Ende Mai 2018 kontrollierten Zollbeamtinnen und Zollbeamte des Hauptzollamts Frankfurt am Main unter anderem eine Frachtsendung aus China mit 42 Paketen. Laut Anmeldung sollte es sich um Schlüsselanhänger handeln. Zunächst wurden nur ein paar einzelne Pakete geöffnet. Zum Vorschein kamen kleine, in Folienbeutel verpackte Kunststofffiguren, die LEGO Minifiguren entsprachen.

Da hier der Verdacht bestand, dass es sich um Fälschungen handeln könnte, wurden alle Pakete geöffnet und der Inhalt ausgezählt. Jedes Paket enthielt 60 Beutel mit 20 Figuren.

„Insgesamt wurden 50.400 Figuren festgestellt. Mittlerweile wurde auch der Fälschungsverdacht bestätigt und die Figuren der Vernichtung zugeführt. Der verhinderte wirtschaftliche Schaden beträgt 25.200 Euro“, so Isabell Gillmann, Pressesprecherin beim Hauptzollamt Frankfurt am Main.

35 KOMMENTARE

  1. Sehr gut. Hoffentlich werden noch mehr Sendungen abgefangen. Wenn das ganze Zeug von Lepin und Co nicht mehr ankommt, hören die Leute vielleicht endlich auf, den Müll zu bestellen.

      • dann soll Lepin eigene Sets entwickeln, dann können die auch offiziell in den Handel, sie könnten die von Lego vernachlässigten Bereiche machen Burgen Piraten Western Züge. Und alle haben was davon.

        Aber dann könnten sie die Preise ja nicht halten.

      • Also findest du es gut wenn Sachen gefälscht werde schon eine sehr Traurige Aussage da solltest du dir lieber ein anderes Hobby suchen Sandro!

      • Ja natürlich ist es teuer wenn man fast alle Schritte eines Modells einfach weglässt.
        Schon mal was von Marketing, Design der Sets usw. gehört?

        Wenn einer Mondpreise verlangt dann ist dies Lepin. Oder glaubst du das Kunststoff so teuer in der Herstellung ist? Und die anderen Schritte fallen ja komplett weg weil LEGO sind ja schon gemacht hat.

      • Wenn dir die Figuren von Lego zu teuer sind, hält dich niemand davon ab, auf die günstigeren Figuren in anderem Design von Sluban, Corbi oder Megablocks umzusteigen.

        Aber Form und Design der Lego Minifigur sind nunmal rechtlich geschützt, und jede Figur eines anderen Herstellers, die das gleiche Design hat, ist somit ein Plagiat.
        Und das gehört ohne Wenn und Aber vernichtet.

      • Damit die Leute sich evt. mal wieder Gedanken machen, was sie wirklich haben möchten und ggf. auf Sets Sparen. Man muss ja nicht alles haben. Die Mondpreise werden doch immer wieder mit 40% beflastert, was sie damit Relativ macht.

    • Wenn Lego halt so doof ist, in ein ganzes Display (60 Blindbags) von einer bestimmten Figur (Polizist, Und bei HP ja schon wieder) nur eine einzige rein zu packen, dann haben sie es sich auch nicht anders verdient!
      Bei Harry Potter wäre das ja so gut aufgegangen – aber nein. Schon wieder so ein Unfug.
      Und bestimmte Themen (Militär) bedient ja Lego nicht – da muss man (der ELF 😉 ) dann halt ausweichen.
      Ob man mit der Qualität (bzw. Preis / Leistung) zufrieden ist, muss dann halt jeder selbst entscheiden.

        • Naja. Eher: Militär des 19/20. Jahrhunderts gibt es de facto von LEGO nicht. Soldaten und Waffen (was sonst ist „Militär“?) gibt es hingegen bei Star Wars/Pirates/Castle/Knights usw. Von daher ist LEGO´s „Pazifismus-Versprechen“ nicht so wirklich auf die Goldwaage zu legen. Außer du meintest natürlich für dich persönlich, dass du kein LEGO mit militärischem Bezug sehen/haben möchtest.

  2. @Sandro: Nein, Lepin oder andere dürfen durchaus Klemmbausteine produzieren. Allerdings sind die Minifiguren geschützt, sowie Set-Designs, Logos, Anleitungen etc. Also kauf dir halt Sets dieser anderen Hersteller die auch von denen sind. Dann hätte ja auch keiner ein Problem und du musst keine Mondpreise zahlen.

  3. Super wech mit dem Dreck und die Verkäufer hier solte Mann mit …. mal zum Nachdenken bringen die verkaufen ja schon lepin mit lego OVP als echt

  4. Es geht hier nicht um die „Material oder Herstellungskosten“ sondern um die Idee und die Entwicklung. Das ist das selbe wie Intel oder Nvidia. Die Herstellung der Chips ist doch nur ein Bruchteil dessen was man dafür bezahlt. LEPIN klaut „Idee Entwicklung““ und bringt sie dann mit minderwertigen teilen auf den Markt. Und das die LEPIN teile schlechter sind das sollte jeder wissen. Dazu klauen sie noch von den Fans Stichwort „Kopien von MOC“. Naja im endeffekt entscheidet hier wieder Geeiz ist Geil nur nix ausgeben wollen aber wenn es an das eigene Gehalt geht sieht man plötzlich wieder viel ganz anders… Stichwort Doppelmoral….

  5. Da hat halt wer Gewerbsmäßig eingeführt und wurde erwischt. Tropfen auf den heißen Stein.
    Jeder der Lepin etc bestellt weiß im normalfall das die Figuren gefährlich sind und lässt sich nicht mit verschicken genau wie die Anleitung.
    Ich bin auch gegen die Einfuhr von Aktuellen Sets.
    Aber nur wenn es um ältere Sets geht die nur noch bei unverschämten wiederverkäufern gibt habe ich damit kein Problem. Das schadet auch Lego nicht.
    Und betrügen kann man damit eh keinen der Augen im Kopf hat.
    Jeder der Lepin kennt das die Noppen unbeschriftet sind und damit von Lego unterschieden werden kann.

  6. Ich finde es gut, wenn man die Steinezusammenstellung alter Sets bestellen kann. Lego sollte auch polybags vom horrizon Express, Cafe Corner etc. anbieten… Gäbe es das, würde sich kein Affe wegen 20 Prozent Rabatt ein lepin Stein nach Hause holen.

  7. Ich finde das Vernichten von funktionstüchtigen Spielsachen krank. Wieso schenkt man sowas nicht Kitas und Kinderheimen sofern das Produkt nicht giftig ist? Klar lässt sich das nicht bei jedem Fall ( z.B. Stofftiere) prüfen, aber die regelmäßigen Lepin, Enlighten etc. – Legoklone kennt man ja…

  8. Übrigens die Lego-Überraschungsbox aus den Niederlanden, die hier Mal mit Partneraktionen beworben wurde hatte auch nach wenigen Wochen gefälschte Figuren und nachgemachte Sets drin.

  9. Hmmm, da sind also einige Minifiguren aus China gekommen. Hat jemand ne Ahnung, was das für Figuren sind? Ich bin auf jeden Fall kein Figuren-Sammler. In jedem Lego-Set habe ich Mini-Figuren. Die reichen mir. 🙂

  10. Hab ich gestern im TV auch gesehen. Witzig fand ich die Aussage zu den Herstellungskosten für ein paar Cent, und ich dachte, wo ist der Unterschied zum Original. Schwachsinn finde ich immer, dass man die Sachen vernichten muss. Dann schickt man es eben in Weisenhäuser etc. ggf. nach Überprüfung auf schädliche Materialien. Als ob sich ein kleines Kind dafür interessiert, ob es ein Original ist und die Einrichtungen kommen günstig an Spielzeug und LEGO hat kostenlos Werbung. Manchmal kann man sich auch bepupen.

    • Ein kleines Kind wird sich wohl nicht dafür interessieren, ob es sich um ein Original handelt oder nicht.
      Aber es wird ihm auffallen, wenn die Figuren beim Spielen ständig auseinanderfallen, und es somit einen geschmälerten Spielspaß hat.
      Das Kind wird sich dann daraufhin möglicherweise später (im Spielzeugladen, Wunschzettel…) für ein anderes Spielzeug entscheiden.
      Den Eltern/Erziehern wird möglicherweise die schlechte Qualität auffallen, und im Unwissen darüber, dass es sich nicht um echtes Lego handelt, werden sie deswegen möglicherweise zukünftig die Marke Lego meiden.

      Es gibt viele Gründe, wieso Plagiate negative Auswirkungen auf den Originalhersteller haben können, darum ist es immer besser, wenn man solche Fälschungen schnellstmöglich aus dem Verkehr zieht.

      Ich bin selbst Sammler von Lego Minifiguren, und habe mich als solcher auch schon einmal mit den Figuren anderer Hersteller auseinandergesetzt.
      Gerade diese 1:1-Kopien der Lego Minifigur weisen oft eine unterirdische Qualität auf.
      Oft fallen Hände oder Arme aus ihren Halterungen, oder Hüte und Haarteile halten nicht auf den Köpfen fest.
      Ich kenne Beinteile, die sich nur mit Knirschen bewegen lassen, oder andere, die kaum von selbst in ihrer Position bleiben.

      Bei der Lego Minifigur handelt es sich um eine eingetragene Marke.
      Im Gegensatz zum Legostein, dessen Form auf einer technischen Lösung basiert, ist die Grundform der Minifigur rechtlich geschützt.
      Höherwertigere Drittanbieter haben daher das Design ihrer Figuren geändert, und damit gleichzeitig bewiesen, dass es nicht nötig ist, die Minifiguren 1:1 zu kopieren.

      Bei den Plagiaten handelt es sich also nur um Trittbrettfahrer, die sich an Design und den Ideen anderer bereichern wollen, und sowas sollte man prinzipiell nicht unterstützen.

      • So hart es klingt: Waisenhäuser sind ohnehin nicht Legos Preisklasse. Wenn sich das überhaupt bemerkbar macht, dann wenn sie als Erwachsene mal selbst Kinder haben und wenn man das abwiegt, ist es immer noch bodenlos deshalb Kindern lieber kein Spielzeug zu gönnen, als ein paar Euro Profitverlust zu riskieren. Bei stetigen Preiserhöhungen und Qualitätsverlust bei Drucken und Güssen (zumindest empfinde ich das so mit den ganzen Fehlteilen meiner letzten Sets), sowie Entlassungen in Europa wäre etwas gute PR vielleicht doch mehr wert als die paar wenigen Euro, die sich ein Waisenkind zusammensparen könnte. Nur so nebenbei: Ich habe ein paar von Enlighten, weil die Eigendesigns so grandios sind (z.B. der Chinesische Blaue Drache als Minifigurenkostüm)… Die Arme sind etwas locker, aber ansonsten konnte ich keine Mängel ausmachen. Bei den aktuellen Sammelfiguren hatte ich dagegen immer mehr Probleme mit nicht zusammenhaltenden Torsi und Beinen, verschmierten Drucken, Gussfehlern bei T-Shirtärmeln etc.. Dazu gibt es ein kleines Set zu jeder Figur, obwohl es nur einen Bruchteil kostet. Sollte Enlighten je offen in Deutschland im Ladenregal landen können, hat Lego ein ganz ernstes Problem.

    • So löblich sich deine Idee im ersten Moment anhört, so logistisch und finanziell Unmöglich ist sie umzusetzen. 1. Wer erhebt die Daten bzw. wählt die Waisenhäuser oder Kindergärten aus die die Figuren bekommen sollen? 2.Wer gibt die Überprüfung der Gesundheitlichen Unbedenklichkeit in Auftrag und bezahlt diese? 3.Wer übernimmt die Verteilung der Figuren? Verpackung oder Vertrieb? Hier die Frage der Kostenübernahme des Transportes. Der Zoll ist für solche Aufgaben nicht zuständig.

      • Vielleicht stelle ich mir das zu leicht vor, aber ich denke, das wäre nicht das Problem. Es gibt ja nur eine Hand voll Legoplagiateure, die den Markt dominieren. Wenn man die 3 größten einmal testet, bevor man deren Lieferungen künftig an Waisenhäuser weiterleitet, reicht das ja schon, um viel Gutes zu bewirken.
        Kleinstmengen, bei denen dann wegen der Herstellerfirma nicht extra wer mit Ahnung drübersehen muss, können von mir aus auch unbesehen vernichtet werden. Der Kostenfaktor/Aufwand bliebe so im Rahmen und ließe sich sicher organisieren. Bei all dem ehrenamtlichen Engagement mit weit geringerem Ergebnis pro Stunde Arbeitszeit gibt es auch sicher Leute, die das Sammeln für die 3 Tests übernehmen. Dürfte deutlich schneller gehen und befriedigender sein, als Spenden für Dauerprojekte ohne unmittelbares Erfolgserlebnis zu sammeln. Von Zeit zu Zeit mal bei der zuordnung der Firma zu helfen, ist kein großer Deal. Bei engighten steht sogar enlighten drauf. Der Transport dürfte wohl das angenehmste sein. Leute, die gerne mal einen Nachmittag Weihnachtsmann spielen und von den Kiddies angestrahlt werden, findet man sicher genug. Wenn es solche Mengen an Spielzeug in einer Ladung bei meiner Zollfiliale vor Ort gäbe, würde ich sie von mir aus heute noch zum nächsten Kinderheim bringen – und ich habe weiß Gott wenig Freizeit. Mit mehreren tausend Figuren wäre der Bedarf einer Einrichtung wohl auch erstmal gedeckt. Verteilen würde ich nur an Waisenhäuser (Da zieht das Argument eben nicht, dass sie weniger Lego kaufen würden, wie bei Kitas, sodass ich mich erst gar nicht mit irgendwelchen Firmenverstehern rumschlagen muss) und dann im Zirkelprinzip an die Einrichtungen rund um die jeweiligen Zollstationen verteilen. Klar bekommt mal die eine Einrichtung ein paar Figuren mehr als die andere, aber über eine optimierungsfähige Verteilungsgerechtigkeit würden sich die wohl als letztes aufregen.

  11. Ist leider echt schon schlimm mit den Kopien geworden. Man muß nur auf Ebay mal nach Ninjago oder Super Heroes suchen und da wird einem der Kram schon als Lego Custom angeboten. Wenn es wenigstens Charaktäre wären, die nicht von Lego veröffentlicht werden, aber nö, nur Kopien. Und wer weiß aus welchem Plastik diese Figuren gegossen werden, oder mit welchem Farben diese bedruckt werden. Lego muß auf sowas achten, Kopien aus China wohl eher nicht!

  12. Sehr witzig, nicht nur hier, wenn alle Leute bei anderen neuen Sets schreien „BOAH zu teuer, was erlauben Lego?“ „Minifiguren für 4,- Euro – WUCHER“ hier dann aber gesagt „Marketing, Design was das alles kostet, da muss man Lego verstehen!“.

    Merkt ihr selber oder?

  13. Holger,

    Der gleiche ABS Kunststoff wie von Lego auch. Lego produziert auch in China und bezieht seinen Kunststoff vom gleichen Anbieter.
    Die Qualität von Lepin und Decool etc., steht dem Original in nichts nach.

    Ich finde es gut, dass ein Monopol gebrochen wird. Das belebt den Markt und zwingt Lego mal dazu, seine Affenpreise zu überdenken.
    Für mich kommt kein Lego ins Haus.

  14. wie sich hier privat Leute darüber aufregen das ein Milliarden Konzern durch Fälschungen eins anderen Konzern eventuell geschädigt wird..lustig. der deutsche moralische Zeigefinger wieder haha..das ist so lächerlich was manche hier von sich geben, als wäre es ihr persönlicher Verlust! Muss Lego halt Umdenken..Fälschungen haben nur eine Chance wenn was mit dem Original nicht stimmt…selber schuld..aber ja böse böse Chinesen..heil Lego!!

  15. Festgestellter Wert einer Minifigur somit: 0,50 EUR. (Angeblicher Schaden7beschlagnahmte Figuren)

    Wenn Lego sie für diesen Preis verkaufen würde…

  16. Daumen hoch für die Vernichtung ! Da ich selbst schon an solche Kopien geraten bin , war sehr ärgerlich da es sehr schlechte Kopien sind ! Mieser verarbeiteter Kunststoff , schlecht bedruckt , nicht entgratet ! Ich kann es nicht nachvollziehen das Eltern Ihr Kind mit so schlecht produzierten und evtl. noch gefährlichen Figuren spielen lassen ! Als Sammler sind diese Fälschungen einfach nur ärgerlich ( Augen auf ,beim Internet Kauf !!!) Aber muss jeder selbst entscheiden was er seinen Kinder kauft .

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