Der dänische Spielzeughersteller LEGO hat pünktlich zur Weihnachtszeit ein erstes 3D-Druck-Produkt in den Handel gebracht, eine blaue Mini-Lok, gefertigt im so genannten Pulverbettverfahren. In der K-Zeitung ist dazu kürzlich sogar ein eigener Artikel erschienen. Ein interessanter Beitrag der Redaktion aus Expertensicht, der auch zeigt, wohin der Weg in Sachen LEGO und 3D-Druck künftig gehen könnte.
Doch zurück zum LEGO Icons 10361 Weihnachtsexpress, um das Bauset geht es hier. 956 Teile, vier Minifiguren und eben diese kleine blaue Lok aus dem 3D-Drucker. Ich habe mir das Set kürzlich für 119,99 Euro (UVP) im LEGO Store Bonn gekauft. Nicht, weil ich ein einen weiteren Zug für meine Winterlandschaft haben wollte, sondern weil ich die Mini-Lok unbedingt haben und nicht warten wollte, bis er auf eBay, BrickLink & Co. zu einem sicherlich nicht günstigen Kurs auftaucht.

Vorab: Das Set habe ich direkt (reduziert) weiterverkauft und die blaue Lok meiner Sammlung von originalen LEGO Elementen aus dem 3D-Drucker hinzugefügt.
Extra-Booklet zur Mini-Lok
Los geht es bei meinem kleinen Review mit einem Blick in die beiliegende, gedruckte Bauanleitung. Nach dem Öffnen der Set-Verpackung kommt neben den Beuteln mit den Teilen und Steinen auch eine Geschenke-Box zum Vorschein, die die Lok aus dem LEGO 3D-Drucker enthält.
Hinweis: Das deutschsprachige Info-Booklet zur Lok findet ihr in unserem Download-Bereich. Die PDF-Datei ist knapp zwei MB groß. Auf den LEGO Servern gibt es auch die komplette Bauanleitung zum kostenfreien Download.


Direkt zum Anfang werden die Baumeister zu Hause auf dieses unscheinbare, neue Element aus dem 3D-Drucker hingewiesen – und das dies das erste reguläre LEGO Set ist mit solch einem besonderen Element. Der Hersteller weißt hier auch auf den hohen Qualitäts- und Sicherheitsanspruch bei der Fertigung des Modells hin. Zudem gibt es noch einen Hinweis auf die beweglichen Teile des Elements, wie den Schornstein der Lok, aus dem ein LEGO Rauchschwaden entsteigt, wenn sich die Lok in Bewegung setzt.
Schönes Weihnachtsgeschenk für Fans und Sammler
In der Papp-Box kommt die kleine blaue LEGO Lok aus der 3D-Drucker zum Vorschein. Vom Design her ähnelt die Box einem Weihnachtsgeschenk. Ein schönes Detail, wie ich finde, um das besondere Element in dem Set nochmals hervorzuheben.



Die gedruckte LEGO Mini-Lok im Detail
So kommt die Mini-Lok aus der Box. Trotz der rauen Oberfläche wirkt das Element stabil und bespielbar. Ich bin immer wieder fasziniert von dieser Druck-Technik und mit welcher Detailtiefe additive Fertigung auch bei Spielzeug (das ist ja LEGO immer noch) funktioniert.


Bewegliche Teile für Funktionen, die bei Bewegung aktiviert werden. Das war schon bei der LEGO Ente aus dem 3D-Drucker so, hier nun auch bei der Mini-Lok. Gefühlt nochmals filigraner allerdings. Zudem ist die LEGO Ente damals noch in der Kleinstauflage (vermutlich unter 1.000 Stück) hergestellt worden. Die Auflage der Mini-Lok dürfte in die Hunderttausende oder Millionen gehen.


Das rote Dach für die Lok, der weiße Rauchschwaden und die beiden goldenen Round-Plates mit Clip müssen noch ergänzt werden und fertig ist die erste LEGO Mini-Lok aus dem 3D-Drucker.
Auf dem Bild rechts steht die Lok auf dem „Podest“, welches auf den Transport-Waggon beim großen Weihnachtsexpress kommt.
Gelungene Premiere und mein Fazit
Aus meiner Sicht ist die Premiere für ein gedrucktes LEGO Element in einem normalen Verkauf-Set gelungen. Fans der Winter Village Themenreihe bekommen hier nicht nur einen neuen Zug, sondern erstmals auch ganz regulär ein erstes LEGO Modell aus dem 3D-Drucker.

Damit zeigt der Hersteller in Billund, was er kann und gibt damit auch einen kleinen Einblick, was auf die Fans und Sammler in den kommenden Monaten und Jahren zukommen wird.
Als Sammler freue ich mich auf ein weiteres Modell aus dem 3D-Drucker. Neben der Ente aus dem LEGO House habe ich noch den Pogo-Stick aus dem Buch „The Secret Life of LEGO® Bricks: The Story of a Design Icon“. Der Mini-Zug ist mein drittes offizielles Element in der Sammlung. Das erste gedruckte Element gab es übrigens einem super-exklusiven LEGO Inside Tour Set.

Auf so einer Maschine wurde der blaue Mini-Zug übrigens gedruckt. Der Hersteller EOS hat seinen Sitz in der Nähe von München und ist laut Webseite ein weltweit führender Technologieanbieter für den industriellen 3D-Druck von Metallen und Kunststoffen, darunter auch dem LEGO Material ABS.
Interessiert euch das Thema LEGO und 3D-Druck? Wohin der Weg bei den Elementen aus dem Drucker gehen wird? Ich bin gespannt auf euer Feedback in den Kommentaren.





