BrickBuddies: Set von Bob Brickman & Brickstory (mit Kommentar)

BrickBuddies
Inhaltsverzeichnis

Besucher des Bob Brickman und Brickstory Museums in Rosenheim können seit Ende letzter Woche mit „BrickBuddies“ das erste offizielle Set der beiden LEGO Museums-Betreiber erwerben und als Souvenir mit nach Hause nehmen. Auf den ersten Blick erinnert das Set an die Figuren aus der LEGO BrickHeadz Themenreihe, allerdings handelt es sich hierbei nicht um ein Set aus LEGO Steinen, sondern mit Teilen von GoBricks.

Im Vorstellungsvideo wird auch der Grund dafür erläutert: Ein offizielles Museums-Set aus LEGO Steinen wäre einfach zu teuer geworden. Deshalb habe man sich für den alternativen Klemmbaustein-Hersteller entschieden, der in puncto Qualität und Preis hier das beste Produkt biete, so die Kurzfassung.

Set auch im Online-Shop des Museums bestellbar

Mehr zur Entscheidung, hier nicht auf die Produkte aus Dänemark zu setzen, sondern auf die Steine von GoBricks, erfahrt ihr in dem eingebundenen Video. Hier gibt es auch Bilder von der Set-Verpackung und der Bau-Anleitung zu sehen, die teils herausfordernd sein kann, wie Brickstory im Clip spoilert.

Das Set ist übrigens nicht nur vor Ort erhältlich, sondern auch online im Museums-Shop der beiden You-Tuber. Die „BrickBuddies“ bestehen aus 349 Teilen und kosten 25 Euro, was einem Teilepreis von sieben Cents entspricht. Hinzu kommen noch Versandkosten (DHL) innerhalb Deutschlands in Höhe von 5,95 Euro.

Hintergrund zum „BrickBuddies“ Set im Video

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Meine Gedanken dazu …

Vorweg: Ich möchte mit meinem folgenden Kommentar niemand vor den Kopf stoßen und ich habe lange überlegt, ob ich meine Gedanken zu dem Thema hier zur Diskussion stelle. Ich kenne Brickstory persönlich und wir haben uns auch kurz zum Set ausgetauscht.

Ich gehe davon aus, dass die Entscheidung der beiden Museums-Betreiber aus Rosenheim, bei ihrem Set nicht die Steine und Teile des dänischen Herstellers zu verwenden, sondern die eines anderen Herstellers, sicherlich nicht leicht gefallen ist. Das kann sicherlich jeder nachvollziehen, der schon einmal ein Special-Set für Ausstellungen oder besondere Gelegenheiten zusammengestellt hat. Eine günstige Angelegenheit ist das sicherlich nicht. Auch der gesamte Aufwand dahinter ist nicht von schlechten Eltern. Von daher auf den ersten Blick eine durchaus verständliche Entscheidung und ich möchte Bob Brickman & Brickstory zu ihrem ersten gemeinsamen Bau-Set erst einmal herzlich gratulieren, denn wie es im Video für mich jedenfalls klingt, dürfen sich Fans der beiden LEGO YouTuber künftig auf weitere Sets (auch von GoBricks?) freuen.

Trotzdem musste ich ehrlicherweise auch ganz schön grübeln, als ich zuerst auf Instagram und dann später auf YouTube die Nachricht zum ersten Museums-Set gesehen habe. Ein privates Fan-Museum voll mit LEGO Sets und LEGO Minifiguren, für die Besucher Eintritt bezahlen, inklusive einem LEGO-Shop, verkauft als Fan-Merch (wohl auch zur weiteren Finanzierung des Museums-Betriebs) ein besonders cooles Nicht-LEGO-Set mit der Begründung, dass es sonst zu teuer geworden wäre. Weil der Ziel-Preis von 25 Euro mit LEGO Steinen nicht machbar gewesen wäre? Ich weiß immer noch nicht, was ich davon halten soll. Tun sich die Beiden damit auf längere Sicht gesehen einen Gefallen?

Beide verdienen Geld mit ihrem LEGO-Museum, verdienen Geld mit You-Tube-Einnahmen von LEGO Reviews, von großartigen LEGO MOC-Landschaften und sicherlich auch über Einnahmen aus entsprechenden Affilliate Programmen und dem Verkauf von LEGO Sets und Figuren. Zudem ist Brickstory meines Wissens auch ein von LEGO offiziell anerkannter Fan-Media-Kanal und wird vom Hersteller im Rahmen dieser Kooperation stetig mit LEGO Neuheiten zum Nulltarif versorgt.

Und dann stellen die Beiden voller Begeisterung ihr erstes eigenes Museums-Set für die zahlreichen Fans vor, setzten aber statt auf LEGO auf einen günstigeren Konkurrenten, weil das „Original“ in der Umsetzung zu teuer gewesen wäre?! Zudem „bedient“ man sich beim Design der „BrickBuddies“ bei einer beliebten LEGO Themenwelt. Autsch !?

Bitte nicht falsch verstehen …

Der Move zum eigenen Baustein-Set für die Fans und Museums-Besucher zur Unterstützung ist klasse und wahrscheinlich auch wegen der steigenden Kosten für die vielen verbauten LEGO Steine und Minifiguren im Museum auch folgerichtig, aber das Signal, beim eigenen Set aus Kostengründen auf die „billigere Konkurrenz“ zu setzen, halte ich persönlich für nicht zielführend oder gar schlicht für falsch. Gerade in Anbetracht dessen, dass die Marke LEGO und deren „teuren“ Produkte das Ganze bisher (ganz gut) finanziert hat.

Hinzu kommt: Die BrickBuddies kosten im Shop 25 Euro für 349 Teile. Das ergibt ein Teilepreis von sieben Cents. Wenn ich mir von der Steine-Anzahl vergleichbare LEGO BrickHeadz Sets ansehe, lande ich trotz Lizenz bei einem ähnlichen Teilepreise oder sogar knapp darunter. Klar, wir haben es hier mit anderen Set-Auflagen und so zu tun, aber der fade Beigeschmack bei mir bleibt.

Auch deswegen habe ich mich am Ende entschieden, das Thema hier im Blog anzusprechen. Mich würde eure Sichtweise dazu interessieren. Stehe ich mit meiner Meinung und dem komischen Beigeschmack alleine da?

Ich freue mich auf eure sachlichen Kommentare und die Diskussion mit euch zu diesem Beitrag. Denkt bitte an die Netiquette. Verstöße dagegen werden nicht freigegeben und wandern direkt in die Ablage P.

Und um es nochmals zu betonen: Ich habe nichts gegen GoBricks oder die beiden Museums-Betreiber. Ihr sollt sie auch weiterhin bei ihrem Herzens-Projekt unterstützen. Ich kritisiere allein den Umstand, dass sie bei ihrem neuesten Merch-Set auf einen günstigeren Fremd-Hersteller setzen, sie ihr Geld aber bislang in vielerlei Hinsicht mit der Marke LEGO verdient haben und von ihr auch seit Jahren profitieren.

Wir sind an Deiner Meinung interessiert!

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