinung nach eine Spielfreude beibehalten, die absolut ohne digitales Zubehör auskommt. Sonst stimmt für mich die Grundidee nicht mehr. Auch bei Technic das zurückkommen zu einer analogen Fernbedienung!! Ich würde keine Set kaufen, für welches man ein Handy und eine App braucht. Wenn schon Fortschritt, dann wäre es sicher sinnvoller und toller, wenn Objekte Beleuchtungen bekommen.
    Es wird ja von anderen Anbietern vorgelebt : Wenn schon, dann eine analoge PowerFunction und eventuell zusätzlich eine Handy App, für die, die drauf abfahren. Und Beleuchtungen geben vielen Sets noch ein kleines Highlight.

    1. Geh mal zu den Modellbahner und guck, wer da noch analog fährt. Die, die damals Schiss hatten oder schlicht zu faul waren, sich nochmal in Neues reinzufuchsen. Jetzt reden sie sich ihre analoge Langeweile schön. Auch wenn das natürlich keiner zugibt.
      Also einfach nur „an/aus“ ist einfach Schnee von gestern.
      Lego hat es grundsätzlich genau richtig gemacht, indem sie auf Softwaresteuerung setzen. Soweit ich und viele andere Bekannte es sehen, haben die Kinder auch keine Probleme mit einer Appsteuerung. Alleine schon weil die Schmierfone nochmal eine ganz andere Bedeutung haben.
      Dass Lego die Schnittstelle offengelegt hat, so dass Drittanbieter mit aufspringen können, ist für mich DER entscheidende Schritt und kein Grund für Dauernörgelei.
      Wenn mit „anderen Anbietern“ die Chinesen gemeint sind, die sich ja auch bei der Motorisierung wieder sehr „inspirieren“ lassen, was Form und Funktionalität angeht, so ist das nur primitiver, qualitativ fragwürdiger Krempel. Kein Vergleich von Innovationen wie sie z. B. SBrick und BuWizz geliefert haben und noch liefern. Aber die machen ja auch nicht einfach nur nach, sondern „ergänzen“ das, was Lego (vielleicht bewusster als viele so denken) nicht anbietet.

      1. Jürgen Bogendörfer

        Ich bin zwar nicht top informiert bei Modelleisenbahnen, aber ich glaube dort ist es schon üblich das Steurgerät dabei zu haben und man kann wenn man will auch eine App benutzen. Und so sollte es auch bei Lego sein. Eine Bluetooth-Fernbedienung beilegen und wer will kann es auch per App steuern, was bei manchen Modellen sinnvoller ist (Liebherr-Bagger). Aber ein normaler Buggy für Kinder sollte eine einfache Fernbedienung dabei haben. Schnittstellen offenlegen ist OK, aber trotzdem will der 0815-User eine Fernbedienung und sicher sein das das ganze auch in ein paar Jahren noch funktioniert auch wenn die Software nicht mehr gepflegt wird. Hab vor kurzem ein „Chinesen“-Set gekauft, für 12€, einfaches RC-Auto, neben den vielleicht 150 Steinen war da Motor und Fernbedienung enthalten. Und durch Zufall hab ich bemerkt das man das ganze auch per Handy steuern kann. Natürlich war das ganze nur nur lenken/nicht lenken und Gas / kein Gas. Aber das zeigt das eine zusätzliche Bluetooth-FB bei Lego kein Grund wäre 20€ Aufpreis zu verlangen. Effektive Kosten wahrscheinlich bei unter 3€, Aufschlag 10€…..

      2. Von Modelleisenbahnern scheinst Du ja voll die Ahnung zu haben! Hört sich an als kennst Du keinen einzigen persönlich.
        Übrigens An und Aus ist Digital, 0 und 1, ist Dir schon klar oder?!
        Der Umstieg auf Digital ist nicht ganz billig, wie Du Dir sicher vorstellen kannst. Muss man sich auch erstmal leisten können. Und der analoge Bereich ist immer noch stark. Viele Modellbahner sind auch Sammler und Bastler, die Ihre Schmuckstücke ab und zu mal ein paar Runden drehen lassen. Da reicht das analoge vollkommen aus. Und außerdem lässt dort jeder jedem das Seine, kein ernsthafter Modellbahner macht einen anderen runter weil er noch analog fährt.
        Soviel mal off Topic und schöne Grüße

  15. Für mich als AFOL hatte sich das Theme als Sammelspaß entwickelt, denn die Minifiguren sind echt Top. Besitze alle 8 Beatboxen und die erste Bandmates Minifiguren Serie. Die Bühnen Sets sind nicht so meins gewesen und haben mich etwas an Sets von The Lego Movie 2 erinnert.

    Noch ein positiver Punkt: Kann man als gute Dekoration verwenden, wenn man eine Platten oder CD Sammlung besitzt 😉

  16. Ein Fehler ist so lange ein Fehler, bis er korrigiert wird. Mal schauen, ob Lego daraus lernt. Mit dem Geld hätte Lego sinnvolleres machen können. z.B eine analoge Fernbedienung für Control

  17. Ein Thema kommt, ein Thema geht – Lego ist stets im Wandel …..sie versuchen den Zeitgeist zu sehen und ihn bedienen zu können….

    Die Afols kennen nur die Afols und breiten diesen Klecks Wissen aus, als wäre es Allwissen und in der Ritze und Ecke des Legouniversums genau SO richtig ……

    Ist es aber nicht ….

    Lego will nicht nur die alten fauligen und motzigen Afol Säcke befriedigen, nicht die Kinder von Duploalter bis zu welchen Alter…hm ?

    Wie lange waren wir damals KINDER bis wir uns für andere Dinge interessiert haben, Mopets, Mädchen, Disco und das erste Bier ?

    Heute leben wir in einer Welt des Smartphones, es beherrscht die Jugend schon früh – Kinder werden schneller „erwachsen“ , schlüpfen schneller aus traditionellen Spielwelten herraus, von Lego, Playmobil…..what ever und datteln in der digitalen Zerstreuung bis zu einem Alter wo Lego wieder Hipp wird – aber wird es das für diese Generation je wieder sein ?

    Wir Afols haben die 80iger …90iger, die Zeit der ersten Batman Filmen, Ghostbuster, Star Wars – Dinge die wird heute KULT nennen.

    Aber was wird der Kult der Kinder/Jugend von heute sein – kann Lego sie dann wieder zurückholen ….mit was für Themen ?
    Sets zu „Top Modell“, Sets zu …..oh gott, ich habe keine Ahnung was die Kiddies heute für TV Scheisse bewegt….

    Lego sucht die Formel Kinder irgendwie zu halten – Digitales mit ihrem Spielsachen zu verbinden, Dinge die Hipp sind …Musik, Superstar bla bla ….

    Natürlich kann man da leicht scheitern, natürlich ist das die Suche nach dem heiligen Gral den es vielleicht nicht geben wird, weil die Zeiten sich wie Ende der 90iger ….wo Konsollen, Gameboy und co Lego Angst gemacht hat – sich heute wiederholen mit Smartphone, Instagram , Tik Tok …..es geht nicht mehr darum das Kinder ZOCKEN, datteln, spielen vor dem Bildschirm, sondern das sie selbstdarstellerisch einen auf Erwachsen miemen, Hipp sein wollen ….

    Hidden Side versuchte die Jungs mit grusel und ACTION am Smartphone am Spielzeug zu halten – Vidiyo war das Mädchengegenstück mit Bunt, kitschig, Musik und Tanz – beides bediente aber nicht die Kinder selbst …es bediente nur das KLISCHEE der Teenies – aber wem kann man es verübeln – den Designern, der Marktforschung ? ICH habe hier nicht den Masterplan und ich wette – niemand hier der hier nun die Marktfoschungsleute und Designer am Pranger verrecken sehen will hat einen Plan, wie man 13….14…jährige Teenies bei Lego hält …..wobei ich das für ein UNMÖGLICHES unterfangen halte – ich selbst würde sagen :

    „Lasst die Teenies einfach fahren, irgendwann entwächst man Lego, man wird flügge ….hat Spass an den echten Freuden des Lebens und wenn man sie genug ausgekostet hat….dann findet man auch wieder Zeit und Ruhe für andere Hobbies als Mode, Musik, Party und Flatratesaufen mit viel zu kurzen Röcken …DANN kauft man sich , nach der Ausbildung, nach der Karriere vielleicht auch mal wieder Lego für die Vitrine – und bis dahin ….einfach die anderen Altergruppen bedienen und geduldig sein“

    Sicher, die Afols fürchten das Lego die gleichen Fehler wie damals macht – was sie vermeindlich tun mit Hidden Side und Vidiyo, ABER ihr vergesst, das Lego heute wesentlich stabiler steht, weil sie Themenwelten haben die laufen ….Harry Potter, Star Wars, Marvel, 18+ ….sie machen jedes Jahr GEWINNE GEWINNE GEWINNE …

    Sie können es sich LEISTEN Versuchsballons wie Hidden Side und Vidiyo starten – zu schauen was passiert und dann zu reagieren – seis drum und MARIO hat man auch nachgesagt , es würde scheitern …aber hier haben die Kinder Spass – Das eine klappt, das andere nicht – seis drum ….

    Lego lebt, atmet und streckt die Arme nach allen richtungen aus – manchmal greifen sie in eine Geldgrube, manchmal in einen Kackhaufen – und wenn das passiert, dann heißt es : Hände waschen und weiter machen.

    Für uns als Lego „Fans“ ist es kein Grund zu haten und weiß gott wie übertrieben dramatisch und fatalistisch herum zu fotzen und Nostradamus zu spielen – die Welt geht nicht unter.

    Das Leben geht weiter …..

    1. Kann man so sehen, aber LEGO hat da trotz allem ’ne ganze Menge Geld verbrannt, dass man auch anderswo hätte gut anlegen können. Allein die ganzen Prints der BeatBits mussten ja auch erstmal ein paar Designer entwickeln wie auch die Bedruckung der Figuren. Dazu kommen dann noch diverse neue Formen, selbst wenn das heutzutage nicht mehr so extrem teuer ist wie noch vor 20 Jahren. Das leppert sich eben doch alles und die Designer haben ja in entsprechenden Interviews gesagt, dass da jede Menge Arbeit drin steckt und sie bis in die höchste Führungsetage betteln mussten, um das Budget dafür zu bekommen. Entsprechend wird auch dieser Total-Fail jetzt entsprechende Kreise im Unternehmen ziehen. Ja, klar, ein Konzern mit 6 Milliarden Umsatz pro Jahr verträgt das, aber es ist eben doch relativ sinnlos versenktes Geld…

      1. Das was bereits bei den Händlern liegt, ist bereits bezahlt ….da hat nur der Händler Geld verbrannt – was für diesem natürlich bitterer ist als für Lego selbst.

        Im Ausverkauf wird es noch genug Sammlerkäufe geben, die alles noch zum Schnäppchenpreis leerkaufen – somit kommt da am Ende trotzdem noch etwas Geld rein, wenn auch lang nicht das was erhofft wurde.

        Das mit den Sonderteilen und Prints , da hast du natürlich recht, aber diese werden später auf dem Zweitmarkt den großen Gewinn bringen – was Lego am Ende sinnlos verbrennt und was nicht, ist natürlich so ein Verhältnisding – verlieren sie durch Vidiyo mehr, als durch einen scheiternden Lego Technic Zetros , oder anderen Sets von denen man sich viel verspricht aber doch die Käufer ausbleiben ? ..Ich denke beim Zetros wird es nicht weniger ein Aschehäufchen an erhofften Gewinnen geben – solang der Rest läuft, geht alles in irgendeiner Mischkalkulation auf und erfolgreiche Themenwelt A gleicht gescheiterte Themenwelt B auf und wie sinnlos es ist, ist eine Frage welche Schlüsse man durch Flopp A oder B zieht und ob man es einfach als „versuchsballon“ in der „aufklärenden Marktforschung“ verrechnet um nun zu wissen “ Das funktioniert nicht – das kann in den Ideen-schredder“.

        Am Ende ist es egal wieviel Geld versenkt wird, solang am Ende des jahres noch immer genug Gewinne gemacht werden, die das überleben der Firma sichert und da müssen wir uns gerade weniger Gedanken machen, als noch Ende der 90iger anfang der 2000der wo Lego nicht in einzelnen Themen „versagte“, sondern auf breiter Front einbrach.

        1. Den Zetros wird man sicherlich als „verkauft sich schwach“ fest eingeplant haben und das Sperrdifferential ist ja kein superteures Teil. Wenn das jetzt ’ne Blackbox wäre, die man am Ende dreimal benutzt (muss ich „Fiber-Optic“ sagen?), dann wäre die Kostensituation natürlich eine andere.

        2. Grundsätzlich stimme ich dir da zu, aber 30 Millionen sind nun mal 30 Millionen. Unter dem wird’s wohl kaum rauskommen, was die Entwicklungskosten für die Serie angeht und Produktionskosten kommen ja auch noch dazu. Mein Eindruck ist daher, dass sich LEGO trotz aller wirtschaftlichen Erfolge einfach trotzdem zu viel Schnickschnack leistet. Und der Punkt ist hier ja auch nicht, dass es keine kreativen Spielwiesen geben darf, sondern dass der Mißerfolg wirklich so vorhersehbar war wie der tägliche Sonnenzyklus. Das mag sich nicht tragisch in der Bilanz auswirken, kratzt aber doch am Image und fällt bei mir unter „unnötige Fettnäpfchen“.

          1. Lego wechselt zu schnell die Themen bzw. legt zu schnell mit Themen nach, könnte man meinen wenn man sich Hidden Side und Vidiyo anschaut – kaum ist das eine „gefloppt“ und ist raus, kommt auch schon das nächste – aber irgendwie habe ich das Gefühl, das Hidden Side und Vidiyo zusammengehört ….das eine eher für jungs, das andere für Mädchen und da auch die App Technologie mit dem abscannen ähnlich ist, könnte ich mir vorstellen das es ein Gesamtprojekt sein könnte das man als geschlossenes System zu den Akten legt – aber du hast sicher recht, sowas MUSS eine Ausnahme bleiben und darf nicht zur Regel werden sonst wird es bitter.

            Um so erleichtender ist, das das Mario Thema gegen alle Unkenrufe doch wohl zu funktionieren scheint und nicht auch „abgesoffen“ ist , DAS wäre sicher noch bitterer gewesen mit all den neuen Sonderteilen und dem elektrischen Mario.

            Vielleicht auch gut, das sich Star Wars erholt und nicht auch weiterhin ein Sorgenkind ist.

      2. Die Drucke waren sicher eh nur für einmalige Verwendung eingepreist und sind jetzt abverkauft – bei den Formen isses was anderes. Die Figurenteile werden sicher für die Sammelserie noch verwendet werden (oder kommen sogar von da), aber die Beatboxen sind zum Beispiel kaum woanders verwendbar. Ich hatte erst gedacht, die würden auf den Friends-Würfeln basieren, aber die sind nochmal anders.
        Mit den 1990ern kann man das aber nicht vergleichen. Zum einen ist es eben nur diese eine Serie und nicht das ganze Sortiment und zum anderen hat man eh verstanden, dass man nicht für jede neue Serie 20 Teile entwickeln kann, die nie wieder anderswo zu gebrauchen sind.

    2. Sauber. Bester Beitrag bisher.
      Dem gibt es nichts hinzuzufügen außer Besserwisserei. Wer meint, er wäre DER Marketing“held“, soll sich doch in Billung bewerben.
      Ich glaube schon, dass man dort als erfolgreicher Manager dann doch noch mehr verdienen wird, als ein mittelgroßer Influencer

      1. Dafür, dass Lego mit der Quasi-Einstellung von Vidiyo selbst eingesteht, das die Verkaufszahlen aus vielerlei Gründen offensichtlich sehr schlecht sein müssen, verteidigst du Legos Strategie aber ziemlich vehement nach dem Motto „Lego macht alles richtig, aber ihr alle und die ganzen Kunden verstehen es einfach nicht!“

        Manchmal wäre es vielleicht besser einfach nichts zu sagen. Lego sagt selbst, dass Vidiyo so nicht funktioniert. Dann braucht man auch nicht so tun, als ob die ganzen Kritiker, die offensichtlich komplett recht hatten, alle doch gar keine Ahnung haben! Man bricht sich auch nicht grundsätzlich einen Zacken aus der Krone, wenn man anerkennt, dass man selbst oder das persönliche Lieblingsunternehmen falsch lag…

        1. Ich meine nicht nur Vidiyo, sondern allgemein. Dass das jetzt für viele („Euch“?) ein gefundenes Fressen ist, auf das man sich stürzt, war natürlich klar.
          Was bitte, will man eigentlich in Lego-Blogs, wenn man den Laden grundsätzlich kritisiert?
          Außerdem „verteidige“ ich nicht Lego, sondern störe mich nur an Menschen, die sehr wahrscheinlich nicht in ähnlicher Verantwortung stehen werden, es nie sein werden, sich aber für schlauer halten. Das finde ich einfach merkbefreit. „Ohmbricks“ hat es weiter oben schon sehr gut beschrieben.

          1. Es gibt einfach Menschen, die zwischen dem Produkt (das man mag) und dem Unternehmen und seinem Verhalten (das man vielfach nicht mag) differenzieren können und dementsprechend auch eine differenzierte Meinung haben. Manche können / wollen das nicht und für die ist dann jeder Klemmbaustein automatisch ein Legostein und jede Kritik an dem Unternehmen automatisch auch eine Kritik an dem Produkt.

            Grundsätzlich kann man auch Dinge kritisieren ohne selbst die Verantwortung zu tragen. Wenn jemand für seine Leistung entsprechend bezahlt wird, diese Leistung aber von außen betrachtet minderwertig erfüllt, dann ist es sehr wohl angebracht zu kritisieren. Sonst würde sich z.B. auch jede Kritik an Politikern sofort verbieten. In der Verantwortung stehen die allermeisten nämlich auch nicht!

        2. Es ist immer das selbe, wenn man nicht auf Hype oder Zerriss Züge aufspringt, sondern versucht die Dinge nüchtern zu sehe, versucht das Denken und Handeln der Abteilungen bei Lego zu verstehen. Wenn man versucht Zusammenhänge zu sehen, die erklären warum was wie entschieden wurde, an Orten zu denen niemand hier Zugang hat und trotzdem die Menschen dort knallthart aburteilt für ihr vermeindlich verschissenes Handeln und Denken, das zu sooooo bekackten Themenwelten führt – ja DANN wird das Gesagte mit :

          „Lego macht alles richtig, aber ihr alle und die ganzen Kunden verstehen es einfach nicht!“

          zusammengefasst ….

          Das aber hat nie jemand gesagt, das sind Wort die einem in den Mund gelegt werden, damit Person XY was zum fotzen hat, wenn sonst nichts produktives rumkommt.

          Wenn man etwas nicht mit HASST, dann liebt man es – klar , das ist die logische Schlussfolgerung …..Differenzierung gibt es nicht….warum auch, denken bremst …..

          Ja Vidiyo ist gescheitert, aber das heißt nicht immer , das die Dinge in der Theorie, im Brainstorming in der Firma, in Sitzungen der Abteilungen nicht doch Sinn ergaben und man GLAUBTE – DAS könnte es werden ! Am Ende des Tages muss man etwas neues, etwas vermeindlich inovatives vorweisen das die eine Lücke zwischen Friends und City alter und dem 18+ Alter schließt und die vor-pupatären und pupatären Teenies abholt, die aber eigentlich garkein Bock mehr auf Spielzeug haben, sondern lieber auf Tik Tok ihr neuen Klamotten, Tanz Moves oder Frisuren teilen oder was auch immer.

          Und dann stehste da, wie der Depp und muss dir was ausdenken und da helfen solche Spruche wie : „Was ja klar das es scheitert, das wusste doch JEDER, ist doch voll easy die richtigen Entscheidungen zu treffen, setzt einen Affen hin, haltet ihm drei Ideen für Themenwelten hin und natürlich wird er immer auf Ritter und Züge tippen – ist doch klar, und das nimmt man dann“ …sowas hilft dann auch nicht weiter.
          Das viele Kinder weltweit vielleicht null Bezug zu Rittern hat …juckt doch den deutschen YT Afol Influencer Idiot nicht – dann sind halt die anderen Kinder und Teenies auf der Welt zu dumm um zu wissen was gut ist.

          Der einzige Fehler den man ankreiden könnte, wäre , das Lego versucht eine Altergruppe zu bedienen die einfach an die Dark Ages verlorenen gehen und das unweigerlich – da spielt es keine Rolle was man für Sets bringt, ob man sie mit Smartphones verbindet oder nicht – die Dark Ages im Teenie Alter sind real und normal – wir alle hatten auch Dark Ages und sind nun wieder da – was damals so hingenommen wurde „Man entwächst Lego…“ ist heute ein Drama und man soll von der Wiege bis zur Barre Lego in der Hand halten und das funktioniert halt nicht – man fängt keine Teenies mit Tik Tok Lego Sets und man fängt auch keine senile Omas ein, in dem man zu jeder Flasche Doppelherz ein Lego Polybag hinzulegt.

          Lego muss lernen mit den „schwarzen Flächen“ auf der Lego Landkarte der Generationen – die wir die Lande der „Dark Ages“ nennen – zu leben – das ist die einzige vermeindliche „Weisheit“ die ich als ungelernter Medien – und Marketingfutzi laienhaft nach Bilund weitergeben könnte und das sind rein subjektive Einschätzungen…nicht mehr und nicht weiter – die globale und all umfassende Sicht auf die Dinge – tja, das habendann halt doch die Marketingleute, die dafür bezahlt werden sich weltweit nach Interessengemeinschaften umzuschauen und Bedarfsermittlung anzufertigen, in einer stets gewinnmaximierenden Kapitalgesellschaft und wenn dann so ein Futzi sagt:

          „Wir haben die Spitze erreicht, mehr geht nicht mehr – die schwarzen Flecken sind verlorenes Land das wir nie erobern werden mit neuen Produkten – vergesst es einfach !“

          ….der kann sich dann ein Tag später beim Sozialamt melden, weil sein Posten frei geworden ist XD

  18. Bernd der Brick

    Wer nicht ausprobiert, der kann auch nicht scheitern und aus Fehlern lernen. Die wohl größten Kritikpunkte wurden ja im YT-Video von Max treffend erwähnt. Dem kann ich nichts hinzufügen. Fliesen und Figuren finde ich jedoch weiterhin top! Hab mit zb. den Fliesen den Dots Stiftehalfter aufgepeppt.

  19. Lass mal überlegen. Hmm, was hab ich letztens so von Playmobil bestellt für die Kids? Ach ja: Ritter. Piraten. Weltraum. Zug. Krankenhaus. Wurde eine App vermisst? Ne! Eventuell, nur unter Umständen, könnte der aufmerksame Konsumforscher da was merken.

    1. Hm….
      Umsatz Playmobil: 758 Milionen
      Umsatz Lego: 5,9 Milliarden
      Was könnte uns das sagen?
      Meine Kinder, die jetzt schon erwachsen sind oder kurz davor, haben sich übrigens NIE für „Ritter und Piraten“ interessiert. Vielleicht, weil dies bei Kindern kein Thema mehr ist und wir als Eltern es ihnen nicht nahegebracht haben? Eisenbahnen waren hoch im Kurs. Sehr wahrscheinlich weil ich als Eisenbahnfreund und Modellbahner sie damit quasi zugedröhnt habe. Ihre Spielkameraden kannten das so alles gar nicht.
      Will sagen: Man sollte einfach nicht von sich auf andere schließen. Schon mal gesehen, welchen Stellenwert Smartphones z. B. bei chinesischen Kindern haben? Aus unserer Sicht erschreckend, klar. Aber real und nicht zu ignorieren.

    2. Hast du da wirklich was bei Playmobil gefunden? Mal sehen…

      – Ritter: bei Playmobil nur noch als „Dragons“-Lizenzserie und als eigene „Novelmore“-Fantasywelt. Die klassische Ritter-/MIttelalter-Thematik wird nur noch in Restbeständen im „Playmobil-Plus“-Sortiment verramscht
      – Piraten: nur noch Restbestände einzelner Sets im „Playmobil-Plus“-Sortiment, keine Schiffe o.Ä. mehr im Hauptprogramm
      – Weltraum: nur noch ein Set als Restbestand im „Playmobil-Plus“-Sortiment, nicht mehr im Hauptprogramm
      – Zug: seit Jahren nicht mehr im Playmobil-Programm

      Das einzige Thema, bei dem du also tatsächlich bei Playmobil eine sinnvolle Spielwelt zusammenstellen kann, ist das Krankenhaus. Auch bei Playmobil spielen viele der von „AFOLs“ immer wieder geforderten Themen keine Rolle mehr, dafür setzt man immer stärker auf Lizenzthemen. Warum? Weil es sich besser verkauft.

      Ich halte die Idee hinter VIDIYO grundsätzlich für nicht verkehrt, aber, wie hier schon erwähnt, die Reihenfolge der Sets war unglücklich und ich fand die App schwach. Wenn sie das etwas aufpolieren, dann kann das durchaus interessant werden – aber sicher auch weiterhin nichts für Erwachsene.

  20. Keine Überraschung. Hätte ich euch auch letzten Sommer schon sagen können, als mir das Thema vorgestellt wurde. Wusste ich sofort instinktiv, dass das nichts wird. Die gute Nachricht: mein Instinkt sagt mir, dass 2022 im Bereich „Züge“ einiges kommen wird.

  21. Ein Händler

    Also dem kann ich nur zustimmen. LEGO steht solide da wie nie zuvor. Es gibt wahnsinnig viele gute Sets, ganze Reihen, die sich gut bis fantastisch verkaufen. Bei einem Sortiment in der Größenordnung von 400-600 Produkten sind natürlich nicht nur Highlights dabei, aber jeder kann ja Cherrypicking für sich betreiben. Und sie haben das Spielgeld neue Dinge auszuprobieren. Bislang meist zum Scheitern verurteilt und auch ich habe hier keine Patentlösung. Bin mir aber ziemlich sicher, dass LEGO in der Lage ist dazuzulernen und auch in 2022 Sets auf den Markt zu bringen, die nicht nur AFOLs begeistern werden.

  22. Steinchenbauer

    Danke für die Information!

    Nachdem bereits Hidden Side floppte – derweil gab es da echt ein paar sehr schöne Gebäude – war von Vornherein klar, dass Vidiyo das gleiche Schicksal ereilen wird.

    Ich verstehe nicht, warum LEGOs Berater sich so auf stur stellen: Ein LEGO Set kauft jemand (unabhängig vom Alter), um ein Bauerlebnis, oftmals auch ein Umgestaltuns- und Spielerlebnis zu haben – mit LEGO Steinen. Wenn jemand dagegen seine Zeit am Handy verbringen möchte, gibt es dort bereits genügend Apps – kein pseudomäßiges LEGO Set ist hier von Nöten.

    Zudem sei es geraten, das Budget der Käufer (hier ist nicht nur Vidiyo gemeint) nicht zu sehr auszureizen.

    Und marketingmäßig könnte man sich an LEGOs Stelle auch noch überlegen, ob es Sinn macht, einen Kundenkatalog drucken und auslegen zu lassen, der fast nur alle aktuell bereits in den Ladenregalen stehenden Sets und sonst fast nur Teaser zeigt – oder ob es vielleicht sinnvoller ist, wirklich alle im ersten Hbj. erscheinenden Sets auch in den Katalog fürs erste Hbj. zu packen und beim 2. Hbj. analog.

    1. Das sind Krankheiten, die sich in jedem großen Konzern ausbreiten: Berateritis und die Erosion dessen, was normale Menschen als gesunden Menschenverstand bezeichnen. Und im Fall von LEGO scheint es da auch einfach keine Manager mit Eiern und vernünftigem Bauchgefühl zu geben, die sich auch mal trauen, radikale Entscheidungen zu treffen, weil man mittlerweile den Irrwegen der Marktforschung zu sehr glaubt…

  23. Tja, manche erkennen Krempel wenn sie ihn sehen und manche halt nicht. Lego Manager gehören immer häufiger in die zweite Gruppe. Ich glaube weiterhin mit einer Spielset Ritter- oder Piratenserie wäre das nicht passiert. Aber Hauptsache wir versuchen hip und trendy zu sein und irgendwelchen Social Media-, tiktok-, was auch immer-Trends zu folgen, die nicht zu analogem Spielzeug passen…

  24. Das kam nicht überraschend. Sets mit denen man nicht richtig spielen kann und Minifigs auf Speed. Dazu braucht man auch noch ein teures aktuelles Handy damit die App überhaupt läuft. Nach Hidden Side nicht dazugelernt. Vielleicht ist jetzt der Groschen gefallen. Darauf wetten würde ich nicht.

  25. hidden side, alle rufen bäh, es floppt so ein wenig.
    Vidiyo, alle rufen bäh, es floppt gewaltig.
    Mario, alle rufen bäh, es läuft bestens.

    1,33 Treffer bei 3 Versuchen was neues zusätzlich(!) zum Bekannten im Markt zu platzieren – im Grunde alles vollkommen richtig gemacht, die Quote ist für Produkteinführungen sehr gut, sogar wenn wir hidden side als Totalausfall werten.

    und das sind die Serien wo lego etwas ausprobiert um zusätzlich Kunden zu finden. tiktok ist ein Trendthema, augmented reality auch, Casual gaming auch, jeder Konsumgüter-Anbieter überlegt, wie er Trends nutzen kann um „dabei zu bleiben“. diese Serien schmälern das klassische Geschäft nicht und verhindern auch dort nichts was sonst gewesen wäre (nein, da gab es niemals das Business-Meeting „Entscheidung: Burgen oder Vidiyo?“ und die Manager fanden Burgen einfach doof).

    1. Steinchenbauer

      Dass aktuelle Trends angeblich nicht das klassische Geschäft schmälern, da muss ich dir leider widersprechen: LEGO bietet seit fast einem Jahrzehnt keine Ritter Themenwelt (ging an Minecraft), keine Space Themenwelt (ging an Star Wars) und keine Piraten Themenwelt (ging zeitweise an Fluch der Karibik) mehr an.

      1. Star Wars ist schon lange das „klassische Geschäft“ und seit diesem Jahr die am längsten durchgehend laufende Themenwelt der Lego-Geschichte. Nichtmal die Stadt-Serie hat so lange ohne gravierende Umbrüche (Minifig 1978, Town jr 1997, City 2005) und Pausen (2001-2004) durchgehalten. Alles (!) andere sind heute übrigens keine abgeschlossenen „Welten“ mehr, sondern Abenteuer, die in einer ansonsten realen Welt spielen. Für Avengers, Ninjago, Hidden Side oder teils selbst Harry Potter sind die Spielorte die reale Stadt.

        Und die Piratenschiffe, die auch jetzt immer mal wieder auftauchen, werden sicher gekauft – aber von Erwachsenen für sich selbst. In der Hinsicht hat Lego ja erst letztes Jahr zwei Piraten-Sets herausgebracht, die sicher bewusst sehr gegensätzlich positioniert wurden: Das eine als ausdrückliches Erwachsenen-Set mit hoher Komplexität, exklusiver Verfügbarkeit und jeder Menge Erinnerungen an die allererste Serie; das andere als Creator 3-in-1 stark auf Kinder ausgerichtet. Auf die Art kann man sicherlich gut ablesen, wer hier die Zielgruppe ist.

        1. Ich denke die Forderung sind eher lizenzfreie Serien / Welten zum Thema Ritter, Piraten usw. was Lego offensichtlich nicht im größeren Stil möchte. Lizenzen sind wohl Legos zentrales Marketinginstrument. Alle paar Jahre wirft Lego den Kunden dann einen kleinen Knochen hin damit der Kunde sich nicht völlig ignoriert vorkommt. Aber Lego scheint sich für die Interessen einer anscheinend nicht gerade kleinen Kundengruppe (sonst wäre z.B. das Castle in the forest nicht so aus den Händen gerissen worden) trotzdem nicht wirklich zu interessieren. Die fahren ihre Firmenstrategie und der Rest sind Störgeräusche!

          1. Ich glaube, dass diese ganzen historischen Spielwelten (neben Rittern und Piraten hatte sich Lego ja auch mal an Western und Wikingern versucht) funktionieren bei heutigen Kindern nicht mehr – und global schon gar nicht. „Ritter“ sind außerhalb Europas komplett unbekannt; Japan hat mit seinen Samurai noch was ähnliches (was Lego auch schonmal versucht hatte), aber das war’s. „Piraten“ sind in weiten Teilen Asiens „moderne Kriminelle mit Speedboats“, keine romantische Verklärung des 17 Jahrhunderts…

            Guck dir doch mal das Kinderfernsehen heute an – fast alles folgt dem Muster „verborgen in der normalen Welt geschieht unglaubliches…“, schon SciFi kann man da an einer Hand abzählen (die 90er waren noch voll davon) und irgendwelche historischen Settings wüsste ich überhaupt keine. Wenn es von Lego mal was an Rittern oder Piraten gibt, wird das ja durchaus gekauft, klar – aber von Erwachsenen für sich selbst. Entsprechend gibt es zu dem Themen eben auch nur noch Sets, die sich an Erwachsene richten.

            Wenn man was für Kinder in der Richtung machen will, schickt man eben für eine Mission die Jungs und Mädels von Ninjago in eine entsprechende Welt.

  26. Da „eure Leser“ sicher nicht die Haupt-Zielgruppe von VIDIYO sind, finde ich es ein wenig vermessen zu sagen, dass euch „aufgrund des Feedbacks euer Leser recht schnell klar“ war, dass es ein Flop sein muss. Würde man Grundschulkinder fragen, wie sie Creator Expert oder den Blumen finden, hielten sie das (entsprechende Eloquenz vorausgesetzt) vielleicht auch für einen Flop.

    1. Die Leser hier sind zum nicht unerheblichen Teil Eltern, also die, die darüber entscheiden, ob 160€ für 8 Minifiguren und ein paar Fliesen rausgehauen werden. Zudem sind sie Kunden, die überdurchschnittlich viel bereit sind für Lego auszugeben. Wenn da nahezu ausschließlich solches Feedback kommt, ist das eine sehr vielsagende rote Warnleuchte.

    2. Och, Creator Expert finden die spannend als Herausforderung. Auf den Bau des Spukhauses war mein Neffe noch mehr stolz als auf seinen Ninjago Flugsegler. Klar, ist ja „ab 18“ und nicht „ab 9“ 🙂
      Mit den Piraten kann er dagegen überhaupt nichts anfangen – als Anfang des Jahres meine Barracuda Bay kam, sagte er nur „ach, das Ding wolltest du doch schon haben, als wir es letztes Jahr im Laden [beim Lars Conrad] gesehen haben“, interessiert hat ihn aber nur der kleine Minecraft-Polybag, den ich da noch mit bestellt hatte; DAS ist seine Welt (macht er sogar Youtube-Videos!).

  27. „Zum zweiten Mal innerhalb weniger Jahre hat LEGO für digitale Produkte von seinen Kunden die rote Karte bekommen“

    Der zweite Flop??? Hidden Side, Nexo Knights, Dimensions … wenn ich richtig zähle der vierte Flop… Und die Rabatt-Entwicklung bei Mario läßt nix Gutes erwarten… (Falls ich falsch liege … ich beschäftige mich erst seit knapp einem Jahr – wieder – mit Lego)

    Macht aber nix … Lego schwimmt im Geld

    1. Die Betonung liegt auf digitale Produkte. Damit meine ich Hidden Side und Vidiyo.
      Dimensions ist nicht wirklich eine LEGO Themenreihe, da es ein Videospiel von TT Games mit LEGO Lizenz ist. 🙂

    2. Wenn du das viel findest, musst du mal in die Zeit 1996-2005 gucken, da gab es teilweise drei gescheiterte Serien pro Jahr… Aquazone, Time Cruisers, Western, diverse Ritter-Reboots, Slizers, ZNAP… Und keine einzige (!) Serie hat die Zeit wirklich unbeschadet überstanden – Town (jetzt City) und Technic sind immerhin später wieder auferstanden.

  28. Ich denke das war u.a. auch ein Testballon wie hoch man denn mit den Preisen der Sets so gehen kann, ist halt diesem Falle mal extrem in die Hose gegangen. Das wird viele auch der Knackpunkt gewesen, wären die Beatboxes von Anfang auf 10€ gewesen, was selbst dann noch sehr hoch gegriffen ist und die einzelnen Minifiguren für 4€, dann hätte die Welt auch anders ausgesehen.

    Außerdem das schlimmste was einer Lego-Themenwelt passieren kann, ist wenn es zu Start keine Sets gibt, die wurden ja jetzt nachgeliefert (43111-43115), diese hätten einfach von Anfang da sein müssen, natürlich preislich mindestens 50% weniger.

    Dazu ist das Konzept halt irgendwie mit der heißen Nadel um die LEGO Sets gestrickt, man kann die App nämlich auch wunderbar ohne LEGO Set nutzen, wenn man Beatbits und Figuren braucht, scannt man halt die Promobilder. Kostet keinen Cent, was natürlich reichlich absurd ist, wenn man eigentlich das Zeug verkaufen will. Außerdem natürlich die App-Performance die nur auf höherpreisigen Smartphones richtig flüssig läuft, natürlich bei einen Set für Kinder ein absolutes No-Go.

  29. „Das Produkt wurde während der Entwicklung extrem gut getestet und hat von den Kindern und Familien, die damit gespielt haben, wirklich positives Feedback erhalten.“
    Ja ist klar, die haben das auch sicherlich nicht selber gekauft. Die Einführung ist meiner Meinung nach einfach am Preis gescheitert. AFOFLs kaufen auch gerne mal total überteuerte Sets wenn sie richtig gut sind weil es ein Hobby ist, aber Eltern schauen einfach oft auf das Budget und da ist halt so ein kleiner Würfel mit einer Minifigur für 20€ einfach kein guter Deal, vor allem wenn nicht gleich ersichtlich ist, was man damit machen kann. Lego hätte die App-Entwicklungskosten einfach nicht auf den Verkaufspreis draufrechnen dürfen, sondern mit Einführungsangeboten erst einmal eine Fanbase für das Produkt schaffen müssen. Aber da haben wohl einige Manager zu hoch gepokert und der Finanzabteilung versprochen dass die Entwicklungskosten mit der der ersten Welle gleich mal wieder reingeholt werden. Augmented Reality in Verbindung zu physischen Spielzeugen wird in Zukunft sicher ein großes Thema, aber es muss halt für mehr Menschen zugänglicher sein und nicht nur für Besserverdiener und nur geeignet für top-aktuelle Smartphones.

  30. Schön zu sehen, daß sie das Projekt nicht wie in der Vergangenheit einfach fallen lassen sonder aufarbeiten wollen. Das geht in eine bessere Richtung als zum Beispiel hidden side. Die Kooperation mit universal music spielt sicher auch eine große Rolle dabei.

  31. Lasst Euch doch mal von Euren Quellen die Neuheiten für 2022 durchstechen (gerne mit Silhouettenbild wie bei der Ninjago City)! Vielleicht gibt es dann bis heute Abend ein Statement von LEGO dazu – wenn wahrscheinlich später auch keinen zweistündigen Stream mit den Set-Designern hihihi.

  32. Nun ja, das Statement ist das übliche inhaltsleere Gewäsch, dass man von solchen Konzernen zu erwarten hat. Das Produkt ist einfach mal sowas von tot und dabei sollte man es belassen. Selbst der Versuch, es unter gleichem Namen weiterzuführen, wäre dumm. Das würde einem jeder Markenberater sagen. Die Marke ist „verbrannt“. Zudem müsste sich LEGO mal fragen lassen, wie denn die Produkte getestet wurden. Nur mit Familien aus der oberen Mittelschicht, die sich jedes Jahr das neueste iPhone für ihre Kinder leisten können? Wenn man dann noch die Produkte kostenlos bekommt, ist doch klar dass es bewusst oder unbewusst die Meinung beeinflusst und das Bild verfälscht. Ist doch nix anderes wie mit kostenlosen Rezensionsexemplaren andernorts. Das Ganze macht einfach keinen Sinn und widerspricht der Realität. Die Produkte würden nicht als Staubfänger überall rumliegen und nicht mit 50% Rabatt und mehr verkauft werden, wenn sie so toll wären, wie das hier dargestellt wird…

    1. Solche Texte muss man zwischen den Zeilen lesen…

      „Spielerlebnis […] noch einfacher gestalten könnten.“
      Zu Deutsch: Keine Sau hat verstanden, was man damit überhaupt machen kann und wie.

      „Jahr 2022 einige neue Ideen ausprobieren“
      Zu Deutsch: Wir werden da ein komplett neues Team dran setzen, dass dann entscheidet, ob wir es einstampfen oder nur umkrempeln.

      Was die Tester angeht: Vielleicht gab es sogar das Handy dazu. Auf jeden Fall aber waren sie gezwungen, sich darauf einzulassen und blieben nicht bei „versteh ich nicht, kauf ich nicht“.

  33. „Das Produkt wurde während der Entwicklung extrem gut getestet und hat von den Kindern und Familien, die damit gespielt haben, wirklich positives Feedback erhalten“

    Diese vermeintlich ach so fundierten Fokusgruppen-Tests haben ja bereits in der Vergangenheit immer wieder zu nicht repräsentativen positiven Ergebnissen geführt. Das Test-Verfahren scheint nicht besonders ausgefeilt zu sein – vermutlich führt LEGO die Testung aus Kostengründen (immer noch) ausschließlich mit den Familien seiner Mitarbeiter durch, weswegen es auch kein Wunder ist, dass durch die persönliche Befangenheit der Eltern keine objektiven Resultate dabei rauskommen. Das weiß man aber auch ohne Psychologiestudium, da reicht eigentlich gesunder Menschenverstand… Für den größten Spielzeughersteller der Welt ist so eine Stümperei auf jeden Fall peinlich ohne Ende. Werden sie etwas daraus lernen? Vermutlich nicht, wie immer.

    1. Ich gehe ganz einfach davon aus, abgesehen davon das du vermutlich damit gar so falsch liegst, wird ein Faktor bei der Fokus-Gruppe und den Amazon-Testern nicht beachtet, nämlich der Preis.

      Die Sets nochmal über 50% über den üblichen Lego-Aufschlag zu verkaufen, schreckt halt auch viele Leute vom Kauf ab. Ich kann mir kaum vorstellen das sich ne mittelständige Familie einfach mal ein paar Boomboxen, Beatmates und Sets kauft, da springt ja dann ganz schnell der Preis mal ganz schnell in den 3-stelligen Bereich und dafür kriegt man halt sehr viel anderes schönes Spielzeug, was allesamt komplett ohne App-Integration funktioniert.

      Das Verpackungsdesign ist ja nochmal ne ganz eigene Geschichte, man sieht nämlich auf dem ersten Blick gar nicht das es sich um LEGO handelt, der VIDIYO-Schriftzug ist deutlich hevorgehoben, während das LEGO-Logo ganz rechts klein unten in der Ecke wartet, das kann durchaus auch abschrecken.

      „Hä VIDIYO, nie gehört, machen die jetzt auch schon LEGO nach? Aber ganz schön teuer.“, ich kann mir durchaus vorstellen das auch mal ein Gedanke sein kann, der gefallen ist. Gerade vll. in der Einkaufshektik mit Kindern und wenn das LEGO-Logo eventuell noch durch irgendwas verdeckt wird.

      1. Ich stimme dir zu. Den Verantwortlichen bei LEGO ist hoffentlich klar, dass sie sich eine solche Episode bei einer Kooperation mit anderen Firmen besser nicht nochmal leisten – ob der durch VIDIYO auch bei Universal Music entstandene Imageschaden nun schwerer wiegt als der wirtschaftliche Schaden, ist eigentlich nebensächlich. Sollte „so etwas“ nochmal passieren, wird es mit den Premium-Partnerschaften wohl künftig einfach nicht mehr klappen – zumindest im Kerngeschäft. Mit adidas, Levi’s, uniqlo und Co. kann ja kaum was schiefgehen, da darf LEGO sich weiter schön als Lifestyle-Marke gerieren, während sie in ihrem eigentlichen Business den Draht zu den Kunden immer mehr verlieren und Kooperationspartner verschrecken. Wie lange wird es wohl noch brauchen, bis der Schuss endlich auch intern mal gehört wird? Selbst bislang treue Kunden werden angesichts eines zunehmend unstimmigen Produkt-Portfolios in Kombination mit stetig steigenden Preisen ja geradezu dazu gezwungen, auch mal zu gucken, was andere Hersteller so zu bieten haben. Und wenn diese dann nach dem ersten und zweiten Alternativ-Kauf feststellen, dass die Qualität dort ja gar nicht mal so übel ist und das auch noch gerade mal für die Hälfte dessen, was ein vergleichbares LEGO-Set gekostet hätte – wie will LEGO diese (dann ehemaligen) Kunden jemals zurückgewinnen? Zum x-ten Mal bestätigt sich hier, dass der größte Spielzeug-Hersteller der Welt die Orientierung im eigenen Markt und das Gespür für die eigene Zielgruppe abhanden gekommen sind. Sicherlich können sie auch noch die nächsten 5 Jahre so weiterfahren, aber die Luft wird zwangsläufig immer dünner…

    1. Lustig ist vor allem, wenn man mal in einem Marktfoschungsunternehmen gearbeitet hat, zu sehen WIE solche Marktforschungsergebnisse teilweise zu Stande kommen. Da wird dermaßen viel hin- und hergeschraubt, um überhaupt die vom Unternehmen angefragte repräsentative Gruppe zu finden, dass „repräsentativ“ ziemlich relativ ist. Ohne Incentive machen nur sehr wenige bei der Sache mit und sobald man Incentives einsetzt verfälscht man automatisch das Bild und bekommt logischerweise ein deutlich positiveres Gesamtbild. Das geht teilweise soweit, dass Leute wegen Incentives angeben ein Produkt zu benutzen, obwohl sie keine Ahnung haben was das Produkt ist bzw. es noch nie benutzt haben.

      1. LEGO hätte sich die Erwähnung der positiven Zielgruppen-Tests im offiziellen Statement lieber ganz sparen sollen, statt das Ganze als fadenscheinige Ausrede mit reinzunehmen – denn da die Resultate ganz offensichtlich komplett unbrauchbar sind, hat LEGO durch diesen Hinweis am Ende nichts weiter geschafft, als zusätzlich zur verbockten Kooperation auch noch das eigene Testverfahren zu diskreditieren. Weil wirklich professionell durchgeführte Tests, wie du sagst, erstens schwierig und damit auch ziemlich teuer sein dürften, während LEGO an allen Ecken und Enden auf Kosteneinsparung setzt, werden sie mit hoher Wahrscheinlichkeit auch an der Stelle nichts investieren und in der Tat einfach die Mitarbeiter-Familien eingespannt haben. Für mich völlig unverständlich, wie man überhaupt annehmen kann, dass dabei in irgendeiner Art repräsentative Ergebnisse rauskommen könnten.

        Das nach außen proklamierte Bild professionellen Arbeitens ist bei dieser Firma bestenfalls noch eine Lachnummer – aber immer schön einen auf hip machen mit Modemarken-Kooperationen, peinlichen „Conventions“ ohne Publikum und ohne Inhalt (dafür aber aufgezeichnet statt angeblich live) und großartigen Teasern für enttäuschende Sets. Und natürlich nicht vergessen, die Community-Wünsche arrogant zu ignorieren und gleichzeitig die Preise stetig zu erhöhen. Das wird so nicht mehr allzu lange gut gehen, egal wie eifrig manche auf die AKTUELL NOCH(!) guten Zahlen verweisen.

  34. Habe ein paar mal schon Kinder im Müller oder Supermarkt gesehen, die versucht hatten, hidden Side oder Vidyio ihren Eltern zu erklären. Die schauten mit glasigen Augen und lagen die Dinge zurück ins Regal. Die Eltern bleiben nun mal die Käufer, und die müssen es auch verstehen, was dat Ding ist- eine Aufgabe, worin der Packungsgestalter grandios gescheitert ist!

    Bei Mario ist ziemlich klar, was Sache ist, man sieht Mario aufs Gelände hüpfen, die Legosteine und es ist überschaulich gestaltet. Vielleicht ist das die Erklärung des Erfolgs!
    (außerdem ist man mit dem Level-selbst-bauen Prinzip viel näher am Lego Konzept)

  35. Ich finde es schade, daß Vidiyo gefloppt ist. Die Preise waren wirklich überzogen (oder, wie es ein bekannter Youtuber so schön sagt, „lack-saufen-teuer“), aber die Minifiguren waren echt bemerkenswert, und wären nach meiner Ansicht auch gut in einem Fantasy / SciFi / Steampunk-Thema aufgehoben (wovon es ja leider viel zu wenig gibt). Gerade die Bandmates-Serie ist für mich quasi eine Minifig-Serie, ich hoffe mal, daß es tatsächlich noch ein paar Händer gibt, die die zweite Serie bekommen. Immerhin scheint Lego tatsächlich mal was gelernt zu haben, und es besteht eine leichte Hoffnung, daß das Thema doch noch gerettet werden kann, ohne es komplett neu zu erfinden.

  36. Wundert mich auch gar nicht bei den Preisen. Unabhängig davon ob die App dabei nun gut oder schlecht ist, beim Preis hat sich Lego einfach komplett vergriffen. Die Bandmates hätten (in den üblichen ertastbaren Beuteln) gleich viel kosten sollen wie die CMFs, die UVP der Beatboxen nicht höher als 10€ sein sollen. Besser sogar 7-8€, denn bei denen ist wirklich kaum was dran außer einer Minifigur in einer Box und ein paar bedruckte Fliesen.

  37. Wenn man Testgruppen das Spielzeug a) kostenlos zur Verfügung stellt und b) genau erklärt, wie man es benutzt und was der Unterschied zu „normalem“ Lego ist, wird die Resonanz wahrscheinlich wirklich recht positiv ausfallen.
    Was diese Marktfoschung dann aber nicht bedenkt: Spielzeug wird in der Regel von Erwachsenen im Geschäft gekauft. Wenn die dann Vidiyo im Regal stehen sehen, wissen die nicht a) warum ist das so viel teurer als das andere, ohnehin schon teure, Lego und b) was macht man damit, wie benutzt man es, wofür soll das gut sein?
    Meine Beobachtung ist auch die, dass Kinder häufig Spielzeug geschenkt bekommen, aber keiner zeigt oder erklärt ihnen, was man damit eigentlich macht und wie man das richtig benutzt. Die Eltern kennen das „neumodische Zeug“ ja auch nicht und wissen selber nix damit anzufangen (oder haben keine Zeit, sich damit auseinanderzusetzen). So wissen die Kinder dann nix damit anzufangen und der Kram landet schnell in der Ecke.
    Der Sinn von Spielzeug muss also einfach zu erfassen sein. Das ist bei Videyo noch weniger gegeben als bei Hidden Side. Und die Sets sind dann einfach zu teuer, um sie schlicht als normales Lego zu kaufen.

  38. Tja was ist jetzt besser: Schuster bleib bei deinen Leisten, oder neues testen auf die Gefahr hin, dass es nix wird?
    Ist ja schon etwas wild, was Lego da aktuell mit der Produktpalette treibt, kann man nur hoffen, dass sich das nicht dauerhaft rächt.

    1. Creator, Friends, City, Harry Potter, Ninjago, Speed Champions, Minecraft, Star Wars und Technic laufen doch problemlos weiter wie eh und je – dagegen sind diese Versuche doch nur ein müdes Rauschen. Das ist eine ganz andere Situation als die Krise damals, als sich die Probleme über das gesamte Sortiment zogen und keine einzige Spielwelt beständig im Angebot blieb.

  39. Höchste Zeit, diesen Mist vom Markt zu nehmen.
    Grausames Gelumpe, wirklich abstoßend. Schlimmer geht’s (fast?) nimmer.
    Kinder und Jugendliche werden hier zu sinnentleertem Daddeln gelockt, um die Umsätze eines „Spielwaren“-Konzerns zu erhöhen. Unglaublich, was aus Lego geworden ist. Langsam sollte man sich wirklich überlegen, deren Produkte noch zu kaufen.
    Man kann nur hoffen, die Zielgruppe findet kein Interesse daran, bewegt sich stattdessen in der realen Welt und setzt sich mit der auch auseinander, um den Weg zu einer selbstbestimmten Persönlichkeit zu finden, statt diesem geschmacklosen Technik-Trash auf den Leim zu gehen und sich von Phantasie und Kreativität zu verabschieden.

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