Das ausführliche Review zum A-Modell des neuen LEGO Technic Sets 42080 habe ich euch bereits präsentiert. Nachdem LEGO nun auch die Anleitungen für alle B-Modelle zum Download freigegeben hat, kann ich euch heute auch die zweite Bauvariante zeigen. Es handelt sich dabei um einen Log Loader (Holzlader). Die Idee dahinter klingt gut und auch die Produktbilder der Verpackung versprechen ein schönes Modell, doch ob es das am Ende auch wirklich so ist, möchte ich euch in diesem Review zeigen.

LEGO Technic 42080 Harvester Forest Machine

Die Bauphasen

Die Umverpackung und der dazugehörige Inhalt bleibt natürlich der Gleiche wie beim A-Modell. Man lädt sich nur die Anleitung herunter und kann auf 176 Seiten in 208 Bauschritten seinen Holzlader zusammenstecken.

Zuerst muss man natürlich das A-Modell, den Harvester, wieder zerlegen – und das sollte  komplett inklusive des Zubehörs geschehen. So verstecken sich in der Kettensäge oder auch im Baumstamm plötzlich Teile, die man sonst vergeblich sucht – so erging es mir leider zwei mal. Ob die Steine danach alle auf einen Haufen geworfen werden, für mehr Spannung beim Suchen, oder eine Vorsortierung beim Rückbau erfolgt – da hat jeder sicherlich sein eigenes System.

Nun beginnt der Bauspaß von Neuem und wir starten in den ersten 60 Schritten mit der Fertigstellung der Fahrerkabine, so wie der vorderen Doppelachse. Die großen Drehscheiben für das Knickgelenk sind ebenfalls schon dabei.

lego technic 42080 holzlader review

Man merkt hier bereits, dass der Bau einfacher wird als beim A-Modell. Die Achsen sind weder lenkbar, noch besitzen sie eine „Federung“. Dafür darf der Fahrer das Vibrieren des L-Motors unter seinem Sitz spüren.

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Nun kommen die ersten Pneumatik-Schläuche zum Einsatz. Das Gefuddel durch die Drehscheibe erinnerte mich ein wenig an die des 8868 „Air Tech Claw Rig“. Da die Längen der Schläuche vorgeschnitten und hauptsächlich für das A-Modell gedacht sind, ergeben sich dann solche Wölbungen wie am blauen Schlauch, die man später versuchen darf elegant, ohne Einknicken des Schlauches, zu verlegen.

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Nach 109 Bauschritten hat man den vorderen Teil fertig gestellt. Die Teile mit den bereits aufgebrachten Aufklebern sind im übrigen äquivalent von A zu B-Modell.

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Damit wäre der „komplizierte“ Teil schon geschafft. Weiter geht es nun mit dem Heck, der Ladeeinheit mit Kran und Greifer. Die hinteren Achsen bekommen wenigstens die einfache Pendelachse als „Federung“ spendiert.

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Die Batteriebox wird ebenso einfach verbaut, wie auch im Harvester. Die Box selbst liegt hier wirklich nur lose drin, ohne Pin-Befestigung. Zum Wechseln werden auf beiden Seiten einfach zwei braune Achsen mit Stopper herausgezogen und die Ladefläche kann nach hinten geklappt und die Batteriebox entnommen werden.

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Nachdem die Ladefläche für die Unmengen an Holz geschaffen ist, fehlt nur noch der Kranaufbau samt Greifer. Jetzt kommen auch endlich wieder die zwei schönen großen Pneumatik-Zylinder zum Einsatz. Auch hier sieht man wieder einen viel zu langen Schlauch, welcher ebenfalls gekonnt verlegt werden darf.

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Nach ca. drei Stunden gemächlichem Bauen steht dann der Holzlader vor uns. Und damit der Greifer auch was zu greifen hat, gibt es noch drei Baumstämme dazu, die der Harvester bereits bearbeitet und zerlegt hat. Das fertige Modell hat nun die ungefähren Ausmaße von 36 cm in der Länge, 13 cm in der Breite und 25 cm in der Höhe – je nachdem wie man den Kran gestellt hat.

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Die Funktionen

Ein paar kleine Features hat natürlich auch dieses Modell. Auf der Fahrerkabine befindet sich ein Zahnrad für die Lenkung. Bei ungünstiger Konstellation mit dem Kran, stören leider die Pneumatik-Schläuche das Lenkvergnügen. Gelenkt wird hierbei nur mittels des Knickgelenks. Dies ist beim Harvester eindeutig besser gelöst.

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Mit an Bord sind natürlich auch die zwei neuen Pneumatik-Schalter, leider wird hier auf altbewährte, klassische Methode gesteuert und nicht die neue Funktion sinnvoll genutzt. Schade.

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Die nächsten Bilder zeigen, welche Positionen der Kran mit Hilfe der Pneumatik einnehmen kann. Durch die zwei verbauten Zylinder lassen sich die Armelemente unterschiedlich ansteuern. Dabei sollte man immer auf die Schläuche achten, dass man sich nirgends im Gestänge verheddert. Der Kran lässt sich dank Drehscheibe um ca. 180° bewegen.

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Am Ende des Krans befindet sich dann der Greifer – im Gegensatz zum Harvester hier voll-manuell. Der Greifer kann um 360° gedreht werden, so wie die Greiferzange, mit Hilfe eines kleinen Hebels an der Seite, auf und zu klappen, oder man fässt direkt an den Greifer.

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Die Front besticht mit einem Kühlergrill und ein paar zarten Lämpchen. Die Motorhaube lässt sich hier nicht öffnen – muss auch nicht, da nichts im Verborgenen ist.

Dafür lassen sich Türen auf beiden Seiten öffnen. Darin der Fahrersitz samt zwei roten Steuerknüppeln. Die natürlich über keinerlei Funktion verfügen. Wie nun allerdings der Fahrer sehen soll, was er da in seinem Rücken belädt, weiß ich nicht.

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Und noch einmal die fertige Ladefläche für die Massen an Stämmen. Auch zwei weiße Rücklichter sind hier anzutreffen.

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Der einfache Unterboden.

Und der maximale Einschlagwinkel des Knickgelenks.

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Am Ende des Bau’s bleiben doch recht viele Teile übrig, das hat mich etwas überrascht.

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Mein Fazit

Was bleibt übrig, am Ende des Tages?! Ein üppiger Haufen Steine des A-Modells – richtig. Ich persönlich bin etwas enttäuscht über die zweite Variante, die vielversprechender aussah. Irgendwie wirkt es nur halbherzig, gerade mit den im Review angesprochenen Punkten. Mir gefällt das A-Modell deutlich besser, auch wenn es nicht perfekt ist.

Was nun euer Favorit ist, kann jeder für sich entscheiden, ob A oder B oder am Ende doch C – Verzicht eines Kaufs?!

8 KOMMENTARE

  1. Ich habe mich tatsächlich für C entschieden, allerdings im Gegenzug den großen Kran zum Einkaufszettel hinzugefügt. Ursprünglich war er nicht geplant.

  2. Na mal abwarten, ob nicht noch ein C-Model (MOC) von jemandem kommt 😉
    Aber stimmt schon, auf den Bildern sieht das irgendwie interessanter aus.
    Aber trotzdem ein schönes Review!

  3. Der große Kran gibt Hoffnung auf mehr solcher Sets
    gehört für mich zu den Top 5 der Technik Sets der letzten Jahre
    das B Modell ist auch cool, zumal man nur das obere Teil umbauen muss

  4. Mir persönlichen gefällt der Schwerlastgabelstapler am besten von den neuen Technik Set’s und wurde auch schon bestellt.
    Mit diesem Set jedoch kann ich absolut gar nichts anfangen.

  5. Ich finde beide Modelle gut, da sie perfekt zusammen arbeiten können. Der eine schneidet die Stämme und der andere schafft sie aus dem Wald. Allerdings werde ich mir das Modell nicht kaufen, da ich eher auf Lkw und Baumaschinen sowie alle Arten von Kränen stehe.

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