Kurz vor dem Monatswechsel März/April 2026 hat die LEGO Gruppe die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) für sein Kundenprogramm „LEGO Insiders“ aktualisiert. Dort ist nun ein Passus aufgeführt, wonach gewerblich tätige Verkäufer/Händler auf BickLink über das hauseigene Treueprogramm keine LEGO Insiders Punkte mehr sammeln oder einlösen dürfen.
Sollten BrickLink-Verkäufer über ihr geschäftliches LEGO Konto Prämien einlösen, Vorteile erlangen oder durch ihren Einkauf Punkte sammeln, sei dies ein Verstoß gegen die Allgemeinen Geschäftsbedingungen. Die Konsequenzen sind in den AGB ebenfalls aufgeführt, so droht unter anderem die Kündigung und Löschung des LEGO Insiders Kontos samt Punkte-Guthaben.
Anbei der betreffende Auszug aus den geänderten AGB auf der LEGO Webseite:
Für die Nutzung von www.Bricklink.com ist ein LEGO® Konto erforderlich. Solltest du ein Unternehmen, eine Vereinigung oder eine sonstige juristische Person vertreten, die über die Anmeldung zu LEGO Insiders ein LEGO Konto erstellen und dadurch beispielsweise Produkte über BrickLink verkaufen möchte, kann diese juristische Person nicht am LEGO Insiders Programm teilnehmen. Wenn über dieses Konto im Rahmen des LEGO Insiders Programm Prämien oder Vorteile erlangt werden oder Punkte zum Einlösen verdient werden, gilt dies als Verstoß gegen diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen.
AGB-Update nach Bricklink LEGO Account Integration
Im Herbst vergangenen Jahres erfolgte die „Verschmelzung“ beider Nutzerkonten in einen gemeinsamen LEGO Account. Dieses Vorgehen sorgte bei einigen BrickLink-Nutzern (insbesondere bei Händlern) für Kritik . Mit dem AGB-Update erfolgt nun der nächste Schritt des dänischen Spielwarenherstellers, der aufgrund der Nutzerdaten von beiden Plattformen einen immer besseren Zugriff auf die Kauf- und Verkaufshistorien seiner Nutzer hat.
Quo Vadis LEGO?
Auch wenn die aktuelle AGB-Anpassung dieses Mal nur die professionellen Händler auf BrickLink betrifft, besteht die durchaus berechtigte Frage, was die LEGO Gruppe mit seiner Handels-Plattform noch so alles vor hat, zumal die „verbundenen“ Nutzerdaten von LEGO Online-Shop (inklusive Insiders-Programm) und Handelsplattform sicherlich recht aufschlussreich sein dürften. So kann ich mir gut vorstellen, dass der Spielwarenhersteller ein Interesse daran an, die Warenströme zwischen den eigenen Plattformen genauer zu beobachten und im besten Fall sogar zu steuern. Zum Beispiel bei der Frage, ob und wie viele Insiders Prämien über das Treue-Programm beim Endkunden oder direkt im BrickLink-Shop eines Händlers landen.
Wie auch immer, ich bin gespannt, wo die Reise am Ende hingeht und ob auch der normale Endkunde von den Anpassungen profitiert.
Was meint ihr zu der Thematik? Was sind eure Befürchtungen? Welche Vorteile seht ihr dadurch?





