Zu Jahresbeginn kam hierzulande die nächste Welle der 2016er LEGO® Star Wars™ Sets in den Handel. Darunter sind auch zwei Modelle aus dem aktuellen Kinofilm „Star Wars™ The Force Awakens“. Eines dieser Sets möchte ich Euch in dieser Review vorstellen. Der Resistance Troop Transporter (75140) ist mit 646 Teilen und 17 Spare-Parts das größere der Sets und dürfte Star Wars™ Fans irgendwie bekannt vorkommen. Die Film-Designer des Schiffes haben sich an alten Entwürfen aus der Original-Trilogie orientiert, denn der Widerstand nutzt alle verfügbaren Ressourcen, um seine Flotte zu unterhalten. Daher wirkt der Transporter auch etwas zusammengestückelt und teilt mit dem B-Wing die ungewöhnliche Cockpit Anordnung.

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Auf der Verpackung ist das Set von beiden Seiten abgebildet und auf der Rückseite sind wie gewohnt die möglichen Funktionen dargestellt. Die Steine sind in fünf nummerierten Bags verpackt, die großformatige Bauanleitung umfasst 80 Seiten. Der Aufbau erfolgt modular entlang der Nummerierung, so dass man jeweils nur eine überschaubare Zahl von Steinen sortieren muss. Leider kommen außer ein paar kleinen bedruckten Tiles eine ganze Menge Aufkleber zum Einsatz. Insgesamt müssen 17 teilweise großformatige Sticker während des Baus verklebt werden. Auch die Pilotenkanzel wird nicht verschont, sie bekommt gleich drei Stück ab.

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Figuren

Zu dem Set gehören vier Minifiguren: General Organa, Admiral Ackbar und zwei Resistance Trooper. Die Bedruckung der Leia- und Ackbar-Minifig orientiert sich am aktuellen Kinofilm, die beiden Trooper tragen ähnliche Uniformen wie die Kameraden im Resistance Trooper Battle Pack (75131). Es kommen auch die gleichen zweiteiligen Helme zum Einsatz. Einer der beiden hat das Zeichen des Widerstands auf die Brusttasche gedruckt, das ist neu. Es handelt sich hier um den „Rebel Alliance Starbird“, der schon von den Rebellen der ursprünglichen Trilogie benutzt wurde.

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Als Bewaffnung tragen die Figuren zwei kleine und zwei mittlere Blaster-Pistolen. Im Gegensatz zu den Battle Packs wurde hier auf Stud-Shooter verzichtet. Admiral Ackbar ließ es sich nicht nehmen, auch seinen Lieblingsbecher einzupacken.

Aufbau

Der Bau gestaltet sich abwechslungsreich, denn es werden einige interessante Bautechniken verwendet. Wie bereits erwähnt, ist das Schiff modular aufgebaut. Es besteht zum Schluss aus drei Teilen: Den beiden Antriebspods und dem Crew-Modul in der Mitte. Die Pods sind mit je vier Technic-Pins mit dem Mittelteil verbunden. Bei den Wänden des Crew-Moduls wird viel SNOT (Studs not on top) genutzt, es sind alleine über 30 Steine dieses Typs enthalten. Dabei auch acht neue 1x2x2 mit Noppen an den Seiten, die ich bis jetzt noch in keinem anderen Set gesehen habe. Zur Fixierung und Orientierung der Steine dienen oft Technic-Teile, dabei wird auch mal ein ganzes Segment auf den Kopf gestellt montiert, damit Bausteine symmetrisch von oben und unten befestigt werden können.

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Auf dem Bild oben sieht man den linken Antriebs- und Waffenpod, an dem ein Segment um 180° gedreht mit Technic-Pins befestigt wird. Später wird eine weitere Abdeckung auf die nach oben zeigenden Noppen montiert. Auf dem nächsten Bild sieht man dieses Teil mit den Abdeckungen und den kleinen Spalt, der durch diese Bauweise entsteht. Auch sonst ist die Auswahl an Steinen und die Farbgebung gelungen, es sind einige silber glänzende Teile wie runde Studs oder Globes verbaut. Generell dominiert mittelgrau, dunkelgrau und sandgelb. Die gesamte Steinepalette findet ihr wie gewohnt am Ende der Bauanleitung, die auch auf der LEGO® Webseite verfügbar ist.

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Das fertige Modell ist sehr robust und kompakt. Wenn man nicht gerade die filigranen Antennen abbrechen, sollte der Konstruktion so schnell nichts passieren, auch wenn der Nachwuchs damit spielt. In der Frontansicht sieht man links einen Antriebs- und Waffenpod, in der Mitte den Crew-Bereich und rechts einen Antriebs- und Cockpit-Pod. Links im Crew-Bereich sind noch zwei Federshooter verbaut, die von hinten durch einen roten Technic-Stein betätigt werden können.

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Die Heckansicht wird von einem zentralen tonnenförmigen Bauteil mit der Element-ID 6134428 dominiert, dieses wird in diesem Bausatz scheinbar das erste Mal verwendet, denn es ist im Netz noch nicht erfasst. Die vier kleinen Flügel rechts und links davon lassen sich nicht viel bewegen, sie sind in dieser Position fixiert.

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Das Cockpit bietet Platz für eine Figur und da man die Kanzel im geschlossenen Zustand nicht gut greifen kann, lässt sie sich mit Hilfe einer rotierenden Scheibe und eines Technic-Steins ein Stück weit öffnen.

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Das Crew Modul hat eine Zugangsrampe und die beiden Deckenklappen lassen sich öffnen, so dass der Innenraum zugänglich ist. Dort ist Platz für zwei sitzende Figuren und für einige mehr im Stehen – viel bekommt man aber leider nicht unter, da die Wände viel Platz einnehmen. Die Innenausstattung ist ansonsten recht spartanisch, nur zwei Displays an der Wand und Halter für zwei Blaster sind vorhanden.

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Durch die modulare Bauweise ergibt sich noch eine Möglichkeit, das Modell zu kombinieren. Wenn man die beiden Antriebsmodule abnimmt und mit Technic-Pins verbindet, erhält man einen Kommando-Container und einen kleinen Aufklärungsgleiter. Offiziell ist das nicht so vorgesehen, aber es funktioniert und ich finde, es sieht ziemlich gut aus und eröffnet noch mehr Möglichkeiten beim Szenerie-Aufbau.

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Mein Fazit:

Eine gute Umsetzung des Filmmodells mit ähnlichen Schwächen wie der First Order Transporter (75103): Es ist relativ wenig Platz im Modell, um dem Anspruch als Transporter gerecht zu werden. Dies ist aber immer ein Kompromiss zwischen realer Umsetzung und Steine-Budget. Abgesehen davon ist es eine interessante Konstruktion mit guter Bespielbarkeit und bietet Potential für eigene Ideen.

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