Der Sender ZDFinfo zeigt heute Abend, am 30. August 2018 um 20:15 Uhr, eine Dokumentation über den dänischen Spielwarenhersteller LEGO aus der Themenreihe „Firmen am Abgrund“.

Bevor der Aufschrei in den Kommentaren groß wird, es handelt sich dabei um eine Dokumentation über die Vergangenheit des Spielwarenkonzerns. Dabei wird noch einmal in 42 Minuten die verschiedenen Aspekte der bunten Bausteine und Minifiguren aufgezeigt.

Wer heute Abend keine Zeit zum Schauen findet, der kann bereits seit heute Vormittag 10 Uhr das komplette Video in der ZDFmediathek finden. Dort wird es auch noch bis zum 29. August 2019 23.59 Uhr abrufbar sein.

Offizielle Sendungsbeschreibung:

Zur Jahrtausendwende stand der Spielzeughersteller LEGO vor der Pleite. Ein junger Manager verordnete dem Unternehmen ein radikales Facelift. Damit begann das Comeback der bunten Steine.

Der klassische LEGO Stein spielte damals kaum noch eine Rolle im Unternehmen. Stattdessen setzte man auf Videospiele, Filme und Fahrräder. Die Umsätze fielen drastisch.

Als Krisenmanager Jørgen Vig Knudstorp die bunten Bausteine und Figuren wieder zum Kerngeschäft machte, gelang ein einzigartiges Comeback.

Durch Marktentwicklung, Missmanagement oder Fehlkalkulationen werden immer wieder Firmen in den Ruin getrieben. Selbst Global Player bleiben nicht verschont. Für einige bedeutete es das endgültige Aus. Andere hingegen, wie Fuji, LEGO oder Nintendo, haben es geschafft, aus der Krise gestärkt hervor zu gehen. ZDFinfo erzählt in der dreiteiligen Reihe „Firmen am Abgrund“ von alteingesessenen erfolgreichen Firmen, die nahe am Bankrott waren und ein Comeback geschafft haben.

25 KOMMENTARE

  1. und auch wenns niemand hören will, lego geht wieder in diese Richtung zu….leider…warten wir mal die nächsten zählen ab…

    • Richtig, nur dieses Mal aus wohl noch viel schwieriger behebbaren Gründen – darunter u. a. zunehmende Ideenlosigkeit|Wiederverwurstung der Designer und der allgemeine Trend hin zu digitalem Spielen. Der ökonomische Wiederabstieg wird langsam beginnen, aber er ist wohl quasi unausweichlich.

      • Der allgemeine Trend zum digitalen Spielen ist aber eben genau richtig! Die Kombination aus Spielzeug, Serien, Filmen und spielbaren Figuren ist das, was LEGO eben stark macht. Mit Modulhäusern, City und Rittern wird man nicht größter Spielzeughersteller. wir AFOLs müssen ja nicht alles mögen, aber ich find’s schon genial, wie LEGO es schafft, auch Leute wie mich Ninjago kaufen zu lassen (beide Modulhäuser).

    • Ist offenbar die Synchronisation einer im Ausland bereits vor längerem produzierten Sendung, laut Abspann. Daher wohl die noch längere Verzögerung als sonst bei solchen Dokus üblich.

  2. „Wer heute Abend keine Zeit zum Schauen findet, der kann bereits seit heute Vormittag 10 Uhr das komplette Video in der ZDFmediathek finden. Dort wird es auch noch bis zum 29. August 2019 23.59 Uhr abrufbar sein.“

    –> back to the future….? 😉

  3. Danke für den Tipp. Hätte ich sonst verpasst. Schade das es keine aktuellere Doku war, aber gut gemacht. Dachte bloss da wird mehr aus Billund gezeigt, das Lego House zum Beispiel. Kurz Offtopic: War einer vor kurzem da und weiss ob es das Building A Dream Buch dann noch zu kaufen gibt ?

  4. Danke für den Tipp. Habs mir zusammen mit meiner Tochter angesehen. Sehr interessant. Auch, dass der CEO früher Erzieher war.

  5. Interessante Doku. Lego hatte um 2000 den Kompass verloren, aber wiedergefunden. Fazit: Konzentriere Dich auf deine Kernkompetenz und perfektioniere diese! Lasse alles andere raus. Lego ist heute wieder erfolgreich weil man ein pädagogisch wertvolleres Angebot schafft, als nur der Medienkonsum. Macht weiter so!

  6. laut Beitrag, werden die AFOLs unterstützt und dort Infos eingeholt. Aber die Realität ist doch, daß die Unterstützung für AFOLs immer weiter zurückgeht, z. B. für Ausstellungen. Da gibt es doch kaum noch Support.

  7. Eine hochinteressante Reportage, bei der man Gänsehaut bekommt. Vernünftig gemanagt kann LEGO aber niemals untergehen. Wie die Reportage zeigt, ticken die Kinder weltweit durchaus ähnlich, die AFOLs kommen hinzu. Dass 60% der Kinder weltweit in Asien zur Welt kommen, ist ein Fakt, dem sich die Politik in Europa stellen muss.

  8. Und irgendwie fühlt es sich so an als ob Lego wieder den falschen Weg mehr und mehr geht.

    Sie entfernen sich wieder von den Kindern. Ganz einfach durch Sets die immer teurer werden oder gar für Kinder nie erreichbar sind.
    Ganz geschweige von Themen die Kinder lieben und nicht durch Lego bedient werden.
    z.b. Wickie, Maja, Feuerwehrmann Sam, Piraten, usw.

    Lego lebt nicht von uns AFOL´s.

    • Inwiefern entfernt sich LEGO von Kindern, nur weil es zusätzlich zu den vielen seit Jahrzehnten vorhandenen einfachen und relativ günstigen Modellen nun auch sehr teure Modelle gibt? VW entfernt sich doch auch nicht von der Mittelklasse, weil sie Phaeton und Arteon im Angebot haben?

  9. Moin!

    Also ich bin hin und her gerissen. Einerseits gab es ein paar nette Infos und schönes Filmmaterial aus den Holzzeiten und tolle Werbevideos, andererseits sind die so dermaßen in der Zeit hinundhergesprungen, daß es echt verwirrend und teilweise zusammenhanglos war.
    Zum Beispiel haben sie bei der Eröffnung der LEGO-Fabrik in China Manager gezeigt, die (symbolisch) Granulat mixen, dann sagen sie, daß LEGO das schon immer gemacht hat, und danach zeigen sie Bilder aus den Holzzeit.

    Gut, mit einigen Sachen hatten sie recht, z.B. daß Jorgen Vig K die Firma gerettet hat, aber auch in der Zeit gab es Erfolge. Seit 1999 LEGO StarWars und so weiter – das wurde völlig weggelassen …

    Und dann gab es einen groben Synchro-Patzer: Der eine Asiate (AFOL), der den Porsche präsentiert, sagt sinngemäß was von: ein AFOL braucht 50 Stunden für das Modell (mit 2700 Steinen).
    1. Ein AFOL braucht eher 15 Stunden (klingt in vielen Sprachen ähnlich – vor allem bei schlechtem Englisch :)) Das ist eher Antiwerbung für den Porsche. Ich zum Beispiel habe 8 Stunden und 20 Minuten gebraucht, inkl. Fotosession.

    Und ja, LEGO geht grad einen merkwürdigen Weg, benutzt aber dafür die normalen Steine, auch wenn es wieder mehr als 5000 verschiedene Elemente gibt.

    Ich freu mich jedenfalls auf die Zukunft mit LEGO und lasse mich weiterhin gerne überraschen.

  10. Also ehrlich gesagt war ich am meisten schockiert vom Arbeitskonzept im Werk in Singapur. Vielleicht bin ich da auch etwas verkopft eingestellt. Aber ich glaube nicht, dass ich in einer derartigen Arbeitsumgebung auf Dauer motiviert arbeiten könnte. Wenn da ständig einer vorbeikommt und mir erzählt, ich müsse den Arbeitsplatz jetzt räumen, weil ich schon zu lange da sitze.

    • Dieses „Future work“ Konzept mit nicht fest zugeordneten Plätzen ist auch hierzulande immer beliebter, zumindest bei den Arbeitgebern, die damit natürlich geld sparen wollen. Ich halte davon auch nicht viel.

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