Anfang März 20206 ist die erste Welle an LEGO Smart Play Set-Neuheiten erhältlich. Neben den All-in-One Bausätzen gibt es auch sogenannte LEGO Smart Play Kompatible Sets, die einen LEGO Smart Brick voraussetzen. Dieser ist aktuell nur in den teureren „Starter-Sets“ enthalten und sorgt unter anderem dafür, dass der Spielspaß um passende Licht- und Sound-Effekte erweitert wird. Ob es den Smart Brick später einmal separat zu kaufen gibt, ist aktuell noch nicht bekannt.

Neben jeder Menge Technik steckt in jedem LEGO Smart Brick ein fest verbauter Akku, vermutlich eine Lithium-Ionen-Batterie.
Wer sich hier für mehr technische Insights und den zahlreichen Patenten hinter der LEGO Neuheit interessiert, dem kann ich den ausführlichen Beitrag bei den Kollegen von Heise.de (Paywall) empfehlen. Viele Käufer der LEGO Smart Play Sets werden sich allerdings fragen, wie das Aufladen des Smart Bricks funktioniert, wie lange das Aufladen dauert und oder wie lange mit einem voll aufgeladenen Akku gespielt werden kann.
Bei einigen Fragen hilft das offizielle FAQ auf der LEGO Webseite recht schnell weiter, bei anderen Fragen mussten wir ein wenig recherchieren. Viele Erfahrungsberichte aus der Praxis gibt es allerdings noch nicht, da bisher kaum ein unabhängiger Tester das neue LEGO Smart Play System ausprobieren konnte.
Lade-Pad in jedem All-in-One Set
Zum Marktstart in Deutschland gibt es insgesamt drei LEGO Smart Play All-in-One Bausätze. In jedem dieser Sets ist unter anderem ein Lade-Pad enthalten. Laut Hersteller können mit der USB-C-Ladestation bis zu zwei Smart Bricks gleichzeitig geladen werden.

Ladezeit und Akku-Laufzeit
Je nach Ladezustand dauert das Aufladen eines LEGO Smart Brick über die Ladestation auf 100 Prozent zwischen zwei und drei Stunden. Laut Hersteller kann mit einem voll aufgeladen Akku (Smart Brick) rund 45 Minuten Spielspaß mit Licht- und Sound-Effekten möglich. Da Kinder beim Spielen in der Regel oft auch Pausen einlegen, dürfte eine längere Spieldauer mit dem Smart Brick möglich sein. Aber das ist sicherlich sehr individuell und wird sich in der Praxis zeigen.

Haltbarkeit des Akkus
Auch ein Thema, welches immer wieder in den Kommentaren und Gesprächen über LEGO Smart Play genannt wird, ist die Haltbarkeit des fest verbauten Akkus. Hier gibt es oft die Vermutung von Käufern, nach ein paar Jahren Nutzung nur noch Elektromüll in den Händen zu halten.
Die Frage ist leider durchaus berechtigt und der Spielwarenhersteller ist an der Entstehung der Sorge nicht ganz unbeteiligt.
Laut dem offiziellen FAQ geht LEGO davon aus, dass der Smart Brick auch nach mehreren Jahren (auch bei Inaktivität) noch funktionieren wird. Die oben erwähnten Kollegen vom Heise-Magazin gehen aufgrund der technischen Daten von einer Haltbarkeit des Akkus von fünf bis zehn Jahren aus. Diese Annahme ist allerdings sicherlich stark abhängig von der tatsächlichen, individuellen Nutzung des LEGO Smart Brick.
Einzelverkauf nicht unwahrscheinlich
Ich gehe stark davon aus, dass der Hersteller uns in ein bis zwei Jahren diesbezüglich ein Lösung präsentieren wird, die bedeuten kann, dass LEGO Smart Bricks dann auch ohne Starter-Set erworben werden können. Aber dazu müssen die Smart Play Sets erst einmal in den Handel kommen und die Zielgruppen überzeugen.
Ach ja: Die LEGO Smart Minifiguren und LEGO Smart Tags müssen übrigens nicht aufgeladen werden, um zu funktionieren.







11 Kommentare
Ich finde das Thema sehr interessant. Als Kind hätten mich solche Sets sehr angesprochen, da ich auch die LEGO Light- und Sound-Modelle mochte. Die Behauptung, sie würden die Kreativität einschränken, kann ich nicht nachvollziehen. Meiner Ansicht nach können sie das Spielerlebnis sogar bereichern und zusätzliche Impulse geben. Viele Kinder reagieren positiv auf akustische und visuelle Effekte wie Geräusche und Lichtelemente. Daher erschließt sich mir die Aufregung darüber nicht.
Außerdem lernen sie dann wie bestimmte Dinge klingen und können einfach auch mit den Geräuschen rumexperimentieren. Würde so einen für kindi eig auch anschaffen.
Meine Kinder spielen auch sehr gerne mit Light&Sound aus den Sets der 80ern (6440, 6480, 6430, etc.). Praktisch, dass man nach 40 (!) Jahren einfach eine 9V-Block-Batterie/Akku einsetzen kann, und es läuft problemlos. Schade, dass LEGO auf fest verbaute Akkus setzt, während selbst ein Light Brick über eine austauschbare Batterie verfügt…
3 hours to charge but only 45 minutes of play? I feel the Smart Brick might be LEGO’s biggest regret . . .
Have you seen how many have sold on Amazon for their biggest release yet? Only 200+ pre-ordered in the last month!
Erst einmal gibt es sehr unterschiedlich hochwertige Akkus. Ich habe sehr gute LiIon Akkus die deutlich älter als 10 Jahre sind. Die meisten aber nicht 😉. Da ist die Frage was Lego verbaut und wie sie Tiefentladung vorbeugen. Bzw auch dafür gibt es relativ stabile Spezialtypen.
Dann ist zu trennen:
Spielende Kinder. Da reichen ein paar Jahre Laufzeit.
Sammler und Co.: Sollte Lego die Dinger nicht als Ersatzteil anbieten wird es garantiert Spezialisten geben, die einen Akkutausch anbieten. Notfalls mit Aufsägen, Umlöten und neu Verkleben. Sollte es einen Bedarf geben gibt es einen Markt. Und es werden schlimmere Dinge regelmäßig instand gesetzt 😃
Jetzt müssen sich die Steine erst einmal bewähren. Dann sieht man weiter.
Gibt es nicht seit neuestem eine Verordnung, die besagt, daß verbaute Akkus in elektronischen Geräten ohne großen Aufwand tauschbar sein müssen? Ich frage für einen Freund….
Du sprichst von der EU-Verordnung 2023/1542, die Deutschland im Oktober als „Batterierecht-Durchführungsgesetz“ (BattDG) umgesetzt hat.
Zahlreichen Berichten darüber zufolge tritt der Teil mit der Austauschbarkeit durch Endanwender aber erst 2027 in Kraft. Dabei ist auch immer nur von Smartphones, Laptops und „Kleingeräten“ die Rede.
Ohne jetzt Verordnung oder Gesetz durchflöht zu haben könnte ich mir vorstellen, dass LEGOs Smart Brick wegen seiner Größe ausgenommen ist. Die austauschbare Batterie muss gekapselt sein und sinnvollerweise sollte auch die restliche Elektronik soweit abgedeckt sein dass man nicht mit den Fingern an den Mikrochip rankommt nachdem man vorher über den Hochflorteppich geschubbert ist. Da wird es in einem 2×4-Stein ziemlich eng.
2 Stunden laden für 45min Funktion. Aha
Ist aber normal. Elektrische Zahnbürsten ladern iduktiv auch sehr viel länger im Verhältnis zu Laufzeit.
Ob man denn Smart Brick auch anders laden kann ?
Wäre mal einen Versuch wert jedenfalls